Sevorane

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sevorane Lösung zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation 100%
  • Dosierung:
  • 100%
  • Darreichungsform:
  • Lösung zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sevorane Lösung zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation 100%
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE177816
  • Letzte Änderung:
  • 13-04-2018

Packungsbeilage

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

&

PACKUNGSBEILAGE

SEVORANE

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

SEVORANE 100%, Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

SEVORANE Quick Fill 100%, Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Sevofluran 100%

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

Eigenschaften:

Sevoflurane ist ein fluoriertes Derivat von Methylisopropylether. Sevoflurane wird chemisch als

Fluormethyl 2,2,2-trifluor-1-(trifluormethyl) Ethylether identifiziert und hat ein Molekulargewicht von

200,05.

Sevoflurane besitzt folgende physikalische und chemische Eigenschaften:

Siedepunkt bei 760 mm Hg

58,6°C

Dichte bei 20°C

1,520-1,525

Dampfspannung (errechnet) in mm HG**

57 mm Hg bei 20°C

197 mm Hg bei 25°C

317 mm Hg bei 36°C

** Gleichung für die (errechnete) Dampfspannung, mm Hg:

= A+B/T wobei:

8,086

B = -

1726,68

°C + 273,16°K (Kelvin)

Verteilungskoeffizienten bei 37°C

Blut/Gas

0,63-0,69

Wasser/Gas

0,36

Olivenöl/Gas

47,2-53,9

Gehirn/Gas

1,15

Mittlere Verteilungskoeffizienten, Bestandteil/Gas bei 25°C für Polymere, die häufig bei medizinischen

Anwendungen angewendet werden.

Leitfähiger Gummi

14,0

Butylkautschuk

Polyvinylchlorid

17,4

Polyethylen

Sevoflurane ist nicht entflammbar und nicht explosiv entsprechend der Norm 601-2-13 der Internationalen

Elektrotechnik-Kommission.

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Sevoflurane ist eine klare und farblose Flüssigkeit.

Sevoflurane ist nicht reizend. Es ist mischbar mit Ethanol, Ether, Chloroform und Benzol und im Wasser

schwach löslich.

Abbau von Sevofluran

Sevoflurane ist stabil, wenn es bei normalen Lichtbedingungen gelagert wird. Starke Säuren und Hitze

bewirken keinen Abbau von Sevoflurane.

Sevoflurane greift weder Edelstahl, Messing, Aluminium, vernickeltes Messing, verchromtes Messing

noch Kupfer-Beryllium-Legierungen an.

Eine Abbaureaktion kann bei direktem Kontakt mit Kohlendioxidabsorbern im Anästhesiekreislauf

auftreten. Bei einer Anwendung zusammen mit frischen Absorbern (entsprechend den Empfehlungen) ist

der Sevofluran-Abbau minimal und die Abbauprodukte sind nicht entdeckbar oder toxisch.

Ein verstärkter Abbau wird bei einem Temperaturanstieg des Absorbers, bei einem ausgetrockneten

Absorber (besonders auf Kaliumhydroxid-Basis), bei steigenden Konzentrationen von Sevofluran und

einer Reduzierung des Frischgasvolumens beobachtet.

Der alkalische Abbau von Sevoflurane kann über zwei Wege erfolgen: Ersterer ist das Ergebnis des

Verlusts von Fluorsäure und der Bildung von Pentafluorisopropenylfluormethylether (besser bekannt als

Compound A), der Zweite tritt nur bei ausgetrockneten Kohlendioxidabsorbern auf und führt zur

Dissoziation von Sevoflurane in Hexafluoroisopropanol (HFIP) und Formaldehyd. HFIP ist inaktiv, nicht

genotoxisch, schnell glukoroniert und ausgeschieden und seine Toxizität ist mit der von Sevoflurane

vergleichbar. Das Formaldehyd ist ein Bestandteil, der während normalen Verstoffwechslungsreaktionen

anwesend ist.

Ausgesetzt an einem stark ausgetrockneten Absorber kann der Abbau von Formaldehyd zur Bildung von

Methanol und Ameisensäure führen. Bei hohen Temperaturen kann die Ameisensäure zur Bildung von

Kohlenstoffmonoxid beitragen. Das Methanol kann mit Compound A reagieren, um Compound B zu

bilden, der nach sukzessivem Verlust von Fluorsäure die Compounds C, D und E bildet (siehe Abschnitt

4.4). Bei sehr ausgetrockneten Absorbern, besonders solche die Kaliumhydroxid enthalten, bilden sich

Formaldehyd, Methanol, Kohlenstoffmonoxid, Compound A und eventuell einige seiner Abbauprodukte,

die Compounds B, C und D.

Abbau der Lewis-Säure

Zum Schutz gegen die Lewis-Säuren in der Umgebung enthält SEVORANE mindestens 300 ppm Wasser.

Weitere Additiva oder chemische Stabilisatoren werden nicht angewendet.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Sevoflurane ist angezeigt zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Allgemeinnarkose bei Erwachsenen

und Kindern im ambulanten und stationären Bereich.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Die Prämedikation muss entsprechend den Bedürfnissen des einzelnen Patienten und der Empfehlung

des Anästhesisten gewählt werden.

Art der Verabreichung

Sevoflurane muss mittels eines spezifisch für die Anwendung von Sevoflurane kalibrierten Verdampfers

verabreicht werden, so dass die verabreichte Konzentration genau kontrolliert werden kann.

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Einleitung:

Die Dosierung ist individuell, entsprechend dem Alter und klinischen Zustand des Patienten anzupassen

und zu titrieren, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Vor Beginn der Sevofluran-Inhalation können

kurzwirksame Barbiturate oder andere geeignete Arzneimittel intravenös verabreicht werden. Zur

Narkoseeinleitung mit Sevofluran können Trägergase wie Sauerstoff mit oder ohne Lachgas angewendet

werden. Bei Erwachsenen und Kindern führen inspiratorische Konzentrationen bis zu 8% Sevoflurane in

der Regel in weniger als 2 Minuten zu einer Narkosetiefe für chirurgische Eingriffe.

Aufrechterhaltung:

Eine Narkosetiefe für chirurgische Eingriffe kann bei Konzentrationen von 0,5-3% Sevoflurane, mit oder

ohne gleichzeitige Gabe von Lachgas, aufrechterhalten werden (siehe Abschnitt 4.5 -

Distickstoffmonoxid.)

Die MAC-Werte (minimale alveoläre Konzentrationen) von Sevoflurane nehmen mit dem Alter und bei

Zugabe von Lachgas ab.

Die nachfolgende Tabelle gibt die mittleren MAC-Werte für verschiedene Altersgruppen an.

AUSWIRKUNG DES ALTERS AUF DIE MAC VON SEVOFLURANE

Alter des Patienten

(Jahre)

Sevofluran in 100%

Sauerstoff

Sevofluran in 65%N

2

O/

35%O

2

**

0-1 Monat*

3,3%

Keine Angabe

1mois-<6 Monate

Keine Angabe

6 Monate-<3 Jahre

2,8%

3-12

2,5%

Keine Angabe

2,6%

1,4%

2,1%

1,1%

1,7%

0,9%

1,4%

0,7%

*Neugeborene mit regulärer Schwangerschaftsdauer, die MAC von Frühgeborenen wurden nicht bestimmt.

** Bei Kleinkindern 1-<3 Jahre wurden 60% N

O/40% O

angewendet

Aufwachen:

Die Aufwachzeiten nach einer Narkose mit Sevoflurane sind meistens kurz. Daher müssen die Patienten

möglicherweise eine frühzeitigere Linderung der post-operativen Schmerzen erhalten.

Senioren:

Wie bei anderen Inhalationsmittel sind normalerweise niedrigere Konzentrationen von Sevoflurane

erforderlich, um die Narkosetiefe für chirurgische Eingriffe aufrecht zu erhalten.

Die durchschnittliche Sevoflurane-Konzentration, die benötigt wird um MAC-Werte bei einem 80 jährigem

Patienten zu erreichen, beträgt 50% der Konzentration, die für einen 20 jährigem Patienten benötigt wird.

Kiner und Jugendliche

Siehe Tabelle 1 zu den altersspezifischen MAC-Werten für pädiatrische Patienten.

4.3 Gegenanzeigen

Bekannte oder vermutete genetische Neigung zur malignen Hyperthermie

Bekannte oder vermutete Überempfindlichkeit gegen Sevofluran oder andere halogenierte

Anästhetika (z. B. Vorgeschichte von Leberfunktionsstörungen, Fieber, Leukozytose mit unbekannter

Ursache und/oder Eosinophilie nach einer Anästhesie mit einer dieser Substanzen).

Gegenanzeige für Vollnarkose.

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4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Sevofluran kann eine Atemdepression auslösen, die durch eine narkotische Prämedikation oder andere

Substanzen, die eine Atemdepression auslösen können, verschlimmert werden kann (siehe Abschnitt

4.5). Die Atemfunktion muss überwacht und bei Bedarf unterstützt werden.

Sevoflurane darf nur von Personen verabreicht werden, die über die Qualifikationen für die Verabreichung

einer Narkose verfügen. Die notwendige Ausrüstung für eine Intubation, künstliche Beatmung,

Sauerstoffzufuhr und Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaßnahmen muss unmittelbar verfügbar sein.

Die durch einem Verdampfer abgegebene Konzentration von Sevoflurane muss genau bekannt sein. Da

volatile Anästhetika je nach ihren physikalischen Eigenschaften unterschiedlich sind, muss Sevoflurane

mit einem Verdampfer verabreicht werden, der speziell für die Anwendung von Sevoflurane kalibriert

wurde. Die Verabreichung einer Vollnarkose muss auf die individuelle Reaktion des Patienten abgestimmt

werden. Die Hypotonie und die Atemdepression verstärken sich mit der Tiefe der Narkose.

In seltenen Fällen, Einzelfälle mit Torsades de Pointes assoziierten QT-Verlängerung wurden berichtet (in

außergewöhnlichen Fällen auch mit tödlichem Ausgang). Vorsicht ist also geboten, wenn Sevoflurane

empfindlichen Patienten verabreicht wird.

Einzelfälle von ventrikulärer Arrhythmie wurden bei pädiatrischen Patienten berichtet, die an Morbus

Pompe (Glykogenose Typ II) litten.

Allgemeinanästhetika, einschließlich Sevoflurane, sollten bei Patienten mit mitochondrialen Erkrankungen

mit Vorsicht verabreicht werden.

Leberfunktionsstörungen:

Es liegen seltene Post-Marketing-Berichte über milde, moderate oder schwere postoperative hepatische

Funktionsstörungen oder Hepatitis, mit oder ohne Ikterus, vor.

Eine klinische Bewertung ist erforderlich bei der Anwendung von Sevofluran bei Patienten mit bereits

vorliegender Lebererkrankung oder bei Patienten, die mit Arzneimittel behandelt werden, welche

bekanntermaßen die Leberfunktion beeinträchtigen (siehe Abschnitt 4.8).

Berichten zufolge könnte eine frühere Exposition gegenüber halogenierten Kohlenwasserstoff-Anästhetika

zu vermehrten Leberschädigungen führen, vor allem dann, wenn diese innerhalb von weniger als 3

Monaten erfolgte.

Maligne Hyperthermie:

Bei entsprechend veranlagten Personen kann starken

Inhalationsanästhetika

einen hypermetabolischen

Zustand des Skelettmuskelsystems auslösen, der zu einem hohen Sauerstoffbedarf und einem als

maligne Hyperthermie bekannten klinischen Syndrom führt. Das klinische Syndrom wird durch eine

Hyperkapnie angezeigt und kann Muskelsteifheit, Tachykardie, Tachypnoe, Zyanose, Arrhythmien

und/oder instabilen Blutdruck umfassen. Einige dieser unspezifischen Anzeichen können auch während

einer leichten Anästhesie, einer akuten Hypoxie, einer Hyperkapnie und einer Hypovolämie auftreten.

Ein Fall von maligner Hyperthermie wurde in den klinischen Studien berichtet. Es gab außerdem Berichte

von maligner Hyperthermie nach der Markteinführung, darunter einige mit tödlichem Ausgang.

Die Behandlung schließt das Absetzen des auslösenden Faktors (z. B. Sevofluran), die intravenöse

Verabreichung von Natrium-Dantrolen (für weitere Informationen zur Behandlung, lesen Sie bitte die

Verschreibungsinformationen zu intravenösem Natrium-Dantrolen) sowie das Ergreifen von

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unterstützenden Maßnahmen ein. Eine solche Behandlung schließt gründliche Versuche, die

Körpertemperatur wieder zu normalisieren, nötigenfalls die Atmungs- und Kreislaufunterstützung und die

Aufrechterhaltung des Flüssigkeits- und Elektrolyt-Haushalts sowie des Säure-Basen-Gleichgewichts ein.

Eine Niereninsuffizienz kann nachträglich auftreten, weshalb der Harnfluss kontrolliert und wenn möglich

aufrechterhalten werden sollte.

Präoperative Hyperkaliämie:

Die Anwendung von Inhalationsanästhetika wurde selten mit einer Hyperkaliämie assoziiert, die während

der post-operativen Phase zu Arrhythmien und Sterbefällen bei Kindern geführt hat. Die empfindlichsten

Patienten sind diejenigen, die an einer latenten oder aktiven neuromuskulären Erkrankung leiden

(besonders einer Muskeldystrophie vom Typ Duchenne). In den meisten Fällen wurde eine gleichzeitige

Anwendung von Succinylcholin beobachtet.

Eine Erhöhung der Serum-Kreatinin-Kinase und in einigen Fällen eine Myoglobinurie wurden ebenfalls bei

diesen Patienten beobachtet. Trotz der vergleichbaren Präsentation der malignen Hyperthermie wurden

jedoch keine Anzeichen und Symptome von Muskelsteife oder eines hypermetabolischen Zustands

beobachtet. Eine schnelle und energische Behandlung der Hyperkaliämie und der andauernden

Arrhythmien sowie die Einschätzung einer latenten neuromuskulären Erkrankung wird empfohlen.

Allgemeine Informationen:

Während dem Erhalt der Narkose verursacht die Erhöhung der Konzentration von Sevoflurane eine

dosisabhängige Senkung des Blutdrucks. Eine zu starke Blutdrucksenkung kann in Verbindung mit der

Narkosetiefe gesetzt werden und kann somit durch die Verringerung der inhalierten Konzentration von

Sevoflurane korrigiert werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Dosierung bei Patienten mit

Hypovolämie, Hypotonie oder einer anderen hämodynamischen Störung, z. B. infolge gleichzeitiger

Behandlungen, bestimmt wird.

Wie bei allen Anästhetika ist der Aufrechterhaltung der hämodynamischen Stabilität wichtig, um eine

myokardiale Ischämie bei Patienten mit Koronararterienerkrankungen zu vermeiden.

Die Aufwachphase muss sorgfältig überwacht werden, bevor die Patienten vom Aufwachraum verlegt

werden.

Obwohl Patienten im Allgemeinen einige Minuten nach der Verabreichung von Sevofluran ihr Bewusstsein

wiedererlangen, wurde die Wirkung auf die intellektuelle Funktion in den zwei bis drei Tagen nach der

Narkose nicht untersucht. Wie bei anderen Anästhetika können geringfügige Stimmungsveränderungen

einige Tage nach der Verabreichung anhalten (siehe Abschnitt 4.7).

Austausch der CO2-Absorber:

Seltene Fälle von extremer Hitze, Rauch und/oder spontanem Feuer im Narkosegerät wurden berichtet,

wenn Sevoflurane mit einem ausgetrockneten Kohlendioxidabsorber, besonders auf der Basis von

Kaliumhydroxid, angewendet wurde. In diesen Fällen kann eine anormale Verzögerung des Anstiegs oder

ein unerwarteter Abfall der eingeatmeten Konzentration von Sevofluran im Vergleich zu den Einstellungen

des Verdampfers mit einer Überhitzung des Kohlendioxidabsorbers verbunden werden.

Eine exotherme Reaktion, ein erhöhter Abbau von Sevoflurane und die Produktion von Abbauprodukten

können auftreten, wenn der Kohlendioxidabsorber langsam ausgetrocknet ist, zum Beispiel wenn über

einen längeren Zeitraum trockenes Gas durch den Kohlendioxidabsorber strömt (siehe Abschnitt

„Eigenschaften“).

Abbauprodukte von Sevofluran (Methanol, Formaldehyd, Kohlenstoffmonoxid und die Compounds A, B, C

und D) wurden im Atemkreislauf eines experimentellen Verdampfers beobachtet, der ausgetrocknete

Kohlendioxidabsorber bei maximaler Sevofluran-Konzentrationen (8%) während längerer Zeit (

Stunden) anwendete. Es ist bekannt, dass Formaldehyd-Konzentrationen, die im Atemkreislauf

beobachtet wurden zu einer leichten Atemreizung führen können (wobei Natriumhydroxid als Absorber

angewendet wurde). Die klinische Relevanz der in diesem extremen Versuchsmodell beobachten

Abbauprodukten ist nicht bekannt.

Wenn ein Austrocknungsproblem vermutet wird, muss der Kohlendioxidabsorber vor der Verabreichung

von Sevofluran ersetzt werden. Ein Austrocknen des Kohlendioxidabsorbers wird nicht notwendigerweise

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durch eine Veränderung des Farbindikators angezeigt. Eine nicht vorhandene Farbveränderung des

Indikators sollte

daher

nicht

Garantie

für

ausreichende

Feuchtigkeit

betrachtet

werden.

Kohlendioxidabsorber sind regelmäßig auszutauschen, unabhängig von der Farbe des Indikators.

Die Regeln der guten klinischen Praxis zur Wartung der Narkosegeräte und der Anwendung von

Kohlendioxidabsorbern müssen immer eingehalten werden:

- Ersetzen Sie den Kohlendioxidabsorber, wenn Sie eine Austrocknung vermuten bzw. nach einer

längeren Standzeit ohne Benutzung. Schließen Sie alle Verdampfer, auch wenn sie nicht angewendet

werden und schließen Sie die Gaszufuhr in den Verdampfer nach jeder klinischen Anwendung ab sowie

jedes Mal wenn eine längere Zeit ohne Anwendung vorgesehen ist.

- Kontrollieren Sie die Abstimmung zwischen der Einstellung des Sevofluran-Verdampfers und der

Sevofluran-Konzentration. Eine anormale Verzögerung des Anstiegs oder ein unerwarteter Abfall der

eingeatmeten Konzentration von Sevofluran im Vergleich zu den Einstellungen des Verdampfers kann mit

einer Überhitzung des Kohlendioxidabsorbers verbunden werden.

- Die Produktion von extremer Hitze im Narkosegerät nach einer Überhitzung des Kohlendioxidabsorbers

kann zum Scheitern der Inhalationseinleitung oder zu einer zu niedrigen Sevofluran-Narkose führen. Eine

Reizung der Atemwege, unzureichende Sauerstoffsättigung, Druckerhöhung in den Atemwegen und

schwierige Beatmung, schweres Ödem der Atemwege, Erytheme und hohe Carboxyhämoglobin-

Konzentration wurden berichtet. Wenn eine Überhitzung des Kohlendioxidabsorbers festgestellt wird,

muss die klinische Lage beurteilt und ein eventuelles Abkoppeln des Patienten vom Narkosekreislauf

erwägt werden.

Niereninsuffizienz:

Wegen der begrenzten klinischen Erfahrung einer Anwendung von Sevofluran bei Patienten mit

Niereninsuffizienz (Kreatinämie > 1,5 mg/dl) ist die Sicherheit bei diesen Patienten noch nicht

abschließend belegt. Deswegen sollte Sevofluran bei Patienten mit Niereninsuffizienz mit Vorsicht

angewendet werden.

Neurochirurgie:

Bei Patienten mit erhöhtem Risiko eines intrakraniellen Druckanstieges sollte Sevofluran mit Vorsicht und

in Verbindung mit druckreduzierenden Maßnahmen z. B. Hyperventilation verabreicht werden.

Konvulsionen:

Über seltene Fälle von Konvulsionen wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von Sevofluran

berichtet.

Die Anwendung von Sevofluran war bei Kindern und jungen Erwachsenen sowie bei älteren Erwachsenen

mit oder ohne prädisponierende Faktoren mit dem Auftreten von Konvulsionen verbunden. Bei Patienten

mit Risiko auf Konvulsionen ist vor der Anwendung von Sevofluran eine klinische Beurteilung erforderlich.

Bei Kindern ist die Tiefe der Anästhesie zu beschränken. Das EEG kann die Bestimmung der

Sevoflurandosis optimieren und zur Vermeidung der Entwicklung einer konvulsiven Aktivität bei für

Konvulsionen prädisponierten Patienten beitragen (siehe Abschnitt 4.4 - Kinder und Jugendliche).

Kinder und Jugendliche:

Die Anwendung von Sevofluran wurde mit dem Auftreten von Konvulsionen in Zusammenhang gebracht.

In zahlreichen Fällen sind Konvulsionen bei Kindern und jungen Erwachsenen, ab dem Alter von 2

Monaten, aufgetreten und die meisten Patienten hatten keine prädisponierenden Faktoren. Bei der

Anwendung von Sevofluran bei Patienten, die ein Risiko auf Konvulsionen haben können, ist eine

klinische Beurteilung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4 - Konvulsionen).

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4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Nichtselektive MAO-Hemmer: Risiko auf eine Krise während der Operation. Es wird im Allgemeinen

empfohlen, die Behandlung 2 Wochen vor dem chirurgischen Eingriff zu beenden.

Sevofluran kann bei Patienten, die mit Calciumantagonisten, insbesondere Dihydropyridin-Derivaten,

behandelt werden, eine signifikante Hypotonie auslösen.

Vorsicht ist geboten, wenn Calciumantagonisten in Verbindung mit Inhalationsanästhetika angewendet

werden, da ein zusätzliches Risiko auf eine negative inotrope Wirkung vorliegt.

Die gleichzeitige Anwendung von Succinylcholin mit Inhalationsanästhetika wurde in seltenen Fällen mit

einem Anstieg der Serumkaliumwerte in Verbindung gebracht, die bei pädiatrischen Patienten in der

postoperativen Phase zu Herzarrhythmien und zum Tod geführt haben.

Sevofluran hat sich als sicher und wirksam erwiesen, wenn es gleichzeitig mit einer großen Anzahl von

normalerweise in der chirurgischen Anästhesie verwendeten Arzneimitteln verabreicht wird z. B.

Neurologika, Arzneimittel mit Wirkung auf das vegetative Nervensystem, Spasmolytika der

Skelettmuskulatur, Antiinfektiva einschließlich Aminoglykoside, Hormone und synthetische Derivate,

Blutderivate und kardiovaskuläre Medikamente einschließlich Epinephrin.

Epinephrin/Adrenalin

In Bezug auf die Sensibilisierung des Myokards auf die arrhythmogene Wirkung des exogen

verabreichten Adrenalins verhält sich Sevofluran ähnlich wie Isofluran.

Indirekt wirkende Sympathomimetika

Im Falle einer gleichzeitigen Anwendung von Sevofluran und indirekt wirkenden Sympathomimetika

(Amphetamine, Ephedrin) besteht das Risiko auf eine akute hypertone Episode.

Betablocker

Sevofluran kann die negativ inotropen, chronotropen und dromotropen Wirkungen der Betablocker über

eine Blockade der kardiovaskulären Kompensationsmechanismen verstärken.

Verapamil

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Verapamil und Sevofluran wurde eine Änderung der

atrioventrikulären Erregungsleitung beobachtet.

CYP2E1-Induktoren

Arzneimittel und Verbindungen, die die Aktivität des Isoenzyms CYP2E1 des Zytochroms P450

verstärken, wie Isoniazid und Alkohol, können den Metabolismus von Sevofluran beschleunigen und eine

signifikante Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Fluor auslösen. Die gleichzeitige Anwendung von

Sevofluran und Isoniazid kann die hepatotoxischen Wirkungen von Isoniazid potenzieren.

Johanniskraut

Über eine schwere Hypotonie und verspätetes Aufwachen nach einer Anästhesie mit halogenierten

Inhalationsanästhetika wurde bei Patienten berichtet, die eine Langzeitbehandlung mit Johanniskraut

erhielten.

Barbiturate

Die Verabreichung von Sevoflurane mit den normalerweise in der chirurgischen Praxis angewendeten

Barbituraten ist gut verträglich.

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Benzodiazepine und Opioide:

Wie bei anderen volatilen halogenierten Anästhetika können Benzodiazepine und Opiate die MAC von

Sevoflurane herabsetzen. Die Verabreichung von Sevofluran mit den in der chirurgischen Praxis

angewendeten Benzodiazepinen und Opiaten ist gut verträglich.

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Sevofluran können Opiate wie Alfentanil und Sufentanil eine

synergetische Senkung der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Atemfrequenz verursachen.

Distickstoffmonoxid

Wie bei anderen volatilen halogenierten Anästhetika sinkt die MAC von Sevoflurane ebenfalls bei

gleichzeitiger Verabreichung mit Lachgas. Die entsprechende MAC reduziert sich um ca. 50% beim

Erwachsenen und ca. 25% beim Kind (siehe Abschnitt 4.2 Aufrechterhaltung).

Substanzen, die zu neuromuskulärer Blockade führen

Wie bei anderen Inhalationsanästhetika beeinflusst Sevofluran sowohl die Intensität als auch die Dauer

der neuromuskulären Blockade durch nicht-depolarisierende Myorelaxanzien. Wenn es zusätzlich zu

einer Alfentanil-N

O-Anästhesie angewendet wird, potenzialisiert Sevofluran die neuromuskuläre

Blockade, die durch Pancuronium, Vecuronium oder Atracurium induziert wird. Die Dosisanpassungen

dieser Myorelaxanzien, die gleichzeitig mit Sevofluran verabreicht werden, ähneln denen, die für Isofluran

erforderlich sind. Die Wirkung von Sevofluran auf das Succinylcholin und die Dauer der depolarisierenden

neuromuskulären Blockade wurde nicht analysiert. Eine Dosis-Verringerung der neuromuskulären Blocker

während der Narkoseeinleitung kann das Auftreten von geeigneten Bedingungen für eine Intubation

verzögern oder eine unangepasste Myorelaxation induzieren, denn eine Potenzialisierung der

neuromuskulären Blocker wird einige Minuten nach der Einleitung der Sevofluran-Verabreichung

beobachtet.

Unter den nicht-depolarisierenden Arzneimitteln wurden die Wechselwirkungen mit Vecuronium,

Pancuronium und Atracurium studiert. Bei Fehlen von spezifischen Anweisungen: (1) die Dosis von nicht-

depolarisierenden Myorelaxanzien für die Intubation keinesfalls verringern und (2) während der Narkose-

Aufrechterhaltung kann die Dosis von nicht-depolarisierenden Myorelaxanzien im Vergleich zu der Dosis

bei einer N

2

O/Opiat-Narkose wahrscheinlich reduziert werden. Die Verabreichung von zusätzlichen Dosen

von Myorelaxanzien muss in Abhängigkeit von der Antwort auf Stimuli erfolgen.

Nicht-empfohlene Kombinationen:

Alpha und Beta-Sympathomimetika (Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin):

Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, systemische Wirkung bei parenteraler Verabreichung. Schwere

ventrikuläre Rhythmusstörungen durch Erhöhung der Erregungsleitung.

Beta-Sympathomimetika (Isoprenalin):

Schwere ventrikuläre Rhythmusstörungen (Erhöhung der Erregungsleitung).

Kombinationen, bei denen Vorsicht empfohlen wird:

Betablocker:

Senkung der kardiovaskulären Kompensationsreaktionen durch die Betablocker (beta-adrenergische

Hemmung kann während der Wirkung der Betablocker aufgehoben sein). Allgemein gilt, dass die

Behandlung mit Betablockern nicht abgesetzt werden soll und auf keinem Fall abrupt. Der Anästhesist

muss über die Behandlung informiert werden.

Alpha und Beta-Sympathomimetika (Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin):

Adrenalin zu örtlichen Vasokonstriktion über subkutane Injektionen oder gingival: Verabreichung auf

das wirksame Mindestvolumen begrenzen.

Indirekte Sympathomimetika: Amphetamine und Derivate (Appetithemmer, Psychostimulanzien),

Ephedrin und Derivate:

perioperativer Blutdruckanstieg. Bei einem programmierten Eingriff sollte die Behandlung einige Tage

vor dem Eingriff unterbrochen werden.

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4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Fortpflanzungsstudien wurden bei Ratten und Kaninchen bei Dosierungen bis zu 1 MAC durchgeführt und

ergaben keinen Nachweis einer teratogenen Wirkung durch Sevoflurane. Es gibt keine adäquate

kontrollierte Studie über die schwangere Frau und Sevoflurane sollte daher bei der schwangeren Frau nur

wenn unbedingt notwendig eingesetzt werden.

Publizierte Studien an Tieren mit einigen Anästhetika/Sedativa berichteten über Nebenwirkungen auf die

Entwicklung des Gehirns in den frühen Lebensjahren (siehe Abschnitt 5.3)

Wehen und Entbindung

Die Sicherheit für Mutter und Säugling von Sevoflurane zur Anästhesie während einem Kaiserschnitt

wurde in einer klinischen Studie bewiesen. Es gibt keine Studie über die Anwendung von Sevoflurane

während den Wehen und der Entbindung.

Wie andere Inhalationsanästhetika hat Sevofluran Uterus-relaxierende Wirkungen, was das potentielle

Risiko für Uterusblutungen erhöht. Deshalb ist eine klinische Bewertung geboten bei der Anwendung von

Sevofluran als Anästhesie in der Geburtshilfe.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Sevoflurane in die Muttermilch ausgeschieden wird, daher ist Vorsicht angebracht

bei der Anwendung von Sevoflurane bei stillenden Müttern.

Fertilität

Studien zur Fortpflanzung wurden bei Ratten und Kaninchen in Dosen bis zu 1 MAC durchgeführt und

haben keinen Nachweis einer Einschränkung der Fruchtbarkeit aufgrund von Sevoflurane ergeben.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass die Ausführung von Aktivitäten, die

Aufmerksamkeit erfordern, wie das Führen eines motorisierten Fahrzeugs oder das Bedienen von

gefährlichen Maschinen, einige Zeit nach der Vollnarkose beeinflusst sein kann. (siehe Abschnitt 4.4).

4.8 Nebenwirkungen

a. Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Wie bei allen starken Inhalationsanästhetika kann Sevoflurane eine dosisabhängige kardiale-und

respiratorische Depression hervorrufen.

Die meisten Nebenwirkungen sind schwach bis mäßig ausgeprägt und vorübergehender Natur. Während

des postoperativen Zeitraums sind Übelkeit, Erbrechen und Delirien beobachtet worden. Dies sind

häufige Folgen von chirurgischen Eingriffen unter Vollnarkose, die auf das Inhalationsanästhetikum,

andere während oder nach der Operation verabreichte Arzneimittel oder auf die Reaktion des Patienten

auf die Operation zurückzuführen sein können.

Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind:

Bei Erwachsenen: Hypotonie, Übelkeit und Erbrechen;

Bei Senioren: Bradykardie, Hypotonie und Übelkeit;

Bei Kindern: Unruhe, Husten, Erbrechen und Übelkeit.

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b. Zusammenfassung der Nebenwirkungen in Tabellenform

Die während der klinischen Studien oder nach dem Inverkehrbringen beobachteten Nebenwirkungen, die

möglicherweise in Verbindung mit Sevofluran stehen, werden in der Tabelle hierunter angegeben,

klassifiziert in MedDRA Organsystem Kategorie und Häufigkeit ihres Auftretens. Folgende

Häufigkeitsklassifizierung wurde angewendet: sehr häufig (

1/10); häufig (

1/100 bis <1/10);

gelegentlich (

1/1000 bis < 1/100); selten (

1/10 000 bis < 1/1000) und sehr selten (<1/10,000)

einschließlich Einzelberichte. Seit dem Inverkehrbringen von Sevofluran wurde durch eine Population,

deren Expositionsniveau nicht bekannt ist, spontan über Nebenwirkungen berichtet. Aus diesem Grund

kann die Inzidenz dieser Nebenwirkungen nicht eingeschätzt werden und ist die Häufigkeit „nicht

bekannt“.

Die Art, die Schwere und die Häufigkeit der Nebenwirkungen, die in klinischen Studien bei Patienten

beobachtet wurden, die mit Sevofluran behandelt wurden, waren vergleichbar mit jenen, die bei Patienten

beobachtet wurden, die das Referenzarzneimittel erhalten hatten.

Angaben zu den Nebenwirkungen, die aus klinischen Studien oder aus Erfahrungen nach dem

Inverkehrbringen hervorgegangen sind:

Nebenwirkungen, die in den klinischen Studien, sowie nach der Markteinführung

mit Sevofluran am häufigsten beobachtet wurden

Systemorganklassen

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des

Immunsystems

Nicht bekannt

Anaphylaktische Reaktion

Anaphylaktoide Reaktion

Überempfindlichkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr häufig

Häufig

Agitation

Delirium

Erkrankungen

Nervensystems

Häufig

Nicht bekannt

Schläfrigkeit

Schwindel

Kopfschmerzen

Konvulsion

2, 3

Dystonie

Herzerkrankungen

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Nicht bekannt

Bradykardie

Tachykardie

Kompletter atrioventrikulärer Block

Herzstillstand

, Verlängerung der QT-Zeit in

Verbindung mit Torsades.

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig

Häufig

Hypotonie

Hypertonie

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Sehr häufig

Häufig

Nicht bekannt

Husten

Atemwegserkrankung

Laryngospasmus

Bronchospasmus

Dyspnoe

Pfeifende Atmung

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Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Häufig

Übelkeit

Erbrechen

Hypersalivation

Leber- und

Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

Hepatitis

1, 2

Leberinsuffizienz

1, 2

Lebernekrose

1, 2

Erkrankungen der haut und

des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt

Pruritus

Rash

Urtikaria

Hautausschlag

Schwellung des Gesichts

Akutes Ekzem

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig

Nicht bekannt

Schüttelfrost

Pyrexie

Brustenge

Maligne Hyperthermie

1, 2

Untersuchungen

Häufig

Anormale Glykämie

Anormale Leberfunktionstests

Anormale Anzahl weißer Blutkörperchen

Anstieg der Fluorwerte

Verletzung, Vergiftung und

durch Eingriffe bedingte

Komplikationen

Häufig

Hypothermie

Siehe Abschnitt 4.8 (c)

Siehe Abschnitt 4.4

Siehe Abschnitt 4.8 (d)

Über seltene Fälle von Herzstillstand wurde nach dem Inverkehrbringen von Sevofluran

berichtet.

Gelegentlich wurde über vorübergehende Störungen der Leberfunktionstests berichtet, wenn

Sevoflurane und Referenzarzneimittel angewendet wurden.

c. Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Eine vorübergehende Erhöhung des Serum-Fluoridwertes kann während sowie nach der Anästhesie mit

Sevoflurane auftreten. Die Konzentrationen des anorganischen Fluors erreichen normalerweise ihren

Höhepunkt innerhalb von 2 Stunden nach dem Ende der Anästhesie und fallen innerhalb von 48 Stunden

wieder auf ihre präoperativen Werte. Während den klinischen Studien waren die erhöhten Fluor-

Konzentrationen nicht mit Störungen der Nierenfunktion verbunden.

Seltene Fälle postoperativer Hepatitis sind aufgetreten. Darüber hinaus wurde nach dem Inverkehrbringen

im Zusammenhang mit der Anwendung starker volatiler Anästhetika, einschließlich Sevofluran, über

seltene Fälle von Leberinsuffizienz und Lebernekrose berichtet. Die echte Inzidenz und der

Zusammenhang zwischen der Behandlung mit Sevofluran und diesen Wirkungen konnten jedoch nicht mit

Sicherheit festgestellt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Seltene Fälle von Überempfindlichkeit (zum Beispiel akutes Ekzem, Hautausschlag, Dyspnoe, pfeifende

Atmung, Schmerzen in der Brust, Gesichtsschwellung oder anaphylaktische Reaktion) wurden berichtet,

besonders in Zusammenhang mit beruflicher Langzeit-Exposition mit Inhalationsanästhetika,

einschließlich Sevorane.

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Bei prädisponierten Personen können starke Inhalationsanästhetika einen hypermetabolischen Zustand

der Skelettmuskulatur auslösen, der zu einem hohen Sauerstoffbedarf und zu einem klinischen Syndrom

führt, das unter dem Namen maligne Hyperthermie bekannt ist (siehe Abschnitt 4.4).

d. Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Sevofluran wurde mit dem Auftreten von Konvulsionen in Zusammenhang gebracht.

In zahlreichen Fällen sind Konvulsionen bei Kindern und jungen Erwachsenen, ab dem Alter von 2

Monaten, aufgetreten und die meisten Patienten hatten keine prädisponierenden Faktoren. Bei der

Anwendung von Sevofluran bei Patienten, die ein Risiko auf Konvulsionen haben können, ist eine

klinische Beurteilung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das

aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

Belgien

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Luxembourg

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi

L-2120 Luxembourg

Site internet: http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

4.9 Überdosierung

Bei einer Überdosierung werden folgende Maßnahmen genommen: Abbruch der Arzneimittelzufuhr,

Intubation, assistierte oder kontrollierte Beatmung mit reinem Sauerstoff und Unterstützung der adäquaten

kardiovaskulären Funktion.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Inhalationsanästhetikum

ATC-Code: N01 A B08

Bei verschiedenen Tierarten und beim Menschen wurde gezeigt, dass Sevoflurane ein schnell wirksames,

nicht schleimhautreizendes Allgemeinanästhetikum ist. Die Verabreichung wurde mit einem schnellen und

sanften Bewusstseinsverlust während der Einleitung durch Inhalation und einem schnellen Aufwachen

nach dem Ende der Anästhesie verbunden.

Die Einleitung erfolgt mit minimaler Stimulierung oder Anzeichen einer Reizung der oberen Atemwege,

kein Anzeichen einer Steigerung der Speichel- und Bronchialdrüsensekretion sowie Stimulierung des

Zentralnervensystems. In den pädiatrischen Studien, während denen eine Maskeneinleitung praktiziert

wurde, war die Inzidenz des Hustenreflexes signifikant niedriger bei Sevoflurane im Vergleich zu

Halothan.

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Wie bei anderen starken Inhalationsanästhetika wirkt Sevofluran dosisabhängig atemdepressiv und

blutdrucksenkend.

Beim Hund und beim Menschen war bei Sevoflurane das durch Adrenalin induzierte arrythmogene

Potenzial mit dem von Isofluran vergleichbar und höher als das von Halothan. Die Studien beim Hund

haben gezeigt, dass Sevoflurane die kollaterale myokardiale Durchblutung nicht verringert. Während den

klinischen Studien war die Inzidenz von Ischämie und Myokardinfarkt bei den Patienten mit hohem

myokardialem Ischämie-Risiko zwischen Sevoflurane und Isofluran vergleichbar.

Tierstudien haben gezeigt, dass der örtliche Blutfluss (z. B. Leber- und Nierenblutfluss sowie zerebraler

Blutfluss) mit Sevoflurane erhalten bleibt. Während Tierstudien (Hund, Kaninchen) sowie klinischen

Studien waren Veränderungen in der zerebralen Hämodynamik (intrakranieller Druck, zerebraler

Blutfluss/Geschwindigkeit, zerebrale Sauerstoffaufnahme und Perfusionsdruck) bei Sevoflurane und

Isofluran vergleichbar. Sevoflurane hat einen geringfügigen Einfluss auf den intrakraniellen Druck und die

Ansprechbarkeit auf CO2 bleibt erhalten.

Sevoflurane beeinträchtigt nicht die Fähigkeit der Niere zur Harnkonzentrierung, auch nicht nach einer

verlängerten Exposition an das Anästhetikum von ca. 9 Stunden.

Minimale alveolare Konzentration

Die minimale alveoläre Konzentration (MAC) ist die Konzentration bei der bei 50% der Patienten eine

Abwehrbewegung auf einen einzelnen Schmerzreiz von einen Hautschnitt verhindert wird. Um für

Sevofluran die MAC-Äquivalente für verschiedene Altersgruppen zu konsultieren: siehe Abschnitt

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung.

Die MAC von Sevofluran in Sauerstoff wurde bei 2,05% für einen 40-jährigen Erwachsenen bestimmt. Wie

bei anderen halogenierten Anästhetika nimmt die MAC mit dem Alter sowie durch den Zusatz von

Lachgas ab.

BESCHREIBUNG DER KLINISCHEN STUDIEN

Wirksamkeit

Etliche klinische Studien wurden bei pädiatrischen Patienten und Erwachsenen mit Sevofluran als

Anästhetikum durchgeführt Die Ergebnisse zeigten, dass Sevofluran eine schnelle und sanfte Einleitung

der Anästhesie sowie ein schnelles Aufwachen aus der Anästhesie sichert.

Verglichen mit den Referenzmitteln wurde Sevofluran mit schnelleren Einleitungszeiten und

Erholungsereignissen wie Aufwachen, Befolgen von Aufforderungen und Orientierung assoziiert

Anästhesie beim Erwachsenen

Maskeneinleitung

In den Studien mit Maskeneinleitung beim Erwachsenen hat Sevofluran eine schnelle und sanfte

Einleitung der Anästhesie gesichert.

Aufrechterhaltung

In 3 ambulanten Studien und 25 Studien bei stationären Patienten mit insgesamt 3591 erwachsenen

Patienten (2022 unter Sevofluran, 1196 unter Isofluran, 111 unter Enfluran, 262 unter Propofol) erwies

sich Sevofluran als wirksames Mittel zur Aufrechterhaltung der Anästhesie.

Sevofluran erwies sich als geeignetes Mittel bei neurochirurgischen Eingriffen, Kaiserschnitt,

Koronararterien-"Bypass"-Operationen und bei Patienten mit Entstehungsrisiko einer Myokardischämie.

Pädiatrische Anästhesie

In zwei ambulanten Studien und drei Studien bei stationären Patienten mit insgesamt 1498 erwachsenen

Patienten (837 unter Sevofluran, 661 unter Halothan) erwies sich Sevofluran als wirksames Mittel zur

Einleitung und Aufrechterhaltung der Anästhesie.

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Maskeneinleitung

In den pädiatrischen Studien unter Anwendung der Maskeneinleitung war die Einleitungszeit statistisch

signifikant kürzer und die Inzidenz von Husten statistisch signifikant niedriger mit Sevofluran als mit

Halothan.

Verträglichkeit

Es wurden klinische Studien bei vielen unterschiedlichen Patientenpopulationen (Kinder, Erwachsene,

ältere, niereninsuffiziente, leberinsuffiziente, adipöse Patienten, Patienten, die einen Bypass erhielten,

Patienten, die mit Aminoglykosiden oder CYP3A4-Induktoren behandelt wurden, Patienten, die wiederholt

operiert oder bei denen der Eingriff

6 Stunden dauerte) durchgeführt. Die Bewertung der

Laborergebnisse (z. B. SGPT, SGOT, alkaline Phosphatase, Gesamtbilirubin, Serumkreatinin,

Blutharnstoff) sowie die Inzidenz der Nebenwirkungen, die mit der Leber- und Nierenfunktion

zusammenhingen, wie vom Untersucher berichtet, zeigte, dass Sevofluran keine klinisch signifikante

Wirkung auf die Leber- und Nierenfunktion hatte und eine bestehende Leber- oder Niereninsuffizienz in

diesen Patientenpopulationen nicht verstärkte (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Diese Studien zeigten auch,

dass es keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Sevoflurane und den Referenzstoffen gibt,

was den Anteil der Patienten betrifft, der Veränderungen irgendeines klinischen chemischen Parameters

aufweist.

Der Einfluss auf die Nierenfunktion war vergleichbar zwischen Sevofluran und den Referenzmitteln, den

Anästhesiekreislauf-Typen, den verschiedenen Durchsätzen sowie zwischen den Patienten, die Fluorid-

Konzentrationen

50 µm oder nicht aufwiesen.

In den Vergleichsstudien betrug die Inzidenz der Nierenfunktionsstörungen < 1% sowohl bei Sevofluran

(0,17%) als bei den Referenzmitteln (0,22%; Isofluran, Halothan, Enfluran, Propofol). Die globale Inzidenz

entspricht der einer allgemeinen chirurgischen Population. In allen Fällen gab es eine andere Ursache

oder eine glaubhafte Erklärung für die Nierenfunktionsstörungen.

Pädiatrie

In einigen publizierten Studien mit Kindern wurden kognitive Defizite nach wiederholter oder verlängerter

Exposition von Anästhetika in den frühen Lebensjahren beobachtet. Diese Studien weisen weitgehende

Einschränkungen auf, und es ist nicht geklärt, ob die beobachteten Effekte auf die Verabreichung von

Anästhetika/Sedativa oder anderen Faktoren, wie die Operation oder die Grunderkrankung,

zurückzuführen sind. Darüber hinaus, konnten diese Befunde nicht durch neuere publizierte Register-

Studien bestätigt werden.

Publizierten Studien an Tieren mit einigen Anästhetika/Sedativa berichteten unerwünschte Effekte auf die

Entwicklung des Gehirns (siehe Abschnitt 5.3).

Patienten mit Leberinsuffizienz

In den klinischen Studien war Sevofluran wirksam und gut verträglich, wenn es als Hauptmittel zur

Aufrechterhaltung der Anästhesie bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen der Child-Pugh Klassen A

und B angewendet wurde. Die Anwendung von Sevofluran führte nicht zur Verschlechterung einer bereits

bestehenden Leberinsuffizienz.

Zu den in Post-Marketing-Erfahrung beobachteten hepatischen Nebenwirkungen, siehe Abschnitte 4.4

und 4.8.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Sevofluran wurde bei niereninsuffizienten Patienten mit Anfangswerte von Serumkreatinin

1,5 mg/dl

(130 µmole/L). Angesichts der Inzidenz und der Stärke der Veränderung der Serumkreatinin-

Konzentrationen hat Sevofluran keine Verschlechterung der Nierenfunktion verursacht.

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5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Löslichkeit

Die schwache Löslichkeit von Sevoflurane im Blut deutet darauf, dass die alveolären Konzentrationen bei

der Einleitung schnell zunehmen und nach dem Ende der Zufuhr des Inhalationsmittels schnell sinken.

Dies wurde in einer klinischen Studie bestätigt, in der die inspiratorischen und exspiratorischen

Konzentrationen (F

und F

) gemessen wurden. Der F

–Wert (washin) nach 30 Minuten für Sevoflurane

betrug 0,85. Der F

-Wert (washout) nach 5 Minuten betrug 0,15.

Verteilung

Die Wirkung von Sevofluran auf die Verdrängung von anderen Arzneimitteln aus deren Serum- oder

Gewebseiweißbindung wurde nicht untersucht.

In vitro Untersuchungen zeigten, dass andere fluorierte volatile Anästhetika andere Arzneistoffe aus deren

Eiweißbindung verdrängen können. Die klinische Bedeutung dieser Daten ist unbekannt. Klinische

Studien haben keine Nebenwirkung gezeigt, wenn Sevofluran an Patienten verabreicht wird, die

Arzneimittel mit hoher Proteinbindung und kleinem Verteilungsvolumen (z. B. Phenytoin) einnehmen.

Stoffwechsel

Die schnelle Ausscheidung von Sevofluran über die Lunge verringert die für eine Metabolisierung zur

Verfügung stehende Menge. Beim Menschen werden <5% des resorbierten Sevoflurane in

Hexafluorisopropanol (HFIP) metabolisiert, mit Freisetzung von Fluorid und Kohlendioxid (oder eines Ein-

Kohlenstofffragmentes). Nach der Bildung wird HFIP schnell an Glucuronsäure konjugiert und eliminiert.

Weitere Metabolisierungswege für Sevofluran sind nicht bekannt. Sevofluran ist ein volatiles fluoriertes

Inhalationsanästhetikum, das nicht zu Trifluoressigsäure metabolisiert wird.

Fluorid-Konzentration

Die Fluorid-Konzentrationen hängen von der Dauer der Anästhesie, der Konzentration des verabreichten

Sevofluran und von der Zusammensetzung des Gasgemischs ab.

Barbiturate verursachen keine Defluorierung von Sevoflurane.

Die Fluoridspiegel waren bei etwa 7% der Erwachsenen im klinischen Studienprogramm von Abbott höher

als 50 μM, jedoch wurden keine klinisch signifikanten Wirkungen auf die Nierenfunktion der Patienten

beobachtet (siehe Abschnitt 4.5, CYP2E1-Induktoren).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In den Toxizitätsstudien entwickelte Sevofluran keine spezifische Organtoxizität, sowohl bei einzelner als

bei wiederholter Anwendung.

In einer Reproduktionsstudie hatte Sevofluran keine signifikante Wirkung auf die männliche oder

weibliche Fortpflanzungsfähigkeit bei Expositionskonzentrationen, die 1.0 MAC (2,2%) erreichen konnten.

Studien zur Entwicklung bei den Ratten zeigten, dass Sevoflurane nicht teratogen ist.

Umfangreiche in vitro- und in vivo-Untersuchungen mit Sevofluran zur Mutagenität verliefen negativ.

Studien zur Kanzerogenität liegen nicht vor.

Publizierten Studien an trächtigen und juvenilen Tieren weisen darauf hin, dass die Verwendung von

Anästhetika und Sedativa, die den NMDA Rezeptor blockieren und/oder die GABA Aktivität potenzieren,

während der Phase des raschen Gehirnwachstums oder der Synaptogenese zu einem Verlust von

neuronalen Zellen und Oligodendrozyten in dem sich entwickelnden Gehirn und Veränderungen in der

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synaptischen Morphologie und Neurogenese führen kann, wenn diese Anästhetika/Sedativa für länger als

3 Stunden angewendet werden. Die klinische Signifikanz dieser nicht-klinischen Studien muss noch

ermittelt werden (siehe Abschnitt 4.6).

Compound A

Compound A ist ein Degradationsprodukt von Sevofluran, der durch den CO

-Absorber generiert wird.

Toxizitätsstudien bei der Ratte zeigten, dass der Compound A mit reversiblen Nierenläsionen assoziiert

ist, die abhängig von der Konzentration und der Expositionszeit sind. Der Schwellenwert der Änderungen

von klinischen Parametern der Nierenfunktion betrug 100 ppm. Alle histomorphologischen Läsionen

waren reversibel.

In klinischen Studien erreichte die höchste Konzentration von Compound A im Anästhesiekreislauf mit

Natronkalk als CO2-Absorber 15 ppm bei Kindern und 32 ppm bei Erwachsenen. In den Systemen, die

Baralyme® als CO

-Absorber anwenden, wurden Konzentrationen, die 61 ppm erreichen können,

beobachtet.

Die kritische Konzentration, ab welcher toxische Wirkungen beim Menschen erwartet werden müssen, ist

nicht bekannt.

Obwohl die Exposition an Sevofluran in Niedrigfluss-Narkosen begrenzt ist, gab es bisher keinen Hinweis

auf eine durch Compound A ausgelöste Nierenfunktionsstörung.

Compound B

In klinischen Studien überstieg die Konzentration von Compound B, die im Anästhesiekreislauf festgestellt

wurde, nicht 1,5 ppm. Die Exposition durch Inhalation an Compound B bei Konzentrationen, die 2400 ppm

(0,24%) während drei Stunden erreichen konnten, verursachte keine unerwünschte Wirkung auf die

Nierenparameter oder auf die Gewebehistologie bei der Ratte.

Der Coumpond B war in einem reverse Mutationstest (Ames-Test) nicht mutagen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Keine weiteren Bestandteile.

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit:

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Keine besonderen Lagerungsbedingungen.

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6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Sevorane 100%: PEN-Flasche von 250 ml mit Schraubdeckel "Roll-on-pilfer-proof"

Sevorane Quick Fill 100%: Packung mit 1 oder 2 PEN-Flaschen von 250 ml mit Verbindungssystem

« Quick Fill »

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen

7. INHABER DER ZULASSUNG

ABBVIE S.A.

Avenue Einstein 14

B-1300 WAVRE

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Sevorane 100%, Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation - BE186812

Sevorane Quick Fill 100%, Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation - BE177816

VERKAUFSABGRENZUNG : Verschreibungspflichtiges Arzneimittel

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

A. Datum der Erteilung der Zulassung :

SEVORANE Quick Fill 100%: 27/10/1997

SEVORANE 100%: 25/09/1996

B. Datum der letzten Verlängerung der Zulassung :

SEVORANE Quick Fill 100%: 13/12/2011

SEVORANE 100%: 13/12/2011

10. STAND DER INFORMATION

09/2017

Datum der Genehmigung : 02/2018

Version 10

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Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

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Sevorane®

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