Solu-Cortef 100 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Solu-Cortef 100 mg Injektions-/Infusionspräparat
  • Darreichungsform:
  • Injektions-/Infusionspräparat
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: hydrocortisonum 100 mg, hydrocortisoni-21 succinas natricus, natrii dihydrogenophosphas monohydricus, dinatrii phosphas anhydricus für Glas. Freigabe: conserv.: alcohol benzylicus 18 mg, Wasser iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 2 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Solu-Cortef 100 mg Injektions-/Infusionspräparat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Glukokortikoid-Therapie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 23533
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-07-1957
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Pfizer AG

Solu-CORTEF®/- SAB

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Zusammensetzung

Solu-Cortef:

Wirkstoff: Hydrocortisonum ut Hydrocortisoni-21 succinas natricus.

Hilfsstoffe: Lyophilisat: Natrii phosphates.

Solvens: Conserv.: Alcohol benzylicus 9 mg, Aqua q.s. ad solutionem pro ml.

Solu-Cortef SAB (sine Alcohol benzylicus):

Wirkstoff: Hydrocortisonum ut Hydrocortisoni-21 succinas natricus.

Hilfsstoffe: Lyophilisat: Natrii phosphates.

Solvens: Aqua ad injectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Solu-Cortef: Injektions-/Infusionspräparat

Act-O-Vials (2-Kammer-Ampullen):

Kammer mit Lyophilisat à 100 mg resp. 500 mg Hydrocortison.

Kammer mit 2 ml resp. 4 ml Solvens.

Solu-Cortef SAB (sine Alcohol benzylicus): Injektionspräparat

Stechampullen mit Lyophilisat à 100 mg Hydrocortison.

Stechampullen mit 2 ml Solvens.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Solu-Cortef

Notfallsituationen:

Schock als Folge einer Nebennierenrindeninsuffizienz (NNR-Insuffizienz) oder auf konventionelle

Behandlung nicht ansprechender Schock bei möglicher gleichzeitiger NNR-Insuffizienz.

Akute allergische Erkrankungen (Status asthmaticus, anaphylaktische Reaktionen, Insektenstiche

usw.) nach Adrenalinverabreichung.

Als Anwendungsmöglichkeit bei hämorrhagischem, traumatischem und chirurgischem Schock, bei

dem die übliche Therapie (z.B. Flüssigkeitsersatz usw.) wirkungslos geblieben ist (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Endokrine Erkrankungen:

Primäre oder sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz (NNR-Insuffizienz; hier ist Hydrocortison

oder Cortison das Mittel der Wahl; synthetische Analoga können gegebenenfalls zusammen mit

Mineralocorticoiden angewendet werden; bei Kleinkindern ist eine ergänzende Verabreichung von

Mineralocorticoiden unerlässlich).

Akute Nebennierenrindeninsuffizienz (Hydrocortison oder Cortison als Mittel der Wahl; eine

Ergänzung durch Mineralocorticoide kann erforderlich sein, insbesondere bei Anwendung

synthetischer Analoga).

Präoperativ und bei Vorliegen eines schweren Traumas oder einer schweren Erkrankung, bei

Patienten mit bekannter NNR-Insuffizienz oder falls hinsichtlich der Nebennierenrindenreserve

Zweifel bestehen. Schockzustände, die auf konventionelle Behandlung nicht ansprechen, falls eine

NNR-Insuffizienz besteht oder vermutet wird.

Kongenitale Nebennierenhyperplasie.

Nichteitrige Thyreoiditis.

Kollagenosen:

Während einer Exazerbation oder als Erhaltungstherapie bei: Systemischem Lupus erythematodes,

akuter rheumatischer Karditis, systemischer Dermatomyositis (Polymyositis).

Rheumatische Erkrankungen:

Als adjuvante Therapie zur kurzzeitigen Anwendung bei akuten Schüben oder Exazerbation von:

Posttraumatischer Osteoarthrose, Synovitis bei Osteoarthrose, chronischer Polyarthritis (rheumatoide

Arthritis), juveniler chronischer Polyarthritis (in ausgewählten Fällen kann eine niedrig dosierte

Erhaltungstherapie erforderlich sein), akuter und subakuter Bursitis, Epikondylitis, akuter

unspezifischer Tendosynovitis, akuter Gichtarthritis, Arthritis psoriatica, Spondylarthritis

ankylopoetica.

Erkrankungen der Atmungsorgane:

Symptomatische Sarkoidose, allergische Alveolitis, fulminante oder disseminierte

Lungentuberkulose unter adäquater antituberkulöser Chemotherapie, idiopathische eosinophile

Lungenkrankheit (Löffler-Syndrom), Aspirations pneumonie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:

Zur Überbrückung kritischer Krankheitsphasen mittels systemischer Therapie bei: Colitis ulcerosa,

Enteritis regionalis (M. Crohn).

Hämatologische Erkrankungen:

Erworbene (autoimmune) hämolytische Anämie, idiopathische Thrombocytopenia purpura bei

Erwachsenen (nur intravenös; intramuskuläre Anwendung kontraindiziert), Erythroblastopenie

(Erythrozytenanämie), kongenitale (erythroide) hypoplastische Anämie, sekundäre

Thrombozytopenie bei Erwachsenen.

Nephrotisches Syndrom:

Bei ödematösen Zuständen zur Diurese-Einleitung und Reduktion der Proteinurie bei

nichturämischem idiopathischem nephrotischem Syndrom oder bei nephrotischem Syndrom als

Folge eines Lupus erythematodes.

Dermatologische Erkrankungen:

Pemphigus, schweres Erythema exsudativum multiforme (Stevens-Johnson-Syndrom), Dermatitis

exfoliativa, Dermatitis herpetiformis bullosa, schwere seborrhoische Dermatitis, schwere Psoriasis,

Mycosis fungoides.

Allergische Erkrankungen:

Zur Behandlung schwerer bzw. invalidisierender allergischer Zustände, welche auf korrekte

Behandlungsversuche mit konventionellen therapeutischen Massnahmen nicht ansprechen:

Serumkrankheit, akutes nichtinfektiöses Larynxödem (hier ist Adrenalin das Mittel der ersten Wahl),

urtikarielle Transfusionsreaktionen, Arzneimittel-Überempfindlichkeitsreaktionen, Asthma

bronchiale, Kontaktdermatitis, atopische Dermatitis, saisonale oder perenniale allergische Rhinitis,

allergische Konjunktivitis.

Augenerkrankungen:

Schwere akute und chronische allergische und entzündliche Prozesse am Auge: Herpes zoster

ophthalmicus (nur bei intakter Corneaoberfläche), Iritis, Iridozyklitis, Chorioretinitis, diffuse Uveitis

posterior und Chorioiditis, Optikusneuritis, Ophthalmia sympathica, Entzündung der vorderen

Augenkammer, allergische Hornhautrand-Ulzera, Keratitis (nur bei intakter Corneaoberfläche).

Neoplastische Erkrankungen:

Zur Palliativbehandlung von: Leukämien und Lymphomen bei Erwachsenen, akuter Leukämie im

Kindesalter, karzinombedingter Hyperkalzämie.

Verschiedene Erkrankungen:

Tuberkulöse Meningitis mit bestehendem oder drohendem Subarachnoidalblock bei gleichzeitiger

Anwendung einer geeigneten antituberkulösen Chemotherapie.

Trichinose mit systemischen allergischen Reaktionen (Angioödem, Urtikaria) sowie lokalen

Überempfindlichkeitsreaktionen an Myokard und ZNS.

Solu-Cortef SAB:

Intrathekale Prophylaxe und Therapie der Meningeosis leucaemica in Kombination mit Cytarabin

und Methotrexat.

Dosierung/Anwendung

Die Corticosteroidtherapie ergänzt in der Regel eine Basistherapie, ersetzt diese aber nicht. Die

Dosierung sollte dem Schweregrad der Erkrankung und der Reaktion des Patienten angepasst

werden. Zur Verminderung unerwünschter Wirkungen und sobald es der Zustand des Patienten

erlaubt, sollte die Dosierung herabgesetzt und auf eine orale Behandlung mit Glucocorticoiden

umgestellt werden. Um eine akute Verschlechterung der Erkrankung und eine NNR-Insuffizienz zu

vermeiden, ist darauf zu achten, dass die Dosierung schrittweise reduziert wird, wenn die

Behandlung mehr als einige Tage gedauert hat.

Eine hochdosierte parenterale Therapie mit Solu-Cortef sollte nur solange fortgesetzt werden, bis

sich der Zustand des Patienten stabilisiert hat, üblicherweise nicht länger als 48-72 Stunden. Muss

die hohe Dosierung über einen längeren Zeitraum fortgesetzt werden, empfiehlt sich zur Vermeidung

einer Hypernatriämie die Verwendung eines Corticosteroids mit geringerer Natriumretention, wie

z.B. Methylprednisolon.

Langzeitbehandlung:

Eine Langzeitbehandlung über mehr als 2 Wochen kann zu einer gestörten Reaktion in Stress- und

Belastungssituationen führen, wodurch eine Anpassung der Corticoiddosis an Stressbedingungen

notwendig wird (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»):

·bei Allgemeinerkrankungen: Verdoppelung, evtl. Verdreifachung der zuletzt gegebenen Dosis;

·bei kleinen Eingriffen: vor Beginn 200 mg Hydrocortison i.v.;

·bei mittelgrossen Eingriffen: vor der Operation 100 mg Hydrocortison i.v., dann alle 6 Stunden je

100 mg Hydrocortison während 24 Stunden;

·bei grossen operativen Eingriffen: vor Operationsbeginn 100 mg Hydrocortison i.v., dann alle 6

Stunden mindestens während 72 Stunden. Weitere Behandlung je nach Verlauf.

Solu-Cortef

Solu-Cortef kann durch intravenöse oder intramuskuläre Injektion oder auch durch intravenöse

Infusion gegeben werden. In Notfällen erfolgt die Initialtherapie vorzugsweise durch intravenöse

Injektion.

Initialdosen von bis zu 100 mg sollten über mindestens 30 Sekunden i.v. gegeben werden, Dosen von

500 mg und mehr über mindestens 10 Minuten. Folgeinjektionen können je nach Ansprechen und

Zustand des Patienten i.v. oder i.m. in entsprechenden Abständen von 2, 4 oder 6 Stunden gegeben

werden. Werden konstante Blutspiegel benötigt, sollten die Injektionen (i.v.- oder i.m.) alle 4 bis 6

Stunden erfolgen.

Wird Solu-Cortef als intravenöse Infusion verabreicht, richtet sich die Infusionsdauer nach dem

klinischen Krankheitsbild. Für den Fall, dass Solu-Cortef eine Therapie mit einem anderen

Glucocorticoid ersetzen soll, sind die Äquivalenzdosen zu beachten (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Solu-Cortef, das Benzylalkohol enthält, darf nicht intrathekal verabreicht werden.

Solu-Cortef SAB

Solu-Cortef SAB, das kein Konservierungsmittel enthält, ist nur für die intrathekale Anwendung

vorgesehen. Bei intrathekaler Anwendung beträgt die Dosis 15 mg/m2 Körperoberfläche für

Hydrocortison-Natriumsuccinat, 30 mg/m2 Körperoberfläche für Cytarabin und ist für Methotrexat

vom Alter abhängig (<1 Jahr: 6 mg, ≥1 Jahr: 8 mg, ≥2 Jahre: 10 mg, ≥3 Jahre: 12 mg, ≥9 Jahre:

15 mg, siehe auch Fachinformation von Methotrexat). Die absolute maximale Einzeldosis von

Methotrexat bei der intrathekalen Verabreichung beträgt 15 mg.

Solu-Cortef SAB wird nach Rekonstitution langsam intrathekal injiziert.

Spezielle Dosierungsanweisungen:

Pädiatrie

Für Kinder und Kleinkinder kann die Dosierung verringert werden. Sie sollte sich jedoch stets eher

nach dem Zustand des Patienten und seiner Reaktion auf die Behandlung richten als nach Alter oder

Körpergewicht. Es sollten nicht weniger als 25 mg täglich verabreicht werden (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist im Falle einer längerdauernden Corticosteroidtherapie das Risiko für eine

Osteoporose sowie für eine Flüssigkeitsretention (eventuell mit daraus resultierender Hypertonie)

potentiell erhöht. Ältere Patienten sollten daher mit Vorsicht behandelt werden.

Niereninsuffizienz

Bei Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung notwendig.

Leberinsuffizienz, Hypothyreose

Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz oder mit Hypothyreose ist die Metabolisierung von

Hydrocortison verzögert, und die Wirkung kann verstärkt sein. Es kann erforderlich sein, die Dosis

dementsprechend zu verringern.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegen eine der Produkt-Komponenten.

Intramuskuläre Verabreichung bei idiopathischer thrombozytopenischer Purpura.

Solu-Cortef ist kontraindiziert bei Frühgeborenen und für die intrathekale Applikation, da es das

Konservierungsmittel Benzylalkohol enthält (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Solu-Cortef SAB enthält keinen Benzylalkohol.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Mögliche Komplikationen unter einer Corticosteroidtherapie sind von der Höhe der Dosis und der

Dauer der Therapie abhängig. Deshalb sollte für jeden einzelnen Patienten hinsichtlich Dosierung

und Behandlungsdauer eine individuelle Nutzen/Risiko-Beurteilung durchgeführt werden.

Endokrine Effekte

Pharmakologische Dosierungen von Corticosteroiden, die über einen längeren Zeitraum (>2

Wochen) verabreicht werden, können zu einer hypothalamisch-hypophysär-adrenalen Suppression

(sekundäre NNR-Insuffizienz) führen. Ausmass und Dauer einer adrenokorticalen Insuffizienz

variieren von Patient zu Patient und sind abhängig von Dosis, Frequenz, Zeitpunkt der

Verabreichung und Dauer einer Glucocorticoidtherapie. Dieser Effekt kann durch eine alternierende

Therapie verringert werden.

Bei ungewöhnlichen Belastungen (z.B. schwere Erkrankung, grössere Operationen, schweres

Trauma, etc.) muss bei Patienten, welche unter einer längerfristigen Therapie mit Corticosteroiden

stehen, kurzfristig vor, während und nach der Belastungssituation die Dosis schnell wirksamer

Corticosteroide erhöht werden (siehe «Dosierung/Anwendung», Abschnitt «Langzeitbehandlung»).

Bei abruptem Absetzen von Glucocorticoiden kann es zu einer NNR-Insuffizienz (unter Umständen

mit letalem Ausgang) kommen. Daher sollten Steroide nicht abrupt abgesetzt, sondern die Dosis

allmählich reduziert werden.

Eine relative NNR-Insuffizienz kann noch Monate nach dem Absetzen der Therapie persistieren.

Kommt es in diesem Zeitraum zu besonderen Belastungssituationen (z.B. schwere Erkrankungen,

grössere Operationen etc.), so sollte die Hormontherapie wieder aufgenommen werden. Da auch die

Mineralcorticoidsekretion eingeschränkt sein kann, sollten zusätzlich auch Salz und/oder ein

Mineralcorticoid begleitend verabreicht werden.

Ein «Steroid-Absetzsyndrom», welches unabhängig von einer NNR-Insuffizienz zu sein scheint,

kann ebenfalls bei abruptem Absetzen von Glucocorticoiden auftreten. Dieses Syndrom zeigt

Symptome wie: Anorexie, Nausea, Erbrechen, Lethargie, Kopfschmerzen, Fieber, Gelenkschmerzen,

Hautschuppung, Myalgien, Gewichtsverlust und/oder Hypotonie.

Bei Patienten mit Hypothyreose ist die Wirkung extern zugeführter Glucocorticoide verstärkt.

Nach systemischer Verabreichung von Corticosteroiden wurde über Phäochromozytom-Krisen

berichtet, teilweise mit letalem Ausgang. Corticosteroide sollten daher bei Patienten mit bekanntem

oder vermutetem Phäochromozytom nur nach entsprechender Evaluierung des Risiko/Nutzen-

Verhältnisses verabreicht werden. Treten bei einem Patienten unter Behandlung mit Solu-Cortef

potentielle Symptome einer Phäochromozytom-Krise wie hypertensive Krise, Herzversagen,

Tachykardie, Kopf-, Abdominal- und/oder Thoraxschmerzen auf, sollte an die Möglichkeit eines

bisher unbekannten Phäochromozytoms gedacht werden.

Da Glucocorticoide ein Cushing-Syndrom hervorrufen oder verschlechtern können, sollte

Hydrocortison bei Patienten mit Morbus Cushing vermieden werden.

Immunsuppressive Effekte/erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Infektionen

Corticosteroide können einige Infektionszeichen maskieren, auch können während ihrer Anwendung

neue Infektionen auftreten. So kann bei Corticosteroidanwendung die Resistenz gegenüber Erregern

vermindert und die Lokalisierung einer Infektion erschwert sein. Solche Infektionen können leicht,

aber auch schwer und manchmal letal verlaufen. Mit steigenden Corticosteroid-Dosen steigt die Rate

infektiöser Komplikationen. Bei schweren Infektionskrankheiten ist für einen ausreichenden

antibiotischen bzw. chemotherapeutischen Schutz zu sorgen.

Die Infektionen können durch jegliche pathogene Keime (Viren, Bakterien, Pilze, Protozoen oder

Helminthen) verursacht werden und im ganzen Körper auftreten. Sie können begünstigt sein durch

die Corticosteroid-Therapie alleine oder in Kombination mit anderen Immunsuppressiva, welche die

zelluläre und humorale Immunität oder die neutrophile Funktion angreifen.

Die Bedeutung von Corticosteroiden bei der Behandlung des septischen Schocks ist umstritten. Die

routinemässige Anwendung bei septischem Schock wird nicht empfohlen.

Varizellen und Masern, die während einer systemischen Behandlung mit Corticosteroiden auftreten,

können eine schwere Verlaufsform annehmen und insbesondere bei Kindern tödlich enden.

Varizellen erfordern eine sofortige Behandlung, z.B. mit Aciclovir i.v. Bei Risikopatienten ist eine

Prophylaxe mit Aciclovir oder eine passive Immunprophylaxe mit Varizella-Zoster-Immunglobulin

angezeigt.

Solu-Cortef darf bei Tuberkulosepatienten nur bei aktiver fulminanter Tuberkulose oder

Miliartuberkulose und nur in Kombination mit einer geeigneten tuberkulostatischen Therapie

eingesetzt werden. Bei Patienten mit latenter Tuberkulose oder Tuberkulinreaktivität ist eine

engmaschige Kontrolle erforderlich, da eine Reaktivierung der Erkrankung erfolgen kann. Bei einer

Corticosteroid-Langzeittherapie sollten diese Patienten eine Chemoprophylaxe erhalten.

Corticosteroide können systemische Mykosen verschlimmern und sollten deshalb nur in Notfällen

zur Beherrschung unerwünschter Reaktionen nach Therapie mit Amphotericin B gegeben werden.

Ausserdem sind Fälle bekannt, in denen die gleichzeitige Verabreichung von Amphotericin B und

Hydrocortison zu Herzdilatation und Stauungsinsuffizienz geführt hat.

Impfungen mit Lebendvakzinen sind bei Personen, die immunsuppressive Dosen von

Corticosteroiden erhalten, kontraindiziert. Die Impfung mit inaktivierten Vakzinen oder Vakzinen

mit Virusteilen kann zwar durchgeführt werden, kann jedoch bei gleichzeitiger Therapie mit

immunsuppressiven Dosen von Corticosteroiden zu einem Verfehlen des Impferfolges führen. Bei

Patienten, die keine immunsuppressiven Dosen Corticosteroide erhalten, können notwendige

Impfungen durchgeführt werden.

Effekte auf Herz/Kreislauf

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz sollten systemische Corticosteroide mit Vorsicht und nur wenn

absolut notwendig eingesetzt werden.

Bei Patienten mit vorbestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren, die über einen längeren Zeitraum

höhere Dosen erhalten, können unerwünschte Wirkungen von Glucocorticoiden wie Hypertonie oder

Dyslipidämie das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse weiter erhöhen. Daher sollten

Corticosteroide bei diesen Patienten sowie bei Patienten mit frischem Myokardinfarkt nur mit

Vorsicht eingesetzt werden.

Gegebenenfalls ist eine Risikomodifizierung anzustreben und/oder ein zusätzliches kardiales

Monitoring durchzuführen. Niedrige Dosierung und/oder alternierende Therapie kann die Häufigkeit

von Komplikationen der Corticosteroid-Therapie reduzieren.

Bei Patienten mit Hypertonie sollten Steroide mit Vorsicht eingesetzt werden.

Effekte auf die Psyche

Unter Corticosteroidbehandlung kann es zu potentiell schwerwiegenden psychischen Störungen

kommen, die von Euphorie über Schlaflosigkeit, Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen bis

hin zu schweren Depressionen oder manifesten Psychosen reichen. Auch können sich eine bereits

bestehende affektive Störung sowie die Neigung zu Psychosen durch Corticoideinwirkung

verschlimmern. Die Symptome treten meist innerhalb von Tagen oder Wochen nach

Behandlungsbeginn auf.

Die meisten Reaktionen verschwinden nach Dosisreduktion oder Absetzen, trotzdem kann eine

spezifische Behandlung notwendig sein. Unerwünschte psychische Effekte wurden auch nach

Absetzen von Corticosteroiden berichtet.

Patienten und Angehörige sollten aufgefordert werden, bei Auftreten psychischer Symptome unter

der Therapie bzw. während oder nach dem Ausschleichen/Absetzen den Arzt zu kontaktieren,

insbesondere, wenn depressive Stimmung oder suizidale Absichten vermutet werden.

Effekte auf das Nervensystem

Bei Patienten mit Anfallsleiden sollten Corticosteroide nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

In Zusammenhang mit der Anwendung von Corticosteroiden, vor allem bei der langfristigen

Anwendung in hohen Dosen, wurde über Fälle von epiduraler Lipomatose berichtet.

Muskuloskeletale Effekte

Bei Behandlung der Myasthenia gravis mit Cholinesterasehemmern kann durch Glucocorticoide die

Wirkung des Cholinesterasehemmers verringert und das Risiko einer Myastheniekrise erhöht

werden. Eine Behandlung mit Cholinesterasehemmern sollte daher 24 Stunden vor der

Verabreichung eines Corticosteroids beendet werden (siehe «Interaktionen»). Prinzipiell sollten

Corticosteroide bei Patienten mit Myasthenia gravis nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

In Zusammenhang mit der Anwendung hoher Corticosteroid-Dosen wurden akute Myopathien

beobachtet, die am häufigsten auftraten bei Patienten mit Störungen der neuromuskulären

Transmission (z.B. Myasthenia gravis) oder bei Patienten, die gleichzeitig neuromuskuläre Blocker

erhielten. Solche akuten Myopathien verlaufen generalisiert, können die Augen- und die

Atemmuskulatur einbeziehen und zu einer Tetraparese führen. Die Kreatinkinase-Werte können

steigen. Die klinische Besserung oder Heilung nach Absetzen der Corticosteroide kann Wochen bis

Jahre dauern.

Die Langzeitanwendung von Corticosteroiden kann zu einer Osteoporose führen, insbesondere bei

geriatrischen Patienten oder bei postmenopausalen Frauen.

Okuläre Effekte

Bei Patienten mit Herpes-simplex-Infektionen des Auges sollten Corticosteroide wegen der Gefahr

der Hornhautperforation besonders vorsichtig und nur bei intakter Corneaoberfläche angewendet

werden.

Mögliche unerwünschte Wirkungen bei längerdauernder Anwendung von Corticosteroiden sind

Exophthalmus, Katarakt (besonders bei Kindern) und erhöhter intraokulärer Druck. Letzterer kann zu

einem manifesten Glaukom mit Schädigung des Sehnervs führen. Eine periodische augenärztliche

Untersuchung ist daher in Erwägung zu ziehen.

Ausserdem kann eine Behandlung mit Glucocorticoiden Sekundärinfektionen des Auges mit Viren

oder Pilzen begünstigen.

Eine Corticosteroidtherapie wurde auch mit dem Auftreten einer zentralen serösen Chorioretinitis in

Verbindung gebracht, die zur Netzhautablösung führen kann.

Überempfindlichkeitsreaktionen

In seltenen Fällen können nach Gabe von Corticosteroiden allergische Reaktionen wie

Hautreaktionen, Angioödem, Bronchospasmus oder anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

auftreten. Deshalb sollten, insbesondere bei Patienten mit bekannter Arzneimittelallergie, vor der

Anwendung entsprechende Vorsichtsmassnahmen getroffen werden.

Das in Solu-Cortef enthaltene Konservierungsmittel Benzylalkohol kann

Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Bei Frühgeborenen (sowie bei Neugeborenen mit

geringem Geburtsgewicht) kann Benzylalkohol ausserdem ein schweres toxisches Syndrom

(«Gasping-Syndrom») verursachen (siehe «Kontraindikationen»). Das Toxizitätsrisiko hängt dabei

von der verabreichten Menge und von der Entgiftungskapazität der Leber und der Nieren ab.

Frühgeborene und untergewichtige Säuglinge sind möglicherweise einem höheren Toxizitätsrisiko

ausgesetzt.

Auch wenn die Benzylalkohol-Konzentration bei Applikation therapeutischer Dosen von Solu-Cortef

wesentlich geringer ist als die Dosen, die mit dem «Gasping-Syndrom» in Verbindung gebracht

werden, ist die minimale Menge Benzylalkohol, ab der Toxizität auftritt, nicht bekannt. Patienten,

die hohe Dosen erhalten, können wahrscheinlicher eine Toxizität entwickeln. Bei der Anwendung

Benzylalkohol-haltiger Arzneimittel sollte die Summe der täglichen Menge Benzylalkohol aus allen

Quellen berücksichtigt werden.

(Solu-Cortef SAB enthält keinen Benzylalkohol.)

Schädel-Hirn-Trauma

Corticosteroide sollen nicht zur Behandlung traumatischer Hirnschädigungen eingesetzt werden. Die

Resultate einer multizentrischen Studie zeigten bei Patienten, die Methylprednisolon erhielten, im

Vergleich zu Placebo eine signifikant erhöhte Mortalität 2 Wochen nach der Verletzung (relatives

Risiko 1.18; 95%-Konfidenzintervall 1.09-1.27) und auch 6 Monate nach der Verletzung (26%

versus 22%). Ein kausaler Zusammenhang mit der Methylprednisolon-Behandlung wurde nicht

festgestellt.

Andere Erkrankungen, bei welchen Corticosteroide nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden

sollten

·Gastrointestinale Risiken: Glucocorticoide können die Symptome peptischer Ulcera maskieren,

sodass es zu einer weitgehend asymptomatischen Perforation oder zu akuten gastrointestinalen

Blutungen kommen kann. Das Risiko für peptische Ulzera steigt durch die Kombination von

Corticosteroiden mit nicht-steroidalen Antiphlogistika. Eine prophylaktische antiazide Therapie kann

angezeigt sein.

Auch bei Colitis ulcerosa oder Divertikulitis sowie bei frischen Darmanastomosen ist das Risiko

einer Perforation erhöht.

·Pankreatitis: Hohe Corticosteroid-Dosierungen können eine akute Pankreatitis auslösen.

·Stoffwechsel: Corticosteroide können den Blutglukosespiegel erhöhen, einen bestehenden Diabetes

verschlechtern und bei Langzeittherapie das Risiko für einen Diabetes mellitus erhöhen.

·Wasser-Elektrolyt-Haushalt: Corticosteroide können, insbesondere in mittleren und hohen Dosen,

zu einer Salz- und Flüssigkeitsretention sowie zu einer erhöhten Kaliumausscheidung führen.

Eventuell kann eine Kochsalz-Restriktion bzw. eine Kaliumsubstitution notwendig werden.

·Gleichzeitige Behandlung mit nicht-steroidalen Antiphlogistika: Acetylsalicylsäure und andere

nicht-steroidale Antiphlogistika sollten nur mit Vorsicht zusammen mit Corticosteroiden angewendet

werden. Insbesondere ist im Falle einer Hypoprothrombinämie bei der gleichzeitigen Gabe von

Acetylsalicylsäure Vorsicht geboten.

·Lebererkrankungen: Hydrocortison kann bei Patienten mit einer Lebererkrankung einen verstärkten

Effekt haben, da bei diesen Patienten der Stoffwechsel und die Elimination von Hydrocortison

signifikant verringert sind.

·Andere Erkrankungen: Vorsicht ist auch geboten bei Abszessen oder anderen pyogenen Infektionen,

Niereninsuffizienz, Thromboseneigung oder Migräne in der Anamnese.

Bei Patienten unter einer Corticosteroid-Therapie wurde über die Entwicklung eines Kaposi-Sarkoms

berichtet. Nach Abbruch der Corticosteroid-Therapie kann eine klinische Remission erfolgen.

Anwendung in der Pädiatrie:

Bei Kindern und Jugendlichen können unter langzeitiger, in mehreren Tagesdosen verabreichter

Glucocorticoidbehandlung Wachstum und Entwicklung gehemmt werden. Eine solche Behandlung

bedarf daher einer äusserst streng gestellten Indikation.

Da Solu-Cortef als Konservierungsmittel Benzylalkohol enthält, sollte von der Verabreichung des

Präparates an Neugeborene abgesehen werden (siehe auch oben unter

«Überempfindlichkeitsreaktionen»). Bei Frühgeborenen darf es nicht verabreicht werden (siehe

«Kontraindikationen»).

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen

Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Hydrocortison

Enzyminhibitoren: Bei gleichzeitiger Verabreichung von mässigen bis starken CYP3A4-Inhibitoren

(z.B. Protease-Inhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide, Diltiazem, Isoniazid, Verapamil) wird die

Metabolisierung von Hydrocortison verlangsamt, und sowohl Wirksamkeit als auch unerwünschte

Wirkungen können verstärkt sein. Eine Reduktion der Hydrocortison-Dosis kann erforderlich sein,

um eine Steroidtoxizität zu vermeiden. Auch Grapefruitsaft stellt einen CYP3A4-Inhibitor dar.

Auch Sexualhormone (z.B. Ethinylestradiol, Norethisteron) können die Clearance von

Glucocorticoiden beeinflussen. Insbesondere können Östrogene die Wirkung von Corticosteroiden

verstärken. Bei therapeutischen Dosierungen dieser Hormone (z.B. in hormonalen Kontrazeptiva) ist

jedoch eine klinisch relevante Inhibition von CYP-Enzymen durch Sexualhormone

unwahrscheinlich.

Enzyminduktoren: Bei gleichzeitiger Verabreichung von CYP3A4-Induktoren (z.B. Barbiturate,

Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Rifampicin sowie Präparate, welche Johanniskraut (Hypericum

perforatum) enthalten) wird die Metabolisierung von Hydrocortison beschleunigt, wodurch die

Wirksamkeit reduziert werden kann. Eine Erhöhung der Hydrocortison-Dosis kann daher notwendig

sein.

Einfluss von Hydrocortison auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Bei gleichzeitiger Gabe von Hydrocortison und Ciclosporin wird der Metabolismus gegenseitig

inhibiert. Deshalb können unerwünschte Wirkungen beider Substanzen verstärkt auftreten.

Insbesondere wurden unter gleichzeitiger Gabe von Hydrocortison und Ciclosporin vermehrt

Konvulsionen beobachtet.

Glucocorticoide können bei längerdauernder hoher Dosierung die Elimination von Salicylaten

beschleunigen und dadurch deren Wirksamkeit reduzieren. Umgekehrt kann bei Reduktion der

Corticosteroid-Dosis die Toxizität von Salicylaten verstärkt sein.

Acetylsalicylsäure soll bei Patienten mit Hypoprothrombinämie nur mit Vorsicht zusammen mit

Corticosteroiden angewendet werden.

NSAID's: Die ulzerogene Wirkung dieser Substanzen kann verstärkt werden.

Immunsuppressiva: Durch den synergistischen Effekt von Methotrexat kann eine tiefere

Corticosteroid-Dosis ausreichend sein.

Anticholinergika: Corticosteroide können die Wirkung von Anticholinergika beeinflussen. Bei

gleichzeitiger Anwendung hoher Dosen von Corticosteroiden und Anticholinergika wurden akute

Myopathien beobachtet. (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen, Muskuloskeletale

Effekte»).

Atropin und andere Anticholinergika können einen bereits durch Hydrocortison gesteigerten

Augeninnendruck weiter erhöhen.

Sympathomimetika: Corticosteroide verstärken die Wirkung sowie die Toxizität von

Sympathomimetika wie Salbutamol.

Neuromuskuläre Hemmer: Die Wirkung von Pancuronium, Vecuronium und anderen kompetetiven

neuromuskulären Blockern kann bei gleichzeitiger Anwendung von Corticosteroiden antagonisiert

werden.

Antikoagulantien: Die Wirksamkeit von Heparin oder oralen Antikoagulantien kann gesteigert oder

reduziert sein. Die Blutgerinnung ist daher zu kontrollieren und ggf. die Antikoagulantien-Dosis

anzupassen.

Herzglykoside: Die Toxizität von Digitalis-Gykosiden wird durch die gleichzeitige Gabe von

Corticosteroiden potenziert.

Antidiabetika: Aufgrund des diabetogenen Effekts der Glucocorticoide müssen bei Diabetikern die

Glucosespiegel überwacht werden. Gegebenenfalls ist die Dosierung der Antidiabetika anzupassen.

Antihypertensiva: Die antihypertensive Wirkung wird durch den mineralcorticoiden Effekt der

Corticoide teilweise reduziert, was zu erhöhten Blutdruckwerten führen kann.

Arzneimittel mit Einfluss auf den Kaliumhaushalt: Bei Verabreichung von Corticosteroiden

zusammen mit Arzneimitteln, welche die Kaliumausscheidung steigern (z.B. Furosemid,

Hydrochlorothiazid, Amphotericin B, Betasympathomimetika oder Xanthin-Derivaten), besteht ein

erhöhtes Risiko einer Hypokaliämie. Bei diesen Patienten sollten daher die Kaliumspiegel überwacht

werden. Ggf. muss Kalium substituiert werden.

Psychopharmaka: Die Wirkung von Anxiolytika und Antipsychotika kann vermindert werden.

Gegebenenfalls ist die Dosis dieser Substanzen anzupassen.

Zytostatika: Die Wirksamkeit von Cyclophosphamid kann reduziert sein.

Impfstoffe: Lebendvirus-Impfstoffe, wie z.B. Poliomyelitis-, BCG-, Mumps-, Masern-, Röteln- und

Pocken-Impfstoffe können wegen der immunsupprimierenden Wirkung der Corticosteroide verstärkt

toxisch sein. Disseminierte virale Infektionen können auftreten. Bei Totvirus-Impfstoffen kann die

Impfantwort reduziert sein.

Es wird empfohlen, auch die Fachinformation der gleichzeitig verabreichten Arzneimittel zu

konsultieren.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Tierstudien haben unerwünschte Wirkungen auf den Foeten gezeigt. Es existieren keine

kontrollierten Humanstudien. Wie alle Glucocorticoide passiert auch Hydrocortison die

Plazentaschranke. Auch Benzylalkohol kann die Plazentaschranke passieren (zu möglichen

unerwünschten Wirkungen des Hilfsstoffes siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Deshalb sollte Solu-Cortef/- SAB während der Schwangerschaft (insbesondere in den ersten drei

Monaten) nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist klar notwendig. Bei der Dosierung muss

beachtet werden, dass die Eliminationshalbwertszeit von Hydrocortison während der

Schwangerschaft verlängert ist.

Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft höhere Steroiddosen erhalten haben,

sollen sorgfältig auf Zeichen einer NNR-Insuffizienz und auf die Notwendigkeit einer

ausschleichenden Substitutionstherapie überwacht werden. Bis heute sind keine Auswirkungen von

Corticosteroiden auf den Geburtsvorgang bekannt.

Die Patientin sollte darüber informiert werden, bei einer vermuteten oder bestätigten

Schwangerschaft unbedingt den Arzt zu verständigen.

Stillzeit

Hydrocortison tritt in die Muttermilch über. Es sollte abgestillt werden, da Corticosteroide u.a. die

Nebennierenrinden-Funktion und das Wachstum des Säuglings beeinträchtigen können.

Fertilität

In Tierversuchen wurde gezeigt, dass Corticosteroide die Fertilität beeinträchtigen (siehe

«Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Wirkung von Corticosteroiden auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

wurde nicht systematisch untersucht. Unerwünschte Wirkungen wie Synkopen, Schwindel oder

Konvulsionen können unter Behandlung mit Corticosteroiden auftreten. Wenn dies der Fall ist, sollte

der Patient keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen von Hydrocortison sind von Dosis und Behandlungsdauer sowie von

Alter, Geschlecht und Grunderkrankung des Patienten abhängig. Das Risiko unerwünschter

Wirkungen ist jedoch bei einer kurzfristigen (nur wenige Tagen dauernden) Corticoidtherapie gering.

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen nach Organklasse und Häufigkeit aufgeführt,

welche für systemisch applizierte Corticosteroide typisch sind und demzufolge auch unter Solu-

Cortef auftreten können. Die Häufigkeiten sind dabei wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig

(<1/10, ≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1000), selten (<1/1000, ≥1/10'000), sehr selten

(<1/10'000), nicht bekannt (Häufigkeit kann auf der Basis der vorliegenden Daten nicht zuverlässig

abgeschätzt werden).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Infektionen.

Nicht bekannt: Maskierung von Infektionen, Aktivierung latenter Infektionen (einschliesslich

Reaktivierung von Tuberkulose), opportunistische Infektionen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt: Leukozytose.

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen (inklusive anaphylaktischer und anaphylaktoider

Reaktionen [z.B. Urtikaria, Bronchospasmus, Larinxödem, Kreislaufkollaps]), supprimierte

Reaktionen auf Hauttests (vom verzögerten Typ).

Endokrine Erkrankungen

Häufig: Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse, Cushing-Syndrom.

Nicht bekannt: Auslösung einer Phäochromozytom-Krise bei Patienten mit vorbestehendem (auch

latentem) Phäochromzytom.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Natrium- und Flüssigkeitsretention, Kaliumverlust.

Nicht bekannt: Appetitzunahme (welche zur Gewichtzunahme führen kann), verminderte

Glucosetoleranz, hypokaliämische Alkalose, vermehrte Kalzium- und Phosphatausscheidung,

negative Stickstoffbilanz durch Eiweisskatabolismus.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Euphorie, depressive Stimmung.

Nicht bekannt: Stimmungsschwankungen, schwere Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen,

Verstärkung von vorbestehender Affektlabilität oder psychotischem Verhalten.

Erkrankungen des Nervensystems

Nicht bekannt: Schlaflosigkeit, erhöhter intrakranieller Druck mit Papillenödem (Pseudotumor

cerebri) meist nach der Behandlung, Konvulsionen, epidurale Lipomatose.

Augenerkrankungen

Häufig: posteriore subkapsuläre Katarakt.

Nicht bekannt: erhöhter intraokulärer Druck, Exophthalmus, zentrale seröse Chorioretinitis.

Herzerkrankungen

Nicht bekannt: dekompensierte Herzinsuffizienz (bei disponierten Patienten), Arrhythmien,

Herzstillstand.

Gefässerkrankungen

Häufig: Hypertonie.

Nicht bekannt: Hypotonie, thromboembolische Ereignisse.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: peptische Ulzera (mit möglicher Blutung und Perforation).

Nicht bekannt: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Oesophagitis, gastrointestinale Blutungen,

Darmperforation, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt: Erhöhung von Transaminasen und/oder alkalischer Phosphatase. Diese

Veränderungen sind im Allgemeinen gering und klinisch nicht relevant. Sie sind nach Absetzen der

Therapie reversibel.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Akne, Ekchymosen, kutane oder subkutane Atrophie.

Nicht bekannt: dünne und empfindliche Haut, Erythem, Urtikaria, Striae, Hypo- oder

Hyperpigmentierung, Petechien, steriler Abszess.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelschwäche, Osteoporose.

Nicht bekannt: Myopathie, pathologische Frakturen, Wirbelkompressionsfrakturen, aseptische

Osteonekrose, Sehnenriss (insbesonderen der Achillessehne).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Nicht bekannt: unregelmässige Menstruation, Potenzstörungen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: verzögerte und/oder anderweitig beeinträchtigte Wundheilung.

Nicht bekannt: Müdigkeit.

Pädiatrie

Das Sicherheitsprofil von Hydrocortison bei Kindern und Jugendlichen entspricht im Wesentlichen

jenem bei Erwachsenen. Darüber hinaus wurden bei Kindern folgende unerwünschte Wirkungen

beobachtet:

Endokrine Erkrankungen

Häufig: Wachstumsretardierung.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, abnormes Verhalten.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schlaflosigkeit.

Überdosierung

Ein klinisches Syndrom einer akuten Überdosierung von Solu-Cortef/-SAB ist nicht bekannt.

Hydrocortison ist dialysierbar.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: H02AB09

Hydrocortison-Natriumsuccinat hat die gleichen metabolischen und antiinflammatorischen

Eigenschaften wie Hydrocortison. Bei parenteraler Verabreichung in äquimolaren Mengen sind beide

Substanzen biologisch wirkungsgleich. Der leicht lösliche Natriumsuccinat-Ester des Hydrocortisons

ermöglicht die rasche intravenöse Verabreichung hoher Hydrocortisondosen in einer konzentrierten

Lösung und eignet sich insbesondere zur raschen Einstellung hoher Hydrocortisonspiegel.

Die Wirkung von Glucocorticoiden beruht auf der Anregung oder Hemmung der Synthese

spezifischer intrazellulärer Proteine. Diese biologisch aktiven Proteine sind für die eigentlichen

systemischen Wirkungen verantwortlich. Aufgrund des Wirkmechanismus setzt die Wirkung auch

bei parenteraler Verabreichung verzögert ein.

Die Dauer der antiinflammatorischen Wirkung der Glucocorticoide entspricht etwa der Dauer der

Hypothalamus-Hypophysen-NNR Depression.

Die relative Äquivalenzdosis von Hydrocortison im Vergleich zu anderen Glucocorticoiden beträgt:

30 mg Hydrocortison = 35 mg Cortison = 7.5 mg Prednison bzw. Prednisolon = 6 mg Triamcinolon

bzw. Methylprednisolon = 1 mg Dexamethason.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach intramuskulärer Verabreichung von 1 mg/kg werden im Plasma Hydrocortison-

Spitzenkonzentrationen von ca. 0.8 µg/ml innerhalb von 30-60 Minuten erreicht. Wird die gleiche

Dosis intravenös verabreicht, so betragen die Höchstwerte der Hydrocortison-Plasmakonzentrationen

etwa 2.0 µg/ml. Die i.v. Verabreichung von 100 mg ergibt eine Cmax von ca. 1.3 µg/ml.

Distribution

50-90% des Hydrocortisons wird durch corticosteroidbindendes Globulin (Transkortin) und Albumin

gebunden.

Das Verteilungsvolumen beträgt 5.3 ± 0.55 l/m2. Nach intravenöser oder intramuskulärer

Verabreichung verteilt sich Hydrocortison in Liquor und Gehirn, es passiert die Plazentaschranke

und tritt in die Muttermilch über.

Der in Solu-Cortef enthaltene Hilfsstoff Benzylalkohol kann die Plazentaschranke passieren.

Metabolismus

Hydrocortison wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert, v.a. durch Hydrogenierung und

Glucuronidierung. Die Metaboliten sind pharmakologisch inaktiv.

Elimination

Die Elimination erfolgt über die Nieren, hauptsächlich in Form von Glucuroniden und nur zu einem

geringen Teil als unverändertes Hydrocortison. Die terminale Halbwertszeit beträgt nach

intravenöser Verabreichung etwa 2.5-4 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Pädiatrie: Bei Neugeborenen ist die Plasmaclearance niedriger als bei Kindern und Erwachsenen.

Niereninsuffizienz: Hydrocortison ist dialysierbar.

Leberinsuffizienz: Bei schwerer Leberinsuffizienz ist die Metabolisierung von Hydrocortison

verzögert, sodass erwünschte und unerwünschte Wirkungen verstärkt sein können.

Hypoalbuminämie/ Hyperbilirubinämie: Bei Vorliegen einer Hypoalbuminämie oder einer

Hyperbilirubinämie steigt der Anteil des ungebundenen (wirksamen) Hydrocortisons, wodurch

erwünschte und unerwünschte Wirkungen verstärkt werden können.

Präklinische Daten

Akute Toxizität

Die LD50 von Hydrocortison und Hydrocortison-Natriumsuccinat in Mäusen betrug 1315 mg/kg

resp. 2330 mg/kg. In einer Studie zur akuten intravenösen Verträglichkeit von Hydrocortison-

Natriumsuccinat bei Hunden lag der «No-Observed-Adverse-Effect Level» (NOAEL) bei 10 mg/kg.

Subakute Toxizität/chronische Toxizität

Die intravenöse Verabreichung von Hydrocortison-Natriumsuccinat an Ratten in Dosen von 20 bzw.

100 mg/kg/Tag über 14 Tage führte nicht zu Ulzerationen im Gastrointestinaltrakt, resultierte jedoch

in einer dosisabhängigen Gewichtsabnahme der Nebenniere und in einer Atrophie der Zona

fasciculata der Nebenniere. Intramuskuläre Injektionen von Hydrocortison bzw. Hydrocortison-

Natriumsuccinat in einer Dosierung von 5 mg/kg/Tag an Kaninchen während 6 Wochen führten in

der Hydrocortison-Gruppe zu einer deutlichen Abnahme der Knochenbildung, zu einer Steigerung

der aktiven Knochenresorption und einer sich rasch entwickelnden Osteoporose. In der

Hydrocortison-Natriumsuccinat-Gruppe zeigten sich nur geringfügige behandlungsbedingte Effekte.

Teratogenität

Systemisch verabreichte Corticosteroide zeigten in einigen Tierstudien teratogene Effekte. Die

Teratogenität der verschiedenen Corticosteroide variierte dabei stark von Spezies zu Spezies,

zwischen unterschiedlichen Stämmen derselben Spezies und je nach Applikationsweg.

Kanzerogenität, Mutagenität, Fertilität

Es wurden keine Karzinogenitätsstudien mit Hydrocortison durchgeführt. Im Ames-Test sowie in

Untersuchungen zur DNA-Schädigung/Alkaline Elution-Assays erwies sich Hydrocortison als nicht

genotoxisch. Hingegen wurden in in vitro-Untersuchungen an menschlichen Lymphozyten und in in

vivo-Untersuchungen am Mikronukleus von Mäusen positive Ergebnisse gefunden.

Es wurden keine Fertilitätsstudien mit Hydrocortison durchgeführt. Bei Verabreichung von

Corticosteroiden an Ratten wurde eine verminderte Fertilität beobachtet. Bei Behandlung männlicher

Ratten mit Corticosteron waren die Kopulation beeinträchtigt sowie die Zahl der Implantationen und

der lebenden Föten reduziert. In einer Fertilitätsstudie mit Behandlung männlicher und weiblicher

Ratten mit Rimexolon wurden eine Zunahme von Resorptionen und eine Reduktion der lebenden

Föten festgestellt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Solu-Cortef/- SAB darf nur mit den unter «Hinweise für die Handhabung» aufgeführten

Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Haltbarkeit der rekonstituierten und verdünnten Lösungen: siehe «Hinweise für die Handhabung».

Hinweise für die Handhabung

Parenteral angewandte Arzneimittel sind vor der Verabreichung visuell auf Partikel oder

Verfärbungen zu untersuchen. Rekonstitution und Verdünnung müssen unter aseptischen

Bedingungen erfolgen.

Solu-Cortef/- SAB sind Einzeldosispräparate für die einmalige Anwendung.

Die rekonstituierte Injektionslösung sollte vorzugsweise sofort nach Zubereitung verwendet werden,

kann jedoch bis maximal 4 Stunden bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahrt werden. Allfällige

nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.

Die verdünnte Infusionslösung sollte aus mikrobiologischer Sicht sofort nach Zubereitung verwendet

werden; aseptische Handhabung vorausgesetzt kann sie maximal 4 Stunden bei Raumtemperatur (15-

25 °C) aufbewahrt werden.

Solu-Cortef:

Rekonstitution von Solu-Cortef Act-O-Vial (2-Kammer-Ampulle) zur Herstellung der

Injektionslösung:

1.Die Plastikkappe hinunterdrücken, damit das Lösungsmittel in die untere Kammer mit dem

Lyophilisat fliessen kann.

2.Bis zur Auflösung leicht schütteln.

3.Die Plastikscheibe, welche den Stopfen bedeckt, entfernen.

4.Den Gummistopfen desinfizieren.

5.Die Injektionsnadel durch das Zentrum des Stopfens einstechen, bis die Spitze gerade sichtbar

wird. Das Fläschchen umdrehen und die benötigte Dosis aufziehen.

Um das Risiko des Herausstechens von Gummiteilen des Stopfens zu vermindern, sollte bei der

Entnahme der Lösung folgendes beachtet werden:

·Eine möglichst dünne Nadel verwenden.

·Den Stopfen innerhalb des kleinen markierten Kreises anstechen, da der Stopfen in der Mitte am

dünnsten ist.

·Die Nadel senkrecht zur Oberfläche des Stopfens einstechen.

Zubereitung der Infusionslösung:

Nach der oben beschriebenen Rekonstitution von Solu-Cortef wird wie folgt verdünnt:

100 mg in 100 ml bis 1000 ml, 500 mg in 500 ml bis 1000 ml 5%-iger Glucose-Lösung oder

physiologischer Kochsalzlösung.

Solu-Cortef SAB:

Rekonstitution von Solu-Cortef SAB Stechampullen zur Herstellung der Injektionslösung:

Das Lösungsmittel wird in die Stechampulle mit dem Lyophilisat eingebracht und bis zur Lösung

leicht geschüttelt. Zur Auflösung soll nur das beigefügte Lösungsmittel verwendet werden.

Zulassungsnummer

Solu-Cortef: 23533 (Swissmedic).

Solu-Cortef SAB: 56695 (Swissmedic).

Packungen

Solu-Cortef:

1 Act-O-Vial (2 ml) à 100 mg [B].

1 Act-O-Vial (4 ml) à 500 mg [B].

Solu-Cortef SAB (sine Alcohol benzylicus):

1 Stechampulle mit Lyophilisat à 100 mg und 1 Stechampulle mit Solvens 2 ml [B].

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Stand der Information

August 2016.

LLD V014

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

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● Zusätzliche Packungsgrösse: Schachtel mit 1 Flasche zu 100 ml

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

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Botulismus Vakzine ad us. vet.

Botulismus Vakzine ad us. vet.

● Absetzfrist neu: 21 Tage ● Zusätzliche Packungsgrösse: Flasche zu 100 ml (50 Dosen)

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The Icelandic Medicines Agency advertises a vacancy for an inspector in its Inspection Unit

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The Icelandic Medicines Agency advertises a vacancy for an inspector. The Agency is looking for a candidate who is willing and able to work on demanding and interesting tasks, including travels in Iceland and abroad on behalf of the Agency. The vacancy is a full post (100%).

IMA - Icelandic Medicines Agency

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The Agency advertises two vacancies for experts in its Quality Assessment Team. The Agency is looking for strong candidates who are willing to work on challenging and interesting tasks. Each vacancy is a full position (100%). Application deadline is up to and including 16 July 2017.

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EU/3/14/1328 (Active substance: 4-{[(2R,3S,4R,5S)-4-(4-chloro-2-fluoro-phenyl)-3-(3-chloro-2-fluoro-phenyl)-4-cyano-5-(2,2-dimethyl-propyl)-pyrrolidine-2-carbonyl]-amino}-3-methoxy-benzoic acid) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3149 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety