Spersallerg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Spersallerg Augentropfen
  • Darreichungsform:
  • Augentropfen
  • Zusammensetzung:
  • antazolini hydrochloridum 0,5 mg, tetryzolini hydrochloridum 0.4 mg, conserv.: benzalkonii chloridum, excipiens ad-Lösung für 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Spersallerg Augentropfen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Allergien der Bindehaut

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 37272
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-10-1972
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Spersallerg®

THEA Pharma SA

Was ist Spersallerg und wann wird es angewendet?

Spersallerg Augentropfen enthalten Antazolin, ein Antiallergikum, und Tetryzolin das die

Blutgefässe verengt und am Auge Rötungen und Reizungen lindert. Spersallerg wird angewendet zur

Behandlung von Reizungen am Auge wie Heuschnupfen-Bindehautentzündung, Frühjahrsallergie

und anderen nicht-infektiösen, entzündlichen Erscheinungen des Auges (z.B. vom Chlor oder Ozon

im Schwimmbadwasser).

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Augenbeschwerden von

Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin abgegeben. Wenden Sie es nicht von

sich aus für die Behandlung anderer Beschwerden oder anderer Personen an. Falls Sie gleichzeitig

mit Spersallerg Augentropfen noch andere Arzneimittel am Auge anwenden müssen, sollten Sie dies

mit dem Arzt oder Apotheker bzw. der Ärztin oder Apothekerin besprechen, damit ein optimaler

Zeitplan für die einzelnen Anwendungen aufgestellt werden kann. Zwischen zwei lokal am Auge

verabreichten Arzneimitteln muss ein Abstand von 5 Minuten zwischen den einzelnen Anwendungen

eingehalten werden.

Hinweis für Kontaktlinsenträger:

Das Tragen von Kontaktlinsen ist bei allergischen Augenbeschwerden generell nicht angezeigt.

Setzen Sie daher die Kontaktlinsen erst wieder ein, wenn die Allergie wieder abgeklungen ist. Wenn

Sie jedoch auf das Tragen von Kontaktlinsen angewiesen sind, entfernen Sie diese unmittelbar vor

dem Eintropfen und setzen Sie diese frühestens 15 Minuten nach der Applikation wieder ein. Denken

Sie daran, dass bei allergischen Erscheinungen und während der Behandlung mit Spersallerg Ihre

Augen empfindlicher sind gegenüber Kontaktlinsen.

Spersallerg Augentropfen enthalten Benzalkoniumchlorid als Konservierungsmittel.

Benzalkoniumchlorid kann Augenreizungen hervorrufen und bekanntermassen weiche Kontaktlinsen

verfärben.

Wann darf Spersallerg nicht angewendet werden?

Bei einer bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen Inhaltsstoff von

Spersallerg. Wenn Sie an einem Engwinkel-Glaukom (Grüner Star) leiden, oder wenn Sie

gleichzeitig Psychopharmaka der Gruppe MAO-Hemmer einnehmen müssen, ist von der Behandlung

mit Spersallerg abzusehen. Bei Kindern unter 2 Jahren darf Spersallerg nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Spersallerg Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel ist nicht für eine Langzeittherapie bestimmt.

Das Arzneimittel darf ausser auf ausdrückliche ärztliche Verordnung nicht länger als während 2-3

Tagen angewendet werden. Wenn innerhalb von 2-3 Tagen keine Besserung eingetreten ist, ist ein

Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin aufzusuchen. Kommt es sogar zu einer

Verschlechterung oder treten neue Beschwerden auf (z.B. eine Abnahme der Sehschärfe), so ist

unverzüglich ein Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin aufzusuchen. Spersallerg soll

bei Kindern sowie bei älteren Patienten (ab 65 Jahren) und bei Patienten, die an Krankheiten wie am

«trockenen Auge» oder an erhöhtem Augeninnendruck, an Herz-Kreislauferkrankungen,

Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Alters-Zuckerkrankheit, Schilddrüsenüberfunktion,

trockener Nasenschleimhaut, Augeninfektionen, Problemen beim Urinieren und an einer

Prostatavergrösserung leiden, mit Vorsicht angewendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien

haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder am Auge anwenden.

Spersallerg kann Schläfrigkeit, Benommenheit oder verschwommenes Sehen verursachen und

dadurch die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen, beeinträchtigen. Falls bei der Anwendung eines dieser Symptome auftritt, sollte bis zum

Abklingen das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen unterlassen werden. Bei

gleichzeitiger Einnahme von Alkohol oder Arzneimitteln, die sedierend wirken, kann diese Wirkung

verstärkt werden.

Wenn Sie gleichzeitig mit Spersallerg noch andere Arzneimittel am Auge anwenden, muss ein

Abstand von mindestens 5 Minuten zwischen den einzelnen Anwendungen eingehalten werden.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie Spersallerg mit anderen Arzneimitteln oder Alkohol anwenden:

Schlafmittel, Schmerzmittel auf Opioidbasis, angstlösende Beruhigungsmittel und Antipsychotika,

Atropin, bestimmte Antidepressiva, Bromocriptin, Digitalis, Beta-Blocker, Guanethidin, Reserpin,

Methyldopa oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Cyclopropan, halogenierte Anästhetika wie z.B.

Chloroform, Halothan, Enfluran oder Isofluran.

Darf Spersallerg während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, dürfen Sie Spersallerg nur nach

ausdrücklicher Genehmigung des Arztes oder Apothekers bzw. der Ärztin oder Apothekerin

anwenden. Spersallerg soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Spersallerg?

Jugendliche und Erwachsene:

Pro Tag wird 2-3-mal 1 Tropfen in den Bindehautsack der Augen gegeben. Im akuten Stadium der

Allergie kann bis alle 3 Stunden je 1 Tropfen angewendet werden.

Kinder von 2-12 Jahren:

1-2 Tropfen täglich in den Bindehautsack der Augen geben. Mit einer Hand das Tropffläschchen bei

nach hinten geneigtem Kopf möglichst senkrecht über das Auge halten, mit der anderen Hand das

Unterlid leicht nach unten ziehen und durch Druck auf das Fläschchen einen Tropfen in den

Bindehautsack fallen lassen (das Auge mit dem Tropfansatz nicht berühren).

Die Anwendung und Sicherheit von Spersallerg bei Kindern unter 2 Jahren ist bisher nicht geprüft

worden.

Schliessen Sie für ungefähr 3 Minuten das Auge, um zu verhindern, dass der Tropfen durch den

Tränennasengang in die Nase gelangt. Durch vorausgehendes Auflegen von kalten Kompressen auf

Ihre Augen können Sie die Wirkung verbessern.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder Apotheker bzw. von

der Ärztin oder Apothekerin empfohlene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu

schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, tropfen Sie die Augentropfen in Ihre Augen ein, sobald

Sie das Vergessen der Dosis bemerkt haben. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, um eine

vergessene Dosis auszugleichen.

Welche Nebenwirkungen kann Spersallerg haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Spersallerg auftreten: leichtes,

vorübergehendes Brennen und Stechen in den Augen, lokale Überempfindlichkeitsreaktionen,

Erhöhung des Augeninnendrucks, Pupillenerweiterung und -veränderung, verschwommenes Sehen,

Bindehautentzündung, trockenes Auge sowie eine Rötung der Augen (auch als reaktive Rötung nach

Absetzen des Arzneimittels). Trotz der geringen Dosis, die ins Auge getropft wird, können in

Augenpräparaten enthaltene Wirkstoffe in den Blutkreislauf gelangen. Bei Arzneimitteln aus dieser

Wirkstoffklasse können Herzklopfen, unregelmässige Herztätigkeit, Herzschmerzen, erhöhter

Blutdruck, Schwitzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Zittern, Erregung sowie Kopfschmerzen auftreten.

Eine Überdosierung von Spersallerg kann ausserdem Übelkeit und Untertemperatur (insbesondere

bei Kindern unter 2 Jahren) und eine Hemmung des zentralen Nervensystems verursachen, die zu

kurzer und flacher Atmung, Koma und starkem Blutdruckabfall führen kann.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Um eine mögliche mikrobielle Verunreinigung (Kontamination) der Augentropfen zu vermeiden,

darf die Tropferspitze weder mit den Händen noch mit dem Auge in Berührung kommen. Die

Flasche nach Gebrauch sofort verschliessen und immer gut verschlossen halten.

Haltbarkeit:

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Der Inhalt darf nach Anbruch der Flasche nicht länger als 30 Tage verwendet werden.

Aufbewahrung/Lagerung:

Bewahren Sie Spersallerg Augentropfen in der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur

(15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.

Nach Abschluss der Behandlung oder nach Ablauf der Verbrauchsfrist übrig gebliebene Arzneimittel

sind dem Arzt oder Apotheker bzw. der Ärztin oder Apothekerin zur korrekten Entsorgung zu

übergeben. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Spersallerg enthalten?

1 ml enthält: Wirkstoffe: Antazolinhydrochlorid 0.5 mg, Tetryzolinhydrochlorid 0.4 mg; Hilfsstoffe:

Konservans: Benzalkoniumchlorid 0.05 mg, weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

37272 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Spersallerg? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Tropfflasche zu 10 ml.

Zulassungsinhaberin

Théa Pharma SA, 8200 Schaffhausen.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.