SMOFlipid

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • SMOFlipid 200 mg/ml Emulsion zur Infusion
  • Einheiten im Paket:
  • 1 x 100 ml (Excel-Beutel), Laufzeit: 24 Monate,1 x 250 ml (Excel-Beutel), Laufzeit: 24 Monate,1 x 500 ml (Excel-Beutel), Laufzei
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • SMOFlipid 200 mg/ml Emulsion zur Infusion
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Fett-Emulsionen
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-25645
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-12-2004
  • Letzte Änderung:
  • 02-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

/Version: 9

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

SMOFlipid 200 mg/ml Emulsion zur Infusion

Wirkstoffe: Sojaöl, mittelkettige Triglyceride, Olivenöl, Fischöl

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt .

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist SMOFlipid und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von SMOFlipid beachten?

Wie ist SMOFlipid anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist SMOFlipid aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist SMOFlipid und wofür wird es angewendet?

SMOFlipid enthält vier verschiedene Arten von Fett: Sojaöl, mittelkettige Triglyceride, Olivenöl und

Fischöl, welches reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Die Flüssigkeit ist eine Mischung aus Fetten und

Wasser und wird als „Lipidemulsion“ bezeichnet.

Es wirkt, indem Ihrem Körper Fettsäuren und Energie zugeführt werden.

Es wird Ihrem Blut über einen Tropf oder eine Infusionspumpe verabreicht.

Das medizinische Fachpersonal wird Ihnen SMOFlipid verabreichen, wenn andere Arten der

Ernährung nicht ausreichend sind oder nicht angeschlagen haben.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von SMOFlipid beachten?

SMOFlipid darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Sojaöl, mittelkettige Triglyceride, Olivenöl, Fischöl oder einen der in

Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie allergisch gegen irgendwelche anderen Produkte, die Fisch, Ei, Soja oder Erdnuss

enthalten, sind.

wenn Sie zu viel Fett in Ihrem Blut haben (genannt „schwere Hyperlipidämie“).

wenn Sie schwerwiegende Probleme mit den Nieren oder der Leber haben.

wenn Sie schwerwiegende Probleme mit der Blutgerinnung haben (genannt „schwerwiegende

Blutgerinnungsstörungen“).

wenn Sie sich in einem akuten Schockzustand befinden.

wenn Sie Flüssigkeit in der Lunge (genannt „Lungenödem“), zu viel Körperflüssigkeit (genannt

„Hyperhydratation“) oder ein Herzleiden haben (aufgrund zu viel Körperflüssigkeit).

wenn Sie sich in einem instabilen Zustand befinden, wie z.B. kurz nach einer schweren Verletzung,

Herzattacke, Schlaganfall, Blutgerinnsel (Thrombose), metabolische Azidose

(Stoffwechselstörung, die dazu führt, dass zu viel Säure im Blut enthalten ist), oder bei

unbehandelter Diabetes, Blutvergiftung und Dehydratation.

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Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor SMOFlipid bei Ihnen angewendet wird, wenn:

Sie ein Problem mit erhöhten Blutfettspiegeln haben, weil Ihr Körper Fett nicht richtig

verwerten kann (genannt „gestörter Fettstoffwechsel“).

Allergische Reaktionen

Die Anwendung ist sofort zu unterbrechen, wenn während der Behandlung mit SMOFlipid allergische

Reaktionen auftreten. Informieren Sie sofort den Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn eine

der folgenden Reaktionen während der Infusion mit SMOFlipid bei Ihnen auftritt:

Fieber (erhöhte Temperatur)

Schüttelfrost

Hautausschlag

Atemnot

Kinder

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor SMOFlipid bei Ihrem neugeborenen Kind angewendet wird,

wenn es:

zu viel von dem Stoff, genannt „Bilirubin“, in seinem Blut hat (Hyperbilirubinämie),

einen erhöhten Lungendruck hat (pulmonale Hypertonie).

Wenn Ihr neugeborenes Kind SMOFlipid längere Zeit erhält wird Ihr Arzt Blutuntersuchungen

durchführen, um zu überprüfen, wie das Arzneimittel wirkt.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von SMOFlipid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Anwendung von SMOFlipid zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere dann, wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem

eingenommen haben, die die Blutgerinnung stoppen, wie z.B. Warfarin und Heparin.

SMOFlipid enthält natürlicherweise Vitamin K

, welches die Wirkung von Warfarin beeinträchtigt.

Der Vitamin K

- Gehalt in SMOFlipid ist allerdings so gering, dass solche Probleme

unwahrscheinlich sind.

Wird Heparin in klinischen Dosen verabreicht, kann es zunächst zu einem erhöhten

Fettsäurenspiegel im Blut kommen, weil Fettsäuren aus den Geweben in die Blutbahn gelangen

und weniger Fettsäuren aus Ihrem Blut eliminiert werden können (verminderte Triglycerid

Clearance).

Schwangerschaft und Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob SMOFlipid sicher verabreicht werden kann, wenn Sie schwanger sind oder

stillen. Sofern eine direkte Ernährung in Ihre Venen notwendig ist, wenn Sie schwanger sind oder

stillen, wird Ihr Arzt Ihnen SMOFlipid nur nach sorgfältiger Abwägung verabreichen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht relevant, weil das Arzneimittel im Krankenhaus verabreicht wird.

SMOFlipid enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält 5 mmol (115 mg) Natrium pro 1000 ml. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät

einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

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3.

Wie ist SMOFlipid anzuwenden?

SMOFlipid wird Ihrem Blut über einen Tropf oder eine Infusionspumpe verabreicht. Ihr Arzt wird die

Dosis für Sie in Abhängigkeit von Ihrem Körpergewicht und Ihrer Fähigkeit, die verabreichte Menge

an Fett zu verwerten, festlegen.

Weitere Details zur Dosierung und Anwendung für Ärzte und medizinisches Fachpersonal sind unter

„Art der Anwendung“ am Ende dieser Packungsbeilage zu finden.

Wenn Sie eine größere Menge von SMOFlipid erhalten haben, als Sie sollten

Sofern Ihnen eine zu hohe Dosis von SMOFlipid verabreicht wurde, besteht das Risiko, mehr Fett

aufzunehmen, als Ihr Körper verwerten kann. Dieses wird Fett-Übersättigungs-Syndrom genannt.

Siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ für weitere Informationen.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Fett-Übersättigungs-Syndrom (fat overload syndrome)

Dazu kann es kommen, wenn Ihr Körper Schwierigkeiten hat, Fett zu verwerten, weil zu viel

SMOFlipid verabreicht wurde. Außerdem kann eine plötzliche Änderung Ihres Zustandes (z.B.

Nierenprobleme oder eine Infektion) hierzu führen. Charakteristisch für das Fett-

Übersättigungssyndrom sind erhöhte Fettspiegel im Blut (Hyperlipidämie), Fieber, höherer Fettgehalt

im Gewebe als normal (Fettinfiltration), Störungen in verschiedenen Organen und Koma. Alle diese

Symptome verschwinden im Allgemeinen, wenn die Infusion unterbrochen wird.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen)

geringer Anstieg der Körpertemperatur

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen)

Schüttelfrost

Appetitlosigkeit

Brechreiz (Übelkeit)

Übergeben (Erbrechen)

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Patienten betreffen)

Allergische Reaktionen (z. B. erhöhte Temperatur, Schwellungen, Senkung des Blutdruckes,

Hautausschlag, Hautrötungen, Kopfschmerz)

Hitze- oder Kältegefühl

Blässe

bläuliche Färbung der Haut und Schleimhäute (infolge von vermindertem Sauerstoffgehalt im Blut)

Nacken-, Rücken-, Knochen-, Brust- und Lendenschmerzen

erhöhter oder erniedrigter Blutdruck

Atemnot

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Patienten betreffen)

anhaltende und krampfhafte Erektion bei Männern

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

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Sie können Nebenwirkungen direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist SMOFlipid aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25°C lagern.

Nicht einfrieren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach "Verwendbar bis" angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Das Behältnis ist

beschädigt. Nur verwenden, wenn die Lösung weiß und homogen ist. Nur zum einmaligen Gebrauch.

Unverbrauchtes Produkt muss entsorgt werden. Nicht wiederverwenden.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was SMOFlipid enthält

Die Wirkstoffe sind:

Raffiniertes Sojaöl

60 mg/ml

Mittelkettige Triglyceride

60 mg/ml

Raffiniertes Olivenöl

50 mg/ml

Omega-3-Säuren reiches Fischöl

30 mg/ml

Die sonstigen Bestandteile sind:

Glycerol,

Eilecithin,

alpha-Tocopherol (Vitamin E),

Wasser für Injektionszwecke,

Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung),

Natriumoleat.

Wie SMOFlipid aussieht und Inhalt der Packung

SMOFlipid ist eine weiße, homogene Emulsion in Glasflaschen oder Kunststoffbeutel.

Packungsgrößen:

Glasflasche: 100 ml, 10 x 100 ml, 250 ml, 10 x 250 ml, 500 ml, 10 x 500 ml

Kunststoff-Beutel: 100 ml, 10 x 100 ml, 20 x 100 ml, 250 ml, 10 x 250 ml, 500 ml, 12 x 500 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

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Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Fresenius Kabi Austria GmbH

Hafnerstraße 36

A-8055 Graz

Hersteller

Fresenius Kabi AB, SE-751 74 Uppsala (Kunststoff-Beutel)

Fresenius Kabi Austria GmbH, A-8055 Graz (Glasflaschen)

Z.Nr.: 1-25645

Für weitere Informationen über dieses Arzneimittel wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Vertreter

des Zulassungsinhabers.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Italien, Niederlande, Norwegen,

Österreich, Schweden, Slowenien, Vereinigtes Königreich: SMOFlipid 200 mg/ml

Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn,

Zypern: SMOFlipid 20 %

Dänemark, Polen, Portugal, Slowakei: SMOFlipid

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2018.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die Konzentration der Serumtriglyceride sollte 3 mmol/l während der Infusion nicht überschreiten.

Eine Überdosierung kann zum Fett-Übersättigungs-Syndrom führen. Spezielle Vorsicht ist bei

Patienten mit ausgeprägtem Risiko für eine Hyperlipidämie geboten (wie z. B. Patienten mit hoher

Fettdosierung, schwerer Sepsis und Säuglingen mit extrem geringem Geburtsgewicht).

Die alleinige Zufuhr von mittelkettigen Fettsäuren kann zu einer metabolischen Azidose führen.

Dieses Risiko kann durch die gleichzeitige Gabe langkettiger Fettsäuren, die in SMOFlipid enthalten

sind, weitgehend vermieden werden. Die gleichzeitige Gabe von Kohlenhydraten kann dieses Risiko

zusätzlich vermindern. Die gleichzeitige Infusion von Kohlenhydraten oder kohlenhydrathaltigen

Aminosäurenlösungen wird daher empfohlen. Labortests, die generell zur Überwachung einer

intravenösen Ernährung gehören, sind regelmäßig durchzuführen. Diese schließen die Kontrollen des

Blutzuckerspiegels, Leberfunktionstests, des Säuren-Basen-Haushaltes, der Wasserbilanz,

Gesamtblutkörperchen und der Elektrolyte ein.

Dieses Arzneimittel enthält Sojaöl, Fischöl und Phospholipide aus Ei, welche sehr selten allergische

Reaktionen hervorrufen können. Es wurde eine allergische Kreuzreaktion zwischen Sojabohnen und

Erdnüssen beobachtet.

Bei jedem Anzeichen einer anaphylaktischen Reaktion (wie Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag

oder Atemnot) ist die Infusion sofort abzubrechen.

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Vorsicht ist geboten, wenn SMOFlipid Neu- und Frühgeborenen mit Hyperbilirubinämie und bei

Fällen mit pulmonaler Hypertonie verabreicht wird. Bei Neugeborenen, besonders bei Frühgeborenen,

die längerfristig parenteral ernährt werden, sollten die Blutplättchenzahlen, Leberfunktionen und

Serumtriglyceride überwacht werden.

SMOFlipid enthält bis zu 5 mmol Natrium pro 1000 ml. Dies sollte bei Patienten mit

natriumkontrollierter Diät berücksichtigt werden.

Der Zusatz anderer Arzneimittel oder Substanzen zu SMOFlipid sollte generell vermieden werden, es

sei denn, die Kompatibilität ist bekannt.

Art der Anwendung

Intravenöse Infusion in eine periphere oder zentrale Vene.

Hinweise zur Anwendung und Handhabung

Nur verwenden, wenn die Emulsion homogen ist.

Infusions-Beutel: Der Integritätsindikator (Oxalert) ist vor dem Entfernen der Überfolie zu inspizieren.

Ist der Indikator schwarz, hat Sauerstoff die Überfolie durchdrungen und das Produkt ist zu verwerfen.

Vor Anwendung ist die Emulsion visuell auf Phasentrennung zu untersuchen. Es ist sicherzustellen,

dass die gebrauchsfertige Emulsion keinerlei Anzeichen einer Phasentrennung aufweist. Nur zum

einmaligen Gebrauch. Nach Infusion nicht verbrauchte Emulsion ist zu verwerfen.

Additive: Zur Herstellung einer Mischung zur vollständigen parenteralen Ernährung (TPN) kann

SMOFlipid aseptisch mit Aminosäuren-, Glucose- und Elektrolytlösungen gemischt werden.

Kompatibilitätsdaten für unterschiedliche Additive sowie deren Lagerungszeiten sind vom

pharmazeutischen Unternehmer auf Anfrage erhältlich. Zusätze sind unter aseptischen Bedingungen

zuzugeben. Nach der Infusion verbleibende Mischung ist zu verwerfen.

Nicht über 25°C lagern. Nicht einfrieren.

Haltbarkeit nach dem Mischen

Wenn SMOFlipid Additive zugesetzt wurden, sollte die Mischung aus mikrobiologischer Sicht sofort

verwendet werden. Falls die Mischung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer

und Bedingungen der Aufbewahrung bis zur Anwendung verantwortlich, die normalerweise

24 Stunden bei 2 - 8°C nicht überschreiten sollte, es sei denn, die Zumischung erfolgte unter

kontrollierten und validierten, aseptischen Bedingungen.

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Anwendungshinweise – für den Infusionsbeutel

Der Integritätsindikator (Oxalert) (A) ist vor dem Entfernen der Überfolie zu inspizieren.

Ist der Indikator schwarz, ist die Überfolie beschädigt und das Produkt ist zu verwerfen.

Die Überfolie wird durch Aufreißen an der Einrisskerbe und Herabziehen der Folie entlang des

Behältnisses entfernt. Der Oxalertbeutel (A) und der Sauerstoffabsorber (B) sind zu entsorgen.

Wenn keine Additive verwendet werden sollen, weiter zu Abbildung 5.

Wenn Additive verwendet werden sollen, wird der Sicherheitsverschluss mit Richtungspfeil vom

weißen Zuspritzport abgebrochen.

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Die mit den Additiven gefüllte Spritze nehmen. Zuspritzport am Ansatz festhalten. Nadel

horizontal in der Mitte der Membran des Zuspritzports einführen und Additive (mit bekannter

Kompatibilität) injizieren. Spritzen mit Nadeln der Größe 18 – 23 Gauge und einer Länge von

maximal 40 mm verwenden.

Ein nicht belüftetes Infusionsbesteck benutzen oder den Lufteinlass an einem belüfteten

Infusionsbesteck schließen. Die Anweisungen für den Gebrauch des Infusionsbestecks befolgen.

Einen Spike mit einem Durchmesser wie in ISO 8536-4 vorgegeben, 5,6 +/- 0,1 mm, verwenden.

Sicherheitsverschluss mit Richtungspfeil vom blauen Infusionsport abbrechen.

/Version: 9

Infusionsport am Ansatz festhalten. Den Spike durch den Infusionsport einführen, dabei das

Handgelenk leicht hin- und her drehen bis der Spike vollständig eingeführt ist.

Den Beutel an der Aufhängeöffnung aufhängen und die Infusion beginnen.