Sinemet

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sinemet 25 mg/250 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,100 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sinemet 25 mg/250 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Levodopa und Decarboxyl
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15715
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-06-1975
  • Letzte Änderung:
  • 13-06-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Sinemet 25 mg/250 mg-Tabletten

Wirkstoffe: Carbidopa/Levodopa

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was sind Sinemet 25 mg/250 mg-Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Sinemet 25 mg/250 mg-Tabletten beachten?

Wie sind Sinemet 25 mg/250 mg-Tabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Sinemet 25 mg/250 mg-Tabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Sinemet enthält zwei sich ergänzende Wirkstoffe: Carbidopa, das zur Gruppe der so genannten

Decarboxylase-Hemmer gehört, und Levodopa, das eine Vorstufe von Dopamin ist, das im Gehirn

eine wichtige Rolle zur Steuerung von Bewegungsabläufen spielt.

Sinemet wird zur Linderung von Symptomen bei der Parkinson-Krankheit („Schüttellähmung“) bzw.

bei Parkinson-ähnlichen Erkrankungen (außer durch Medikamente verursacht) eingesetzt.

Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische Erkrankung, die durch langsame und unregelmäßige

Bewegungen gekennzeichnet ist sowie durch Muskelsteifigkeit und Zittern. Bleibt eine Parkinson-

Krankheit unbehandelt, kommt es zu einer starken Beeinträchtigung bei der Durchführung alltäglicher

Tätigkeiten.

Die Parkinson-Krankheit wird durch einen Mangel an Dopamin im Gehirn bedingt. Durch Levodopa

kommt es zu einem Anstieg der Dopaminproduktion im Gehirn, wobei durch die gleichzeitige Gabe

von Carbidopa sichergestellt wird, dass ausreichend Levodopa in das Gehirn gelangt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten beachten?

Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Carbidopa, Levodopa oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie gleichzeitig einen sogenannten „nicht selektiven MAO-Hemmer“ zur Behandlung

von Depressionen einnehmen.

wenn Sie auffällige Veränderungen von Muttermalen haben, die nicht von einem Arzt

abgeklärt wurden bzw. wenn Sie in der Vergangenheit an Hautkrebs litten.

wenn Sie an einer bestimmten Form von „grünem Star“ (Engwinkelglaukom) leiden.

wenn Sie ein sog. „Sympathomimetikum“ (Medikament, das stimulierend auf das vegetative

Nervensystem wirkt) nicht einnehmen dürfen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten

einnehmen, wenn Sie

an Herz-Kreislauf-, Lungen-, Nieren-, Leber oder hormonellen Erkrankungen leiden oder

litten.

an psychischen Erkrankungen (Depressionen, Selbstmordgefährdung,

Verhaltensauffälligkeiten) oder Erkrankungen im Bereich des Gehirns (frischer Schlaganfall)

leiden bzw. litten.

an einer bestimmten Form von „grünem Star“ (Weitwinkelglaukom) leiden.

in der Vergangenheit an einem Magengeschwür litten.

in der Vergangenheit an Krampfanfällen litten.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie/Betreuungsperson bemerken, dass Sie

suchtähnliche Symptome entwickeln, die zum heftigen Verlangen nach hohen Dosen von Sinemet und

anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung von Parkinson-Krankheit eingesetzt werden, führen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie/ Ihr Betreuer wahrnehmen, dass Sie ein für Sie

unübliches drang- oder triebhaftes Verhalten entwickeln oder wenn Sie dem Impuls, Trieb oder der

Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte Tätigkeiten auszuüben, die Ihnen oder anderen

schaden könnten. Dieses Verhalten wird auch Impulskontrollstörung genannt und kann mit Spielsucht,

übermäßigem Essen oder Geld ausgeben, anormal starkem Sexualtrieb oder einer Zunahme von

sexuellen Gedanken oder Gefühlen einhergehen. Möglicherweise muss Ihr Arzt Ihre Behandlung

überprüfen.

Sollten Sie eine Verschlechterung bzw. erneutes Auftreten dieser Erkrankungen unter der Therapie mit

Sinemet bemerken, verständigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

Sinemet kann bei Parkinson-Patienten Schläfrigkeit sowie Phasen plötzlicher Schlafanfälle verursachen.

Sehr selten wurde über plötzlich eintretende Schlafanfälle während des Tagesablaufs berichtet, in

manchen Fällen ohne vorhergehende Warnzeichen. In diesen Fällen kontaktieren Sie bitte umgehend

Ihren Arzt, er wird gegebenenfalls eine Dosisreduktion oder das Absetzen der Therapie in Erwägung

ziehen (siehe auch „Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen“).

Während der Einstellungsphase können unwillkürliche Bewegungen und Lidkrampf auftreten.

Informieren Sie in diesen Fällen Ihren Arzt, er wird gegebenenfalls die Dosis reduzieren.

Im Fall einer bevorstehenden Operation informieren Sie bitte den Narkosearzt über die Einnahme von

Sinemet.

Spielsucht und zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen wurde bei Patienten, die Dopamin-

Agonisten zur Behandlung von Parkinson-Erkrankungen, einschließlich Sinemet, angewendet haben,

berichtet.

Vor und während der Behandlung mit Sinemet sind verschiedene Untersuchungen erforderlich - lassen

Sie diese Kontrollen wie vom Arzt verordnet durchführen.

Einnahme von Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt vor allem dann, wenn Sie

andere Arzneimittel zur Behandlung einer Parkinson-Krankheit (COMT-Hemmer,

Amantadin), einnehmen/anwenden.

Arzneimittel zur Blutdrucksenkung einnehmen/anwenden.

Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Isoniazid) einnehmen.

Präparate, die Eisen in Form von Eisensulfat oder Eisenglukonat enthalten

einnehmen/anwenden.

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder anderen psychischen Störungen bzw.

Störungen des Nervensystems (Anticholinergika, Dopamin-Antagonisten, Butyrophenone,

Benzodiazepine, Phenytoin) einnehmen/anwenden.

Medikamente gegen zu starke Magensäureproduktion („Antacida“) einnehmen/anwenden.

krampflösende Medikamente gegen Koliken (Papaverin) einnehmen/anwenden und

eine Operation planen.

Arzneimittel zur Behandlung von Störungen der Bewegungsabläufe im oberen Magen-Darm-

Trakt, die Metoclopramid enthalten, einnehmen/anwenden.

Arzneimittel, welche eine Wirkung auf die Stimulation des vegetativen Nervensystems haben

(Sympathomimetika) einnehmen/anwenden.

Arzneimittel zur Behandlung von anderen Erkrankungen, die mit unwillkürlichen

Bewegungen einhergehen, einnehmen/anwenden.

Einnahme von Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken

und Alkohol

Die gleichzeitige Einnahme von Nahrung und Getränken hat keinen Einfluss auf die Wirkung von

Sinemet. Jedoch kann eine sehr eiweißreiche Nahrung die Aufnahme von Sinemet einschränken.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Über die Anwendung von Sinemet während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit entscheidet Ihr

Arzt.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Es können unter anderem Blutdruckschwankungen, plötzliche Schläfrigkeit und Schlafanfälle

auftreten.

Sie dürfen nur dann ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, wenn solche Episoden nicht mehr

auftreten (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Welche Nebenwirkungen sind

möglich“).

3.

Wie sind Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung muss für jeden Patienten individuell vom Arzt angepasst werden, da sie vom

Ansprechen auf die Behandlung und der Schwere der Erkrankung abhängig ist. Halten Sie sich daher

unbedingt an die Anweisungen Ihres Arztes. Er wird Ihnen auch erklären, wie die Umstellung von

einem anderen Medikament gegen die Parkinsonerkrankung auf Sinemet durchzuführen ist.

Erwachsene:

Die übliche Dosierung beträgt 1 Tablette Sinemet 25 mg/ 250 mg pro Tag und kann bei Bedarf alle 1 –

2 Tage um 1 Tablette bis auf maximal 8 Tabletten Sinemet 25 mg/ 250 mg täglich gesteigert werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Aufgrund fehlender Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wird die Anwendung bei Patienten

unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen:

Informieren Sie Ihren Arzt, sollten Sie unter einer Leber- und/oder Nierenerkrankung leiden. Er wird

gegebenenfalls die Dosis entsprechend anpassen.

Die Tabletten werden ungeteilt und unzerkaut, zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon, mit

ausreichend Flüssigkeit eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten eingenommen haben, als Sie

sollten

Ein Lidkrampf kann ein erstes Anzeichen einer Überdosierung sein.

Falls Sie irrtümlich zu viele Tabletten eingenommen haben, verständigen Sie umgehend einen Arzt,

der gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen wird.

Hinweis für den Arzt: Informationen zur Therapie bei Überdosierung finden Sie am Ende dieser

Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie Sinemet wie verordnet einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die

doppelte Dosis, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten abbrechen

Fragen Sie zuerst Ihren Arzt und brechen Sie die Einnahme von Sinemet auf keinen Fall von sich aus

ab. Wenn Sie glauben das Arzneimittel wirkt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn die Behandlung mit Sinemet abrupt abgebrochen wird, können Symptome wie

Muskelsteifigkeit, Fieber oder psychische Veränderungen auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel, kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Am häufigsten wurde über unwillkürliche Bewegungen, Muskelzuckungen und Lidkrampf berichtet.

Weiters können psychische Störungen [z. B. Wahnvorstellungen, Psychosen, Depressionen (mit und

ohne Selbstmordneigung), geistige Schwäche] und Übelkeit auftreten.

Nach Markteinführung und in klinischen Studien wurde über nachfolgend angeführte

Nebenwirkungen berichtet.

Die Häufigkeiten beruhen auf folgender Einteilung:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Selten: bösartige Geschwulst an Haut oder Schleimhäuten (malignes Melanom)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Verminderung der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen

Sehr selten: schwere, unter Umständen lebensbedrohliche Veränderungen des Blutbilds

(Agranulozytose, hämolytische und nicht-hämolytische Anämie)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: plötzlich auftretende Schwellung im Bereich von Gesicht, Lippen und/oder Rachen, unter

Umständen mit Atemnot

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: starke Erregung, Angst, nächtliches Zähneknirschen, Verwirrtheit, geistige Schwäche,

Depression (mit oder ohne Neigung zu Selbstmord), Orientierungsverlust, abnormes Träumen, heitere

Gemütsverfassung, Wahnvorstellungen (Halluzinationen, psychotische Zustände), Schlaflosigkeit,

erhöhtes sexuelles Verlangen, Spielsucht

Nicht bekannt: Starkes Verlangen nach hohen Dosen von Sinemet, die jene Dosen deutlich überschreiten

die zur adäquaten Kontrolle von Bewegungssymptomen erforderlich sind, bekannt als Dopamin-

Dysregulationssyndrom. Bei manchen Patienten kommt es nach der Einnahme von hohen Dosen

Sinemet zu ungewöhnlich heftigen unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien),

Stimmungsschwankungen oder anderen Nebenwirkungen.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Bewegungsstörungen (welche Ihren Parkinson Symptomen gleichen können), zeitweise extrem

verzögerte Bewegungsabläufe, Krampfanfälle, verminderte Gedächtnisleistung, Benommenheit,

schmerzhafte Muskelkrämpfe, Muskelschlaffheit, vermehrte unwillkürliche Bewegungen, Mattigkeit,

vermehrte Stürze, Gehstörungen, Kopfschmerzen, erhöhtes Zittern der Hand, Taubheit, Kribbeln und

Einschlafen der Gliedmaßen, Schläfrigkeit (einschließlich sehr selten auftretender plötzlicher

Schlafanfälle), kurze Ohnmachtsanfälle, Kiefersperre

Sehr selten: Aktivierung einer bereits bestehenden krankhaften Veränderung am Auge (Horner'sche

Syndrom), plötzliche unwillkürliche Bewegungen (Chorea)

Augenerkrankungen

Selten: verschwommenes Sehen, erweiterte Pupillen, Doppeltsehen, krampfhafte Bewegung der

Augäpfel (Blickkrampf)

Sehr selten: Augenlidkrampf (Blepharospasmus)

Herzerkrankungen

Selten: verstärktes Herzklopfen, sehr unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmien)

Gefäßerkrankungen

Selten: Hitzewallungen, Hautrötung, Anstieg des Blutdrucks, Kreislaufstörungen, insbesondere beim

Wechsel vom Liegen zum Stehen

Sehr selten: Venenentzündung

Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums

Selten: Heiserkeit

Sehr selten: unregelmäßige Atmung, Atemnot

Erkrankungen im Magen-Darmbereich

Selten: bitterer Geschmack, Brennen auf der Zunge, Verstopfung, dunkel verfärbter Speichel, Durchfall,

trockener Mund, Verdauungsstörung, Schluckstörung, Blähungen, Magenschmerzen, Schluckauf,

Übelkeit, Erbrechen, vermehrter Speichelfluss

Sehr selten: Entwicklung eines Geschwürs im Dünndarm, Blutungen im Magen-Darmbereich

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Haarausfall, dunkel verfärbter Schweiß, vermehrtes Schwitzen, Hautausschlag, Nesselsucht,

starker Juckreiz, mit oder ohne Hautausschlag

Sehr selten: plötzlich auftretende, punktförmige Blutungen in der Haut oder Schleimhaut (Purpura

Schönlein-Henoch)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Muskelkrämpfe, Muskelzucken

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Appetitlosigkeit

Gelegentlich: Gewichtszunahme und -abnahme

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: dunkel verfärbter Urin

Sehr selten: unfreiwilliger Urinverlust, Unfähigkeit zu urinieren

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten: anhaltende, schmerzhafte Erektion des Penis

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten: Kraftlosigkeit, Brustschmerzen, Ödeme, Müdigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, Schwäche

Sehr selten: schwere, unter Umständen lebensbedrohliche Erkrankung mit Fieber und

Bewusstseinsstörungen (malignes neuroleptisches Syndrom)

Untersuchungen

Selten: vorübergehende Veränderungen der Laborwerte nach Blut- und/oder Urinuntersuchungen.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Unvermögen, dem Impuls zu widerstehen, bestimmte Tätigkeiten auszuüben, die Ihnen oder anderen

schaden könnten, wie z.B.:

Starker Drang zur Spielsucht trotz schwerer persönlicher oder familiärer Konsequenzen.

Verändertes oder gesteigertes sexuelles Interesse und Verhalten, das für Sie und andere von

wesentlicher Bedeutung ist, wie zum Beispiel ein gesteigerter Sexualtrieb.

Kaufsucht oder übermäßiges, unkontrollierbares Ausgeben von Geld.

Fressattacken (Sie essen große Mengen Nahrung in kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (Sie

essen mehr Nahrung als normal und mehr als notwendig, um Ihren Hunger zu stillen).

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie eines dieser Anzeichen wahrnehmen; Er wird mit Ihnen

Möglichkeiten im Umgang mit diesen Anzeichen oder zu deren Reduktion besprechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen,

Traisengasse 5, 1200 Wien,

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

http://www.basg.gv.at/

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten enthalten

Die Wirkstoffe sind: Carbidopa und Levodopa.

Eine Tablette enthält 25 mg Carpidopa und 250 mg Levodopa.

Die sonstigen Bestandteile sind: Hydroxypropylcellulose, mikrokristalline Cellulose,

vorverkleisterte Stärke, Crospovidon, Magnesiumstearat und Indigocarmin Aluminiumsalz

(E 132).

Wie Sinemet 25 mg/250 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Hell blau gesprenkelte, runde Tabletten mit der Prägung „654“ auf einer Seite. Die Tabletten haben

keine Bruchrille und dürfen nicht geteilt werden.

Die Tabletten sind in Blisterpackungen zu 98 Stück erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H., Wien

E-Mail: msd-medizin@merck.com

Hersteller

Merck Sharp & Dohme B.V., Haarlem/Niederlande

Z. Nr.: 15.715

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie der Überdosierung:

Die Behandlung einer Überdosierung entspricht weitestgehend jener von Levodopa. Pyridoxin ist

jedoch zur Umkehrung der Wirkungen von Sinemet nicht wirksam. Die Behandlung erfolgt

symptomorientiert und mittels unterstützender Maßnahmen.

Eine EKG-Überwachung sollte eingeleitet und der Patient sorgfältig im Hinblick auf eine mögliche

Entwicklung von Arrhythmien überwacht werden. Gegebenenfalls ist eine antiarrhythmische

Behandlung einzuleiten. Die Möglichkeit, dass der Patient noch weitere Arzneimittel eingenommen

haben könnte, ist in Betracht zu ziehen.

Es ist nichts über den Nutzen einer Dialyse zur Behandlung einer Überdosierung bekannt.

29-5-2018

Broschüre für den Arzt

Broschüre für den Arzt

Carbidopa/Levodopa - Duodopa - Information für Ärzte

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

7-8-2018

Numient (Impax Laboratories Ireland Limited)

Numient (Impax Laboratories Ireland Limited)

Numient (Active substance: levodopa / carbidopa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5418 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2611/T/5

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Corbilta (Orion Corporation)

Corbilta (Orion Corporation)

Corbilta (Active substance: levodopa / carbidopa / entacapone) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)4468 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2785/R/15

Europe -DG Health and Food Safety