Tenormin submite

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tenormin submite Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • atenololum 25 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tenormin submite Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Beta-Rezeptorenblocker

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 39879
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-08-1976
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Tenormin®/- mite/- submite

ASTRAZENECA

Was ist Tenormin und wann wird es angewendet?

Tenormin schützt das Herz vor übermässiger Beanspruchung. Die Herzmuskelarbeit wird vermindert

und die Reaktion des Herzens auf körperliche und seelische Belastung wird gedämpft. Tenormin

senkt den erhöhten Blutdruck. Angina pectoris (starke drückende Schmerzen in der Brust, die in den

linken Arm ausstrahlen können) tritt auf, wenn das Herz bei Belastung nicht genügend Sauerstoff

erhält. Tenormin verhindert diese Anfälle oder reduziert deren Häufigkeit und Schmerzintensität. Ein

unregelmässiger Herzrhythmus oder ein durch Krankheit oder Stress erhöhter Puls können durch

Tenormin normalisiert werden.

Der in Tenormin enthaltene Wirkstoff Atenolol gehört zu einer Gruppe von Betablockern, die

herzspezifisch wirken. Er senkt den erhöhten Blutdruck und dämpft die Herztätigkeit, ohne die

Muskulatur der Atemwege zu beeinflussen. Somit können auch Patienten, die an einer Erkrankung

der Atemwege (Atemnot, Asthma) leiden, Tenormin mit entsprechender Vorsicht einnehmen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschreibt Ihnen Tenormin:

zur Senkung des erhöhten Blutdruckes (Hypertonie);

zum Schutz des Herzmuskels vor übermässiger Belastung (Angina pectoris);

zur Regulierung von Herzrhythmusstörungen;

nach durchgemachtem Herzinfarkt;

zur Vorbeugung gegen einen weiteren Infarkt.

Tenormin darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Wann darf Tenormin nicht angewendet werden?

Bei folgenden Krankheiten sollten Sie auf die Einnahme von Tenormin verzichten: falls Sie bereits

früher einmal eine allergische Reaktion auf Tenormin bzw. den Wirkstoff Atenolol gezeigt haben,

falls Sie an einer Herzkrankheit wie Herzschwäche oder Herzblock (Puls unter 50 Schläge pro

Minute) leiden oder gelitten haben, falls Sie jemals einen sehr langsamen oder sehr unregelmässigen

Puls, einen sehr tiefen Blutdruck oder eine sehr schlechte Durchblutung hatten, falls man bei Ihnen

ein Phäochromozytom festgestellt hat oder nach längerem Fasten.

Tenormin ist für die Behandlung von Kindern nicht geeignet.

Wann ist bei der Einnahme von Tenormin Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen von Tenormin (Müdigkeit, Schwindel) ist beim

Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an Asthma,

Atembeschwerden, Durchblutungsstörungen, Herzproblemen, Nierenkrankheiten oder

Schilddrüsenerkrankungen leiden.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie andere Arzneimittel wie z.B. Disopyramide

oder Amiodarone gegen unregelmässigen Puls, gegen zu hohen Blutdruck oder Angina pectoris,

gegen Herzinsuffizienz oder gegen Schmerzen anwenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie abschwellende Nasensprays oder Mittel

gegen Erkältung anwenden.

Falls Sie Clonidin gegen Bluthochdruck oder Migräne einnehmen, sollten Sie weder Clonidin noch

Tenormin von sich aus absetzen, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber gesprochen zu

haben.

Während der Behandlung kann sich Ihr Puls verlangsamen. Dies ist eine natürliche Reaktion auf den

Wirkstoff. Falls Ihr Ruhepuls unter 50 Schläge pro Minute sinkt, informieren Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin.

Wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden und Ihr Blutzucker oft niedrig ist, oder wenn Sie gleichzeitig

andere Arzneimittel, insbesondere Herzmittel, einnehmen, so besprechen Sie das Vorgehen mit

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Denken Sie vor einem chirurgischen Eingriff daran, dass dem Narkosearzt bzw. der Narkoseärztin

alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, bekannt sein müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Tenormin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während einer Schwangerschaft oder Stillzeit sollten Sie wenn möglich keine Arzneimittel

einnehmen. Diese Vorsichtsmassnahme gilt auch für Tenormin. In besonderen Fällen wird Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin entscheiden, ob und wann Tenormin während der Schwangerschaft oder Stillzeit

angezeigt ist.

Wie verwenden Sie Tenormin?

Wie alle Arzneimittel sollten Sie Tenormin genau nach den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer

Ärztin einnehmen. Im allgemeinen beträgt die Dosis für Erwachsene 1 mal täglich 1 Tablette

Tenormin mite oder 1 mal täglich 1 Tablette Tenormin. Bei Patienten, die an einer Nierenerkrankung

mit Ausscheidungsstörungen leiden, wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis entsprechend anpassen.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut, am besten immer zur gleichen Tageszeit, während oder nach

den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit ein. Wenn Sie einmal eine Tablette vergessen haben, nehmen

Sie diese ein, sobald Sie sich daran erinnern. Es sollten jedoch nicht zwei Tabletten gleichzeitig

eingenommen werden. Ein unkontrollierter hoher Blutdruck kann gefährliche Folgen haben. Die

Beendigung der Behandlung soll keinesfalls plötzlich, sondern über einen längeren Zeitraum

erfolgen. Um die Wirkung von Tenormin in gewissen Fällen zu verbessern, kann Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin Ihnen zusätzlich andere Arzneimittel verschreiben. Sorgen Sie für einen ausreichenden Vorrat

Ihrer Tenormin-Tabletten, damit Sie die Behandlung nicht unterbrechen müssen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Tenormin haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tenormin auftreten:

Häufig wurde über Müdigkeit, Verlangsamung des Herzschlages, Kältegefühl in den Fingern und

Zehen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall berichtet. Gelegentlich können Schlafstörungen auftreten.

Selten sind kleinflächige Blutungen in die Haut oder Schleimhaut (Purpura), Verwirrtheit,

Schwindel, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Alpträume, Psychosen, Halluzinationen,

Kribbeln in den Händen, Sehstörungen, Trockenheit der Augen, Verschlimmerung von

Durchblutungsstörungen, Herzblock (Anzeichen hierfür sind unregelmässiger Herzschlag, Müdigkeit

und Schwindel bei zu raschem Aufstehen), Verschlechterung einer Herzschwäche, tiefer Blutdruck,

Verschlechterung von Atembeschwerden bei Asthmatikern, Mundtrockenheit, Verschlimmerung

einer Schuppenflechte (Psoriasis), Hautausschläge, Haarausfall und Impotenz.

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Ihr Ruhepuls im Verlauf der

Behandlung unter 50 Schläge pro Minute sinkt, oder falls Ihr Blutdruck zu niedrig ist. Wie bei allen

Arzneimitteln zur Regelung der Herzschlag-Frequenz kann es unter Tenormin zu Herz-

Rhythmusstörungen kommen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Tabletten sollten in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht und

Feuchtigkeit geschützt sowie für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tenormin enthalten?

Tenormin: Tabletten zu 100 mg Atenolol und Hilfsstoffe.

Tenormin mite: Tabletten zu 50 mg Atenolol und Hilfsstoffe.

Tenormin submite: Tabletten zu 25 mg Atenolol und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

39879 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Tenormin? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Tenormin, Tenormin mite und Tenormin submite in Apotheken nur gegen ärztliches

Rezept.

Packungen zu 30 und 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6340 Baar.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2007 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.