Tamsulosin-Mepha retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Tamsulosin-Mepha retard Depocaps
  • Darreichungsform:
  • Depocaps
  • Zusammensetzung:
  • tamsulosini hydrochloridum 0.4 mg, color.: E 132, excipiens pro Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Tamsulosin-Mepha retard Depocaps
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Benigne Prostatahyperplasie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58828
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-11-2008
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Tamsulosin-Mepha retard

Mepha Pharma AG

Was ist Tamsulosin-Mepha retard und wann wird es angewendet?

Tamsulosin-Mepha retard lindert die Beschwerden, die bei der gutartigen Prostatavergrösserung des

Mannes (benigne Prostatahyperplasie) auftreten. Der Harnstrahl wird verstärkt, die Blase wird besser

entleert und die Reizsymptome der Blase wie Blasendruck, häufiger Harndrang – besonders auch

nachts – werden gebessert.

Diese Beschwerden sind nicht nur bedingt durch die im Alter häufige Vergrösserung der

Vorsteherdrüse, sondern auch durch eine «Verkrampfung» der glatten Muskelzellen in der Prostata,

des Blasenausgangs und der Harnröhre.

Tamsulosin-Mepha retard entspannt gezielt diese Muskelzellen, wodurch der Harnabfluss verbessert

wird und die Reizerscheinungen der Blase abnehmen.

Tamsulosin-Mepha retard erhalten Sie auf Verschreibung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Wann darf Tamsulosin-Mepha retard nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegenüber Tamsulosin (Wirkstoff) oder den anderen Bestandteilen des

Präparates. Überempfindlichkeiten erkennen Sie zum Beispiel an Hautausschlag und/oder Juckreiz

sowie an Schwellungen im Bereich von Gesicht, Hals oder Zunge. Auch erschwerte

Atmung/Atemnot deutet auf eine Überempfindlichkeitsreaktion hin.

Bei schweren Leberfunktionsstörungen.

Patienten, die unter tiefem Blutdruck mit Schwindelgefühl beim Aufstehen oder Stehen leiden

(orthostatische Hypotonie) dürfen Tamsulosin-Mepha retard nicht einnehmen.

Tamsulosin-Mepha retard sollte nicht in Kombination mit gewissen Pilzmitteln (z.B.Clarithromycin,

Itraconazol, Voriconazol) angewandt werden.

Wann ist bei der Einnahme von Tamsulosin-Mepha retard Vorsicht geboten?

In einzelnen Fällen kann der Blutdruck abfallen und evtl. eine Ohnmacht auftreten. Falls Sie

Schwindel- und/oder Schwächegefühle bemerken, setzen oder legen Sie sich sofort hin bis die

Beschwerden verschwunden sind.

Falls Sie bei der Einnahme eines Arzneimittels aus der gleichen Gruppe (Alpha1-Rezeptorenblocker)

mit einem starken Blutdruckabfall reagiert hatten oder wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung

haben, sprechen Sie vor Beginn der Therapie mit Ihrem Arzt resp. Ihrer Ärztin.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Herzkrankheit leiden oder

wenn Sie Arzneimittel gegen arteriellen Bluthochdruck einnehmen.

Wenn Sie sich einer Augenoperation unterziehen müssen, sollten Sie bitte den Augenarzt

informieren, dass Sie Tamsulosin-Mepha retard einnehmen oder kürzlich eingenommen haben. Der

operierende Augenarzt wird daraufhin entsprechende Vorsichtsmassnahmen bezüglich der

Medikation und den chirurgischen Techniken einleiten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob

Sie die Einnahme von Tamsulosin-Mepha retard vorübergehend unterbrechen sollten.

Besonders bei Beginn der Therapie ist beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht

geboten, da Tamsulosin-Mepha retard Schwindelgefühle und Blutdruckabfall auslösen kann. Die

gleichzeitige Einnahme von Tamsulosin-Mepha retard und einem Arzneimittel der gleichen

Wirkstoffklasse (Alpha1-Rezeptorenblocker) soll vermieden werden, da eine verstärkte

Blutdrucksenkung eintreten kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden! Dies gilt besonders für blutdrucksenkende Arzneimittel und Herzmittel

aller Art.

Darf Tamsulosin-Mepha retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Tamsulosin-Mepha retard ist ausschliesslich für die Behandlung von Männern bestimmt.

Wie verwenden Sie Tamsulosin-Mepha retard?

1 Depocaps täglich morgens nach dem Frühstück oder nach der ersten Mahlzeit des Tages

einnehmen. Eine Einnahme auf nüchternen Magen sollte vermieden werden.

Die Depocaps sollte ganz mit einem Glas Wasser im Stehen oder Sitzen (nicht liegend) geschluckt

werden. Die Depocaps sollte nicht zerkaut, auseinandergezogen oder -gebrochen werden, da sonst

die Wirkstoffaufnahme unerwünscht schnell erfolgt und eventuell zu Nebenwirkungen führen

könnte.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Tamsulosin-Mepha retard haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tamsulosin-Mepha retard auftreten:

Schwindel; Ejakulationsstörungen (z.B. Samenerguss in die Harnblase); Kopfschmerzen;

Herzklopfen; Blutdrucksenkung und in deren Folge kurzzeitige Ohnmachtsanfälle (Synkope);

verstopfte Nase; Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Durchfall

oder Verstopfung; Schwächegefühl.

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Gewebsschwellungen

(z.B. an Gesicht, Rachen oder Zunge) und Schwierigkeiten beim Atmen wurden beobachtet.

In Einzelfällen kann es zu einer langdauernden, schmerzhaften Erektion ohne sexuelle Stimulation

kommen (sog. «Priapismus»). In einem solchen Fall ist der Arzt oder die Ärztin unverzüglich

aufzusuchen.

Sehr selten wurde das Stevens-Johnson-Syndrom (eine arzneimittelallergisch bedingte

Hauterkrankung mit schweren Störungen des Allgemeinbefindens, hohen Temperaturen,

Hautausschlag, Entzündung und Blasenbildung der Haut und/oder Schleimhaut der Lippen, Augen,

Mund, Nase oder Genitalien) beobachtet.

Sehr selten wurden ausserdem Herzrhythmusstörungen oder Atemnot beobachtet.

Mit unbekannter Häufigkeit (Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) können

auch folgende Nebenwirkungen auftreten: verschwommenes Sehen, Sehstörungen, Nasenbluten,

schwerwiegende Hautausschläge (Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis).

Falls Sie sich einer Augenoperation wegen Linsentrübung (Katarakt) oder bei erhöhtem

Augeninnendruck (Glaukom) unterziehen müssen und Sie Tamsulosin-Mepha retard einnehmen oder

kürzlich eingenommen haben, kann sich die Pupille nur schlecht ausdehnen und die Iris (farbiger

kreisförmiger Teil des Auges) kann während des Eingriffs schlotterig werden. Dadurch kann die

Operation erschwert werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet

werden.

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tamsulosin-Mepha retard enthalten?

1 Depocaps enthält: 0,4 mg Tamsulosinhydrochlorid als Wirkstoff und als Farbstoff lndigotin (E132)

sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58828 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Tamsulosin-Mepha retard? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 10, 20, 30, 50, 60, 90, 100 oder 200 Depocaps.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 2.1

8-9-2018

Bewertung (Stand: 11.10.2016)

Bewertung (Stand: 11.10.2016)

Tamsulosin bzw. Doxazosin bei Urolithiasis (als medikamentöse expulsive Therapie auch nach Lithotripsie)

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