Taxespira (previously Docetaxel Hospira UK Limited )

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Taxespira (previously Docetaxel Hospira UK Limited )
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Taxespira (previously Docetaxel Hospira UK Limited )
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antineoplastische Mittel
  • Therapiebereich:
  • Prostata-Neoplasmen
  • Anwendungsgebiete:
  • Brustkrebs.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/003925
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-08-2015
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/003925
  • Letzte Änderung:
  • 04-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Taxespira 20 mg/1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 80 mg/4 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 120 mg/6 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jeder ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 20 mg Docetaxel (als Trihydrat).

20 mg/ 1 ml

Eine Durchstechflasche mit 1 ml Konzentrat enthält 20 mg Docetaxel.

80 mg/ 4 ml

Eine Durchstechflasche mit 4 ml Konzentrat nthält 80 mg Docetaxel.

120 mg/ 6 ml

Eine Durchstechflasche mit 6 ml Konzentrat enthält 120 mg Docetaxel.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

20 mg/ 1 ml

Eine Durchstechflasche mit 1 ml Konzentrat enthält 0,5 ml Ethanol, wasserfrei (395 mg).

80 mg/ 4 ml

Eine Durchstechflasche mit 4 ml Konzentrat enthält 2 ml Ethanol, wasserfrei (1580 mg).

120 mg/ 6 ml

Eine Durchstechflasche mit 8 ml Konzentrat enthält 3 ml Ethanol, wasserfrei (2370 mg).

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Das Konzentrat ist eine schwach gelbe bis braungelbe Lösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Brustkrebs

Taxespira ist in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid angezeigt für die adjuvante Therapie

von Patientinnen mit:

operablem, nodal positivem Brustkrebs

operablem, nodal negativem Brustkrebs.

Bei Patientinnen mit operablem, nodal negativem Brustkrebs sollte die adjuvante Therapie auf solche

Patientinnen beschränkt werden, die für eine Chemotherapie gemäß den international festgelegten Kriterien

zur Primärtherapie von Brustkrebs in frühen Stadien infrage kommen (siehe Abschnitt 5.1).

Taxespira ist in Kombination mit Doxorubicin zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem

oder metastasiertem Brustkrebs ohne vorausgegangene Chemotherapie angezeigt.

Die Taxespira-Monotherapie ist zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder

metastasiertem Brustkrebs nach Versagen einer Chemotherapie angezeigt. Die vorausgegangene

Chemotherapie sollte ein Anthracyclin oder Alkylanzien enthalten haben.

Taxespira ist in Kombination mit Trastuzumab angezeigt zur Behandlung von Patientinnen mit

metastasiertem Mammakarzinom, deren Tumore HER2 überexprimieren und die vorher noch keine

Chemotherapie gegen ihre metastasierte Erkrankung erhalten haben.

Taxespira ist in Kombination mit Capecitabin zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem

oder metastasiertem Brustkrebs nach Versagen einer Chemotherapie angezeigt. Die frühere Behandlung

sollte ein Anthracyclin enthalten haben.

Nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom

Taxespira ist zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, nicht

kleinzelligem Bronchialkarzinom nach Versagen einer vorausgegangenen Chemotherapie angezeigt.

Taxespira ist in Kombination mit Cisplatin zur Behandlung von Patienten mit nicht resezierbarem, lokal

fortgeschrittenem oder metastasiertem, nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom ohne vorausgegangene

Chemotherapie angezeigt.

Prostatakarzinom

Taxespira ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung von Patienten mit

hormonrefraktärem metastasiertem Prostatakarzinom angezeigt.

Adenokarzinom des Magens

Taxespira ist in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil angezeigt zur Behandlung von Patienten mit

metastasiertem Adenokarzinom des Magens, einschließlich Adenokarzinom der gastroösophagealen

Übergangszone, die keine vorherige Chemotherapie gegen ihre metastasierte Erkrankung erhalten haben.

Kopf-Hals-Karzinome

Taxespira ist in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil für die Induktionstherapie von Patienten mit

lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich angezeigt.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Anwendung von Docetaxel sollte auf Einrichtungen beschränkt bleiben, die auf die Gabe von

zytostatischer Chemotherapie spezialisiert sind, und sollte nur unter Aufsicht eines qualifizierten Onkologen

erfolgen (siehe Abschnitt 6.6).

Empfohlene Dosierung

Soweit nicht kontraindiziert, kann zur Behandlung von Brustkrebs, nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom,

Magenkarzinom und Kopf-Hals-Karzinomen eine Begleitmedikation, bestehend aus einem oralen

Kortikosteroid wie z. B. Dexamethason 16 mg pro Tag (z.B. 8 mg zweimal täglich) über 3 Tage, beginnend

einen Tag vor der Gabe von Docetaxel, verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.4). G-CSF kann

prophylaktisch gegeben werden, um die hämatologische Toxizität herabzusetzen.

Zur Therapie des Prostatakarzinoms ist bei gleichzeitiger Gabe von Prednison oder Prednisolon das

empfohlene Regime für die Prämedikation mit Dexamethason 8 mg oral, jeweils 12 Stunden, 3 Stunden und

1 Stunde vor der Infusion von Docetaxel (siehe Abschnitt 4.4).

Docetaxel wird alle 3 Wochen als einstündige Infusion gegeben.

Brustkrebs

Bei der adjuvanten Therapie von operablem, nodal positivem und nodal negativem Brustkrebs beträgt die

empfohlene Dosierung von Docetaxel 75 mg/m

als 1-stündige Infusion nach der Gabe von Doxorubicin

50 mg/m

und Cyclophosphamid 500 mg/m

alle 3 Wochen über 6 Zyklen [TAC-Regime] (siehe hierzu auch

„Dosisanpassung unter der Behandlung“).

Zur Behandlung von lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Brustkrebs beträgt die empfohlene

Dosis für die Docetaxel-Monotherapie 100 mg/m

. Zur Therapie nicht vorbehandelter Patientinnen werden

75 mg/m

Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin (50 mg/m

) gegeben.

In der Kombination mit Trastuzumab beträgt die empfohlene Dosierung von Docetaxel 100 mg/m

alle drei

Wochen, wobei Trastuzumab wöchentlich gegeben wird. In der Zulassungsstudie wurde mit der Infusion von

Docetaxel am Tag nach der ersten Gabe von Trastuzumab begonnen. Die folgenden Gaben von Docetaxel

wurden unmittelbar nach Abschluss der Infusion von Trastuzumab gegeben, sofern die vorausgehende Dosis

von Trastuzumab gut vertragen wurde. Bezüglich der Dosierung von Trastuzumab siehe die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels von Trastuzumab.

In der Kombination mit Capecitabin beträgt die empfohlene Dosis für Docetaxel 75 mg/m

alle drei Wochen,

kombiniert mit zweimal täglich 1250 mg/m

Capecitabin (innerhalb 30 Minuten nach einer Mahlzeit) über

2 Wochen, gefolgt von einer 1-wöchigen Therapiepause. Zur Capecitabin-Dosisberechnung nach

Körperoberfläche siehe die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels von Capecitabin.

Nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom

Bei chemotherapeutisch nicht vorbehandelten Patienten mit nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom beträgt

die empfohlene Dosierung 75 mg/m

Docetaxel, gefolgt von 75 mg/m

Cisplatin über 30-60 Minuten. Für die

Behandlung nach Versagen einer vorausgegangenen, platinhaltigen Chemotherapie wird die Gabe von

75 mg/m

als Monotherapie empfohlen.

Prostatakarzinom

Die empfohlene Dosierung von Docetaxel beträgt 75 mg/m

. Es werden zweimal täglich 5 mg Prednison

oder Prednisolon oral kontinuierlich gegeben (siehe Abschnitt 5.1).

Adenokarzinom des Magens

Die empfohlene Dosierung von Docetaxel beträgt 75 mg/m

als 1-stündige Infusion, gefolgt von Cisplatin

75 mg/m

als 1- bis 3-stündige Infusion (beide nur an Tag 1), gefolgt von 5-Fluorouracil 750 mg/m

pro Tag

als kontinuierliche 24-Stunden-Infusion über 5 Tage, beginnend am Ende der Cisplatin-Infusion. Die

Behandlung wird alle 3 Wochen wiederholt. Für die Verabreichung von Cisplatin müssen die Patienten eine

Prämedikation mit Antiemetika und eine angemessene Hydratation erhalten. G-CSF sollte prophylaktisch

gegeben werden, um das Risiko einer hämatologischen Toxizität herabzusetzen (siehe hierzu auch

„Dosisanpassung unter der Behandlung“).

Kopf-Hals-Karzinome

Die Patienten müssen eine Prämedikation mit Antiemetika und eine angemessene Hydratation (vor und nach

der Verabreichung von Cisplatin) erhalten. G-CSF kann prophylaktisch gegeben werden, um das Risiko

einer hämatologischen Toxizität herabzusetzen. Alle Patienten im Docetaxel-haltigen Arm der Studien TAX

323 und TAX 324 erhielten prophylaktisch Antibiotika.

Induktionschemotherapie, gefolgt von Strahlentherapie (TAX 323)

Bei der Induktionstherapie eines inoperablen lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms im Kopf-

Hals-Bereich (SCCHN) beträgt die empfohlene Dosierung von Docetaxel 75 mg/m

als 1-stündige

Infusion, gefolgt von Cisplatin 75 mg/m

über 1 Stunde am Tag 1, gefolgt von 5-Fluorouracil

750 mg/m

pro Tag als kontinuierliche Infusion über 5 Tage. Dieses Regime wird alle 3 Wochen für

4 Zyklen verabreicht. Im Anschluss an eine Chemotherapie sollten die Patienten eine Strahlentherapie

erhalten.

Induktionschemotherapie, gefolgt von Chemoradiotherapie (TAX 324)

Bei der Induktionstherapie von Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom

(nicht resezierbar, geringe Wahrscheinlichkeit einer chirurgischen Heilung und angestrebter

Organerhalt) im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) beträgt die empfohlene Dosierung von Docetaxel

75 mg/m

als 1-stündige intravenöse Infusion am Tag 1, gefolgt von 100 mg/m

Cisplatin, das als

30-minütige bis 3-stündige Infusion verabreicht wird, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von

1000 mg/m

5-Fluorouracil pro Tag von Tag 1 bis Tag 4. Dieses Regime wird alle 3 Wochen über

3 Zyklen verabreicht. Im Anschluss an eine Chemotherapie sollten die Patienten eine

Chemoradiotherapie erhalten.

Bezüglich der Dosisanpassungen von Cisplatin und 5-Fluorouracil siehe die entsprechenden

Zusammenfassungen der Merkmale der Arzneimittel.

Dosisanpassung unter der Behandlung

Allgemeines

Docetaxel sollte erst angewendet werden, wenn die Neutrophilenzahl mindestens ≥ 1.500 Zellen/mm

beträgt.

Bei Patienten, die während einer Docetaxel-Therapie entweder an einer Neutropenie mit Fieber litten,

Neutrophilenzahlen von < 500 Zellen/mm

länger als eine Woche aufwiesen, an schweren oder kumulativen

Hautveränderungen oder an einer schweren peripheren Neuropathie litten, sollte die Dosierung von

Docetaxel von 100 mg/m

auf 75 mg/m

und/oder von 75 mg/m

auf 60 mg/m

verringert werden. Zeigt der

Patient bei 60 mg/m

weiterhin die beschriebenen Symptome, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Adjuvante Therapie von Brustkrebs

Bei Patientinnen, die Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid (TAC) zur adjuvanten Therapie von

Brustkrebs erhalten, sollte eine primäre G-CSF-Prophylaxe in Betracht gezogen werden. Bei Patientinnen,

die an febrilen Neutropenien und/oder neutropenischen Infektionen leiden, sollte die Docetaxel-Dosis in

allen folgenden Zyklen auf 60 mg/m² reduziert werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Bei Patientinnen, bei

denen eine Stomatitis Grad 3 oder 4 auftritt, sollte die Dosis auf 60 mg/m² reduziert werden.

In Kombination mit Cisplatin

Bei Patienten, die zunächst 75 mg/m

Docetaxel in Kombination mit Cisplatin erhalten und deren tiefste

Thrombozytenzahl im vorherigen Behandlungszyklus bei < 25.000 Zellen/mm

lag, bei Patienten, die an

einer febrilen Neutropenie leiden, sowie bei Patienten mit ernsten, nicht hämatologischen

Toxizitätserscheinungen sollte die Docetaxel-Dosis in den nachfolgenden Zyklen auf 65 mg/m

verringert

werden. Für die Cisplatin-Dosisanpassung siehe die entsprechende Zusammenfassung der Merkmale des

Arzneimittels.

In Kombination mit Capecitabin

Zur Dosisanpassung von Capecitabin siehe die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

von Capecitabin.

Bei Patientinnen, bei denen erstmals eine Grad-2-Toxizität auftritt, die zum Zeitpunkt der nächsten

Docetaxel/Capecitabin-Behandlung persistiert, wird die Behandlung hinausgezögert, bis eine

Rückbildung auf Grad 0-1 erreicht worden ist, und dann mit 100% der ursprünglichen Dosis

fortgesetzt.

Bei Patientinnen, die zu irgendeinem Zeitpunkt des Behandlungszyklus zum zweiten Mal eine

Grad-2-Nebenwirkung oder zum ersten Mal eine Grad-3-Nebenwirkung entwickeln, sollte die

Behandlung hinausgezögert werden, bis eine Rückbildung auf Grad 0-1 erreicht worden ist, und dann

mit 55 mg/m

Docetaxel fortgesetzt werden.

Beim Auftreten irgendwelcher weiterer Nebenwirkungen oder irgendeiner Grad-4-Toxizität setzen Sie

die Docetaxel-Behandlung ab.

Bezüglich der Dosisanpassung von Trastuzumab siehe die Zusammenfassung der Merkmale des

Arzneimittels von Trastuzumab.

In Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

Treten trotz Gabe von G-CSF Episoden von febriler Neutropenie, verlängerter Neutropenie oder eine

neutropenische Infektion auf, sollte die Dosis von Docetaxel von 75 auf 60 mg/m

reduziert werden. Treten

anschließend Episoden komplizierter Neutropenie auf, sollte die Dosis von Docetaxel von 60 auf 45 mg/m

reduziert werden. Im Falle einer Grad-4-Thrombozytopenie sollte die Dosis von Docetaxel von 75 auf

60 mg/m

reduziert werden. Patienten sollten nicht erneut mit weiteren Zyklen von Docetaxel behandelt

werden, bis der Wert für die Neutrophilenzahl wieder bei > 1.500 Zellen/mm

liegt und die Blutplättchenzahl

bei > 100.000 Zellen/mm

. Brechen Sie die Therapie ab, wenn diese Toxizitäten andauern (siehe Abschnitt

4.4).

Empfohlene Dosisanpassungen für Toxizitäten bei Patienten, die mit Docetaxel in Kombination mit Cisplatin

und 5-Fluorouracil (5-FU) behandelt werden:

Toxizität

Dosisanpassung

Diarrhö Grad 3

1. Episode: Reduktion der 5-FU-Dosis um 20%.

2. Episode: Reduktion der Docetaxel-Dosis um 20%.

Diarrhö Grad 4

1. Episode: Reduktion der Docetaxel- und 5-FU-Dosis um 20%.

2. Episode: Abbruch der Therapie.

Stomatitis/Mukositis Grad 3

1. Episode: Reduktion der 5-FU-Dosis um 20%.

2. Episode: Keine weitere Gabe von 5-FU für alle folgenden Zyklen.

3. Episode: Reduktion der Docetaxel-Dosis um 20%.

Stomatitis/Mukositis Grad 4

1. Episode: Keine weitere Gabe von 5-FU für alle folgenden Zyklen.

2. Episode: Reduktion der Docetaxel-Dosis um 20%.

Bezüglich der Dosisanpassungen von Cisplatin und 5-Fluorouracil siehe die entsprechende

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels.

Patienten, bei denen in den Zulassungsstudien für SCCHN eine komplizierte Neutropenie auftrat

(einschließlich verlängerter Neutropenie, febriler Neutropenie oder Infektion), wurde empfohlen, G-CSF

(z.B. von Tag 6-15) als Prophylaxe für alle nachfolgenden Zyklen einzusetzen.

Besondere Patientengruppen

Patienten mit verminderter Leberfunktion

Aufgrund von pharmakokinetischen Daten mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von

100 mg/m

beträgt die empfohlene Dosis bei Patienten, deren Transaminasen (ALT und/oder AST) auf mehr

als das 1,5fache der oberen Normalwerte und alkalische Phosphatase auf mehr als das 2,5fache der oberen

Normalwerte erhöht sind, 75 mg/m

Docetaxel (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Bei Patienten, deren

Serumbilirubin größer als der obere Normalwert ist und/oder deren Transaminasenwerte (ALT und AST)

> 3,5fache der oberen Normalwerte und deren alkalische Phosphatase das 6fache der oberen Normalwerte

betragen, kann keine Dosisreduktion empfohlen werden; Docetaxel sollte nicht angewandt werden, es sei

denn bei strenger Indikationsstellung.

In Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil zur Behandlung von Patienten mit einem Adenokarzinom

des Magens schließt die Zulassungsstudie Patienten mit Transaminasenwerten (ALT und/oder AST)

> 1,5fache der oberen Normalwerte und mit alkalischer Phosphatase > 2,5fache der oberen Normalwerte und

Bilirubinwerten größer als die oberen Normalwerte aus. Bei diesen Patienten kann keine Dosisreduktion

empfohlen werden; Docetaxel sollte nicht angewandt werden, außer bei strenger Indikationsstellung. Für die

anderen Indikationen liegen keine Daten über eine Kombinationsbehandlung mit Docetaxel bei Patienten mit

verminderter Leberfunktion vor.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Taxespira in der Behandlung des Nasopharyngealkarzinoms bei

Kindern im Alter von 1 Monat bis 18 Jahre ist noch nicht erwiesen.

Es gibt in den Anwendungsgebieten Brustkrebs, nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom, Prostatakarzinom,

Magenkarzinom und Kopf-Hals-Karzinom keinen relevanten Nutzen von Taxespira bei Kindern und

Jugendlichen, mit der Ausnahme Typ II und III von wenig differenzierten Nasopharyngealkarzinomen.

Ältere Patienten

Anhand der in einem großen Kollektiv bestimmten pharmakokinetischen Daten ergeben sich keine speziellen

Anweisungen für die Behandlung von älteren Patienten.

In Kombination mit Capecitabin wird für Patienten im Alter von 60 Jahren oder darüber eine Reduzierung

der Anfangsdosis von Capecitabin auf 75% empfohlen (siehe die Zusammenfassung der Merkmale des

Arzneimittels von Capecitabin).

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Patienten mit einer Neutrophilenzahl < 1500 Zellen/mm³.

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Die für andere Arzneimittel geltenden Gegenanzeigen gelten gleichermaßen für die Kombinationen dieser

Arzneimittel mit Docetaxel.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Soweit nicht kontraindiziert, können bei Brustkrebs und nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom durch eine

Prämedikation mit einem oralen Kortikosteroid sowohl Häufigkeit und Schweregrad von

Flüssigkeitsretentionen als auch der Schweregrad von Überempfindlichkeitsreaktionen reduziert werden.

Hierzu kann z.B. Dexamethason über 3 Tage, beginnend einen Tag vor der Gabe von Docetaxel, in einer

Dosierung von 16 mg pro Tag (z.B. 8 mg zweimal täglich), verabreicht werden. Bei der Therapie des

Prostatakarzinoms besteht die Prämedikation aus Dexamethason oral 8 mg, jeweils 12 Stunden, 3 Stunden

und 1 Stunde vor der Infusion von Docetaxel (siehe Abschnitt 4.2).

Blut

Neutropenie ist die häufigste Nebenwirkung von Docetaxel. Der Nadir der Neutrophilen wird im Median

nach 7 Tagen erreicht. Dieser Zeitraum kann jedoch bei ausgiebig vorbehandelten Patienten verkürzt sein.

Häufige Kontrollen des großen Blutbildes sollten bei allen Patienten, die Docetaxel erhalten, erfolgen.

Patienten sollten erst dann einen erneuten Docetaxel-Zyklus erhalten, wenn sich die Neutrophilenzahl auf

mindestens ≥ 1.500 Zellen/mm

erholt hat (siehe Abschnitt 4.2).

Beim Auftreten einer schweren Neutrozytopenie (< 500 Zellen/mm

über 7 Tage oder länger) während eines

Docetaxel-Behandlungszyklus` wird für die anschließenden Therapiezyklen eine Dosisreduktion oder die

Anwendung geeigneter symptomatischer Maßnahmen empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, die mit Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil (TCF) behandelt wurden,

traten febrile Neutropenie und neutropenische Infektionen mit geringerer Häufigkeit auf, wenn diese

Patienten eine prophylaktische Gabe von G-CSF erhielten. Die mit TCF behandelten Patienten sollten

prophylaktisch G-CSF erhalten, um die Risiken einer schwerwiegenden Neutropenie (febrile Neutropenie,

verlängerte Neutropenie oder neutropenische Infektion) herabzusetzen. Patienten, die TCF erhalten, sollten

engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Bei Patienten, die mit Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid (TAC) behandelt

werden, traten febrile Neutropenien und/oder neutropenische Infektionen in geringerem Ausmaß auf, wenn

die Patienten eine primäre G-CSF-Prophylaxe erhalten hatten. Eine primäre G-CSF-Prophylaxe sollte bei

Patientinnen in Betracht gezogen werden, die TAC als adjuvante Therapie bei Brustkrebs erhalten, um das

Risiko von komplizierten Neutropenien (febrile Neutropenie, verlängerte Neutropenie oder neutropenische

Infektion) zu vermindern. Patienten, die TAC erhalten, sollten engmaschig überwacht werden (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.8).

Überempfindlichkeitsreaktionen

Die Patienten sollten vor allem während der ersten und zweiten Infusion mit Docetaxel wegen möglicher

Überempfindlichkeitsreaktionen streng überwacht werden. Wenige Minuten nach Beginn der Docetaxel-

Infusion können Überempfindlichkeitsreaktionen eintreten, so dass die Möglichkeit zur Behandlung von

Blutdruckabfall und Bronchospasmen gegeben sein muss. Schwache Symptome wie Rötungen oder

vereinzelte Hautreaktionen erfordern keine Unterbrechung der Behandlung. Treten jedoch schwere

Reaktionen wie starker Blutdruckabfall, Bronchospasmen oder generalisierte Hautausschläge/Erytheme auf,

so ist die Behandlung mit Docetaxel sofort abzubrechen und eine geeignete Therapie einzuleiten. Patienten,

die unter der Behandlung mit Docetaxel schwere Überempfindlichkeitsreaktionen zeigen, sollten nicht erneut

mit Docetaxel behandelt werden.

Hautreaktionen

Lokalisierte Erytheme an den Extremitäten (Handflächen oder Fußsohlen), verbunden mit Ödembildung und

gefolgt von Abschuppungen, wurden beobachtet. Über schwerwiegende Symptome wie Exantheme, gefolgt

von Abschälungen, die zur Unterbrechung oder dem Absetzen der Behandlung mit Docetaxel führten, wurde

berichtet (siehe Abschnitt 4.2).

Flüssigkeitsretention

Patienten mit schweren Flüssigkeitseinlagerungen wie Pleuraerguss, Perikarderguss oder Ascites sollten

streng überwacht werden.

Erkrankungen der Atemwege

Akutes Atemnotsyndrom, interstitielle Pneumonie/Pneumonitis, interstitielle Lungenerkrankung,

Lungenfibrose und Lungenversagen sind berichtet worden, die tödlich enden können. Fälle von

Strahlenpneumonitis wurden bei Patienten berichtet, die gleichzeitig eine Radiotherapie erhielten.

Wenn Lungensymptome neu auftreten oder sich diese verschlechtern, sollten die Patienten engmaschig

überwacht, sofort untersucht und in geeigneter Weise behandelt werden. Eine Unterbrechung der

Behandlung mit Docetaxel wird empfohlen, bis die Diagnose verfügbar ist. Eine frühzeitige Anwendung von

unterstützenden Behandlungsmaßnahmen kann den Zustand verbessern. Der Nutzen einer Wiederaufnahme

der Behandlung mit Docetaxel muss sorgfältig abgeschätzt werden.

Patienten mit verminderter Leberfunktion

Unter der Behandlung mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von 100 mg/m

besteht bei

Patienten, deren Transaminasen (ALT und/oder AST) auf mehr als das 1,5fache der oberen Normalwerte und

alkalische Phosphatase auf mehr als das 2,5fache des oberen Normalwertes erhöht sind, ein erhöhtes Risiko,

schwere Nebenwirkungen wie Tod durch Toxizität einschließlich Sepsis und gastrointestinaler Blutungen

mit möglichem letalen Ausgang, Neutropenie mit Fieber, Infektionen, Thrombozytopenie, Stomatitis und

Asthenie zu entwickeln. Daher wird für Patienten mit erhöhten Leberfunktionswerten eine Dosis von

75 mg/m

Docetaxel empfohlen; zudem sollten vor jedem Behandlungszyklus Leberfunktionstests

durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten, deren Serumbilirubin größer als der obere Normalwert ist und/oder deren Transaminasenwerte

(ALT und AST) > 3,5fache der oberen Normalwerte und für die alkalische Phosphatase das 6fache der

oberen Normalwerte betragen, sollte Docetaxel nicht angewandt werden, es sei denn bei strengster

Indikationsstellung. In dieser Situation kann keine Dosisempfehlung gegeben werden.

In Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil zur Behandlung von Patienten mit einem Adenokarzinom

des Magens schließt die Zulassungsstudie Patienten mit Transaminasenwerten (ALT und/oder AST)

> 1,5fache der oberen Normalwerte und mit alkalischer Phosphatase > 2,5fache der oberen Normalwerte und

Bilirubinwerten größer als die oberen Normalwerte aus. Bei diesen Patienten kann keine Dosisreduktion

empfohlen werden; Docetaxel sollte nicht angewandt werden, außer bei strenger Indikationsstellung. Für die

anderen Indikationen liegen keine Daten über eine Kombinationsbehandlung mit Docetaxel bei Patienten mit

verminderter Leberfunktion vor.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es liegen keine Daten von Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion vor, die mit Docetaxel

behandelt wurden.

Nervensystem

Das Auftreten schwerer peripherer Neuropathien erfordert eine Dosisreduktion (siehe Abschnitt 4.2).

Kardiotoxizität

Herzinsuffizienz wurde bei Patientinnen beobachtet, die Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab

erhielten, insbesondere im Anschluss an eine Chemotherapie, die ein Anthracyclin (Doxorubicin oder

Epirubicin) beinhaltete. Die Herzinsuffizienz kann mäßig bis schwer sein und zum Tode führen (siehe

Abschnitt 4.8).

Wenn Patientinnen für eine Behandlung mit Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab vorgesehen sind,

sollten sie einer Prüfung der Ausgangsherzfunktion unterzogen werden. Die Herzfunktion sollte während der

Therapie weiter überwacht werden (z.B. in Abständen von 3 Monaten), um Patientinnen zu identifizieren,

die eine kardiale Dysfunktion entwickeln. Bezüglich weiterer Angaben siehe die Zusammenfassung der

Merkmale des Arzneimittels von Trastuzumab.

Augenerkrankungen

Ein zystoides Maculaödem (CMO) ist bei Patienten berichtet worden, die mit Docetaxel behandelt wurden.

Patienten mit beeinträchtigter Sehfunktion sollten einer sofortigen und vollständigen ophthalmologischen

Untersuchung unterzogen werden. Falls ein CMO diagnostiziert wird, sollte die Docetaxel-Behandlung

abgebrochen werden und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.8).

Sonstiges

Sowohl Männer als auch Frauen müssen während der Behandlung kontrazeptive Maßnahmen treffen,

Männer mindestens bis 6 Monate nach Beendigung der Therapie (siehe Abschnitt 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Docetaxel mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol,

Itraconazol, Clarithromycin, Indinavir, Nefazodon, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin und

Voriconazol) ist zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.5).

Zusätzliche Warnhinweise bei Anwendung zur adjuvanten Therapie von Brustkrebs

Komplizierte Neutropenie

Bei Patientinnen, bei denen eine komplizierte Neutropenie auftritt (verlängerte Neutropenie, febrile

Neutropenie oder Infektion), sollte die Gabe von G-CSF und eine Dosisreduktion erwogen werden (siehe

Abschnitt 4.2).

Gastrointestinale Reaktionen

Symptome wie frühzeitiges Auftreten von Abdominalschmerzen und Abwehrspannung, Fieber, Diarrhö, mit

oder ohne Neutropenie, können frühe Anzeichen einer schwerwiegenden gastrointestinalen Toxizität sein

und sollten unverzüglich untersucht und behandelt werden.

Herzinsuffizienz (CHF)

Patientinnen sollten hinsichtlich des Auftretens von Symptomen einer Herzinsuffizienz während der

Therapie und während der Folgezeit (

Follow-up

-Periode) überwacht werden. Bei Patientinnen mit nodal

positivem Brustkrebs, die mit dem TAC-Regime behandelt wurden, hat sich gezeigt, dass das Risiko einer

CHF während des ersten Jahres nach der Behandlung höher ist (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Leukämie

Bei Patienten, die mit Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid (TAC) behandelt werden, erfordert das

Risiko einer verzögerten Myelodysplasie oder einer myeloischen Leukämie eine hämatologische

Nachbeobachtung.

Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten

Da der beobachtete Nutzen bei Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten für krankheitsfreies

Überleben (DFS) und für das Gesamtüberleben (OS) statistisch nicht signifikant war, konnte ein positives

Nutzen-Risiko-Verhältnis für TAC bei Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten mit der

abschließenden Analyse nicht vollständig belegt werden (siehe Abschnitt 5.1).

Ältere Patienten

Für Patientinnen, die älter als 70 Jahre alt sind, liegen begrenzte Daten für die Behandlung mit Docetaxel in

Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid vor.

Von 333 Patienten, die in einer Studie zur Therapie des Prostatakarzinoms alle 3 Wochen mit Docetaxel

behandelt wurden, waren 209 Patienten 65 Jahre oder älter und 68 Patienten waren älter als 75 Jahre. Bei

Patienten, die alle 3 Wochen mit Docetaxel behandelt wurden, traten Nagelveränderungen im

Zusammenhang mit der Behandlung bei Patienten, die älter als 65 Jahre waren, ≥ 10% häufiger auf als bei

jüngeren Patienten. Die Häufigkeit von Fieber, Diarrhö, Anorexie und peripheren Ödemen, die in

Zusammenhang mit der Behandlung auftraten, war ≥ 10% höher bei Patienten, die 75 Jahre oder älter waren,

gegenüber Patienten, die jünger als 65 Jahre waren.

Von den 300 Patienten (davon 221 Patienten in Phase III und 79 Patienten in Phase II), die mit Docetaxel in

Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil in der Studie zum Magenkarzinom behandelt wurden, waren

74 Patienten 65 Jahre oder älter und 4 Patienten 75 Jahre oder älter. Die Inzidenz schwerwiegender

unerwünschter Ereignisse (SAEs) war bei den älteren Patienten im Vergleich zu den jüngeren höher. Bei den

folgenden unerwünschten Ereignissen (alle Schweregrade) lag die Häufigkeit bei Patienten, die 65 Jahre oder

älter waren, verglichen mit jüngeren Patienten, um ≥ 10% höher: Lethargie, Stomatitis, neutropenische

Infektion.

Ältere Patienten, die mit TCF behandelt werden, sollten engmaschig überwacht werden.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 0,395 g (0,5 ml) pro ml.

20 mg/ 1 ml

Dies entspricht 10 ml Bier oder 4 ml Wein pro 1 ml-Durchstechflasche.

80 mg/ 4 ml

Dies entspricht 40 ml Bier oder 17 ml Wein pro 4 ml-Durchstechflasche.

120 mg/ 6 ml

Dies entspricht 60 ml Bier oder 25 ml Wein pro 6 ml-Durchstechflasche.

Ein gesundheitliches Risiko besteht bei Alkoholkranken und ist zudem bei Schwangeren, Stillenden, Kindern

und Hochrisikogruppen, wie z. B. Patienten mit Lebererkrankungen oder Epilepsie, zu berücksichtigen.

Die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen des Patienten kann durch den

Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In-vitro-

Studien haben gezeigt, dass die Metabolisierung von Docetaxel durch die gleichzeitige Gabe von

Substanzen, die Cytochrom P450-3A induzieren, inhibieren oder von ihm metabolisiert werden (dies kann

eine kompetitive Hemmung auslösen), wie z. B. Ciclosporin, Ketoconazol und Erythromycin, modifiziert

werden kann. Daraus ergibt sich, dass bei einer gleichzeitigen Therapie mit diesen Arzneimitteln besondere

Vorsicht geboten ist, da möglicherweise Wechselwirkungen auftreten können.

Im Fall einer Kombination mit CYP3A4-Inhibitoren kann die Häufigkeit des Auftretens von Docetaxel-

Nebenwirkungen aufgrund des reduzierten Metabolismus erhöht sein. Wenn die gleichzeitige Anwendung

eines starken CYP3A4 Inhibitors (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Indinavir, Nefazodon,

Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin und Voriconazol) nicht vermieden werden kann, muss eine

enge klinische Überwachung gewährleistet sein, und es wird eine Dosisanpassung von Docetaxel während

der Behandlung mit dem starken CYP3A4-Inhibitor empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). In einer

pharmakokinetischen Studie mit 7 Patienten führte die gleichzeitige Gabe von Docetaxel mit dem starken

CYP3A4-Inhibitor Ketoconazol zu einer Abnahme der Docetaxel-Clearance um 49%.

Die Pharmakokinetik von Docetaxel in Gegenwart von Prednison wurde bei Patienten mit metastasiertem

Prostatakarzinom geprüft. Docetaxel wird durch CYP3A4 metabolisiert, und von Prednison ist bekannt, dass

es CYP3A4 induziert. Für Prednison wurde kein statistisch signifikanter Effekt auf die Pharmakokinetik von

Docetaxel beobachtet.

Docetaxel besitzt eine hohe Plasmaeiweißbindungsrate (> 95%). Obwohl mögliche

In-vivo-

Wechselwirkungen von Docetaxel mit gleichzeitig gegebenen Arzneimitteln formell nicht untersucht

wurden, zeigen jedoch

In-vitro-

Untersuchungen mit Substanzen mit hoher Proteinbindung, wie

Erythromycin, Diphenhydramin, Propranolol, Propafenon, Phenytoin, Salicylat, Sulfamethoxazol und

Natriumvalproat, keinen Einfluss auf die Proteinbindung von Docetaxel. Dies gilt auch für Dexamethason.

Docetaxel beeinflusst nicht die Bindung von Digitoxin.

Die Pharmakokinetik von Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid wurde durch deren gleichzeitige

Gabe nicht beeinflusst. Begrenzte Daten aus einer einzelnen nicht kontrollierten Studie wiesen auf eine

Wechselwirkung zwischen Docetaxel und Carboplatin hin. In Kombination mit Docetaxel war die

Carboplatin-Clearance etwa 50% höher als in früheren Berichten für die Carboplatin-Monotherapie.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine Informationen zum Einsatz von Docetaxel bei Schwangeren. Es konnte gezeigt werden, dass

Docetaxel sowohl bei Kaninchen als auch bei Ratten embryo- und fetotoxisch wirkt und bei Ratten die

Fruchtbarkeit vermindert. Wie andere zytotoxische Arzneimittel könnte auch Docetaxel bei Schwangeren zu

Schäden am Fötus führen. Daher darf Docetaxel während der Schwangerschaft nicht angewandt werden, es

sei denn, es ist eindeutig indiziert.

Frauen im gebärfähigen Alter, die Docetaxel erhalten, sollten dahin gehend belehrt werden, dass sie nicht

schwanger werden dürfen und dass der behandelnde Arzt umgehend zu informieren ist, sollte dies dennoch

eintreten.

Stillzeit

Docetaxel ist eine lipophile Substanz; es ist jedoch nicht bekannt, ob es in die Muttermilch übergeht.

Aufgrund der potenziellen unerwünschten Wirkungen auf den Säugling muss daher das Stillen für die Dauer

der Therapie mit Docetaxel unterbrochen werden.

Kontrazeption bei Männern und Frauen

Während der Therapie sollte eine zuverlässige Verhütungsmethode angewendet werden.

Fertilität

Präklinische Studien zeigten, dass Docetaxel genotoxische Effekte hat und die männliche Fertilität verändern

kann (siehe Abschnitt 5.3). Daher sind Männer, die mit Docetaxel behandelt werden, darauf hinzuweisen,

während und bis zu 6 Monate nach der Behandlung kein Kind zu zeugen und sich vor der Therapie

hinsichtlich einer Spermakonservierung beraten zu lassen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung der Sicherheitsprofile für alle Indikationen

Nebenwirkungen, welche möglicherweise oder wahrscheinlich auf die Gabe von Docetaxel zurückzuführen

sind, wurden beobachtet bei:

1.312 Patienten, die 100 mg/m

Docetaxel als Monotherapie erhielten, bzw. 121 Patienten, die

75 mg/m

Docetaxel als Monotherapie erhielten.

258 Patientinnen, die Docetaxel in Kombination mit Doxorubicin erhielten.

406 Patienten, die Docetaxel in Kombination mit Cisplatin erhielten.

92 Patientinnen, die Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab erhielten.

255 Patientinnen, die Docetaxel in Kombination mit Capecitabin erhielten.

332 Patienten, die Docetaxel in Kombination mit Prednison oder Prednisolon erhielten (nur die

klinisch relevanten Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen, sind

angegeben).

1.276 Patientinnen (744 und 532 in der TAX 316 und in der GEICAM-9805-Studie), die Docetaxel in

Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid erhielten (klinisch wichtige Nebenwirkungen,

die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen, werden genannt).

300 Patienten mit Adenokarzinom des Magens (221 Patienten in Phase III und 79 Patienten in Phase

II), die Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil erhielten (klinisch wichtige

Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen, werden genannt).

174 und 251 Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen, die Docetaxel in Kombination mit Cisplatin und

5-Fluorouracil erhielten (klinisch wichtige Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in

Zusammenhang stehen, werden genannt).

Zur Beschreibung dieser Nebenwirkungen wurden die NCI-Common-Toxicity-Kriterien (grade 3 = G3;

grade 3-4 = G3/4; grade 4 = G4), die COSTART- und die MedDRA-Terminologie verwendet.

Die Häufigkeitsangaben sind folgendermaßen definiert: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10);

gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000); nicht

bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abfallendem Schweregrad angegeben.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Docetaxel allein sind: eine Neutropenie (die reversibel und nicht

kumulativ war, wobei die Tiefstwerte der Neutrophilenzahlen im Median an Tag 7 erreicht wurden und die

mediane Dauer einer schweren Neutropenie [< 500 Zellen/mm

] 7 Tage beträgt), Anämie, Alopezie,

Übelkeit, Erbrechen, Stomatitis, Diarrhö und Asthenie. Der Schweregrad der Nebenwirkungen kann bei

Gabe von Docetaxel in Kombination mit anderen Chemotherapeutika erhöht sein.

Für die Kombination mit Trastuzumab werden unerwünschte Ereignisse (alle Schweregrade) dargestellt, die

bei ≥ 10% der Patientinnen berichtet wurden. Für die Kombination mit Trastuzumab im Vergleich zur

Monotherapie mit Docetaxel war ein Anstieg bezüglich des Auftretens von schwerwiegenden unerwünschten

Ereignissen (40% gegenüber 31%) und Grad-4-Nebenwirkungen (34% gegenüber 23%) zu verzeichnen.

Bei der Kombination mit Capecitabin werden die häufigsten (≥ 5%), mit der Behandlung im Zusammenhang

stehenden Nebenwirkungen, die aus einer Phase-III-Studie bei Brustkrebspatientinnen nach fehlgeschlagener

Anthracyclin-Therapie berichtet wurden, angegeben (vergleiche die Zusammenfassung der Merkmale des

Arzneimittels von Capecitabin).

Die folgenden Nebenwirkungen werden unter Docetaxel häufig beobachtet:

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen traten im Allgemeinen wenige Minuten nach Beginn der Docetaxel-Infusion

auf und waren gewöhnlich mild bis mäßig stark. Die am häufigsten berichteten Symptome waren Flush,

Ausschlag mit oder ohne Juckreiz, Engegefühl in der Brust, Rückenschmerzen, Atemnot und Fieber oder

Schüttelfrost. Schwere Reaktionen waren durch Hypotonie und/oder Bronchospasmen oder generalisierten

Hautausschlag/Erythem gekennzeichnet (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Nervensystems

Die Entstehung schwerer, peripherer neurotoxischer Nebenwirkungen erfordert eine Dosisreduktion (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.4). Milde bis moderate neurosensorische Anzeichen sind gekennzeichnet durch

Parästhesien, Sensibilitätsstörungen oder Schmerzen inklusive brennende Schmerzen. Neuromotorische

Nebenwirkungen äußern sich hauptsächlich als Schwäche.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Reversible Hautreaktionen wurden beobachtet und allgemein als mild bis mäßig betrachtet.

Hautveränderungen manifestierten sich entweder lokalisiert hauptsächlich an Füßen und Händen (zusätzlich

schwerwiegendes Hand-Fuß-Syndrom), aber auch an Armen, im Gesicht oder am Brustkorb und waren

häufig verbunden mit Juckreiz. Die Reaktionen traten im Allgemeinen innerhalb einer Woche nach Infusion

von Docetaxel auf. Weniger häufig traten schwere Symptome wie Hautausschlag gefolgt von Abschälungen

auf, die in sehr wenigen Fällen zur Unterbrechung oder zum Abbruch der Behandlung mit Docetaxel führten

(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Schwere Nagelveränderungen gehen mit Hypo- oder Hyperpigmentierung

und manchmal mit Schmerzen und Nagelablösungen einher.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Reaktionen an der Einstichstelle waren in der Regel schwach ausgeprägt und äußerten sich in

Hyperpigmentierungen, Entzündungen, Hautrötungen oder Hauttrockenheit, Phlebitis oder Extravasaten und

Venenschwellungen.

Es wurde über Flüssigkeitsretention, einschließlich Nebenwirkungen wie periphere Ödeme und weniger

häufig Pleuraergüsse, Perikardergüsse, Ascites und Gewichtszunahme, berichtet. Die peripheren Ödeme

zeigen sich normalerweise zuerst in den unteren Extremitäten und können sich generalisiert ausbreiten und

zu einer Gewichtszunahme von 3 kg oder mehr führen. Die Flüssigkeitsretention ist bezüglich Häufigkeit

und Schwere von der kumulativ verabreichten Docetaxel-Dosis abhängig (siehe Abschnitt 4.4).

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs für Taxespira 100 mg/m

Monotherapie

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige

Nebenwirkungen

Häufige

Nebenwirkungen

Gelegentliche

Nebenwirkungen

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektionen (G3/4:

5,7%; einschließlich

Sepsis und Pneumonie,

fatal bei 1,7%)

Infektionen mit G4

Neutropenie (G3/4:

4,6%)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Neutropenie (G4:

76,4%);

Anämie (G3/4: 8,9%);

Febrile Neutropenie

Thrombozytopenie

(G4: 0,2%)

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität

(G3/4: 5,3%)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie

Erkrankungen des

Nervensystems

Periphere sensorische

Neuropathie

(G3: 4,1%);

Periphere motorische

Neuropathie (G3/4:

4%);

Dysgeusie (schwer:

0,07%)

Herzerkrankungen

Arrhythmie

(G3/4: 0,7%)

Herzversagen

Gefäßerkrankungen

Hypotonie;

Hypertonie;

Hämorrhagie

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Dyspnoe (schwer:

2,7%)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Stomatitis (G3/4:

5,3%);

Diarrhö (G3/4: 4%);

Übelkeit (G3/4: 4%);

Erbrechen (G3/4: 3%)

Obstipation (schwer:

0,2%);

Bauchschmerzen

(schwer: 1%);

Gastrointestinale

Hämorrhagie (schwer:

0,3%)

Ösophagitis (schwer:

0,4%)

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie;

Hautreaktionen (G3/4:

5,9%);

Nagelveränderungen

(schwer: 2,6%)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie (schwer:

1,4%)

Arthralgie

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Flüssigkeitsretention

(schwer: 6,5%);

Asthenie (schwer:

11,2%);

Schmerz

Reaktionen an der

Einstichstelle;

nicht kardiale

Brustschmerzen

(schwer: 0,4%)

Untersuchungen

G3/4 Bilirubin-Anstieg

(< 5%);

G3/4 Anstieg der

alkalischen

Phosphatase (< 4%);

G3/4 AST-Anstieg

(< 3%); G3/4 ALT-

Anstieg (< 2%)

Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen bei Brustkrebs für Taxespira 100 mg/m

Monotherapie

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Blutungen mit G3/4 Thrombozytopenie.

Erkrankungen des Nervensystems

Daten hinsichtlich der Rückbildung dieser Störungen liegen bei 35,3% der Patienten vor, die unter der

Behandlung mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von 100 mg/m

eine Neurotoxizität

entwickelt hatten. Diese Nebenwirkungen bildeten sich innerhalb von 3 Monaten spontan zurück.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten: ein Fall einer nicht reversiblen Alopezie am Ende der Studie. 73% der Hautreaktionen waren

innerhalb von 21 Tagen reversibel.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Bei Patienten, die mit Docetaxel als Monotherapie in einer Dosierung von 100 mg/m

behandelt worden

waren, betrug die mediane kumulative Dosis, die zum Abbruch der Behandlung führte, mehr als

1.000 mg/m

und die mediane Zeit zur Reversibilität der Flüssigkeitsretention 16,4 Wochen (Spanne von

0-42 Wochen). Das Einsetzen einer mäßigen und schweren Retention ist bei Patienten mit Prämedikation

(kumulative Dosis im Median: 818,9 mg/m

) im Vergleich zu Patienten ohne Prämedikation (kumulative

Dosis im Median: 489,7 mg/m

) verzögert. Bei einigen Patienten wurde sie jedoch bereits in den ersten

Therapiezyklen beobachtet.

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom für Taxespira

75 mg/m

Monotherapie

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Infektionen (G3/4: 5%)

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Neutropenie (G4: 54,2%);

Anämie (G3/4: 10,8%);

Thrombozytopenie (G4: 1,7%)

Febrile Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität (keine

schwere)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie

Erkrankungen des

Nervensystems

Periphere sensorische

Neuropathie

(G3/4: 0,8%)

Periphere motorische

Neuropathie (G3/4: 2,5%)

Herzerkrankungen

Arrhythmie (keine schwere)

Gefäßerkrankungen

Hypotonie

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Übelkeit (G3/4: 3,3%);

Stomatitis (G3/4: 1,7%);

Erbrechen (G3/4: 0,8%);

Diarrhö (G3/4: 1,7%)

Obstipation

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie;

Hautreaktionen (G3/4: 0,8%)

Nagelveränderungen (schwer:

0,8%)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie (schwer: 12,4%);

Flüssigkeitsretention (schwer:

0,8%);

Schmerz

Untersuchungen

G3/4 Bilirubin-Anstieg (< 2%)

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs für Taxespira 75 mg/m

in Kombination mit

Doxorubicin

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige

Nebenwirkungen

Häufige

Nebenwirkungen

Gelegentliche

Nebenwirkungen

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektion (G3/4: 7,8%)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Neutropenie (G4:

91,7%);

Anämie (G3/4: 9,4%);

Febrile Neutropenie;

Thrombozytopenie

(G4: 0,8%)

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität

(G3/4: 1,2%)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie

Erkrankungen des

Nervensystems

Periphere sensorische

Neuropathie (G3:

0,4%)

Periphere motorische

Neuropathie (G3/4:

0,4%)

Herzerkrankungen

Herzversagen;

Arrhythmie (keine

schwere)

Gefäßerkrankungen

Hypotonie

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Übelkeit (G3/4: 5%);

Stomatitis (G3/4:

7,8%);

Diarrhö (G3/4: 6,2%);

Erbrechen (G3/4: 5%);

Obstipation

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie;

Nagelveränderungen

(schwer: 0,4%);

Hautreaktionen (keine

schweren)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie (schwer:

8,1%);

Flüssigkeitsretention

(schwer: 1,2%);

Schmerz

Reaktionen an der

Einstichstelle

Untersuchungen

G3/4 Bilirubin-Anstieg

(< 2,5%);

G3/4 Anstieg der

alkalischen

Phosphatase (< 2,5%)

G3/4 AST-Anstieg

(< 1%);

G3/4 ALT-Anstieg

(< 1%)

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom für Taxespira

75 mg/m

in Kombination mit Cisplatin

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige

Nebenwirkungen

Häufige

Nebenwirkungen

Gelegentliche

Nebenwirkungen

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektion (G3/4: 5,7%)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Neutropenie (G4:

51,5%);

Anämie (G3/4: 6,9%);

Thrombozytopenie

(G4: 0,5%)

Febrile Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität

(G3/4: 2,5%)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie

Erkrankungen des

Nervensystems

Periphere sensorische

Neuropathie (G3:

3,7%);

Periphere motorische

Neuropathie (G3/4:

Herzerkrankungen

Arrhythmie (G3/4:

0,7%)

Herzversagen

Gefäßerkrankungen

Hypotonie (G3/4:

0,7%)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Übelkeit (G3/4: 9,6%);

Erbrechen (G3/4:

7,6%);

Diarrhö (G3/4: 6,4%);

Stomatitis (G3/4: 2%)

Obstipation

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie;

Nagelveränderungen

(schwer: 0,7%);

Hautreaktionen (G3/4:

0,2%)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie (schwer:

0,5%)

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie (schwer:

9,9%);

Flüssigkeitsretention

(schwer: 0,7%);

Fieber (G3/4: 1,2%)

Reaktionen an der

Einstichstelle;

Schmerz

Untersuchungen

G3/4 Bilirubin-Anstieg

(2,1%);

G3/4 ALT-Anstieg

(1,3%)

G3/4 AST-Anstieg

(0,5%);

G3/4 Anstieg der

alkalischen

Phosphatase (0,3%)

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs für Taxespira 100 mg/m

in Kombination mit

Trastuzumab

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Neutropenie (G3/4: 32%);

Febrile Neutropenie

(einschließlich Neutropenie mit

Fieber und Antibiotikagabe)

oder neutropenische Sepsis

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie

Psychiatrische Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Erkrankungen des

Nervensystems

Parästhesie;

Kopfschmerzen;

Dysgeusie;

Hypoästhesie

Augenerkrankungen

erhöhte Tränensekretion;

Konjunktivitis

Herzerkrankungen

Herzinsuffizienz bis hin zum

Herzversagen

Gefäßerkrankungen

Lymphödem

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Epistaxis;

Pharyngo-Laryngeale

Schmerzen;

Nasopharyngitis;

Dyspnoe;

Husten;

Rhinorrhö

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Übelkeit;

Diarrhö;

Erbrechen;

Obstipation;

Stomatitis;

Dyspepsie;

Bauchschmerzen

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie;

Erythema;

Rash;

Nagelveränderungen

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie;

Arthralgie;

Schmerzen in den Extremitäten;

Knochenschmerzen;

Rückenschmerzen

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie;

periphere Ödeme;

Pyrexie;

Müdigkeit;

Schleimhautentzündung;

Schmerzen;

Influenzaähnliche Erkrankung;

Brustschmerzen;

Schüttelfrost

Lethargie

Untersuchungen

Gewichtszunahme

Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen bei Brustkrebs für

Taxespira

100 mg/m

in Kombination mit

Trastuzumab

Herzerkrankungen

Symptomatische Herzinsuffizienz wurde von 2,2% der Patientinnen berichtet, die Docetaxel zusammen mit

Trastuzumab erhielten, gegenüber 0% der Patientinnen, die Docetaxel allein erhielten. In dem Docetaxel-

plus-Trastuzumab-Arm hatten 64% der Patientinnen zuvor ein Anthracyclin als adjuvante Therapie erhalten

gegenüber 55% im Docetaxel-(Mono-)Arm.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Die hämatologische Toxizität war erhöht bei Patientinnen, die Trastuzumab und Docetaxel

erhielten, im Vergleich zu Patientinnen, die nur Docetaxel erhielten (32% Grad 3/4 Neutropenie gegenüber

22% nach NCI-CTC-Kriterien). Bitte beachten Sie, dass dieser Wert wahrscheinlich zu niedrig geschätzt ist,

da Docetaxel allein bei einer Dosis von 100 mg/m

bei 97% der Patientinnen zu einer Neutropenie führt, bei

76% der Patientinnen zu einer Neutropenie Grad 4, basierend auf dem Tiefstwert der Leukozytenzahl. Die

Häufigkeit von febriler Neutropenie/neutropenischer Sepsis war ebenfalls erhöht bei Patientinnen, die mit

Trastuzumab plus Docetaxel behandelt wurden (23% gegenüber 17% bei Patientinnen, die mit Docetaxel

allein behandelt wurden).

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Brustkrebs für Taxespira 75 mg/m

in Kombination mit

Capecitabin

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Mundcandidiasis (G3/4: < 1%)

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Neutropenie (G3/4: 63%);

Anämie (G3/4: 10%)

Thrombozytopenie (G3/4: 3%)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie (G3/4: 1%);

Appetitverlust

Dehydrierung (G3/4: 2%)

Erkrankungen des

Nervensystems

Dysgeusie (G3/4: < 1%);

Parästhesie (G3/4: < 1%)

Schwindel;

Kopfschmerzen (G3/4: < 1%);

Periphere Neuropathie

Augenerkrankungen

erhöhte Tränensekretion

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Pharyngo-Laryngeale

Schmerzen (G3/4: 2%)

Dyspnoe (G3/4: 1%);

Husten (G3/4: < 1%);

Epistaxis (G3/4: < 1%)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Stomatitis (G3/4: 18%);

Diarrhö (G3/4: 14%);

Übelkeit (G3/4: 6%);

Erbrechen (G3/4: 4%);

Obstipation (G3/4: 1%);

Bauchschmerzen (G3/4: 2%);

Dyspepsie

Oberbauchbeschwerden;

Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Hand-Fuß-Syndrom (G3/4:

24%);

Alopezie (G3/4: 6%);

Nagelveränderungen (G3/4:

Dermatitis;

erythematöse Rötung (G3/4:

< 1%);

Nagelverfärbung;

Onycholysis (G3/4: 1%)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie (G3/4: 2%); Arthralgie

(G3/4: 1%)

Schmerzen in den Extremitäten

(G3/4: < 1%);

Rückenschmerzen (G3/4: 1%)

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie (G3/4: 3%);

Pyrexie (G3/4: 1%);

Abgeschlagenheit/Schwäche

(G3/4: 5%);

periphere Ödeme (G3/4: 1%)

Lethargie;

Schmerzen

Untersuchungen

Gewichtsverlust;

G3/4 Bilirubin-Anstieg (9%)

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Prostatakarzinom für Taxespira 75 mg/m

Kombination mit Prednison oder Prednisolon

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Infektion (G3/4: 3,3%)

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Neutropenie (G3/4: 32%);

Anämie (G3/4: 4,9%)

Thrombozytopenie (G3/4:

0,6%);

Febrile Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität (G3/4: 0,6%)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie (G3/4: 0,6%)

Erkrankungen des

Nervensystems

Periphere sensorische

Neuropathie (G3/4: 1,2%);

Dysgeusie (G3/4: 0%)

Periphere motorische

Neuropathie (G3/4: 0%)

Augenerkrankungen

erhöhte Tränensekretion (G3/4:

0,6%)

Herzerkrankungen

Abnahme der linksventrikulären

Funktion (G3/4: 0,3%)

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Epistaxis (G3/4: 0%);

Dyspnoe (G3/4: 0,6%);

Husten (G3/4: 0%)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Übelkeit (G3/4: 2,4%);

Diarrhö (G3/4: 1,2%);

Stomatitis/Pharyngitis (G3/4:

0,9%);

Erbrechen (G3/4: 1,2%)

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie;

Nagelveränderungen (keine

schweren)

Hautschuppung/Rash (G3/4:

0,3%)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Arthralgie (G3/4: 0,3%);

Myalgie (G3/4: 0,3%)

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Müdigkeit (G3/4: 3,9%);

Flüssigkeitsretention (schwer:

0,6%)

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen für die adjuvante Therapie mit Taxespira 75 mg/m

Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid bei Patientinnen mit nodal positivem (TAX 316) und

nodal negativem (GEICAM 9805) Brustkrebs – gepoolte Daten

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige

Nebenwirkungen

Häufige

Nebenwirkungen

Gelegentliche

Nebenwirkungen

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektion (G3/4: 2,4%);

neutropenische

Infektion (G3/4: 2,6%)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Anämie (G3/4: 3%);

Neutropenie (G3/4:

59,2%);

Thrombozytopenie

(G3/4: 1,6%);

Febrile Neutropenie

(G3/4: NA)

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeit

(G3/4: 0,6%)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie (G3/4: 1,5%)

Erkrankungen des

Nervensystems

Dysgeusie (G3/4:

0,6%);

Periphere sensorische

Neuropathie (G3/4:

<0,1%)

Periphere motorische

Neuropathie (G3/4:

Synkope (G3/4: 0%);

Neurotoxizität (G3/4:

0%);

Somnolenz (G3/4: 0%)

Augenerkrankungen

Konjunktivitis (G3/4:

<0,1%)

erhöhte

Tränensekretion (G3/4:

<0,1%)

Herzerkrankungen

Arrhythmie (G3/4:

0,2%)

Gefäßerkrankungen

Hitzewallung (G3/4:

0,5%)

Hypotonie (G3/4: 0%);

Phlebitis (G3/4: 0%)

Lymphödem (G3/4:

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Husten (G3/4: 0%)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit (G3/4: 5,0%);

Stomatitis (G3/4:

6,0%);

Erbrechen (G3/4:

4,2%);

Diarrhö (G3/4: 3,4%);

Obstipation (G3/4:

0,5%)

Abdominalschmerzen

(G3/4: 0,4%)

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie (anhaltend:

<3%);

Hautveränderung

(G3/4: 0,6%);

Nagelveränderungen

(G3/4: 0,4%)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie (G3/4: 0,7%);

Arthralgie (G3/4:

0,2%)

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Amenorrhö (G3/4: NA)

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie (G3/4:

10,0%);

Fieber (G3/4: NA);

periphere Ödeme

(G3/4: 0,2%)

Untersuchungen

Gewichtszunahme

(G3/4: 0%);

Gewichtsabnahme

(G3/4: 0,2%)

Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen für die adjuvante Therapie von

Taxespira

75 mg/m

Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid bei Patientinnen mit nodal positivem (TAX 316) und

nodal negativem (GEICAM 9805) Brustkrebs

Erkrankungen des Nervensystems

Während der Nachbeobachtungszeit dauerte eine periphere sensorische Neuropathie bei 10 von

84 Patientinnen mit peripherer sensorischer Neuropathie am Ende der Chemotherapie in der nodal positiven

Brustkrebs-Studie (TAX 316) an.

Herzerkrankungen

In der TAX 316 Studie wurde bei 26 (3,5%) Patientinnen in der TAC-Gruppe und bei 17 (2,3%) Patientinnen

in der FAC-Gruppe eine stauungsbedingte Herzinsuffizienz festgestellt. Mit Ausnahme einer Patientin wurde

bei allen Patientinnen in jeder Gruppe nach mehr als 30 Tagen Behandlungszeit eine stauungsbedingte

Herzinsuffizienz (CHF) diagnostiziert. 2 Patientinnen im TAC-Behandlungsarm und 4 Patientinnen im FAC-

Behandlungsarm starben aufgrund von Herzversagen.

In der Studie GEICAM 9805 entwickelten 3 Patientinnen (0,6%) im TAC-Arm und 3 Patientinnen (0,6%) im

FAC-Arm eine stauungsbedingte Herzinsuffizienz während der Nachbeobachtungszeit. Eine Patientin im

TAC-Arm verstarb an einer dilatativen Kardiomyopathie.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

In der Studie TAX 316 dauerte in der Nachbeobachtungszeit nach dem Ende der Chemotherapie eine

Alopezie bei 687 von 744 TAC-Patientinnen und bei 645 von 736 FAC-Patientinnen an.

Am Ende der Nachbeobachtungszeit (tatsächliche mediane Nachbeobachtungszeit von 96 Monaten) bestand

eine anhaltende Alopezie bei 29 (3,9%) der TAC-Patientinnen und 16 (2,2%) der FAC-Patientinnen.

In der Studie GEICAM 9805 bestand in der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von

10 Jahren und 5 Monaten) eine Alopezie und wurde als anhaltend bei 49 Patientinnen (9,2%) im TAC-Arm

und bei 35 Patientinnen (6,7%) im FAC-Arm beobachtet. Eine Alopezie im Zusammenhang mit der

Studienmedikation begann oder verschlechterte sich während der Nachbeobachtungszeit bei 42 Patientinnen

(7,9%) imTAC-Arm und bei 30 Patientinnen (5,8%) im FAC-Arm.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Während der Nachbeobachtungszeit der Studie TAX 316 bestand eine Amenorrhö bei 121 von

202 Patientinnen, die schon am Ende der Chemotherapie eine Amenorrhö aufwiesen.

In der Studie GEICAM 9805 bestand in der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von

10 Jahren und 5 Monaten) eine Amenorrhö und wurde als anhaltend bei 18 Patientinnen (3,4%) im TAC-

Arm und bei 5 Patientinnen (1,0%) im FAC-Arm beobachtet.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

In der Studie TAX 316 wurden fortbestehende periphere Ödeme bei 19 von 119 Patientinnen mit peripheren

Ödemen in der TAC-Gruppe und bei 4 von 23 Patientinnen in der FAC-Gruppe berichtet.

Bei der GEICAM-9805-Studie hingegen dauerten Lymphödeme bei 4 von den 5 Patientinnen im TAC-Arm

und bei 1 von den 2 Patientinnen im FAC-Arm am Ende der Chemotherapie an und gingen während der

Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten) nicht zurück.

Asthenie bestand in der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und

5 Monaten) und wurde als anhaltend bei 12 Patientinnen (2,3%) im TAC-Arm und bei 4 Patientinnen (0,8%)

im FAC-Arm beobachtet.

Akute Leukämie/Myelodysplastisches Syndrom

Nach zehnjähriger Nachbeobachtungszeit zu der Studie TAX 316 wurde über 4 Fälle von akuter Leukämie

von den 744 Patientinnen der TAC-Gruppe und über 1 Fall von den 736 Patientinnen der FAC-Gruppe

berichtet. Fälle von myelodysplastischem Syndrom wurden bei 2 der 744 Patientinnen der TAC-Gruppe und

bei 1 der 736 Patientinnen der FAC-Gruppe berichtet.

Nach zehnjähriger Nachbeobachtungszeit der Studie GEICAM 9805 trat eine akute Leukämie bei 1 von

532 (0,2%) Patientinnen im TAC-Arm auf. Es wurden keine Fälle bei Patientinnen im FAC-Arm berichtet.

In beiden Behandlungsgruppen wurde keine Patientin mit myelodysplastischem Syndrom diagnostiziert.

Neutropenische Komplikationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass die Inzidenz für das Auftreten von Neutropenien Grad 4, febrilen

Neutropenien und neutropenischen Infektionen bei Patientinnen vermindert wurde, die eine primäre G-CSF-

Prophylaxe erhielten, nachdem diese im TAC-Behandlungsarm der GEICAM-Studie vorgeschrieben wurde.

Neutropenische Komplikationen bei Patientinnen, die TAC mit oder ohne primäre G-CSF-Prophylaxe

erhalten haben (GEICAM 9805)

Ohne primäre G-CSF-

Prophylaxe

(n = 111)

n (%)

Mit primärer G-CSF-

Prophylaxe

(n = 421)

n (%)

Neutropenie (Grad 4)

104 (93,7)

135 (32,1)

Febrile Neutropenie

28 (25,2)

23 (5,5)

Neutropenische Infektion

14 (12,6)

21 (5,0)

Neutropenische Infektion (Grad

3-4)

2 (1,8)

5 (1,2)

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Adenokarzinomen des Magens für

Taxespira

75 mg/m

in Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Neutropenische Infektion;

Infektion (G3/4: 11,7%)

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Anämie (G3/4: 20,9%);

Neutropenie (G3/4: 83,2%);

Thrombozytopenie (G3/4:

8,8%);

Febrile Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität (G3/4: 1,7%)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie (G3/4: 11,7%)

Erkrankungen des

Nervensystems

Periphere sensorische

Neuropathie (G3/4: 8,7%)

Schwindel (G3/4: 2,3%);

Periphere motorische

Neuropathie (G3/4: 1,3%)

Augenerkrankungen

erhöhte Tränensekretion (G3/4:

Erkrankungen des Ohrs und des

Labyrinths

verändertes Hörvermögen (G3/4:

Herzerkrankungen

Arrhythmie (G3/4: 1,0%)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Diarrhö (G3/4: 19,7%);

Übelkeit (G3/4: 16%);

Stomatitis (G3/4: 23,7%);

Erbrechen (G3/4: 14,3%)

Obstipation (G3/4: 1,0%);

Gastrointestinalschmerzen (G3/4:

1,0%);

Ösophagitis/Dysphagie/

Odynophagie (G3/4: 0,7%)

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie (G3/4: 4,0%)

Rash/Juckreiz (G3/4: 0,7%);

Nagelveränderungen (G3/4:

0,7%);

Hautschuppung (G3/4: 0%)

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Lethargie (G3/4: 19,0%);

Fieber (G3/4: 2,3%);

Flüssigkeitsretention

(schwer/lebensbedrohlich: 1%)

Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen bei Adenokarzinomen des Magens für

Taxespira

75 mg/m

Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Ungeachtet der Gabe von G-CSF traten febrile Neutropenie und neutropenische Infektion bei 17,2% bzw.

13,5% der Patienten auf. Als Sekundärprophylaxe wurde G-CSF bei 19,3% der Patienten (10,7% der Zyklen)

gegeben. Febrile Neutropenie bzw. neutropenische Infektion traten bei prophylaktischer Gabe von G-CSF

bei 12,1% bzw. 3,4% der Patienten auf, ohne prophylaktische Gabe von G-CSF bei 15,6% bzw. 12,9% der

Patienten (siehe Abschnitt 4.2).

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen bei Kopf-Hals-Karzinomen für

Taxespira

75 mg/m² in

Kombination mit Cisplatin und 5-Fluorouracil

• Induktionschemotherapie, gefolgt von Strahlentherapie (TAX 323)

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Gelegentliche

Nebenwirkungen

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektion (G3/4:

6,3%);

Neutropenische

Infektion

Gutartige, bösartige

und unspezifische

Neubildungen

(einschließlich Zysten

und Polypen)

Tumorschmerzen (G3/4:

0,6%)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Neutropenie (G3/4:

76,3%);

Anämie (G3/4:

9,2%);

Thrombozytopenie

(G3/4: 5,2%)

Febrile Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität (keine

schwere)

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie (G3/4:

0,6%)

Erkrankungen des

Nervensystems

Dysgeusie/Parosmie;

Periphere

sensorische

Neuropathie (G3/4:

0,6%)

Schwindel

Augenerkrankungen

erhöhte Tränensekretion;

Konjunktivitis

Erkrankungen des

Ohrs und des

Labyrinths

beeinträchtigtes

Hörvermögen

Herzerkrankungen

Myokardischämie (G3/4:

1,7%)

Arrhythmie (G3/4:

0,6%)

Gefäßerkrankungen

venöse Erkrankung (G3/4:

0,6%)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Übelkeit (G3/4:

0,6%);

Stomatitis (G3/4:

4,0%);

Diarrhö (G3/4:

2,9%);

Erbrechen (G3/4:

0,6%)

Obstipation;

Ösophagitis/Dysphagie/Odyn

ophagie (G3/4: 0,6%);

Abdominalschmerzen;

Dyspepsie;

Gastrointestinale

Hämorrhagie (G3/4: 0,6%)

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie (G3/4:

10,9%)

Rash/Juckreiz;

trockene Haut;

Hautschuppung (G3/4: 0,6%)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie (G3/4: 0,6%)

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Lethargie (G3/4:

3,4%);

Pyrexie (G3/4:

0,6%);

Flüssigkeitsretention;

Ödem

Untersuchungen

Gewichtszunahme

Induktionschemotherapie, gefolgt von Chemoradiotherapie (TAX 324)

MedDRA

Organklassensystem

Sehr häufige Nebenwirkungen

Häufige

Nebenwirkungen

Gelegentliche

Nebenw

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Infektion (G3/4: 3,6%)

Neutropenische

Infektion

Gutartige, bösartige

und unspezifische

Neubildungen

(einschließlich Zysten

und Polypen)

Tumorschmerzen

(G3/4: 1,2%)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Neutropenie (G3/4: 83,5%);

Anämie (G3/4: 12,4%);

Thrombozytopenie (G3/4: 4,0%);

Febrile Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivität

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Anorexie (G3/4: 12,0%)

Erkrankungen des

Nervensystems

Dysgeusie/Parosmie (G3/4: 0,4%);

Periphere sensorische Neuropathie

(G3/4: 1,2%)

Schwindel (G3/4:

2,0%);

Periphere

motorische

Neuropathie

(G3/4: 0,4%)

Augenerkrankungen

erhöhte

Tränensekretion

Konjunktivitis

Erkrankungen des

Ohrs und des

Labyrinths

beeinträchtigtes Hörvermögen (G3/4:

1,2%)

Herzerkrankungen

Arrhythmie

(G3/4: 2,0%)

Myokardischämie

Gefäßerkrankungen

venöse

Erkrankung

Erkrankungen des

Gastrointestinaltraktes

Übelkeit (G3/4: 13,9%);

Stomatitis (G3/4: 20,7%);

Erbrechen (G3/4: 8,4%);

Diarrhö (G3/4: 6,8%);

Ösophagitis/Dysphagie/Odynophagie

(G3/4: 12,0%);

Obstipation (G3/4: 0,4%)

Dyspepsie (G3/4:

0,8%);

Gastrointestinal-

schmerzen (G3/4:

1,2%);

Gastrointestinale

Hämorrhagie

(G3/4: 0,4%)

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie (G3/4: 4,0%);

Rash/Juckreiz

trockene Haut;

Hautabschuppung

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Myalgie (G3/4:

0,4%)

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Lethargie (G3/4: 4,0%);

Pyrexie (G3/4: 3,6%);

Flüssigkeitsretention (G3/4: 1,2%);

Ödem (G3/4: 1,2%)

Untersuchungen

Gewichtsabnahme

Gewichtszunahme

Post-Marketing-Experience

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen)

In Zusammenhang mit Docetaxel wurden Fälle von akuter myeloischer Leukämie und myelodysplastischem

Syndrom berichtet, wenn es in Kombination mit anderen Chemotherapeutika und/oder mit Radiotherapie

angewandt wurde.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Knochenmarkdepression und andere hämatologische Nebenwirkungen wurden berichtet. Disseminierte

intravasale Koagulation (DIC), oft in Verbindung mit Sepsis oder multiplem Organversagen, wurde

berichtet.

Erkrankungen des Immunsystems

Einige Fälle von anaphylaktischem Schock, manchmal tödlich, wurden berichtet.

Erkrankungen des Nervensystems

Unter der Docetaxel-Gabe wurden in seltenen Fällen Krämpfe oder vorübergehende Bewusstlosigkeit

beobachtet. Diese Reaktionen treten manchmal während der Infusion des Arzneimittels auf.

Augenerkrankungen

In sehr seltenen Fällen wurde von vorübergehenden Sehstörungen (Lichtblitze, Skotome) berichtet, die

typischerweise während der Infusion des Arzneimittels und in Verbindung mit

Überempfindlichkeitsreaktionen auftraten. Sie waren nach Abbruch der Infusion reversibel. Selten wurde

über Tränenfluss mit oder ohne Konjunktivitis und über Tränenkanalverschluss mit übermäßigem

Augentränen berichtet. Fälle von zystoiden Maculaödemen (CMO) sind bei Patienten berichtet worden, die

mit Docetaxel behandelt wurden.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Seltene Fälle von Ototoxizität, Hörstörungen und/oder Verlust des Gehörs wurden berichtet.

Herzerkrankungen

In seltenen Fällen wurde über Myokardinfarkte berichtet.

Gefäßerkrankungen

Über das Auftreten venöser Thromboembolien wurde selten berichtet.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Ein akutes Atemnotsyndrom und Fälle interstitieller Pneumonie/Pneumonitis, interstitieller

Lungenerkrankung, Lungenfibrose und respiratorischer Insuffizienz bis hin zum Lungenversagen, manchmal

tödlich verlaufend, wurden selten beobachtet. Seltene Fälle von Strahlenpneumonitis wurden berichtet bei

Patienten, die gleichzeitig eine Radiotherapie erhielten.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

In seltenen Fällen wurde über Dehydratation als Folge gastrointestinaler Störungen, gastrointestinaler

Perforationen, ischämischer Kolitis, Kolitis und neutropenieinduzierter Enterokolitis berichtet. Selten kam es

zu mechanischem und paralytischem Ileus.

Leber

und Gallenerkrankungen

In sehr seltenen Fällen wurde von einer Hepatitis berichtet, manchmal mit tödlichem Ausgang, insbesondere

bei Patienten mit vorbestehenden Lebererkrankungen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Es wurde über sehr seltene Fälle von kutanem Lupus erythematodes und bullösen Hautausschlägen wie

Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse unter Docetaxel

berichtet. In einigen Fällen könnten auch andere Begleitfaktoren zu der Entwicklung dieser Wirkungen

beigetragen haben. Für Docetaxel wurde von sklerodermieähnlichen Veränderungen bei normalerweise

zuvor aufgetretenen peripheren Lymphödemen berichtet. Es wurden Fälle von persistierender Alopezie

berichtet.

Nieren- und Harnwegserkrankungen

Es wurden Fälle von Niereninsuffizienz und -versagen berichtet. In ungefähr 20% dieser Fälle gab es keine

Risikofaktoren für ein akutes Nierenversagen, wie z. B. begleitend verabreichte, nierenschädigende

Arzneimittel und Magen-Darm-Erkrankungen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Über strahleninduzierte Reaktionen (sog. Radiation-Recall-Phänomen) wurde selten berichtet.

Die Flüssigkeitsretentionen waren nicht von akuter Oligurie oder niederem Blutdruck begleitet. Von

Dehydratation und Lungenödemen wurde nur selten berichtet.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Fälle von Hyponatriämie sind berichtet worden, meistens verbunden mit Dehydratation, Erbrechen und

Pneumonie.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in

Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es wurde über wenige Fälle einer Überdosierung berichtet. Es steht kein spezifisches Antidot für Docetaxel

zur Verfügung. Im Falle einer Überdosierung ist die Einweisung des Patienten in eine entsprechende

Einrichtung sowie die engmaschige Kontrolle der vitalen Funktionen angezeigt. Bei Überdosierung kann

eine Verschlimmerung der Nebenwirkungen erwartet werden. Die primär zu erwartenden Komplikationen

einer Überdosierung sind Knochenmarksuppression, periphere Neurotoxizität und Mukositis. Patienten

sollten nach einer festgestellten Überdosierung so schnell wie möglich G-CSF in therapeutischer Dosierung

erhalten. Je nach Bedarf sollten weitere geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Taxane, ATC-Code: L01CD02

Wirkmechanismus

Docetaxel ist eine antineoplastisch wirksame Substanz, deren Wirkung auf einer gesteigerten Polymerisation

von Tubulin zu stabilen Mikrotubuli beruht. Gleichzeitig wird die Depolymerisation gehemmt, was zu einer

deutlichen Abnahme an freiem Tubulin führt. Die Anlagerung von Docetaxel an die Mikrotubuli ändert

nichts an der Zahl ihrer Protofilamente.

In-vitro-

Untersuchungen zeigen, dass Docetaxel das mikrotubuläre Netzwerk der Zellen zerstört, welches für

lebenswichtige Zellfunktionen der Mitose- und Interphasen essenziell ist.

Pharmakodynamische Wirkungen

Docetaxel ist

in vitro

zytotoxisch gegenüber verschiedenen tierischen und menschlichen Tumorzelllinien und

in klonogenen Assays gegen frisch biopsierte menschliche Tumorzellen. Docetaxel erreicht hohe

intrazelluläre Konzentrationen und eine lange intrazelluläre Verweildauer. Zusätzlich war Docetaxel bei

einigen, aber nicht allen Zelllinien aktiv, die vermehrt p-Glykoprotein bilden, das auf dem „Multidrug

Resistance Gene“ codiert ist.

In vivo

wirkt Docetaxel unabhängig vom Applikationszeitplan und zeigt ein

breites Aktivitätsspektrum gegenüber fortgeschrittenen Maustumoren und menschlichen Xenografttumoren.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Brustkrebs

Taxespira in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid: adjuvante Therapie

Patientinnen mit operablem, nodal positivem Brustkrebs (TAX 316)

Die Daten einer multizentrischen, offenen randomisierten Studie stützen die Anwendung von Docetaxel für

die adjuvante Behandlung von Patientinnen mit operablem, nodal positivem Brustkrebs und KPS ≥ 80%

zwischen 18 und 70 Jahren. Nach Stratifikation nach der Zahl der befallenen Lymphknoten (1-3, 4+) wurden

1.491 Patientinnen randomisiert und erhielten entweder 1 Stunde nach Gabe von Doxorubicin 50 mg/m

Cyclophosphamid 500 mg/m

Docetaxel 75 mg/m

(TAC-Arm) oder Doxorubicin 50 mg/m

, gefolgt von

Fluorouracil 500 mg/m

und Cyclophosphamid 500 mg/m

(FAC-Arm). Beide Therapieregime wurden alle

3 Wochen einmal über 6 Zyklen gegeben. Docetaxel wurde als 1-stündige Infusion gegeben, alle anderen

Arzneimittel wurden als intravenöser Bolus am ersten Tag gegeben. G-CSF wurde als Sekundärprophylaxe

Patientinnen verabreicht, bei denen eine komplizierte Neutropenie auftrat (febrile Neutropenie, verlängerte

Neutropenie oder Infektion). Patientinnen im TAC-Arm erhielten eine antibiotische Prophylaxe mit

Ciprofloxacin 500 mg oral zweimal täglich über 10 Tage, beginnend am Tag 5 jedes Zyklus, oder eine

vergleichbare Therapie. In beiden Armen erhielten Patientinnen mit positivem Estrogen- und/oder

Progesteron-Rezeptor-Status nach dem letzten Zyklus der Chemotherapie täglich 20 mg Tamoxifen über

5 Jahre. Ergänzend wurde in den teilnehmenden Einrichtungen eine Bestrahlungstherapie gemäß aktuell

gültigen Richtlinien geplant und bei 69% der Patientinnen angewendet, die TAC erhielten, und bei 72% der

Patientinnen, die FAC erhielten. Es wurden zwei Interimsanalysen und eine abschließende Analyse

durchgeführt. Die erste Interimsanalyse wurde für den Zeitpunkt von 3 Jahren, nachdem die Hälfte der

Patientinnen in die Studie eingeschlossen war, geplant. Die zweite Interimsanalyse wurde durchgeführt,

nachdem 400 DFS-Ereignisse berichtet worden waren, welche zu einer medianen Nachbeobachtungsdauer

von 55 Monaten führten. Die endgültige Analyse wurde durchgeführt, als alle Patientinnen ihre 10-Jahres-

Nachbeobachtungsuntersuchung erreichten (es sei denn, sie hatten ein DFS-Ereignis oder fielen vorher aus

der Nachbeobachtung heraus). Krankheitsfreies Überleben (DFS) war der primäre Wirksamkeitsendpunkt

und die Gesamtüberlebensrate (OS) war der sekundäre Wirksamkeitsendpunkt.

Die endgültige Analyse wurde mit einer aktuellen medianen Nachbeobachtungszeit von 96 Monaten

durchgeführt. Für den TAC-Arm wurde im Vergleich zu dem FAC-Arm ein signifikant längeres

krankheitsfreies Überleben gezeigt. Die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls innerhalb von 10 Jahren war bei

mit TAC behandelten Patientinnen geringer als bei den mit FAC behandelten Patientinnen (39% gegenüber

45%), was eine absolute Risikoreduzierung von 6% (p = 0,0043) bedeutete. Auch die Gesamtüberlebenszeit

nach 10 Jahren war im TAC-Arm signifikant länger als im FAC-Arm (76% gegenüber 69%), was eine

absolute Reduzierung des Todesfallrisikos von 7% (p = 0,002) bedeutete. Da der beobachtete Nutzen bei

Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten beim krankheitsfreien Überleben und beim

Gesamtüberleben statistisch nicht signifikant war, konnte ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für TAC-

Patientinnen mit mehr als 4 positiven Lymphknoten mit der endgültigen Analyse nicht vollständig belegt

werden.

Zusammenfassend zeigen die Studienergebnisse ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für TAC verglichen

mit FAC.

Die mit TAC behandelte Patientinnengruppe wurde gemäß prospektiv definierten Hauptprognosefaktoren

analysiert:

Krankheitsfreies Überleben

Gesamtüberlebenszeit

Patientinnen-

gruppe

Zahl der

Patien-

tinnen

Hazard

Ratio*

95% CI

p =

Hazard

Ratio*

95% CI

p =

Zahl der

positiven

Lymphknoten

Gesamt

0,80

0,68-0,93

0,0043

0,74

0,61-0,90

0,0020

0,72

0,58-0,91

0,0047

0,62

0,46-0,82

0,0008

0,87

0,70-1,09

0,2290

0,87

0,67-1,12

0,2746

*Ein Hazard Ratio von weniger als 1 zeigt an, dass TAC im Verhältnis zu FAC mit einer längeren

krankheitsfreien Überlebenszeit und Gesamtüberlebenszeit einhergeht.

Patientinnen mit operablem, nodal negativem Brustkrebs, die für eine Chemotherapie infrage kommen

(GEICAM 9805)

Die Daten einer multizentrischen, offenen, randomisierten Studie stützen die Anwendung von Taxespira für

die adjuvante Behandlung von Patientinnen mit operablem, nodal negativem Brustkrebs, die für eine

Chemotherapie infrage kommen. 1060 Patientinnen wurden randomisiert und erhielten entweder 1 Stunde

nach Gabe von Doxorubicin 50 mg/m

und Cyclophosphamid 500 mg/m

Taxespira75 mg/m

(539 Patienten

im TAC-Arm) oder Doxorubicin 50 mg/m

, gefolgt von Fluorouracil 500 mg/m

und Cyclophosphamid

500 mg/m

(521 Patienten im FAC-Arm), als adjuvante Therapie für Patientinnen mit operablem, nodal

negativem Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko gemäß den St.-Gallen-Kriterien von 1998 (Tumorgröße

>2 cm und/oder negativer Estrogen- und Progesteron-Rezeptor-Status und/oder hohe histologische

Differenzierung/hoher Kerngrad [Grad 2 bis 3] und/oder Alter <35 Jahre). Beide Therapieregime wurden alle

3 Wochen einmal über 6 Zyklen gegeben. Taxespira wurde als 1-stündige Infusion gegeben, alle anderen

Arzneimittel wurden intravenös am ersten Tag alle drei Wochen gegeben. Eine primäre Prophylaxe mit

G-CSF wurde im TAC-Arm vorgeschrieben, nachdem 230 Patientinnen randomisiert worden waren. Die

Inzidenz für das Auftreten von Neutropenien, febrilen Neutropenien und neutropenischen Infektionen Grad 4

wurde bei Patientinnen, die eine primäre G-CSF-Prophylaxe erhalten hatten, vermindert (siehe Abschnitt

4.8). In beiden Armen erhielten Patientinnen mit positivem Estrogen- und/oder Progesteron-Rezeptor-Status

nach dem letzten Zyklus der Chemotherapie einmal täglich 20 mg Tamoxifen über 5 Jahre. Ergänzend wurde

in den teilnehmenden Einrichtungen eine Bestrahlungstherapie gemäß aktuell gültigen Richtlinien

verabreicht und bei 57,3% der Patientinnen angewendet, die TAC erhielten, und bei 51,2% der Patientinnen,

die FAC erhielten.

Eine primäre Analyse und eine aktualisierte Analyse wurden durchgeführt. Die primäre Analyse wurde

durchgeführt, als alle Patientinnen eine Nachbeobachtungszeit von mehr als 5 Jahren (mediane

Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten) absolviert hatten. Die aktualisierte Analyse wurde durchgeführt, als

alle Patientinnen die 10-Jahres-Visite der Nachbeobachtungszeit (mediane Nachbeobachtungszeit von

10 Jahren und 5 Monaten) absolviert hatten (es sei denn, sie hatten ein DFS-Ereignis oder sind vorher aus der

Nachbeobachtungszeit ausgeschieden). Das krankheitsfreie Überleben (disease free survival, DFS) war der

primäre Wirksamkeitsendpunkt und das Gesamtüberleben (overall survival, OS) war der sekundäre

Wirksamkeitsendpunkt.

Während der medianen Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten wurde für den TAC-Arm im Vergleich zu

dem FAC-Arm ein signifikant längeres krankheitsfreies Überleben gezeigt. Die Wahrscheinlichkeit eines

Rückfalls war bei mit TAC behandelten Patientinnen um 32% geringer als bei den mit FAC behandelten

Patientinnen (Hazard Ratio = 0,68; 95% CI [0,49-0,93]; p = 0,01). Während der medianen

Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten war die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls bei mit

TAC behandelten Patientinnen um 16,5% geringer als bei den mit FAC behandelten Patientinnen

(Hazard Ratio = 0,84; 95% CI [0,65-1,08]; p = 0,1646). DFS-Daten waren statistisch nicht signifikant, aber

mit einem positiven Trend zugunsten von TAC verbunden.

Während der medianen Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten war die Gesamtüberlebenszeit im TAC-Arm

signifikant länger als im FAC-Arm, was eine Reduzierung des Todesfallrisikos der mit TAC behandelten

Patientinnen von 24% bedeutete (Hazard Ratio = 0,76; 95% CI [0,46-1,26; p = 0,29]). Allerdings gab es

keine signifikanten Unterschiede bei der Verteilung der Gesamtüberlebenszeit zwischen den beiden

Gruppen.

Während der medianen Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren und 5 Monaten war bei mit TAC behandelten

Patientinnen das Todesfallrisiko um 9% im Vergleich zu den mit FAC behandelten Patientinnen reduziert

(Hazard Ratio = 0,91; 95% CI [0,63-1,32]). Die Überlebensrate war 93,7% im TAC-Arm und 91,4% im

FAC-Arm zum Zeitpunkt der 8-Jahres-Nachbeobachtung und lag bei 91,3% im TAC-Arm und bei 89% im

FAC-Arm zum Zeitpunkt der 10-Jahres-Nachbeobachtung.

Das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis für TAC im Vergleich zu FAC blieb unverändert.

Die mit TAC behandelte Patientinnengruppe wurde gemäß prospektiv definierten Hauptprognosefaktoren in

der Primäranalyse (während der medianen Nachbeobachtungszeit von 77 Monaten) analysiert (siehe

nachfolgende Tabelle):

Analyse der Untergruppe Adjuvante Therapie von Patientinnen mit nodal negativem Brustkrebs (Intent-to-

Treat-Analyse)

Krankheitsfreies Überleben

Patientinnengruppe

Anzahl der

Patientinnen in der

TAC-Gruppe

Hazard Ratio*

95% CI

Gesamt

0,68

0,49-0,93

Altersklasse 1

<50 Jahre

0,67

0,43-1,05

≥50 Jahre

0,67

0,43-1,05

Altersklasse 2

<35 Jahre

0,31

0,11-0,89

≥35 Jahre

0,73

0,52-1,01

Hormonrezeptor-

Status

Negativ

0,45-1,1

Positiv

0,62

0,4-0,97

Tumorgröße

≤2 cm

0,69

0,43-1,1

>2 cm

0,68

0,45-1,04

Histologischer Grad

Grad 1 (einschließlich

Grad nicht bestimmt)

0,79

0,24-2,6

Grad 2

0,77

0,46-1,3

Grad 3

0,59

0,39-0,9

Menopausaler Status

Prämenopausal

0,64

0,40-1

Postmenopausal

0,72

0,47-1,12

*Eine Hazard Ratio (TAC/FAC) kleiner als 1 gibt an, dass TAC mit einer längeren krankheitsfreien Überlebenszeit

assoziiert ist als FAC.

Exploratorische Subgruppen-Analysen des krankheitsfreien Überlebens bei Patientinnen, die den St.-Gallen-

Kriterien zur Chemotherapie von 2009 entsprechen (ITT-Gruppe), wurden durchgeführt und nachfolgend

präsentiert:

TAC

FAC

Hazard Ratio

(TAC/FAC)

Subgruppe

(n=539)

(n=521)

(95% CI)

p-Wert

Erfüllen die relative

Indikation für eine

Chemotherapie

Nein

18/214

(8,4%)

26/227

(11,5%)

0,796 (0,434 - 1,459)

0,4593

48/325

(14,8%)

69/294

(23,5%)

0,606 (0,42 - 0,877)

0,0072

TAC = Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid.

FAC = 5-Fluorouracil, Doxorubicin und Cyclophosphamid.

CI = Konfidenzintervall; ER = Estrogen-Rezeptor.

PR = Progesteron-Rezeptor.

ER/PR negativ oder Grad 3 oder Tumorgröße >5 cm.

Für die geschätzte Hazard Ratio wurde ein proportionales Cox-Hazard-Modell mit den Behandlungsgruppen

als Faktor genutzt.

Taxespira

als Monotherapie

Es wurden zwei randomisierte Phase-III-Vergleichsstudien mit Docetaxel bei der empfohlenen Dosierung

von 100 mg/m

alle 3 Wochen durchgeführt. Insgesamt umfassten diese Studien 326 Brustkrebspatientinnen,

bei denen eine Therapie mit Alkylanzien versagte, und 392 Brustkrebspatientinnen, bei denen eine Therapie

mit Anthracyclinen versagte.

Bei Patientinnen, bei denen eine Therapie mit Alkylanzien versagte, wurde Docetaxel mit Doxorubicin

(75 mg/m

alle 3 Wochen) verglichen. Docetaxel erhöhte die Responserate (52% gegenüber 37%, p = 0,01)

und verkürzte die Zeit bis zum Einsetzen der Wirkung (12 Wochen gegenüber 23 Wochen, p = 0,007) ohne

Beeinflussung der Gesamtüberlebenszeit (Docetaxel 15 Monate gegenüber Doxorubicin 14 Monate,

p = 0,38) oder der Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung (Docetaxel 27 Wochen gegenüber Doxorubicin

23 Wochen, p = 0,54). Drei Patientinnen (2%), die mit Docetaxel behandelt wurden, unterbrachen die

Behandlung aufgrund von Flüssigkeitsretentionen, wohingegen 15 Patientinnen (9%), die mit Doxorubicin

behandelt wurden, die Behandlung wegen Kardiotoxizität unterbrachen (3 Fälle von Herzinsuffizienz mit

tödlichem Ausgang).

Bei Patientinnen, bei denen eine Therapie mit Anthracyclinen versagte, wurde Docetaxel mit einer

Kombination von Mitomycin C und Vinblastin (12 mg/m

alle 6 Wochen und 6 mg/m

alle 3 Wochen)

verglichen. Docetaxel erhöhte die Responserate (33% gegenüber 12%, p < 0,0001), verlängerte die Zeit bis

zum Fortschreiten der Erkrankung (19 Wochen gegenüber 11 Wochen, p = 0,0004) und verlängerte die

Gesamtüberlebenszeit (11 Monate gegenüber 9 Monaten, p = 0,01).

Das Sicherheitsprofil von Docetaxel entsprach während dieser beiden Phase-III-Studien dem

Sicherheitsprofil, das in Phase-II-Studien (siehe Abschnitt 4.8) beobachtet wurde.

Eine offene, multizentrische Phase-III-Studie wurde durchgeführt, um Docetaxel als Monotherapie mit

Paclitaxel zur Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs zu vergleichen, die in einer

vorherigen Therapie ein Anthracyclin erhalten hatten. Insgesamt wurden 449 Patientinnen randomisiert, die

entweder eine Monotherapie mit Docetaxel 100 mg/m

als einstündige Infusion erhielten oder Paclitaxel

175 mg/m

als 3-stündige Infusion. Beide Regime wurden alle 3 Wochen wiederholt.

Docetaxel verlängerte die mediane Zeit bis zur Progression (24,6 Wochen gegenüber 15,6 Wochen; p < 0,01)

und die mediane Überlebenszeit (15,3 Monate gegenüber 12,7 Monaten; p = 0,03), ohne den primären

Endpunkt, die Gesamtansprechrate (32% gegenüber 25%, p = 0,10), zu beeinflussen.

Mit Docetaxel in der Monotherapie wurden mehr Grad-3/4-Nebenwirkungen beobachtet (55,4%) als bei

Paclitaxel (23,0%).

Taxespira in Kombination mit Doxorubicin

Eine große randomisierte Phase-III-Studie mit 429 vorher unbehandelten Patientinnen mit metastasiertem

Brustkrebs wurde mit Doxorubicin (50 mg/m

) in Kombination mit Docetaxel (75 mg/m

) (AT-Arm) gegen

Doxorubicin (60 mg/m

) in Kombination mit Cyclophosphamid (600 mg/m

) (AC-Arm) durchgeführt. Beide

Dosierungsschemata wurden alle drei Wochen, jeweils am 1. Tag, verabreicht.

Die Zeit bis zur Progression (TTP) war im AT-Arm signifikant länger als im AC-Arm, p = 0,0138. Die

mediane TTP betrug 37,3 Wochen (95% CI: 33,4 - 42,1) im AT-Arm und 31,9 Wochen (95% Cl:

27,4 - 36,0) im AC-Arm.

Die Gesamt-Responserate (ORR) war gegenüber dem AC-Arm im AT-Arm signifikant erhöht,

p = 0,009. Die ORR betrug 59,3% (95% CI: 52,8 - 65,9) im AT-Arm und 46,5% (95% CI: 39,8 - 53,2)

im AC-Arm.

In dieser Studie wurde im AT-Arm ein häufigeres Auftreten von schwerer Neutropenie (90% gegenüber

68,6%), Neutropenie mit Fieber (33,3% gegenüber 10%), Infektionen (8% gegenüber 2,4%), Diarrhö (7,5%

gegenüber 1,4%), Asthenie (8,5% gegenüber 2,4%) und Schmerzen (2,8% gegenüber 0%) als im AC-Arm

beobachtet. Andererseits wurde im AC-Arm häufiger eine schwere Anämie (15,8% gegenüber 8,5%) als im

AT-Arm beobachtet. Darüber hinaus zeigte sich im AC-Arm häufiger eine schwere Kardiotoxizität wie

Herzinsuffizienz (3,8% gegenüber 2,8%), Reduzierung der absoluten linksventrikulären Auswurfrate

(LVEF) um mehr als 20% (13,1% gegenüber 6,1%) bzw. um mehr als 30% (6,2% gegenüber 1,1%). Der Tod

trat bei 1 Patientin im AT-Arm (Herzinsuffizienz) und bei 4 Patientinnen im AC-Arm ein (einmal aufgrund

eines septischen Schocks und dreimal wegen Herzinsuffizienz).

In beiden Behandlungsarmen war die Lebensqualität, kontrolliert anhand des EORTC-Fragebogens,

vergleichbar und veränderte sich während der Behandlung und der Nachbeobachtung nicht.

Taxespira in Kombination mit Trastuzumab

Docetaxel in Kombination mit Trastuzumab wurde zur Behandlung von Patientinnen mit metastasiertem

Mammakarzinom eingesetzt, deren Tumore HER2 überexprimierten und die vorher noch keine

Chemotherapie für ihre metastasierte Erkrankung erhalten hatten. 186 Patientinnen wurden randomisiert und

erhielten entweder Docetaxel (100 mg/m

) in Kombination mit Trastuzumab oder als Monotherapie; 60% der

Patientinnen hatten zuvor bereits eine Anthracyclin-basierte adjuvante Chemotherapie erhalten. Docetaxel

plus Trastuzumab war wirksam bei Patientinnen unabhängig davon, ob sie vorher Anthracycline adjuvant

erhalten hatten. Die Immunohistochemie war die häufigste Testmethode zur Ermittlung einer HER2-

Überexpression (IHC) in dieser pivotalen Studie. Eine kleine Anzahl der Patientinnen wurde mittels

Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) getestet. In dieser Studie hatten 87% der teilnehmenden

Patientinnen eine Erkrankung, die IHC 3+ war, und 95% der teilnehmenden Patientinnen hatten eine

Erkrankung mit IHC 3+ und/oder FISH-positiv. Die Daten zur Wirksamkeit sind in der folgenden Tabelle

zusammengefasst:

Parameter

Docetaxel plus Trastuzumab

n = 92

Docetaxel

n = 94

Ansprechrate

(95%% Cl)

(50-71)

(25-45)

Mediane Ansprechzeit (Monate)

(95% Cl)

11,4

(9,2- 15,0)

(4,4-6,2)

Mediane TTP (Monate)

(95% Cl)

10,6

(7,6-12,9)

(5,0-6,5)

Mediane Überlebenszeit (Monate)

(95% Cl)

30,5

(26,8-n.b.)

22, 1

(17,6-28,9)

TTP = time to progression (Zeitspanne bis zur Progression); „n.b.” bedeutet, dass der Wert nicht bestimmt

werden konnte oder noch nicht erreicht war.

Gesamtpopulation (intent-to-treat).

Geschätzte mediane Überlebenszeit.

Taxespira in Kombination mit Capecitabin

Die Daten einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studie stützen den Einsatz von

Docetaxel in Kombination mit Capecitabin bei der Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem

oder metastasiertem Mammakarzinom nach Versagen einer zytotoxischen Chemotherapie, die ein

Anthracyclin beinhaltete. In dieser Studie wurden 255 Patientinnen randomisiert einer Behandlung mit

Docetaxel (75 mg/m

als einstündige intravenöse Infusion alle 3 Wochen) plus Capecitabin (1250 mg/m

zweimal täglich über 2 Wochen, gefolgt von einer einwöchigen Therapiepause) zugeteilt. 256 Patientinnen

wurden randomisiert einer Behandlung mit Docetaxel allein (100 mg/m

als einstündige intravenöse Infusion

alle 3 Wochen) zugeteilt. Die Überlebensrate war im Studienarm mit der Docetaxel-Capecitabin-

Kombination höher (p = 0,0126). Die mediane Überlebensdauer betrug 442 Tage (Docetaxel + Capecitabin)

gegenüber 352 Tagen (Docetaxel allein). Die objektive Gesamtansprechrate in der gesamten randomisierten

Population (Bewertung des Untersuchungsleiters) betrug 41,6% (Docetaxel + Capecitabin) gegenüber 29,7%

(Docetaxel allein); p = 0,0058. Die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung war im Studienarm mit der

Docetaxel-Capecitabin-Kombination länger (p < 0,0001). Der mediane Zeitraum bis zum Fortschreiten der

Erkrankung betrug 186 Tage (Docetaxel + Capecitabin) gegenüber 128 Tagen (Docetaxel allein).

Nicht kleinzelliger Lungenkrebs

Patienten mit vorheriger Chemotherapie mit oder ohne Strahlentherapie

In einer Phase-III-Studie an vorbehandelten Patienten war die Zeit bis zur Progression (12,3 Wochen

gegenüber 7 Wochen) und die Gesamtüberlebensrate für Docetaxel in einer Dosierung von 75 mg/m

Vergleich zur supportiven Behandlung signifikant verlängert. Auch die 1-Jahres-Überlebensrate war für

Docetaxel (40%) im Vergleich zur supportiven Behandlung (16%) verlängert. Der Bedarf an

morphinhaltigen Schmerzmitteln (p < 0,01), nicht morphinhaltigen Schmerzmitteln (p < 0,01), anderen

krankheitsbedingten Arzneimitteln (p = 0,06) und Strahlentherapie (p < 0,01) war bei Patienten mit

Docetaxel-Therapie in einer Dosierung von 75 mg/m

im Vergleich zur supportiven Behandlung geringer.

In der Gruppe der auswertbaren Patienten betrug die Responserate 6,8%, und der mediane Zeitraum bis zum

Fortschreiten der Erkrankung war 26,1 Wochen.

Taxespira in Kombination mit platinhaltigen Agenzien bei nicht chemotherapeutisch vorbehandelten

Patienten

In einer Phase-III-Studie wurden 1218 Patienten mit nicht resezierbarem NSCLC im Stadium IIIB oder IV

und einem Karnofsky-Index von 70% oder größer, die vorher keine Chemotherapie erhalten hatten,

randomisiert; sie erhielten entweder alle drei Wochen 75 mg/m

Docetaxel (T) als einstündige Infusion,

gefolgt von 75 mg/m

Cisplatin (Cis) über 30-60 Minuten (TCis), alle drei Wochen 75 mg/m

Docetaxel als

einstündige Infusion in Kombination mit Carboplatin (Cb) (AUC 6 mg/ml·min) über 30-60 Minuten oder am

Tag 1, 8, 15, 22 eines 4-wöchentlichen Zyklus 25 mg/m

Vinorelbin (V) über 6-10 Minuten, gefolgt von

100 mg/m

Cisplatin am Tag 1 (VCis).

In der folgenden Tabelle sind die Überlebensrate, der mediane Zeitraum bis zum Fortschreiten der

Erkrankung und die Responserate für zwei Studienarme aufgezeigt:

TCis

n = 408

VCis

n = 404

Statistische

Auswertung

Gesamtüberlebensrate

(primärer Endpunkt):

Mediane Überlebensdauer (Monate)

11,3

10,1

Hazard Ratio: 1,122

[97,2% Cl: 0,937; 1,342]*

1-Jahres Überlebensrate (%)

Differenz: 5,4%

[95% Cl:-1,1; 12,0]

2- Jahres Überlebensrate (%)

Differenz: 6,2%

[95% Cl: 0,2; 12,3]

Mediane Zeit bis zur Progression (Wochen):

22,0

23,0

Hazard Ratio: 1,032

[95% Cl: 0,876; 1,216]

Gesamtansprechrate (%):

31,6

24,5

Differenz: 7,1%

[95% Cl: 0,7; 13,5]

*Korrigiert für multiple Vergleiche und adjustiert für die Stratifikationsfaktoren (Erkrankungsstatus,

Behandlungsland), basierend auf der auswertbaren Patientenpopulation.

Sekundäre Endpunkte schlossen Schmerzänderung, Bewertung der Lebensqualität mit EuroQoL-5D,

Skalierung der Bronchialkarzinom-assoziierten Symptome und Änderung des „Karnofsky Performance

Status“ ein. Die Ergebnisse dieser Endpunkte stützten die Resultate der primären Endpunkte.

Für die Docetaxel-Carboplatin-Kombination konnte im Vergleich zum Referenzarm VCis weder eine

äquivalente Wirksamkeit noch eine Nichtunterlegenheit nachgewiesen werden.

Prostatakarzinom

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel in Kombination mit Prednison/Prednisolon wurden in einer

randomisierten, multizentrischen Phase-III-Studie bei Patienten mit hormonrefraktärem metastasierendem

Prostatakarzinom ermittelt. Insgesamt wurden 1006 Patienten mit KPS ≥ 60 randomisiert und dabei einer der

folgenden Behandlungsgruppen zugeordnet:

Docetaxel 75 mg/m

alle 3 Wochen über 10 Zyklen

Docetaxel 30 mg/m

wöchentlich während der ersten 5 Wochen von 5 Zyklen à 6 Wochen

Mitoxantron 12 mg/m

alle 3 Wochen über 10 Zyklen.

Bei allen 3 Dosierungsregimen wurden kontinuierlich 5 mg Prednison oder Prednisolon zweimal täglich als

Begleitmedikation verabreicht.

Patienten, die Docetaxel alle drei Wochen erhielten, zeigten eine signifikant längere Gesamtüberlebenszeit

gegenüber den Patienten, die mit Mitoxantron behandelt wurden. Der Anstieg der Überlebenszeit, der im

Docetaxel-Arm bei wöchentlicher Gabe gesehen wurde, war nicht statistisch signifikant im Vergleich zu

dem Anstieg im Mitoxantron-Kontrollarm. Endpunkte für die klinische Wirksamkeit im Docetaxel-Arm im

Vergleich zu dem Kontrollarm sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Endpunkt

Docetaxel

alle 3 Wochen

Docetaxel

wöchentlich

Mitoxantron

alle 3 Wochen

Zahl der Patienten

Mediane Überlebensdauer

(Monate)

95% Cl

Hazard Ratio

95% CI

p-Wert

18,9

(17,0-21,2)

0,761

(0,619−0,936)

0,0094

17,4

(15,7-19,0)

0,912

(0,747−1,113)

0, 624

16,5

(14,4-18,6)

Zahl der Patienten

PSA**-Ansprechrate (%)

95% Cl

p-Wert

45,4

(39,5-51,3)

0,0005

47,9

(41,9-53,9)

<0,0001

31,7

(26,4-37,3)

Zahl der Patienten

Ansprechrate Schmerzen (%)

95% Cl

p-Wert

34,6

(27,1-42,7)

0,0107

31,2

(24,0-39,1)

0,0798

21,7

(15,5-28,9)

Zahl der Patienten

Ansprechrate Tumor (%):

95% Cl

p-Wert

12,1

(7,2-18,6)

0,1112

(4,2-14,2)

0,5853

(3,0-12,1)

Stratifizierter log rank test.

*Schwelle für statistische Signifikanz = 0,0175.

**PSA: Prostataspezifisches Antigen.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Docetaxel bei wöchentlicher Gabe ein etwas besseres

Sicherheitsprofil zeigte als bei Gabe alle 3 Wochen, ist es möglich, dass bestimmte Patienten von der

wöchentlichen Gabe einen Nutzen haben.

Bezüglich der Lebensqualität wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den

Behandlungsgruppen beobachtet.

Adenokarzinom des Magens

Es wurde eine multizentrische, offene, randomisierte Studie durchgeführt, um die Sicherheit und

Wirksamkeit von Docetaxel bei der Behandlung von Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des

Magens einschließlich Adenokarzinom der gastroösophagealen Übergangszone festzustellen, die keine

vorhergehende Chemotherapie gegen ihre metastasierte Erkrankung erhalten hatten.

Insgesamt wurden 445 Patienten mit KPS > 70 entweder mit Docetaxel (T) (75 mg/m

an Tag 1) in

Kombination mit Cisplatin (C) (75 mg/m

an Tag 1) und 5-Fluorouracil (F) (750 mg/m

pro Tag über 5 Tage)

oder mit Cisplatin (100 mg/m

an Tag 1) und 5-Fluorouracil (1000 mg/m

pro Tag über 5 Tage) behandelt.

Die Dauer eines Behandlungszyklus betrug 3 Wochen für den TCF-Arm und 4 Wochen für den CF-Arm. Die

mittlere Anzahl an Zyklen, die pro Patient verabreicht wurde, lag bei 6 (mit einer Streubreite von 1-16) für

den TCF-Arm im Vergleich zu 4 (mit einer Streubreite von 1-12) für den CF-Arm. Primärer Endpunkt war

die Zeit bis zur Progression (time to progression (TTP)). Die Risikoreduktion für die Progression betrug

32,1% und war verbunden mit einer signifikant längeren TTP (p = 0,0004) zugunsten des TCF-Arms. Auch

das Gesamtüberleben war im TCF-Arm signifikant länger (p = 0,0201), verbunden mit einer Risikoreduktion

für die Mortalität um 22,7%. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit werden in der nachfolgenden Tabelle

zusammengefasst:

Wirksamkeit von Docetaxel bei der Behandlung von Patienten mit Adenokarzinom des Magens

Endpunkt

TCF

n = 221

CF

n = 224

Mediane Dauer bis zur

Krankheitsprogression (TTP),(Monate)

(95% CI)

(4,86-5,91)

(3,45-4,47)

Hazard Ratio

1,473

(95% CI)

(1,189-1,825)

*p-Wert

0,0004

Mediane Überlebenszeit, (Monate)

(95% CI)

(8,38-10,58)

(7,16-9,46)

2-Jahres-Abschätzung(%)

18,4

Hazard Ratio

1,293

(95% CI)

(1,041-1,606)

*p-Wert

0,0201

Gesamtansprechrate (CR + PR) (%)

36,7

25,4

p-Wert

0,0106

Progressive Erkrankung als beste

Gesamtwirkung (%)

16,7

25,9

* nicht stratifizierter log-rank-Test

Subgruppenanalysen über Alter, Geschlecht und Rasse zeigten übereinstimmend günstigere Ergebnisse für

den TCF-Arm im Vergleich zu dem CF-Arm.

Eine aktualisierte Analyse der Überlebensdauer nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von

41,6 Monaten zeigte keinen statistisch signifikanten Unterschied mehr, favorisiert aber das TCF-Regime und

zeigte, dass der Vorteil von TCF gegenüber CF am ausgeprägtesten im Zeitraum zwischen 18 und

30 Monaten der Nachbeobachtungszeit beobachtet wird.

Insgesamt zeigten die Lebensqualität (QoL) und der klinische Nutzen übereinstimmend eine Verbesserung

zugunsten des TCF-Arms. Patienten, die mit TCF behandelt wurden, weisen eine längere Zeit bis zu einer

5-prozentigen definitiven Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes nach dem

QLQ-C30 Questionnaire (p = 0,0121) auf sowie eine längere Zeit bis zu einer definitiven Verschlechterung

des „Karnofsky Performance Status“ (p = 0,0088) im Vergleich zu den Patienten, die mit CF behandelt

wurden.

Kopf-Hals-Karzinome

Induktionschemotherapie, gefolgt von Strahlentherapie (TAX 323)

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit

Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) wurden in einer multizentrischen, offenen,

randomisierten Phase-III-Studie (TAX 323) ermittelt. In dieser Studie wurden 358 Patienten mit inoperablem

lokal fortgeschrittenem SCCHN und einem „WHO Performance Status“ von 0 oder 1 randomisiert einem

von zwei Behandlungsarmen zugeteilt. Patienten im Docetaxel-Arm erhielten 75 mg/m

Docetaxel (T),

gefolgt von 75 mg/m

Cisplatin (P), gefolgt von 750 mg/m

5-Fluorouracil (F) pro Tag als kontinuierliche

Infusion über 5 Tage. Dieses Behandlungsregime wurde alle 3 Wochen über 4 Zyklen gegeben, sofern

mindestens ein geringfügiges Ansprechen (≥ 25% Reduktion der zweidimensional gemessenen Tumorgröße)

nach 2 Zyklen beobachtet wurde. Am Ende der Chemotherapie erhielten die Patienten, bei denen die

Erkrankung nicht fortgeschritten war, frühestens nach 4 Wochen und spätestens nach 7 Wochen über

7 Wochen eine Strahlentherapie (RT) gemäß gültigen Richtlinien (TPF/RT). Patienten im Vergleichsarm

erhielten 100 mg/m

Cisplatin (P), gefolgt von 1000 mg/m

5-Fluorouracil (F) pro Tag über 5 Tage. Dieses

Behandlungsregime wurde alle 3 Wochen über 4 Zyklen gegeben, sofern mindestens ein geringfügiges

Ansprechen (≥ 25% Reduktion der zweidimensional gemessenen Tumorgröße) nach 2 Zyklen beobachtet

wurde. Am Ende der Chemotherapie erhielten die Patienten, bei denen die Erkrankung nicht fortgeschritten

war, frühestens nach 4 Wochen und spätestens nach 7 Wochen über 7 Wochen eine Strahlentherapie gemäß

gültigen Richtlinien (PF/RT). Die lokoregionale Strahlentherapie wurde entweder konventionell fraktioniert

(1,8 Gy - 2,0 Gy einmal am Tag, 5 Tage die Woche bei einer Gesamtdosis von 66 bis 70 Gy) oder mit

akzelerierten/hyperfraktionierten Regimen (zweimal am Tag, mit einem Mindestabstand von 6 Stunden

zwischen den Teildosen, 5 Tage die Woche) durchgeführt. Insgesamt wurden für akzelerierte Regime 70 Gy

und für hyperfraktionierte Schemata 74 Gy empfohlen. Die operative Entfernung war im Anschluss an die

Chemotherapie, vor oder nach der Strahlentherapie, möglich. Patienten im TPF-Arm erhielten eine

antibiotische Prophylaxe mit Ciprofloxacin 500 mg oral zweimal täglich über 10 Tage, beginnend am Tag 5

jedes Zyklus, oder eine vergleichbare Therapie. Der primäre Endpunkt in dieser Studie, das progressionsfreie

Überleben (PFS), war im TPF-Arm im Vergleich zum PF-Arm signifikant länger, p = 0,0042 (medianes

progressionsfreies Überleben: 11,4 gegenüber 8,3 Monaten), bei einer insgesamt medianen

Nachbeobachtungszeit von 33,7 Monaten. Auch die mediane Gesamtüberlebenszeit war signifikant länger im

TPF-Arm im Vergleich zum PF-Arm (medianes Gesamtüberleben: 18,6 gegenüber 14,5 Monaten),

verbunden mit einer Risikoreduktion von 28% für die Mortalität, p = 0,0128. Die Ergebnisse zur

Wirksamkeit sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit inoperablem lokal

fortgeschrittenem SCCHN (Intent-to-Treat-Analyse)

Endpunkt

Docetaxel + Cis +

5-FU

n = 177

Cis + 5-FU

n = 181

Medianes progressionsfreies Überleben (Monate)

(95% CI)

11,4

(10,1-14,0)

(7,4-9,1)

Adjustierter Hazard Ratio

(95% Cl)

*p-Wert

0,70

(0,55-0,89)

0,0042

Mediane Überlebensdauer (Monate)

(95% CI)

18,6

(15,7-24,0)

14,5

(11,6-18,7)

Hazard Ratio

(95% CI)

**p-Wert

0,72

(0,56-0,93)

0,0128

Bestes Gesamtansprechen auf Chemotherapie (%)

(95% CI)

67,8

(60,4-74,6)

53,6

(46,0-61,0)

***p-Wert

0,006

Bestes Gesamtansprechen auf Studienbehandlung

[Chemotherapie +/- Radiotherapie] (%)

(95% CI)

72,3

(65,1-78,8)

58,6

(51,0-65,8)

***p-Wert

0,006

Mediane Ansprechzeit der Chemotherapie

Radiotherapie

(Monate)

(95% CI)

n = 128

15,7

(13,4-24,6)

n = 106

11,7

(10,2-17,4)

Hazard Ratio

(95% CI)

**p-Wert

0,72

(0,52-0,99)

0,0457

Eine Hazard Ratio von weniger als 1 favorisiert Docetaxel + Cisplatin + 5-FU.

*Cox-Modell (Anpassung für die Lokalisation des Primärtumors, klinische T- und N-Stadien sowie WHO

Performance Status).

**Log rank test.

***Chi-Quadrat-Test.

Parameter zur Lebensqualität

Patienten, die mit TPF behandelt wurden, erfuhren eine signifikant geringere Verschlechterung ihres

allgemeinen Gesundheitszustandes im Vergleich zu den Patienten, die mit PF behandelt wurden (p = 0,01;

unter Benutzung der EORTC QLQ-C30-Skala).

Parameter zum klinischen Nutzen

Die für Kopf-Hals-Karzinome entwickelte Skala „Performance Status Scale – Head and Neck“ (PSS-HN)

zur Bestimmung der Sprachverständlichkeit, der Fähigkeit, in der Öffentlichkeit zu essen, und der Normalität

der Essgewohnheiten/Ernährungsweise zeigte signifikant günstigere Ergebnisse zugunsten TPF im Vergleich

zu PF.

Die mediane Zeit bis zur ersten Verschlechterung des „WHO Performance Status“ war im TPF-Arm

signifikant länger im Vergleich zum PF-Arm. Der Schmerzintensitäts-Score verbesserte sich während der

Behandlung in beiden Gruppen, was ein angemessenes Schmerzmanagement anzeigt.

Induktionschemotherapie, gefolgt von Chemoradiotherapie (TAX 324)

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit lokal

fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) wurden in einer randomisierten,

multizentrischen, offenen Phase-III-Studie (TAX 324) ermittelt. In dieser Studie wurden 501 Patienten mit

lokal fortgeschrittenem SCCHN und einem „WHO Performance Status“ von 0 oder 1 randomisiert einem

von zwei Behandlungsarmen zugeteilt. Die Studienpopulation umfasste Patienten mit nicht resezierbarer

Erkrankung, Patienten mit geringer Wahrscheinlichkeit einer chirurgischen Heilung und Patienten, die einen

Organerhalt anstrebten. Die Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit betraf ausschließlich die Endpunkte

für das Überleben, der Erfolg des Organerhaltes wurde nicht explizit erfasst. Patienten im Docetaxel-Arm

erhielten 75 mg/m

Docetaxel (T) als intravenöse Infusion am Tag 1, gefolgt von 100 mg/m

Cisplatin (P),

das als 30-minütige bis 3-stündige intravenöse Infusion verabreicht wurde, gefolgt von einer kontinuierlichen

intravenösen Infusion von 1000 mg/m

5-Fluorouracil (F) von Tag 1 bis Tag 4. Die Behandlungszyklen

wurden alle 3 Wochen über 3 Zyklen wiederholt. Alle Patienten, die kein Fortschreiten der Erkrankung

aufwiesen, sollten eine Chemoradiotherapie (CRT) gemäß Protokoll (TPF/CRT) erhalten. Patienten im

Vergleichsarm erhielten 100 mg/m

Cisplatin (P) als 30-minütige bis 3-stündige intravenöse Infusion am

Tag 1, gefolgt von einer kontinuierlichen intravenösen Infusion von 1000 mg/m

5-Fluorouracil (F) pro Tag

von Tag 1 bis Tag 5. Die Behandlungszyklen wurden alle 3 Wochen über 3 Zyklen wiederholt. Alle

Patienten, die kein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen, sollten eine CRT gemäß Protokoll (PF/CRT)

erhalten.

Patienten in beiden Behandlungsarmen sollten nach der Induktionschemotherapie, frühestens nach 3 Wochen

und nicht später als 8 Wochen nach dem Start des letzten Zyklus (Tag 22 bis Tag 56 des letzten Zyklus), eine

CRT für 7 Wochen erhalten. Während der Strahlentherapie wurde wöchentlich Carboplatin (AUC 1,5) als

einstündige intravenöse Infusion bei maximal 7 Dosen gegeben. Die Bestrahlung wurde mittels einer

Megavoltanlage mit einer einmal täglichen Fraktionierung (2 Gy pro Tag, 5 Tage pro Woche über

7 Wochen, bei einer Gesamtdosis von 70-72 Gy) durchgeführt. Operationen am Primärtumor und/oder am

Hals konnten jederzeit im Anschluss an die CRT in Betracht gezogen werden. Alle Patienten im Docetaxel-

haltigen Studienarm erhielten prophylaktisch Antibiotika. Der primäre Endpunkt für die klinische

Wirksamkeit in dieser Studie, das Gesamtüberleben (OS), war für das Docetaxel-haltige Regime signifikant

länger (log rank test, p = 0,0058) als für PF (medianes OS: 70,6 gegenüber 30,1 Monaten), verbunden mit

einer Risikoreduktion für die Mortalität um 30% verglichen zu PF (Hazard Ratio [HR] = 0,70, 95%

Konfidenzintervall [CI] = 0,54-0,90) mit einer insgesamt medianen Nachbeobachtungszeit von 41,9

Monaten. Der sekundäre Endpunkt, PFS, zeigte eine Risikoreduktion für die Progression oder den Todesfall

um 29% und ein um 22 Monate verlängertes medianes PFS (35,5 Monate für TPF und 13,1 für PF). Dieses

Ergebnis war ebenfalls statistisch signifikant mit einem HR von 0,71; 95% CI 0,56-0,90; log rank test

p = 0,004. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Wirksamkeit von Docetaxel bei der Induktionstherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem SCCHN

(Intent-to-Treat-Analyse)

Endpunkt

Docetaxel + Cis + 5-FU

n = 255

Cis + 5-FU

n = 246

Medianes Gesamtüberleben (Monate)

(95% CI)

70,6

(49,0-NA)

30,1

(20,9-51,5)

Hazard Ratio

(95% CI)

*p-Wert

0,70

(0,54-0,90)

0,0058

Medianes PFS (Monate)

(95% CI)

35,5

(19,3-NA)

13,1

(10,6 - 20,2)

Hazard Ratio

(95% CI)

**p-Wert

0,71

(0,56 - 0,90)

0,004

Bestes Gesamtansprechen (CR + PR) auf

Chemotherapie (%)

(95% CI)

71,8

(65,8-77,2)

64,2

(57,9-70,2)

***p-Wert

0,070

Bestes Gesamtansprechen (CR + PR) auf

Studienbehandlung

[Chemotherapie +/- Chemoradiotherapie] (%)

(95%CI)

76,5

(70,8-81,5)

71,5

(65,5-77,1)

***p-Wert

0,209

Eine Hazard Ratio von weniger als 1 favorisiert Docetaxel + Cisplatin + Fluorouracil.

*Nicht adjustierter log rank test.

**Nicht adjustierter log rank test, nicht adjustiert für multiple Vergleiche.

***Chi-Quadrat-Test, nicht adjustiert für multiple Vergleiche.

NA = nicht zutreffend.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat Taxespira von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu

Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in Brustkrebs, nicht kleinzelligem Lungenkarzinom,

Prostatakarzinom, Magenkarzinom, Kopf-Hals-Karzinome, ausgenommen Typ II und III des wenig

differenzierten Nasopharyngealkarzinoms, freigestellt (siehe Abschnitt 4.2 bez. Informationen zur

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Die Pharmakokinetik von Docetaxel wurde bei Krebspatienten nach Gabe von 20-115 mg/m

in Phase-I-

Studien ermittelt. Das kinetische Profil von Docetaxel ist dosisunabhängig. Der Verlauf der Plasmaspiegel

folgt einer dreiphasigen Kinetik mit folgenden Halbwertszeiten: t

= 4 min, t

β = 36 min und

γ = 11,1 Stunden. Die späte Phase ist zum Teil durch einen relativ langsamen Efflux von Docetaxel aus

den peripheren Kompartimenten bedingt.

Verteilung

Bei einer Gabe von 100 mg/m

als einstündige i. v. Infusion beträgt der C

-Wert 3,7 μg/ml und die AUC

4,6 μg/ml/h. Der anfänglich starke Abfall resultiert aus der Verteilung in periphere Bereiche, und die späte

Phase kommt teilweise durch den relativ langsamen Rückfluss aus den peripheren Bereichen zustande. Die

Gesamtkörperclearance beträgt 21 l/h/m

und das Verteilungsvolumen im Steady State 113 l. Die

interindividuellen Schwankungen der Gesamtkörperclearance betragen ca. 50%. Docetaxel ist zu mehr als

95% an Plasmaproteine gebunden.

Elimination

Bei drei Krebspatienten wurde eine Studie mit

C-markiertem Docetaxel durchgeführt. Docetaxel wurde

nach Cytochrom-P450-vermittelter oxidativer Metabolisierung der Tertiärbutylester-Gruppe innerhalb von

sieben Tagen sowohl im Urin als auch in Faeces ausgeschieden, wobei 6% der verabreichten Radioaktivität

im Urin und 75% in Faeces festgestellt wurden. 80% der in Faeces gefundenen Radioaktivität tritt in den

ersten 48 Stunden in Form eines inaktiven Haupt- und dreier inaktiver Nebenmetaboliten und nur einer

kleinen Menge unveränderter Substanz auf.

Besondere Patientengruppen

Alter und Geschlecht

Eine Auswertung der pharmakokinetischen Daten von 577 Patienten zeigte kaum Unterschiede zu den aus

Phase-I-Studien bekannten Ergebnissen. Die Pharmakokinetik von Docetaxel wird vom Alter oder

Geschlecht der Patienten nicht beeinflusst.

Patienten mit verminderter Leberfunktion

Bei einer geringen Anzahl Patienten (n = 23) mit Laborwerten, die eine leichte bis moderate

Leberfunktionsstörung vermuten lassen (ALT, AST ≥ 1,5fache der oberen Normalwerte, alkalische

Phosphatase ≥ 2,5fache der oberen Normalwerte), ist die Clearance um ca. 27% erniedrigt (siehe Abschnitt

4.2).

Flüssigkeitsretention

Bei Patienten mit leichter oder moderater Flüssigkeitsretention ist die Clearance von Docetaxel unverändert.

Für Patienten mit starken Flüssigkeitseinlagerungen liegen keine Daten vor.

Kombinationstherapie

Doxorubicin

In der Kombination beeinflusste Docetaxel die Clearance von Doxorubicin und den Plasmaspiegel von

Doxorubicinol (einem Metaboliten von Doxorubicin) nicht. Die Pharmakokinetik von Docetaxel,

Doxorubicin und Cyclophosphamid wurde nicht beeinflusst durch deren gleichzeitige Gabe.

Capecitabin

Phase-I-Studien, die die Auswirkungen von Capecitabin auf die Pharmakokinetik von Docetaxel und

umgekehrt untersuchten, zeigten keinen Effekt von Capecitabin auf die Pharmakokinetik von Docetaxel

und AUC) und keinen Effekt von Docetaxel auf die Pharmakokinetik des Hauptmetaboliten von

Capecitabin 5’-DFUR.

Cisplatin

Die Clearance von Docetaxel in der Kombinationstherapie mit Cisplatin war ähnlich der nach Monotherapie.

Das pharmakokinetische Profil von kurz nach einer Docetaxel-Infusion gegebenem Cisplatin ist ähnlich dem

von Cisplatin allein.

Cisplatin und 5-Fluorouracil

Die kombinierte Anwendung von Docetaxel, Cisplatin und 5-Fluorouracil bei 12 Patienten mit soliden

Tumoren hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik der jeweiligen einzelnen Arzneimittel.

Prednison und Dexamethason

Der Einfluss von Prednison auf die Pharmakokinetik von Docetaxel mit Standard-Dexamethason-

Prämedikation wurde bei 42 Patienten untersucht.

Prednison

Es wurde kein Einfluss von Prednison auf die Pharmakokinetik von Docetaxel beobachtet.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Das karzinogene Potenzial von Docetaxel wurde nicht untersucht.

Docetaxel wirkt

in vitro

mutagen beim Test auf Chromosomenveränderungen bei CHO-K1-Zellen und

in

vivo

beim Mikronukleustest der Maus. Es erzeugt jedoch keine Mutagenität beim Ames-Test oder beim

CHO/HGPRT-Genmutationsassay. Diese Ergebnisse stimmen mit der pharmakologischen Aktivität von

Docetaxel überein.

Bei Untersuchungen mit Nagetieren wurden unerwünschte Effekte auf die Hoden beobachtet, die einen

negativen Einfluss von Docetaxel auf die männliche Fertilität vermuten lassen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Polysorbat 80

Ethanol,wasserfrei

Citronensäure, wasserfrei

6.2

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln

gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Ungeöffnete Durchstechflasche

24 Monate

Nach dem Öffnen der Durchstechflasche

Jede Durchstechflasche ist zur Einmalentnahme bestimmt und sollte sofort nach dem Öffnen verwendet

werden. Für den Fall, dass sie nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und Bedingungen

der Aufbewahrung verantwortlich.

Nach dem Hinzufügen in den Infusionsbeutel

Aus mikrobiologischer Sicht muss die Rekonstitution/Verdünnung unter kontrollierten und aseptischen

Bedingungen stattfinden und das Arzneimittel sollte sofort verwendet werden. Für den Fall, dass es nicht

sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Nach dem Hinzufügen in den Infusionsbeutel, so wie empfohlen, ist die Docetaxel-Infusionslösung bei

Lagerung unter 25 °C 6 Stunden lang stabil. Sie sollte innerhalb von 6 Stunden (einschließlich der

einstündigen intravenösen Infusion) verwendet werden.

Außerdem konnte die physikalische und chemische Stabilität der mit isotonischer Natriumchloridlösung oder

5%iger Glucoselösung hergestellten Infusionslösung in PVC-freien Beuteln oder der mit 5%iger

Glucoselösung hergestellten Infusionslösung in Glassflaschen für bis zu 48 Stunden bei Lagerung zwischen

2 und 8 °C und für bis zu 6 Stunden bei Lagerung unter 25 °C gezeigt werden.

Die Docetaxel-Infusionslösung ist übersättigt und kann daher nach einiger Zeit auskristallisieren. Wenn

Kristalle sichtbar werden, darf die Lösung nicht mehr verwendet werden und ist zu verwerfen.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Lagerungsbedingungen des verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflasche aus Klarglas (Typ I) mit Chlorbutylgummi-Stopfen und Aluminiumsiegel mit einem

Flip-

off

-Schnappdeckel.

20 mg/1 ml enthält 1 ml Konzentrat.

80 mg/4 ml enthält 4 ml Konzentrat.

120 mg/6 ml enthält 6 ml Konzentrat.

Packungsgröße:

Jede Faltschachtel enthält eine Durchstechflasche.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Bei der Handhabung und Zubereitung einer Lösung von Taxespira sollten die beim Umgang mit Zytostatika

erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Das Tragen von Schutzhandschuhen wird empfohlen.

Bei Kontaminationen der Haut mit Taxespira-Konzentrat oder der Infusionslösung muss umgehend mit Seife

und Wasser gründlich gereinigt werden. Bei Kontamination der Schleimhaut mit Taxespira-Konzentrat oder

der Infusionslösung muss sofort mit viel Wasser gespült werden.

Zubereitung zur intravenösen Anwendung

Zubereitung der Infusionslösung

Andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen bestehen (Konzentrat und

Lösungsmittel), dürfen NICHT zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira

20 mg/1 ml Konzentrat

zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält) verwendet werden.

Andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen bestehen (Konzentrat und

Lösungsmittel), dürfen NICHT zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira

0 mg/4 ml Konzentrat

zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält) verwendet werden.

Andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen bestehen (Konzentrat und

Lösungsmittel), dürfen NICHT zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira

20 mg/6 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält)

verwendet werden.

Taxespira

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung erfordert KEINE vorherige Verdünnung

mit einem Lösungsmittel und kann unmittelbar zur Infusionslösung hinzugefügt werden.

Jede Durchstechflasche ist zur Einmalentnahme bestimmt und sollte sofort verwendet werden.

Falls die Durchstechflaschen im Kühlschrank aufbewahrt wurden, sollte die erforderliche Anzahl der

Packungen Taxespira Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung vor der Anwendung für 5 Minuten

bei unter 25 °C stehen gelassen werden.

Um die erforderliche Dosis für den Patienten zu erhalten, können mehrere Durchstechflaschen Taxespira

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung nötig sein. Die erforderliche Menge von Taxespira

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist aseptisch mit einer graduierten Spritze mit einer 21-G-

Kanüle zu entnehmen.

Bei Taxespira

20 mg/1 ml, 80 mg/4 ml und 120 mg/6 ml beträgt die Konzentration von Docetaxel in

der Durchstechflasche 20 mg/ml.

Das erforderliche Volumen von Taxespira Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss einem

250-ml-Infusionsbeutel oder einer Infusionsflasche mit einer einzigen Injektion (

„one shot“

) zugegeben

werden, welche(r) eine 5%-ige Glucoselösung oder eine isotonische Natriumchloridlösung zur Infusion

enthält.

Falls eine größere Dosis als 190 mg Docetaxel benötigt wird, ist ein größeres Volumen an Infusionsmedium

zu verwenden, so dass eine Konzentration von 0,74 mg/ml Docetaxel nicht überschritten wird.

Mischen Sie den Inhalt des Infusionsbeutels bzw. der Infusionsflasche per Hand durch Hin-und-her-Kippen.

Die Infusionslösung in dem Infusionsbeutel sollte innerhalb von 6 Stunden bei unter 25 °C, einschließlich

der einstündigen Infusion beim Patienten, verwendet werden.

Wie bei allen parenteral zu verabreichenden Produkten sollte die Docetaxel-Infusionslösung vor Gebrauch

visuell überprüft werden. Lösungen, die einen Niederschlag enthalten, sollten verworfen werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Hospira UK Limited

Horizon,

Honey Lane,

Hurley,

Maidenhead,

SL6 6RJ,

Vereinigtes Königreich

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/15/1017/001

EU/1/15/1017/002

EU/1/15/1017/003

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

28 August 2015

10.

STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

ANHANG II

A.

HERSTELLER, DIE FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH SIND

B.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

ABGABE UND DEN GEBRAUCH

C.

SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER

GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN

D.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES

ARZNEIMITTELS

A.

HERSTELLER, DIE FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH SIND

Name und Anschrift der Hersteller, die für die Chargenfreigabe verantwortlich sind

Hospira UK Ltd

Horizon,

Honey Lane,

Hurley,

Maidenhead,

SL6 6RJ,

Vereinigtes Königreich

Hospira Enterprises B.V.

Randstad 22-11

NL-1316 BN Almere

Niederlande

In der Druckversion der Packungsbeilage des Arzneimittels müssen Name und Anschrift des Herstellers, der

für die Freigabe der betreffenden Charge verantwortlich ist, angegeben werden.

B.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH

Arzneimittel auf eingeschränkte ärztliche Verschreibung (siehe Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale

des Arzneimittels, Abschnitt 4.2).

C.

SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS

INVERKEHRBRINGEN

Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte

Die Anforderungen an die Einreichung von regelmäßig aktualisierten Unbedenklichkeitsberichten für

dieses Arzneimittel sind in der nach Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen

und im europäischen Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union

festgelegten Stichtage (EURD-Liste) - und allen künftigen Aktualisierungen - festgelegt.

D.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND

WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

Risikomanagement-Plan (RMP)

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen führt die notwendigen, im vereinbarten RMP

beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten und

Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.

Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:

nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;

jedes Mal wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer

eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz

oder Risikominimierung).

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE

A. ETIKETTIERUNG

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

Umkarton

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Taxespira 20 mg/1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

2.

WIRKSTOFF(E)

Jeder ml des Konzentrates enthält 20 mg Docetaxel (als Trihydrat).

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Polysorbate 80, Ethanol, wasserfrei, Citronensäure, wasserfrei. Siehe Packungsbeilage

für weitere Informationen.

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

1 Durchstechflasche

5.

HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Zur intravenösen Anwendung

Fertig zum unmittelbaren Hinzufügen zur Infusionslösung

Packungsbeilage beachten.

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

Zytotoxisch.

8.

VERFALLDATUM

verwendbar bis

9.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG

VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN

ABFALLMATERIALIEN

Durchstechflasche zur Einmalentnahme.

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Hospira UK Limited

Hurley,

SL6 6RJ

Vereinigtes Königreich

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/15/1017/001 20 mg/1 ml Durchstechflasche x 1 Durchstechflasche

13.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

Umkarton

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Taxespira 80 mg/4 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

2.

WIRKSTOFF(E)

Jeder ml des Konzentrates enthält 20 mg Docetaxel (als Trihydrat).

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Polysorbate 80, Ethanol, wasserfrei, Citronensäure, wasserfrei. Siehe Packungsbeilage

für weitere Informationen.

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

1 Durchstechflasche

5.

HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Zur intravenösen Anwendung

Fertig zum unmittelbaren Hinzufügen zur Infusionslösung

Packungsbeilage beachten.

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

Zytotoxisch.

8.

VERFALLDATUM

verwendbar bis

9.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG

VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN

ABFALLMATERIALIEN

Durchstechflasche zur Einmalentnahme.

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Hospira UK Limited

Hurley,

SL6 6RJ,

Vereinigtes Königreich

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/15/1017/002 80 mg/4 ml Durchstechflasche x 1 Durchstechflasche

13.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

Umkarton

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Taxespira 120 mg/6 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

2.

WIRKSTOFF(E)

Jeder ml des Konzentrates enthält 20 mg Docetaxel (als Trihydrat).

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Polysorbate 80, Ethanol, wasserfrei, Citronensäure, wasserfrei. Siehe Packungsbeilage

für weitere Informationen.

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

1 Durchstechflasche

5.

HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Zur intravenösen Anwendung

Fertig zum unmittelbaren Hinzufügen zur Infusionslösung

Packungsbeilage beachten.

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

Zytotoxisch.

8.

VERFALLDATUM

verwendbar bis

9.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG

VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN

ABFALLMATERIALIEN

Durchstechflasche zur Einmalentnahme.

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Hospira UK Limited

Hurley,

SL6 6RJ

Vereinigtes Königreich

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/15/1017/003 120 mg/6 ml Durchstechflasche x 1 Durchstechflasche

13.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT FÜR DURCHSTECHFLASCHE

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Taxespira 20 mg/1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

i.v.

2.

HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3.

VERFALLDATUM

verw.bis

4.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

5.

INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

20 mg/1 ml

(20 mg/ml)

6.

WEITERE ANGABEN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT FÜR DURCHSTECHFLASCHE

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Taxespira 80 mg/4 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

i.v.

2.

HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3.

VERFALLDATUM

verw.bis

4.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

5.

INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

80 mg/4 ml

(20 mg/ml)

6.

WEITERE ANGABEN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT FÜR DURCHSTECHFLASCHE

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Taxespira 120 mg/6 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

i.v.

2.

HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3.

VERFALLDATUM

verw.bis

4.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

5.

INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

120 mg/6 ml

(20 mg/ml)

6.

WEITERE ANGABEN

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Taxespira 20 mg/1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 80 mg/4 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 120 mg/6 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Taxespira und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Taxespira beachten?

Wie ist Taxespira anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Taxespira aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Taxespira und wofür wird es angewendet?

Der Name dieses Arzneimittels lautet Taxespira. Sein gebräuchlicher Name ist Docetaxel. Docetaxel ist eine

Substanz, die aus Eibennadeln gewonnen wird. Docetaxel gehört zur Gruppe der als Taxane bezeichneten

Arzneimittel, die gegen Krebs wirksam sind.

Taxespira wurde von Ihrem Arzt zur Behandlung von Brustkrebs, bestimmten Formen von Lungenkrebs

(nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom), Prostatakarzinom, Magenkarzinom oder Kopf-Hals-Tumoren

verschrieben:

Für die Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs kann Taxespira entweder allein oder in

Kombination mit Doxorubicin, Trastuzumab oder Capecitabin verabreicht werden.

Für die Behandlung von Brustkrebs im frühen Stadium mit oder ohne Beteiligung von Lymphknoten

kann Taxespira in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid verabreicht werden.

Für die Behandlung von Lungenkrebs kann Taxespira entweder allein oder in Kombination mit

Cisplatin verabreicht werden.

Für die Behandlung des Prostatakarzinoms wird Taxespira in Kombination mit Prednison oder

Prednisolon gegeben.

Für die Behandlung des metastasierten Magenkarzinoms wird Taxespira in Kombination mit Cisplatin

und 5-Fluorouracil gegeben.

Für die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren wird Taxespira in Kombination mit Cisplatin und

5-Fluorouracil gegeben.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Taxespira beachten?

Taxespira darf Ihnen nicht gegeben werden,

wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Docetaxel oder einen der sonstigen Bestandteile von

Taxespira sind.

wenn die Zahl Ihrer weißen Blutkörperchen zu gering ist.

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Vor jeder Behandlung mit Taxespira müssen Sie sich einem Bluttest unterziehen, um feststellen zu lassen, ob

Sie ausreichend Blutzellen und eine entsprechende Leberfunktion haben, um Taxespira erhalten zu können.

Im Falle einer Beeinträchtigung der weißen Blutzellen können bei Ihnen Fieber oder Infektionen auftreten.

Informieren Sie Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie

Sehprobleme haben. Im Fall von Sehproblemen, insbesondere bei Verschwommensehen, sollten Ihre Augen

und Ihr Sehvermögen unverzüglich untersucht werden.

Wenn Sie akute Lungenprobleme haben oder sich diese verschlechtern (Fieber, Kurzatmigkeit oder Husten),

informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, Ihren Krankenhaus-Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Ihr Arzt kann die Behandlung sofort unterbrechen.

Sie werden gebeten, einen Tag vor der Verabreichung von Taxespira eine Prämedikation einzunehmen, die

aus einem oralen Kortikosteroid wie Dexamethason besteht, und diese für einen oder 2 weitere Tage

fortzusetzen, um bestimmte unerwünschte Wirkungen, insbesondere allergische Reaktionen und

Flüssigkeitseinlagerungen (Anschwellen der Hände, Füße, Beine und Gewichtszunahme), die nach der

Infusion von Taxespira auftreten können, möglichst gering zu halten.

Während der Behandlung können Ihnen andere Arzneimittel zur Aufrechterhaltung der Zahl Ihrer

Blutzellen verabreicht werden.

Taxespira enthält Alkohol. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie alkoholkrank sind oder wenn Ihre

Leberfunktion eingeschränkt ist. Siehe auch Abschnitt „Taxespira enthält Ethanol (Alkohol)“ im Folgenden.

Anwendung von Taxespira zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Krankenhaus-Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, da Taxespira oder andere Arzneimittel nicht so gut wie

erwartet wirken und bei Ihnen mit größerer Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen auftreten könnten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Taxespira darf NICHT verabreicht werden, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für

eindeutig erforderlich.

Sie dürfen während der Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht schwanger werden und müssen während

der Therapie eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, da Taxespira dem ungeborenen Kind schaden

kann. Wenn Sie während Ihrer Behandlung schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt

verständigen.

Sie dürfen während Ihrer Behandlung mit Taxespira nicht stillen.

Wenn Sie als Mann mit Taxespira behandelt werden, werden Sie darauf hingewiesen, während und bis zu

6 Monate nach der Behandlung, kein Kind zu zeugen und sich vor der Therapie hinsichtlich einer

Spermakonservierung beraten zu lassen, da Docetaxel die männliche Fortpflanzungsfähigkeit verändern

kann.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen durchgeführt.

Taxespira enthält Ethanol (Alkohol)

Dieses Arzneimittel enthält 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 0,395 g (0,5 ml) pro ml, entsprechend

10 ml Bier oder 4 ml Wein pro 1 ml Durchstechflasche, 40 ml Bier oder 17 ml Wein pro 4 ml

Durchstechflasche oder 60 ml Bier oder 25 ml Wein pro 6 ml Durchstechflasche.

Ein gesundheitliches Risiko besteht bei Alkoholkranken.

Bei Schwangeren oder Stillenden, Kindern und Hochrisikogruppen, wie z. B. Patienten mit

Lebererkrankungen oder Epilepsie, ist dies zu berücksichtigen.

Die Wirkung anderer Arzneimittel kann durch den Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel verändert

werden.

Die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen des Patienten kann durch den

Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel beeinträchtigt werden.

3.

Wie ist Taxespira anzuwenden?

Taxespira wird Ihnen von medizinischem Fachpersonal verabreicht.

Empfohlene Dosis

Die Dosis ist abhängig von Ihrem Körpergewicht und Ihrer generellen Konstitution. Ihr Arzt wird Ihre

Körperoberfläche in Quadratmeter (m²) berechnen und die Dosierung, die Sie erhalten sollen, festlegen.

Hinweise zur und Art der Anwendung

Taxespira wird als Infusion in eine Ihrer Venen gegeben (intravenöse Anwendung). Die Infusion dauert etwa

eine Stunde. Während dieser Zeit bleiben Sie im Krankenhaus.

Häufigkeit der Anwendung

Normalerweise sollten Sie Ihre Infusion einmal alle 3 Wochen erhalten.

Ihr Arzt kann die Menge und Häufigkeit der Dosierungen abhängig von Ihrem Blutbild, Ihrem

Allgemeinzustand und Ihrem Ansprechen auf Taxespira verändern. Informieren Sie bitte Ihren Arzt,

insbesondere beim Auftreten von Durchfall, Entzündungen im Mundbereich, Taubheitsgefühl oder einem

Gefühl von Kribbeln, Fieber, und geben Sie ihm/ihr die Ergebnisse Ihrer Bluttests. Solche Informationen

erlauben es ihm/ihr zu entscheiden, ob eine Dosisreduktion notwendig ist. Wenn Sie weitere Fragen zur

Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Krankenhaus-Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Ihr behandelnder Arzt wird dies mit Ihnen besprechen und die möglichen Risiken und den Nutzen der

Behandlung erläutern.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Taxespira allein sind: eine Abnahme der roten oder weißen Blutzellen,

Alopezie (Haarausfall), Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen im Mundbereich, Durchfall und Müdigkeit.

Der Schweregrad der Nebenwirkungen von Taxespira kann bei Gabe von Taxespira in Kombination mit

anderen Chemotherapeutika erhöht sein.

Während der Infusion im Krankenhaus können folgende allergische Reaktionen (kann mehr als 1 von

10 Behandelten betreffen) auftreten:

Hitzewallung, Hautreaktionen, Juckreiz

Gefühl der Brustenge, Atembeschwerden

Fieber oder Schüttelfrost

Rückenschmerzen

niedriger Blutdruck.

Weitere schwere Reaktionen können auftreten.

Das Krankenhauspersonal wird Ihren Zustand während der Behandlung engmaschig überwachen.

Informieren Sie das Krankenhauspersonal sofort, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken.

In der Zeit zwischen den Infusionen von Taxespira kann Folgendes eintreten, und die Häufigkeit kann mit

der Kombination der Arzneimittel, die eingenommen werden, variieren:

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Infektionen, Verminderung der Anzahl roter (Anämie) oder weißer Blutkörperchen (wichtig für die

Infektionsabwehr) und Blutplättchen (wichtig für die Blutgerinnung)

Fieber: Wenn Sie Fieber haben, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt informieren

Allergische Reaktionen wie oben beschrieben

Appetitverlust (Anorexie)

Schlaflosigkeit

Gefühllosigkeit, Gefühl von Nadelstichen oder Schmerzen in den Gelenken oder Muskeln

Schmerzen in den Gelenken oder Muskeln

Kopfschmerzen

Geschmacksveränderungen

Augenentzündungen oder vermehrtes Tränen der Augen

Schwellung aufgrund gestörten Lymphabflusses

Kurzatmigkeit

Nasenausfluss; Entzündung des Rachens und der Nase; Husten

Nasenbluten

Entzündungen im Mund

Magenstörungen, einschließlich Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Verstopfung

Bauchschmerzen

Verdauungsstörungen

Haarverlust (in den meisten Fällen sollte der normale Haarwuchs wiederkehren)

Rötung und Schwellung Ihrer Handflächen oder Fußsohlen, die eine Ablösung der Haut verursachen

können (dies kann ebenfalls an den Armen, im Gesicht oder am Körper auftreten)

Veränderungen in der Farbe der Nägel, die sich nachfolgend ablösen können

Muskelschmerzen und Schmerzen; Rückenschmerzen oder Knochenschmerzen

Veränderung oder Ausbleiben der Regelblutung

Schwellung der Hände, Füße, Beine

Müdigkeit oder grippeähnliche Symptome

Gewichtszunahme oder –verlust.

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Mundcandidiasis (Pilzbefall im Mund)

Austrocknung

Schwindel

Beeinträchtigtes Hörvermögen

Abfall des Blutdrucks, unregelmäßige Herzschläge oder Herzrasen

Herzversagen

Ösophagitis (Entzündung der Speiseröhre)

Mundtrockenheit

Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken

Blutung

Anstieg der Leberenzyme (daher die Notwendigkeit regelmäßiger Bluttests).

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Ohnmachtsanfälle

Hautreaktionen, Phlebitis (Venenentzündung) und Schwellung an der Injektionsstelle

Entzündung des Dickdarms, des Dünndarms; Darmdurchbruch

Blutgerinnsel.

Häufigkeit nicht bekannt:

Interstitielle Lungenerkrankung (Lungenentzündung verbunden mit Husten und Schwierigkeiten beim

Atmen. Eine Lungenentzündung kann sich auch bei der gleichzeitigen Anwendung von Docetaxel und

einer Radiotherapie entwickeln)

Pneumonie (Infektion der Lunge)

Lungenfibrose (Vernarbungen und Verdickungen in der Lunge mit Kurzatmigkeit)

Verschwommensehen bedingt durch eine Schwellung der Retina im Auge (zystoides Maculaödem)

Abfall der Natriumwerte in Ihrem Blut.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale

Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Taxespira aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ und dem Etikett auf der

Durchstechflasche nach „verw.bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Verwenden Sie die Durchstechflasche sofort nach dem Öffnen. Wenn der Inhalt nicht sofort verwendet wird,

liegt die Verantwortung für die Aufbewahrungsdauer und die Aufbewahrungsbedingungen beim Anwender.

Aus mikrobiologischer Sicht muss die Rekonstitution/Verdünnung unter kontrollierten und aseptischen

Bedingungen stattfinden.

Verwenden Sie das Arzneimittel sofort nach dem Hinzufügen zum Infusionsbeutel. Wenn es nicht sofort

verwendet wird, liegt die Verantwortung für die Aufbewahrungsdauer und die Aufbewahrungsbedingungen

beim Anwender. Diese sollte normalerweise nicht mehr als 6 Stunden unter 25 °C, einschließlich der

einstündigen Infusion, betragen.

Die physikalische und chemische Stabilität der gebrauchsfertigen, wie empfohlen zubereiteten,

Infusionslösung wurde in PVC-freien Beuteln für bis zu 48 Stunden bei Lagerung zwischen 2 und 8 °C

gezeigt.

Die Docetaxel-Infusionslösung ist übersättigt und kann daher nach einiger Zeit auskristallisieren. Wenn

Kristalle sichtbar werden, darf die Lösung nicht mehr verwendet werden und ist zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Taxespira enthält

Der Wirkstoff ist Docetaxel (als Trihydrat). Jeder ml des Konzentrates zur Herstellung einer

Infusionslösung enthält 20 mg Docetaxel (als Trihydrat).

20 mg/ 1 ml

Eine Durchstechflasche mit 1 ml Konzentrat enthält 20 mg Docetaxel.

80 mg/ 4 ml

Eine Durchstechflasche mit 4 ml Konzentrat enthält 80 mg Docetaxel.

120 mg/ 6 ml

Eine Durchstechflasche mit 6 ml Konzentrat enthält 120 mg Docetaxel.

Die sonstigen Bestandteile sind Polysorbat 80, Ethanol, wasserfrei, und Citronensäure, wasserfrei.

Wie Taxespira aussieht und Inhalt der Packung

Taxespira

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist eine schwach gelbe bis braungelbe Lösung,

verpackt in Durchstechflaschen aus Glas.

Durchstechflaschen mit 20 mg/1 ml, 80 mg/4 ml und 120 mg/6 ml sind in Packungen zu einer

Durchstechflasche erhältlich.

Nicht alle Packunsgrößen werden vermarktet.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Hospira UK Limited

Horizon,

Honey Lane,

Hurley,

Maidenhead,

SL6 6RJ,

Vereinigtes Königreich

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen

Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

AT / DE

Hospira Deutschland GmbH

Tel: + 49 (0) 89 43 77 77 0

BE / LX / NL

Hospira Benelux BVBA

Tél/Tel: + 32 3 231 90 09

BG / CZ / EE / EL / HR/ HU / IE / LT / LV /

MT / PL / RO / SI / SK / UK

Hospira UK Limited

Tel: + 44 (0) 1926 820820

CY

Pharmaceutical Trading Co Ltd

Tel: 24656165

DK / FI / IS / NO / SE

Hospira Nordic AB

Tel: + 46 (0) 8 672 85 00

ES

Hospira Productos Farmacéuticos y Hospitalarios

S.L.

Tel: + 34 914847100

FR

Hospira France

Tél: + 33 (0) 1 40 83 82 00

IT

Hospira Italia Srl

Tel: + 39 0812405912

PT

Hospira Portugal Lda

Tel: + 351 214857434

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {Monat JJJJ}.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar

Diese Packungsbeilage ist auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur in allen EU-

Amtssprachen verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

ANWEISUNG ZUR ZUBEREITUNG UND ANWENDUNG DES TAXESPIRA KONZENTRATES

ZUR HERSTELLUNG EINER INFUSIONSLÖSUNG

Es ist wichtig, dass Sie den gesamten Inhalt dieser Anleitung vor der Zubereitung der TAXESPIRA

Infusionslösung lesen.

Empfehlungen zur Sicherheit bei der Anwendung

Docetaxel ist ein antineoplastisches Mittel. Daher sollten, wie beim Umgang mit anderen potenziell

toxischen Präparaten, Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang damit und bei der Herstellung der Lösungen

getroffen werden. Das Tragen von Schutzhandschuhen wird empfohlen.

Bei Kontaminationen der Haut mit dem Taxespira Konzentrat oder der Infusionslösung reinigen Sie sie

umgehend gründlich mit Wasser und Seife. Nach Schleimhautkontakten sofort mit viel Wasser gründlich

nachspülen.

Zubereitung zur intravenösen Anwendung

Zubereitung der Infusionslösung

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira

20 mg/1 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira

0 mg/4 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira

20 mg/6 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Taxespira

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung erfordert KEINE vorherige Verdünnung

mit einem Lösungsmittel und kann unmittelbar zur Infusionslösung hinzugefügt werden.

Jede Durchstechflasche ist zur Einmalentnahme bestimmt und sollte sofort nach dem Öffnen

verwendet werden. Für den Fall, dass sie nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer

und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Um die erforderliche Dosis für den Patienten zu

erhalten, kann mehr als eine Durchstechflasche mit Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

nötig sein. Beispielsweise benötigen Sie bei einer Dosis von 140 mg Docetaxel 7 ml Taxespira

20 mg/1 ml Konzentrat für die Lösung.

Entnehmen Sie aseptisch die erforderliche Menge des Konzentrates zur Herstellung einer

Infusionslösung mit einer graduierten Spritze, die mit einer 21 G Nadel versehen ist.

Bei Taxespira 20 mg/1 ml, 80 mg/4 ml und 120 mg/6 ml beträgt die Konzentration von Docetaxel in

der Durchstechflasche 20 mg/ml.

Injizieren Sie mit einer einzigen Injektion (

„one shot“

) die erforderliche Dosis (in mg) in einen 250 ml-

PVC-freien Infusionsbeutel, der entweder eine 5%ige Glucose- oder eine isotonische Natriumchloridlösung

zur Infusion enthält, oder in eine Glasflasche mit 5%iger Glucoselösung. Falls eine größere Dosis als 190 mg

Docetaxel benötigt wird, ist ein größeres Volumen an Infusionsmedium zu verwenden, so dass eine

Konzentration von 0,74 mg/ml Docetaxel nicht überschritten wird.

Mischen Sie den Inhalt des Infusionsbeutels bzw. der Infusionsflasche per Hand durch Hin-und-her-

Kippen.

Aus mikrobiologischer Sicht muss die Rekonstitution/Verdünnung unter kontrollierten und aseptischen

Bedingungen stattfinden und die Infusionslösung sollte sofort verwendet werden. Für den Fall, dass sie nicht

sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Nach dem Hinzufügen in den Infusionsbeutel, so wie empfohlen, ist die Docetaxel-Infusionslösung bei

Lagerung unter 25 °C 6 Stunden lang stabil. Sie sollte innerhalb von 6 Stunden (einschließlich der

einstündigen intravenösen Infusion) verwendet werden.

Außerdem konnte die physikalische und chemische Stabilität der gebrauchsfertigen, wie empfohlen

zubereiteten, Infusionslösung in PVC-freien Beuteln oder Glasflaschen für bis zu 48 Stunden bei Lagerung

zwischen 2 und 8 °C und für bis zu 6 Stunden bei Lagerung unter 25 °C gezeigt werden. Die Docetaxel-

Infusionslösung ist übersättigt und kann daher nach einiger Zeit auskristallisieren. Wenn Kristalle sichtbar

werden, darf die Lösung nicht mehr verwendet werden und ist zu verwerfen.

Wie bei allen parenteral zu verabreichenden Produkten sollte die Infusionslösung vor Gebrauch visuell

überprüft werden. Lösungen, die einen Niederschlag enthalten, sollten verworfen werden.

Entsorgung

Alle für den Lösungsvorgang und für die Anwendung verwendeten Materialien sollten üblichen Standards

entsprechend entsorgt werden. Arzneimittel dürfen nicht über das Abwasser entsorgt werden. Diese

Maßnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Taxespira 20 mg/1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 80 mg/4 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 120 mg/6 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 140 mg/7 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Taxespira 160 mg/8 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Docetaxel

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Taxespira und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Taxespira beachten?

Wie ist Taxespira anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Taxespira aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Taxespira und wofür wird es angewendet?

Der Name dieses Arzneimittels lautet Taxespira. Sein gebräuchlicher Name ist Docetaxel. Docetaxel ist eine

Substanz, die aus Eibennadeln gewonnen wird. Docetaxel gehört zur Gruppe der als Taxane bezeichneten

Arzneimittel, die gegen Krebs wirksam sind.

Taxespira wurde von Ihrem Arzt zur Behandlung von Brustkrebs, bestimmten Formen von Lungenkrebs

(nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom), Prostatakarzinom, Magenkarzinom oder Kopf-Hals-Tumoren

verschrieben:

Für die Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs kann Taxespira entweder allein oder in

Kombination mit Doxorubicin, Trastuzumab oder Capecitabin verabreicht werden.

Für die Behandlung von Brustkrebs im frühen Stadium mit oder ohne Beteiligung von Lymphknoten

kann Taxespira in Kombination mit Doxorubicin und Cyclophosphamid verabreicht werden.

Für die Behandlung von Lungenkrebs kann Taxespira entweder allein oder in Kombination mit

Cisplatin verabreicht werden.

Für die Behandlung des Prostatakarzinoms wird Taxespira in Kombination mit Prednison oder

Prednisolon gegeben.

Für die Behandlung des metastasierten Magenkarzinoms wird Taxespira in Kombination mit Cisplatin

und 5-Fluorouracil gegeben.

Für die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren wird Taxespira in Kombination mit Cisplatin und

5-Fluorouracil gegeben.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Taxespira beachten?

Taxespira darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Docetaxel oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile von Taxespira sind.

wenn die Zahl Ihrer weißen Blutkörperchen zu gering ist.

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Vor jeder Behandlung mit Taxespira müssen Sie sich einem Bluttest unterziehen, um feststellen zu lassen, ob

Sie ausreichend Blutzellen und eine entsprechende Leberfunktion haben, um Taxespira erhalten zu können.

Im Falle einer Beeinträchtigung der weißen Blutzellen können bei Ihnen Fieber oder Infektionen auftreten.

Informieren Sie Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie

Sehprobleme haben. Im Fall von Sehproblemen, insbesondere bei Verschwommensehen, sollten Ihre Augen

und Ihr Sehvermögen unverzüglich untersucht werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie

Probleme mit Ihrem Herzen haben.

Informieren Sie Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie unter

einer früheren Therapie mit Paclitaxel eine allergische Reaktion hatten.

Wenn Sie akute Lungenprobleme haben oder sich diese verschlechtern (Fieber, Kurzatmigkeit oder Husten),

informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, Ihren Krankenhaus-Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Ihr Arzt kann die Behandlung sofort unterbrechen.

Sie werden gebeten, einen Tag vor der Verabreichung von Taxespira eine Prämedikation einzunehmen, die

aus einem oralen Kortikosteroid wie Dexamethason besteht, und diese für einen oder 2 weitere Tage

fortzusetzen, um bestimmte unerwünschte Wirkungen, insbesondere allergische Reaktionen und

Flüssigkeitseinlagerungen (Anschwellen der Hände, Füße, Beine und Gewichtszunahme), die nach der

Infusion von Taxespira auftreten können, möglichst gering zu halten.

Während der Behandlung können Ihnen andere Arzneimittel zur Aufrechterhaltung der Zahl Ihrer

Blutzellen verabreicht werden.

Taxespira enthält Alkohol. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie alkoholkrank sind, wenn Sie an Epilepsie

leiden oder wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist. Siehe auch Abschnitt „Taxespira enthält Ethanol

(Alkohol)“ im Folgenden.

Anwendung von Taxespira zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Krankenhaus-Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, da Taxespira oder andere Arzneimittel nicht so gut wie

erwartet wirken und bei Ihnen mit größerer Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen auftreten könnten.

Die Wirkung anderer Arzneimittel kann durch den Alkohol in diesem Arzneimittel verändert werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Taxespira darf NICHT verabreicht werden, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für

eindeutig erforderlich.

Sie dürfen während der Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht schwanger werden und müssen während

der Therapie eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, da Taxespira dem ungeborenen Kind schaden

kann. Wenn Sie während Ihrer Behandlung schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt

verständigen.

Sie dürfen während Ihrer Behandlung mit Taxespira nicht stillen.

Wenn Sie als Mann mit Taxespira behandelt werden, werden Sie darauf hingewiesen, während und bis zu

6 Monate nach der Behandlung, kein Kind zu zeugen und sich vor der Therapie hinsichtlich einer

Spermakonservierung beraten zu lassen, da Docetaxel die männliche Fortpflanzungsfähigkeit verändern

kann.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Menge an Alkohol in diesem Arzneimittel kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Taxespira enthält Ethanol (Alkohol)

20 mg/1 ml:

Dieses Arzneimittel enthält 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 395 mg Ethanol pro 1 ml

Durchstechflasche, entsprechend 10 ml Bier oder 4 ml Wein;

80 mg/4 ml:

Dieses Arzneimittel enthält 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 1580 mg Ethanol pro 4 ml

Durchstechflasche, entsprechend 40 ml Bier oder 17 ml Wein;

120 mg/6 ml:

Dieses Arzneimittel enthält 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 2370 mg Ethanol pro 6 ml

Durchstechflasche,entsprechend 60 ml Bier oder 25 ml Wein.

140 mg/7 ml:

Dieses Arzneimittel enthält 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 2765 mg Ethanol pro 7 ml

Durchstechflasche,entsprechend 70 ml Bier oder 29 ml Wein.

160 mg/8 ml:

Dieses Arzneimittel enthält 50 Vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 3160 mg Ethanol pro 8 ml

Durchstechflasche,entsprechend 80 ml Bier oder 33 ml Wein.

Ein gesundheitliches Risiko besteht bei Alkoholkranken.

Bei Schwangeren oder Stillenden, Kindern und Hochrisikogruppen, wie z. B. Patienten mit

Lebererkrankungen oder Epilepsie, ist dies zu berücksichtigen.

Der Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel kann mögliche Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem

haben (den Teil des Nervensystems, welcher das Gehirn und das Rückenmark einschließt).

3.

Wie ist Taxespira anzuwenden?

Taxespira wird Ihnen von medizinischem Fachpersonal verabreicht.

Empfohlene Dosis

Die Dosis ist abhängig von Ihrem Körpergewicht und Ihrer generellen Konstitution. Ihr Arzt wird Ihre

Körperoberfläche in Quadratmeter (m²) berechnen und die Dosierung, die Sie erhalten sollen, festlegen.

Hinweise zur und Art der Anwendung

Taxespira wird als Infusion in eine Ihrer Venen gegeben (intravenöse Anwendung). Die Infusion dauert etwa

eine Stunde. Während dieser Zeit bleiben Sie im Krankenhaus.

Häufigkeit der Anwendung

Normalerweise sollten Sie Ihre Infusion einmal alle 3 Wochen erhalten.

Ihr Arzt kann die Menge und Häufigkeit der Dosierungen abhängig von Ihrem Blutbild, Ihrem

Allgemeinzustand und Ihrem Ansprechen auf Taxespira verändern. Informieren Sie bitte Ihren Arzt,

insbesondere beim Auftreten von Durchfall, Entzündungen im Mundbereich, Taubheitsgefühl oder einem

Gefühl von Kribbeln, Fieber, und geben Sie ihm/ihr die Ergebnisse Ihrer Bluttests. Solche Informationen

erlauben es ihm/ihr zu entscheiden, ob eine Dosisreduktion notwendig ist. Wenn Sie weitere Fragen zur

Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Krankenhaus-Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Ihr behandelnder Arzt wird dies mit Ihnen besprechen und die möglichen Risiken und den Nutzen der

Behandlung erläutern.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Taxespira allein sind: eine Abnahme der roten oder weißen Blutzellen,

Alopezie (Haarausfall), Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen im Mundbereich, Durchfall und Müdigkeit.

Der Schweregrad der Nebenwirkungen von Taxespira kann bei Gabe von Taxespira in Kombination mit

anderen Chemotherapeutika erhöht sein.

Während der Infusion im Krankenhaus können folgende allergische Reaktionen (kann mehr als 1 von

10 Behandelten betreffen) auftreten:

Hitzewallung, Hautreaktionen, Juckreiz

Gefühl der Brustenge, Atembeschwerden

Fieber oder Schüttelfrost

Rückenschmerzen

niedriger Blutdruck.

Weitere schwere Reaktionen können auftreten.

Wenn Sie eine allergische Reaktion auf Paclitaxel hatten, können Sie auch unter der Behandlung mit

Docetaxel eine allergische Reaktion entwickeln, die schwerwiegender werden kann.

Das Krankenhauspersonal wird Ihren Zustand während der Behandlung engmaschig überwachen.

Informieren Sie das Krankenhauspersonal sofort, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken.

In der Zeit zwischen den Infusionen von Taxespira kann Folgendes eintreten, und die Häufigkeit kann mit

der Kombination der Arzneimittel, die eingenommen werden, variieren:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Infektionen, Verminderung der Anzahl roter (Anämie) oder weißer Blutkörperchen (wichtig für die

Infektionsabwehr) und Blutplättchen (wichtig für die Blutgerinnung)

Fieber: Wenn Sie Fieber haben, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt informieren

Allergische Reaktionen wie oben beschrieben

Appetitverlust (Anorexie)

Schlaflosigkeit

Gefühllosigkeit, Gefühl von Nadelstichen oder Schmerzen in den Gelenken oder Muskeln

Schmerzen in den Gelenken oder Muskeln

Kopfschmerzen

Geschmacksveränderungen

Augenentzündungen oder vermehrtes Tränen der Augen

Schwellung aufgrund gestörten Lymphabflusses

Kurzatmigkeit

Nasenausfluss; Entzündung des Rachens und der Nase; Husten

Nasenbluten

Entzündungen im Mund

Magenstörungen, einschließlich Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Verstopfung

Bauchschmerzen

Verdauungsstörungen

Haarverlust: In den meisten Fällen sollte der normale Haarwuchs wiederkehren. In einigen Fällen

(Häufigkeit nicht bekannt) wurde anhaltender Haarausfall beobachtet.

Rötung und Schwellung Ihrer Handflächen oder Fußsohlen, die eine Ablösung der Haut verursachen

können (dies kann ebenfalls an den Armen, im Gesicht oder am Körper auftreten)

Veränderungen in der Farbe der Nägel, die sich nachfolgend ablösen können

Muskelschmerzen und Schmerzen; Rückenschmerzen oder Knochenschmerzen

Veränderung oder Ausbleiben der Regelblutung

Schwellung der Hände, Füße, Beine

Müdigkeit oder grippeähnliche Symptome

Gewichtszunahme oder –verlust.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Mundcandidiasis (Pilzbefall im Mund)

Austrocknung

Schwindel

Beeinträchtigtes Hörvermögen

Abfall des Blutdrucks, unregelmäßige Herzschläge oder Herzrasen

Herzversagen

Ösophagitis (Entzündung der Speiseröhre)

Mundtrockenheit

Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken

Blutung

Anstieg der Leberenzyme (daher die Notwendigkeit regelmäßiger Bluttests).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Ohnmachtsanfälle

Hautreaktionen, Phlebitis (Venenentzündung) und Schwellung an der Injektionsstelle

Entzündung des Dickdarms, des Dünndarms; Darmdurchbruch

Blutgerinnsel.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Interstitielle Lungenerkrankung (Lungenentzündung verbunden mit Husten und Schwierigkeiten beim

Atmen. Eine Lungenentzündung kann sich auch bei der gleichzeitigen Anwendung von Docetaxel und

einer Radiotherapie entwickeln)

Pneumonie (Infektion der Lunge)

Lungenfibrose (Vernarbungen und Verdickungen in der Lunge mit Kurzatmigkeit)

Verschwommensehen bedingt durch eine Schwellung der Retina im Auge (zystoides Maculaödem)

Abfall der Natrium-, Kalium-, Magnesium- und/oder Calciumwerte in Ihrem Blut (Störung im

Elektrolytgleichgewicht)

Ventrikuläre Arrhythmie oder ventrikuläre Tachykardie (die sich äußern können als unregelmäßiger

und/oder schneller Herzschlag, schwere Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl und/oder Ohnmacht). Einige

dieser Symptome können schwerwiegend sein. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn dies

auftritt.

Reaktionen an einer Injektionsstelle, an der bereits früher Reaktionen aufgetreten sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Krankenhaus-Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale

Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Taxespira aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ und dem Etikett auf der

Durchstechflasche nach „verw.bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Verwenden Sie die Durchstechflasche sofort nach dem Öffnen. Wenn der Inhalt nicht sofort verwendet wird,

liegt die Verantwortung für die Aufbewahrungsdauer und die Aufbewahrungsbedingungen beim Anwender.

Aus mikrobiologischer Sicht muss die Rekonstitution/Verdünnung unter kontrollierten und aseptischen

Bedingungen stattfinden.

Verwenden Sie das Arzneimittel sofort nach dem Hinzufügen zum Infusionsbeutel. Wenn es nicht sofort

verwendet wird, liegt die Verantwortung für die Aufbewahrungsdauer und die Aufbewahrungsbedingungen

beim Anwender. Diese sollte normalerweise nicht mehr als 6 Stunden unter 25 °C, einschließlich der

einstündigen Infusion, betragen.

Die physikalische und chemische Stabilität der gebrauchsfertigen, wie empfohlen zubereiteten,

Infusionslösung wurde in PVC-freien Beuteln für bis zu 48 Stunden bei Lagerung zwischen 2 und 8 °C

gezeigt.

Die Docetaxel-Infusionslösung ist übersättigt und kann daher nach einiger Zeit auskristallisieren. Wenn

Kristalle sichtbar werden, darf die Lösung nicht mehr verwendet werden und ist zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Taxespira enthält

- Der Wirkstoff ist Docetaxel (als Trihydrat). Jeder ml des Konzentrates zur Herstellung einer

Infusionslösung enthält 20 mg Docetaxel (als Trihydrat).

20 mg/ 1 ml

Eine Durchstechflasche mit 1 ml Konzentrat enthält 20 mg Docetaxel.

80 mg/ 4 ml

Eine Durchstechflasche mit 4 ml Konzentrat enthält 80 mg Docetaxel.

120 mg/ 6 ml

Eine Durchstechflasche mit 6 ml Konzentrat enthält 120 mg Docetaxel.

140 mg/ 7 ml

Eine Durchstechflasche mit 7 ml Konzentrat enthält 140 mg Docetaxel.

160 mg/ 8 ml

Eine Durchstechflasche mit 8 ml Konzentrat enthält 160 mg Docetaxel.

- Die sonstigen Bestandteile sind Polysorbat 80, Ethanol, wasserfrei (siehe Abschnitt 2) und Citronensäure,

wasserfrei.

Wie Taxespira aussieht und Inhalt der Packung

Taxespira Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist eine schwach gelbe bis braungelbe Lösung,

verpackt in Durchstechflaschen aus Glas.

Durchstechflaschen mit 20 mg/1 ml, 80 mg/4 ml, 120 mg/6 ml, 140 mg/7 ml und 160 mg/8 ml sind in

Packungen zu einer Durchstechflasche erhältlich.

Nicht alle Packunsgrößen werden vermarktet.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Hospira UK Limited

Horizon,

Honey Lane,

Hurley,

Maidenhead,

SL6 6RJ,

Vereinigtes Königreich

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen

Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

BE / LU

Pfizer SA/NV

Tél/Tel: +32 2 554 62 11

LV

Pfizer Luxembourg SARL filiāle Latvijā

Tel.: + 371 670 35 775

BG / EL / MT / RO / UK

Hospira UK Limited

Tel: + 44 (0) 1628 515500

LT

Pfizer Luxembourg SARL filialas Lietuvoje

Tel. + 370 52 51 4000

CZ

Pfizer, spol. s r.o.

Tel: +420-283-004-111

HU

Pfizer Kft.

Tel: + 36 1 488 37 00

DK

Pfizer ApS

Tlf: + 45 44 20 11 00

NL

Pfizer bv

Tel: +31 (0)10 406 43 01

DE

Pfizer Pharma PFE GmbH

Tel: + 49 (0)800 8535555

NO

Pfizer AS

Tlf: +47 67 52 61 00

EE

Pfizer Luxembourg SARL Eesti filiaal

Tel: +372 666 7500

AT

Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H.

Tel: +43 (0)1 521 15-0

ES

Pfizer GEP, S.L.

Tel: +34 91 490 99 00

PL

Pfizer Polska Sp. z o.o.

Tel: +48 22 335 61 00

FR

Pfizer PFE France

Tél: + 33 (0)1 58 07 34 40

PT

Laboratórios Pfizer, Lda.

Tel: +351 21 423 55 00

HR

Pfizer Croatia d.o.o.

Tel: +385 1 3908 777

SI

Pfizer Luxembourg SARL

Pfizer, podružnica za svetovanje s področja

farmacevtske dejavnosti, Ljubljana

Tel: +386 (0)1 52 11 400

IE

Hospira Ireland Sales Limited

Tel: 1800 633 363 (toll free)

+44 (0) 1304 616161

SK

Pfizer Luxembourg SARL, organizačná zložka

Tel: +421–2–3355 5500

IS

Icepharma hf.

Sími: +354 540 8000

FI

Pfizer PFE Finland Oy

Puh/Tel: +358 (0)9 430 040

IT

Pfizer Italia Srl

Tel: +39 06 33 18 21

SE

Pfizer AB

Tel: +46 (0)8 550 520 00

CY

Pharmaceutical Trading Co Ltd

Τηλ: 24656165

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {Monat JJJJ}.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu

verfügbar.

Diese Packungsbeilage ist auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur in allen EU-

Amtssprachen verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

ANWEISUNG ZUR ZUBEREITUNG UND ANWENDUNG DES TAXESPIRA KONZENTRATES

ZUR HERSTELLUNG EINER INFUSIONSLÖSUNG

Es ist wichtig, dass Sie den gesamten Inhalt dieser Anleitung vor der Zubereitung der TAXESPIRA

Infusionslösung lesen.

Empfehlungen zur Sicherheit bei der Anwendung

Docetaxel ist ein antineoplastisches Mittel. Daher sollten, wie beim Umgang mit anderen potenziell

toxischen Präparaten, Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang damit und bei der Herstellung der Lösungen

getroffen werden. Das Tragen von Schutzhandschuhen wird empfohlen.

Bei Kontaminationen der Haut mit dem Taxespira Konzentrat oder der Infusionslösung reinigen Sie sie

umgehend gründlich mit Wasser und Seife. Nach Schleimhautkontakten sofort mit viel Wasser gründlich

nachspülen.

Zubereitung zur intravenösen Anwendung

Zubereitung der Infusionslösung

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira 20 mg/1 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira 80 mg/4 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira 120 mg/6 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira 140 mg/7 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Verwenden Sie NICHT andere Arzneimittel, die Docetaxel enthalten und aus 2 Durchstechflaschen

bestehen (Konzentrat und Lösungsmittel), zusammen mit diesem Arzneimittel (Taxespira 160 mg/8 ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, welches nur 1 Durchstechflasche enthält).

Taxespira Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung erfordert KEINE vorherige Verdünnung

mit einem Lösungsmittel und kann unmittelbar zur Infusionslösung hinzugefügt werden.

Jede Durchstechflasche ist zur Einmalentnahme bestimmt und sollte sofort nach dem Öffnen

verwendet werden. Für den Fall, dass sie nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer

und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Um die erforderliche Dosis für den Patienten zu

erhalten, kann mehr als eine Durchstechflasche mit Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

nötig sein. Beispielsweise benötigen Sie bei einer Dosis von 140 mg Docetaxel 7 ml Taxespira

20 mg/1 ml Konzentrat für die Lösung.

Entnehmen Sie aseptisch die erforderliche Menge des Konzentrates zur Herstellung einer

Infusionslösung mit einer graduierten Spritze, die mit einer 21 G Nadel versehen ist.

Bei Taxespira 20 mg/1 ml, 80 mg/4 ml, 120 mg/6 ml, 140 mg/7 ml und 160 mg/8 ml beträgt die

Konzentration von Docetaxel in der Durchstechflasche 20 mg/ml.

Injizieren Sie mit einer einzigen Injektion („one shot“) die erforderliche Dosis (in mg) in einen 250 ml-

PVC-freien Infusionsbeutel, der entweder eine 5%ige Glucose- oder eine isotonische Natriumchloridlösung

zur Infusion enthält, oder in eine Glasflasche mit 5%iger Glucoselösung. Falls eine größere Dosis als 190 mg

Docetaxel benötigt wird, ist ein größeres Volumen an Infusionsmedium zu verwenden, so dass eine

Konzentration von 0,74 mg/ml Docetaxel nicht überschritten wird.

Mischen Sie den Inhalt des Infusionsbeutels bzw. der Infusionsflasche per Hand durch Hin-und-her-

Kippen.

Aus mikrobiologischer Sicht muss die Rekonstitution/Verdünnung unter kontrollierten und aseptischen

Bedingungen stattfinden und die Infusionslösung sollte sofort verwendet werden. Für den Fall, dass sie nicht

sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Nach dem Hinzufügen in den Infusionsbeutel, so wie empfohlen, ist die Docetaxel-Infusionslösung bei

Lagerung unter 25 °C 6 Stunden lang stabil. Sie sollte innerhalb von 6 Stunden (einschließlich der

einstündigen intravenösen Infusion) verwendet werden.

Außerdem konnte die physikalische und chemische Stabilität der gebrauchsfertigen, wie empfohlen

zubereiteten, Infusionslösung in PVC-freien Beuteln oder Glasflaschen für bis zu 48 Stunden bei Lagerung

zwischen 2 und 8 °C und für bis zu 6 Stunden bei Lagerung unter 25 °C gezeigt werden. Die Docetaxel-

Infusionslösung ist übersättigt und kann daher nach einiger Zeit auskristallisieren. Wenn Kristalle sichtbar

werden, darf die Lösung nicht mehr verwendet werden und ist zu verwerfen.

Wie bei allen parenteral zu verabreichenden Produkten sollte die Infusionslösung vor Gebrauch visuell

überprüft werden. Lösungen, die einen Niederschlag enthalten, sollten verworfen werden.

Entsorgung

Alle für den Lösungsvorgang und für die Anwendung verwendeten Materialien sollten üblichen Standards

entsprechend entsorgt werden. Arzneimittel dürfen nicht über das Abwasser entsorgt werden. Diese

Maßnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

2-10-2018

Imraldi (Samsung Bioepis UK Limited)

Imraldi (Samsung Bioepis UK Limited)

Imraldi (Active substance: adalimumab) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)6458 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4279/IB/14

Europe -DG Health and Food Safety

10-9-2018

Retacrit (Hospira UK Limited)

Retacrit (Hospira UK Limited)

Retacrit (Active substance: epoetin zeta) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5946 of Mon, 10 Sep 2018

Europe -DG Health and Food Safety

28-8-2018

EU/3/18/2057 (Pharm Research Associates (UK) Limited)

EU/3/18/2057 (Pharm Research Associates (UK) Limited)

EU/3/18/2057 (Active substance: 1-(2-hydroxyethyl)-8-{[5-(4-methylpiperazin-1-yl)-2-(trifluoromethoxy) phenyl]amino}-4,5-dihydro-1H-pyrazolo[4,3-h]quinazoline-3-carboxamide fumarate salt) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5729 of Tue, 28 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/051/18

Europe -DG Health and Food Safety

7-8-2018

Duloxetine Mylan (Generics [UK] Limited)

Duloxetine Mylan (Generics [UK] Limited)

Duloxetine Mylan (Active substance: Duloxetine) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5417 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3981/T/14

Europe -DG Health and Food Safety

3-8-2018

EU/3/18/2042 (MeiraGTx UK II Limited)

EU/3/18/2042 (MeiraGTx UK II Limited)

EU/3/18/2042 (Active substance: Adenovirus associated viral vector serotype 2/8 containing the human CNGA3 gene) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5274 of Fri, 03 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/048/18

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

EU/3/18/2019 (Reata UK Limited)

EU/3/18/2019 (Reata UK Limited)

EU/3/18/2019 (Active substance: Bardoxolone methyl) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5055 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/011/18/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

23-7-2018

Qarziba (EUSA Pharma (UK) Limited)

Qarziba (EUSA Pharma (UK) Limited)

Qarziba (Active substance: dinutuximab beta) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4886 of Mon, 23 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

4-7-2018

Docetaxel Accord (Accord Healthcare Limited)

Docetaxel Accord (Accord Healthcare Limited)

Docetaxel Accord (Active substance: Docetaxel) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4341 of Wed, 04 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

Rubraca (Clovis Oncology UK Limited)

Rubraca (Clovis Oncology UK Limited)

Rubraca (Active substance: rucaparib) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3344 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4272

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/18/2026 (Alnylam UK Limited)

EU/3/18/2026 (Alnylam UK Limited)

EU/3/18/2026 (Active substance: Synthetic double-stranded siRNA oligonucleotide targeted against transthyretin mRNA, with six phosphorothioate linkages in the backbone, and nine 2'-fluoro and thirty-five 2'-O-methyl nucleoside residues in the sequence, which is covalently linked via a phosphodiester group to a ligand containing three N-acetylgalactosamine residues) - Orphan designation - Commission Decision (2018)3394 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/019/18

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

Juluca (ViiV Healthcare UK Limited)

Juluca (ViiV Healthcare UK Limited)

Juluca (Active substance: dolutegravir / rilpivirine) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3161 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4427

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

Docetaxel Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Docetaxel Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Docetaxel Kabi (Active substance: Docetaxel) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3053 of Wed, 16 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2325/T/19

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

Inflectra (Hospira UK Limited)

Inflectra (Hospira UK Limited)

Inflectra (Active substance: Infliximab) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3054 of Wed, 16 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

15-5-2018

Flixabi (Samsung Bioepis UK Limited)

Flixabi (Samsung Bioepis UK Limited)

Flixabi (Active substance: infliximab) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3056 of Tue, 15 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

15-5-2018

Pemetrexed Hospira (Hospira UK Limited)

Pemetrexed Hospira (Hospira UK Limited)

Pemetrexed Hospira (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3059 of Tue, 15 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

27-11-2017

Docetaxel

Docetaxel

Docetaxel (Active substance: Docetaxel) - Centralised - Art 28 - (PSUR - Commission Decision (2017)7984 of Mon, 27 Nov 2017 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/1152/201611

Europe -DG Health and Food Safety