StructoKabiven peripher

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • StructoKabiven peripher Infusionsemulsion
  • Darreichungsform:
  • Infusionsemulsion
  • Zusammensetzung:
  • I) Glucose-Lösung 13%: glucosum monohydricum 71 g, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 544 ml. II) Aminosäurenlösung 10 % mit Elektrolyten: alaninum 4.4 g, argininum 3.8 g, glycinum 3.5 g, histidinum 930 mg, isoleucinum 1.6 g, leucinum 2.3 g, lysinum anhydricum 2.1 g ut lysini acetas, methioninum 1.3 g, phenylalaninum 1.6 g, prolinum 3.5 g, serinum 2.1 g, taurinum 320 mg, threoninum 1.4 g, tryptophanum 630 mg, tyrosinum 120 mg, valinum 2 g, calcii chloridum dihydricum 180 mg, natrii glycerophosphas 1.3 g, magnesii sulfas heptahydricus 380 mg, kalii chloridum 1.4 g, natrii acetas trihydricus 1.1 g, zinci sulfas heptahydricum 4 mg, acidum aceticum ad pH, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 315 ml. III) Fettemulsion 20%: triglycerida saturata media 28 g, phospholipida purificata ex ovo, glycerolum, natrii hydroxidum ad pH, aqua ad iniectabilia q.s. ad emulsionem pro 141 ml. I) et II) et III) corresp.: aminoacida 31.5 g/l, materia crassa 28 g/l, carbohydrata 71 g/l, mineralia: natrium 25 mmol/l, k
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • StructoKabiven peripher Infusionsemulsion
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Periphervenöse parenterale Ernährung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57619
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-11-2006
  • Letzte Änderung:
  • 17-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

StructoKabiven® peripher

Fresenius Kabi (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Strukturierte Triglyceride, Glucose, Alanin, Arginin, Glycin, Histidin, Isoleucin, Leucin,

Lysin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Taurin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin.

CaCl2, Natriumglycerophosphat, MgSO4, KCl, Na-Acetat, ZnSO4.

Hilfsstoffe: Aqua ad injectabilia, Ei-Phospholipide, Glycerin, NaOH, Essigsäure (zur pH-

Einstellung).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Emulsion zur Infusion.

Dreikammerbeutel mit folgenden Inhalten:

1206 ml

Aminosäurenlösung mit

Elektrolyten

380 ml

Glucose 13%

656 ml

Fettemulsion

170 ml

Energiegehalt:

Total

ca. 830 kcal

Non Protein

ca. 675 kcal

Quantitative Zusammensetzung nach Mischen der Kammern

1000 ml enthalten (Wirkstoffe)

Gereinigte strukturierte

Triglyceride

28 g

Glucose

71 g

Alanin

4,4 g

Arginin

3,8 g

Glycin

3,5 g

Histidin

0,93 g

Isoleucin

1,6 g

Leucin

2,3 g

Lysin

2,1 g

Methionin

1,3 g

Phenylalanin

1,6 g

Prolin

3,5 g

Serin

2,1 g

Taurin

0,32 g

Threonin

1,4 g

Tryptophan

0,63 g

Tyrosin

0,12 g

Valin

2,0 g

Calciumchlorid

0,18 g

Natriumglycerophosphat

1,3 g

Magnesiumsulfat

0,38 g

Kaliumchlorid

1,4 g

Natriumacetat

1,1 g

Zinksulfat

0,004 g

Aminosäuren

31,5 g

Stickstoff

5,1 g

Fett

28 g

Glucose

71 g

Elektrolyte

Natrium

25 mmol

Kalium

19 mmol

Magnesium

3,2 mmol

Calcium

1,6 mmol

Phosphat¹

8,2 mmol

Zink

0,02 mmol

Sulfat

3,2 mmol

Chlorid

22 mmol

Acetat

66 mmol

¹ Aus Fettemulsion und Aminosäurenlösung.

Osmolalität ca. 950 mosmol/kg Wasser.

Osmolarität ca. 850 mosmol/l.

pH ca. 5,6.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur periphervenösen parenteralen Ernährung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Katabolie,

bei denen eine orale oder enterale Ernährung nicht möglich, unzureichend oder kontraindiziert ist.

Dosierung/Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Entsprechend dem klinischen Zustand, den Bedürfnissen und dem Körpergewicht des Patienten.

Der Stickstoffbedarf zur Erhaltung der Körperproteinmasse hängt vom Zustand des Patienten ab

(z.B. Ernährungsstatus, Ausmass Katabolie).

Bei schwerer Katabolie ist eine konzentrierte Emulsion zur zentralvenösen Verabreichung

anzuwenden.

Bedarf bei normalem oder mildem bis mässigem metabolischem Stress: 0,1–0,15 g N/kg KG/Tag

entspr. 0,6–1 g Aminosäuren/kg KG/Tag.

Für die Mehrzahl der Patienten werden die Bedürfnisse an Aminosäuren mit 20–40 ml

StructoKabiven peripher/kg KG/Tag gedeckt.

Die erforderlichen Mengen an Glucose betragen 2–6 g/kg KG/Tag und an Fett 1–2 g/kg KG/Tag.

Die total benötigte Energiemenge beträgt 20–30 kcal/kg KG/Tag. Für eine totale parenterale

Ernährung wird StructoKabiven peripher mit Spurenelementen und Vitaminen ergänzt.

Infusionsgeschwindigkeit

Die max. Infusionsgeschwindigkeit beträgt

·für Glucose 0,25 g/kg KG/h;

·für Aminosäuren 0,1 g/kg KG/h;

·für Fett 0,15 g/kg KG/h.

Die Infusionsgeschwindigkeit für StructoKabiven peripher soll 3 ml/kg KG/h (≡0,21 g Glucose,

0,1 g Aminosäuren, 0,08 g Fett) nicht überschreiten.

Empfohlene Maximaldosierung

40 ml/kg KG/Tag.

Anwendung

Zur intravenösen Anwendung, Infusion in eine periphere Vene.

Zur Minimalisierung des Risikos einer Thrombophlebitis sollen feinlumige, für periphere

Applikation geeignete Katheter verwendet werden, welche in grosse Venen mit hohem Blutfluss

gelegt werden sollen. Ein regelmässiger Wechsel der i.v. Zugänge (nach spätestens 2 Tagen)

verlängert in der Regel die Anwendungsmöglichkeit von peripher applizierten Infusionslösungen.

Anwendungsdauer

Die Anwendungsdauer von StructoKabiven peripher hängt vom Bedarf einer peripheren parenteralen

Ernährung und dem Zustand der Venen ab, und wird deshalb individuell festgelegt. In klinischen

Studien wurde bis zu 7 Tagen peripher parenteral ernährt.

Kinder und Jugendliche

StructoKabiven peripher ist nicht geeignet für Neugeborene und Kinder unter 2 Jahren. Bei Kindern

von 2–11 Jahren liegen noch keine klinischen Erfahrungen vor. Deshalb wird diese Lösung nur bei

Erwachsenen oder Heranwachsenden ab 12 Jahren empfohlen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Ei-, Soja- oder Erdnusseiweiss oder gegenüber einem anderen Wirk-

oder Hilfsstoff, schwere Hyperlipidämie, schwere Leberinsuffizienz, schwere

Blutgerinnungsstörungen, angeborene Aminosäuren-Stoffwechselstörungen, schwere

Niereninsuffizienz ohne Möglichkeit zur Hämofiltration oder Dialyse, akuter Schock,

Hyperglykämie welche >6 U.I. Insulin/h erfordert, pathologisch erhöhte Elektrolytserumwerte.

Allgemeine Kontraindikationen für eine Infusionstherapie

Akutes Lungenödem, Hyperhydratation, dekompensierte Herzinsuffizienz, hypotone Dehydratation,

Hemophagozytose, instabile Zustände wie dekompensierter Diabetes mellitus, akuter

Myokardinfarkt, metabolische Acidose, schwere Sepsis, hyperosmolares Koma.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Fetteleminationskapazität sollte überwacht werden, indem die Serumtriglyceride nach einer 5–

6stündigen fettfreien Phase gemessen werden. Die Serumtriglyceridkonzentration sollte bei

Infusionsbeginn 4 mmol/l nicht übersteigen.

Die Infusion von StructoKabiven peripher soll langsam, falls möglich mittels volumetrischer Pumpe

zur Vermeidung von Risiken wegen zu rascher Infusionsgeschwindigkeit, erfolgen. Elektrolyt- und

Flüssigkeitsstörungen sollten vor Infusionsbeginn korrigiert werden.

Bei Tendenz zu einer Elektrolytretention soll StructoKabiven peripher vorsichtig gegeben werden.

Bei Infusionsbeginn ist Vorsicht geboten, bei Auftreten unerwarteter Symptome ist die Infusion zu

stoppen.

Bei beeinträchtigtem Fettstoffwechsel soll StructoKabiven peripher mit Vorsicht verabreicht werden.

Eine Hypertriglyceridämie kann bei Niereninsuffizienz, Pankreatitis, beeinträchtigter Leberfunktion,

Hypothyroidismus und Sepsis auftreten. Bei Verabreichung von StructoKabiven peripher an solche

Patienten, müssen die Serumtriglyceride engmaschig überwacht werden.

Serumglucose, Elektrolyte, Osmolarität, Wasser-Bilanz, Säure-Basen-Status und Leberenzyme

(alkalische Phosphatase, ALT, AST) sollen überwacht werden.

Blutbild und Gerinnung sollen bei längerer Anwendung von Fett überwacht werden.

Bei niereninsuffizienten Patienten sollen Phosphat und Kalium sorgfältig überwacht werden zur

Verhinderung einer Hyperphosphatämie und Hyperkaliämie. Eventuell müssen zusätzlich Elektrolyte

entsprechend der klinischen Situation gegeben werden. Vorsicht ist geboten bei Lactacidose,

ungenügender zellulärer Sauerstoffversorgung und erhöhter Serumosmolarität. Bei Zeichen einer

anaphylaktoiden Reaktion wie Fieber, Schüttelfrost oder Dyspnoe soll die Infusion sofort

abgebrochen werden.

Der Fettgehalt von StructoKabiven peripher kann mit Laboruntersuchungen interferieren (z.B.

Bilirubin, Lactatdehydrogenase, Sauerstoffsättigung, Hämoglobin). Es ist darauf zu achten, dass das

Fett eliminiert wird, was nach 5–6 Stunden fettfreiem Intervall der Fall ist.

Das Arzneimittel enthält Sojaöl (aus Glycina Soja) und Eiphospholipide, welche sehr selten

allergische Reaktionen hervorrufen können.

Zwischen Soja- und Erdnussprotein wurde eine Kreuzallergie beobachtet.

Eine i.v. Infusion von Aminosäuren wird begleitet von einer erhöhten Ausscheidung von

Spurenelementen, insbesondere Kupfer und Zink. Dies sollte speziell bei Langzeit i.v. Ernährung für

die Dosierung von Spurenelementen beachtet werden.

Zu Beginn einer parenteralen Ernährung sollen Flüssigkeitshaushalt, Elektrolyte, Spurenelemente

und Vitamine überwacht werden und falls nötig angepasst werden.

Bei Hyperglykämie ist möglicherweise eine exogene Zufuhr von Insulin notwendig.

Interaktionen

Arzneimittel wie z.B. Insulin können mit dem körpereigenen Lipasesystem interferieren. Diese Art

von Interaktion ist aber klinisch unbedeutend.

Heparin in therapeutischer Dosierung bewirkt eine transiente Freisetzung von Lipoprotein-Lipase.

Dadurch kann es zu einer erhöhten Plasmalipolyse kommen und einer erniedrigten Triglycerid

Clearance.

Gereinigte strukturierte Triglyceride enthalten Sojabohnenöl, welches kleine Mengen Vitamin K1

enthält. Dies ist bei Patienten unter Antikoagulation zu berücksichtigen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Für die Anwendung von StructoKabiven peripher bei Schwangerschaft liegen keine klinischen

Studien vor. StructoKabiven peripher wurde im Tierversuch nicht auf Wirkungen auf die Frucht über

die Organbildungsphase hinaus geprüft. Die Auswertung tierexperimenteller Daten für Structolipid

zeigte eine Reproduktionstoxizität von Structolipid (s. Rubrik «Präklinische Daten»). Die klinische

Relevanz dieser Daten ist nicht bekannt. StructoKabiven peripher sollte in der Schwangerschaft nicht

angewendet werden, es sei denn, es ist klar erforderlich. Über die Anwendung während der Stillzeit

liegen keine klinischen Erfahrungen vor. Frauen, die mit StructoKabiven peripher behandelt werden,

sollten nicht stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend, da StructoKabiven peripher an stationäre Patienten verabreicht wird.

Unerwünschte Wirkungen

Bei der Bewertung von unerwünschten Wirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig: (≥1/10), häufig: (<1/10, ≥1/100), gelegentlich: (<1/100, ≥1/1000), selten: (<1/1000,

≥1/10'000), sehr selten: (<1/10'000).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Anstieg des Plasmaspiegels der Leberenzyme, Anstieg der Ketonkörper sowie des

Triglyceridspiegels.

Herzerkrankungen

Selten: Tachykardie.

Gefässerkrankungen

Selten: Hypertonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Atembeschwerden.

Erkrankungen des Gestrointestinaltrakts

Sehr selten: Übelkeit, Durchfall.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Anstieg der Körpertemperatur, Kopfschmerzen.

Bei Anzeichen von Venenwandreizungen, Phlebitiden und Thrombophlebitiden soll ein Wechsel des

Infusionsortes erwogen werden.

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen),

Hautauschlag, Schwindel, Rückenschmerzen, Priapismus.

Überdosierung

Fett-Übersättigungssyndrom (fat overload-syndrome)

Eine beeinträchtigte Fähigkeit die Fettkomponente (Structolipid) abzubauen kann als Folge einer

Überdosierung zum Fett-Übersättigungssyndrom führen. Es kann aber auch unter den empfohlenen

Infusionsraten bei einer plötzlichen Änderung des klinischen Zustandes des Patienten auftreten, z.B.

bei einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder einer Infektion.

Charakteristisch für das Fett-Übersättigungssyndrom sind Hyperlipämie, Fieber, Fettinfiltration,

Hepatomegalie, Splenomegalie, Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Blutgerinnungsstörungen

und Koma. Diese Symptome sind im Allgemeinen reversibel, wenn die Infusion unterbrochen wird.

Überdosierung von Aminosäurenlösungen

Wie auch bei anderen Aminosäurenlösungen, kann eine Überschreitung der empfohlenen

Infusionsrate zu Nebenwirkungen führen, die durch den Aminosäurengehalt in StructoKabiven

peripher bedingt sind. Dazu gehören Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Schweissausbruch. Die

Infusion von Aminosäuren kann auch zu einem Anstieg der Körpertemperatur führen. Bei

eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einem Anstieg stickstoffhaltiger Stoffe (z.B. Kreatinin,

Harnstoff) kommen.

Überdosierung von Glucoselösungen

Wenn die Glucose-Eliminationskapazität des Patienten erschöpft ist, kann es zu Hyperglykämie

kommen.

Falls Symptome einer Überdosierung von Fett oder Aminosäuren auftreten, sollte die Infusionsrate

vermindert oder die Infusion abgebrochen werden. Es gibt kein spezifisches Antidot bei einer

Überdosierung. Notfallmassnahmen sollten allgemein unterstützende Massnahmen sein mit

besonderem Augenmerk auf das respiratorische und kardiovaskuläre System. Engmaschige

biochemische Überwachung ist erforderlich, spezifische Abweichungen sollten in geeigneter Weise

behandelt werden.

Falls eine Hyperglykämie auftritt, sollte entsprechend der klinischen Situation entweder eine

Insulingabe und/oder eine Anpassung der Infusionsrate erfolgen.

Eine Überdosierung kann auch zu Flüssigkeitsüberladung, Elektrolyt-Ungleichgewicht und

Hyperosmolalität führen.

In einigen wenigen, schwerwiegenden Fällen, kann eine Hämodialyse, Hämofiltration oder

Hämodiafiltration notwendig werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BA10

Wirkungsmechanismus

Fettemulsion

Structolipid, die in StructoKabiven peripher enthaltene Fettemulsion, stellt essentielle und nicht

essentielle langkettige sowie mittelkettige Fettsäuren zur Verfügung, die sowohl als Energiequelle

als auch für die strukturelle Integrität der Zellmembranen wichtig sind.

Aminosäuren und Elektrolyte

Aminosäuren, Bestandteile von Nahrungsproteinen dienen zur Synthese von Gewebsproteinen,

wobei jeder Überschuss an Aminosäuren in eine Reihe von Stoffwechselwegen einmündet. Studien

haben einen thermogenen Effekt von aminosäurenhaltigen Infusionen aufgezeigt.

Glucose

Dient zur Bereitstellung von Energie.

Die periphervenöse Verabreichung ist auf Grund der Osmolarität der Mischung von 850 mosm/l und

der Venenverträglichkeit der Infusionsemulsion möglich.

Pharmakokinetik

Fettemulsion

Structolipid wird auf ähnlichem Wege wie die endogenen Chylomikronen aus dem Kreislauf

eliminiert. Die exogenen Fettpartikel werden hauptsächlich im Kreislauf hydrolysiert und von LDL-

Rezeptoren in der Peripherie und von der Leber aufgenommen. Die Eliminationsrate wird durch die

Zusammensetzung der Fettpartikel, den Ernährungsstatus, sowie der Krankheit und die Infusionsrate

bestimmt.

Sowohl die Eliminationsrate als auch die Oxidationsrate sind vom klinischen Zustand des Patienten

abhängig. Im postoperativen Zustand und im Trauma sind die Elimination und die

Verstoffwechselung gesteigert. Dagegen weisen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und

Hypertriglyceridämien eine verminderte Verstoffwechselung exogener Fettemulsionen auf.

Aminosäuren und Elektrolyte

Die prinzipiellen pharmakokinetischen Eigenschaften infundierter Aminosäuren und Elektrolyte sind

im Wesentlichen die gleichen wie diejenigen der durch normale Nahrung aufgenommenen

Aminosäuren und Elektrolyte. Die mit der Nahrung aufgenommenen Aminosäuren gelangen jedoch

zunächst in die Vena portae und dann erst in den systemischen Kreislauf, während die durch

intravenöse Infusion zugeführten Aminosäuren direkt den systemischen Kreislauf erreichen.

Glucose

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von infundierter Glucose sind im Wesentlichen dieselben

wie die der Glucose, die mit üblicher Nahrung aufgenommen wird.

Präklinische Daten

Es wurden keine präklinischen Studien mit StructoKabiven peripher durchgeführt. Herkömmliche

Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und zur Genotoxizität mit Structolipid sowie mit

aminosäuren- und glucosehaltigen Infusionslösungen unterschiedlicher Konzentration und

Zusammensetzung, zeigen jedoch keine speziellen Risiken für den Menschen.

Es war kein teratogenes oder embryotoxisches Potential bei Kaninchen nach Infusion mit

Structolipid bei einer Dosierung von 3 g Triglyceriden/kg/Tag über 4 Stunden zu erkennen. Bei einer

Dosierung von 4,5 g Triglyceriden/kg/Tag war ein möglicher embryotoxischer Effekt durch einen

leichten Anstieg an embryonalen/fetalen Aborten erkennbar. Die Dosierung und

Infusionsgeschwindigkeit war 3–7 mal höher als in einer klinischen Anwendung.

Sonstige Hinweise

Kompatibilitäten

StructoKabiven peripher dürfen nur Arzneimittellösungen oder Lösungen zur parenteralen Ernährung

zugesetzt werden, deren Kompatibilität dokumentiert wurde.

Auf Anfrage können Kompatibilitätsdaten für verschiedene Zusätze sowie die Lagerungszeiten

unterschiedlich zusammengesetzter Mischlösungen zur Verfügung gestellt werden.

Mischungen sind unter aseptischen Bedingungen herzustellen.

Nur zum einmaligen Gebrauch. Nach Infusion nicht verbrauchte Mischlösung ist zu verwerfen.

Inkompatibilitäten

StructoKabiven peripher darf nicht gemeinsam mit Blut über dasselbe Infusionsgerät gegeben

werden wegen der Gefahr einer Pseudoagglutination.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Der Fettgehalt von StructoKabiven peripher kann mit Laboruntersuchungen interferieren (z.B.

Bilirubin, Lactatdehydrogenase, Sauerstoffsättigung, Hämoglobin). Es ist darauf zu achten, dass das

Fett eliminiert wird, was nach 5–6 Stunden fettfreiem Intervall der Fall ist.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Haltbarkeit nach Mischen

Die chemische und physikalische Stabilität des gemischten Dreikammerbeutels wurde für einen

Zeitraum von 36 Stunden bei 25 °C belegt. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel

unmittelbar verwendet werden. Falls dieses nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die

Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung bis zur Anwendung verantwortlich, die

normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2–8 °C dauern soll.

Haltbarkeit nach Mischen mit anderen Komponenten

Nach dem Öffnen der Peel-Nähte und dem Mischen der drei Lösungen können über die

Zuspritzöffnung kompatible Additive zugesetzt werden.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel unmittelbar verwendet werden, wenn Additive

zugesetzt wurden. Falls dieses nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Bedingungen

der Aufbewahrung bis zur Anwendung verantwortlich, die normalerweise nicht länger als 24

Stunden bei 2–8 °C dauern soll.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren. Im Umbeutel aufbewahren.

Ausser Reichweite von Kindern lagern.

Hinweise für die Handhabung

Nicht verwenden, wenn das Behältnis beschädigt ist. Nur verwenden, wenn die Aminosäuren- und

Glucoselösung klar und farblos bis leicht gelblich sind und die Fettemulsion weiss und homogen ist.

Falls die Lipid-Kammer an der Oberfläche eine ölige durchsichtige Phase aufweist oder Öltröpfchen

enthält, ist die Emulsion unbrauchbar und der Beutel muss vernichtet werden. Vor Anwendung muss

der Inhalt der drei Kammern gemischt werden.

Nach Öffnung der Peel-Nähte sollte der Beutel mehrere Male hin und her gedreht werden, um eine

homogene Mischung zu gewährleisten. Die Mischung darf keine Anzeichen einer Phasentrennung

aufweisen.

Zulassungsnummer

57619 (Swissmedic).

Packungen

StructoKabiven peripher Inf Emuls Dreikammerbeutel 4× 1206 ml (aus Polyolefinen, mit Umbeutel).

Zulassungsinhaberin

Fresenius Kabi (Schweiz) AG, 6370 Oberdorf NW.

Stand der Information

August 2009.

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