Ticlid

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ticlid Filmtablette 250 mg
  • Dosierung:
  • 250 mg
  • Darreichungsform:
  • Filmtablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ticlid Filmtablette 250 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE113251
  • Letzte Änderung:
  • 13-04-2018

Packungsbeilage

Ticlid-pil-de-closing-220617

22/06/2017

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

TICLID 250 mg Filmtabletten

Ticlopidinhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist TICLID und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von TICLID beachten?

Wie ist TICLID anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist TICLID aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST TICLID UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

TICLID ist ein Thrombozytenaggregationshemmer auf Basis von Ticlopidin. Es hemmt die

Aggregation von Blutzellen, die Blutplättchen genannt werden. Diese Blutplättchen sind an

der Bildung von Blutgerinnseln beteiligt.

TICLID wird ausschließlich zur Vorbeugung von folgenden Fällen angewendet:

Blutplättchenstörungen, die auf die langdauernde Nierenanalyse zurückzuführen

sind, die mittels Geräte mit Kapillarfiltern durchgeführt wird.

Verschluss der Zugangswege (Shunts oder Fisteln) bei Patienten, die sich der

Nierendialyse unterziehen.

Verschluss der Koronarbypässe bei Patienten

- die gegen Acetylsalicylsäure (Aspirin) resistent sind

- bei denen Acetylsalicylsäure nicht verschrieben werden darf (Intoleranz oder

Gegenanzeige zu Acetylsalicylsäure)

- bei denen ein Gefäßzwischenfall während der Behandlung mit Acetylsalicylsäure

aufgetreten ist.

Thromboembolische Erkrankungen (Blutgefäßverstopfungen durch ein Blutgerinnsel)

bei Patienten, die eine schlechte Durchblutung in den Beinen haben als Folge von

Atherosklerose (Aderverkalkung).

Zerebraler thrombotischer Infarkt (Hirninfarkt oder Schlaganfall) nach transitorischen

ischämischen (unzureichende Durchblutung) Attacken im Hirn (TIA) oder nach einer

Packungsbeilage

Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

Ticlid-pil-de-closing-220617

22/06/2017

zerebralen regressiven ischämischen Attacke (RIND). Vorbeugung bei Patienten mit

zerebralem thrombotischem Infarkt (sekundäre Prävention). Diese Indikationen

betreffen ausschließlich Patienten, die gegen Acetylsalicylsäure (Aspirin) resistent

sind, oder Patienten, bei denen Acetylsalicylsäure nicht verschrieben werden darf

(Intoleranz oder Gegenanzeige zu Acetylsalicylsäure), oder Patienten, bei denen ein

Schlaganfall während der Behandlung mit Acetylsalicylsäure aufgetreten ist.

Verschluss der koronaren Endoprothesen (Kunststoffprothesen, um einen Körperteil

innerhalb des Körpers zu ersetzen, zum Beispiel Herzklappe).

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON TICLID BEACHTEN?

TICLID darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Ticlopidinhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie einen Mangel an weißen Blutkörperchen und/oder Blutplättchen (Neigung

zu wiederholten Infektionen und/oder Blutungen) in der Vorgeschichte haben.

wenn Sie ein Risiko auf Blutungen haben:

- Läsion mit Blutung oder Blutungsrisiko, zum Beispiel: Hirnblutung

(hämorrhagischer zerebrovaskulärer Zwischenfall) im akuten Stadium, Magen- oder

Darmgeschwür in Progression.

- Störungen der Blutgerinnung mit Verlängerung der Blutungszeit.

Siehe auch „Wenn Sie ein Risiko auf Blutungen haben“ im Abschnitt „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“

Warnhinweise und Vorsichtsma

nahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie TICLID einnehmen.

Sie müssen die Anweisungen Ihres Arztes strengstens einhalten.

Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen und Ihren Arzt konsultieren,

wenn Sie - vor allem in den ersten 3 Monaten der Behandlung - eines oder

mehrere der folgenden Zeichen beobachten:

- Fieber, Angina, Mundgeschwür

- Blutungen ungeklärten Ursprungs, wie z. B. verlängerte Blutung, "blaue Flecken"

(Ekchymosen), kleine rote Flecken (Purpura) auf der Haut, schwarzer Stuhl.

- Hepatitis (Leberentzündung) und/oder Gelbsucht, gekennzeichnet durch eine

gelbliche Färbung der Haut und der Augen, braunen Urin und entfärbten Stuhl.

- Kombination folgender Zeichen: gelbe Färbung der Haut und Augen, Petechien

(kleine hämorrhagische Punkte auf der Haut), Blässe (Anämie), Fieber, Schwäche

einer Seite des Körpers, brauner Urin.

Um solche Nebenwirkungen zu vermeiden, wird Ihr Arzt Ihr Blut vor der Behandlung,

danach alle 2 Wochen in den ersten 3 Monaten der Behandlung kontrollieren lassen

und gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen treffen.

Wenn Sie früher bestimmte Nebenwirkungen nach der Anwendung von ähnlichen

Stoffen (so genannten Thienopyridinen) wie Clopidogrel oder Prasugrel hatten, denn

dann ist die Gefahr größer, dass Sie bei Ticlopidin dieselben oder andere

Nebenwirkungen feststellen. Thienopyridine können geringe bis ernsthafte allergische

Reaktionen oder Blutabweichungen verursachen (siehe Rubrik 4, „Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“).

Packungsbeilage

Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

Ticlid-pil-de-closing-220617

22/06/2017

Wenn Sie ein Risiko auf Blutungen haben:

- Auf Grund der Aktivität von TICLID müssen Sie das Arzneimittel mit Vorsicht

anwenden, wenn Sie ein Risiko auf Blutungen haben.

- Von der gleichzeitigen Einnahme von TICLID mit folgenden Arzneimitteln wird

meistens abgeraten:

- Antikoagulantien (Arzneimittel, die der Blutgerinnung entgegenwirken),

- andere Thombozytenaggregationshemmer, darunter Acetylsalicylsäure

(Aspirin); mit Ausnahme des Monats nach Einsetzen einer koronaren

Endoprothese, wo TICLID und Acetylsalicylsäure normalerweise kombiniert

werden

- nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR, Arzneimittel mit einer

schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung).

Diese erhöhen nämlich das Risiko auf Blutungen. Lesen Sie den Abschnitt „

„Anwendung von TICLID zusammen mit anderen Arzneimitteln“ sorgfältig durch.

- Wenn Sie sich einem nicht dringenden chirurgischen Eingriff (oder einer

Zahnextraktion) unterziehen müssen, konsultieren Sie Ihren Arzt. Er kann Ihnen

empfehlen, die Einnahme von TICLID vorübergehend zu unterbrechen,

mindestens 10 Tage vor dem Eingriff, jedoch nicht im Fall des Einsetzens einer

Fistel oder eines Shunts zur Hämodialyse, bei der Wirkung von TICLID sinnvoll

ist.

- Bei einem dringenden chirurgischen Eingriff müssen Sie den Arzt darüber

informieren, dass Sie TICLID einnehmen, da es mehrere sehr sinnvolle

Arzneimittel gibt, um das Blutungsrisiko einzuschränken.

Siehe auch „Wenn Sie ein Risiko auf Blutungen haben“ im Abschnitt „TICLID darf

nicht angewendet werden“.

Wenn Sie an einer schwer eingeschränkten Leberfunktion leiden

(Leberinsuffizienz).

Wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden (Niereninsuffizienz).

Anwendung von TICLID zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Von der Kombination von TICLID mit folgenden Arzneimitteln wird abgeraten:

nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR, Arzneimittel mit schmerzstillender und

entzündungshemmender Wirkung)

andere Blutplättchenaggregationshemmer

orale Antikoagulantien, Heparine (Arzneimittel, die der Blutgerinnung entgegenwirken)

Salicylate (Acetylsalicylsäure, ...)

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (einschließlich, aber nicht beschränkt auf

Fluoxetin oder Fluvoxamin), Arzneimittel, die in der Regel zur Behandlung von

Depressionen angewendet werden.

Pentoxifyllin, ein Arzneimittel, das bei Durchblutungsstörungen in den Armen und

Beinen angewendet wird (Claudication intermittens).

Sie sollten diese Kombinationen auf Grund des erhöhten Blutungsrisikos vermeiden. Die

Kombination von TICLID und Acetylsalicylsäure (Aspirin) wird allerdings im Monat nach

Einsetzen einer koronaren Endoprothese empfohlen.

Packungsbeilage

Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

Ticlid-pil-de-closing-220617

22/06/2017

Wenn Sie diese Kombinationen nicht vermeiden können, befolgen Sie strengstens die

Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie TICLID mit folgenden Arzneimitteln

kombinieren:

-

Theophyllin (Arzneimittel gegen Asthma)

Digoxin (Arzneimittel bei Herzinsuffizienz)

Phenobarbital, Phenytoin (Arzneimittel gegen Epilepsie (Fallsucht))

Ciclosporin (Arzneimittel gegen Abstoßung nach einer Transplantation)

Antipyrin (Arzneimittel gegen Schmerzen und Fieber)

Antazida, Cimetidin (Arzneimittel bei Magensäure, Magengeschwüren)

S-Ketamin (Betäubungsmittel)

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen müssen, kann TICLID die

Wirkung dieser Arzneimittel verstärken oder vermindern.

Anwendung von TICLID zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie TICLID zu den Mahlzeiten ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn von Ihrem Arzt nicht ausdrücklich anders verordnet, wenden Sie TICLID während der

Schwangerschaft und der Stillzeit nicht an.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn bestimmte Nebenwirkungen Sie beeinträchtigen (z. B. Schwindel), führen Sie kein

Fahrzeug und/oder bedienen Sie keine Maschinen.

3. WIE IST TICLID EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Die empfohlene Dosise beträgt:

2 Tabletten pro Tag: 1 Tablette morgens und 1 Tablette abends. Schlucken Sie die Tabletten

zu der Mahlzeit.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre:

TICLID ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre nicht geeignet.

Nierenpatienten und ältere Patienten

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz und bei älteren Patienten muss die Dosierung nicht

angepasst werden.

Leberpatienten

Packungsbeilage

Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

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22/06/2017

Wenn Sie an einer eingeschränkten Leberfunktion (Leberinsuffizienz) leiden, wird die

Dosierung auf 1 Tablette pro Tage reduziert, die zu der Mahlzeit morgens oder abends

einzunehmen ist.

Beim Einsetzen von Zugangswegen für die Nierendialyse kann mit der Behandlung 1 bis 2

Tage vor dem Eingriff begonnen werden.

Beim Einsetzen einer koronaren Endoprothese kann die Behandlung unmittelbar vor dem

Eingriff eingeleitet werden. Die Behandlung wird einen Monat lang fortgesetzt, und zwar mit 2

Tabletten pro Tag in Kombination mit Acetylsalicylsäure (100 bis 325 mg/Tag).

Wenn Sie eine größere Menge von TICLID eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine gröbere Menge von TICLID eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort

Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antifgiftzentrum (Tel. 070/245 245).

Bei Überdosierung treten möglicherweise Blutabweichungen, Blutungen und Magen-Darm-

Störungen auf. Es ist wichtig, dass Sie im Falle einer Überdosierung den behandelnden Arzt

so schnell wie möglich verständigen, damit die erforderlichen Maßnahmen getroffen werden

können: Magenspülung, Blutkontrolle, Kontrolle der Blutungszeit, unterstützende

Behandlungen. In manchen Fällen kann eine Transfusion mit Blutplättchen erforderlich sein.

Ticlopidin wird durch die Nierendialyse nicht entfernt.

Wenn Sie die Einnahme von TICLID vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von TICLID abbrechen

Konsultieren Sie immer Ihren Arzt, wenn Sie die Behandlung abbrechen möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Bei folgenden Nebenwirkungen wird ebenfalls erwähnt, wie häufig sie auftreten. Dabei

werden folgende Begriffe mit fester Definition verwendet:

Häufig: bei 1 bis 10 von 100 Patienten

Gelegentlich: bei 1 bis 10 von 1.000 Patienten

Selten: bei 1 bis 10 von 10.000 Patienten

Sehr selten: bei weniger als 1 von 10.000 Patienten

Nicht bekannt: auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig:

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Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

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22/06/2017

Fälle von Neutropenie und Agranulozytose (Mangel an weißen Blutkörperchen):

brechen Sie die Behandlung sofort ab und konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Fieber,

Halsentzündung oder Mundgeschwüre bei Ihnen auftreten.

Gelegentlich:

Fälle von Thrombozytopenie (Blutabweichung (Mangel an Blutplättchen), die mit

blauen Flecken und Blutungsneigung) verbunden sind

Blutvergiftung (Sepsis) als Folge von Infektionen, die zum septischem Schock führen

kann.

Selten:

Thrombotische thrombozytopenischer Purpura. Diese Erkrankung kann in manchen

Fällen schwere Folgen haben. Sie zeichnet sich durch eine deutliche Verringerung der

Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und der roten Blutkörperchen (Anämie oder

Blutarmut), durch neurologische Veränderungen, eine eingeschränkte Nierenfunktion

und durch Fieber aus. Diese Erkrankung tritt meistens in den ersten 8 Wochen der

Behandlung auf.

Medulläre Aplasie (Knochenmarkaplasie) oder Panzytopenie (Verminderung der drei

Bluttzellarten), Leukämie (Blutkrebs), Thrombozytose (erhöhte Blutplättchenzahl).

Eine regelmäßige Kontrolle Ihres Blutes durch Ihren Arzt ist erforderlich.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: immunologische Reaktionen verschiedener Art, z. B.:

allergische Reaktionen

Anaphylaxie (Überempfindlichkeit gegen bestimmte Substanzen)

Quincke-Ödem (Schwellungen der Haut und der Schleimhäute, die mit Juckreiz,

Rötung (Erythem) und/oder Bläschen (Urtikaria) verbunden sind)

Gelenkschmerzen

Entzündung der Blutgefäße

Lupus-Syndrom (autoimmune Bindegewebekrankheit, die sich unter anderem durch

Hauterkrankungen äußert)

Überempfindlichkeitsnephropathie (Nierenprobleme durch Überempfindlichkeit)

allergische Lungenkrankheit

Eosinophilie (Zunahme von bestimmten Zellen (eosinophile Zellen) im Blut).

Nicht bekannt:

Kreuzallergie mit gleichartigen Stoffen (Thienopyridine genannt), wie z. B. Clopidogrel

und Prasugrel.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Kopfschmerzen, Schwindel

Gelegentlich:

Empfindungsstörungen (periphere Neuropathie)

Selten:

Ohrensausen

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Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

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22/06/2017

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Blaue Flecken bei Quetschung, Hämaturie (Blut im Urin), langdauerndes Bluten nach

Schnittwunden (z. B. beim Rasieren), Zahnfleisch-, Nasen- und Bindehautblutungen,

Blutungen vor und nach einem chirurgischen Eingriff, schwere Blutungen.

Sehr selten:

Hirnblutung.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Durchfall

Übelkeit

Diese Symptome verschwinden normalerweise nach 1 bis 2 Wochen Behandlung. Wenn die

Störungen ausgeprägt sind und nicht verschwinden, brechen Sie dann Behandlung ab.

Gelegentlich:

Magen- und Darmgeschwüre

Sehr selten:

Schwerer Durchfall mit Darmentzündung. Sie müssen vielleicht Ihre Behandlung mit

TICLID abbrechen.

Nicht bekannt:

Magenschmerzen

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig:

Anstieg der Leberenzyme

Gelegentlich:

Anstieg des Bilirubins (Abbauprodukt der roten Blutzellen)

Selten:

Hepatitis (Leberentzündung) und/oder Gelbsucht.

Sehr selten:

Schwerere, lebensbedrohliche Form von Hepatitis (fulminante Hepatitis).

Erkrankungen

der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht

Gelegentlich:

Exfoliative Dermatitis (Hautentzündung mit Abschuppung), Ekzem, Dermatitis

Sehr selten:

Packungsbeilage

Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

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22/06/2017

Schwere Hauterkrankungen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-

Syndrom).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Nicht bekannt:

Interstitielle Lungenerkrankung, verursacht durch allergiebedingte Lungenentzündung.

Allgemeine Erkrankungen

Sehr selten:

Fieber

Untersuchungen

Häufig: Die Langzeitbehandlung mit TICLID konnte mit einem Anstieg der Cholesterin- und

der Serumtriglyzeridspiegel verbunden werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über: Föderalagentur für Arzneimittel und

Gesundheitsprodukte, Abteilung Vigilanz, EUROSTATION II, Victor Hortaplein, 40/40, B-1060

BRUSSEL anzeigen.

Website: www.fagg-afmps.be / E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST TICLID AUFZUBEWAHREN ?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach EXP angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was TICLID enthält

Der Wirkstoff ist: Ticlopidinhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose - Povidon K 30 - wasserfreie

Citronensäure - Maisstärke - Stearinsäure - Magnesiumstearat - Hypromellose - Titandioxid -

Macrogol 8000.

Wie TICLID aussieht und Inhalt der Packung

Packungsbeilage

Closing CCDSv12+v13 220617

Basis: closing CCDSv12 160617

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22/06/2017

Packungen mit 30 und 60 Filmtabletten in Blisterpackung (PVC transparent 250 µm /

Aluminium 20 µm).

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Sanofi Belgium

Leonardo Da Vincilaan 19

1831 Diegem

Tel.: 02/710.54.00

E-Mail: info.belgium@sanofi.com

Hersteller

Sanofi Winthrop Industrie oder

Sanofi-Aventis, S.A.

1, rue de la Vierge

Ctra. C-35 (La Batllória a Hostalric)

33440 AMBARES

km 63.09

Frankreich

17404 Riells i Viabrea (Girona)

Spanien

Zulassungsnummer:

BE113251

Verkaufsabgrenzung:

verschreibungspflichtig.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 06/2017.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im: 06/2017

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Basis: closing CCDSv12 160617