Tetravac

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tetravac injizierbare suspension
  • Darreichungsform:
  • injizierbare suspension
  • Zusammensetzung:
  • virus und poliomyelitis Typ 1 inactivatum 40 U., virus und poliomyelitis Typ 2 inactivatum 8 U., virus poliomyelitis Typ 3 inactivatum 32 U., toxoidum diphtheriae 30 U. I., toxoidum tetani 40 U. I., pertussis antigenum: toxoidum pertussis 25 µg und haemagglutininum filamentosum 25 µg, Aluminium, aluminii oxidum hydricum, formaldehydum, medium199 50 µl, ethanolum, conserv.: phenoxyethanolum 2.5 µl der Rest: glutaralum, neomycinum, streptomycinum, polymyxinum B, das Wasser zu iniectabilia q.s. zu der suspension 0,5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tetravac injizierbare suspension
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Impfstoffe
  • Therapiebereich:
  • Aktive immunisierung gegen diphtherie, tetanus, keuchhusten und polio (kinderlähmung) bei kindern ab 2 monaten bis 7 jahre alt

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 612
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-08-1999
  • Letzte Änderung:
  • 23-01-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Sanofi Pasteur MSD AG

Tetravac®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoffe:

1 Impfdosis 0.5 ml Suspension.

0.5 ml Impfstoffsuspension enthält:

Diphtherietoxoid mind. 20 I.E.*1

Tetanustoxoid mind. 40 I.E.*1

Bordetella pertussis Antigene:

Gereinigtes Pertussistoxoid 25 μg

Gereinigtes filamentöses Hämagglutinin 25 μg

Inaktivierte Polioviren:

Typ 1 40 D.E.**

Typ 2 8 D.E.**

Typ 3 32 D.E.**

Wirtssystem für den inaktivierten Poliomyelitis-Impfstoff: Vero-Zellen

* Internationale Einheiten

1 als untere Konfidenzgrenze (p = 0,95)

** D-Antigen-Einheiten gemäss WHO oder entsprechende D-Antigenmenge, bestimmt durch eine

geeignete immunchemische Methode

Hilfsstoffe

0.30 mg Aluminiumhydroxid als Adjuvans, 10 μg Formaldehyd, 2.5 μl Phenoxyethanol, 2.5 μl

Ethanol. Spuren von Medium 199, Glutaraldehyd, Neomycin, Streptomycin und Polymyxin B.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Fertigspritze mit Suspension (0.5 ml)

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Tetravac ist für die kombinierte aktive Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und

Poliomyelitis indiziert.

Tetravac wird zur Grundimmunisierung bei Kleinkindern (bis zum 2. Geburtstag) angewendet, sowie

zur Auffrischimpfung (4. Dosis und 5. Dosis) bei Kindern, welche bereits 3 Impfdosen (=

Grundimmunisierung) des Ganzkeimimpfstoffes oder des azellulären Impfstoffes Diphtherie-

Tetanus-Pertussis-Poliomyelitis-HIB erhalten haben.

Tetravac sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung:

Es gelten die folgenden Empfehlungen, wobei jeweils eine Impfdosis von 0.5 ml verabreicht wird:

Grundimmunisierung

1. Dosis im Alter von 2 Monaten.

2. Dosis im Alter von 4 Monaten.

3. Dosis im Alter von 6 Monaten.

Auffrischimpfung

Eine 4. Dosis wird 6-12 Monate nach Grundimmunisierung bei Kindern im Alter zwischen 12-24

Monaten verabreicht. Eine 5. Dosis wird bei Kindern ab dem 4. bis zum 7. Geburtstag gemäss

nationalem Impfplan empfohlen

Verabreichung mit anderen (kombinierten) Impfstoffen:

Tetravac kann gleichzeitig mit dem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR II) an zwei

verschiedenen Injektionsstellen verabreicht werden.

Obwohl noch keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von Tetravac mit anderen Impfstoffen

vorliegen, ist anzunehmen, dass Tetravac zur simultanen Injektion an kontralateralen

Injektionsstellen geeignet ist.

Anwendung

Tetravac wird intramuskulär injiziert. Die Injektion erfolgt antero-lateral in den Oberschenkel bei

Kleinkindern und in den Deltamuskel bei Kindern.

Kontraindikationen

·Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Impfstoffes oder

Überempfindlichkeit nach früherer Anwendung eines monovalenten Diphtherie-, Tetanus-,

Pertussis-, Polio-Impfstoffes oder in einer Kombination.

·Schwerwiegende Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer früheren Impfung sind

bis zur Klärung der Ursache eine Kontraindikation gegen eine nochmalige Impfung mit dem gleichen

Impfstoff oder einem Impfstoff, der die gleichen Inhaltsstoffe enthält

·beginnende Enzephalopathie

·Enzephalopathie innerhalb von 7 Tagen nach früherer Pertussisimpfung (mit Ganzzell-

Pertussisimpfstoff oder azellulärem Pertussisimpfstoff in der Anamnese.

·Wie bei anderen Impfstoffen soll die Impfung bei Personen mit fieberhaften Erkrankungen oder

akuten Infektionen verschoben werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Früher aufgetretene Krämpfe, die nicht im Zusammenhang mit Impfungen stehen, sind keine

Kontraindikation. Es wird jedoch in solchen Fällen empfohlen, als vorbeugende Massnahme

Antiepileptika und/oder Antipyretika nach der Impfung zu verabreichen.

Da jede Impfdosis Spuren an Glutaraldehyd, Neomycin, Streptomycin und Polymyxin B (aus der

Herstellung) enthalten kann, soll die Impfung bei Personen mit Überempfindlichkeit auf diese

Substanzen unter spezieller Vorsicht erfolgen.

Vor jeder Injektion eines biologischen Wirkstoffs müssen alle bekannten Vorsichtsmassnahmen

getroffen werden, die der Prävention einer allergischen, oder irgendeiner anderen Reaktion dienen.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollte für eine allfällige anaphylaktische Reaktion nach der

Impfung eine angemessene medizinische Behandlung zur Verfügung stehen.

Die Immunogenität des Impfstoffes kann bei Kindern unter immunsuppressiver Behandlung oder bei

Immunschwäche reduziert sein. Es wird deshalb empfohlen, mit der Impfung bis nach Abschluss

einer solchen Behandlung oder bis zum Ende der Krankheit zu warten. Bei Kindern mit chronischer

Immunschwäche, wie HIV-Infektion, wird die Impfung mit Tetravac dennoch empfohlen, selbst

wenn die Antikörperantwort limitiert sein kann.

Ist nach früherer Impfung mit einem Tetanustoxoid enthaltenden Impfstoff ein Guillain-Barré-

Syndrom oder eine Neuritis des Armplexus aufgetreten, muss die Entscheidung zur Verabreichung

eines Tetanustoxoid enthaltenden Impfstoffs auf der Grundlage einer sorgfältigen Abwägung des

möglichen Nutzens und der möglichen Risiken erfolgen, beispielsweise mit der Frage, ob die

Grundimmunisierung abgeschlossen ist. In der Regel ist eine Impfung bei Säuglingen mit nicht

abgeschlossener Grundimmunisierung (d.h. wenn weniger als drei Dosen geimpft wurden) sinnvoll.

Bei Durchführung der Grundimmunisierungsreihe bei sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt ≤28.

Gestationswoche) und besonders bei solchen mit nicht ausgereiftem Atemapparat in der Anamnese

sind das potenzielle Risiko einer Apnoe und die Notwendigkeit einer Atmungsüberwachung für 48-

72 Std. zu bedenken. Da der Nutzen der Impfung bei dieser Säuglingsgruppe hoch ist, sollte die

Impfung Frühgeborenen nicht vorenthalten und nicht aufgeschoben werden.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen, ist bei der Anwendung des Impfstoffs

bei Patienten mit Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung Vorsicht angezeigt, da nach

einer intramuskulären Verabreichung an solche Patienten Blutungen auftreten können.

Vor jeder Impfung mit Tetravac muss eine sorgfältige Anamnese erhoben werden. Die zu impfende

Person bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigte sollten zur persönlichen und Familienanamnese

sowie zum bisherigen Gesundheitszustand befragt werden. Dazu gehören auch Fragen zu früheren

Impfungen, zu danach eventuell aufgetretenen Nebenwirkungen sowie zum aktuellen

Gesundheitszustand, Bei Personen, die nach früheren Impfungen mit ähnlichen Antigenkomponenten

innerhalb von 48 Stunden schwere Nebenwirkungen entwickelt haben, darf Tetravac nur nach

sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Tetravac sollte nicht gegeben werden, wenn innerhalb von 48 Stunden nach einer vorangegangenen

Impfung mit einem Pertussis Impfstoff oder einem Pertussis Antigenhaltigen Kombinationsimpfstoff

die folgenden Symptome auftraten:

·Fieber ≥40 °C ohne sonst erkennbare Ursache

·Anhaltendes untröstliches Schreien über mehr als 3 Stunden

·Krampfanfälle mit oder ohne Hyperthermie (innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung)

·Allergische Reaktionen

·Kollaps oder schockähnlicher Zustand (Hypoton-hyporesponsive Episode)

Gegebenenfalls sind diese Kinder nur mit DT- und Polio-Impfstoff zu impfen.

Interaktionen

Bei Patienten unter immunsuppressiver Behandlung oder mit Immunschwäche kann der Impferfolg

beeinträchtigt oder vollständig unterdrückt sein (siehe auch unter ”Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen”). Ansonsten wurde über keine signifikanten klinischen Interaktionen mit

anderen Behandlungen oder biologischen Präparaten berichtet.

Tetravac kann gleichzeitig eine Masern-Mumps-Röteln Impfung (MMR-Impfstoff) verabreicht

werden, jedoch sind zwei separate Injektionsstellen zu verwenden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Nicht zutreffend. Tetravac wird nur bei Kindern angewendet.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend. Tetravac ist nur für die Anwendung in der Pädiatrie bestimmt.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind nach Häufigkeitsgruppen entsprechend folgender Konvention

aufgeführt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich ( ≥1/1000 bis <1/100)

Selten (≥1/10 000 bis 1/1000)

Sehr selten (<1/10 000)

In den klinischen Zulassungsstudien von Tetravac mit ungefähr 3000 Kleinkindern wurden die

folgenden unerwünschten Wirkungen beobachtet:

Häufigkeit der Nebenwirkungen (%) innerhalb von 72 Stunden nach Grundimmunisierung und

Auffrischimpfung

Lokale und systemische Nebenwirkungen

Grundimmunisierung

(≥3667 Dosen)

Auffrischimpfung, 4. Dosis

(818 Dosen)

Lokal

Rötung

28.5

Schwellung

(≥2 cm)

12.0

29.8

Allgemein

Fieber

(38–38,9 °C)

23.1

Fieber

(≥39 °C)

Ungewöhnliches

Schreien

0.13

Reizbarkeit

20.2

15.3

Schläfrigkeit

Nach der Grundimmunisierung erhöht sich tendenziell die Häufigkeit von Reaktionen an der

Injektionsstelle nach Verabreichung der Auffrischimpfung

Auftreten sehr häufiger Nebenwirkungen (%) in den zwei pädiatrischen klinischen Studien E2I28

(Korea, kontrollierte Grundimmunisierungsstudie, Zeitraum 2006-2007) und E2I57 (Thailand,

unkontrollierte Boosterstudie nach früherer Grundimmunisierung mit Pentavac, Zeitraum 2009-

2010) nach der Impfung innerhalb von Tag 0 bis Tag 7 (Grundimmunisierung (651 Dosen) und

Auffrischung (123 Dosen)).

E2I28

Grundimmunisierung

E2I57

Auffrischung

Lokale und systemische Nebenwirkungen %

Schmerzen

75,6

Rötung

36,9

48,8

Schwellung

36,6

Allgemein

Fieber

Erbrechen

20,6

Ungewöhnliches Schreien

25,7

Schläfrigkeit

22,4

Anorexie

Reizbarkeit

25,7

Kopfschmerzen

24,4

Malaise

32,5

Myalgie

43,9

NA: Keine Angabe. Unerwünschte Wirkungen, die in der betroffenen Population nicht untersucht

wurden

Weitere Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit anderen Häufigkeiten

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Schlafstörungen

Gelegentlich: anhaltendes, unstillbares Schreien

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Diarrhö

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Verhärtung an der Injektionsstelle

Gelegentlich: Rötung und Schwellung ≥5cm an der Injektionsstelle, Fieber ≥39 °C

Selten: Hohes Fieber ≥40 °C

Hypotone-hyporesponsive Episoden wurden nach Verabreichung von Tetravac während klinischen

Studien nicht gemeldet, wurden aber für andere Pertussis Impfstoffe gemeldet.

Nach der Impfung mit Konjugatimpfstoffen mit Haemophilus influenzae Typ b können

ödematöse Reaktionen an einem oder beiden unteren Gliedmassen auftreten, zumeist bei der

Grundimmunisierung und innerhalb der ersten Stunden nach der Injektion. Begleitend können

Symptome wie Zyanose, Rötung, transiente Purpura und heftiges Schreien auftreten. Alle

Reaktionen bilden sich meistens innerhalb von 24 Stunden ohne Folgen zurück. Ein solcher Fall

wurde in klinischen Studien mit Tetravac und gleichzeitig an zwei verschiedenen Injektionsstellen

verabreichtem Haemophilus influenzae typ b Konjugat-Impfstoff gemeldet.

Daten aus der Post-Marketing-Beobachtung

Während der breiten Anwendung wurden weitere Nebenwirkungen nach Gabe von Tetravac

berichtet. Alle diese Nebenwirkungen wurden nur sehr selten berichtet doch lassen sich keine

exakten Angaben zur Häufigkeit ermitteln.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Lymphadenopathie

Erkrankungen des Immunsystems

Anaphylaktische Reaktionen, Gesichtsödem, angioneurotisches Ödem.

Erkrankungen des Nervensystems

Krämpfe mit oder ohne Fieber,

Synkope

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Allergie-ähnliche Symptome wie verschiedene Hautausschläge, Erythem und Urtikaria

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Bei Kindern sind grossflächige (>50 mm) Reaktionen an der Injektionsstelle aufgetreten,

einschliesslich umfangreicher Gliedmassenschwellungen ab der Injektionsstelle bis hinter ein Gelenk

oder beide Gelenke. Solche Reaktionen setzen innerhalb von 24-72 Stunden nach der Impfung ein,

können mit Erythem, Wärmeentwicklung, Empfindlichkeit oder Schmerzen an der Injektionsstelle

einhergehen und bilden sich spontan innerhalb von 3-5 Tagen zurück. Das Risiko scheint von der

Anzahl früherer Dosen Pertussis-Impfstoffe (insbesondere azellulär) abzuhängen, wobei das Risiko

nach der 4. und 5. Dosis grösser ist.

Potenzielle unerwünschte Ereignisse (d.h. unerwünschte Ereignisse, die bei anderen Impfstoffen

auftraten, welche mindestens einen der antigenen Inhaltsstoffe von Tetravac enthielten).

Nach Verabreichung von Impfstoffen mit Tetanustoxoid sind Plexus-brachialis Neuritis und

Guillain-Barré-Syndrom aufgetreten. Hypoton-hyporesponsive Episoden wurden nach der

Verabreichung von anderen Pertussis Impfstoffen gemeldet.

Zusätzliche Angaben zu besonderen Populationen:

Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (≤28. Gestationswoche) (siehe Rubrik «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Überdosierung

Nicht dokumentiert.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J07CA02

Pharmakodynamik

Tetravac ist ein kombinierter Impfstoff und enthält detoxifiziertes und gereinigtes Diphtherie- und

Tetanus-Toxoid, azelluläres Pertussis-Toxoid, bestehend aus den beiden Antigenen Pertussis-Toxoid

(PT) und filamentöses Haemagglutinin (FHA) von B. pertussis, inaktivierte Poliomyelitis-Viren der

Typen I, II und III.

Die Diphtherie- und Tetanus-Toxine werden mit Formaldehyd etoxifiziert.

Poliomyelitis-Viren der Typen I, II und III werden in VERO-Zellen kultiviert und danach mit

Formaldehyd inaktiviert und gereinigt.

Die azellulären Pertussis-Impfstoff-Komponenten (PT und FHA) werden aus Bordetella pertussis-

Bakterien gewonnen und gereinigt. Das Pertussis-Toxin (PT) wird mit Glutaraldehyd detoxifiziert

(Ptxd). FHA ist nativ. Pertussis-Toxoid (PTxd) und FHA sind die wichtigsten Komponenten von B.

pertussis, die den Schutz vor Erkrankung gewährleisten.

Immunantwort nach Grundimmunisierung:

Nach der Grundimmunisierung mit 3 Dosen TETRAVAC entwickelten alle Kleinkinder

Antikörpertiter von mehr als 0,01 I.E./ml gegen Diphtherie und Tetanus.

Gegen Pertussis erreichten mehr als 90% der Kleinkinder einen 4fachen Anstieg der PT- und FHA-

Antikörpertiter einen Monat nach der dritten Impfung (Grundimmunisierung).

Da es für Pertussis kein serologisches Korrelat für die Schutzwirkung gibt, wird ein vierfacher

Anstieg des Antikörpertiters als Zeichen für eine Serokonversion angesehen

Mindestens 99,5% der Kinder hatten nach 3 Impfungen einen schützenden Antikörpertiter gegen alle

drei Poliomyelitis-Typen.

Immunantwort auf die Boosterimpfung:

Nach Anwendung eines Boosters (4. Impfung) mit TETRAVAC im 2. Lebensjahr zeigten alle

Kinder, die zuvor mit TETRAVAC oder einem Ganzkeim-Pertussis-Impfstoff grundimmunisiert

wurden, Antikörper von mehr als 0,1 I.E./ml gegen Tetanus und einen 7fachen Anstieg der

Antikörpertiter gegen Pertussis PT und FHA. Alle Kinder entwickelten Antikörpertiter gegen

Poliomyelitis vom Typ I, II und III.

Mehr als 97% der Kinder wiesen Antikörpertiter von mehr als 0,1 I.E/ml gegen Diphtherie auf.

Pharmakokinetik

Entfällt.

Präklinische Daten

Daten aus tierexperimentellen Studien mit Einzeldosen und Mehrfachdosen und Studien zur lokalen

Toleranz lieferten keine unerwarteten Befunde und keine Hinweise auf Toxizität in Zielorganen.

Sonstige Hinweise

Tetravac darf nicht mit anderen Impfstoffen oder parenteral zu verabreichenden Arzneimitteln

gemischt oder in derselben Spritze verwendet werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Tetravac ist im Kühlschrank bei +2 °C bis +8 °C aufzubewahren.

Nicht einfrieren.

Vor Licht geschützt aufbewahren.

Eine Aufbewahrung über oder unter der empfohlenen Temperatur vermindert die Wirksamkeit des

Impfstoffes. Tetravac darf nicht eingefroren werden.

Versehentlich falsch gelagerter oder eingefrorener Impfstoff ist zu verwerfen.

Zulassungsnummer

00612 (Swissmedic).

Packungen

Tetravac Fertigspritzen mit 2 separaten Nadeln (1 Impfdosis zur Injektion mit 0.5 ml Suspension

Abgabekategorie B (Nur auf ärztliche Verordnung)

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Stand der Information

Juli 2015.

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