Solcoseryl

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Solcoseryl Salbe
  • Darreichungsform:
  • Salbe
  • Zusammensetzung:
  • dialysatum deproteinatum das Blut der Kälber trocken und 2.07 mg, conserv.: E 216, E 218, excipiens ad-Salbe für 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Solcoseryl Salbe
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Wund- und Heilsalbe

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 26395
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-08-1960
  • Letzte Änderung:
  • 24-01-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Solcoseryl® Gel/Gel mite/Salbe

MEDA Pharmaceuticals Switzerland GmbH

Was ist Solcoseryl und wann wird es angewendet?

Solcoseryl Gel und Salbe enthalten als Wirkstoff ein Dialysat aus Kälberblut. Solcoseryl Gel und

Salbe fördern die Wundheilung.

Solcoseryl Gel/Gel mite ist fettfrei und abwaschbar. Es fördert die Reinigung von nässenden und

schmierig belegten Wunden und beschleunigt die Heilung. Das Gel/Gel mite wird angewandt bei

kleineren Verletzungen wie Schürfungen, kleinen Schnitt- und Kratzwunden (Bagatellverletzungen),

leichten Verbrennungen (1. und 2. Grades, z.B. Sonnenbrand, Verbrühungen) und Frostbeulen

(Pernionen). Ausschliesslich auf Anweisung des Arztes kann Solcoseryl Gel/Gel mite bei offenen

Beinen (venöses Ulcus cruris) eingesetzt werden.

Solcoseryl Salbe ist fetthaltig und bildet einen Schutzfilm auf der Wunde. Sie fördert die Heilung vor

allem von trockenen (nicht nässenden) Wunden. Sie wird angewandt bei kleineren Verletzungen wie

Schürfungen, kleinen Schnitt- und Kratzwunden (Bagatellverletzungen), leichten Verbrennungen (1.

und 2. Grades, z.B. Sonnenbrand, Verbrühungen) und Frostbeulen (Pernionen). Ausschliesslich auf

Anweisung des Arztes kann Solcoseryl Gel bei offenen Beinen (venöses Ulcus cruris) eingesetzt

werden.

Wann darf Solcoseryl nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung soll das Präparat nicht angewendet werden (s. «Was ist in Solcoseryl

enthalten?»).

Wann ist bei der Anwendung von Solcoseryl Vorsicht geboten?

Tritt eine lokale Verschlechterung auf (Schmerzen, Rötung der umgebenden Haut, eitrige

Wundsekrete, Fieber) oder bleibt eine Heilung innerhalb von 2–3 Wochen aus, so ist ein Arzt oder

eine Ärztin aufzusuchen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Solcoseryl während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Auf Grund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt oder den Apotheker bzw. die Ärztin oder die Apothekerin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Solcoseryl?

Sofern vom Arzt bzw. Ärztin nicht anders verordnet:

Erwachsene und Kinder:

Solcoseryl Gel/Gel mite: 2 mal täglich dünn auftragen. Nässende und frische Schürfwunden sollen

mit einer sauberen Wundgaze abgetupft oder mit einer Desinfektionslösung gereinigt werden.

Behandlungsdauer: bis zur Neubildung von frischem Hautgewebe.

Solcoseryl Salbe: 2 mal täglich dünn auftragen.

Behandlungsdauer: bis zur vollständigen Heilung der Wunde und zur Bildung eines elastischen

Narbengewebes.

Bei Kindern sollte bevorzugt Solcoseryl Gel mite oder Solcoseryl Salbe angewendet werden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Solcoseryl haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Solcoseryl Gel/Gel mite/Salbe auftreten:

In sehr seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen.

Wenn Sie aussergewöhnliche Hautreaktionen feststellen, so brechen Sie die Behandlung mit

Solcoseryl Gel/Gel mite/Salbe ab und informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin.

Nach dem Auftragen von Solcoseryl Gel/Gel mite kann für kurze Zeit ein unangenehmes Brennen

auftreten. Bei anhaltendem Brennen muss das Präparat abgesetzt werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht über 30 °C und für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nach dem ersten Öffnen 28 Tage bei Raumtemperatur (15-25 °C) haltbar.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Solcoseryl enthalten?

1 g Solcoseryl Gel enthält: 8,30 mg proteinfreies Dialysat aus Kälberblut;

1 g Solcoseryl Gel mite enthält: 4,15 mg proteinfreies Dialysat aus Kälberblut;

Konservierungsmittel: 1,73 mg Methyl-4-Hydroxybenzoat (E 218), 0,27 mg Propyl-4-

Hydroxybenzoat (E 216), sowie die Hilfsstoffe Natriumcarboxymethylcellulose, Propylenglycol,

Calciumlactat und Wasser für Injektionszwecke.

1 g Solcoseryl Salbe enthält: 2,07 mg proteinfreies Dialysat aus Kälberblut; Konservierungsmittel:

1,60 mg Methyl-4-Hydroxybenzoat (E 218), 0,20 mg Propyl-4-Hydroxybenzoat (E 216), sowie die

Hilfsstoffe Cetyl-Alkohol, Cholesterol, Vaseline und Wasser für Injektionszwecke.

Zulassungsnummer

26395, 26396 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Solcoseryl? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Tuben zu 20 g.

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharmaceuticals Switzerland GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.