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Tegretol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tegretol 200 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 100 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tegretol 200 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Carbamazepin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-12844
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-04-1984
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


1/12

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

T e g r e t o l ® 2 0 0 m g - T a b l e t t e n

Wirkstoff: Carbamazepin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was sind Tegretol 200 mg - Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Tegretol 200 mg - Tabletten beachten?

Wie sind Tegretol 200 mg - Tabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Tegretol 200 mg - Tabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS SIND TEGRETOL 200 MG - TABLETTEN UND WOFÜR WERDEN SIE

ANGEWENDET?

Tegretol ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, zur Behandlung der akuten Manie und

zur Prophylaxe manischer oder hypomanischer Phasen, zur Behandlung von Schmerzzuständen

(Trigeminusneuralgie, Glossopharyngeusneuralgie, diabetische Neuropathie) sowie zur Verhütung

von Krampfanfällen bei Alkohol-Entzugssyndrom.

- Tegretol ist ein Arzneimittel gegen Anfallsleiden (Epilepsie). Bei diesem Anfallsleiden handelt es

sich um eine Erkrankung des Gehirns, bei der es zu Krampfanfällen kommt, die den gesamten

Körper oder nur Teile des Körpers erfassen können. Tegretol wirkt krampflösend. Dadurch wird

die Einordnung in Familie und Gesellschaft sowie die Wechselbeziehung zur Mitwelt gebessert.

- Tegretol ist auch ein Arzneimittel gegen die Erkrankung der Stimmungslage (Manisch-depressives

Krankheitsbild), bei der sich Zustände mit gehobener Stimmung, innerer Getriebenheit, Neigung

zur Selbstüberschätzung und Ideenflucht mit Zuständen von Niedergeschlagenheit und Traurigkeit

abwechseln.

- Tegretol wird bei Gesichts- und Halsschmerzen, die anfallsartig, und ohne erkennbare Ursache

(Trigeminusneuralgie, Glossopharyngeusneuralgie) auftreten, verwendet.

- Ebenso bei schmerzhafter Nervenschädigung (diabetischer Polyneuropathie) im Rahmen einer

Zuckerkrankheit.

- Bei Alkoholentzugserscheinungen werden die Symptome des Entzugs, im Besonderen das Risiko

von Krampfanfällen, vermindert.

2.

WAS

SOLLTEN

SIE

VOR

DER

EINNAHME

VON

TEGRETOL

200

MG

-

TABLETTEN BEACHTEN?

2/12

Tegretol darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie allergisch gegen Carbamazepin und verwandte Stoffe (trizyklische Antidepressiva) oder

einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

- bei

bestimmten

Störungen

Erregungsleitung

Herzens

(atrioventrikuläre

Leitungsanomalien).

- bei schweren Lebererkrankungen.

- bei Störungen der Porphyrinbildung (bestimmter erblicher Stoffwechseldefekt).

- bei schwerer Knochenmarkschädigung (besonders Verminderung der weißen Blutkörperchen).

- in Kombination mit MAO-Hemmern, bzw. nicht vor Ablauf von mindestens 14 Tagen nach einer

Therapie mit MAO-Hemmern.

- bei

Behandlung

Voriconazol

(Arzneimittel

gegen

Pilzerkrankungen),

Therapieversagen dieses Medikamentes kommen kann.

- wenn Sie unter Bewusstseinstrübungen (Absencen) leiden, da Tegretol Absencen auslösen oder

verschlimmern kann.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Tegretol einnehmen.

Die Behandlung soll nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen. Geben Sie daher das Arzneimittel

nicht an andere weiter.

Ihr Arzt wird regelmäßige Blutabnahmen (Blutbild- und Plasmaspiegelkontrollen) anordnen, die Sie

unbedingt durchführen lassen sollten.

Dies gilt im Besonderen bei

- Herz-Kreislauferkrankungen

- Leber- und Nierenerkrankungen

- Erkrankungen der blutbildenden Organe (hämatologische Erkrankungen)

- einem gestörten Natrium-Stoffwechsel

- einer seltenen Muskelerkrankung (myotoner Dystrophie)

- grünem Star (erhöhtem Augeninnendruck) oder wenn Sie unter Harnverhalten leiden

- der

gleichzeitigen

Einnahme

bestimmter

anderer

Arzneimittel

(z.B.

sog.

‚Diuretika’

Behandlung von Bluthochdruck)

- schwangeren und stillenden Frauen

- psychischen Störungen (Psychosen) sowie bei älteren Patienten (in diesen Fällen wird Ihr Arzt

Tegretol möglichst niedrig und vorsichtig dosieren)

- Wiederaufnahme

einer

Behandlung

Tegretol

bzw.

darin

enthaltenen

Wirkstoff

Carbamazepin nach einer Behandlungspause

Blutbild

Leberfunktion

(unter

Umständen

auch

Nierenfunktion)

werden

Behandlungsbeginn bestimmt und während der Behandlung laufend kontrolliert.

Falls Sie Erscheinungen haben, von denen Sie glauben, dass sie durch das Arzneimittel verursacht

werden, melden Sie diese bitte dem Arzt.

3/12

Tegretol

kann

Überempfindlichkeitsreaktionen

auslösen.

Diese

Reaktionen

können

sehr

verschieden

sein

unterschiedlicher

Stärke

auftreten.

ersten

Anzeichen

Nebenwirkungen,

besonders

Fieber,

Halsschmerzen,

unregelmäßiger

Herzfunktion,

Schwierigkeiten

beim

Wasserlassen,

Gewichtszunahme,

Ödemen,

blauen

Flecken,

Hautausschlägen, Hautrötungen oder Verschlechterungen von Hauterscheinungen, Geschwüre im

Bereich

Mund,

Rachen,

Nase

sowie

Genitalbereich;

sowie

Konjunktivitis

(rote

geschwollene Augen), Bläschenbildungen an Lippen, Augen oder Mund, Gelbverfärbung der Haut,

Übelkeit oder anderen, vor Beginn der Behandlung nicht beobachteten Beschwerden, sollten Sie

umgehend Ihren Arzt informieren oder die Notfallambulanz des nächstgelegenen Spitals aufsuchen

(siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich“).

Es wurde von potenziell lebensbedrohlichen Hautausschlägen (SJS, TEN) bei der Verwendung von

Tegretol berichtet, die zunächst als rötliche Flecken mit dunklerem Zentrum oder als kreisförmige

Flecken mit zentraler Blasenbildung am Rumpf erscheinen.

Diese Hautausschläge gehen oft mit grippeähnlichen Symptomen einher. Der Ausschlag kann in

eine großflächige Blasenbildung oder in ein Abschälen der Haut übergehen.

Schwere Hautreaktionen können besonders bei Patienten aus einigen asiatischen Ländern (z.B.

Taiwan, Malaysia und den Philippinen) und bei Patienten Han-chinesischer oder thailändischer

Abstammung

häufiger

auftreten.

Risiko

kann

mittels

einer

Blutuntersuchung

diesen

Patienten eingeschätzt werden. Bitte sprechen Sie vor der Einnahme von Tegretol mit Ihrem Arzt,

wenn Sie dieser Abstammung angehören.

Das höchste Risiko für das Auftreten von schweren Hautreaktionen besteht während der ersten

Monate der Behandlung.

Wenn sich bei Ihnen das SJS oder eine TEN während der Einnahme von Tegretol entwickelt hat,

darf die Behandlung mit Tegretol zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Wie bei anderen Antiepileptika können bei einigen Patienten, die Tegretol einnehmen, Anfälle

häufiger auftreten bzw. können neue Anfallstypen auftreten. Informieren Sie in diesem Fall sofort

Ihren Arzt.

Ausgiebige Sonnenbäder sollen auf Grund der erhöhten Sonnenempfindlichkeit nicht durchgeführt

werden.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Tegretol behandelt werden, hatten

Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen. Wenn Sie zu irgendeinem

Zeitpunkt diese Gedanken haben, kontaktieren Sie unverzüglich einen Arzt.

Therapieabbruch

Abruptes Absetzen von Tegretol kann zu Anfällen führen. Daher sollte Tegretol über einen

Zeitraum von 6 Monaten abgesetzt werden.

Einnahme von Tegretol 200 mg – Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Diese Arzneimittel können die Wirkung von Tegretol verstärken oder abschwächen bzw. kann

deren Wirkung durch Tegretol verstärkt oder abgeschwächt werden.

Eine verstärkte Wirkung von Tegretol führt unter anderem zu Erscheinungen wie Schwindel,

Müdigkeit, unsicherem Gang, Doppeltsehen bzw. verschwommenem Sehen. Falls diese Symptome

bei Ihnen auftreten, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, der gegebenenfalls die Dosierung

anpasst bzw. andere Arzneimittel für Sie auswählen wird.

Tegretol darf nicht gleichzeitig eingenommen werden mit

4/12

bestimmten

Arzneimitteln

gegen

Depressionen

(MAO-Hemmer).

MAO-Hemmer

müssen

mindestens 2 Wochen vor Beginn einer Carbamazepintherapie abgesetzt werden.

einem

bestimmten

Arzneimittel

gegen

Pilzerkrankungen

(Voriconazol),

einem

Wirkungsverlust dieses Arzneimittels kommen kann.

Besondere Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme ist geboten

Carbamazepin und sog. trizyklische Antidepressiva sind einander sehr ähnliche Wirkstoffe, deshalb

soll Tegretol nicht bzw. nur unter besonderer Vorsicht zusammen mit diesen angewendet werden.

Wenn

Tegretol

gleichzeitig

anderen

Arzneimitteln

gegen

psychische

Erkrankungen

(Neuroleptika,

Lithium) oder Übelkeit

(Metoclopramid)

anwenden, kann sich die Gefahr

für

neurologische Nebenwirkung und das Auftreten von schweren Hauterscheinungen erhöhen. Wenn

Sie das Gefühl haben, unsicher zu gehen, Sehstörungen oder Muskelzuckungen haben, konsultieren

Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Gleichzeitige

Anwendung

Carbamazepin

Levetiracetam

(Antiepileptikum)

kann

Möglichkeit des Auftretens von Carbamazepin-bedingten Nebenwirkungen erhöhen.

Die Erhöhung der Leberwerte (Hepatotoxizität) durch Isoniazid (Arzneimittel gegen Tuberkulose)

kann

durch

Carbamazepin

verstärkt

werden.

Vorsicht

geboten

Arzneimittel

gegen

Depressionen (Antidepressiva vom Serotonin-Wiederaufnahme-Typ z.B. Fluoxetin oder Trazodon).

Die Wirkung von Trazodon kann verstärkt werden. Bei Unruhe, verstärkten Reflexen, Fieber

kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Wenn

Tegretol

gleichzeitig

Clozapin

anwenden,

kann

schweren

Blutbildveränderungen kommen.

Wenn Sie Schilddrüsenhormone einnehmen, kann es möglicherweise zu einem erhöhten Bedarf von

Schilddrüsenhormonen kommen.

Wenn Sie vor einer Operation stehen, sollten Sie den/die Anästhesisten/in über die Einnahme von

Tegretol informieren.

Wenn

Tegretol

gleichzeitig

harntreibenden

Mitteln

einnehmen

(Hydrochlorthiazid,

Furosemid) kann es zum Natrium-Mangel kommen.

Wenn Sie ein Aknemittel mit dem Wirkstoff Isotretinoin einnehmen, müssen die Blutspiegel von

Tegretol überwacht werden.

Wenn Sie Tegretol gleichzeitig mit einem Chemotherapeutikum, das den Wirkstoff Procarbazin

enthält, einnehmen, kann es zu einer Überempfindlichkeitsreaktion kommen.

Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin

mit einem Arzneimittel, das den Wirkstoff

Paracetamol enthält (Arzneimittel zur Behandlung von Erkältungsbeschwerden und Schmerzen),

kann die Wirkung dieses Arzneimittels abschwächen.

Wenn Sie Tegretol mit Blut verdünnenden Arzneimitteln einnehmen, kann es zu einer verminderten

Wirkung

dieser

Arzneimittel

damit

Thrombosegefahr

(Bildung

Blutgerinnseln)

kommen.

Wenn Sie die Antibabypille oder Arzneimittel, die hormonell wirksam sind (Östrogene oder

Progesteron) einnehmen, kann es durch die gleichzeitige Anwendung von Tegretol aufgrund

verminderter Wirksamkeit dieser Arzneimittel zu Regel ähnlichen Blutungen kommen. Sie sollten

zusätzlich andere empfängnisverhütende Maßnahmen verwenden.

Es wird empfohlen, Carbamazepin nicht in Kombination mit Arzneimitteln, die den Wirkstoff

Nefazadon enthalten (Antidepressiva), anzuwenden, da es zu einem Verlust der Wirksamkeit dieser

Arzneimittel kommen kann.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Carbamazepin und Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen,

zyklischen Antidepressiva und Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Erythromycin (zur Behandlung

von Infektionen) erhöht sich das Risiko einer möglichen Herzschädigung.

5/12

Einnahme von Tegretol 200 mg - Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

sollten

während

Anwendung

Tegretol

keinen

Alkohol

trinken,

Wirkungsverstärkung und zu vermehrten Nebenwirkungen von Tegretol kommen kann.

Auch Grapefruitsaft kann die Wirkung und Nebenwirkung(en) von Tegretol verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Tegretol darf während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch

den behandelnden Arzt verordnet werden. Bei Kinderwunsch sollten Sie sich unbedingt von Ihrem

Arzt

beraten

lassen

eine

regelmäßige

ärztliche

Überwachung

Schwangerschaft

sicherstellen.

Falls Sie während der Behandlung schwanger werden, teilen Sie dies Ihrem Arzt umgehend mit. Er

wird über das weitere Vorgehen entscheiden.

Tegretol tritt in die Muttermilch über. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie stillen dürfen oder ob Sie

abstillen sollen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung! Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Tegretol kann Schläfrigkeit, Schwindel oder unscharfes Sehen hervorrufen sowie Doppeltsehen.

Dieses

Arzneimittel

einen

größeren

Einfluss

Reaktionsvermögen,

besonders

Behandlungsbeginn, bei höherer Dosierung oder bei Zusatzbehandlung mit anderen dämpfenden

Arzneimitteln. Auch kann die Wirkung durch Alkohol verstärkt werden. Dies ist beim Lenken von

Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen unbedingt zu beachten.

3.

WIE SIND TEGRETOL 200 MG - TABLETTEN EINZUNEHMEN?

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Tabletten werden unzerkaut während, nach oder zwischen den Mahlzeiten mit Flüssigkeit

eingenommen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Die Dauer der Behandlung, d.h. wie lange Sie Tegretol anwenden sollen, kann sehr verschieden

sein und wird von Ihrem Arzt nach Rücksprache mit Ihnen entschieden.

Die vom Arzt empfohlene Dosierung ist genau einzuhalten.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Anfallsleiden (Epilepsie)

Die Behandlung soll mit kleinen Dosen Carbamazepin begonnen und langsam gesteigert werden,

bis die gewünschte Wirkung eintritt.

6/12

Erwachsene

Zu Beginn 1-2mal täglich 100-200 mg (1-2mal eine halbe bis ganze Tablette Tegretol 200 mg),

dann

langsame

Steigerung

einer

Dosis

800-1200

täglich

zwei

drei

Einzeldosen verteilt (4 bis 6 Tabletten Tegretol 200 mg täglich). In Einzelfällen können sogar 1600

mg oder sogar 2000 mg pro Tag (8 bis 10 Tabletten Tegretol 200 mg) notwendig sein.

Jugendliche ab 15 Jahren

Zu Beginn 1-2mal täglich 100-200 mg Carbamazepin, dann langsame Steigerung bis zu einer Dosis

von 800-1200 mg Carbamazepin täglich auf zwei bis drei Einzeldosen verteilt (z.B. 2- bis 3-mal

täglich).

Die maximal empfohlene Dosis sind 1200 mg Carbamazepin täglich.

Kinder und Jugendliche (0-15 Jahre)

Bei Schwierigkeiten beim Schlucken der Tabletten und für eine exakte Dosierung steht Tegretol -

orale Suspension zur Verfügung.

Anfangsdosis

0 bis 4 Jahre:

Die Behandlung kann mit 20 bis 60 mg pro Tag, ansteigend um 20 bis 60 mg

jeden 2. Tag begonnen werden.

über 4 Jahre:

Die Behandlung kann mit 100 mg pro Tag begonnen werden, mit einer

Dosiserhöhung um 100 mg in wöchentlichen Intervallen.

Erhaltungsdosis

beträgt 10 bis 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag in mehreren Dosen, d.h.

bis 1 Jahr:

100 bis 200 mg täglich (eine halbe bis ganze Tablette Tegretol 200 mg)

1 bis 5 Jahre:

200 bis 400 mg täglich (1 bis 2 Tabletten Tegretol 200 mg)

6 bis 10 Jahre: 400 bis 600 mg täglich (2 bis 3 Tabletten Tegretol 200 mg)

11 bis 15 Jahre:

600 bis 1000 mg täglich (3 bis 5 Tabletten Tegretol 200 mg)

Manisch-depressives Krankheitsbild

Die Anfangsdosis von 100-400 mg täglich (eine halbe bis 2 Tabletten Tegretol 200 mg) in geteilten

Dosen wird allmählich bis zur Kontrolle der Symptome gesteigert, bis insgesamt 800 mg (4

Tabletten Tegretol 200 mg), in Ausnahmefällen maximal 1600 mg (8 Tabletten Tegretol 200 mg) in

geteilten Dosen erreicht sind.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 400-600 mg täglich in geteilten Dosen (2 bis 3 Tabletten

Tegretol 200 mg).

Die Prophylaxe der manischen/hypomanischen Phasen manisch-depressiver Psychosen ist eine

Langzeitbehandlung.

Trigeminusneuralgie,

Glossopharyngeusneuralgie

und

schmerzhafte

Nervenschädigung

infolge Zuckerkrankheit

Die übliche Anfangsdosis beträgt 100-400 mg/Tag (eine halbe bis 2 Tabletten Tegretol 200 mg

täglich). Die niedrigere Anfangsdosis kann für ältere oder empfindliche Patienten ausreichen. Die

Dosis wird bis zur Schmerzfreiheit des Patienten gesteigert, im Allgemeinen bis zu einer Dosis von

600-800 mg/Tag (3 bis 4 Tabletten Tegretol 200 mg), verteilt auf 3 bis 4 Dosen, mit einer

Maximaldosis von 1200 mg (6 Tabletten Tegretol 200 mg).

7/12

Bei Schmerzfreiheit kann vom Arzt die Dosis in Folge wieder schrittweise reduziert werden, und

möglicherweise kann nach ein paar Wochen die Behandlung abgesetzt werden, wenn der Schmerz

nicht wieder auftritt.

Alkohol-Entzugserscheinungen

Die übliche tägliche Dosis beträgt 600-800 mg, aufgeteilt auf mehrere Dosen (3 bis 4 Tabletten

Tegretol 200 mg). In schweren Fällen kann die Dosis in den ersten Tagen erhöht werden.

Beginn

Behandlung

schweren

Entzugserscheinungen

wird

Arzt

Tegretol

möglicherweise mit anderen beruhigenden bzw. schlaffördernden Arzneimitteln kombinieren. Die

längerfristige Behandlung kann mit Tegretol allein durchgeführt werden.

Besondere Patientengruppen

Tegretol darf nicht angewendet werden, wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden (siehe

Abschnitt ‚Tegretol darf nicht eingenommen werden’).

Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei leichten bis mittelschweren Lebererkrankungen,

bei Nierenerkrankungen, bei Dialysepatienten sowie bei älteren Patienten wird Ihr Arzt eine

niedrige Dosierung verordnen.

Bei Umstellung von einer Arzneiform auf eine andere wird die neue Dosierung von Ihrem Arzt

eingestellt.

Unter Umständen wird Ihr Arzt regelmäßige Blutkontrollen durchführen, um die für Sie geeignete

Dosierung festzustellen. Dies gilt im Besonderen dann, wenn Ihr Arzt Tegretol mit anderen

geeigneten Arzneimitteln kombiniert bzw. die Arzneiform wechselt.

Wenn Sie eine größere Menge Tegretol eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zuviel Tegretol eingenommen haben, kann es zu Erscheinungen wie Verwirrtheit,

Benommenheit,

Unruhe,

Halluzinationen,

Sprachstörungen,

Sehstörungen,

Gehstörungen,

Krämpfen,

Bewusstseinstrübung

Koma,

einer

Beeinträchtigung

Atmung,

Herzkreislaufsystems (Herzrhythmusstörungen, Blutdruckstörungen), der Niere und des Magen-

Darmtraktes (Erbrechen) kommen und erfordert sofortige ärztliche Hilfe.

Der Arzt/Notarzt wird über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung

des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Für das medizinische Fachpersonal:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser

Gebrauchsinformation

Wenn Sie die Einnahme von Tegretol vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Tegretol abbrechen,

kann es zu Krampfanfällen kommen. Hören Sie daher nicht plötzlich mit der Einnahme von

Tegretol auf. Die Gefahr von Krampfanfällen kann durch langsames, schrittweises Absetzen nach

ärztlicher Anweisung über 2 Wochen vermieden werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

8/12

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen

auch

direkt

über

Bundesamt

für

Sicherheit

im

Gesundheitswesen,

Inst.

Pharmakovigilanz, Traisengasse 5, AT-1200 WIEN Fax: + 43 (0) 50 555 36207, Website:

http://www.basg.gv.at/ anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen,

dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Vor allem zu Beginn der Behandlung können Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen,

unkoordinierte Bewegungen, Benommenheit, Erschöpfung, Doppeltsehen, Übelkeit und Erbrechen

sowie allergische Hautreaktionen auftreten. Diese treten früh in der Behandlung auf und lassen

gewöhnlich nach einigen Tagen der Behandlung nach. Daher soll die Behandlung mit niedriger

Dosierung begonnen werden, die dann allmählich gesteigert wird.

Wenn diese Nebenwirkungen länger als einige Tage anhalten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder

Apotheker.

Bewertung der Häufigkeiten der Nebenwirkungen nach Organsystemen:

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Mangel an weißen Blutkörperchen

Häufig:

Blutplättchenmangel,

Vermehrung

Eosinophilen

Blutzellen

(bestimmte

Form

weißen Blutkörperchen)

Selten: Vermehrung der weißen Blutkörperchen, Lymphknotenveränderungen

Sehr

selten:

Blutbildveränderungen

z.B.

Verminderung

aller

weißen

Blutkörperchen

(Agranulozytose),

schweren

bakteriellen

Infektionen

Fieber,

Schüttelfrost

Schleimhautgeschwüren einhergehen kann, Blutarmut (Anämie in verschiedenen Formen) und

starke

Verminderung

aller

Blutzellen

(Panzytopenie),

Vermehrung

unreifen

roten

Blutkörperchen

Nicht bekannt: Knochenmarksversagen.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen

Fieber,

Hautausschlägen,

Gefäßentzündung,

Lymphknotenschwellung,

Gelenkschmerzen,

Verminderung

weißen

Blutkörperchen,

Vermehrung

Eosinophilen

Blutzellen

(bestimmte

Form

weißen

Blutkörperchen),

Vergrößerung von Leber und Milz, veränderte Leberwerte und Syndrom der verschwindenden

Gallenwege

(Zerstörung

Verschwinden

Gallengänge

Leber)

verschiedenen

Kombinationen. Andere Organe wie Lunge, Niere, Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel und/oder

Dickdarm können ebenfalls betroffen sein.

9/12

Sehr selten: Eine akute allergische Allgemeinreaktion, allergische, schmerzhafte Schwellung von

Haut und Schleimhaut v.a. im Gesichtsbereich (Angioödem), Verminderung von Antikörpern im

Blut (Hypogammaglobulinämie) wurde beobachtet.

Nicht bekannt: Arzneimittelausschlag mit Blutbildveränderung (Eosinophilie) und systemischen

Symptomen (DRESS).

Endokrine Erkrankungen

Häufig:

Wasseransammlung

Gewebe

(Ödeme),

verringerte

Flüssigkeitsausscheidung,

Gewichtszunahme,

Hyponatriämie

(verminderter

Natriumgehalt

Blut),

verringerte

Blutosmolalität, die in Einzelfällen zu einer Wasserintoxikation führt, begleitet von Lethargie,

Erbrechen, Kopfschmerz, geistiger Verwirrung, neurologischen Auffälligkeiten

Sehr

selten:

Krankhafter

Brustmilchausfluss

(Galaktorrhöe),

Vergrößerung

männlichen

Brustdrüse (Gynäkomastie).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Folsäuremangel, verminderter Appetit

Sehr

selten:

Porphyrie

verschiedenen

Formen

(Stoffwechselstörung

einhergehend

Leberfunktionsstörung, Bauchschmerzen, Koliken, neurologischen Störungen).

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

Wahnvorstellungen,

Depression,

aggressives

Verhalten,

Appetitlosigkeit,

Unruhe,

Rastlosigkeit, Getriebenheit, Verwirrtheit

Sehr

selten:

Unter

Behandlung

Tegretol

können

unterschwellige,

d.h.

bislang

nicht

aufgetretene psychische Erkrankungen aktiviert werden.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Schwindel, Gang- und Bewegungsstörungen, Schläfrigkeit

Häufig: Doppeltsehen, Kopfschmerz

Gelegentlich: unwillkürliche Bewegungen wie Zittern, Verkrampfungen oder Tics, Augenzittern

Selten: Bewegungsstörungen wie etwa unwillkürliche Bewegungen im Mund-Gesichts-Bereich wie

Grimassieren, Störungen der Augenbewegungen, Sprechstörungen und verschraubte Bewegungen,

Nervenerkrankung, periphere Fehlempfindungen und Lähmungserscheinungen

Sehr selten: Geschmacksstörungen, malignes neuroleptisches Syndrom (eine Bewusstseins- und

Kreislaufstörung,

verbunden

hohem

Fieber,

Steifheit),

Hirnhautentzündung

Muskelzuckungen und Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen.

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Vorübergehende

Sehstörungen,

Akkomodationsstörungen

(Nah-

Fernanpassung)

Sehr selten: Linsentrübung, Bindehautentzündung und Erkrankung der Netzhaut.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Sehr

selten:

Hörstörungen,

z.B.

Tinnitus

(Ohrensausen),

verändertes

Hörempfinden

Veränderung der Tonwahrnehmung.

Herzerkrankungen

Selten: Überleitungsstörungen (in Verbindung mit möglichen Herzrhythmusstörungen)

Sehr

selten:

Bradykardie

(Verlangsamung

Herzschlags),

Herzrhythmusstörungen,

Einzelfällen

Verbindung

Ohnmachtsanfällen,

Herzschwäche.

Verschlechterung

einer

bestehenden koronaren Herzkrankheit (Erkrankung im Bereich der Herzkranzgefäße), insbesondere

bei älteren Patienten oder Patienten mit bekannten Herzfunktionsstörungen.

Gefäßerkrankungen

Selten: erhöhter oder erniedrigter Blutdruck

10/12

Sehr selten: Kreislaufkollaps, über Venenentzündung und Blutgerinnsel (z.B. in der Lunge) wurde

berichtet.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen der Lungen mit Fieber, Atemnot, Lungenentzündung.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen

Häufig: Mundtrockenheit

Gelegentlich: Durchfall, Verstopfung

Selten: Bauchschmerzen

Sehr

selten:

Stomatitis,

Gingivitis,

Glossitis

(Schleimhautentzündungen

Mund-

Rachenbereich), Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Nicht bekannt: Entzündung des Dickdarms (Kolitis).

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Hepatitis

(verschiedene

Formen

Leberentzündung),

Gelbsucht,

Syndrom

verschwindenden Gallenwege (Verminderung der Gallenwege)

Sehr

selten:

Bestimmte

Formen

Leberentzündung

(granulomatöse

Hepatitis)

Leberversagen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Allergische Hautentzündung, Nesselsucht (manchmal in schwerer Form)

Gelegentlich: Hautentzündung mit Hautabschälung

Selten: Autoimmunerkrankung mit Gefäßentzündung (systemischer Lupus erythematodes), Juckreiz

Sehr selten: Flächenhafte Hautrötung mit hohem Fieber (Stevens-Johnson-Syndrom: in einigen

asiatischen Ländern als selten berichtet, siehe Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Einnahme von

Tegretol beachten? Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tegretol“) Änderungen in der

Pigmentierung,

Akne,

Schwitzen,

großblättrige,

schuppenförmige

Hautentzündung,

blasige

Ablösung

Haut,

Lichtempfindlichkeit,

Hautrötungen

scheiben-

oder

knotenförmigen

Veränderungen und Einblutungen, kleinfleckige Hautblutungen, Haarausfall, vermehrte Behaarung

vom männlichen Typ bei Frauen, plötzlich am ganzen Körper auftretende Eiterbläschen

Nicht

bekannt:

Akute

generalisierte

exanthematische

Pustulose

(AGEP),

Hautveränderung

(lichenoide Keratose), Ablösung der Nagelplatte vom Nagelbett (Onychomadese).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Muskelschwäche

Sehr

selten:

Tegretol

kann

Calciumspiegel

Blut

senken,

dies

kann

Knochenerweichung/Knochenbrüchigkeit

führen,

Gelenkschmerzen,

Muskelschmerzen

oder –

krämpfe.

Es gibt Berichte von Knochenerkrankungen wie Ausdünnung des Knochens (Osteopenie und

Osteoporose)

Knochenbrüche

(Frakturen).

Fragen

Sie

Ihren

Arzt

oder

Apotheker

Langzeitbehandlung

Antiepileptika,

einer

Vorgeschichte

Osteoporose

oder

wenn

Steroide einnehmen, um Rat.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: Störungen der Nierenfunktion wie Eiweißausscheidung im Harn, Blut im Harn,

verminderte

Harnausscheidung

zusätzlich

weitere

Beschwerden

beim

Harnlassen,

Nierenversagen, Nierenentzündung, und erhöhte Werte für Blutharnstoff-Stickstoff (BUN).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr

selten:

Sexuelle

Funktionsstörungen

Impotenz,

verminderte

Libido,

verminderte

Fruchtbarkeit

Mannes,

u.U.

Störungen

Samenbildung

(verminderte

Anzahl

Beweglichkeit der Samenzellen).

11/12

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr selten: Erschöpfung (Fatigue).

Untersuchungen

Sehr häufig: Veränderung bestimmter Leberwerte (Gamma-GT)

Häufig: Veränderung bestimmter Leberwerte (alkalische Phosphatase)

Gelegentlich:

Erhöhung

bestimmter

Leberwerte

(Transaminasen)

Sehr

selten:

Erhöhter

Augeninnendruck, erhöhte Cholesterin- (einschließlich HDL-Cholesterin) und Triglyceridwerte,

unter

Anwendung

Tegretol

kann

veränderten

Schilddrüsenfunktionstests

kommen,

Tegretol kann zu einer Erhöhung der Prolaktinkonzentration im Blut führen.

Nicht bekannt: Verminderte Knochendichte.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Nicht bekannt: Reaktivierung einer Herpesvirusinfektion.

5.

WIE SIND TEGRETOL 200 MG - TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Umkarton

bzw.

Blisterpackung

angegebenen

Verfalldatum

(verwendbar

bzw.

verw.

bis)

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Tegretol 200 mg - Tabletten enthalten

Der Wirkstoff ist: Carbamazepin

1 Tablette enthält 200 mg Carbamazepin

Die sonstigen Bestandteile sind: Siliciumdioxid, Cellulose, Magnesiumstearat, Carmellose Natrium.

Wie Tegretol 200 mg - Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Weiße, runde, flache Tabletten mit abgeschrägten Kanten, auf einer Seite mit Prägung „CG“, auf

der anderen Seite mit Prägung „G/K“ und einer Bruchrille.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Tegretol 200 mg - Tabletten sind in Durchdrückpackungen zu 50 und 100 Stück erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Novartis Pharma GmbH, Wien

Z.Nr.:1-12844

12/12

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2013.

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-

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome einer Überdosierung

Zentralnervensystem:

ZNS-Depression,

Verwirrtheit,

vermindertes

Bewusstsein,

Benommenheit,

Unruhe,

Halluzinationen,

Koma;

verschwommen

Sehen,

verwaschene

Sprache,

Dysarthrie,

Nystagmus,

Ataxie,

Dyskinesie,

initial

Hyperreflexie,

später

Hyporeflexie;

Konvulsionen,

psychomotorische Störungen, Myoklonie, Hypothermie und Mydriasis.

Herz/Kreislaufsystem:

Tachykardie,

Blutdruckschwankungen

(Hypotonie

und

manchmal

Hypertonie), kardiale Arrhythmien, Überleitungsstörungen mit Verbreiterung des QRS-Komplexes;

Synkope.

Atmungssystem: Atemdepression, Lungenödem.

Gastrointestinale

Symptome:

Erbrechen,

verzögerte

gastrische

Entleerung,

eingeschränkte

Darmmotilität.

Skeletmuskelsystem:

In

Verbindung

mit

einer

Carbamazepin-Toxizität

wurden

Fälle

von

Rhabdomolyse berichtet.

Nierenfunktion: Harnretention, Oligurie oder Anurie; Flüssigkeitsretention, Wasserintoxikation

wegen des ADH-ähnlichen Effekts von Carbamazepin.

Laborbefunde:

Hyponatriämie,

möglicherweise

metabolische

Azidose,

möglicherweise

Hyperglykämie, erhöhte Werte der Muskel-Kreatinin-Phosphokinase.

Therapie einer Überdosierung

Es gibt kein spezifisches Antidot bei Carbamazepin-Überdosierung.

Die Behandlung der Symptome infolge einer Überdosierung variiert entsprechend dem Zustand des

Patienten. Dies schließt die Überweisung in ein Krankenhaus und die Messung der Plasmaspiegel

zur

Bestätigung

einer

Carbamazepin-Vergiftung

und

zur

Bestimmung

des

Ausmaßes

der

Überdosierung

ein.

Eventuell

kann

eine

Magenspülung

möglichst

rasch

nach

Ingestion

mit

Verabreichung von Aktivkohle durchgeführt werden. Unterstützende ärztliche Behandlung in einer

Intensiv-Abteilung mit kardialer Überwachung und sorgfältiger Korrektur des Elektrolythaushaltes,

ist, falls erforderlich, angezeigt.

Eine Aktivkohle-Hämoperfusion erwies sich als empfehlenswert.

Eine Hämodialyse ist bei einer Carbamazepin-Überdosierung eine wirksame Behandlungsmethode.

Ein Rückfall und eine Verschlechterung der Symptomatik am 2. und 3. Tag nach Überdosierung soll

infolge einer verzögerten Resorption in Betracht gezogen werden.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

28-12-2017

EPITOL (Carbamazepine) Tablet [Teva Pharmaceuticals USA, Inc.]

EPITOL (Carbamazepine) Tablet [Teva Pharmaceuticals USA, Inc.]

Updated Date: Dec 28, 2017 EST

US - DailyMed

20-12-2017

CARBAMAZEPINE Tablet CARBAMAZEPINE Tablet, Chewable [Teva Pharmaceuticals USA Inc]

CARBAMAZEPINE Tablet CARBAMAZEPINE Tablet, Chewable [Teva Pharmaceuticals USA Inc]

Updated Date: Dec 20, 2017 EST

US - DailyMed

15-12-2017

CARBAMAZEPINE Capsule, Extended Release [Nostrum Laboratories, Inc.]

CARBAMAZEPINE Capsule, Extended Release [Nostrum Laboratories, Inc.]

Updated Date: Dec 15, 2017 EST

US - DailyMed

12-12-2017

CARBAMAZEPINE Suspension [Morton Grove Pharmaceuticals, Inc.]

CARBAMAZEPINE Suspension [Morton Grove Pharmaceuticals, Inc.]

Updated Date: Dec 12, 2017 EST

US - DailyMed

1-12-2017

CARBAMAZEPINE Tablet, Extended Release [American Health Packaging]

CARBAMAZEPINE Tablet, Extended Release [American Health Packaging]

Updated Date: Dec 1, 2017 EST

US - DailyMed

21-11-2017

CARBAMAZEPINE Capsule, Extended Release [Apotex Corp.]

CARBAMAZEPINE Capsule, Extended Release [Apotex Corp.]

Updated Date: Nov 21, 2017 EST

US - DailyMed

2-11-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [Golden State Medical Supply, Inc.]

CARBAMAZEPINE Tablet [Golden State Medical Supply, Inc.]

Updated Date: Nov 2, 2017 EST

US - DailyMed

20-10-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [PD-Rx Pharmaceuticals, Inc.]

CARBAMAZEPINE Tablet [PD-Rx Pharmaceuticals, Inc.]

Updated Date: Oct 20, 2017 EST

US - DailyMed

20-10-2017

CARBAMAZEPINE ER (Carbamazepine) Tablet, Extended Release [American Health Packaging]

CARBAMAZEPINE ER (Carbamazepine) Tablet, Extended Release [American Health Packaging]

Updated Date: Oct 20, 2017 EST

US - DailyMed

17-10-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [Preferred Pharmaceuticals, Inc.]

CARBAMAZEPINE Tablet [Preferred Pharmaceuticals, Inc.]

Updated Date: Oct 17, 2017 EST

US - DailyMed

12-10-2017

CARBAMAZEPINE Suspension [Precision Dose, Inc.]

CARBAMAZEPINE Suspension [Precision Dose, Inc.]

Updated Date: Oct 12, 2017 EST

US - DailyMed

6-10-2017

CARBAMAZEPINE Capsule, Extended Release [Prasco Laboratories]

CARBAMAZEPINE Capsule, Extended Release [Prasco Laboratories]

Updated Date: Oct 6, 2017 EST

US - DailyMed

6-10-2017

CARBATROL (Carbamazepine) Capsule, Extended Release [Shire US Manufacturing Inc.]

CARBATROL (Carbamazepine) Capsule, Extended Release [Shire US Manufacturing Inc.]

Updated Date: Oct 6, 2017 EST

US - DailyMed

27-9-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [A-S Medication Solutions]

CARBAMAZEPINE Tablet [A-S Medication Solutions]

Updated Date: Sep 27, 2017 EST

US - DailyMed

26-9-2017

CARBAMAZEPINE Suspension [Precision Dose Inc.]

CARBAMAZEPINE Suspension [Precision Dose Inc.]

Updated Date: Sep 26, 2017 EST

US - DailyMed

18-9-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [Contract Pharmacy Services-PA]

CARBAMAZEPINE Tablet [Contract Pharmacy Services-PA]

Updated Date: Sep 18, 2017 EST

US - DailyMed

12-9-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [Cardinal Health]

CARBAMAZEPINE Tablet [Cardinal Health]

Updated Date: Sep 12, 2017 EST

US - DailyMed

5-9-2017

TEGRETOL (Carbamazepine) Tablet [REMEDYREPACK INC.]

TEGRETOL (Carbamazepine) Tablet [REMEDYREPACK INC.]

Updated Date: Sep 5, 2017 EST

US - DailyMed

31-8-2017

CARBAMAZEPINE Tablet CARBAMAZEPINE Tablet, Chewable [Clinical Solutions Wholesale]

CARBAMAZEPINE Tablet CARBAMAZEPINE Tablet, Chewable [Clinical Solutions Wholesale]

Updated Date: Aug 31, 2017 EST

US - DailyMed

28-8-2017

CARBAMAZEPINE Tablet CARBAMAZEPINE Tablet, Chewable [Torrent Pharmaceuticals Limited]

CARBAMAZEPINE Tablet CARBAMAZEPINE Tablet, Chewable [Torrent Pharmaceuticals Limited]

Updated Date: Aug 28, 2017 EST

US - DailyMed

13-7-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [Apotex Corp.]

CARBAMAZEPINE Tablet [Apotex Corp.]

Updated Date: Jul 13, 2017 EST

US - DailyMed

12-7-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [American Health Packaging]

CARBAMAZEPINE Tablet [American Health Packaging]

Updated Date: Jul 12, 2017 EST

US - DailyMed

22-6-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [Bryant Ranch Prepack]

CARBAMAZEPINE Tablet [Bryant Ranch Prepack]

Updated Date: Jun 22, 2017 EST

US - DailyMed

24-4-2017

Carbamazepine

Carbamazepine

Carbamazepine (Tegretol) is used to prevent and control seizures. Learn about side effects, drug interactions, dosages, warnings, and more.

US - RxList

21-3-2017

TEGRETOL XR (Carbamazepine) Tablet, Extended Release

TEGRETOL XR (Carbamazepine) Tablet, Extended Release

Updated Date: Mar 21, 2017 EST

US - DailyMed

14-3-2017

TEGRETOLXR XR (Carbamazepine) Tablet, Extended Release [REMEDYREPACK INC.]

TEGRETOLXR XR (Carbamazepine) Tablet, Extended Release [REMEDYREPACK INC.]

Updated Date: Mar 14, 2017 EST

US - DailyMed

7-3-2017

CARBAMAZEPINE Tablet [Unit Dose Services]

CARBAMAZEPINE Tablet [Unit Dose Services]

Updated Date: Mar 7, 2017 EST

US - DailyMed

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