Tamsunax 0

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tamsunax 0 4 mg retardkapsel ich
  • Darreichungsform:
  • 4 mg retardkapsel ich
  • Zusammensetzung:
  • tamsulosini hydrochloridum 0.4 mg, color.: E 132, excipiens pro Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tamsunax 0 4 mg retardkapsel ich
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • benigne Prostatahyperplasie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58162
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-02-2008
  • Letzte Änderung:
  • 19-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Tamsunax®

Was ist Tamsunax und wann wird es angewendet?

Tamsunax lindert die Beschwerden, die bei der gutartigen Prostatavergrösserung des Mannes

(benigne Prostatahyperplasie) auftreten. Der Harnstrahl wird verstärkt, die Blase wird besser entleert

und die Reizsymptome der Blase wie Blasendruck, häufiger Harndrang – besonders auch nachts –

werden gebessert.

Diese Beschwerden sind nicht nur bedingt durch die im Alter häufige Vergrösserung der

Vorsteherdrüse, sondern auch durch eine «Verkrampfung» der glatten Muskelzellen in der Prostata,

des Blasenausgangs und der Harnröhre. Tamsunax entspannt gezielt diese Muskelzellen, wodurch

der Harnabfluss verbessert wird und die Reizerscheinungen der Blase abnehmen.

Tamsunax erhalten Sie auf Verschreibung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Wann darf Tamsunax nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegenüber Tamsulosin (Wirkstoff) oder den anderen Bestandteilen des

Präparates. Überempfindlichkeiten erkennen Sie zum Beispiel an Hautausschlag und/oder Juckreiz

sowie an Schwellungen im Bereich von Gesicht, Hals oder Zunge. Auch erschwerte

Atmung/Atemnot deutet auf eine Überempfindlichkeitsreaktion hin.

Bei schweren Leberfunktionsstörungen.

Patienten, die unter tiefem Blutdruck mit Schwindelgefühl beim Aufstehen oder Stehen leiden

(orthostatische Hypotonie) dürfen Tamsunax nicht einnehmen.

Tamsunax sollte nicht in Kombination mit gewissen Pilzmitteln (z.B.Clarithromycin, Itraconazol,

Voriconazol) angewandt werden.

Wann ist bei der Einnahme von Tamsunax Vorsicht geboten?

In einzelnen Fällen kann der Blutdruck abfallen und evtl. eine Ohnmacht auftreten. Falls Sie

Schwindel- und/oder Schwächegefühle bemerken, setzen oder legen Sie sich sofort hin bis die

Beschwerden verschwunden sind.

Falls Sie bei der Einnahme eines Arzneimittels aus der gleichen Gruppe (Alpha1-Rezeptorenblocker)

mit einem starken Blutdruckabfall reagiert hatten oder wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung

haben, sprechen Sie vor Beginn der Therapie mit Ihrem Arzt resp. Ihrer Ärztin.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Herzkrankheit leiden oder

wenn Sie Arzneimittel gegen arteriellen Bluthochdruck einnehmen.

Wenn Sie sich einer Augenoperation unterziehen müssen, sollten Sie bitte den Augenarzt

informieren, dass Sie Tamsunax einnehmen oder kürzlich eingenommen haben. Der operierende

Augenarzt wird daraufhin entsprechende Vorsichtsmassnahmen bezüglich der Medikation und den

chirurgischen Techniken einleiten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob Sie die Einnahme von

Tamsunax vorübergehend unterbrechen sollten.

Besonders bei Beginn der Therapie ist beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht

geboten, da Tamsunax Schwindelgefühle und Blutdruckabfall auslösen kann. Die gleichzeitige

Einnahme von Tamsunax und einem Arzneimittel der gleichen Wirkstoffklasse (Alpha1-

Rezeptorenblocker) soll vermieden werden, da eine verstärkte Blutdrucksenkung eintreten kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden! Dies gilt

besonders für blutdrucksenkende Arzneimittel und Herzmittel aller Art.

Darf Tamsunax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Tamsunax ist ausschliesslich für die Behandlung von Männern bestimmt.

Wie verwenden Sie Tamsunax?

1 Retardkapsel täglich morgens nach dem Frühstück oder nach der ersten Mahlzeit des Tages

einnehmen. Eine Einnahme auf nüchternen Magen sollte vermieden werden. Die Retardkapsel soll –

im Stehen oder im Sitzen – mit einem Glas Wasser (ca. 150 ml) unzerkaut geschluckt werden.

Die Retardkapseln dürfen weder zerkaut noch anderweitig zerkleinert werden, da sonst die

Wirkstoffaufnahme unerwünscht schnell erfolgt und eventuell zu Nebenwirkungen führen könnte.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Tamsunax haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tamsunax auftreten:

Schwindel; Ejakulationsstörungen (z.B. Samenerguss in die Harnblase); Kopfschmerzen;

Herzklopfen; Blutdrucksenkung und in deren Folge kurzzeitige Ohnmachtsanfälle (Synkope);

verstopfte Nase; Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Durchfall

oder Verstopfung; Schwächegefühl.

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Gewebsschwellungen

(z.B. an Gesicht, Rachen oder Zunge) und Schwierigkeiten beim Atmen wurden beobachtet.

In Einzelfällen kann es zu einer langdauernden, schmerzhaften Erektion ohne sexuelle Stimulation

kommen (sog. «Priapismus»). In einem solchen Fall ist der Arzt oder die Ärztin unverzüglich

aufzusuchen.

Sehr selten wurde Stevens-Johnson-Syndrom (einer arzneimittelallergisch bedingten Hauterkrankung

mit schweren Störungen des Allgemeinbefindens, hohen Temperaturen, Hautausschlag, Entzündung

und Blasenbildung der Haut und/oder Schleimhaut der Lippen, Augen, Mund, Nase oder Genitalien)

beobachtet.

Sehr selten wurden ausserdem Herzrhythmusstörungen oder Atemnot beobachtet.

Mit unbekannter Häufigkeit (Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) können

auch folgende Nebenwirkungen auftreten: verschwommenes Sehen, Sehstörungen, Nasenbluten,

schwerwiegende Hautausschläge (Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis).

Falls Sie sich einer Augenoperation wegen Linsentrübung (Katarakt) oder bei erhöhtem

Augeninnendruck (Glaukom) unterziehen müssen und Sie Tamsunax einnehmen oder kürzlich

eingenommen haben, kann sich die Pupille nur schlecht ausdehnen und die Iris (farbiger

kreisförmiger Teil des Auges) kann während des Eingriffs schlotterig werden. Dadurch kann die

Operation erschwert werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

In der Originalpackung nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tamsunax enthalten?

1 Retardkapsel enthält: 0,4 mg Tamsulosinhydrochlorid als Wirkstoff und als Farbstoff lndigotin

(E132) sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58‘162 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Tamsunax? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 10, 30 und 100 Retardkapseln.

Zulassungsinhaberin

Drossapharm AG, 4002 Basel

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.