Temesta

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Temesta 2,5 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 24 Monate,100 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Temesta 2,5 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Lorazepam
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 14795
  • Berechtigungsdatum:
  • 13-05-1971
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Temesta

®

2,5 mg - Tabletten

Wirkstoff: Lorazepam

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was sind Temesta-Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Temesta-Tabletten beachten?

Wie sind Temesta-Tabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Temesta-Tabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Temesta-Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Temesta 2,5 mg - Tabletten sind ein beruhigendes und angstlösendes Arzneimittel aus der

Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine.

Temesta

2,5 mg - Tabletten werden eingenommen bei Angst- und Spannungszuständen, die sich auch als

Übererregbarkeit, nervöse Gespanntheit, Herzbeschwerden oder Schlafstörungen äußern können.

Nicht alle Angst- oder Schlafstörungen bedürfen der Behandlung mit einem Arzneimittel. Oftmals sind sie

Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen oder anderer Konflikte und können durch

andersartige Maßnahmen oder eine Behandlung der Grunderkrankung beeinflusst werden.

Benzodiazepine beseitigen nicht die Ursache der Störung. Sie vermindern den Leidensdruck und können

darüber hinaus eine wichtige Hilfe sein, um z. B. den Zugang für eine weiterführende Behandlung und die

entsprechende Problemverarbeitung zu erleichtern.

Temesta-Tabletten sind bei den meisten Zustandsbildern mit dem Leitsymptom Angst therapeutisch

wirksam:

Behandlung der Angst als komplizierender Faktor bei organischen Erkrankungen

Behandlung generalisierter Angstzustände

kurzzeitige Behandlung vegetativer Störungen infolge von Angstzuständen

kurzzeitige Behandlung von Schlaflosigkeit

Zusatztherapie bei Angstzuständen mit Depressionen und Schizophrenie

Wie alle anderen benzodiazepinhaltigen Arzneimittel dürfen Temesta-Tabletten nur eingenommen

werden, wenn die Befindlichkeitsstörung ernsthaft und beeinträchtigend ist oder für den Patienten eine

unzumutbare Belastung darstellt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Temesta-Tabletten beachten?

Temesta-Tabletten dürfen nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Lorazepam oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie allergisch gegen andere Arzneimittel aus der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine sind;

wenn Sie an schwerer krankhafter Muskelschwäche leiden (Myasthenia gravis);

wenn eine akute Vergiftung mit Alkohol oder zentral dämpfenden Arzneimitteln vorliegt;

von Kindern unter 6 Jahren;

bei vorübergehenden Atemstillständen während des Schlafes (Schlafapnoe);

bei unzureichender Atemleistung (schwerwiegender respiratorischer Insuffizienz);

bei schweren Leberfunktionsstörungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Temesta einnehmen.

Besondere Vorsicht ist erforderlich

bei älteren oder geschwächten Personen (Schwächung durch Operationen oder bei schlechtem

Allgemeinzustand). Eine Verminderung der Aufmerksamkeit kann hier längere Zeit anhalten. Ältere

oder geschwächte Patienten reagieren möglicherweise empfindlicher auf Temesta-Tabletten und die

Dosierung ist dementsprechend sorgfältig anzupassen. Der obere Magen-Darmabschnitt sollte

regelmäßig auf Störungen untersucht werden.

bei Patienten mit Durchblutungsstörungen im Gehirn. Hier muss mit einem verstärkten Ansprechen

auf das Arzneimittel gerechnet werden, dem durch eine vorsichtige Dosierung Rechnung zu tragen ist.

Obwohl es nur selten zu Blutdrucksenkung kam, sollten Benzodiazepine mit Vorsicht bei Patienten

angewendet werden, bei denen ein Blutdruckabfall zu Komplikationen betreffend der Gehirngefäße

oder Herzgefäße führen könnte.

bei einer Langzeitbehandlung mit Benzodiazepinen. Hier wird vorsorglich eine regelmäßige Kontrolle

des Blutbildes und der Leberwerte empfohlen, da es gelegentlich zu einer fehlerhaften

Zusammensetzung des Blutes (Blutdyskrasie) oder Erhöhung der Leberenzyme kommen kann.

bei Patienten mit beeinträchtigter Atemfunktion (z. B. COPD).

bei Überempfindlichkeit gegenüber Konservierungsmitteln der p-Hydroxybenzoesäure-Gruppe

(Paragruppenallergie).

bei der Behandlung von Patienten mit Leberfunktionsstörungen; hier müssen die üblichen

Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Bei eingeschränkter Leberfunktion und/oder

Gehirnerkrankung aufgrund eines Leberschadens (Leberenzephalopathie) müssen Temesta-Tabletten

mit Vorsicht angewendet werden, da es hier – wie mit allen Benzodiazepinen – zu einer

Verschlechterung der Leberenzephalopathie kommen kann.

falls paradoxe Reaktionen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) auftreten.

Mit solchen Reaktionen muss insbesondere bei Kindern und älteren Personen gerechnet werden. Beim

Auftreten paradoxer Reaktionen soll die Behandlung mit Temesta-Tabletten beendet werden.

bei Patienten, die an einer Sonderform von epileptischen Anfällen leiden (Lennox-Gastaut-Syndrom).

Temesta-Tabletten können vermehrt Krampfzustände auslösen.

bei Patienten mit Angstzuständen und gleichzeitig bestehenden Magen-Darmerkrankungen oder Herz-

und Blutgefäßerkrankungen.

bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln aus der Wirkstoffgruppe der Opioide (starke

Schmerzmittel, Arzneimittel zur Substitutionstherapie und bestimmte Hustenmittel). Die gleichzeitige

Anwendung mit Temesta erhöht das Risiko für Benommenheit, Atemschwierigkeiten

(Atemdepression) und Koma, und kann lebensbedrohlich sein. Daher soll eine gleichzeitige

Anwendung nur in Erwägung gezogen werden, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten

anwendbar sind.

Wenn Ihnen dennoch Temesta zusammen mit Opioiden verschrieben wird, hat Ihr Arzt die Dosierung

und Dauer der gleichzeitigen Behandlung einzuschränken.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Opioide, die Sie einnehmen und befolgen Sie genau die

Dosisempfehlungen Ihres Arztes. Kombinieren Sie solche Arzneimittel auch nicht eigenmächtig.

Es könnte hilfreich sein, Freunde und Familienmitglieder zu informieren, bei Ihnen auf die oben

genannten Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche Symptome bei sich

feststellen.

Warnhinweise

Temesta-Tabletten dienen nicht zur Behandlung ohne erkennbare Ursache auftretender Depressionen oder

psychotischer Störungen (Wahnvorstellung, Halluzinationen, Wahrnehmungsstörungen, schwere

Verhaltensstörungen), außer vorübergehend als Zusatzmedikation bei Patienten mit begleitenden

Angstzuständen oder Schlaflosigkeit, wenn diese durch die Grundbehandlung mit Antidepressiva bzw.

Neuroleptika (Arzneimittel mit beruhigender Wirkung) nicht ausreichend beherrscht werden.

Bei Patienten mit depressiver Verstimmung ist Vorsicht geboten, da depressive Erscheinungen in

Einzelfällen verstärkt auftreten können. Eine Behandlung mit Benzodiazepinen kann bei diesen Patienten

die Gefahr eines Selbstmordes erhöhen; sie sollte nicht ohne zusätzliche Therapie erfolgen. Lorazepam ist

für die Behandlung von Angst- und Spannungszuständen infolge von Alltagsstress nicht geeignet.

Sie sollten die Einnahme der Tabletten nicht abrupt beenden, sondern die Dosis schrittweise reduzieren

(siehe Abschnitt „Wenn Sie die Einnahme von Temesta-Tabletten abbrechen“).

Temesta-Tabletten können ein paar Stunden nach der Einnahme zu einer vorübergehenden

Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens führen. Um dieses Risiko zu vermindern, sollten Sie nach

der Einnahme einen ungestörten Schlaf von 7 - 8 Stunden sicherstellen.

Bei Anwendung von Benzodiazepinen, einschließlich Lorazepam, kann es zu einer möglicherweise

tödlich verlaufenden Atemdämpfung kommen.

Schwere allergische/schockartige Reaktionen sind bei der Anwendung von Benzodiazepinen berichtet

worden. Fälle von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Angioödeme) im Bereich der Zunge,

Stimmritze oder des Kehlkopfes wurden bei Patienten nach Einnahme der ersten oder einer Folgedosis

von Benzodiazepinen berichtet. Einige Patienten, die Benzodiazepine eingenommen haben, zeigten

zusätzliche Beschwerden wie Atemnot (Dyspnoe), Verschluss der Kehle oder Übelkeit und Erbrechen.

Für einige Patienten war eine medizinische Behandlung in der Notaufnahme erforderlich. Falls sich die

Flüssigkeitsansammlung im Gewebe auf die Zunge, die Stimmritze oder den Kehlkopf auswirkt, kann ein

Atemwegsverschluss auftreten und tödlich sein. Wenn bei Ihnen nach der Behandlung mit einem

Benzodiazepin eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe aufgetreten ist, dürfen Sie mit diesem Wirkstoff

nicht mehr behandelt werden.

Es wird empfohlen, die Notwendigkeit einer fortdauernden Therapie mit Temesta-Tabletten in

regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

Gewöhnungseffekte

Die Einnahme von Temesta-Tabletten kann – wie bei allen benzodiazepinhaltigen Arzneimitteln – zu

einer körperlichen und seelischen Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen

Einnahme über längere Zeit auftreten und hat insbesondere nach abruptem Aufhören mit der

Arzneimitteleinnahme Entzugssymptome zur Folge. Diese können bereits nach einwöchiger Einnahme der

empfohlenen Dosis bei Abbruch der Einnahme auftreten. Es wurden folgende Beschwerden beschrieben:

Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Angstgefühle, Anspannung, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit und

Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Benommenheit, Schweißausbrüche.

In schweren Fällen können zusätzlich folgende Beschwerden auftreten: Realitätsverlust, Gefühl der

eigenen Person fremd gegenüberzustehen, verschärfter Hörsinn, Ohrgeräusche, Kribbeln und

Taubheitsgefühl in den Gliedern, gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und körperlichem

Kontakt, Depressionen, unwillkürliche Bewegungen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall,

Panikattacken, Zittern, Bauchkrämpfe, Erregungszustände, Herzklopfen, Herzrasen, Überwärmung,

Wahrnehmungsveränderungen, Verstimmungen, übersteigerte Reflexe, Schwindelgefühl, schlechtes

Kurzzeitgedächtnis, Halluzinationen/Delirium, Krampfanfälle.

Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, sollten Sie folgende

Hinweise beachten: Benzodiazepine dürfen nur auf Verordnung des Arztes eingenommen werden. Die

vom Arzt verordnete Dosis darf auf keinen Fall erhöht werden, auch dann nicht, wenn die Wirkung

nachlässt. Dies kann ein Zeichen einer Abhängigkeitsentwicklung sein. Durch eigenmächtige

Dosissteigerung wird die gezielte Behandlung erschwert. Ebenso sollen Sie mit der Einnahme von

Temesta-Tabletten nicht von einem Tag auf den anderen aufhören, sondern die Therapie ausschleichend

beenden.

Einnahme von Temesta-Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie rezeptfrei erworben oder früher von

anderen Ärzten verschrieben bekommen haben.

Andere Arzneimittel sind nur einzunehmen, wenn sie vom Arzt verordnet werden.

Wenn Sie zwei oder mehrere Arzneimittel einnehmen, ist es möglich, dass sich die Wirkstoffe dieser

Arzneimittel gegenseitig beeinflussen oder mit Nahrungs- und Genussmitteln in Wechselwirkung treten.

Es kann der Fall eintreten, dass die Wirkung jedes einzelnen Arzneimittels verstärkt oder auch

abgeschwächt wird, selbst dann, wenn Sie diese Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.

Werden Temesta-Tabletten mit anderen Arzneimitteln wie Antiepileptika (Arzneimittel zur Behandlung

von Epilepsie), Beruhigungsmitteln, Betablockern (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und

Herzerkrankungen), Arzneimitteln zur Behandlung von Gemüts- oder Geisteskrankheiten, angstlösenden

Arzneimitteln, Betäubungsmitteln, Antihistaminika (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien),

Schlafmitteln, Schmerzmitteln (wie z. B. Opioide), Kreislaufmitteln oder mit Alkohol angewendet, ist eine

wechselseitige Wirkungsverstärkung möglich.

Die Verträglichkeit von anderen Beruhigungsmitteln ist herabgesetzt und diese sollten entweder abgesetzt

oder niedriger dosiert werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Temesta-Tabletten und Arzneimitteln, die zur Behandlung von

Schizophrenie (Clozapin) angewendet werden, kann es sein, dass Sie eine ausgeprägte Dämpfung,

überschießenden Speichelfluss und Störung der Bewegungskoordination verspüren.

Bei gleichzeitiger Gabe von Temesta-Tabletten und Arzneimitteln, die zur Behandlung von epileptischen

Anfällen (Valproat) eingenommen werden, kann es sein, dass die Ausscheidung von Lorazepam verringert

ist und es zu erhöhten Konzentrationen im Blut kommt. Daher sollten Sie die Dosierung von Ihrem Arzt

anpassen lassen.

Die gleichzeitige Gabe von Temesta-Tabletten und Arzneimitteln zur Behandlung von Gicht (Probenecid)

kann einen schnelleren Wirkungseintritt oder eine verlängerte Wirkungsdauer hervorrufen. Daher sollten

Sie die Dosierung von Ihrem Arzt anpassen lassen.

Die zusätzliche Gabe von Arzneimitteln gegen Asthma (Theophyllin oder Aminophyllin) kann die

sedierende Wirkung von Temesta-Tabletten verringern.

Einnahme von Temesta-Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Gleichzeitiger Alkoholgenuss soll vermieden werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Wie auch andere benzodiazepinhaltige Arzneimittel sollen Sie Temesta-Tabletten nicht während der

Schwangerschaft einnehmen.

Lorazepam wurde in der Muttermilch nachgewiesen. Daher sollen Sie Temesta-Tabletten nicht während

der Stillzeit einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Temesta-Tabletten können auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt werden kann. Dies gilt im verstärkten Maß im Zusammenwirken mit Alkohol.

Daher sollen das Lenken von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle

Tätigkeiten ganz, zumindest jedoch während der ersten Tage der Behandlung, unterbleiben. Die

Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen

Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Temesta-Tabletten enthalten Lactose (Milchzucker)

Eine Tablette enthält 132,925 mg Lactose-Monohydrat. Bitte nehmen Sie Temesta-Tabletten daher erst

nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie sind Temesta-Tabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem

Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung und Dauer der Anwendung müssen an die individuelle Reaktionslage, das

Anwendungsgebiet und die Schwere der Krankheit angepasst werden. Hierbei gilt der Grundsatz, die

Dosis so gering und die Dauer der Behandlung so kurz wie möglich zu halten.

Nach spätestens zweiwöchiger Einnahme soll der Arzt aufgesucht werden, damit dieser über eine

Weiterbehandlung entscheiden kann. Bei einer Einnahme ohne ärztliche Anweisung verringert sich die

Chance, Ihnen durch ärztliche Verordnung mit diesen Arzneimitteln zu helfen.

Dosierung

Die übliche Dosis zur Behandlung von Angstzuständen beträgt 1 bis 3 mg Lorazepam (das ist der

Wirkstoff von Temesta) pro Tag, verteilt auf mehrere Einzelgaben. Mit den Temesta 2,5 mg – Tabletten

sind Dosierungen von 1,25 mg Lorazepam (½ Tablette Temesta 2,5 mg) - 2,5 mg (1 Tablette Temesta

2,5 mg) möglich. Bei schweren Angstzuständen, insbesondere bei stationärer Behandlung, kann eine

Erhöhung der Dosis auf 5 bis 7,5 mg Lorazepam (2 - 3 Tabletten Temesta 2,5 mg) pro Tag, verteilt auf

mehrere Einzelgaben, erforderlich sein.

Bei Schlafstörungen ist die übliche Dosis 1 mg Lorazepam eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen.

Für Dosierungen, die mit Temesta 2,5 mg - Tabletten nicht erreichbar sind, stehen auch Temesta 1,0 mg –

Tabletten zur Verfügung.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern unter 6 Jahren dürfen Temesta-Tabletten nicht angewendet werden.

Bei Kindern und Jugendlichen (6 - 18 Jahre) sollen Temesta-Tabletten nicht angewendet werden.

Anwendung bei älteren und geschwächten Patienten

Die anfängliche Tagesgesamtdosis soll um ca. die Hälfte reduziert werden und dann entsprechend der

erforderlichen Wirkung und der individuellen Verträglichkeit angepasst werden.

Anwendung bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Die Dosierung muss sorgfältig angepasst werden. Niedrigere Dosen oder eine geringere

Verabreichungsfrequenz können bei diesen Patienten ausreichend sein. Sollten Sie unter schwerer

Leberfunktionsstörung leiden, dürfen Sie mit diesem Arzneimittel nicht behandelt werden.

Art und Dauer der Anwendung

Die Tabletten sind unzerkaut mit Wasser einzunehmen.

Bei Absetzen von Temesta sollen Sie die Einnahme der Tabletten nicht abrupt beenden, sondern die Dosis

schrittweise reduzieren (siehe Abschnitt „Wenn Sie die Einnahme von Temesta-Tabletten abbrechen“).

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unsicher sind. Insgesamt soll die Therapie mit Temesta-

Tabletten (inklusive der ausschleichenden Dosierung) nicht länger als 4 Wochen bei Schlafstörungen und

nicht länger als 8 - 12 Wochen bei Angstzuständen andauern.

Suchen Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Arzt auf. Dieser wird Sie über die Notwendigkeit und das

Fortsetzen der Therapie beraten.

Wenn Sie eine größere Menge von Temesta-Tabletten eingenommen haben als Sie sollten

Überdosierung von Benzodiazepinen äußert sich gewöhnlich durch zentralnervöse Dämpfung

unterschiedlicher Schweregrade von Benommenheit bis zu komatösen Zuständen.

Beschwerden leichter Überdosierung können z. B. Benommenheit, Verwirrtheit, Schläfrigkeit,

Teilnahmslosigkeit, Störung der Koordination von Bewegungsabläufen, Sprachstörungen, paradoxe

Reaktionen, Muskelschmerzen und Blutdruckabfall sein. In Fällen hochgradiger Vergiftung können

zentrale Atem- und Kreislaufdepression sowie Bewusstlosigkeit auftreten, was eine Überwachung in der

Intensivstation erforderlich macht. Bei Kombination mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln oder

Alkohol erhöht sich das Risiko durch Mehrfachvergiftung und die Gefahr eines tödlichen Ausgangs muss

in Betracht gezogen werden.

In der Abklingphase der Vergiftung wurden hochgradige Erregungszustände beobachtet.

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie die Notfallambulanz im nächst gelegenen

Krankenhaus auf. Nehmen Sie die Tabletten, die Sie noch nicht eingenommen haben, zusammen mit dem

Behältnis und der Packungsbeilage mit, so dass das Krankenhaus leicht erkennen kann, welches

Arzneimittel Sie eingenommen haben.

Spezielle Hinweise für den Arzt befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Temesta-Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie

stattdessen die Behandlung mit der nächsten Dosis wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Temesta-Tabletten abbrechen

Das Risiko von Entzugserscheinungen ist größer bei einem abrupten Abbruch der Therapie; deshalb sollte

die Behandlung ausschleichend beendet werden.

Bei Absetzen der Behandlung kann es zu einer überschießenden, der Arzneimittelwirkung

entgegengesetzten Reaktion (Rebound Phänomen) kommen, welche von anderen Reaktionen wie

Stimmungsschwankungen, Angst oder Schlafstörungen und Ruhelosigkeit begleitet wird. Da das Risiko

dieser Beschwerden höher nach abruptem Absetzen ist, soll die Dosierung stufenweise reduziert werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei der Anwendung von Temesta beobachtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Mattigkeit (Sedierung), Schläfrigkeit, Müdigkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verwirrtheit, Depression, erneutes Auftreten einer Depression

Störung der Koordination von Bewegungsabläufen, Benommenheit

Muskelschwäche

Schwächegefühl/Kraftlosigkeit

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Veränderung des Sexualverhaltens, verminderte Orgasmen

Übelkeit

Impotenz

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Bestimmte zu niedrige Blutwerte bzw. Bluterkrankungen (Thrombozytopenie, Agranulozytose,

Panzytopenie)

Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische/schockartige Reaktionen

Bestimmte Stoffwechselerkrankung mit verminderter Wasserausscheidung (SIADH)

Zu geringe Konzentration an Natrium im Blut

Enthemmung, gesteigertes Lebens- und Glücksgefühl, Selbstmordgedanken/-versuch, paradoxe

Reaktionen wie Ängstlichkeit, Unruhe, Erregbarkeit, Feindseligkeit, Aggression, Wut,

Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, sexuelle Erregtheit, Wahnvorstellungen

Bestimmte Nervenerkrankungen (Extrapyramidalsyndrom), Zittern, Sprachstörungen/verwaschene

Sprache, Kopfschmerz, Krämpfe/Anfälle, Erinnerungsbeeinträchtigung, Bewusstlosigkeit,

Aufmerksamkeits-/Konzentrationsstörung, Gleichgewichtsstörung

Sehstörungen wie Doppelbilder oder verschwommenes Sehen

Schwindel

Zu niedriger Blutdruck, Senkung des Blutdrucks

Atemdämpfung (Ausmaß dosisabhängig), kurzer Atemstillstand, Verschlechterung einer Schlafapnoe

(zeitweise Atemaussetzer während des Schlafes), Verschlechterung einer Lungenerkrankung, die mit

einer Verengung der Atemwege einhergeht

Verstopfung

Gelbsucht

Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Angioödem), allergische Hautreaktionen, Haarausfall

Absenkung der Körpertemperatur

Erhöhung der Leberwerte (Bilirubin, Lebertransaminasen, alkalische Phosphatase)

Die Wirkungen von Benzodiazepinen auf das zentrale Nervensystem sind dosisabhängig, wobei mit

höheren Dosen eine schwerere Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems (ZNS-Depression) auftreten

kann.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Temesta-Tabletten aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Temesta-Tabletten enthalten

Der Wirkstoff ist Lorazepam.

Eine Tablette enthält 2,5 mg Lorazepam.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Polacrilin-Kalium,

Chinolingelblack (E 104), Magnesiumstearat, Eisenoxid gelb (E 172).

Wie Temesta-Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Gelbe, runde Tabletten mit Bruchrille auf der einen Seite und der Prägung „2,5“ auf der anderen Seite. Die

Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden und sind in Blisterpackungen zu je 20 und 100 Stück

erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien

Hersteller:

Pfizer Ireland Pharmaceuticals, Little Connell, Newbridge, County Kildare, Irland

Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH, Freiburg, Deutschland

Z. Nr.: 14.795

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Grundsätzlich sollte immer an die Möglichkeit einer Mehrfachintoxikation, beispielsweise bei Einnahme

mehrerer Arzneimittel in suizidaler Absicht, gedacht werden.

Empfohlen werden die allgemein üblichen unterstützenden und symptomatischen Maßnahmen;

Vitalparameter sind zu überwachen. Induziertes Erbrechen wird bei Gefahr einer Aspiration nicht

empfohlen. Eine Magenspülung kann angezeigt sein, wenn sie frühzeitig erfolgt oder bei Patienten mit

Intoxikationserscheinungen. Auch durch die Verabreichung von Aktivkohle kann die Resorption begrenzt

werden. Bei Ateminsuffizienz assistierte Beatmung. Hypotonie kann mit Plasmaersatzflüssigkeit

behandelt werden. Für die Aufhebung der zentral dämpfenden Wirkung von Benzodiazepinen steht der

spezifische Benzodiazepin-Antagonist Flumazenil zur Verfügung und kann in Ergänzung zu

entsprechenden Maßnahmen - nicht als Ersatz - bei Krankenhauspatienten verwendet werden. Ärzte

sollten die Möglichkeit des Auftretens von Krampfanfällen in Zusammenhang mit einer Flumazenil-

Behandlung beachten, vor allem bei Langzeit-Lorazepamanwendern und trizyklischen Antidepressiva-

Überdosierungen.

Der Wert der Hämodialyse bei Intoxikationen mit Lorazepam ist gering, sie kann aber, wenn

Mischintoxikationen nicht auszuschließen sind, sinnvoll sein. Lorazepam ist schwer dialysierbar.

Lorazepamglukuronid (das inaktive Abbauprodukt) kann in hohem Grad dialysierbar sein.