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Serevent Diskus - Pulver zur Trockeninhalation

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Serevent Diskus - Pulver zur Trockeninhalation
  • Einheiten im Paket:
  • Blister mit 60 Einzeldosierungen, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Serevent Diskus - Pulver zur Trockeninhalation
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Salmeterol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-20602
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-09-1994
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Serevent

Diskus-Pulver zur Trockeninhalation

Wirkstoff: Salmeterol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Serevent Diskus und wofür wird er angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Serevent Diskus beachten?

Wie ist Serevent Diskus anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Serevent Diskus aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Serevent Diskus und wofür wird er angewendet?

Der Serevent Diskus ist ein gebrauchsfertiges Inhalationsgerät.

Wie wirkt Serevent?

Der Wirkstoff Salmeterol ist ein „Bronchodilatator”, d.h. er bewirkt eine langanhaltende Erweiterung der

Bronchien. Salmeterol öffnet die Atemwege, erleichtert die Atmung und lindert die Symptome von Atemnot

und keuchendem Atmen.

Wann setzt die Wirkung von Serevent ein und wie lange hält sie an?

Die Wirkung von Serevent setzt innerhalb von 10-20 Minuten nach der Inhalation ein und hält 12 Stunden

Aus diesem Grund ist Serevent nicht zur Linderung akuter Atemnotsymptome sondern für eine regelmäßige

Anwendung bestimmt (siehe auch unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wann wird Serevent angewendet?

Serevent dient zur kontinuierlichen, symptomatischen Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma

bronchiale (auch bei nächtlichen Asthmaanfällen und/oder Schwankungen am Tag, zur Vorbeugung von

Anstrengungsasthma und zur Vorbeugung von Asthmasymptomen aufgrund unvermeidbarem

Allergenkontakt) sowie von anderen chronischen Lungenerkrankungen (z.B. COPD), die mit einer

wiederkehrenden Verengung der Bronchien einhergehen.

Serevent darf nur auf ärztliche Verordnung angewendet werden.

Bei der Behandlung von Asthma sollte Serevent nur in Kombination mit sogenannten Kortikosteroiden

verwendet werden. Salmeterol kann bei einer optimalen Basistherapie mit Kortikosteroiden eine zusätzliche

Therapie der Symptome bieten. Auch wenn Sie unter der Salmeterol-Therapie eine Verbesserung Ihrer

Symptome verspüren, sollten Sie die Therapie nicht ohne ärztliche Anweisung absetzen.

Bei COPD wird Salmeterol auch als einzelnes Arzneimittel in der Erhaltungstherapie eingesetzt.

Für welche Altersgruppen ist Serevent geeignet?

Serevent ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 4 Jahren geeignet.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Serevent Diskus beachten?

Serevent Diskus darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Salmeterol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind oder allergisch gegenüber anderen sogenannten Beta-Mimetika (bronchien-

erweiternden Medikamenten) sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Serevent Diskus anwenden.

Informieren Sie unverzüglich den Arzt, wenn sich Ihr Asthma oder Ihre Atemprobleme

verschlimmern. Möglicherweise stellen Sie fest, dass sich das Giemen (pfeifendes Atemgeräusch)

verstärkt, dass Sie häufiger ein Engegefühl in der Brust spüren oder dass Sie Ihr schnell wirkendes

Notfallmedikament zur Linderung öfter anwenden müssen. In diesem Fall dürfen Sie die Anzahl der

Sprühstöße von Serevent Diskus nicht erhöhen. Die Erkrankung Ihres Brustraums könnte sich

verschlimmern und Sie könnten ernsthaft erkranken. Suchen Sie Ihren Arzt auf, da möglicherweise Ihre

Asthmabehandlung geändert werden muss.

Wenn Sie während der Behandlung mit Serevent Diskus bemerken, dass Sie keine Luft bekommen oder zu

keuchen beginnen, sollen Sie Serevent Diskus weiterverwenden, aber so rasch wie möglich Ihren Arzt

aufsuchen. Es kann sein, dass Sie eine zusätzliche Behandlung brauchen.

Wenn Ihnen Serevent Diskus wegen Ihrer Asthmaerkrankung verschrieben wurde, müssen Sie alle Ihre

bisherigen Asthmamedikamente weiter einnehmen. Dazu könnten auch ein Kortikosteroid zur Inhalation

oder Kortikosteroidtabletten gehören. Wenn Sie keine gegenteiligen Anweisungen von Ihrem Arzt erhalten,

nehmen Sie die Arzneimittel weiter in der gleichen Dosierung ein wie bisher, und zwar auch dann, wenn Sie

sich wesentlich besser fühlen. Setzen Sie das Kortikosteroid auf keinen Fall ab, wenn Sie mit der

Anwendung des Serevent Diskus beginnen.

Zur Erstbehandlung von Asthma, wird Ihnen Ihr Arzt/Ihre Ärztin Serevent nicht als einleitende oder

alleinige Therapie verschreiben. Er/Sie wird Ihnen gleichzeitig Kortikosteroide verordnen, wenn Sie

Salmeterol entweder regelmäßig anwenden oder sich Ihr Krankheitsverlauf verschlechtert. Er/Sie wird Ihren

Krankheitsverlauf klinisch und mittels einer Lungenfunktionsprüfung regelmäßig überprüfen, um das Risiko

schwerer Asthmaattacken zu minimieren.

Mit der Anwendung sollte nicht während eines akuten Asthma-Anfalles oder während einer erheblichen

oder akuten Verschlechterung Ihres Asthmas begonnen werden.

Serevent eignet sich nicht zur Behandlung einer plötzlichen Atemnot oder einer plötzlichen Asthmaattacke.

Dafür verordnet Ihnen Ihr Arzt/Ihre Ärztin ein rasch und kurz wirksames Medikament, das Sie für den

Notfall immer mit sich führen sollten. Wenn Sie feststellen, dass derartige Atemnotanfälle häufiger werden,

sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, damit er nötigenfalls die Behandlung ändern kann.

Brechen Sie die Therapie mit Serevent nicht ab, wenn eine Besserung Ihrer Beschwerden eintritt. Der Erfolg

der Behandlung sollte durch regelmäßige ärztliche Untersuchungen überprüft werden. Sie selbst können den

Behandlungserfolg mit einem Atemmessgerät, einem so genannten „Peakflowmeter“ messen. Fragen Sie

Ihren Arzt danach. Sobald Ihr Asthma gut unter Kontrolle gebracht wurde, kann es sein, dass Ihr Arzt die

Dosis von Serevent Diskus schrittweise verringert.

Wie auch von anderen Inhalationspräparaten bekannt, kann es kurz nach der Inhalation von Serevent zu einer

paradoxen Verengung der Bronchien, die sich in einer plötzlichen Kurzatmigkeit zeigt, kommen. Unter

diesen Umständen sollten Sie die Behandlung sofort abbrechen und Ihren Arzt aufsuchen. Er wird die

nötigen Schritte einleiten und gegebenenfalls Ihre Therapie umstellen.

Bei der Behandlung mit sogenannten Beta-Mimetika (bronchien-erweiternden Medikamenten) wurden

folgende Nebenwirkungen dokumentiert: Zittern, schneller oder ungleichmäßiger Herzschlag und

Kopfschmerzen. Sie sind aber meist vorübergehend und klingen bei regelmäßiger Behandlung wieder ab. Bei

bestehenden Herz-Kreislauf-Problemen ist Vorsicht geboten, da bei der Anwendung von Beta-Mimetika, vor

allem in höheren als den therapeutischen Dosen, ein Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz auftreten

kann.

Halten Sie die von Ihrem Arzt vorgesehenen Kontrolluntersuchungen immer genau ein. Dies kann auch

eine regelmäßige Überprüfung Ihrer Laborwerte inkludieren.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird möglicherweise Ihren Gesundheitszustand regelmäßig überprüfen wollen, wenn bei

Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus (Serevent Diskus kann eine Erhöhung des

Blutzuckerwertes bewirken) oder eine Herzerkrankung, einschließlich eines unregelmäßigen oder schnellen

Herzschlages, vorliegt. In manchen Fällen (akutes, schweres Asthma; gleichzeitige Therapie mit

anderenArzneimitteln) wird er/sie auch den Kaliumblutspiegel kontrollieren (siehe folgenden Abschnitt).

Was sollten Sie außerdem bedenken?

Teilen Sie Ihrem Arzt vor Beginn der Behandlung mit, ob Sie früher auf ein Medikament zur Behandlung

Ihrer Atemwegserkrankung allergisch waren oder aus anderen Gründen die Behandlung abbrechen mussten.

Die Anwendung des Arzneimittels Serevent Diskus kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen.

Anwendung von Serevent Diskus zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Serevent Diskus anwenden, wenn Sie derzeit mit Ketoconazol- oder

Itraconazolhältigen Arzneimitteln gegen Pilzinfektionen mit Ritonavir gegen HIV oder mit Telithromycin

(Antibiotikum) behandelt werden. Diese Arzneimittel können Ihr Risiko von Nebenwirkungen

(einschließlich unregelmäßiger Herzschlag) erhöhen oder diese verschlechtern.

Wenn Sie Serevent Diskus anwenden, sollten Sie sogenannte Beta-Blocker (= Bluthochdruckmittel) nur

dann anwenden, wenn Ihr Arzt es Ihnen sagt. Zu den Beta-Blockern gehören Atenolol, Propranolol und

Sotalol und sie werden hauptsächlich bei Bluthochdruck und anderen Herzerkrankungen angewendet.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Beta-Blocker einnehmen oder wenn Ihnen vor kurzem Beta-Blocker

verordnet wurden, da diese die Wirkung von Salmeterol abschwächen oder aufheben können.

Durch Serevent Diskus kann sich die Kaliummenge in Ihrem Blut verringern. Das kann sich durch

unregelmäßigen Herzschlag, Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe bemerkbar machen. Die

Wahrscheinlichkeit, dass dies auftritt, ist höher, wenn Sie Serevent Diskus zusammen mit Arzneimitteln zur

Behandlung von Bluthochdruck (Diuretika) und anderen Arzneimitteln zur Behandlung von

Atemproblemen wie Theophyllin oder Kortikosteroiden einnehmen. Ihr Arzt kann Sie bitten,

Blutuntersuchungen durchführen zu lassen, um die Kaliummenge in Ihrem Blut zu überprüfen. Bitte

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken haben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Der Arzt

beurteilt, ob Sie in diesem Zeitraum das Medikament anwenden können.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass sich die möglichen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Serevent Diskus

auf Ihre Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen oder zum Bedienen von Maschinen auswirken.

Serevent Diskus enthält Milchzucker

Serevent Diskus enthält pro Einzeldosis 12,43 mg Milchzucker. Bitte wenden Sie Serevent Diskus erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt an, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Serevent Diskus anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt

oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zur Inhalation (zum Einatmen)

Bei der Behandlung von Asthma sollten Sie immer sowohl Serevent Diskus als auch ein inhalatives

Kortikosteroid erhalten, die Sie beide anwenden.

Wie oft soll Serevent angewendet werden?

Erwachsene ab 18 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 2mal täglich 1 Inhalation.

Bei schweren Atemwegserkrankungen kann die Dosis auf bis zu 2mal täglich 2 Inhalationen erhöht werden.

Die Änderung der Dosierung darf nur auf Anweisung Ihres Arztes erfolgen!

Mit einer unkontrollierten Dosiserhöhung steigt die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen.

Der Abstand der einzelnen Inhalationen sollte etwa 12 Stunden betragen. Die bronchienerweiternde Wirkung

setzt im Allgemeinen 10 bis 20 Minuten nach der Inhalation ein und hält ca. 12 Stunden an.

Kinder und Jugendliche von 4 bis 17 Jahren

Kinder sollten dieses Arzneimittel nur unter Aufsicht eines Erwachsenen und nach Vorschrift des Arztes

anwenden.

Die empfohlene Dosis beträgt 2mal täglich 1 Inhalation.

Kinder unter 4 Jahren

Für Kinder unter 4 Jahren liegen keine ausreichenden Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit vor, daher wird

eine Anwendung in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Wie wird Serevent Diskus angewendet?

Aus dem Serevent Diskus inhalieren Sie Ihr Medikament durch den Mund in die Lunge ein.

Ihr Arzt sollte Sie in die richtige Handhabung und Inhalationstechnik einweisen.

Geschlossen:

Wenn Sie Ihren Diskus aus der Originalpackung nehmen, befindet er sich in geschlossener Position.

Geöffnet:

Ein unbenutzter Diskus enthält 60 Einzeldosen Ihres Arzneimittels in Pulverform.

Jede Einzeldosis ist genau dosiert und separat verpackt. Wartung und Nachfüllen ist nicht erforderlich.

Das Zählwerk oben auf Ihrem Diskus zeigt Ihnen, wie viele Einzeldosen verbleiben. Die Zahlen 5 bis 0

erscheinen in ROT, um Sie darauf aufmerksam zu machen, dass nur noch wenige Einzeldosen übrig sind.

Der Diskus ist einfach zu benutzen. Wenn Sie eine Einzeldosis inhalieren möchten, folgen Sie nur den 4

Schritten, wie beschrieben:

1. Öffnen

2. Laden

3. Inhalieren

4. Schließen.

Bevor Sie jedoch die erste Inhalation durchführen, lesen Sie bitte die Information zu den vier

Schritten sorgfältig durch.

Öffnen

So funktioniert Ihr Diskus! Halten Sie den Diskus mit einer Hand an der Umhüllung fest und setzen Sie den

Daumen der zweiten Hand in die Daumenmulde. Schieben Sie den Daumengriff so weit wie möglich von

sich weg.

Laden

Halten Sie den Diskus so, dass das Mundstück zu Ihnen schaut. Schieben Sie den Hebel, soweit es geht, von

sich weg, bis es „klick“ macht. Sie haben nun eine Dosis freigesetzt, und der Diskus ist gebrauchsfertig. Sie

können jetzt inhalieren. Immer, wenn Sie den Hebel bewegen, wird eine Dosis freigesetzt, was auch über den

Dosierzähler ersichtlich ist. Achten Sie deshalb darauf, den Diskus nicht unbeabsichtigt zu laden, denn

dadurch werden überflüssige Einzeldosen freigegeben.

Inhalieren

Bevor Sie mit der Inhalation beginnen, lesen Sie diese Hinweise bitte sorgfältig:

Halten Sie den Diskus von Ihrem Mund entfernt. Atmen Sie so weit wie möglich aus. Beachten Sie,

dass Sie nicht in Ihren Diskus hineinatmen.

Setzen Sie das Mundstück an Ihre Lippen. Atmen Sie gleichmäßig und tief durch den Diskus ein,

nicht durch die Nase.

Nehmen Sie den Diskus von Ihrem Mund.

Halten Sie Ihren Atem etwa 10 Sekunden an bzw. solange es Ihnen möglich ist.

Atmen Sie langsam aus.

Wenn Sie den Serevent Diskus korrekt angewendet haben, können Sie den süßlichen Geschmack des Pulvers

auf der Zunge spüren.

Schließen

Um den Diskus zu schließen, legen Sie Ihren Daumen in den Daumengriff und schieben ihn so weit wie

möglich zu sich zurück. Wenn Sie den Diskus korrekt schließen, hören Sie ein „Klicken“.

Dadurch gelangt der Hebel automatisch in seine Ausgangsposition zurück. Ihr Diskus ist jetzt wieder für eine

neue Inhalation einsatzbereit.

Wiederholte Inhalation

Wenn Ihnen verordnet wurde, mehr als eine Einzeldosis zu inhalieren, wiederholen Sie bitte die Schritte 1

bis 4.

Beachten Sie bitte:

– Bewahren Sie Ihren Diskus trocken auf.

– Schließen Sie ihn, wenn Sie ihn nicht benutzen.

– Atmen Sie nicht in Ihren Diskus hinein.

Verschieben Sie den Hebel nur, wenn Sie inhalieren wollen, weil dadurch jedes Mal eine Dosis

freigesetzt wird. Betätigen Sie den Hebel nur, wenn Sie tatsächlich eine Inhalation Ihres Medikamentes

benötigen. Eine freigesetzte und nicht inhalierte Dosis kann die Funktionstüchtigkeit des Diskus

beeinträchtigen (das nicht inhalierte Pulver verteilt sich im Diskus und es beginnt zu „knirschen“).

Überschreiten Sie die verordnete Dosis nicht.

Wenn Sie eine größere Menge von Serevent Diskus angewendet haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich an einen Arzt oder Apotheker, wenn Sie versehentlich eine größere als die empfohlene

Dosis angewendet haben. Möglicherweise stellen Sie fest, dass Ihr Herz schneller schlägt als gewöhnlich und

dass Sie sich zittrig und/oder schwindlig fühlen. Außerdem können Kopfschmerzen, Muskelschwäche und

Gelenkschmerzen auftreten. Im Fall einer Überdosierung informieren Sie einen Arzt oder wenden Sie sich

bei Bedarf an das nächstgelegene Krankenhaus.

Hinweis für den Arzt: Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation

Wenn Sie die Anwendung von Serevent Diskus vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit.

Wenn Sie die Anwendung von Serevent Diskus abbrechen

Brechen Sie die Therapie mit Serevent Diskus nicht willkürlich ab, auch wenn Sie eine Verbesserung der

Symptome verspüren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Allergische Reaktionen: Möglicherweise stellen Sie fest, dass Sie nach der Anwendung von Serevent

Diskus schlechter atmen können. Möglicherweise keuchen und husten Sie stark. Es können auch Juckreiz

und Schwellungen (üblicherweise im Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen) auftreten. Wenn sich bei

Ihnen diese Wirkungen zeigen oder unvermittelt nach der Anwendung von Serevent Diskus auftreten,

müssen Sie Ihren Arzt sofort verständigen. Allergische Reaktionen gegen Serevent Diskus treten sehr

selten auf (weniger als 1 von 10.000 Behandelten ist davon betroffen).

Nachfolgend finden Sie weitere Nebenwirkungen

Häufig (weniger als 1 von 10 Behandelten ist betroffen)

Muskelkrämpfe

Wackeliges Gefühl; schneller oder ungleichmäßiger Herzschlag (Palpitationen), Kopfschmerzen. Zittern

der Hände (Tremor). Tremor tritt mit höherer Wahrscheinlichkeit auf, wenn Sie mehr als eine Inhalation

zweimal täglich anwenden. Diese Nebenwirkungen halten nicht lange an und treten im Laufe der

weiteren Behandlung mit Serevent Diskus seltener auf.

Gelegentlich (weniger als eine von 100 Behandelten ist betroffen)

Ausschlag (Juckreiz, Rötung)

Herzrasen (Tachykardie). Diese Nebenwirkung tritt mit höherer Wahrscheinlichkeit auf, wenn Sie mehr

als eine Inhalation zweimal täglich anwenden.

Nervosität.

Selten (weniger als 1 von 1.000 Behandelten ist betroffen)

Schwindelgefühl

Schlaflosigkeit oder Einschlafschwierigkeiten

Rückgang der Kaliummenge im Blut (es können unregelmäßiger Herzschlag, Muskelschwäche und

Muskelkrämpfe auftreten).

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten ist betroffen)

Direkt nach der Anwendung von Serevent Diskus verschlimmern sich Atemprobleme oder Giemen

(pfeifendes Atemgeräusch). In diesem Fall dürfen Sie Serevent Diskus nicht weiter verwenden.

Wenden Sie Ihren schnell wirkenden Inhalator zur Linderung der Atemprobleme an und verständigen

Sie sofort Ihren Arzt.

Unregelmäßiger Herzschlag oder Ihr Herz macht zusätzliche Schläge (Arrhythmien). In diesem Fall

setzen Sie Serevent Diskus nicht ab, verständigen aber Ihren Arzt.

Anstieg des Zuckerspiegels (Glucose) im Blut (Hyperglykämie). Wenn Sie an Diabetes leiden, sind

möglicherweise häufigere Blutzuckeruntersuchungen und eventuell eine Anpassung Ihrer

Diabetesbehandlung erforderlich.

Entzündung in Mund oder Rachen

Übelkeit

Schmerzende, geschwollene Gelenke oder Schmerzen im Brustkorb.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie Ist Serevent Diskus aufzubewahren?

Nicht über 30 ºC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie diesesArzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Außenkarton nach „Verw. bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Serevent Diskus enthält

Der Wirkstoff ist: Salmeterol als Salmeterolxinafoat

Der sonstige Bestandteil ist: Milchzucker

1 Einzeldosis (1 Inhalation) enthält 50 Mikrogramm Salmeterol (als Salmeterolxinafoat).

Wie Serevent Diskus aussieht und Inhalt der Packung

Weißes, rieselfähiges Pulver zur Inhalation.

Der Serevent Diskus ist ein gebrauchsfertiges Inhalationsgerät mit Mundstück, das 60 Einzeldosierungen

Ihres Medikaments (60 Inhalationen) enthält. Jede Dosis ist genau abgemessen und einzeln verpackt.

Ein Serevent Diskus enthält 60 Einzeldosierungen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

GlaxoSmithKline Pharma GmbH, Wien

Hersteller

Aspen Bad Oldesloe GmbH., Bad Oldesloe, Deutschland

Glaxo Wellcome Production, Evreux, Frankreich

Glaxo Operations UK Ltd, Ware, Vereinigtes Königreich

Zulassungsnummer

Z.Nr.: 1-20602

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2015.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome und Anzeichen

Die Anzeichen und Symptome einer Salmeterol-Überdosierung sind jene einer typischen verstärkten beta

adrenergen Stimulation wie Schwindel, Anstieg des systolischen Blutdrucks, Tremor, Kopfschmerzen und

Tachykardie.

Darüber hinaus kann eine Hypokaliämie auftreten. Deshalb sollte der Kaliumspiegel im Plasma überwacht

werden. Eine Kaliumsubstitution sollte erwogen werden.

Behandlung

Bei Überdosierung ist der Patient mit einer geeigneten Maßnahme unterstützend zu behandeln. Weitere

Maßnahmen sollten wie klinisch indiziert oder gemäß Empfehlung der nationalen

Vergiftungsinformationszentralen getroffen werden.

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