Solevita forte

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Solevita forte Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • hyperici herb extrahieren ethanolicum trocken 612 mg Endwerte. hypericinum 0.7-2.0 mg, DER: 5-8:1, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Pflanzliches für Menschengebrauch

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Solevita forte Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Phytotherapeutika
  • Therapiebereich:
  • Bei Verstimmungszuständen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56225
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-06-2003
  • Letzte Änderung:
  • 13-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Solevita® forte

Permamed AG

Pflanzliches Arzneimittel

Wichtiger Hinweis: Johanniskrautpräparate können die Wirkung zahlreicher anderer Arzneimittel

ungünstig beeinflussen. Wenn Sie schon andere, insbesondere rezeptpflichtige Arzneimittel

einnehmen, dürfen Sie Solevita forte erst anwenden, nachdem Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin dies gutgeheissen hat.

Was ist Solevita forte und wann wird es angewendet?

Solevita forte enthält einen quantifizierten Trockenextrakt aus den zur Blütezeit geernteten

oberirdischen Teilen des Johanniskrautes (Hypericum perforatum). Durch die Standardisierung des

Extrakts wird eine gleich bleibende Qualität dieses pflanzlichen Arzneimittels garantiert.

Johanniskraut zeigt eine beruhigende und ausgleichende Wirkung. Solevita forte wird bei gedrückter

Stimmung, Stimmungslabilität, Spannungszuständen, Ängstlichkeit, innerer Unruhe und damit

einhergehenden Ein- und Durchschlafstörungen angewendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Anhalten der Beschwerden über einen Monat soll ärztliche Hilfe beansprucht werden.

Für Diabetiker geeignet (siehe unter «Was ist in Solevita forte enthalten?»).

Wann darf Solevita forte nicht oder nur mit Vorsicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Johanniskraut-Extrakte oder weitere Bestandteile des

Arzneimittels (siehe Zusammensetzung) bzw. bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit darf Solevita

forte nicht angewendet werden.

Johanniskraut-Präparate dürfen bei Kindern unter 6 Jahren nicht und bei Kindern von 6 – 12 Jahren

nur nach ausdrücklicher Anweisung eines Arztes/einer Ärztin angewendet werden.

Johanniskraut-Präparate können die Wirkung anderer Medikamente abschwächen! Solevita forte darf

deshalb nicht mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden:

·Gewisse Arzneimittel zur Hemmung des Immunsystems (z.B. mit dem Wirkstoff Ciclosporin,

Tacrolimus oder Sirolimus), wie sie namentlich nach Organtransplantationen gegeben werden.

·Anti-retrovirale Arzneimittel in der HIV-Behandlung aus der Gruppe der nichtnukleosidalen

Reverse-Transkriptase Hemmer (z.B. Nevirapin) und HIV Proteinase Hemmer (z.B. Indinavir).

·Gewisse Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika z.B. Imatinib, Irinotecan).

·Tabletten zur Hemmung der Blutgerinnung (sogenannte orale Antikoagulanzien z.B. mit den

Wirkstoffen Acenocoumarol, Phenprocoumon oder Warfarin).

Auch sollte Solevita forte mit folgenden verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nur unter ärztlicher

Überwachung (relative Kontraindikationen) eingenommen werden:

·Digoxin (sog. Herzglycoside gegen Herzinsuffizienz);

·der Antibabypille oder anderen hormonalen Verhütungsmitteln (z.B. injizierte Depot-Präparate,

unter der Haut angebrachte Implantate, auf die Haut angebrachte Hormon-Pflaster, vaginal

angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung u.a.) aufgrund von Zwischenblutungen sowie der

Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft;

·Methadon;

·bestimmte Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen) oder andere serotoninerge Wirkstoffe

(z.B. Amitriptylin, Fluoxetin, Buspiron oder Triptane u.a.);

·gewisse Arzneimittel gegen erhöhte Blutfette wie Simvastatin (Komedikation mit Pravastatin

scheint jedoch möglich);

·Midazolam (starkes Schlafmittel bzw. Sedativum aus der Gruppe der Benzodiazepine) oder

Steroidhormone wie Cortison oder Prednison, die eingenommen werden müssen oder mittels

Infusion gegeben werden.

Wegen des Risikos schwerer Interaktionen mit Arzneimitteln, die vor oder während einer Operation

eingesetzt werden, sollte Solevita forte mindestens 5 Tage vor einer Operation abgesetzt werden und

auch nach einer Operation erst nach Rücksprache mit einem Arzt bzw. einer Ärztin eingenommen

werden.

In sehr seltenen Fällen und vor allem bei hellhäutigen Personen kann es nach Einnahme von

Johanniskraut-Präparaten und nachfolgender Sonnenlichtbestrahlung zu Hautreaktionen, wie z.B.

sonnenbrandähnlichen Hautrötungen, kommen. Lichtempfindliche Personen sollten sich daher in der

Zeit der Anwendung vor länger dauernder direkter Sonneneinstrahlung schützen und auf den Besuch

von Solarien verzichten.

Informieren Sie ferner Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an

anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!)

einnehmen oder anwenden.

Darf Solevita forte während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt oder den Apotheker bzw. die Ärztin oder die Apothekerin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Solevita forte?

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Solevita forte nicht anders

verschrieben hat:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren: 1 Filmtablette pro Tag.

Solevita forte darf bei Kindern unter 6 Jahren nicht und bei Kindern von 6 – 12 Jahren nur nach

ausdrücklicher Anweisung eines Arztes/einer Ärztin angewendet werden.

Nehmen Sie Solevita forte unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach dem Frühstück ein. Solevita forte

sollte während mindestens 14 Tagen eingenommen werden, bis es seine Wirkung entfaltet. Es wird

eine Therapiedauer von 4–6 Wochen empfohlen. Eine länger dauernde Anwendung sollte

ausschliesslich unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Halten Sie sich an die oben angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosierung.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Solevita forte haben?

Für Solevita forte sind bisher gelegentlich Magen-Darmstörungen, Reaktionen der Haut, Müdigkeit

oder Unruhe beobachtet worden.

Im Falle von auftretenden Hautrötungen ist Solevita forte nicht weiter einzunehmen und die

auftretenden Hautsymptome sind von einem Arzt bzw. einer Ärztin abklären zu lassen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Solevita forte soll für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden. Bei Raumtemperatur (15–25 °C)

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Solevita forte enthalten?

1 Filmtablette enthält 612 mg Trockenextrakt aus Johanniskraut (DEV: 5–8:1), entsprechend 0,7–2,0

mg Gesamthypericin (berechnet als Hypericin); Auszugsmittel Ethanol 50 Vol.%.

Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe.

Hinweis für Diabetiker: 1 Filmtablette enthält weniger als 0,01 BE.

Zulassungsnummer

56225 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Solevita forte? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Blisterpackungen mit 30 und 90 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Permamed AG, 4143 Dornach.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.