Spiralgin 500

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Spiralgin 500 Filmtabletten (teilbar)
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten (teilbar)
  • Zusammensetzung:
  • Säure mefenamicum 500 mg, conserv.: E 200, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Spiralgin 500 Filmtabletten (teilbar)
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antiphlogistikum, Analgetikum, Antipyretikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55183
  • Berechtigungsdatum:
  • 30-06-1999
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Spiralgin® 500

Spirig HealthCare AG

Was ist Spiralgin 500 und wann wird es angewendet?

Spiralgin 500 enthält als Wirkstoff Mefenaminsäure, eine Substanz, die neben der schmerzstillenden

auch eine ausgeprägte entzündungshemmende und fiebersenkende Wirkung besitzt. Spiralgin 500

dient zur Behandlung von:

·plötzlich auftretenden oder langanhaltenden Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen,

Muskelschmerzen, Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, (z.B. Bandscheiben-, Schulter- oder

Nackenbeschwerden),

·Schmerzen nach Operationen, Verletzungen oder zahnärztlichen Eingriffen;

·Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen,

·schmerzhaften und/oder zu starken Monatsblutungen.

Spiralgin 500 ist ebenfalls geeignet zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung bei

Grippeerkrankungen sowie bei anderen fieberhaften Krankheiten insbesondere im Bereich der

oberen Atemwege.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Spiralgin 500 nicht angewendet werden?

Spiralgin 500 darf nicht angewendet werden,

·wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAR), Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen

hatten,

·im letzten Drittel der Schwangerschaft,

·in der Stillzeit,

·bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen,

·bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa),

·bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion,

·bei schwerer Herzleistungsschwäche,

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine).

Wann ist bei der Einnahme von Spiralgin 500 Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Spiralgin 500 können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-,

Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch

ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer.

Auch der gleichzeitige Genuss von alkoholischen Getränken kann das Risiko für Nebenwirkungen

im oberen Magen-Darm-Trakt erhöhen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn anhaltende Durchfälle auftreten, Sie

Magenschmerzen haben oder einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen

und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Ob

dieses erhöhte Risiko auch für Spiralgin 500 zutrifft ist noch nicht bekannt. Falls Sie bereits einen

Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie Risikofaktoren haben (wie

hoher Blutdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), hohe Blutfettwerte, Rauchen), wird Ihr Arzt oder Ihre

Ärztin entscheiden, ob Sie Spiralgin 500 trotzdem anwenden können. Informieren Sie in jedem Fall

Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber.

Die Anwendung von Spiralgin 500 kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer

Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie

Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei

einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen.

Wegen möglicher Nebenwirkungen wie Benommenheit, Müdigkeit, Schwindel oder Sehstörungen

kann dieses Arzneimittel die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Andere NSAR, wie sie gegen Schmerzen oder Rheuma eingesetzt werden, sollten nicht gleichzeitig

mit Spiralgin 500 angewendet werden, da sie das Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen

erhöhen. Dies gilt auch für die gleichzeitige Einnahme von cortisonhaltigen Medikamenten zur

Entzündungshemmung, von gerinnungshemmenden Arzneimitteln (Blutverdünner, sog.

Antikoagulantien) oder von Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern, z.B. gegen Depressionen. Sie

sollten daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über die gleichzeitige Anwendung solcher Arzneimittel in

Kenntnis setzen. Ebenso, wenn Sie an Asthma, Magen/Darm-, Leber-, Herz/Kreislauf- oder

Nierenerkrankungen, an einer Störung der Blutgerinnung oder erhöhtem Blutzuckerspiegel leiden

oder gelitten haben und entsprechende Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Spiralgin 500 während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Mefenaminsäure nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin anwenden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf

Spiralgin 500 nicht angewendet werden.

Spiralgin 500 soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie schwanger sind oder wenn Sie

stillen.

Wie verwenden Sie Spiralgin 500?

Halten Sie sich generell an die von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnete Dosierung. Die übliche

Dosierung beträgt:

Für Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre

Täglich 3-mal 1 Filmtablette Spiralgin 500 während der Mahlzeiten.

Je nach Bedarf kann diese Dosis vermindert oder erhöht werden, jedoch sollten Sie am selben Tag

nicht mehr als 4 Filmtabletten einnehmen.

Für Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis dem Alter

entsprechend anpassen. Bei der Einnahme von Spiralgin gibt man im Allgemeinen als Einzeldosis

6,5 mg pro kg Körpergewicht.

Kinder sollten Spiralgin 500 nur kurzfristig erhalten, es sei denn zur Behandlung der Still'schen

Krankheit.

Dosierungsschema für Kinder:

Alter in Jahren Filmtabletten zu 500 mg pro Tag

9-12

2 (-3)× ½

12-14

3× ½

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Spiralgin 500 haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Spiralgin 500 auftreten:

Häufig werden Durchfälle, Magenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen und gelegentlich

Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung, andere Magen-Darm-Beschwerden,

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (Ausschlag, Juckreiz), Nesselsucht und Schwitzen

beobachtet.

Selten treten Schwellungen der Haut, im Gesicht und der Zunge, Kopfschmerzen, Schwindel,

Müdigkeit, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Depressionen, Schüttelkrämpfe,

Herzklopfen, Schwellung der Knöchel, Füsse und Beine (Anzeichen von Herzschwäche), tiefer bzw.

hoher Blutdruck, Atembeschwerden, Veränderungen des Zuckerstoffwechsels bei Diabetikern,

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Ohrenschmerzen, Ohrensausen (Tinnitus), Augenreizungen,

vorübergehender Verlust des Farbsehens oder andere Sehstörungen auf. Sehr selten wurden

schwerwiegende allergische Reaktionen und Hautallergien mit Blasenbildung beobachtet. Wenn Sie

erste Anzeichen von allergischen Nebenwirkungen wie Atembeschwerden oder Hautausschläge

bemerken, sollten Sie Spiralgin 500 absetzen und Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen.

In seltenen bis sehr seltenen Fällen wurden Leber- (z.B. Gelbsucht) bzw. Nierenfunktionsstörungen

sowie Blutbildveränderungen beobachtet. Wenn Sie Spiralgin 500 über längere Zeit einnehmen

müssen, ist es daher wichtig, dass Sie die vom Arzt bzw. der Ärztin verordneten

Kontrolluntersuchungen regelmässig einhalten.

Sollten während der Behandlung Halsschmerzen (Angina), hohes Fieber und eventuell auch eine

Anschwellung der Lymphknoten in der Halsregion auftreten (ein sehr selten zu beobachtendes

Krankheitsbild) sowie bei Schmerzen im Oberbauch und/oder Schwarzfärbung des Stuhls, ist das

Arzneimittel abzusetzen und sofort der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP.» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C), im verschlossenen Originalbehälter und für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Spiralgin 500 enthalten?

1 Filmtablette enthält 500 mg Mefenaminsäure, das Konservierungsmittel Sorbinsäure (E 200) sowie

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

55183 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Spiralgin 500? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 10, 30 und 100 teilbaren Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Spirig HealthCare AG, 4622 Egerkingen.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.