Stickoxydul medizinisch Siad Austria

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Stickoxydul medizinisch Siad Austria
  • Einheiten im Paket:
  • 0,25 bis 40 kg, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Medizinischen Vorrichtung

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Stickoxydul medizinisch Siad Austria
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Other general anesthetics
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch Gewerbetreibende gemäß Gewerbeordnung 1994 mit entsprechender Berechtigung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-26104
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-10-2005
  • Letzte Änderung:
  • 02-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

STICKOXYDUL medizinisch SIAD Austria

Wirkstoff: Stickoxydul

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn

Nebenwirkungen

bemerken,

wenden

sich

Ihren

Arzt,

Apotheker

oder

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Stickoxydul medizinisch SIAD und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Stickoxydul medizinisch SIAD beachten?

Wie ist Stickoxydul medizinisch SIAD anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Stickoxydul medizinisch SIAD aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist STICKOXYDUL MEDIZINISCH SIAD und wofür wird es angewendet?

Stickoxydul medizinisch SIAD ist ein medizinisches Gas zur Inhalation, es wird auch als Lachgas

bezeichnet. Der Behälter (Gasflasche oder Flaschenbündel) enthält Stickoxydul (N

O) mit einem

Mindestgehalt von 98,0 Vol.-%.

Anwendungsgebiete sind:

Als Inhalationsnarkosemittel zur Einleitung und Unterhaltung einer Kombinationsnarkose mit intravenösen

und/oder

anderen

Inhalationsnarkosemitteln

sowie

Schmerzmitteln

Arzneimitteln

Muskelentspannung,

jedem

Lebensalter.

Außerdem

rasch

einsetzenden,

steuerbaren

Schmerztherapie in der Geburtshilfe, Zahnheilkunde und bei sehr kurzen, schmerzhaften chirurgischen

Eingriffen (sog. Rauschnarkose).

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von STICKOXYDUL MEDIZINISCH SIAD beachten?

Stickoxydul medizinisch SIAD darf nicht angewendet werden bei:

Überempfindlichkeit gegenüber Stickoxydul

Schwerer Lungenfunktionsstörung mit Sauerstoffmangel im Blut

krankhaft erhöhtem Hirndruck

Schwerer Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

Nicht entlasteten Luft- oder Gaseinschlüssen im Körper, deren Ausdehnung bedrohliche Konsequenzen

haben

kann

(z.B.

Pneumothorax,

Pneumocephalus,

Mediastinalemphysem,

perforierende

Augenverletzung oder Augenoperation mit Gaseinschluss im Glaskörper, Verdacht auf Luft-Embolie,

unmittelbar nach Tauchgängen)

Stickoxydul medizinisch SIAD sollte nach Möglichkeit nicht angewendet werden bei:

unbehandeltem Vit.B

-Mangel (Perniziöse Anämie, ausschließlich vegetarische Ernährung,

chronischer Alkoholismus, Gastrektomie, atrophische Gastritis)

Darmverschluss mit geblähten Darmschlingen

kritisch kranken Intensivstationspatienten

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Stickoxydul sollte niemals mit weniger als 30 Vol.-% Sauerstoff-Anteil verabreicht werden. Die Indikation

für

einen

längerdauernden

Einsatz

Stickoxydul

medizinisch

sollte

streng

unter

Abwägung

möglicher

Alternativ-Verfahren

sowie

individuellen

Patientenrisikos

Entwicklung

einer

megaloblastären Myelopoesestörung (Reifungsstörung der Blutzellen) vorgenommen werden.

Stickoxydul medizinisch SIAD sollte niemals länger als 10 Stunden ohne Überprüfung des zellulären

Blutbildes

Zeichen

einer

megaloblastären

Myelopoesestörung

(Anämie,

Leukopenie)

verwendet

werden.

Wiederholte

Stickoxydul-Anwendungen

Abständen

kürzer

Tage

müssen

regelmäßigen Blutbildkontrollen zur Erkennung megaloblastärer Veränderungen des roten und weißen

Blutbildes begleitet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Stickoxydul medizinisch SIAD darf nur vom Arzt oder von geschultem Fachpersonal angewendet werden.

Stickoxydul ist ein farb- und geruchloses Gas. Es ist 1,5-mal schwerer als Luft, nicht brennbar, unterhält

jedoch die Verbrennung auch schwer entflammbarer Stoffe und zerfällt bei Temperaturen über 600°C

explosionsartig. Es ist für die Schleimhäute des Atmungssystems völlig reizlos. Stickoxydul ist ein

schwaches Narkosemittel, besitzt jedoch eine sehr gute schmerzstillende Wirkung. Es eignet sich als gut

steuerbares Basis-Narkosemittel in Kombination mit anderen direkt in die Blutbahn oder über die Lunge

verabreichten Narkosemittel und Schmerzmittel und verstärkt deren Wirkungen. Bei Konzentrationen

zwischen 20 Vol.-% und 50 Vol.-% tritt ein Verwirrtheitszustand auf, der durch Schwindel, Parästhesien

(Kribbeln, Ameisenlaufen), Euphorie (überschwängliche Gemütsverfassung), Unruhe und Ohrensausen

gekennzeichnet ist. Zwischen 50 Vol.-% und 70 Vol.-% tritt in der Regel Bewusstseinsverlust ein.

Bei Beendigung der Stickoxydul-Zufuhr kann durch die hohe Geschwindigkeit, mit der Stickoxydul in den

Luftraum der Lungen zurückkehrt, eine Sauerstoffunterversorgung auftreten, wenn nicht mehrere Minuten

mit reinem Sauerstoff beatmet wird.

Die wiederholte Verabreichung von oder das Ausgesetzsein gegenüber Distickstoffmonoxid kann zur

Abhängigkeit führen. Bei Patienten mit einer bekannten Vorgeschichte von Substanzmissbrauch bzw. bei

Angehörigen der Gesundheitsberufe mit berufsbedingter Exposition gegenüber Distickstoffmonoxid ist

Vorsicht geboten.

Bei Patienten mit luft- oder gasgefüllten Hohlräumen im Körper (z.B. Darmverschluss, Pneumothorax,

nach Verwendung von intraokularen Gasen bei Augenoperationen) kann es zu einer gefährlichen Zunahme

des Volumens und Druckes mit Gewebeschädigung kommen. Dies ist auch bei der epiduralen Injektion

(Injektion

Rückenmarkshaut)

Luft

Erkennung

Epiduralraumes

für

neuroaxiale

Regionalnarkoseverfahren zu beachten.

Wegen der Diffusion (langsame Durchdringung) von Stickoxydul durch Gummi dringt bei der Narkose

unter Verwendung eines Tubus (Beatmungsrohr) mit Blockmanschette Stickoxydul in diese ein und kann

über die Volumen- und Druckzunahme Schäden an der Luftröhrenschleimhaut bzw. Luftröhrenwand

verursachen oder zur Verlegung der Atemwege führen. Durch regelmäßige Kontrolle und Anpassung des

Manschettendruckes wird eine Schädigung vermieden.

Kinder und Jugendliche:

Es sind keine anderen Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen als die oben angeführten zu beachten.

Anwendung von Stickoxydul medizinisch SIAD mit anderen Arzneimitteln:

Informieren

Ihren

Arzt

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen

anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen /

anzuwenden

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Kombination

anderen

Zentralnervensystem

dämpfenden

Arzneimitteln

muss

einer

gegenseitigen

Wirkungsverstärkung

gerechnet

werden.

Dies

gilt

insbesondere

für

sedierende

(beruhigende) und atemdeprimierende (Verlangsamung der Atmung) Wirkung von Barbituraten, Opioiden

Inhalationsnarkosemittel.

Auch

Wirkung

Alkohol

wird

verstärkt.

Nach

Absetzen

Stickoxydul medizinisch SIAD sind diese Wechselwirkungen innerhalb weniger Minuten reversibel.

Bei einer gleichzeitigen Anwendung von Stickoxydul medizinisch mit anderen Inhalationsnarkosemitteln

kommt es zu einer erhöhten und rascheren Aufnahmerate der verwendeten Narkosemittel (Second-Gas-

Effect). Die Herzmuskelkraft kann bei

einer gleichzeitigen Anwendung von

Stickoxydul,

Opioiden

und/oder anderen Inhalationsnarkosemitteln negativ beeinflusst werden.

gleichzeitigen

Anwendung

Methotrexat

kann

Wirkungsverstärkung

(auch

unerwünschten Wirkungen) kommen.

Stickoxydul medizinisch SIAD inaktiviert Vitamin B

(ein Co-Enzym der Methionin-Synthetase) und führt

dadurch zu einer Verminderung von Folsäure, die für die DNA-Synthese essentiell ist. Bei Patienten mit

bestehendem Vitamin B

-Mangel bzw. bei längerdauernder Stickoxydul-Anwendung ist die Entstehung

megaloblastärer Veränderungen der roten Blutkörperchen und Anteile weißer Blutzellen (neutrophile

Granulozyten) bzw. einer Myeloneuropathie (Nervenmarkschädigung) möglich. Nervenschädigung kann

ohne

gleichzeitige

Anämie

oder

Blutzelländerung

Vitamin-B12-Konzentrationen

Normalbereich auftreten. Bei Patienten mit nicht diagnostiziertem subklinischem Vitamin-B12-Mangel ist

nach

einmaligem

Ausgesetzsein

gegenüber

Distickstoffmonoxid

während

Anästhesie

Nervenschädigung aufgetreten.

Vitamin B

-Ersatztherapie, die Zufuhr von Methionin über den Mund oder hochdosierter Folsäure sind in

der Lage, diese Effekte zu verhindern bzw. zu beheben. Die Zufuhr von 2x 30mg/d Kalziumfolinat über den

Mund kann die megaloblastäre Myelopoesestörung verhindern und therapieren.

Anwendung von Stickoxydul medizinisch SIAD zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol: Stickoxydul kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit:

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Beim Menschen gibt es nach Stickoxydulnarkosen keine Anzeichen für eine den Embryo schädigende

oder fehlbildende Wirkung. Schwangerschaft und Stillzeit schließen die Anwendung nicht aus, dennoch wird

prinzipiellen

Überlegungen

empfohlen,

Stickoxydul

medizinisch

ersten

Schwangerschaftsmonaten nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko für Fötus und Mutter

einzusetzen. Stickoxydul tritt über die Plazenta in den Fötus über, die Narkosetiefe des Fötus entspricht

derjenigen der Mutter.

Es ist nicht bekannt, ob und in welchem Umfang Stickoxydul medizinisch in die Muttermilch übertritt.

Bei länger dauernder (beruflicher) Exposition (z.B. bei ungenügender Narkosegasabsaugung) wurde über

verminderte Gebärfähigkeit berichtet.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Nach einer Stickoxydulbehandlung dürfen Sie sich für mindestens 12 Stunden nicht an das Steuer eines

Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

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3. Wie ist STICKOXYDUL MEDIZINISCH SIAD anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Eine Stickoxydulbehandlung bedarf sorgfältiger Überwachung durch eigens dafür geschulte Ärzte und

medizinisches Fachpersonal.

Bei der Verwendung von Stickoxydul medizinisch SIAD sind außerdem die Angaben im entsprechenden

Sicherheitsdatenblatt zu beachten. Dieses stellt Ihnen Ihr Gaselieferant zur Verfügung.

Dauer

Konzentration

Stickoxydulbehandlung

richtet

sich

nach

zugrundeliegenden

Erkrankung und sollte gegebenenfalls durch regelmäßige Blutbildkontrollen überprüft werden.

Bei der längerfristigen Beatmung sollte im Regelfall die Stickoxydulkonzentration des Atemgases niemals

über 70 Vol.-% liegen bzw. ist eine Sauerstoffkonzentration von weniger als 30% zu vermeiden.

Analgetische Konzentrationen ab 30 Vol.-% - bis max. 50 Vol.-% werden verwendet in der Geburtshilfe,

Zahnheilkunde und für sehr kurze, schmerzhafte chirurgische Interventionen (sog. Rauschnarkose).

Die Applikation erfolgt über Gesichtsmaske, Larynxmaske (Gummimaske über dem Kehlkopf) oder

Endotrachealtubus (Beatmungsschlauch in der Luftröhre). Dosierung und Anwendungsdauer werden

individuell vom Arzt bestimmt, jedoch sollten Kombinationsanästhesien mit Stickoxydul medizinisch beim

Knochenmarkgesunden

unter

8-10

Stunden

begrenzt

bleiben.

kritisch

Kranken

Intensivstationspatienten) und bei vorgeschädigtem Knochenmark ist die Indikation für die Verwendung

von Stickoxydul medizinisch auch bei kurzen Narkosen (unter 2 Stunden) äußerst streng zu stellen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Bei Kindern ist eine verringerte schmerzstillende Wirkung möglich. Der Arzt wird die Dosis gegebenenfalls

anpassen.

Wenn Sie eine größere Menge von Stickoxydul medizinisch SIAD angewendet haben, als Sie sollten:

In diesem Fall sollte eine Blutbildkontrolle in Erwägung gezogen werden.

Therapeutische Sofortmaßnahme ist die Behandlung mit reinem Sauerstoff.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch Stickoxydul medizinisch SIAD Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen sind stark von der Konzentration im Atemgas und der Dauer der Anwendung abhängig. Sie

sind bei Beachtung der erwähnten Vorsichtsmaßnahmen rasch reversibel.

► Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100):

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes:

Übelkeit und Erbrechen (etwa 15 % der Fälle nach Operationen)

Psychiatrische Erkrankungen

Euphorie, Desorientierung, Sedierung, Benommenheit

► Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000):

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:

Gefühl des Druckes im Mittelohr, Schädigung des Mittelohrs bis zur Trommelfellruptur.

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Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes:

Blähungen, geblähte Darmschlingen.

► Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Blutbildungsstörungen (Megaloblastische Anämie), Verminderung der Zahl der weißen Blutzellen.

Psychiatrische Erkrankungen:

Zustände

gehobener

Stimmungslage,

Träume

Halluzinationen,

psychische

Abhängigkeit;

Abhängigkeit

(Missbräuchliche

Anwendung

psychische

Abhängigkeit

Verdacht

oder

Vorhandensein von Vitamin B12-Mangel).

Erkrankungen des Nervensystems:

Erkrankungen

peripheren

Nerven

(Periphere

Neuropathie,

Polyneuropathie)

Rücken-

oder

Knochenmarkerkrankung (Myeloneuropathie); subakute kombinierte Rückenmarksdegeneration, geringe

Steigerung des Schädelinnendrucks.

Herzerkrankungen:

Blutdrucksenkung, Abnahme des Herzschlagvolumens und Zunahme des Lungengefäßwiderstandes

Nach lang dauernder Anwendung sind Störungen der Blutbildung im Knochenmark beobachtet worden.

Besonders gefährdet sind Patienten mit Vitamin B

-Mangel. Bei Verdacht oder Vorhandensein von

Vitamin B12-Mangel oder bei vergleichbaren Symptomen betreffend Methionin-Synthetase, wird eine

Vitamin B-Ergänzungstherapie empfohlen. Lang dauernder außergewöhnlich starker beruflicher Kontakt

Missbrauch

können

extrem

seltenen

Fällen

Nervenschäden

(Myeloneuropathie)

Rückenmarksschäden (subakuter kombinierter Degeneration) führen.

Bei Verdacht auf Luftembolie ist die Stickoxydul-Zufuhr sofort zu unterbrechen und mit 100% Sauerstoff

zu beatmen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at

5. Wie ist STICKOXYDUL MEDIZINISCH SIAD aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Stickoxydul verdrängt die Atemluft. Bei der Anwendung ist für eine ausreichende Durchlüftung der

Behandlungsräume zu sorgen.

Bei der Anwendung nicht rauchen, offene Flammen und Zündquellen fernhalten. Feuergefahr bei Kontakt

mit leicht brennbaren Stoffen. Anreicherung der Umgebungsluft mit Stickoxydul vermeiden.

Mit Stickoxydul in Berührung kommende Teile sind frei von Öl und Fett (auch Cremen und Salben) zu

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halten. Nur für Stickoxydul zugelassene Armaturen und Dichtungsmaterialien verwenden.

Veränderungen und Reparaturen an Behältern, Armaturen und anderen technischen Ausrüstungsteilen

dürfen nur von entsprechenden Fachkräften durchgeführt werden.

Die Inhalationshilfen (z. B. Nasenbrille, Atemmaske, Tubus) müssen für die jeweilige Applikation geeignet

sein.

Eine missbräuchliche Verwendung der Behälter sowie eine Befüllung durch den Verbraucher oder Dritte

sind nicht statthaft

Zur Entnahme von Stickoxydul medizinisch SIAD aus einem Behälter ist erforderlichenfalls eine geeignete

Druckreduziereinrichtung anzuschließen. Die Bedienungsanleitung für diese Einrichtung ist unbedingt zu

beachten. Verunreinigung des Anschlusses vermeiden.

Für die Entnahme von Stickoxydul medizinisch SIAD sind die dafür vorgesehenen Flaschen nur im

stehenden Zustand zu verwenden. Dies gilt auch für die speziell gekennzeichneten Steigrohrflaschen zur

Entnahme von verflüssigtem Stickoxydul.

Entnahmeventil nach Gebrauch immer schließen.

Im Gefahrenfall ist das Ausströmen von Stickoxydul medizinisch SIAD durch Schließen des entsprechenden

Absperrorgans am Behälter (siehe gegebenenfalls Bedienungsanleitung) zu unterbinden.

Behälter

gegen

Umfallen

sichern

(z.B.

Verwendung

eines

Flaschenwagens)

mechanischer

Beschädigung schützen.

Behälter gegen unzulässige Erwärmung (in der Regel über 40 °C) schützen.

Sofern bei Flaschen ein Ventilschutz vorgesehen ist, muss dieser bei der Lagerung und dem Transport

angebracht sein (z.B. Schutzkappe oder Tragegriff).

Verunreinigung

Behälter

(z.B.

durch

Feuchtigkeit

oder

Eindringen

Wasser

Behälter)

vermeiden.

Bei der Lagerung und dem Transport von Behältern mit unter Druck verflüssigtem Stickoxydul medizinisch

SIAD sind außerdem die Angaben im entsprechenden Sicherheitsdatenblatt zu beachten.

dürfen

Arzneimittel

nach

Behältnis

nach

„Verwendbar

bis“

angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Die Verwendung von Stickoxydul medizinisch SIAD aus teilentleerten

Behältern ist bis zum Verfalldatum zulässig.

Leere Behälter oder Behälter mit Restinhalt sollten dem Vertreiber zur Wiederbefüllung oder Entsorgung

übergeben werden (Behälter nicht vollständig entleeren).

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Stickoxydul medizinisch SIAD enthält:

Der Wirkstoff ist Stickoxydul.

Das Arzneimittel enthält keine weiteren Inhaltsstoffe

Wie Stickoxydul medizinisch aussieht und Inhalt der Packung:

Stickoxydul ist ein farb- und geruchloses Gas.

Der Behälter (Gasflasche, Flaschenbündel) enthält reines Stickoxydul (N

O) in Arzneibuchqualität mit einem

Mindestgehalt von 98,0 Vol.-% N

Stickoxydul medizinisch wird in unter Druck verflüssigter Form in wiederbefüllbare Gasflaschen mit

unterschiedlicher Größe (Inhalt 0,25 bis 40 kg) oder in Flaschenbündel (Inhalt 240 bis 900 kg) abgefüllt.

Wie erkennt

man den

Gasinhalt?

Der maximale Gasinhalt ergibt sich überschlagsmäßig aus dem spez. Füllgewicht (0,75 kg/l) und ist auf

dem Behälter eingeschlagen. Der tatsächliche Gasinhalt kann durch Abwiegen festgestellt werden, indem

man vom aktuellen Gewicht das Tara-Gewicht des Behälters (auf dem Behälter eingeschlagen) abzieht.

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z.B.: 32 kg (aktuelles Gewicht) - 25 kg (Tara-Gewicht) = 7 kg Gas

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer:

SIAD Austria GmbH

Bergwerkstraße 5,

A-5120 St. Pantaleon

Tel:+43 (06277) 7447

Fax: +43 (06277) 7401

E-Mail: siad_austria@siad.eu

Hersteller:

Eurogas S.r.l.

Via Pradazzo 22

I-26012 Castelleone (CR)

Tel: +39 0374 57191

Fax: +39 0374 57840

Zulassungsnummer:

Z.Nr.: 1-26104

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2018