Solian 100 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Solian 100 mg tabletten (mit bruchrille
  • Darreichungsform:
  • tabletten (mit bruchrille
  • Zusammensetzung:
  • amisulpridum 100 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Solian 100 mg tabletten (mit bruchrille
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Neuroleptique

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 54212
  • Berechtigungsdatum:
  • 30-09-1998
  • Letzte Änderung:
  • 08-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Solian® Tabletten

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was sind Solian Tabletten und wann werden sie angewendet?

Solian Tabletten sind ein Neuroleptikum; sie wirken dämpfend auf das zentrale Nervensystem. Sie

werden auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zur Behandlung von schizophrenen Störungen

angewendet.

Wann dürfen Solian Tabletten nicht angewendet werden?

Nehmen Sie Solian Tabletten in folgenden Fällen nicht ein:

·Überempfindlichkeit auf Amisulprid oder einen der Hilfsstoffe,

·Schwangerschaft oder Stillzeit,

·prolactinabhängiger Tumor oder Brustkrebs,

·Alter unter 15 Jahren,

·Vorliegen eines Phäochromozytoms, eine Krankheit, die eine anhaltende Blutdrucksteigerung

bewirkt,

·Sie werden mit Levodopa behandelt,

·bei gleichzeitiger Behandlung mit einem Dopamin-Agonisten (Wirkstoffe: Amantadin,

Apomorphin, Bromocriptin, Cabergolin, Entacapon, Lisurid, Pergolid, Piribedil, Pramipexol,

Quinagolid, Ropinirol), ausser Sie leiden an der Parkinsonschen Krankheit,

·Sie nehmen bestimmte Medikamente ein, die eine schwere Herzrhythmusstörung (torsades de

pointes) auslösen können, z.B. Antiarrhythmika (Wirkstoffe: Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid,

Mexiletin, Flecainid, Propafenon, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), oder bestimmte

Neuroleptika (zur Behandlung psychischer Störungen) (Wirkstoffe: Chlorpromazin, Cyamemazin,

Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin, Sulpirid, Tiaprid, Droperidol, Haloperidol, Pimozid).

Sie nehmen andere Medikamente mit den folgenden Wirkstoffen zu sich: Bepridil, Cisaprid,

Diphemanil, Sultoprid, Thioridazin, Methadon, Erythromycin IV, Mizolastin, Vincamin IV,

Halofantrin, Pentamidin, Moxifloxacin, Sparfloxacin oder bestimmte Medikamente gegen

Pilzerkrankungen (antimykotisch wirkende Imidazole).

Wann ist bei der Anwendung von Solian Tabletten Vorsicht geboten?

Sie müssen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie

·an Niereninsuffizienz leiden,

·an Parkinsonscher Krankheit leiden,

·an epileptischen Anfällen leiden,

·an Diabetes leiden,

·an einer Verlangsamung des Herzrhythmus (Bradykardie), einem zu niedrigen Kaliumspiegel im

Blut (Hypokaliämie) oder einer EKG-Anomalie (Verlängerung des QT-Segments) leiden,

·an sonstigen psychischen Störungen leiden, insbesondere dann, wenn Sie älter sind

oder wenn Sie

·Risikofaktoren für einen Schlaganfall (Hirnschlag),

·thromboembolische Risikofaktoren (Lungenembolie, tiefe Venenthrombose)

aufweisen.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine wirksame schwangerschaftsverhütende Methode

verwenden.

Im Falle von unerklärlichem Fieber oder Infektionen unterbrechen Sie bitte die Behandlung und

informieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Zur Verhinderung des Auftretens von Entzugserscheinungen (unwillkürlichen Bewegungen) wird

empfohlen, die Dosierung beim Absetzen der Behandlung schrittweise zu reduzieren.

Auch wenn Solian wie empfohlen eingenommen wird, kann dieses Arzneimittel Schläfrigkeit und

verschwommenes Sehen verursachen; die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, kann folglich beeinträchtigt sein!

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Dürfen Solian Tabletten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Arztin, wenn Sie schwanger sind oder glauben,

möglicherweise schwanger zu sein.

Bei der Anwendung von Solian Tabletten im letzten Schwangerschaftsdrittel kann es beim

Neugeborenen zu unerwünschten Wirkungen wie Zittern, Muskelsteifheit, Schwäche, Schläfrigkeit,

Unruhe, Atembeschwerden oder Schwierigkeiten beim Stillen kommen.

Informieren Sie im Falle einer Schwangerschaft umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, um die

weitere Behandlung zu besprechen. Sie dürfen in keinem Fall die Behandlung eigenmächtig

abbrechen. Ein plötzliches Absetzen des Medikaments kann schwerwiegende Konsequenzen haben.

Informieren Sie bitte auch sofort Ihren Gynäkologen und Ihre Hebamme über die

Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft, insbesondere wenn Ihr Kind nach der

Geburt die vorstehend beschriebenen Symptome aufweist.

Während der Behandlung mit Solian Tabletten dürfen Sie nicht stillen.

Wie verwenden Sie Solian Tabletten?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt die Dosis, die Sie genau benötigen. Nehmen Sie auf keinen Fall

eine höhere Dosis ein.

Schlucken Sie die Tabletten mit genügend Wasser ganz hinunter ohne sie zu zerbeissen. Es ist

bedeutungslos, ob Sie das Medikament mit oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen.

Falls Sie vergessen haben, eine Tablette einzunehmen, so holen Sie dies nicht nach, sondern nehmen

Sie die nächste Tablette zum vom Arzt bzw. von der Ärztin vorgesehenen Zeitpunkt.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen können Solian Tabletten haben?

Bei der Einnahme oder Anwendung von Solian Tabletten können gewisse Nebenwirkungen

auftreten:

Am häufigsten sind Schlaflosigkeit, Angetriebenheit, Angst, Sexualstörungen, Schläfrigkeit,

Muskelsteifheit, Zittern, Bewegungsstörungen oder Verspannungszustände, vermehrter

Speichelfluss, verschwommenes Sehen, ein abnormal langsamer Herzschlag, Hypotension,

Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und Mundtrockenheit.

Solian Tabletten können hormonale Veränderungen hervorrufen, die sich nach Therapieabbruch

wieder normalisieren: Brustschmerzen, Milchausfluss, Störungen oder Ausfall der Monatsblutung,

Zunahme des Brustumfanges, Erektionsstörungen.

Gelegentlich wurden beobachtet: eine Verringerung der Anzahl an weissen Blutkörperchen,

allergische Reaktionen, Hyperglykämie, Erhöhung der Cholesterin- oder Triglyzeridwerte,

Gewichtszunahme, Verwirrtheit, unwillkürliche Bewegungen der Zunge oder des Gesichts,

Krampfanfälle, Bluthochdruck, ein abnormal langsamer Herzschlag, verstopfte Nase,

Aspirationspneumonie (Obstruktion der Atemwege durch Mageninhalte), Osteopenie/Osteoporose

(verringerte Knochendichte).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, er bzw. sie wird die Dosis reduzieren oder ein

zusätzliches Medikament verschreiben.

Seltener wurden beobachtet: gutartiger Hypophysentumor, Hyponatriämie (zu niedriger

Natriumspiegel im Blut), Überschuss des ADH-Hormons (SIADH), Fieber, Muskelsteifheit und

einer Reduzierung des Bewusstseinsniveaus (Zeichen eines möglichen malignen neuroleptischen

Syndroms). Falls dies auftreten sollte, unterbrechen Sie unverzüglich die Behandlung und

benachrichtigen Sie sogleich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

In Einzefällen wurden beobachtet: Herzrhythmusstörungen, venöse Thromboembolie

(Lungenembolie und tiefe Venenthrombose) und Nesselsucht.

Im Falle von Fieber und/oder einer unerklärlichen Infektion oder falls eine Anomalie des Sichtfelds

oder Kopfschmerzen auftreten, wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt.

Bei der Einnahme von Solian Tabletten im letzten Schwangerschaftsdrittel wurden die folgenden

Symptome beim Neugeborenen beobachtet, wobei die Häufigkeit des Auftretens nicht bekannt ist:

Zittern, Muskelsteifheit, Schwäche, Schläfrigkeit, Unruhe, Atembeschwerden oder Schwierigkeiten

beim Stillen.

Bitte lesen Sie aufmerksam den Punkt «Wann ist bei der Einnahme von Solian Tabletten Vorsicht

geboten?».

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol während der Behandlung.

Falls Sie zuviel Tabletten geschluckt haben, telefonieren Sie unverzüglich Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin oder ins nächste Spital und geben Sie die Zahl der geschluckten Tabletten an.

Bewahren Sie das Medikament bei Raumtemperatur (15–25 °) und ausserhalb der Reichweite von

Kindern auf.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Solian Tabletten enthalten?

Jede Filmtablette Solian 100, 200 und 400 enthält resp. 100 mg, 200 mg oder 400 mg Amisulprid

(Wirkstoff) und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

54212, 60505 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Solian Tabletten? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Solian 100, 200 und 400 mg: Packungen zu 30 und 90 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.