Seloken retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Seloken retard 47,5 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 36 Monate,50 Stück, Laufzeit: 36 Monate,30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,10 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Seloken retard 47,5 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Metoprolol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18928
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-03-1990
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Seloken retard 47,5 mg - Filmtabletten

Metoprololsuccinat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Seloken retard und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Seloken retard beachten?

Wie ist Seloken retard einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Seloken retard aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Seloken retard und wofür wird es angewendet?

Metoprololsuccinat, der Wirkstoff von Seloken retard, hat eine blockierende Wirkung vorwiegend auf

bestimmte

Rezeptoren

Herzens

(herzspezifischer

Betarezeptorenblocker)

wirkt

stressabschirmend auf das Herz. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzarbeit verbessert.

Seloken retard wird angewendet bei:

Erwachsene

Bluthochdruck

Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (chronisch-stabile Angina pectoris)

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Seloken retard beachten?

Seloken retard darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metoprololsuccinat, andere Beta - Blocker oder einen der in Abschnitt

6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block 2. und 3.Grades, kranker Sinusknoten [es sei

denn, Sie haben dauerhaft einen Herzschrittmacher])

wenn

eine

instabile

Herzleistungsschwäche

haben

(die

sich

Form

Flüssigkeitsansammlung

Lunge,

beeinträchtigtem

Blutfluss

oder

niedrigem

Blutdruck

äußern kann) und mit Arzneimitteln zur Steigerung der Herzmuskelkraft behandelt werden

wenn

unter

Herzleistungschwäche

leiden

oberer

(systolischer)

Blutdruckwert

wiederholt unter 100 mmHg abgefallen ist. Eine entsprechende Abklärung muss vor Beginn der

Behandlung erfolgen.

wenn bei Ihnen der Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt besteht und der Herzschlag langsamer

als 45 Schläge in der Minute ist, der obere (systolische) Blutdruckwert unter 100 mmHg ist und

bestimmte Herzrhythmusstörungen vorliegen (PQ-Intervall > 0,24 Sekunden).

wenn Sie einen sehr langsamen Herzschlag haben (weniger als 50 Schläge in einer Minute)

bei Herzkreislauf-Schock

wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben

wenn Sie unter schweren Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen leiden

wenn Sie schweres Asthma oder eine schwere Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege

(chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, COPD) haben

wenn Sie einen unbehandelten hormonproduzierenden Tumor der Nebenniere haben, der einen

hohen Blutdruck verursacht (Phäochromozytom)

wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes haben (metabolische Azidose)

wenn Sie gleichzeitige bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer) einnehmen

(Ausnahme: MAO-B-Hemmer)

gleichzeitiger

intravenöser

Behandlung

bestimmten

anderen

Arzneimitteln

Blutdrucksenkung oder anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B.

Kalziumkanalblocker

Verapamil-

oder

Diltiazemtyp,

Disopyramid)

(Ausnahme:

Intensivmedizin)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Seloken retard einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Seloken retard ist erforderlich,

wenn Sie an Asthma leiden. Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von

Asthma kann beeinflusst werden und es kann nötig sein, die Dosierung anzupassen. Wenn Sie

an einer schweren Form von Asthma oder einer schweren Lungenerkrankung mit Einengung der

Atemwege (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, COPD) leiden, dürfen Sie Seloken retard

nicht einnehmen.

wenn Sie an einer bestimmten Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina)

leiden. Die Anzahl und Dauer von Angina-Anfällen kann erhöht bzw. verlängert sein.

wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus). Die Anzeichen einer Unterzuckerung (z.B.

schneller Herzschlag, Zittern) können durch Seloken retard abgeschwächt werden. Ihr Arzt

sollte Ihre Blutzuckerwerte in kürzeren Abständen überwachen.

wenn

eine

Schilddrüsenüberfunktion

(Hyperthyreose)

haben.

Seloken

retard

kann

Beschwerden

verschleiern

können

sich

nach

Absetzen

Seloken

retard

verschlimmern.

wenn

Durchblutungsstörungen

Gliedmaßen

haben

(Raynaud-Syndrom,

Claudicatio

intermittens), da diese verschlimmert werden können. Bei schweren Durchblutungsstörungen

dürfen Sie Seloken retard nicht einnehmen.

wenn Sie eine verzögerte Erregungsleitung im Herzen haben (AV-Block 1. Grades).

wenn Sie schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie) hatten oder gegen

eine

bestehende

Überempfindlichkeit

behandelt

werden

(Hyposensibilisierungstherapie).

Seloken

retard

kann

sowohl

Empfindlichkeit

gegenüber

allergieauslösenden

Stoffen

(Allergenen) als auch die Schwere allergischer Reaktionen erhöhen.

wenn Sie einen hormonproduzierenden Tumor der Nebenniere haben (Phäochromozytom). Der

Tumor muss vor und während der Einnahme von Seloken retard behandelt werden (mit Alpha-

Rezeptorblockern).

wenn Sie selbst oder jemand aus Ihrer Familie schon einmal Schuppenflechte (Psoriasis) hatten.

wenn Sie

operiert werden und ein Narkosemittel bekommen sollen. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt

oder Zahnarzt mit, dass Sie Metoprolol einnehmen.

wenn Sie gleichzeitig Clonidin, ein Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck, einnehmen. Bei

Beendigung der Behandlung muss zuerst Seloken retard und dann Clonidin ausschleichend

abgesetzt werden.

Wenn Ihr Ruhepuls zu stark absinkt und Beschwerden auftreten, kann Ihr Arzt die Dosis verringern

oder Seloken retard schrittweise absetzen.

Seloken retard kann zu einem verringerten Tränenfluss führen. Das sollten Sie vor allem beachten,

wenn Sie Kontaktlinsen tragen.

Kinder und Jugendliche:

Aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes ist dieses Arzneimittel für die Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen mit Bluthochdruck unter 18 Jahren nicht geeignet.

Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Seloken retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Nehmen Sie Seloken retard nicht ein, wenn Sie bereits eines der folgenden Arzneimittel einnehmen

oder verabreicht bekommen:

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer) (Ausnahme: MAO-B-Hemmer)

bestimmte

andere

Arzneimittel

Blutdrucksenkung

oder

andere

Arzneimittel

Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Kalziumkanalblocker vom Verapamil- oder

Diltiazemtyp, Disopyramid) dürfen Ihnen nicht gleichzeitig intravenös verabreicht werden

(Ausnahme: Intensivmedizin)

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Seloken retard verstärken:

Bestimmte

Arzneimittel

Behandlung

Depressionen

(selektive

Serotonin-

Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI) wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin)

Diphenhydramin (Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit und zur Behandlung von Allergien)

Hydroxychloroquin (zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria)

Celecoxib (zur Behandlung von Gelenkerkrankungen)

Terbinafin (zur Behandlung von Pilzerkrankungen),

Arzneimittel

Behandlung

psychischen

Erkrankungen

(Neuroleptika,

Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen)

Cimetidin (gegen Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden)

Hydralazin (gegen erhöhten Blutdruck)

Amiodaron, Chinidin und möglicherweise Propafenon (Arzneimittel zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen)

Bestimmte Narkosemittel (Inhalationsanästhetika). Bitte teilen Sie Ihrem Arzt oder Zahnarzt

mit, dass Sie Metoprolol einnehmen.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Seloken retard abschwächen:

Rifampicin (Antibiotikum)

Bestimmte entzündungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (Prostaglandinsynthese-

Hemmer, z.B. Indometacin)

Arzneimittel, die die Wirkung von Seloken retard beeinflussen können oder deren Wirkung durch

Seloken retard beeinflusst werden kann:

Andere

Arzneimittel

gegen

erhöhten

Blutdruck

oder

Behandlung

Herzrhythmusstörungen

oder

Herzleistungsschwäche

(z.B.

Reserpin,

Alpha-Methyldopa,

Clonidin, Guanfacin, Klasse I Antiarrhythmika [z.B. Disopyramid], Herzglykoside)

andere Betablocker, z.B. in Augentropfen zur Behandlung von grünem Star

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum

Einnehmen): Seloken retard kann die Anzeichen einer Unterzuckerung (v.a. einen schnellen

Herzschlag) abschwächen. Lassen Sie Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Ihr

Arzt wird gegebenenfalls die Dosierung Ihrer blutzuckersenkenden Arzneimittel entsprechend

anpassen.

Blutdrucksteigernde

Arzneimittel

(Sympathomimetika,

z.B.

Adrenalin,

Noradrenalin).

Blutdruck kann erheblich ansteigen.

Die Wirkung von Adrenalin bei der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen kann

abgeschwächt sein.

xanthinhaltige

Arzneimittel

(z.B.

Amino-,

Theophyllin:

Behandlung

Asthma):

gegenseitige Abschwächung der Wirkung

Lidocain (Arzneimittel zur örtlichen Betäubung)

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-B-Hemmer)

Arzneimittel mit blockierender Wirkung an sympathischen Ganglien

Wenn

Ihnen

eine

gleichzeitige

Behandlung

Clonidin

(ein

Mittel

Behandlung

Bluthochdruck) beendet werden soll, muss Seloken retard einige Tage früher abgesetzt werden.

Einnahme von Seloken retard zusammen mit Alkohol

Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Seloken retard verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat. Sie dürfen Seloken retard während der Schwangerschaft nur in unbedingt notwendigen Fällen

und nur auf Anweisung Ihres Arztes einnehmen. Betablocker einschließlich Metoprolol können das

ungeborene Kind schädigen und zu einer Frühgeburt führen. Metoprolol kann Nebenwirkungen, wie

Beispiel

verlangsamten

Herzschlag

beim

ungeborenen

Kind

beim

Neugeborenen

verursachen.

Der Wirkstoff von Seloken retard geht in die Muttermilch über. Bei einer Behandlung mit Seloken

retard in der Stillzeit sollte der Säugling sorgfältig überwacht werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses

Arzneimittel

kann

Reaktionsfähigkeit

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Besonders zu Beginn der Behandlung, bei Dosiserhöhung, Präparatewechsel oder durch gleichzeitigen

Alkoholgenuss, können Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Wenn Sie solche Nebenwirkungen bei

sich bemerken, sollten Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen benutzen.

3.

Wie ist Seloken retard einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bluthochdruck bei Erwachsenen

Die empfohlene Dosis beträgt 47,5 mg Metoprololsuccinat einmal täglich. Falls notwendig, kann Ihr

Arzt die Dosis auf 95 bis 190 mg einmal täglich erhöhen oder ein anderes blutdrucksenkendes

Arzneimittel zusätzlich geben.

Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (chronisch-stabile Angina pectoris)

empfohlene

Dosis

beträgt

47,5

Metoprololsuccinat

einmal

täglich.

Wenn

notwendig,

kann

Seloken

retard

anderen

Arzneimitteln

Behandlung

koronaren

Herzkrankheit zusammen gegeben werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt über eine Anpassung der Dosis

entscheiden.

Ältere Patienten(ab 65 Jahren)

Die Dosis sollte mit besonderer Vorsicht erhöht werden.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes ist dieses Arzneimittel für die Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen mit Bluthochdruck unter 18 Jahren nicht geeignet.

Art der Anwendung:

Nehmen Sie Seloken retard einmal täglich, vorzugsweise morgens, mit ausreichend Flüssigkeit (einem

Glas Wasser) ein. Sie können die Tabletten unabhängig von einer Mahlzeit einnehmen. Nehmen Sie

die Tabletten als Ganzes oder geteilt ein. Die Tabletten dürfen nicht zerkaut oder zerkleinert werden.

Es stehen auch Seloken retard 95 mg – Filmtabletten zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Seloken retard eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt oder ein Krankenhaus. Der Arzt kann entsprechend der

Schwere der Überdosierung bzw. der Art der Beschwerden über die erforderlichen Maßnahmen

entscheiden.

Nehmen Sie die Verpackung von Seloken retard mit, damit der Arzt weiß, welchen Wirkstoff Sie

eingenommen haben.

Die häufigsten Anzeichen je nach Schwere einer Überdosierung sind ein starker Blutdruckabfall,

langsamer

Puls,

unregelmäßiger

Herzschlag,

Herzleistungsschwäche,

Herz-Kreislaufschock

Herzstillstand

sowie

Atembeschwerden

Verengung/Verkrampfung

Atemwege,

Bewusstseinsstörungen,

Koma,

Übelkeit,

Erbrechen,

bläuliche

Verfärbung

Haut

Schleimhäuten (Zyanose), Unterzuckerung und Krampfanfälle.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol, anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Chinidin (zur

Behandlung

Herzrhythmusstörungen)

oder

Barbituraten

(Beruhigungsmittel)

können

Beschwerden verstärkt werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten üblicherweise 20 Minuten bis 2 Stunden nach der

Einnahme des Arzneimittels auf.

Wenn Sie die Einnahme von Seloken retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Seloken retard abbrechen

Die Behandlung mit Seloken retard darf nur in Absprache mit Ihrem Arzt geändert oder beendet

werden.

Die Behandlung muss von Ihrem Arzt langsam und schrittweise beendet werden. Plötzliches Absetzen

kann zu einer Verschlechterung der Herzerkrankung führen und das Risiko für einen Herzinfarkt und

plötzlichen Herztod erhöhen.

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, wenn Sie die Einnahme unterbrechen oder vorzeitig

beenden möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Müdigkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schwindel, Kopfschmerz

verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall beim Aufstehen, vereinzelt

mit Ohnmachtsanfällen, Herzklopfen

Kalte Hände und Füße, Durchblutungsstörungen in den Fingern (Raynaud-Syndrom)

Atemnot bei Anstrengung

Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung

Abweichungen der Leberfunktionswerte (Bluttest)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Gewichtszunahme

Depressionen, verminderte Aufmerksamkeit, Schläfrigkeit oder Schlafstörungen, Alpträume

Missempfindungen wie Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen (Parästhesien)

Vorübergehende Verschlechterung einer Herzleistungsschwäche, Herz-Kreislaufschock bei

Patienten mit akutem Herzinfarkt, Erregungsleitungsstörungen

am Herzen (AV-Block 1.

Grades), Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Brustschmerzen

Anfallsweise Verengung/Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus)

Erbrechen

Hautausschläge (ähnlich einer Schuppenflechte), verstärktes Schwitzen

Muskelschwäche, Muskelkrämpfe

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Verstärkung einer insulinbedingten Unterzuckerung

Störungen

Fettstoffwechsel

(Verminderung

HDL-Cholesterins,

Erhöhung

Triglyzeride)

Nervosität, Ängstlichkeit

Sehstörungen, trockene und/oder gereizte Augen, Augenbindehautentzündung

Herzrhythmusstörungen (Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)

Schnupfen

Mundtrockenheit

Haarausfall

Impotenz, sexuelle Funktionsstörung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Verminderung

Blutplättchen

(Thrombozytopenie),

Verminderung

bestimmter

weißer

Blutkörperchen (Agranulozytose)

Störungen im Fettstoffwechsel (Erhöhung des VLDL-Cholesterins)

Erinnerungsschwierigkeiten, Gedächtnisschwächen, Verwirrtheit, Halluzinationen

Hörstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehender Hörverlust

Verstärkung von bereits bestehenden Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen bis zum

Absterben von Gewebe (Gangrän)

Geschmacksstörungen

Leberentzündung

Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Verschlechterung einer Schuppenflechte

Gelenkschmerzen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Seloken retard aufzubewahren?

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Seloken retard enthält

Der Wirkstoff ist: Metoprololsuccinat. 1 Filmtablette mit verzögerter Wirkstofffreisetzung enthält

47,5 mg Metoprololsuccinat

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Siliciumdioxid, Ethylcellulose, Hyprolose (Hydroxypropylcellulose),

Mikrokristalline Cellulose, Natriumstearylfumarat

Tablettenüberzug: Hypromellose, Macrogol 6000, Titandioxid E 171 und Paraffin.

Wie Seloken retard aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, ovale Filmtabletten mit beidseitigen Bruchrillen und einseitiger Prägung mit

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Packungsgrößen: Seloken retard 47,5 mg: PVC- Blisterstreifen zu 10, 20, 30 oder 50 Stück

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

AstraZeneca Österreich GmbH, A-1030 Wien

Tel.: (+43 1) 711 31 - 0

Fax: (+43 1) 711 31 - 221

e-mail: info.at@astrazeneca.com

Hersteller

AstraZeneca GmbH, Tinsdaler Weg 183, D-22880 Wedel, Deutschland

Z.Nr.: 1-18928

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2016.