Sertralin Actavis 50 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sertralin Actavis 50 mg Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • sertralinum 50 mg ut sertralini hydrochloridum, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sertralin Actavis 50 mg Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58260
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-06-2007
  • Letzte Änderung:
  • 13-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Sertralin Actavis

Actavis Switzerland AG

Was ist Sertralin Actavis und wann wird es angewendet?

Sertralin Actavis ist ein Antidepressivum und gehört zur Gruppe der sogenannten selektiven

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, welche die Serotonin-Spiegel im Gehirn beeinflussen.

Störungen des Serotoninsystems im Gehirn gehören vermutlich zu den Ursachen für die Entwicklung

einer Depression und verwandter Erkrankungen.

Sertralin Actavis wird zur Behandlung der Symptome einer Depression und zur Verhütung von

Rückfällen bei Erwachsenen angewendet. Eine Depression kann sich durch Traurigkeit,

Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Angst und andere Symptome äussern.

Sertralin Actavis kann bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren auch zur Behandlung

von zwanghaftem Verhalten (Zwangsstörungen) angewendet werden.

Weiter wird Sertralin Actavis bei Erwachsenen zur Behandlung von Panikstörungen, chronischen

posttraumatischen Belastungsstörungen (eine Angsterkrankung, welche durch extreme traumatische

Erlebnisse verursacht wird) und sozialer Phobie (übersteigerte Angst vor öffentlich und

gesellschaftlich exponierten Situationen) angewendet.

Sertralin Actavis darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Personen, die Sertralin Actavis einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, ist es

möglich, dass bei einer Urinuntersuchung fälschlicherweise gewisse Beruhigungsmittel

(Benzodiazepine) nachgewiesen werden, auch wenn solche Mittel nicht eingenommen wurden

(falsch positiver Nachweis von Benzodiazepinen). Die Situation kann durch einen empfindlicheren

Bestätigungstest geklärt werden.

Wann darf Sertralin Actavis nicht angewendet werden?

·Wenn Sie überempfindlich (allergisch) auf den Wirkstoff Sertralin oder einen der Hilfsstoffe sind.

·Wenn Sie Arzneimittel anwenden, die zu den sogenannten MAO-Hemmern gehören, wie z.B.

Moclobemid (zur Behandlung von Depressionen), Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-

Krankheit), das Antibiotikum Linezolid sowie Methylenblau (zur Behandlung hoher

Methämoglobin-Werte im Blut), oder innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung einer Therapie mit

solchen MAO-Hemmern. Aus dem gleichen Grund muss nach Beendigung einer Sertralin Therapie

mindestens 14 Tage gewartet werden bevor mit einer MAO-Hemmer-Therapie angefangen werden

darf. Die Umstellung von Sertralin Actavis auf einen MAO-Hemmer oder umgekehrt darf nur unter

sorgfältiger ärztlicher Kontrolle erfolgen.

·Wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Pimozid zur Behandlung von gewissen psychischen

Störungen einnehmen.

·Wenn Sie an instabiler Epilepsie leiden.

·Wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Wann ist bei der Einnahme von Sertralin Actavis Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung, wenn Sie eine der

folgenden Erkrankungen haben oder gehabt haben, oder wenn Sie während der Behandlung mit

Sertralin Actavis nachfolgend beschriebene Symptome bei sich feststellen:

Suizidgedanken/Selbstverletzung oder Verschlechterung Ihrer Depression: Gelegentlich gehen die

Symptome einer Depression oder anderer psychiatrischer Störungen mit Gedanken an

Selbstverletzung oder Suizidversuch einher. Solche Gedanken sind wahrscheinlicher, wenn Sie ein

junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das

Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer

psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden. Sprechen Sie

umgehend mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin oder suchen Sie ein nahe gelegenes Krankenhaus

auf, wenn Sie zu Beginn der Behandlung oder zu einem späteren Zeitpunkt Gedanken daran

entwickeln, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

auch dann aufsuchen, wenn sich Ihre Depression zu irgendeinem Zeitpunkt während der Behandlung

verschlechtert oder wenn neue Symptome auftreten.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen: Sertralin Actavis sollte normalerweise nicht bei Kindern

und Jugendlichen unter 18 Jahren, mit Ausnahme von Patienten mit einer Zwangsstörung,

angewendet werden. Wird Sertralin Actavis Kindern ab 6 Jahren oder Jugendlichen verabreicht,

müssen diese hinsichtlich ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung ärztlich überwacht werden. Die

Verträglichkeit und Wirksamkeit von Sertralin bei Kindern mit Zwangsstörung unter 6 Jahren ist

nicht untersucht worden. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde in klinischen Studien

mit Antidepressiva ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidgedanken, Suizidversuche

und Feindseligkeit beobachtet. Auch bei Kindern mit Zwangsstörungen wurde ein feindseliges

Verhalten beobachtet. Bei Kindern kann sich ein Suizidrisiko anders ausdrücken als bei

Erwachsenen, deshalb ist insbesondere auch auf Zeichen einer Verhaltensänderung zu achten. Sie

sollten den Arzt bzw. die Ärztin benachrichtigen, wenn eines der genannten Symptome,

einschliesslich einer Verhaltensänderung, auftritt.

Krankhaft gesteigerte Stimmung/Manie: Unter der Behandlung mit Sertralin Actavis wurde

gelegentlich über eine krankhaft gesteigerte euphorische Stimmung (Aktivierung einer Manie)

berichtet.

Epilepsie: Wenn Sie unter einer Epilepsie leiden, dürfen Sie Sertralin Actavis nur unter strenger

ärztlicher Kontrolle einnehmen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie

während einer Behandlung mit Sertralin Actavis epileptische Anfälle bekommen.

Herz: In seltenen Fällen kann es unter der Behandlung mit Sertralin Actavis zu einer Beeinflussung

der Reizleitung des Herzens kommen (sog. QT-Intervall Verlängerung). Bei gewissen

vorbestehenden Herzstörungen sowie bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, welche

ebenfalls die Herzfunktion beeinträchtigen, darf Sertralin Actavis nur mit Vorsicht eingesetzt

werden. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen ein plötzlicher

Anstieg der Pulsfrequenz, Schwindel oder Ohnmacht auftreten.

Blutzucker: Unter der Behandlung mit Sertralin Actavis kann sich in seltenen Fällen eine

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) entwickeln. Zudem kann es bei Patienten und Patientinnen mit

oder ohne vorbestehende Zuckerkrankheit zu einem Verlust der Blutzuckerkontrolle kommen. Der

Arzt bzw. die Ärztin wird gegebenenfalls vor und/oder während der Behandlung Ihren

Blutzuckerspiegel überprüfen. Falls Sie an Zuckerkrankheit leiden, sollten die Blutzuckerwerte

sorgfältig überwacht werden, da die Dosierung Ihrer aktuellen Therapie möglicherweise angepasst

werden muss.

Grüner Star und andere Augenerkrankungen: Falls Sie früher oder gegenwärtig an grünem Star

gelitten haben bzw. leiden, sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren und Sertralin Actavis mit

Vorsicht anwenden. Bei neu auftretenden Sehstörungen sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen.

Unter der Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern wie Sertralin Actavis

kann es zu einer Pupillenerweiterung kommen, was besonders bei Patienten und Patientinnen mit

einer entsprechenden Neigung zu einer Abflussstörung des Kammerwassers im Auge

(Engwinkelglaukom, grüner Star) führen kann.

Leber/Niere: Wenn Sie unter einer Leber- oder einer Nierenerkrankung leiden, dürfen Sie Sertralin

Actavis nur unter strenger ärztlicher Kontrolle einnehmen. Bei schwerer Lebererkrankung darf

Sertralin Actavis nicht angewendet werden (siehe «Wann darf Sertralin Actavis nicht angewendet

werden?»).

Blutungsstörungen in der Vergangenheit oder gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit

Auswirkungen auf die Funktion der Blutplättchen: Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel mit

Auswirkungen auf die Blutplättchenfunktion einnehmen (z.B. bestimmte Arzneimittel gegen

psychische Störungen und Depressionen sowie Arzneimittel mit Acetylsalicylsäure oder Arzneimittel

gegen Schmerzen) oder Blutungsstörungen in der Vergangenheit hatten, sollten Sie Sertralin Actavis

mit Vorsicht anwenden. Es gibt Berichte über Blutungen (Haut- oder Schleimhautblutungen bis hin

zu lebensbedrohlichen Blutungen) bei der Anwendung von Sertralin Actavis und ähnlichen

Arzneimitteln.

Anwendung anderer zentralwirksamer Arzneimittel: Selten kann es bei der Anwendung von Sertralin

Actavis zu einem potentiell lebensbedrohlichen Syndrom kommen (sogenanntes Serotonin-Syndrom

oder malignes neuroleptisches Syndrom). Das Risiko ist bei gleichzeitiger Einnahme gewisser

anderer zentralwirksamer Arzneimitteln erhöht, informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen (siehe auch «Welche Nebenwirkungen kann Sertralin

Actavis haben»).

Verminderte Natriumkonzentration im Blut: Informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn

bei Ihnen Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, eingeschränktes

Erinnerungsvermögen, Verwirrung, Schwäche und Gleichgewichtsstörung auftreten. Diese

Symptome können Hinweise auf eine verminderte Natriumkonzentration sein, wie sie unter Sertralin

Actavis auftreten kann.

Absetzen der Therapie: Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich und nur in Absprache mit

Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann. Diese

Entzugssymptome äussern sich z.B. durch Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen,

Empfindungsstörungen, Erregung, Angst, Verwirrung, Zittern, Übelkeit und Schwitzen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Sertralin Actavis kann bei gleichzeitiger Anwendung mit einigen anderen Arzneimitteln deren

Wirkungsweise verändern oder selber in der Wirkung beeinflusst werden. Zu diesen Arzneimitteln

gehören zum Beispiel:

·Pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten

·Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen/Arthritis (Wirkstoffe wie z.B. Ibuprofen, Naproxen,

Paracetamol)

·Dextromethorphan (Arzneimittel gegen Husten)

·Cimetidin (Arzneimittel, welches die Säureproduktion im Magen hemmt)

·Ritonavir (zur Behandlung von HIV)

·Arzneimittel vom Triptan-Typ zur Behandlung von Migräne (z.B. Sumatriptan), oder andere

Arzneimittel gegen Migräne (z.B. Dihydroergotamin)

·Antibiotika (z.B. Moxifloxacin, Clarithromycin, Erythromycin)

·Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Itraconazol, Voriconazol)

·Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen und Bluthochdruck (z.B. Amiodaron, Digoxin,

Flecainid, Propafenon, Propanolol)

·Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Beschwerden des oberen Magen-

Darm-Traktes)

·Andere Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. Bupropion, Clomipramin, Paroxetin)

·Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Manie und Depression)

·Diazepam (Beruhigungsmittel)

·Zolpidem (Schlafmittel)

·Arzneimittel zur Behandlung einer Epilepsie (z.B. Clonazepam, Phenobarbital, Phenytoin)

·Methylphenidat (Arzneimittel zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

(ADHS))

·Hydroxychloroquin (Arzneimittel zur Malariaprophylaxe und -therapie)

·Fentanyl (Arzneimittel gegen sehr starke Schmerzen)

·Arzneimittel, welche die Aminosäure Tryptophan enthalten

·Appetitzügler (z.B. Fenfluramin)

·Arzneimittel zur Blutverdünnung (sogenannte Antikoagulantien)

·Imatinib (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)

Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden; er/sie

wird entscheiden, ob Sie diese zusammen mit Sertralin Actavis verwenden dürfen oder ob Sie

eventuell auf ein alternatives Arzneimittel ausweichen müssen.

Während einer Behandlung mit Sertralin Actavis sollten Sie keinen Alkohol konsumieren.

Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Sertralin Actavis kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Sertralin Actavis während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft

planen. Patientinnen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung eine sichere

Empfängnisverhütung durchführen. Schwangere Frauen dürfen Sertralin Actavis nur auf

ausdrückliche Verschreibung des Arztes oder der Ärztin einnehmen.

Folgende Symptome können bei Neugeborenen, deren Mütter in den späten Stadien der

Schwangerschaft Sertralin Actavis erhalten hatten, sofort oder kurz nach der Geburt auftreten: Ess-

und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, Krampfanfälle, Schwierigkeiten bei der Regelung

der Körpertemperatur, niedriger Blutzuckerspiegel, Zittern, angespannte oder übermässig entspannte

Muskulatur, Erbrechen, Reizbarkeit und ständiges Weinen. Diese Symptome legen sich

normalerweise mit der Zeit.

Darüber hinaus wurde in einer Studie eine sogenannte persistente pulmonale Hypertonie bei

Kleinkindern festgestellt, deren Mütter selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (zu dieser

Klasse von Antidepressiva gehört auch Sertralin Actavis) nach den ersten 20 Wochen der

Schwangerschaft erhalten hatten. Bei persistenter pulmonaler Hypertonie ist der Blutdruck in den

Blutgefässen zwischen dem Herz und den Lungen des Kleinkinds zu hoch.

Die Einnahme von Sertralin Actavis während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Ist die Einnahme

des Präparates unabdingbar, soll abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Sertralin Actavis?

Halten Sie sich genau an die Verordnungen des Arztes oder der Ärztin.

Erwachsene

Bei Depression oder Zwangsstörung wird die Therapie üblicherweise mit einmal täglich 50 mg (1

Filmtablette zu 50 mg oder ½ Filmtablette zu 100 mg) eingeleitet.

Bei Panikstörung, posttraumatischer Belastungsstörung und sozialer Phobie wird die Therapie

normalerweise mit einmal täglich 25 mg (½ Filmtablette zu 50 mg) eingeleitet und die Dosis nach

einer Woche auf 50 mg pro Tag erhöht.

Bei ungenügender Wirksamkeit kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis wöchentlich in 50-mg-

Schritten auf maximal 200 mg (4 Filmtabletten zu 50 mg oder 2 Filmtabletten zu 100 mg) pro Tag

steigern. Die Dosis darf nicht in kleineren Zeitabständen als einer Woche verändert werden.

Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen

Sertralin Actavis soll bei Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren nur zur Behandlung

von Zwangsstörungen angewendet werden.

Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche mit Zwangsstörung

Die Startdosis sowie die normalerweise wirksame Dosis für Jugendliche im Alter von 13 bis 17

Jahren beträgt einmal täglich 50 mg (1 Filmtablette zu 50 mg oder ½ Filmtablette zu 100 mg). Die

Startdosis für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren beträgt einmal täglich 25 mg (½ Filmtablette zu 50

mg) und kann nach einer Woche auf einmal täglich 50 mg erhöht werden. Bei ungenügender

Wirksamkeit kann der Arzt oder die Ärztin die Dosis danach wöchentlich in 50-mg-Schritten auf

maximal 200 mg (4 Filmtabletten zu 50 mg oder 2 Filmtabletten zu 100 mg) pro Tag steigern. Die

Dosis darf nicht in kleineren Zeitabständen als einer Woche verändert werden.

Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren

Da Sertralin Actavis bei Kindern unter 6 Jahren nicht geprüft worden ist, soll es bei dieser

Altersgruppe nicht angewendet werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bzw. mit Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Art der Einnahme

Sertralin Actavis sollte einmal täglich entweder am Morgen oder am Abend mit oder ohne Essen

eingenommen werden. Die Filmtabletten haben eine Bruchrille und können zur Halbierung der Dosis

in zwei Hälften geteilt werden.

Dauer der Therapie

Die therapeutische Wirkung kann sich innerhalb von 7 Tagen zeigen. Die volle Wirkung tritt jedoch

üblicherweise erst nach 2- bis 4-wöchiger Behandlung (bei Zwangsstörungen etwas später) ein. Die

Behandlungsdauer kann individuell stark variieren und sich gegebenenfalls über mehrere Monate

erstrecken. Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich und nur in Absprache mit Ihrem Arzt

bzw. mit Ihrer Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen (Schwindel, Kopfschmerzen,

Schlafstörungen, Empfindungsstörungen, Erregung, Angst, Verwirrung, Zittern, Übelkeit,

Schwitzen) kommen kann.

Wenn Sie zu viel Sertralin Actavis eingenommen haben

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine zu hohe Dosis Sertralin Actavis

eingenommen haben.

Wenn Sie vergessen haben, Sertralin Actavis einzunehmen

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die Dosis ein, sobald Sie es bemerken, ausser

es ist bereits Zeit für die nächste Dosis. In diesem Fall nehmen Sie wie gewohnt nur die nächste

Dosis ein. Nehmen Sie nicht 2 Dosen gleichzeitig ein, um eine vergessene nachzuholen.

Welche Nebenwirkungen kann Sertralin Actavis haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Sertralin Actavis auftreten (siehe auch

«Wann ist bei der Einnahme von Sertralin Actavis Vorsicht geboten?»):

Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten):

·Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel.

·Übelkeit, Durchfall/weicher Stuhl, Mundtrockenheit.

·Ejakulationsstörungen (einschliesslich Ejakulationsversagen und Ejakulationsverzögerung).

Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten):

·Angst/Nervosität, Agitation (starke Unruhe), depressive Symptome einschliesslich

Niedergeschlagenheit/Teilnahmslosigkeit, Zittern, Missempfindungen wie Kribbeln oder taubes,

schmerzhaft brennendes Gefühl (Parästhesie), angespannte Muskeln, unwillkürliche

Muskelzuckungen, Sehstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus).

·Herzklopfen.

·Verminderter oder gesteigerter Appetit, Geschmacksveränderungen, Verdauungsstörung,

Verstopfung, Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähungen, häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen,

Probleme beim Wasserlösen.

·Störung der Sexualfunktion (einschliesslich Unfähigkeit, einen sexuellen Höhepunkt zu erreichen

sowie vermindertes sexuelles Interesse oder Erektionsstörungen beim Mann), Störungen der

Regelblutung.

·Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Hitzewallungen, verstärktes Schwitzen, Hautausschlag,

Gähnen, Unwohlsein.

Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten):

·Überempfindlichkeitsreaktionen, Unterfunktion der Schilddrüse, Gewichtszu- oder abnahme,

Zähneknirschen, Verwirrtheit, Aggression, Halluzinationen, euphorische Stimmung, vermindertes

Empfinden von Berührung und anderen Reizen, Bewegungsstörungen (z.B. Unfähigkeit still zu

sitzen oder stehen zu können, unwillkürliche Bewegungen), Schwierigkeiten beim Gehen, Migräne,

Krampfanfälle, Ohnmacht.

·Schwellungen um die Augen, Pupillenvergrösserung, Doppeltsehen.

·Erhöhte Pulsfrequenz (Herzjagen) welche zu Schwindel oder Ohnmacht führen kann, erhöhter

Blutdruck, Blutungen (z.B. Nasenbluten, Magen-Darm-Blutungen), Atemnot, pfeifender Atem.

·Erhöhte Urinmenge, Unvermögen, die Blase zu entleeren, unfreiwillige Harnabgabe

(Harninkontinenz), vermehrtes nächtliches Wasserlassen

·Trockene Haut, Juckreiz, Blutungen in der Haut, Nesselsucht, Haarausfall.

·Muskelkrämpfe, Knochenfrakturen.

·Schwäche, Fieber, Schwellungen des Gesichts oder der Gliedmassen infolge Wassereinlagerungen.

Selten (können bei bis zu 1 von 1000 Personen auftreten)

·Verändertes Blutbild, Störungen der Blutgerinnung, Störung des Salz- und Flüssigkeitshaushalts,

erhöhte Cholesterinwerte, erhöhte Blutfettwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhter oder

erniedrigter Blutzuckerspiegel, schwere allergische Reaktionen.

·Albträume, psychotische Erkrankungen (schwere psychische Störungen), Suizidgedanken/suizidales

Verhalten.

·Lichtempfindlichkeit, Glaukom (grüner Star).

·Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Bereich des Brustkorbes, plötzliche schwere

Kopfschmerzen (die Anzeichen einer schweren Erkrankung sein können, die als reversibles

zerebrales Vasokonstriktions-Syndrom bekannt ist), Störungen der Stimme (z.B. Heiserkeit).

·Entzündung der Bauchspeicheldrüse, schwere Lebererkrankungen (wie Leberentzündung

[Hepatitis], Gelbsucht und Leberversagen), Einnässen, Blut im Urin.

·Entzündung der Haut, Ödem von Haut und Schleimhaut, lichtempfindliche Hautreaktionen, schwere

Reaktionen und Entzündungen der Haut oder Schleimhaut mit fortschreitendem Ausschlag,

Blasenbildung und grossflächigem Abschälen der Haut.

·Vergrösserung der Brustdrüsen beim Mann, Milchfluss, Dauererektion des Penis.

Selten treten schwere allergische Reaktionen auf. Diese äussern sich z.B. mit juckendem

Hautausschlag, Nesselfieber, Asthma, Schwellungen und schmerzhafter Blasenbildung an Haut und

Schleimhäuten. Falls eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, konsultieren Sie unverzüglich Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin und setzen Sie das Arzneimittel ab.

Selten wird ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom verursacht, welches sich vor allem

durch Fieber, unregelmässigen Puls, Bewusstseinsstörungen und Muskelsteifheit äussert.

Eine weitere seltene Nebenwirkung (sogenanntes Serotonin-Syndrom), welches besonders bei

Kombination mit gewissen anderen zentralwirksamen Arzneimitteln (z.B. Migränemittel vom

Triptan-Typ, Tryptophan, Fenfluramin, Fentanyl, Lithium, andere Arzneimittel gegen Depression

wie Präparate mit Johanniskraut, u.a.) auftritt, kann sich z.B. äussern durch Bewusstseinstrübung und

-veränderung, Unruhe, Koordinationsstörungen, Muskelstarre, Muskelzittern, Zuckungen, schneller

Herzschlag, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber. Beim Auftreten dieser Symptome sollten Sie

in beiden Fällen das Arzneimittel nicht weiter einnehmen und sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

informieren.

Es wurde ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen bei Patienten und Patientinnen im Alter über 50

Jahren, welche diese Art von Arzneimittel einnehmen, beobachtet.

Bei Kindern und Jugendlichen wurde unter der Behandlung mit Antidepressiva über ein vermehrtes

Auftreten von Verhaltensstörungen berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Sertralin Actavis enthalten?

Die Filmtabletten enthalten als Wirkstoff 50 mg bzw. 100 mg Sertralin (als Hydrochlorid) sowie

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58260 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Sertralin Actavis? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Sertralin Actavis 50 mg: Packungen zu 10, 30 und 100 Filmtabletten mit Bruchrille.

Sertralin Actavis 100 mg: Packungen zu 10, 30 und 100 Filmtabletten mit Bruchrille

Zulassungsinhaberin

Actavis Switzerland AG, 8105 Regensdorf.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

15-11-2018

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Targretin (Eisai GmbH)

Targretin (Active substance: bexarotene) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6098 of Wed, 19 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/326/T/50

Europe -DG Health and Food Safety

28-8-2018

Propycil® 50 mg

Rote - Liste

23-8-2018

Intratect® 50 g/l, Infusionslösung

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22-8-2018

Lynparza® 50 mg Hartkapseln

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17-8-2018

Thalidomide Celgene 50 mg Hartkapseln

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7-8-2018

Zovirax Duo 50 mg/g / 10 mg/ g Creme

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26-7-2018

Tafinlar® 50 mg/75 mg Hartkapseln

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