Selectol 200 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Selectol 200 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Selectol 200 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Celiprolol

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 17286
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage

Seite 1  

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

Selectol 200 mg - Tabletten 

Wirkstoff: Celiprolol-hydrochlorid 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses 

Arzneimittels beginnen. 

-  Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. 

-  Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. 

-  Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte 

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben 

wie Sie. 

-  Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie 

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, 

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. 

Diese Packungsbeilage beinhaltet

1.  Was ist Selectol und wofür wird es angewendet? 

2.  Was müssen Sie vor der Einnahme von Selectol beachten? 

3.  Wie ist Selectol einzunehmen? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie ist Selectol aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1.  WAS IST SELECTOL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET? 

Selectol,  ein  so  genannter  Beta-Blocker,  senkt  den  erhöhten  Blutdruck,  ohne  den  normalen 

Blutdruck im Allgemeinen zu beeinflussen. 

Es  schützt  den  Herzmuskel  vor  übermäßiger  Belastung,  indem  es  die  Herzmuskelarbeit 

herabsetzt und die Herzreaktion auf Stress und körperliche Belastung dämpft. 

Die beschleunigte oder unregelmäßige Herztätigkeit wird reguliert. 

Bei  Angina  pectoris  durch  mangelhafte  Sauerstoffversorgung  des  Herzmuskels  werden  die 

Anfälle,  die  als  starker  Schmerz  in  der  linken  Brusthälfte  erscheinen,  verhindert  oder  ihr 

Schweregrad verringert. 

Selectol wird angewendet bei: 

- hohem Blutdruck 

- Angina pectoris (Brustschmerz infolge Erkrankung der Herzkranzgefäße) 

- zu schnellem Pulsschlag auch in Ruhe (hyperkinetisches Herzsyndrom) 

2.  WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON SELECTOL BEACHTEN? 

Selectol darf nicht eingenommen werden, 

-  wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Celiprolol oder einen der sonstigen 

Bestandteile von Selectol sind. 

Seite 2  

-  wenn Sie an bestimmten Herzüberleitungsstörungen (AV-Block 2. und 3. Grades) leiden, 

einen in Ruhe deutlich verlangsamten Puls (unter 50 Schläge/Minute) haben oder an 

dekompensierter (nicht ausgeglichener) Herzmuskelschwäche leiden;  

-  bei durch Herzerkrankung verursachtem Schockzustand; 

-  wenn Sie Herzrhythmusstörungen infolge Erkrankung der Reizbildungsstelle im Herzen 

(Sick-Sinus-Syndrom) haben und keinen Herzschrittmacher tragen; 

-  wenn Sie an Bluthochdruck im Lungenkreislauf leiden; 

-  bei akutem Asthmaanfall; bei Status asthmaticus (sehr häufige akute, schwere und lang 

anhaltende Asthmaanfälle); 

-  bei gleichzeitiger Behandlung mit MAO-Hemmern (bestimmten Arzneimitteln gegen 

Depressionen); 

-  wenn Sie schwanger sind oder stillen. 

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Selectol ist erforderlich, 

-  wenn Sie an Leber- und Nierenfunktionsstörungen oder schweren Gehirngefäßverkalkungen 

leiden; 

-  wenn Sie an vermehrtem Auftreten von sauren Stoffwechselprodukten im Organismus 

(metabolischer Azidose), einer bestimmten Herzüberleitungsstörung (AV-Block 1. Grades), 

Herzschwäche, langsamem Herzschlag, Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom) oder 

schweren Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen leiden. In diesen Fällen darf die 

Behandlung mit Selectol nur mit besonderer Vorsicht und häufigen Kontrollen durch den 

Arzt erfolgen. 

-  wenn Sie an Herzschwäche leiden. Es muss vor Beginn und während der Therapie eine 

ausreichende Behandlung gewährleistet sein. 

-  wenn Sie an Asthma (auch in der Krankenvorgeschichte) oder anderen Lungenerkrankungen 

mit Einschränkung der Atemfunktion leiden: Wegen der Möglichkeit der Auslösung oder 

Verstärkung einer Verengung der Bronchien ist besondere Vorsicht geboten, obwohl dieses 

Risiko aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften von Selectol besonders gering ist. 

Selectol sollte bei den genannten Erkrankungen der Lunge gleichzeitig mit einem 

bronchienerweiternden Asthmamittel angewendet werden. 

-  wenn Sie selbst oder enge Verwandte an Schuppenflechte (Psoriasis) erkrankt sind oder 

waren. Die Anwendung von Selectol sollte nur erfolgen, wenn der Arzt der Ansicht ist, dass 

der erwartete Nutzen größer ist als das mögliche Risiko.  

-  falls Sie in der Vergangenheit schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) hatten 

oder sich derzeit einer Behandlung zur Desensibilisierung unterziehen: Informieren Sie 

unbedingt Ihren Arzt darüber. Wegen der Gefahr schwerer Symptome einer 

Überempfindlichkeit, die durch Betablocker noch verstärkt werden können, darf die 

Anwendung von Selectol nur unter strenger ärztlicher Überwachung erfolgen. 

-  wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen: Informieren Sie den Narkosearzt 

darüber, dass Sie Selectol einnehmen. 

-  falls Sie zuckerkrank (Diabetiker) sind: Die Blutzuckerwerte sind in kürzeren Abständen zu 

kontrollieren. 

Die Anwendung von Selectol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. 

Bei Einnahme von Selectol mit anderen Arzneimitteln 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / 

anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht 

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. 

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Selectol kann die Wirkung von Insulin oder oralen Präparaten gegen Zuckerkrankheit verstärken 

oder verlängern. In seltenen Fällen kann es zur Verschleierung der Anzeichen einer 

Unterzuckerung (schneller Puls, Schwächegefühl, Schweißausbrüche, Zittern) kommen. 

Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind daher erforderlich. 

Andere blutdrucksenkende Präparate, harntreibende Mittel, bestimmte Beruhigungs- und 

Schlafmittel, gefäßerweiterende Medikamente sowie Medikamente gegen Depressionen 

verstärken die blutdrucksenkende Wirkung von Selectol. 

Bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (z.B. Reserpin, bestimmte Alpha-

Rezeptorantagonisten und herzwirksame Glykoside) können ein stärkeres Absinken der 

Herzfrequenz und Überleitungsstörungen im Herzen bewirken. Wenn eine gleichzeitige 

Behandlung mit Clonidin (einem Alpha-Rezeptorantagonisten) plötzlich beendet wird, kann der 

Blutdruck übermäßig ansteigen. Eine Behandlung mit diesen beiden Arzneimitteln muss daher in 

Absprache mit dem Arzt abgestuft mit einer mehrtägigen Übergangsfrist begonnen bzw. beendet 

werden. 

Bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck oder gegen Rhythmusstörungen (z.B. 

Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp, Disopyramid) können bei 

gemeinsamer Verabreichung mit Selectol die unerwünschten Wirkungen (stark erniedrigter 

Blutdruck, sehr langsamer Puls oder andere Rhythmusstörungen) verstärken. Eine besonders 

sorgfältige ärztliche Überwachung kann erforderlich sein. Die gleichzeitige Anwendung mit 

Kalziumantagonisten vom Nifedipintyp führte gelegentlich zu Herzschwäche. 

Die gleichzeitige Anwendung von Indometacin (entzündungshemmendes Arzneimittel) kann die 

blutdrucksenkende Wirkung von Selectol verringern. Substanzen wie Adrenalin und 

Noradrenalin können zu einem beträchtlichen Blutdruckanstieg führen. 

Eine bestimmte Gruppe von Arzneimitteln gegen Depressionen (so genannte MAO-Hemmer) 

dürfen nicht gleichzeitig mit Selectol angewendet werden, da dies einen übermäßigen Anstieg 

des Blutdrucks bewirken könnte. 

Cimetidin (gegen Magengeschwüre) kann die Wirkung von Selectol verstärken. 

Bei Einnahme von Selectol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken 

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung der 

Wirkung kommen. 

Schwangerschaft und Stillzeit 

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. 

Während der Schwangerschaft und Stillzeit soll Selectol nicht angewendet werden, weil das 

Auftreten von Nebenwirkungen wie langsamer Herzschlag, Unterzuckerung und Störungen im 

Wasser- und Salzhaushalt beim Fetus und beim Säugling nicht ausgeschlossen werden kann. 

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Selectol schwanger werden. 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 

 Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit 

beeinträchtigen. Dies gilt besonders zu Beginn der Behandlung, wenn die Dosis erhöht wird, 

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wenn andere Arzneimittel zusätzlich eingenommen oder abgesetzt werden sowie bei 

gleichzeitiger Einnahme von Alkohol. 

3.  WIE IST SELECTOL EINZUNEHMEN? 

Nehmen Sie Selectol immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem 

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.  

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung wie folgt: 

Hoher Blutdruck: Täglich 1 Tablette als morgendliche Einmalgabe. Bei nicht ausreichender 

Wirkung ist die Erhöhung der Tagesdosis auf 1½ - 2 Tabletten möglich. Diese kann ebenfalls als 

morgendliche Einmaldosis oder aufgeteilt in 2 Gaben (morgens und abends) eingenommen 

werden. 

Angina pectoris: Die Tagesdosis beträgt 1 - 2 Tabletten. Sie kann morgens auf einmal oder über 

den Tag verteilt in mehreren Gaben eingenommen werden. 

Zu schneller Pulsschlag auch in Ruhe: 1 Tablette morgens. 

Art der Anwendung: 

Die Tabletten sollen unzerkaut ½ bis 1 Stunde vor oder 1 bis 2 Stunden nach dem Essen mit 

etwas Flüssigkeit eingenommen werden. 

Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Die Anwendungsdauer wird vom Arzt 

festgelegt und richtet sich nach dem Krankheitsverlauf.  

Wenn Sie eine größere Menge von Selectol eingenommen haben als Sie sollten 

Bei einer Überdosierung kann es zu Herz-Kreislauf-Beschwerden und Symptomen seitens des 

Zentralnervensystems kommen, z.B. übermäßige Blutdrucksenkung, stark verlangsamter 

Herzschlag, Atembeschwerden, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch 

Krampfanfälle. In schweren Fällen Herzschwäche oder Herzstillstand und durch Herzerkrankung 

verursachter Schockzustand, schwere Beeinträchtigung der Atemfunktion (Bronchospasmus). 

Hinweise für den Arzt: 

Neben allgemeinen Maßnahmen der primären Giftelimination müssen unter intensivmedizini-

schen Bedingungen die vitalen Parameter überwacht und gegebenenfalls korrigiert werden. 

Als Gegenmittel können gegeben werden: 

Atropin 0,5 - 2 mg i.v. als Bolus. 

Glucagon initial 1 - 10 mg i.v., anschließend 2 - 2,5 mg/h als Dauerinfusion. 

Sympathomimetika in Abhängigkeit vom Körpergewicht und Effekt: Dopamin, Dobutamin, 

Isoprenalin, Orciprenalin und Adrenalin. 

Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine temporäre Schrittmachertherapie durchgeführt 

werden. Ein Bronchospasmus soll mit Beta

-Sympathomimetika oder Theophyllin behandelt 

werden. Bei generalisierten Krampfanfällen empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von 

Diazepam.  

Wenn Sie die Einnahme von Selectol vergessen haben 

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. 

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Wenn Sie die Einnahme von Selectol abbrechen 

Beenden Sie die Behandlung mit Selectol nicht eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit 

dem Arzt. Die Behandlung sollte langsam durch schrittweise Dosisverminderung und nicht 

abrupt beendet werden, da es sonst zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen kann.  

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder 

Apotheker. 

4.  WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH? 

Wie alle Arzneimittel kann Selectol Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten 

müssen. 

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wird entsprechend der folgenden Einteilung angegeben: 

Sehr häufig: bei mehr als 1 von 10 Behandelten aufgetreten  

Häufig: bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten aufgetreten 

Gelegentlich: bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten aufgetreten 

Selten: bei weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten aufgetreten 

Sehr selten: bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten bzw. nur in Einzelfällen aufgetreten 

Blut und Lymphsystem: 

Gelegentlich: Verminderung der Zahl der Blutplättchen oder Hautblutungen.    

Immunsystem: 

In Einzelfällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. juckende Hautausschläge) 

kommen.  

Stoffwechsel: 

Sehr selten kann eine bisher noch nicht erkannte Zuckerkrankheit während einer Behandlung mit 

Selectol offenkundig werden, ein bestehender Diabetes kann sich verschlechtern. 

Bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion können damit zusammenhängende Symptome (z.B. 

Herzrasen, Zittern) durch Anwendung von Selectol verschleiert werden. 

Ähnliche Warnzeichen im Zusammenhang mit einer Unterzuckerung können ebenfalls 

verschleiert werden, auch nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung.  

Es kann zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin 

wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma 

beobachtet. 

Psychische Beschwerden: 

Häufig: Besonders zu Beginn der Behandlung kann es zu depressiven Verstimmungen, 

Albträumen, seelischen Störungen (Psychosen) oder Sinnestäuschungen (Halluzinationen) 

kommen. 

Nervensystem: 

Häufig: Insbesondere zu Behandlungsbeginn können Müdigkeit, Schwindelgefühl, 

Benommenheit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Nervosität, Schwitzen oder Schlafstörungen 

auftreten. Auch Empfindungsstörungen wie Kribbeln und Kältegefühl in Armen oder Beinen 

wurden beobachtet. 

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Augen: 

Gelegentlich: trockene Augen (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), 

Bindehautentzündung (Konjunktivitis). 

Sehr selten: Entzündung der Horn- und Bindehaut des Auges (Keratokonjunktivitis), 

Sehstörungen. 

Herz: 

Häufig: Pulsverlangsamung, kurzdauernder Bewusstseinsverlust (Synkopen), Herzklopfen, 

Überleitungsstörungen, Verstärkung einer Herzschwäche. 

Sehr selten: Bei Patienten mit Angina pectoris ist eine Verstärkung der Anfälle nicht 

auszuschließen.  

Gefäße: 

Häufig: Verstärkter Blutdruckabfall. 

Sehr selten: Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der 

Gliedmaßen (einschließlich zeitweiligem Hinken bzw. Gefäßkrämpfen im Bereich der Finger 

oder Zehen) wurde beobachtet. 

Atemwege: 

Atemnot, besonders bei Patienten mit Atemwegserkrankungen mit Einschränkung der 

Atemfunktion. 

Magen-Darm-Trakt:  

Häufig: Vorübergehend kann es zu Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, 

Verstopfung, Durchfall) kommen. 

Gelegentlich: Mundtrockenheit.  

Haut: 

Häufig: Allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Ausschlag). 

Sehr selten: Wie andere Beta-Rezeptorenblocker kann Selectol eine Schuppenflechte (Psoriasis) 

auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu Schuppenflechte-ähnlichen 

(psoriasiformen) Hautausschlägen führen. Der Behandlungszeitraum bis zum Auftreten 

derartiger Hauterscheinungen kann von wenigen Wochen bis zu Jahren betragen. 

Muskulatur, Bindegewebe und Knochen: 

Gelegentlich: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe (Wadenkrämpfe). 

Sehr selten: Verstärkung eines bestehenden Muskelleidens (Myasthenia gravis). Bei 

Langzeitanwendung degenerative Gelenkserkrankung (Mono- und Polyarthritis). 

Nieren und Harnwege: 

Sehr selten: Bei Patienten mit schweren Störungen der Nierenfunktion wurde über eine weitere 

Verschlechterung der Nierenfunktion berichtet. Deshalb sollte während der Behandlung mit 

Selectol die Nierenfunktion entsprechend überwacht werden. 

Geschlechtsorgane: 

Sehr selten: Störungen des Sexualtriebs (Libido) und der Potenz.  

Untersuchungen: 

Sehr selten: Erhöhung bestimmter Laborwerte (GOT, GPT).  

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Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen 

Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser 

Gebrauchsinformation angegeben sind. 

5.  WIE IST SELECTOL AUFZUBEWAHREN? 

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu 

schützen. 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr 

anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. 

6.  WEITERE INFORMATIONEN 

Was  Selectol enthält 

-  Der Wirkstoffe ist: Celiprolol-hydrochlorid. 

1 Tablette enthält 200 mg Celiprolol-hydrochlorid 

-  Die sonstigen Bestandteile sind: Polyvidon, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat 

Wie Selectol aussieht und Inhalt der Packung 

Weiße bis schwach cremefarbene Tabletten mit Prägung „SE2“ auf einer Seite und Bruchkerbe 

auf der anderen Seite. 

20 bzw. 50 Tabletten. 

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller 

Zulassungsinhaber: 

Sanofi-aventis GmbH, Leonard-Bernstein-Straße 10, 1220 Wien 

Hersteller: 

Gerot Pharmazeutika Ges.m.b.H., Arnethgasse 3, 1160 Wien 

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2012.  

Z.Nr.: 17.286  

6-3-2018

Rota-TS ad us. vet., Pulver

Rota-TS ad us. vet., Pulver

● Neue Packungsgrössen: Dose zu 200 g und 750 g

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

27-2-2018

Panacur AquaSol 200 mg/ml ad us. vet., fluessige Arzneimittelvormischung

Panacur AquaSol 200 mg/ml ad us. vet., fluessige Arzneimittelvormischung

● Die Neuzulassung erfolgte am 27.02.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

14-6-2018

Votrient 200 mg/400 mg Filmtabletten

Rote - Liste

11-6-2018

Kaletra® 200 mg/50 mg Filmtabletten

Rote - Liste

5-6-2018

Viramune® 200 mg Tabletten

Rote - Liste

5-6-2018

Tasigna® 50 mg / 200 mg Hartkapseln

Rote - Liste

30-5-2018

Diflucan® 100 mg/200 mg, Hartkapseln

Rote - Liste

30-5-2018

Azi-TEVA® 200 mg/5 ml Pulver

Rote - Liste