Sporanox G

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sporanox G Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • itraconazolum 100 mg, color.: E 127, E 132, excipiens pro capsula.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sporanox G Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Vulvovaginalcandiosis

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53630
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-12-1995
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Sporanox® G Kapseln

Janssen-Cilag AG

Was ist Sporanox G und wann wird es angewendet?

Sporanox G ist ein Arzneimittel gegen verschiedene Pilzkrankheiten der Genitalien. Es greift in den

Stoffwechsel der Membran der Pilzzellen ein; dadurch sterben diese ab oder können leichter von der

körpereigenen Abwehr beseitigt werden.

Sporanox G darf nur auf Verschreibung des Arztes resp. der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen

Erkrankung verschrieben.

Das Antimykotikum in Sporanox G ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche

Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht

richtig dosierten Antimykotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von

sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren

Infektionen dürfen Sie Sporanox G nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Wann darf Sporanox G nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe darf Sporanox G nicht eingenommen

werden.

Während der Schwangerschaft darf Sporanox G nicht eingenommen werden ausser Ihr Arzt/Ihre

Ärztin ist über die Schwangerschaft orientiert und verordnet es ausdrücklich; eine Schwangerschaft

ist vor der Einnahme von Sporanox G auszuschliessen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen sich

während der Behandlung mit Sporanox G sowie während eines ganzen Menstruationszyklus nach

Behandlungsende (d.h. 5-7 Wochen) zuverlässig vor einer Schwangerschaft schützen.

Wenn Sie an Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden, dürfen Sie Sporanox G nicht einnehmen,

ausser Ihr Arzt/Ihre Ärztin ist darüber informiert und verordnet es ausdrücklich. Falls während der

Behandlung mit Sporanox G Kurzatmigkeit, unerwartete Gewichtszunahme, geschwollene Beine,

ungewohnte Müdigkeit oder plötzliches Aufwachen in der Nacht auftreten, müssen Sie unverzüglich

ärztliche Hilfe aufsuchen.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie auf andere Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen

allergisch sind.

Wenn Sie Sporanox G einnehmen, dürfen Sie die folgenden Arzneimittel nicht einnehmen:

·bestimmte Arzneimittel gegen Allergien (wie z.B. Mizolastin);

·bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Angina Pectoris (starke drückende Schmerzen in der

Brust) oder von Bluthochdruck insbesondere Nisoldipin;

·Ticagrelor, ein Arzneimittel, das die Blutgerinnung verlangsamt;

·bestimmte Arzneimittel, die das Cholesterin senken (z.B. Simvastatin, Lovastatin);

·bestimmte Schlafmittel (wie Midazolam, Triazolam);

·bestimmte Arzneimittel gegen psychotische Störungen (wie z.B. Sertindol, Quetiapin);

·Ergot-Alkaloide wie z.B. Ergotamin, Dihydroergotamin zur Behandlung von Migräne;

·Ergot-Alkaloide wie z.B. Methylergometrin, welche zur Kontrolle von Blutungen und zur

Förderung der Uteruskontraktion nach der Geburt angewendet werden;

·bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Dronedaron, Ivabradin,

Ranolazin;

·bestimmte Arzneimittel gegen Herzinsuffizienz (z.B. Eplerenon);

·Sildenafil gegen pulmonale arterielle Hypertonie;

·Domperidon, ein Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen;

·Colchicin zur Behandlung von Gicht, wenn Sie an eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion

leiden.

Wann ist bei der Einnahme von Sporanox G Vorsicht geboten?

Bei bestehenden Lebererkrankungen oder wenn bei der Behandlung mit einem anderen Arzneimittel

unerwünschte Wirkungen auf die Leber festgestellt wurden, soll der Arzt/die Ärztin informiert

werden, da in diesen Fällen das Risiko für schwere Leberprobleme erhöht ist.

Stoppen Sie sofort die Einnahme von Sporanox G und suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf,

falls während der Behandlung Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit,

Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder der Augen, blasse Stühle oder dunkler Urin auftreten.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin über diese Symptome umgehend informieren, da

möglicherweise Leberprobleme mit schwerwiegendem Verlauf auftreten können.

Wenn Sie Sporanox G einnehmen, wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin möglicherweise regelmässig

Blutuntersuchungen anordnen. Der Grund dafür ist die frühe Feststellung von Leberstörungen, denn

solche Störungen können sehr selten auftreten.

Falls Sie Nierenprobleme haben, sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, da eventuell die

Dosis angepasst werden muss.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn an Händen oder Füssen ein ungewohntes

Kribbeln, Schwäche oder Taubheit auftreten.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie Herzprobleme haben oder an einer Nieren- oder

Lungenerkrankung leiden. Suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf oder kontaktieren Sie ihn/sie

umgehend beim Auftreten von Atemproblemen (Kurzatmigkeit), bei unerwarteter Gewichtszunahme,

beim Anschwellen der Beine, bei ungewöhnlicher Müdigkeit oder falls Sie während der Nacht

plötzlich anfangen ungewöhnlich oft aufzuwachen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn

unter der Einnahme von Sporanox G Kapseln eine schwere allergische Reaktion (gekennzeichnet

durch schweren Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Atemschwierigkeiten und/oder geschwollenes

Gesicht) auftritt.

Brechen Sie sofort die Behandlung mit Sporanox G Kapseln ab und informieren Sie umgehend Ihren

Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie überempfindlich gegen Sonnenlicht werden.

Brechen Sie sofort die Behandlung mit Sporanox G Kapseln ab und informieren Sie umgehend Ihren

Arzt/Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen eine schwere Hauterkrankung wie z.B. ein grossflächiger

Hautausschlag mit Ablösen der Haut sowie Bläschen in der Mundhöhle, an den Augen und an den

Genitalien oder ein Hautausschlag mit kleinen Eiterbläschen oder Blasen auftritt.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit, welche Arzneimittel

Sie momentan einnehmen. Nehmen Sie auch während der Behandlung mit Sporanox G keine

weiteren Arzneimittel ein ohne vorher Ihren Arzt/Ihre Ärztin zu informieren (siehe auch «Wann darf

Sporanox G nicht angewendet werden?»).

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Sporanox G stark vermindern. Dies gilt vor allem für

einige Produkte zur Behandlung von Epilepsie (z.B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital), zur

Behandlung gegen Tuberkulose (z.B. Rifampicin, Rifabutin, Isoniazid), zur Behandlung von AIDS

(z.B. Efavirenz, Nevirapin) und für Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum)

enthalten (= pflanzliche Produkte, welche bei gedrückter Stimmung und depressiven Symptomen

eingesetzt werden). Sie sollten deshalb immer Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, falls Sie eines

dieser Produkte einnehmen, damit er/sie die entsprechenden Massnahmen treffen kann.

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Sporanox erhöhen. Dies sind z.B.

·gewisse Antibiotika wie Clarithromycin, Erythromycin, Ciprofloxacin;

·bestimmte Arzneimittel gegen Infektionen mit dem HIV-Virus (HIV-Protease-Hemmer, z.B.

Indinavir, Ritonavir) oder Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C (z.B. Telaprevir).

Sporanox kann die Wirkung anderer Arzneimittel erhöhen. Die Kombination mit diesen

Arzneimitteln kann entweder nicht empfohlen werden oder eine Dosisanpassung von Sporanox G

oder vom Begleitarzneimittel erforderlich machen, worüber jedoch Ihr Arzt/Ihre Ärztin entscheidet.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt/Ihre Ärztin, falls Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen:

·Mittel gegen Herzkrankheiten oder hohen Blutdruck wie Aliskiren, Tadalafil oder Bosentan,

Digoxin, Nadolol, Riociquat, gewisse Kalzium-Kanal-Blocker wie Felodipin oder Dihydropyridin-

Derivate, Verapamil;

·Arzneimittel zur «Blutverdünnung» (Antikoagulantien) wie Rivaroxaban oder Apixaban, Cumarin,

Dabigatran;

·Arzneimittel, welche zum Einnehmen, zur Inhalation und als Injektion bei entzündlichen

Erkrankungen, Asthma und Allergien verabreicht werden wie Salmeterol oder Methylprednisolon,

Budesonid, Ciclesonid, Fluticason und Dexamethason;

·Arzneimittel, welche oft nach Organtransplantationen verabreicht werden wie Everolimus,

Sirolimus, Temsirolimus oder Cyclosporin A, Tacrolimus;

·bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von AIDS wie Maraviroc, Saquinavir;

·bestimmte Arzneimittel gegen Krebs wie Axitinib, Dabrafenib, Dasatinib, Ibrutinib, Nilotinib,

Sunitinib, Trabectedin Irinotecan, Lapatinib oder Bortezomib, Busulfan, Docetaxel, Erlotinib,

Gefitinib, Imatinib, Ponatinib, Ixabepilone, Vinca-Alkaloide;

·Arzneimittel gegen Angstzustände wie Alprazolam;

·Arzneimittel gegen Schlafstörungen (Tranquilizer) wie Midazolam i.v.;

·Arzneimittel gegen Depressionen wie Reboxetin; gewisse Psycho-Pharmaka wie Aripiprazol,

Haloperidol, Risperidon;

·Starke Schmerzmittel wie Fentanyl, Methadon oder Alfentanil, Buprenorphin, Oxycodon,

Sufentanil;

·Eletriptan zur Behandlung von Migräne;

·Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (erhöhter Blutzucker) wie Repaglinid, Saxagliptin;

·Gewisse Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen wie Aprepitant;

·Simeprevir, ein Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C;

·Arzneimittel zur Behandlung von Harninkontinenz bei Männern wie Darifencin, Vardenafil,

Tamsulosin oder zur Behandlung der gereizten Harnblase wie Fesoterodin, Oxybutynin, Solifenacin,

Tolterodin;

·Arzneimittel zur Behandlung von Erektions-Funktionsstörung wie Vardenafil oder Sildenafil,

Tadalafil;

·Atorvastatin, ein Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin;

·Alitretinoin (orale Formulierung), ein Arzneimittel zur Behandlung von Ekzem;

·Cinacalcet, ein Arzneimittel zur Behandlung von einer Nebenschilddrüsenüberfunktion;

·Gewisse Arzneimittel gegen Allergien wie Bilastin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie unter einer Neutropenie (Mangel an

Granulozyten) oder AIDS leiden oder wenn Sie ein transplantiertes Organ besitzen. Die Dosis von

Sporanox G muss evtl. angepasst werden.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie Symptome eines Hörverlustes

bemerken und brechen Sie die Behandlung mit Sporanox G ab. In einigen sehr wenigen Fällen wurde

über einen vorübergehenden oder anhaltenden Hörverlust bei Patienten unter Behandlung von

Sporanox berichtet. Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sehstörungen (verschwommenes

Sehen oder Doppeltsehen) oder Ohrgeräusche auftreten oder wenn Sie die Kontrolle über die

Harnentleerung verlieren oder häufiger urinieren als gewöhnlich.

Kinder und Jugendliche

Da Erfahrungen mit Sporanox G bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen fehlen, darf

dieses nur verabreicht werden, wenn der Nutzen einer Behandlung die möglichen Risiken übersteigt.

Darüber entscheidet Ihr Arzt/Ihre Ärztin.

Ältere Patienten

Da nur wenige klinische Daten über die Anwendung von Sporanox G bei älteren Patienten vorliegen,

wird empfohlen, Sporanox G Kapseln bei diesen Patienten nur anzuwenden, wenn der erwartete

Nutzen einer Behandlung die möglichen Risiken übersteigt. Darüber entscheidet Ihr Arzt/Ihre Ärztin.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion

leiden, da in diesem Falle das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden ist.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie unter einer eingeschränkter Leberfunktion

leiden, da in diesem Falle das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden ist.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Sporanox G während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft darf Sporanox G nicht eingenommen werden (Vorsichtsmassnahmen,

siehe «Wann darf Sporanox G nicht angewendet werden?»).

Während der Stillzeit darf Sporanox G nicht ohne Absprache mit dem Arzt/der Ärztin eingenommen

werden, da kleine Mengen des Wirkstoffes in die Muttermilch übertreten.

Wie verwenden Sie Sporanox G?

Erwachsene

Wenn vom Arzt resp. der Ärztin nicht anders verordnet, wird Sporanox G wie folgt eingenommen:

Pilzerkrankungen der Scheide oder der äusseren Geschlechtsteile

Am Tag der Konsultation: 2 Kapseln nach dem nächsten Essen.

Am folgenden Tag: 2 Kapseln nach dem ersten Essen.

Sporanox G Kapseln sollen jeweils unmittelbar nach einer vollen Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit

eingenommen werden.

Damit Sporanox G ausreichend in den Körper aufgenommen werden kann, muss genügend

Magensäure vorhanden sein. Deshalb sollten Arzneimittel, welche die Magensäure neutralisieren,

mindestens 1 Stunde vor der Einnahme von Sporanox oder frühestens 2 Stunden nach der Einnahme

von Sporanox G eingenommen werden. Falls Sie Arzneimittel einnehmen, welche die Magensäure-

Produktion blockieren, sollten Sie Sporanox G zusammen mit einem säurehaltigen Getränk wie Cola

(Nicht-Diät-Cola) einnehmen. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Sporanox G haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Sporanox G auftreten:

Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen.

Gelegentlich: Infektionen der oberen Atemwege wie Nasennebenhöhlenentzündung,

Nasenschleimhautentzündung, Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwindel, Verdauungsstörungen,

Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Erbrechen, Nesselsucht, Hautauschlag, Menstruationsstörungen.

Selten: Änderungen des Blutbildes, Serumkrankheit, Angioödem (Schwellung vorwiegend an

Augenlidern, Lippen, Kinn, Wangen oder Zunge), allergische Reaktionen, erhöhte Blutfettwerte,

Kribbeln, Herabsetzung der Berührung/Schmerzempfindung der Haut (Hypästhesie), Zittern,

Sehstörungen, vorübergehender oder permanenter Hörverlust, Ohrgeräusch, Herzinsuffizienz (bis

zum Herzversagen), Kurzatmigkeit, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, schwere Lebertoxizität

(einschliesslich akutes Leberversagen mit tödlichem Ausgang), Überempfindlichkeit gegenüber

Sonnenlicht, schwerwiegende Hautreaktionen, Beschwerden bei der Blasenentleerung (Pollakisurie),

erhöhter Kreatininphosphokinasewert im Blut, erektile Dysfunktion sowie Ödeme.

Des Weiteren wurde über folgende Nebenwirkungen berichtet, die mit anderen Darreichungsformen

von Sporanox aufgetreten sind:

Störungen des Blutbildes, anaphylaktoide Reaktionen, erhöhte Blutzuckerwerte, erhöhter oder

verminderter Kaliumspiegel im Blut, verminderter Magnesiumspiegel im Blut,

Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, periphere Neuropathie, Herzrasen, hoher oder niedriger

Blutdruck, Lungenödem, Stimmbildungsstörungen (Dysphonie), Husten, Gelbsucht, vermehrtes

Schwitzen, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, eingeschränkte Nierenfunktion, Verlust der

Kontrolle über die Harnentleerung (Harninkontinenz), Erschöpfung, Schmerzen (z.B. im

Brustbereich), Fieber, Schüttelfrost.

Die beobachteten Nebenwirkungen waren im Allgemeinen zwischen den pädiatrischen und den

erwachsenen Patienten vergleichbar, das Auftreten war jedoch bei den pädiatrischen Patienten

häufiger.

Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Sporanox G kommen gelegentlich vor. Solche Reaktionen

können sich als Hautausschlag (Hautrötungen, Juckreiz, Nesselausschlag), Kurzatmigkeit oder

Atemschwierigkeiten und/oder geschwollenes Gesicht äussern. Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin, wenn schwerwiegende allergische Reaktionen, Überempfindlichkeit gegenüber

Sonnenlicht, Kribbeln in den Gliedmassen oder eine schwerwiegende Hautreaktion auftreten. Zu

letzterer gehören insbesondere eine Bläschenbildung auf der Haut oder Schleimhaut (z.B. im Mund,

an den Augen oder im Genitalbereich), kleine Eiterbläschen oder grosse Blasen mit anschliessender

Hautablösung. Sollte dies passieren, brechen Sie die Therapie ab und suchen Sie Ihren Arzt/Ihre

Ärztin auf.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf oder kontaktieren Sie ihn/sie umgehend beim Auftreten

von Atemproblemen (Kurzatmigkeit), bei unerwarteter Gewichtszunahme, beim Anschwellen der

Beine, bei ungewöhnlicher Müdigkeit oder falls Sie während der Nacht plötzlich anfangen

ungewöhnlich oft aufzuwachen, da dies erste Anzeichen einer Herzschwäche sein können.

Eines oder mehrere der folgenden Symptome kann bei einer sehr selten vorkommenden

Leberfunktionsstörung auftreten: Appetitmangel, Übelkeit, Erbrechen, unerklärliche, extreme

Müdigkeit, Bauchschmerzen, Gelbsucht, dunkler Urin, heller Stuhl. In diesen Fällen soll die

Therapie abgebrochen und der Arzt/die Ärztin informiert werden, da eine Leberfunktionsstörung

möglicherweise einen schwerwiegenden Verlauf nehmen kann.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sehstörungen (verschwommenes Sehen oder

Doppeltsehen) oder Ohrensausen auftreten oder wenn Sie die Kontrolle über die Harnentleerung

verlieren (Harninkontinenz) oder häufiger urinieren als üblich. Wenn Sie einen Hörverlust erleiden,

stoppen Sie die Einnahme von Sporanox und kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin.

Falls irgendein anderes Krankheitszeichen auftritt, von dem Sie einen Zusammenhang mit der

Einnahme von Sporanox G vermuten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Sporanox G ist wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt aufzubewahren.

Kapseln in der Originalpackung an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur (15–25 °C)

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle

(Arzt/Ärztin, Apotheker/Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Sporanox G enthalten?

1 Kapsel Sporanox G enthält 100 mg Itraconazol; Farbstoffe: Erythrosin (E 127), Indigotin (E 132)

sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

53630 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Sporanox G? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 4 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.