Sumatriptan-Mepha

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sumatriptan-Mepha Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • sumatriptanum 6 mg bis sumatriptani succinas (1:1), natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 0,5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sumatriptan-Mepha Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Akutbehandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura und Cluster Headache

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58286
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-09-2007
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung

Mepha Pharma AG

Was ist Sumatriptan-Mepha Injektionslösung und wann wird es angewendet?

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung wird angewendet in der akuten Behandlung von

Migräneanfällen.

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung eignet sich auch zur Behandlung von Cluster Headache

(Graupelkopfweh: starker, kurzer, in Anfällen auftretender, einseitiger Kopfschmerz).

Es wird angenommen, dass Migränekopfschmerzen durch eine schmerzhafte Erweiterung und

Entzündung von Blutgefässen im Kopf verursacht werden. Sumatriptan-Mepha lindert die

Migränekopfschmerzen, indem es die erweiterten Blutgefässe verengt.

Sumatriptan-Mepha darf nicht zur Vorbeugung (Prophylaxe) von Migräne oder Cluster Headache

verwendet werden.

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung soll nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin

verwendet werden.

Wann darf Sumatriptan-Mepha Injektionslösung nicht angewendet werden?

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit

gegenüber einem Bestandteil des Präparates, bei unbehandeltem Bluthochdruck, durchgemachtem

Herzinfarkt, bei Beeinträchtigung der Nierenfunktion und schweren Lebererkrankungen oder

bekannten Durchblutungsstörungen des Herzens (Angina pectoris), des Gehirns und der

Gliedmassen.

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung darf nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln angewendet

werden:

·MAO-Hemmer (bestimmte Antidepressiva oder Mittel gegen die Parkinson'sche Krankheit). Die

Behandlung mit Sumatriptan-Mepha darf erst 2 Wochen nach Absetzen des MAO-Hemmers

begonnen werden.

·Migränemittel, welche Ergotamin oder Ergotaminderivate (wie z.B. Dihydroergotamin oder

Methysergid) enthalten. Während 24 Stunden vor und bis 6 Stunden nach Anwendung von

Sumatriptan-Mepha sollten keine ergotaminhaltigen Präparate verwendet/eingenommen werden.

Wann ist bei der Anwendung von Sumatriptan-Mepha Injektionslösung Vorsicht geboten?

In seltenen Fällen kann ein sogenanntes «Serotonin Syndrom» auftreten, wenn Triptane wie z.B.

Sumatriptan-Mepha zusammen mit anderen Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung angewendet

werden. Dazu gehören bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. sogenannte selektive

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder selektive Serotonin/Noradrenalin-Wiederaufnahme-

Hemmer, sogenannte MAO-Hemmer, L-Tryptophan, Lithium, trizyklische Antidepressiva u.a.).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie mit diesen Arzneimitteln behandelt werden.

Das «Serotonin-Syndrom» kann folgende Symptome umfassen: Gesteigerte Erregbarkeit der

Muskeleigenreflexe, Muskelzuckungen, Zittern, Unruhe, Angst, Halluzinationen, Reizbarkeit bis

zum Verwirrtheitszustand und zur Bewusstlosigkeit, schneller Herzschlag, Blutdruckschwankungen,

Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn nach

der Einnahme von Sumatriptan-Mepha eines dieser Symptome auftritt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Sumatriptan-Mepha mit anderen spezifischen Migränemitteln

(sogenannten Triptanen) wird nicht empfohlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten wie Bluthochdruck oder Herzkrankheiten, Durchblutungsstörungen, Leber- und

Nierenerkrankungen oder Epilepsie leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Wenn Sie unter Behandlung mit sogenannten Betablockern stehen, die auch zur Vorbeugung gegen

Migräne eingesetzt werden, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sumatriptan-Mepha mit besonderer

Vorsicht verordnen.

Die Kopfschmerzen können sich verschlimmern, falls Sie zu häufig Sumatriptan-Mepha anwenden.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird in diesem Fall möglicherweise die Behandlung mit Sumatriptan-

Mepha absetzen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Als Folge der Migräne oder der Behandlung mit Sumatriptan-Mepha kann auch Schläfrigkeit

auftreten. Vorsicht ist deshalb geboten, wenn Sie während der Behandlung ein Fahrzeug lenken oder

Maschinen bedienen.

Darf Sumatriptan-Mepha Injektionslösung während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit

angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, dürfen Sie Sumatriptan-Mepha Injektionslösung

nicht anwenden, es sei denn, dies ist klar notwendig.

Der Wirkstoff von Sumatriptan-Mepha geht in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Säuglinge

können vor einer Einwirkung geschützt werden, indem während 12 Stunden nach Anwendung von

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung auf das Stillen verzichtet und die Milch abgepumpt wird.

Wie verwenden Sie Sumatriptan-Mepha Injektionslösung?

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung kann nur mit Hilfe des Sumatriptan-Mepha-Pens angewendet

werden. Bitte lesen Sie die Gebrauchsanweisung des Pens, die dessen Packung beiliegt, vor der

ersten Anwendung genau durch.

Falls der Arzt oder die Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Erwachsene und Jugendliche ab 18 Jahren:

Migräne: Bei den ersten Anzeichen von Migränekopfschmerzen oder auch während des Anfalles

wird 1 Injektion zu 6 mg verabreicht. Nur wenn die bereits abgeklungenen Migränesymptome wieder

auftreten, kann innerhalb der nächsten 24 Stunden 1 weitere Injektion verabreicht werden,

vorausgesetzt, dass mindestens 1 Stunde seit der 1. Injektion verstrichen ist. Die maximale Dosis

innerhalb von 24 Stunden ist 2 Injektionen (2× 6 mg). Innerhalb dieser 24 Stunden dürfen zusätzlich

zu den beiden Injektionen keine Sumatriptan-Mepha Filmtabletten oder Sumatriptan-Mepha T

Filmtabletten eingenommen resp. Sumatriptan-Mepha Nasalspraystösse oder Sumatriptan-Mepha

Suppositorien angewendet werden.

Hingegen ist es möglich, die zweite Injektion einmalig durch eine andere Sumatriptan-Mepha

Darreichungsform (Filmtabletten, T Filmtabletten, Suppositorien, Nasal Spray) in der jeweilig

empfohlenen Dosierung zu ersetzen.

Falls die erste Injektion keine Wirkung gezeigt hat, sollten Sie für denselben Migräneanfall keine

weiteren Sumatriptan-Mepha Injektionen verwenden, sondern den Anfall mit den gewohnten

Schmerzmitteln weiterbehandeln, sofern diese kein Ergotamin oder Dihydroergotamin enthalten.

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung kann für die folgenden Migräneanfälle wieder verwendet

werden.

Cluster Headache (Graupelkopfweh): Bei jedem Anfall kann 1 Injektion verabreicht werden. Die

maximale Dosierung innerhalb von 24 Stunden ist 2 Injektionen (2× 6 mg). Vor Verabreichung der

2. Injektion muss mindestens 1 Stunde seit der 1. Injektion verstrichen sein.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Erwachsene über 65 Jahre:

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung soll nicht bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren und

Erwachsenen über 65 Jahren angewendet werden, da noch zu wenig Erfahrungen vorliegen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Sumatriptan-Mepha Injektionslösung haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Sumatriptan-Mepha Injektionslösung

auftreten:

Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten): vorübergehender Schmerz, Stechen, Brennen,

Schwellung, Rötung, Quetschung oder Bluten an der Injektionsstelle.

Häufig (bei weniger als 1 von 10 aber mehr als 1 von 100 Behandelten): Schwindel, Benommenheit,

Kribbeln, vorübergehender Blutdruckanstieg, Kurzatmigkeit, Gesichtsrötung, Übelkeit, Erbrechen,

Schmerzen, Schwäche, Müdigkeit, Hitze-, Kälte-, Druck-, Enge- und Schweregefühl an

verschiedenen Körperteilen (einschliesslich Brust und Hals).

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10'000 Behandelten einschliesslich Einzelfälle):

Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade (z.B. Hautausschlag, Luftnot bis zum Schock,

der lebensbedrohlich sein kann), Krampfanfälle, Zittern, Dystonie (langsame, unwillkürliche

Steigerung der Muskelanspannung mit abnormen Bewegungen und Haltungen), Augenzittern

(Nystagmus), Gesichtsfeldausfälle (Skotomen), Sehstörungen wie Flimmern, Doppeltsehen,

vermindertem Sehvermögen oder Sehverlust (unabhängig davon können Sehstörungen aber auch als

Begleiterscheinung der Migräne selbst auftreten), Verlangsamung oder Beschleunigung des

Herzschlages, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen des Herzens,

Verkrampfungen der Herzkranzgefässe, Herzinfarkt, Blutdruckabfall, mangelnde Durchblutung der

Extremitäten (Raynaud-Syndrom), Entzündung eines Dickdarmabschnittes aufgrund mangelnder

Durchblutung (ischämische Kolitis), geringfügige Veränderungen der Leberwerte.

Sollten Schwierigkeiten mit dem Blutdruck oder Schmerzen in der Brust auftreten, wenden Sie sich

bitte unverzüglich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung ist nicht über 30 °C, vor Licht geschützt und ausserhalb der

Reichweite von Kindern aufzubewahren. Nicht einfrieren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Sumatriptan-Mepha Injektionslösung enthalten?

1 Patrone zu 0,5 ml enthält als Wirkstoff 6 mg Sumatriptan und als Hilfsstoffe Natriumchlorid und

Wasser zu Injektionszwecken.

Zulassungsnummer

58286 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Sumatriptan-Mepha Injektionslösung? Welche Packungen sind erhältlich?

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung ist in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Sumatriptan-Mepha Injektionslösung zu 6 mg/0,5 ml: 2 Patronen.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 2.2

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