Stugeron

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Stugeron Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • cinnarizinum 25 mg, gossypii öl hydrogenatum, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Stugeron Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Calciumantagonist, Durchblutungsstörungen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 32053
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-06-1968
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Stugeron®

Janssen-Cilag AG

Was ist Stugeron und wann wird es angewendet?

Stugeron verbessert die Durchblutung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Dadurch wird einer

Verengung der Blutgefässe in diesem Organ entgegengewirkt und eine Überreizung des

Gleichgewichtsorgans, welche zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schweissausbrüchen und Blässe

führen kann, verhindert.

Stugeron wird bei

·Reizungen und Durchblutungsstörungen des Innenohrs (Ohrensausen, Schwindel, Augenzittern und

damit zusammenhängende Übelkeit, Schweissausbrüche und Erbrechen) oder der

·Menièreschen Krankheit eingesetzt.

Stugeron Tabletten und Tropfen dienen auch der Vorbeugung von See-, Flug- und Reisekrankheit.

Stugeron Tropfen dürfen nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Wann darf Stugeron nicht angewendet werden?

Patienten, welche unter Depressionen leiden, dürfen Stugeron nicht einnehmen; ebenso Patienten, die

an Parkinsonscher Krankheit leiden oder gelitten haben.

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen Inhaltsstoff sowie nach frischem Herzinfarkt soll

Stugeron ebenfalls nicht eingenommen werden.

Kinder unter 4 Jahren sollen Stugeron nur nach ärztlicher Verordnung einnehmen.

Eine längerdauernde Behandlung soll nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Wann ist bei der Einnahme von Stugeron Vorsicht geboten?

Besonders am Anfang der Behandlung kann Stugeron schläfrig machen und somit die

Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge und Maschinen zu bedienen,

beeinträchtigen.

Bei Patienten mit Parkinsonscher Krankheit sollte Stugeron nur verabreicht werden, wenn die

Vorteile das mögliche Risiko der Verschlechterung dieser Krankheit überwiegen.

Bei Arzneimittel gegen Depressionen und Arzneimittel, die Ihr Reaktionsvermögen verlangsamen

(Schlaftabletten, Tranquilizer, starke Schmerzmittel), kann die beruhigende Wirkung durch die

gleichzeitige Einnahme von Stugeron verstärkt werden.

Alkohol und Stugeron verstärken gegenseitig die dämpfende Wirkung. Trinken Sie deshalb keinen

Alkohol während Sie Stugeron einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Stugeron während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft soll Stugeron nur auf ausdrückliche Anweisung eines Arztes bzw.

einer Ärztin hin, eingenommen werden.

Da es unbekannt ist, ob Stugeron in die Muttermilch übergeht, sollten Sie während der Stillzeit

dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie verwenden Sie Stugeron?

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet:

Gleichgewichtsstörungen

Erwachsene

3mal täglich 1 Tablette Stugeron oder 3mal täglich 8 Tropfen Stugeron.

Vorbeugung der See-, Flug- und Reisekrankheit

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

1 Tablette Stugeron oder 8 Tropfen Stugeron mindestens eine halbe Stunde vor der Abreise. Bei

länger dauernden Reisen können Sie alle 6 Stunden eine weitere Tablette oder 8 Tropfen einnehmen.

Empfindlichen Personen wird empfohlen, vor langen Reisen (z.B. Seereisen) schon am Vortag der

Abreise 3×1 Tablette einzunehmen.

Kinder zwischen 4 und 12 Jahren

Kinder erhalten die halbe Dosierung.

Pro Tag sollen Erwachsene nicht mehr als 4 Tabletten oder 33 Tropfen einnehmen.

Stugeron wird nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Anleitung zum Öffnen der Plastikflasche

Stugeron Tropfen sind vor Gebrauch zu schütteln. Die Plastikflasche von

Stugeron Tropfen ist mit einer kindersicheren Verschlusskappe versehen und

muss wie folgt geöffnet werden. Drücken Sie die Verschlusskappe nach

unten während Sie sie im Gegenuhrzeigersinn drehen. Nach Entfernung des

Verschlusses können Sie die entsprechende Anzahl Tropfen abzählen und

mit etwas Flüssigkeit einnehmen.

Welche Nebenwirkungen kann Stugeron haben?

Folgende Nebenwirkungen (auch unerwünschte Arzneimittelwirkungen genannt) können bei der

Einnahme von Stugeron auftreten:

Sehr häufig (von mindestens 1 von 10 Patienten beobachtet):

·Schläfrigkeit

Häufig (von mindestens 1 von 100 jedoch weniger als 1 von 10 Patienten beobachtet):

·Gewichtszunahme

·Übelkeit

·Kopfschmerzen

·Trockener Mund

Gelegentlich (von mindestens 1 von 1000 jedoch weniger als 1 von 100 Patienten beobachtet):

·Längerer Nachtschlaf

·Antriebslosigkeit (Lethargie)

·Magenbeschwerden, Erbrechen, Oberbauchschmerz, Verdauungsstörung (Dyspepsie)

·Übermässiges Schwitzen

·Müdigkeit

·Juckende, rote Stellen oder Ausschlag auf der Haut bzw. grauweisse Pickel im Mund

Sehr selten (von weniger als 1 von 10'000 Patienten berichtet):

·Bewegungsprobleme wie ruckartige Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Zittern. Diese Symptome

werden auch als extrapyramidale Symptome (EPS) bezeichnet.

·Leberproblem, welches eine Gelbfärbung der Haut oder der Augen verursacht (Gelbsucht)

·Rote kreisförmige Flecken oder Ausschlag an Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Bei einer Überdosierung können folgende Symptome auftreten: Bewusstseinsveränderungen (von

Schläfrigkeit bis Bewusstseinsverlust und Koma reichend), Erbrechen, Muskelschwäche oder

mangelhafte Koordination und Krampfanfälle, tiefer Blutdruck. Im Zusammenhang mit Cinnarizin-

Überdosierungen wurde von Todesfällen berichtet. Wenn Sie eine Überdosierung vermuten, sollten

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Was ist ferner zu beachten?

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren!

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Stugeron enthalten?

1 Tablette Stugeron enthält als Wirkstoff 25 mg Cinnarizin, Hilfsstoffe: Lactose, Maisstärke,

Sucrose, Talk, gehärtetes Baumwollsamenöl (aus gentechnisch veränderten Baumwollsamen

hergestellt), Polyvidon.

1 ml Stugeron Tropfen (= 25 Tropfen) enthält als Wirkstoff 75 mg Cinnarizin; Hilfsstoffe: Sorbit

(70%-ige (m/m) nicht-kristalline Lösung), mikrokristalline Cellulose, Natrium-

Carboxymethylcellulose, Polysorbat 20, gereinigtes Wasser, Aromastoffe: Vanillin;

Konservierungsmittel: Propylparaben (E 216), Methylparaben (E 218), Alkohol 2,5% V/V.

Zulassungsnummer

32053, 38178 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Stugeron? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung:

Stugeron: Packungen zu 25 Tabletten.

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung:

Stugeron Tropfen: Packungen zu 30 ml und 100 ml*.

* zurzeit nicht im Handel

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.