Tradolan retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tradolan retard 100 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,30Stück, Laufzeit: 60 Monate,60 Stück , Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tradolan retard 100 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Tramadol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-21255
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-12-1995
  • Letzte Änderung:
  • 02-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Tradolan retard 100 mg-Filmtabletten

Wirkstoff: Tramadolhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Tradolan retard und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tradolan retard beachten?

Wie ist Tradolan retard einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Tradolan retard aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Tradolan retard und wofür wird es angewendet?

Tradolan retard ist ein stark wirksames Arzneimittel zur Schmerzbekämpfung, z.B. bei

Wundschmerzen,

Knochenbrüchen,

erheblichen

Nervenschmerzen,

Tumorschmerzen,

Herzinfarkt. Es sollte nicht bei leichten Schmerzzuständen angewendet werden. Die Wirkung

tritt rasch ein und hält einige Stunden an.

Tradolan retard wird angewendet zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tradolan retard beachten?

Tradolan retard darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Tramadolhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

bei akuter Vergiftung bzw. Überdosierung mit Mitteln, die dämpfend auf das zentrale

Nervensystem wirken, z.B. Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder Arzneimittel, die auf

die Psyche einwirken.

wenn Sie gleichzeitig so genannte Monoaminoxidase-Hemmer (bestimmte Arzneimittel

gegen Depressionen bzw. Infektionen (Wirkstoff Linezolid)) einnehmen oder innerhalb der

letzten 2 Wochen eingenommen haben.

wenn

Fallsucht

(Epilepsie)

leiden

diese

durch

Behandlung

nicht

ausreichend kontrolliert werden kann.

zur Behandlung bei Drogenentzug oder zur Anwendung als Drogenersatzmittel.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Tradolan retard einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tradolan retard ist erforderlich,

wenn Sie eine Kopfverletzung haben.

wenn Sie unter Schock stehen.

wenn bei Ihnen erhöhter Hirndruck festgestellt wurde.

wenn Sie unter Bewusstseinsstörungen leiden.

wenn Sie zu Krampfanfällen oder Epilepsie neigen.

wenn die Funktion Ihrer Leber und/oder Ihrer Nieren eingeschränkt ist.

wenn Sie eine Erkrankung der Atemwege haben oder Ihre Atemfunktion auf eine andere

Weise beeinträchtigt ist.

wenn

gleichzeitig

Arzneimittel

einnehmen,

dämpfend

zentrale

Nervensystem wirken.

wenn Sie in der Vergangenheit bereits überempfindlich auf Opioide reagiert haben.

Bei Patienten, die zu Arzneimittelmissbrauch oder Drogenabhängigkeit neigen, ist eine

notwendige schmerzstillende Behandlung mit Tradolan retard nur kurzfristig und nur unter

strengster ärztlicher Kontrolle durchzuführen.

Wenn die Behandlung mit Tradolan retard beendet wird, besonders nach längerfristiger

Anwendung, wird der Arzt die Dosis stufenweise verringern, um Entzugserscheinungen zu

vermeiden.

Tradolan retard eignet sich nicht als Ersatzdroge bei Patienten mit Opioid-Abhängigkeit

(Schmerzmittel, die auf das zentrale Nervensystem wirken).

Bei der Anwendung von Tramadolhydrochlorid in der empfohlenen Dosierung ist über

Krampfanfälle

berichtet

worden.

erhöhtes

Risiko

kann

Verabreichung

Dosierungen

bestehen,

über

empfohlene

Höchstdosis

(400

Tag)

hinausgehen. Bei gleichzeitiger Gabe von Arzneimitteln, die die Krampfschwelle erniedrigen,

kann Tradolan retard das Risiko von Krampfanfällen erhöhen.

Tramadol wird in der Leber über ein Enzym umgewandelt. Manche Personen weisen eine

Modifikation dieses Enzyms auf, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Manche

Personen erreichen dadurch möglicherweise keine ausreichende Schmerzlinderung, bei

anderen

wiederum

besteht

eine

höhere

Wahrscheinlichkeit

für

Auftreten

schwerwiegender Nebenwirkungen. Wenn Sie bei sich eine der folgenden Nebenwirkungen

bemerken,

dürfen

dieses

Arzneimittel

nicht

mehr

einnehmen

müssen

sich

unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit,

Schläfrigkeit, kleine Pupillen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Appetitmangel.

Kinder und Jugendliche

Tradolan retard ist nicht geeignet für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis 12

Jahre.

Für

diese

Patienten

steht

Tradolan

geeigneteren

Darreichungsformen

Verfügung.

Anwendung bei Kindern mit Atemproblemen

Tramadol wird bei Kindern mit Atemproblemen nicht empfohlen, da sich die Beschwerden

einer Tramadol-Toxizität bei diesen Kindern verschlimmern können.

Einnahme von Tradolan retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Tradolan retard mit folgenden anderen Arzneimitteln

kann zu einer Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung führen:

Monoaminoxidase-Hemmer

(Arzneimittel

gegen

Depressionen

bzw.

Infektionen

(Wirkstoff

Linezolid);

siehe

Abschnitt

„Tradolan

retard

darf

nicht

eingenommen

werden“).

bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen (z.B. bei der Behandlung von

Depressionen oder Psychosen) – die Gefahr für Krampfanfälle kann erhöht sein.

sogenannte

selektive

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer

(SSRI),

Serotonin-

Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer

(SNRI)

(Arzneimittel

Behandlung

Depressionen)

bestimmte

Wechselwirkungen

diesen

Arzneimitteln

können

auftreten, die sich z.B. durch Verwirrtheit, Unruhe, Fieber, Schwitzen, unkoordinierte

Bewegungen von Gliedmaßen und Augen, Muskelzuckungen oder Durchfall äußern.

blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Cumarin-Derivate, z.B. Warfarin).

Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie).

Cimetidin (Arzneimittel, das die Bildung von Magensäure hemmt).

andere starke Schmerzmittel (Opioide, z.B. Buprenorphin, Nalbuphin, Pentazocin).

Opioid-Antagonisten,

z.B.

Naltrexon

(Arzneimittel

Unterstützung

einer

Entzugsbehandlung von Opioid-Abhängigen).

5-HT

-Antagonisten,

z.B.

Ondansetron

(Arzneimittel

Behandlung

Übelkeit,

Brechreiz und Erbrechen).

CYP3A4-hemmende

Arzneimittel

sowie

CYP2D6-hemmende

Arzneimittel,

z.B.

Ketoconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen), Erythromycin (ein

Antibiotikum).

Das Risiko für Nebenwirkungen steigt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen:

Arzneimittel,

Krämpfe

(Anfälle)

auslösen

können,

Beispiel

bestimmte

Antidepressiva oder Antipsychotika. Das Risiko für einen Anfall kann bei gleichzeitiger

Verabreichung von Tradolan retard erhöht sein. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Tradolan

retard für Sie geeignet ist.

bestimmte

Antidepressiva.

Tradolan

retard

kann

diesen

Arzneimitteln

Wechselwirkungen führen, und es können Beschwerden wie unwillkürliche, rhythmische

Muskelkontraktionen einschließlich der Augenmuskeln, Unruhe, übermäßiges Schwitzen,

Zittern, übertriebene Reflexe, Erhöhung der Muskelspannung und eine Körpertemperatur

über 38°C auftreten.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Tradolan retard mit Substanzen, die

ebenfalls dämpfend auf das zentrale Nervensystem wirken (z.B. Alkohol, Beruhigungsmittel,

Schlafmittel).

Wenn

Ihnen

Arzt

jedoch

Tradolan

retard

gemeinsam

einem

Beruhigungsmittel

verschreibt, muss die Dosis und die Dauer der gemeinsamen Behandlung von Ihrem Arzt

begrenzt werden.

Bitte

informieren

Ihren

Arzt

über

alle

Beruhigungsmittel,

einnehmen,

befolgen Sie die Dosisempfehlung Ihres Arztes genau. Es könnte hilfreich sein, Freunde

oder Verwandte zu informieren, auf die oben genannten Anzeichen und Beschwerden zu

achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt beim Auftreten solcher Beschwerden.

Einnahme von Tradolan retard zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Tradolan retard kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Während der Behandlung mit Tradolan retard sollten Sie auf den Konsum von Alkohol

verzichten, da es zu einer Verstärkung der Wirkung kommen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder

beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Über die Unbedenklichkeit von Tramadolhydrochlorid in der Schwangerschaft liegen keine

ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sollte Tradolan retard während der Schwangerschaft

nicht eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder

vermuten schwanger zu sein.

Die Einnahme während der Geburt wird wegen der Gefahr einer Beeinträchtigung der

Atmung des Neugeborenen nicht empfohlen.

Stillzeit

Tramadol geht in die Muttermilch über. Aus diesem Grund sollten Sie Tradolan retard

während der Stillzeit nicht mehr als einmal anwenden; wenn Sie Tradolan retard hingegen

mehr als einmal anwenden, sollten Sie das Stillen unterbrechen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung:

Dieses

Arzneimittel

kann

Reaktionsfähigkeit

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

allem

Beginn

Behandlung, bei Änderung der Dosierung und in Verbindung mit Alkohol oder

anderen Arzneimitteln, die dämpfend auf das zentrale Nervensystem wirken,

zu erwarten.

Tradolan retard enthält Lactose-Monohydrat

Bitte nehmen Sie Tradolan retard erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie an einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Tradolan retard einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Tradolan retard sollte unabhängig von den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit unzerkaut

eingenommen werden.

Tramadolhydrochlorid liegt in der Form von Retardtabletten vor, d.h. dass der Wirkstoff

langsam aber stetig in den Körper gelangt und dadurch die Wirkung länger anhält. Daher

braucht Tradolan retard nur zweimal täglich eingenommen zu werden.

Die Dosierung von Tradolan retard ist abhängig vom Schweregrad Ihrer Erkrankung und soll

auf die Intensität Ihrer Schmerzen und auf Ihr individuelles Schmerzempfinden abgestimmt

werden. Im Allgemeinen soll die kleinstmögliche Dosis, mit der Schmerzfreiheit erreicht wird,

angewendet werden. Ihr Arzt wird die Dosis Ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen.

Wenn Sie der Meinung sind, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie

mit Ihrem Arzt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Die übliche Dosis ist eine Tradolan retard 100 mg-Filmtablette 2-mal täglich, wobei sich die

Einnahme morgens und abends empfiehlt.

Bei unzureichender Schmerzlinderung kann die Dosis vom behandelnden Arzt auf 150 mg

(eine Tradolan retard 150 mg-Filmtablette) oder 200 mg (eine Tradolan retard 200 mg-

Filmtablette)

2-mal

täglich

erhöht

werden.

Grundsätzlich

sollte

jedoch

kleinste

schmerzlindernd wirksame Dosis gewählt werden. Tagesdosen von 400 mg Wirkstoff sollten

nicht überschritten werden, es sei denn, es liegen besondere medizinische Umstände dafür

vor.

Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (über 75 Jahre) kann die Ausscheidung von Tramadol verzögert sein.

Wenn

das auf

Sie zutrifft, wird Ihr Arzt

Ihnen möglicherweise eine Verlängerung der

Abstände zwischen den Einnahmen empfehlen.

Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion/Dialyse

Patienten

schwerer

Leber-

oder

Niereninsuffizienz

sollen

Tradolan

retard

nicht

einnehmen. Wenn in Ihrem Fall eine leichte oder mäßige Insuffizienz besteht, wird Ihr Arzt

Ihnen möglicherweise empfehlen, die Abstände zwischen den Einnahmen zu verlängern.

Wenn Sie eine größere Menge von Tradolan retard eingenommen haben, als Sie

sollten

Anzeichen einer Überdosierung sind enge Pupillen, Erbrechen, Kreislaufzusammenbruch,

Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle und

Beschwerden beim Atmen bis hin zur Atemlähmung.

Beim Auftreten eines dieser Anzeichen ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.

Hinweis für den Arzt:

Maßnahmen bei Überdosierung sind am Ende dieser Gebrauchsinformation

angeführt.

Wenn Sie die Einnahme von Tradolan retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald

Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen

Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Tradolan retard abbrechen

Sie sollten dieses Arzneimittel nur dann abrupt absetzen, wenn Ihr Arzt Sie dazu anweist.

Wenn Sie Ihr Arzneimittel absetzen möchten, besprechen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt; dies

gilt insbesondere, wenn Sie es seit einer längeren Zeit einnehmen. Ihr Arzt wird Sie beraten,

wann und wie Sie das Arzneimittel absetzen sollten; dies kann unter Umständen durch eine

allmähliche Verringerung der Dosis erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass

unnötige Nebenwirkungen (Entzugssymptome) auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei jeweils mehr als 10% der Behandelten auftreten,

sind Übelkeit und Benommenheit bzw. Schwindel.

Eine Beeinträchtigung der Atmung kann bei Überschreitung der empfohlenen Dosis oder bei

gleichzeitiger

Anwendung

anderen

Substanzen,

dämpfend

zentrale

Nervensystem wirken, auftreten.

Krampfanfälle

traten

hauptsächlich

nach

Anwendung

hohen

Dosen

Tramadolhydrochlorid bzw. nach gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, welche die

Krampfschwelle erniedrigen oder selbst Krampfanfälle auslösen können (z.B. Antidepressiva

oder Antipsychotika), auf.

Nach Anwendung von Tradolan retard können verschiedene psychische Nebenwirkungen

auftreten, die hinsichtlich Stärke und Art von der Persönlichkeit des Patienten und der

Einnahmedauer

abhängig

sind.

Darunter

versteht

Stimmungsveränderungen,

Veränderungen der Aktivität und Veränderungen bestimmter Leistungsfähigkeiten.

Die Anwendung von Tradolan retard über einen längeren Zeitraum kann zu Abhängigkeit

führen, verbunden mit Entzugserscheinungen, die typisch für starke Schmerzmittel (Opioide)

sind, wie Unruhe, Angstgefühl, Nervosität, Schlafstörungen, übermäßige Bewegungsaktivität,

Zittern und Magen-Darm-Beschwerden.

Weitere,

sehr

selten

beobachtete

Entzugserscheinungen

sind

Panikattacken,

schwere

Angstzustände,

Halluzinationen,

Missempfindungen

(z.B.

Kribbeln,

taubes

Gefühl),

Ohrensausen und ungewöhnliche Beschwerden des zentralen Nervensystems.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Benommenheit

Übelkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen, Schläfrigkeit

Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit

Schwitzen

Erschöpfung

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Beeinflussung des Kreislaufs (Herzklopfen, erhöhter Herzschlag, erniedrigter Blutdruck,

Kreislaufkollaps).

Diese

unerwünschten

Wirkungen

können

insbesondere

intravenöser Verabreichung und bei Patienten auftreten, die körperlich belastet sind.

Brechreiz, Störungen des Magen-Darm-Trakts (z.B. Druckgefühl im Magen, Blähungen),

Durchfall

Hautreaktionen (z.B. Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

zum Teil schwerwiegende allergische Reaktionen, z.B. Atemnot, Krämpfe der Bronchien,

Rasselgeräusche beim Atmen, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut vor

allem im Gesichtsbereich

Stimmungsveränderungen

(meist

gehobene

Stimmung,

gelegentlich

auch

gereizte

Stimmung), Depression, Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich

Steigerung),

Veränderungen

bestimmter

Leistungsfähigkeiten

(z.B.

verändertes

Entscheidungsverhalten,

Wahrnehmungsstörungen);

Halluzinationen,

Verwirrung,

Schlafstörungen, Alpträume; Entzugsbeschwerden (Unruhe, Angstgefühl, Nervosität,

Schlafstörungen,

übermäßige

Bewegungsaktivität,

Zittern

Magen-Darm-

Beschwerden)

beeinträchtigte Atemfunktion, Krampfanfälle (siehe Abschnitt 2. „Besondere Vorsicht bei

der Einnahme von Tradolan retard ist erforderlich“), unwillkürliche Muskelzuckungen,

Koordinationsstörungen, kurzdauernder Bewusstseinsverlust, Missempfindungen (z.B.

Kribbeln, taubes Gefühl), Zittern, Veränderungen des Appetits

verschwommenes Sehen

erniedrigter Herzschlag, erhöhter Blutdruck

Atemnot

verminderte Muskelkraft

Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Harnverhaltung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Entzugserscheinungen

(Panikattacken,

schwere

Angstzustände,

Halluzinationen,

Missempfindungen

(z.B.

Kribbeln,

taubes

Gefühl),

Ohrensausen,

ungewöhnliche

Beschwerden des zentralen Nervensystems)

Gesichtsrötung

erhöhte Leberwerte

schwere Hauterkrankungen mit Störung des Allgemeinbefindens und schmerzhafter

Blasenbildung der Haut (Toxische Epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom)

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

niedriger Blutzuckerspiegel

Sprachstörungen

erweiterte Pupillen

Verschlimmerung von Asthma

Leberentzündung

niedriger Gehalt an Natrium im Blut

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe

unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Tradolan retard aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach

„verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tradolan retard enthält:

Wirkstoff

ist:

Tramadolhydrochlorid.

Filmtablette

enthält

Tramadolhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, hochdisperses Siliciumdioxid,

Magnesiumstearat

Tablettenfilm:

Hypromellose,

Lactose-Monohydrat,

Macrogol

6000,

Propylenglykol,

Talkum, Titandioxid (E 171)

Wie Tradolan retard aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, beidseitig nach außen gewölbte Filmtabletten mit der Prägung T1 auf einer

Seite und dem Hersteller Logo auf der anderen Seite.

Tradolan retard 100 mg Filmtabletten sind in Packungen mit 10, 30 oder 60 Filmtabletten

erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Hersteller

Grünenthal GmbH, 52078 Aachen, Deutschland

Z.Nr.: 1-21255

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome

Grundsätzlich ist bei Intoxikationen mit Tramadol mit folgenden Opioid-typischen Symptomen

zu rechnen: Miosis, Erbrechen, Kreislaufkollaps, Hypotonie, Bewusstseinsstörungen bis zum

Koma, Krampfanfälle, Atemdepression bis zur Atemlähmung.

Therapie

Es gelten die allgemeinen Notfallregeln zum Freihalten der Atemwege (Aspirationsgefahr!)

und zur Aufrechterhaltung von Atmung und Kreislauf je nach Symptomatik.

Antidot

Atemdepression

Naloxon.

Tierexperiment

Naloxon

Krampfanfällen wirkungslos; möglicherweise kann es die Krampfneigung verstärken. Daher

sollte bei Patienten mit Krampfanfällen die intravenöse Gabe von Benzodiazepinen (z.B.

Diazepam) erwogen werden.

Tramadol kann durch Hämodialyse oder Hämofiltration nur in geringem Maße aus dem

Serum entfernt werden. Aus diesem Grund sind Hämodialyse oder Hämofiltration allein zur

Behandlung der akuten Intoxikation mit Tradolan retard nicht geeignet.

Bei oraler Überdosierung kann eine Magenentleerung zur Entfernung noch nicht resorbierter

Wirkstoffmengen (besonders bei Retardpräparaten) sinnvoll sein.

31-7-2018

July 30, 2018: Two People Guilty of Distributing Tramadol Pills

July 30, 2018: Two People Guilty of Distributing Tramadol Pills

July 30, 2018: Two People Guilty of Distributing Tramadol Pills

FDA - U.S. Food and Drug Administration

12-12-2018

Morphin retard Heumann

Rote - Liste

11-12-2018

Quetiapin TAD® 400 mg Retardtabletten

Rote - Liste

4-12-2018

Saroten® retard Tabs 75 mg

Rote - Liste

6-11-2018

Metoprolol 200 retard Heumann

Rote - Liste

24-10-2018

Fluvastatin AbZ 80 mg Retardtabletten

Rote - Liste

11-10-2018

Solosin® Retardtabletten

Rote - Liste

12-9-2018

Quetiapin-Hormosan Retardtabletten

Rote - Liste

7-9-2018

Klacid® Uno, 500 mg Retardtablette

Rote - Liste

30-8-2018

Diclofenac 100 retard Heumann

Rote - Liste

15-8-2018

Concerta® 27 mg Retardtabletten

Rote - Liste

14-8-2018

Tramadol AbZ 100 mg/ml Tropfen

Rote - Liste

10-8-2018

Fampyra® 10 mg Retardtabletten

Rote - Liste

6-8-2018

Cardular® PP 4 mg, Retardtabletten

Rote - Liste

30-7-2018

Tramadol-CT

Rote - Liste

30-7-2018

Tramadol-ratiopharm

Rote - Liste

27-7-2018

Mysimba 8 mg/90 mg Retardtabletten

Rote - Liste

26-7-2018

Tramagit® 100 mg Retardtabletten

Rote - Liste

20-7-2018

Isoptin® RR, 240 mg, Retardtabletten

Rote - Liste

12-7-2018

Melleril® retard

Rote - Liste

4-7-2018

Tenuate® Retard

Rote - Liste

28-6-2018

Tramadol-CT 100 mg Retardkapseln

Rote - Liste