Starlix

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Starlix Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • nateglinidum 120 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Starlix Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • orales Antidiabetikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55401
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-09-2000
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Starlix®/Starlix mite

Novartis Pharma Schweiz AG

Was ist Starlix/-mite und wann wird es angewendet?

Starlix/-mite enthält den Wirkstoff Nateglinid, welcher den Blutzuckerspiegel senkt. Starlix/-mite

wird zur Behandlung von Patienten mit Typ 2-Diabetes verordnet, wenn die Krankheit nicht allein

durch Diät und körperliche Betätigung behandelt werden kann. Typ 2-Diabetes wird auch nicht-

insulinabhängiger Diabetes mellitus genannt.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen entweder eine Behandlung mit Starlix/-mite allein oder

zusammen mit einem Präparat mit dem ebenfalls blutzuckersenkenden Wirkstoff Metformin oder

einem Präparat aus der Gruppe der Thiazolidindione (Rosiglitazon, Pioglitazon) verordnen.

Starlix/-mite darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die gute Blutzuckereinstellung hängt nicht nur von der medikamentösen Behandlung ab, sondern

entscheidend sind auch die Einhaltung der Diät und ausreichende körperliche Aktivität. Befolgen Sie

deshalb die diesbezüglichen Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin oder der Diabetesberatung.

Blut- und Urinzuckerspiegel sollten während der Behandlung überwacht und regelmässig kontrolliert

werden.

Wann darf Starlix/-mite nicht angewendet werden?

Wenn Sie auf den Wirkstoff Nateglinid oder einen der Hilfsstoffe überempfindlich reagieren, wenn

Sie an Typ 1-Diabetes (sog. juveniler oder insulinabhängiger Diabetes) leiden, wenn Sie an einem

Diabetes mit Stoffwechselentgleisung (zu hoher Blutzucker und/oder diabetischer Ketoazidose (Ihr

Körper stellt aufgrund eines zu hohen Blutzuckers grosse Mengen einer giftigen Säuren namens

Ketonkörper her)) mit starkem Durst, häufigem Harndrang, Schwäche oder Erschöpfung, Übelkeit,

Kurzatmigkeit oder Verwirrtsein leiden, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen

und wenn Sie stillen, wenn Sie Anzeichen einer Unterzuckerung an sich feststellen wie Schwitzen,

Benommenheit, Zittern, Schwäche, Hunger, Herzklopfen, Müdigkeit oder Übelkeit, dürfen Sie

Starlix/-mite nicht einnehmen und müssen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sprechen.

Starlix/-mite ist nicht geeignet für Kinder und Jugendliche.

Wann ist bei der Einnahme von Starlix/-mite Vorsicht geboten?

Starlix/-mite kann Unterzuckerung (Hypoglykämie) verursachen. Achten Sie auf Anzeichen wie

Schwitzen, Benommenheit, Zittern, Schwäche, Hunger, Herzklopfen, Müdigkeit oder Übelkeit.

Diese Symptome lassen sich in der Regel rasch durch Einnahme von Zucker (z.B. 2-4 Stück

Würfelzucker, Traubenzucker, süsse Fruchtsäfte oder gezuckerten Tee) beheben. Beachten Sie, dass

künstliche Süssstoffe unwirksam sind.

Ein nicht richtig eingestellter Blutzuckerspiegel kann Ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit

vermindern. Sie sollten Vorsichtsmassnahmen ergreifen, um eine Hypoglykämie während des

Lenkens von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen zu vermeiden. Das ist besonders dann

wichtig, wenn bei Ihnen die Anzeichen einer Hypoglykämie nur schwach ausgeprägt sind oder

fehlen oder wenn bei Ihnen häufig Hypoglykämien auftreten. In diesen Fällen sollten Sie in Betracht

ziehen, das Lenken von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen zu unterlassen.

Ältere oder schlecht ernährte Patientinnen bzw. Patienten oder Patientinnen bzw. Patienten mit einer

Erkrankung der Nebennieren oder einer schweren Nierenerkrankung reagieren empfindlicher auf

eine Diabetes-Behandlung. Bei diesen Patientinnen bzw. Patienten muss der Blutzucker engmaschig

kontrolliert werden. Durch anstrengende körperliche Betätigung oder Genuss von Alkohol kann das

Risiko für eine Hypoglykämie erhöht sein. In diesen Fällen sollten die Blutzuckerwerte besonders

sorgfältig überwacht werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin, wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Starlix/-mite verstärken oder abschwächen und damit

zu einer Abnahme oder Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen:

·Arzneimittel gegen Entzündungen und Schmerzen, besonders Arzneimittel mit schmerzlindernder,

fiebersenkender und entzündungshemmender Wirkung (z.B. Acetylsalicylsäure),

·Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzkrankheiten (Betablocker und

harntreibende Arzneimittel) oder der Blutfettwerte,

·Arzneimittel zur Behandlung von Hauterkrankungen, Asthma, Allergie und rheumatischen

Erkrankungen. (z.B. Prednison, Cortison),

·Arzneimittel zur Behandlung von Wachstumsstörungen oder bei körperlicher Schwäche (z.B.

Wachstums- oder anabole Hormone) sowie zur Behandlung der Schilddrüse (Schilddrüsenhormone),

·Arzneimittel und Stoffe zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer, Johanniskraut) oder

Parkinson-Krankheit,

·Arzneimittel zur Behandlung z.B. von epileptischen Anfällen (Phenytoin),

·Arzneimittel zur Behandlung von Gicht, Tuberkulose oder Pilzinfektionen,

·Guanethidin,

·Somatostatin-Analoga z.B. Lanreotid, Octreotid, die zur Behandlung von Patienten mit

Akromegalie angewendet werden

·Alkohol.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie eines der genannten Arzneimittel einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin auch mit, wenn Sie an Fieber, Verletzungen, oder an

Infektionen leiden oder operiert werden müssen. Er bzw. sie wird je nach Fall eine Dosisanpassung

vornehmen und den Blutzuckerspiegel genauer überwachen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Starlix/-mite während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Starlix/-mite darf weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie feststellen, dass Sie schwanger sind. Während

der Behandlung mit Starlix/-mite sollten Frauen im gebärfähigen Alter eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden.

Wie verwenden Sie Starlix/-mite?

Die übliche tägliche Dosierung beträgt je 1 Filmtablette Starlix à 120 mg vor den Hauptmahlzeiten,

gewöhnlich vor dem Morgen-, Mittag- und Abendessen. Bei Patientinnen bzw. Patienten mit

schweren Nierenerkrankungen beträgt die übliche tägliche Dosierung 1 Filmtablette Starlix mite à

60 mg vor den Hauptmahlzeiten. Die Filmtabletten sollen unzerkaut unmittelbar vor dem Essen mit

einem Glas Wasser eingenommen werden. Sie können die Filmtabletten auch zu irgendeinem

Zeitpunkt innerhalb von 30 min vor dem Essen einnehmen.

·Wenn Sie eine Mahlzeit auslassen, verzichten Sie auf die entsprechende Einnahme von Starlix /-

mite.

·Wenn Sie einmal vergessen haben, eine Filmtablette einzunehmen, nehmen Sie die nächste Dosis

erst wieder vor der nächsten Mahlzeit. Verdoppeln Sie die Dosis nicht.

·Starlix/-mite kann von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zusammen mit anderen oralen

blutzuckersenkenden Arzneimitteln verordnet werden. Eventuell wird der Arzt bzw. die Ärztin dann

die Dosis von Starlix/-mite anpassen.

·Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Starlix/-mite haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Starlix/-mite auftreten:

Starlix/-mite kann häufig eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) mit den folgenden Symptomen

bewirken:

Schwitzen, Benommenheit, Zittern, Schwächegefühl, Hunger, Herzklopfen, Müdigkeit oder

Übelkeit. Zur Behebung dieser Symptome siehe unter «Wann ist bei der Einnahme von Starlix/-mite

Vorsicht geboten?».

Häufig kann es auch zu Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Durchfall,

gelegentlich auch zu Erbrechen kommen.

In Einzelfällen können auch Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag und Juckreiz sowie

Erhöhung der Leberwerte auftreten. Falls diese Symptome bei Ihnen auftreten, sollten Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Starlix/-mite soll nicht über 30 °C im Originalbehälter und für Kinder unerreichbar aufbewahrt

werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Starlix/-mite enthalten?

Starlix/-mite enthält den Wirkstoff Nateglinid und Hilfsstoffe. Es gibt Filmtabletten zu 60 mg

(pinkfarben und rund) und zu 120 mg (gelb und oval).

Zulassungsnummer

55401 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Starlix/-mite? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Starlix mite Filmtabletten zu 60 mg: 84.

Starlix Filmtabletten zu 120 mg: 84.

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

21-6-2018

STARLIX® 60/120/180 mg Filmtabletten

Rote - Liste

15-5-2018

Starlix (Novartis Europharm Limited)

Starlix (Novartis Europharm Limited)

Starlix (Active substance: nateglinide) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3063 of Tue, 15 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/335/T/34

Europe -DG Health and Food Safety