Surmontil 25 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Surmontil 25 mg tabletten (mit bruchrille
  • Darreichungsform:
  • tabletten (mit bruchrille
  • Zusammensetzung:
  • trimipraminum 25 mg zu trimipramini maleas, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Surmontil 25 mg tabletten (mit bruchrille
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antidepressivum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 28789
  • Berechtigungsdatum:
  • 10-07-1962
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Surmontil®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist Surmontil und wann wird es angewendet?

Surmontil wird zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Es hellt die Stimmung auf, mildert

Angstzustände, beseitigt Traurigkeit und innere Unruhe und wirkt bei Schlaflosigkeit psychischen

Ursprungs. Surmontil darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Surmontil nicht angewendet werden?

Sie dürfen Surmontil nicht einnehmen bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Trimipramin oder

einen Hilfsstoff von Surmontil, bei gleichzeitiger Einnahme eines MAO-Hemmers, (z.B. zur

Behandlung von Depressionen oder von Parkinson-Krankheit), ferner bei vergrösserter Prostata mit

Beschwerden beim Wasserlösen, bei massiv erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom), bei schweren

Reizleitungsstörungen des Herzes sowie während der Erholungsphase nach einem frischen

Herzinfarkt.

Wann ist bei der Anwendung von Surmontil Vorsicht geboten?

Unter der Behandlung mit Surmontil können sich die Symptome der Depression, insbesondere

suizidalen Verhaltens, verschlechtern. In diesem Fall sollten Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin kontaktieren.

Bei Kindern und Jugendlichen mit Depressionen oder anderen psychiatrischen Diagnosen wurde

unter der Behandlung mit Antidepressiva über ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensstörungen,

inkl. erhöhtem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen und vollendetem Suizid berichtet.

Daten aus klinischen Studien mit jungen Erwachsenen bis 25 Jahren mit psychiatrischen Störungen,

die mit Antidepressiva behandelt wurden, haben ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten gezeigt.

Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich erfolgen und nur in Absprache mit Ihrem Arzt bzw.

mit Ihrer Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann.

Studien haben ein erhöhtes Diabetesrisiko in Verbindung mit trizyklischen Antidepressiva gezeigt.

Serotoninsyndrom: Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Medikamente mit Surmontil-ähnlicher

Wirkung einnehmen.

Zu diesen Medikamenten zählen etwa Triptane, Tramadol, Lithium, Selektive Serotonin-

Wiederaufnahmehemmer (SSRI), Selektive Serotonin-/Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer

(SSNRI) und Johanniskraut.

Diese Medikamente erhöhen das Risiko von Nebenwirkungen. Beim Serotoninsyndrom treten

Bewusstseinsstörungen, Muskelsteifheit (Rigor), Zittern (Tremor), unwillkürliche Muskelzuckungen

und Fieber auf.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn solche Symptome auftreten.

Surmontil kann dosisabhängig das QT-Intervall verlängern (den Herzschlag verlangsamen und das

EKG verändern).

Falls Sie an Herz-/Kreislaufstörungen (z.B. tiefer Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, koronare

Herzkrankheit), nicht insulinabhängiger Zuckerkrankheit (Typ-II-Diabetes), schweren Leber- oder

Nierenerkrankungen, Epilepsie, erhöhtem Augeninnendruck, oder Prostatabeschwerden leiden,

sollten Sie mit der Einnahme von Surmontil vorsichtig sein. Bei Patienten mit

Schilddrüsenüberfunktion ist Surmontil mit besonderer Vorsicht anzuwenden, weil Antidepressiva

zu Herzrhythmusstörungen führen können. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verwendung von

anderen Arzneimitteln z.B. zur Behandlung von Asthma (Adrenalin-Analoge), von Magen- oder

Zwölffingerdarmgeschwüren (Cimetidin), zur Gewichtsreduktion (Appetitzügler), gegen Depression,

gegen andere psychische Störungen, gegen Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Amiodaron) und

gewissen Arzneimitteln gegen Bluthochdruck (Reserpin, Guanethidin, Clonidin, Methyldopa).

Surmontil verstärkt die Wirkung von Alkohol, gewissen Schlafmitteln, anderen zentral beruhigenden

oder auf die Psyche wirkenden Arzneimitteln. Von Alkoholkonsum während der Behandlung wird

grundsätzlich abgeraten. Falls ein chirurgischer Eingriff bevorsteht, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin informieren. Surmontil kann Schläfrigkeit und verschwommenes Sehen verursachen und

dadurch die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen, beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Surmontil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Nehmen Sie Surmontil während der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche Verordnung des Arztes

oder der Ärztin ein, denn Surmontil könnte dem ungeborenen oder gestillten Kind schaden.

Der Wirkstoff von Surmontil geht in die Muttermilch über. Es muss abgestillt werden, wenn Sie das

Medikament einnehmen müssen. Nehmen Sie in jedem Fall Kontakt mit Ihrem Arzt oder mit Ihrer

Ärztin auf.

Wie verwenden Sie Surmontil?

Die Dosierung wird vom Arzt bzw. von der Ärztin für jeden Patienten bzw. jede Patientin individuell

festgelegt. In der Regel beginnt man mit einer niedrigen Dosierung, die langsam gesteigert und nach

Eintreten der Wirkung auf die notwendige Erhaltungsdosis reduziert wird. Die übliche tägliche

Erhaltungsdosis beträgt 50-100 mg Surmontil (entspricht 2-4 Tabletten zu 25 mg, ½ -1 Tablette zu

100 mg). Diese Tagesdosis wird entweder auf 2-3 Einzeldosen verteilt (während oder nach den

Mahlzeiten), oder in einer Einmaldosis am Abend, 2 Stunden vor dem Schlafengehen, eingenommen.

In gewissen Fällen, z.B. bei älteren Patienten bzw. Patientinnen, kann der Arzt bzw. die Ärztin die

Erhaltungsdosis auf 25-50 mg Surmontil pro Tag (entspricht 1-2 Tabletten zu 25 mg) reduzieren.

Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit. Als Alternative kann der Arzt bzw. die

Ärztin auch Tropfen verschreiben (1 Tropfen entspr. 1 mg Trimipramin).

Surmontil Tropfen werden mit etwas Wasser während oder nach den Mahlzeiten eingenommen,

Flasche beim Tropfen senkrecht halten! Nicht schütteln! Zum Antropfen evtl. leicht auf den

Flaschenboden klopfen. Surmontil darf bei Patienten bzw. Patientinnen unter 18 Jahren nicht

angewendet werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Surmontil haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Surmontil auftreten: Müdigkeit und

Schwindel, gelegentlich auch Benommenheit, Zittern, Unruhe, Schlafstörungen, Schläfrigkeit,

Kopfschmerzen, hoher Blutzuckerspiegel, Herzfunktionsstörungen (Herzrhythmusstörungen),

Bauchbeschwerden und Entzündung der Mundschleimhaut. In gewissen Fällen kann

Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, Wallungen, Schweissausbruch, Verstopfung und

Schwierigkeiten beim Wasserlösen sowie Harnverhaltung vorkommen. Seltener kommt es zu

allergischen Reaktionen, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, Hautausschlag, Schwellung im Gesicht,

Blutdruckabfall, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Launenhaftigkeit und Verwirrtheit v.a. bei

älteren Patienten bzw. Patientinnen, epileptischen Anfällen, Bewegungsstörungen, Beeinträchtigung

der Leberfunktion, wie Gallenstauung, Gelbsucht, Leberentzündung oder erhöhte

Leberfunktionswerte. In Einzelfällen wurde eine Brustvergrösserung beim Mann und Milchfluss aus

der weiblichen Brust beobachtet. Eine Beeinflussung des gewohnten Sexualverhaltens ist möglich.

Gewichtszunahme aufgrund der psychischen Besserung kann vorkommen.

Eine Zunahme des Auftretens von Verhaltensstörungen, einschliesslich verstärkten Risikos suizidaler

Gedanken, Selbstverletzung und Suizid, wurde bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

bis 25 Jahre mit Depression oder anderer psychiatrischer Störungen während der Behandlung mit

Antidepressiva berichtet.

Bei Patienten welche trizyklische Antidepressiva oder selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

einnahmen, wurde ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Surmontil Tropfen enthalten 11% Vol. Alkohol. Von Alkoholkonsum während der Behandlung wird

grundsätzlich abgeraten. Das Präparat ist auch alkoholfrei (als Tabletten) erhältlich. Surmontil soll

lichtgeschützt, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt

werden. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Surmontil enthalten?

Surmontil enthält den Wirkstoff Trimipramin.

Tabletten mit 25 mg resp. 100 mg Trimipramin (als Trimipraminmaleat), Hilfsstoffe.

Tropfen (4%) mit 40 mg Trimipramin (als Trimipraminmesilat), Aromatika (Vanillin, Ethylvanillin),

Farbstoff Caramel (E 150), weitere Hilfsstoffe pro 1 ml. Ein ml entspricht 40 Tropfen. Enthält 11%

Vol. Alkohol.

Zulassungsnummer

28789, 29479 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Surmontil? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tabletten

Packung mit 50 und Bündelpackung mit 200 (4× 50) Tabletten zu 25 mg.

Packungen mit 20 und 100 Tabletten zu 100 mg.

Tropfen

Fläschchen mit 30 ml zu 4% (1 Tropfen entspr. 1 mg Trimipramin).

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.