Secokapton

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Secokapton - Dragees
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie die Packungsbeilage für medizinisches Fachpersonal.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Secokapton - Dragees
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Ergotamin, Kombinatione

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 9217
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

GEBRAUCHSINFORMATION: 

INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

Secokapton – Dragees 

 (Wirkstoffe: Ergotamintartrat und Coffein) 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch bevor Sie mit der Ein-

nahme dieses Arzneimittels beginnen. 

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später 

nochmals lesen. 

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apothe-

ker. 

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht 

an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese diesel-

ben Symptome haben wie Sie. 

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder 

Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation ange-

geben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. 

Diese Packungsbeilage enthält: 

1.  Was sind Secokapton-Dragees und wofür werden sie verwendet? 

2.  Was müssen Sie vor der Einnahme von Secokapton-Dragees beachten? 

3.  Wie sind Secokapton-Dragees einzunehmen? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie sind Secokapton-Dragees aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1. Was sind Secokapton-Dragees und wofür werden sie angewendet? 

Secokapton-Dragees dienen zur Behandlung von Migräneanfällen und verwandten Arten 

von Kopfschmerzen, wenn andere Behandlungen nicht wirksam sind. 

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Secokapton-Dragees beachten? 

Secokapton-Dragees dürfen nicht eingenommen werden,  

  wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ergotamintartrat, andere Mutterkornal-

kaloide, Coffein oder einen der sonstigen Bestandteile von Secokapton-Dragees 

sind.  

  wenn Sie unter unzureichend behandeltem Bluthochdruck leiden 

  bei Erkrankungen die zu krampfartigen Gefäßreaktionen führen können, das sind 

z.B.:  

  koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße) 

  Sepsis (schwere Allgemeininfektion) 

  Schock (z.B. nach starkem Blutverlust) 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

  Erkrankungen und Entzündungen der Blutgefäße 

  Atherosklerose („Arterienverkalkung“) 

  Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen 

  Raynaud Syndrom (Erkrankung mit Durchblutungsstörungen) 

  vorübergehende Durchblutungsstörungen im Gehirn 

  Gehirnverletzungen in der Vergangenheit 

  bei bestimmten, seltenen Migräne- bzw. Kopfschmerzformen 

  bei schweren Leberfunktionsstörungen 

  bei schweren Nierenfunktionsstörungen 

  bei Schilddrüsenüberfunktion 

  bei Phäochromozytom (eine Erkrankung der Nebenniere)  

  bei bekannter krankhafter Bindegewebsvermehrung (z.B. im Bereich der Lunge oder 

Herzklappen) 

  bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, wie z.B. bestimmte Antibiotika, 

bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen, bestimmte Arzneimittel zur Behand-

lung von AIDS und bestimmte gefäßverengend wirkende Arzneimittel (siehe dazu 

den Abschnitt “Bei Einnahme von Secokapton-Dragees mit anderen Arzneimitteln“)  

  bei einem aktiven Geschwür im Verdauungstrakt 

  bei Unterernährung 

  in Schwangerschaft und Stillzeit 

  von Kindern unter 12 Jahren. 

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Secokapton-Dragees ist erforderlich, 

wenn Sie häufiger unter Migräne leiden, denn: 

Secokapton-Dragees sind zur Anfallsbehandlung der Migräne und nicht zur dauernden 

oder vorbeugenden Einnahme bestimmt.  

Bei Langzeitanwendung oder Überdosierung kann es zu Durchblutungsstörungen sowie 

durch Gefäßverengungen bis zu Gefäßverschluss und sogar Absterben von Gewebe 

kommen - siehe auch: „3. Wie sind Secokapton-Dragees einzunehmen?“ und   

„Wenn Sie eine größere Menge Secokapton eingenommen haben, als Sie sollten“ 

(Überdosierung) 

Durch Medikamente ausgelöster Kopfschmerz: 

Zu häufiger Gebrauch von Secokapton-Dragees – oder auch anderer Schmerzmittel – 

kann zu Kopfschmerz führen. Wenn Sie vermuten, dass dies bei Ihnen der Fall ist, fragen 

Sie bitte Ihren Arzt um Rat. 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

Gewöhnung: 

Bei Überschreiten der empfohlenen Dosierung oder Behandlungsdauer muss mit einer 

Gewöhnung gerechnet werden. Für Sie bedeutet das, dass bei Unterbrechen der Ein-

nahme wahrscheinlich wieder Kopfschmerzen auftreten. Lassen Sie sich bitte auch in 

diesem Fall von Ihrem Arzt beraten. 

Kopfschmerzkalender: 

Es ist sinnvoll, auf individuelle Auslöser der Migräne wie bestimmte Wetterlagen (z.B. 

Föhn), Stress, Nahrungsmittel (z.B. bestimmte Käsesorten), Alkohol, Nikotin, Koffeinent-

zug, Menstruationszyklus bei Frauen, Lichteinwirkung, Anstrengung der Augen, oder 

bestimmte Arzneimittel zu achten und in einem Kopfschmerzkalender zu vermerken. 

Durch Feststellen solcher Auslöser können Sie künftige Migräneanfälle eventuell vermei-

den. 

Rechtzeitige Einnahme: 

Wenn Sie bemerken, dass ein Migräneanfall bevorsteht, können Sie diesen durch eine 

frühe Einnahme von Secokapton-Dragees im Allgemeinen verhindern, abschwächen oder 

abkürzen.  

Je nach Erfahrung bei vorangegangenen Migräneattacken ist die erste Dosis entspre-

chend zu wählen (siehe 3. Wie sind Secokapton-Dragees einzunehmen?) 

Es wird empfohlen, Secokapton-Dragees mit sich zu führen, um einen Anfall möglichst 

früh mit der Ihnen bekannten, persönlichen Dosis abzufangen. 

Ruhe und Entspannung - z.B. das Liegen in einem dunklen, ruhigen Raum - wirkt beim 

Migräneanfall im Allgemeinen ebenfalls erleichternd.  

Bei Einnahme von Secokapton-Dragees mit anderen Arzneimitteln 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen 

oder anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich 

um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. 

So kann dann entschieden werden, ob ein Arzneimittel nicht eingenommen werden darf, 

oder ob die Dosierung des einen oder anderen Arzneimittels verändert werden muss. 

Die folgenden Arzneimittel dürfen nicht mit Secokapton-Dragees kombiniert werden: 

Die gleichzeitige Anwendung von Secokapton-Dragees mit anderen Arzneimitteln gegen 

Migräne (aus der Gruppe der „Mutterkornalkaloide“ - wie Ergotamin, Dihydroergotamin - 

oder „Triptane“) ist strikt zu vermeiden, weil sie zu verstärkter Gefäßverengung führen 

kann. 

Einnahme von „Triptanen“ nach Secokapton-Dragees: 

Nach der Einnahme von Secokapton-Dragees ist zur Vermeidung unerwünschter gefäß-

verengender Wirkung ein Mindestabstand von  mindestens 24 Stunden vor Einnahme 

eines „Triptans“ oder ähnlicher Arzneimittel einzuhalten.  

Einnahme von Secokapton-Dragees nach „Triptanen“: 

Nach der Einnahme von „Triptanen“ (wie z.B. Sumatriptan, Naratriptan oder Zolmitriptan) 

ist ein Zeitabstand von  mindestens 6 Stunden einzuhalten. Nach der Einnahme von 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

bestimmten anderen „Triptanen“, die länger wirksam sind, (wie z.B. Eletriptan und 

Frovatriptan) wird ein Zeitabstand von  24 Stunden vor der Einnahme von Secokapton-

Dragees empfohlen. 

Weiters dürfen Secokapton-Dragees mit folgenden Arzneimitteln nicht kombiniert werden  

Bestimmte Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionen mit Bakterien oder Pilzen, 

z.B. Erythromycin, Clarithromycin, Troleandomycin, Josamycin und Midecamycin) 

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV Infektionen und AIDS (z.B. Rito-

navir, Nelfinavir, Indinavir) 

Arzneimittel zur lokalisierten Schmerzminderung (Lokalanästhetika), die gefäßver-

engende Zusätze enthalten, dürfen nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Ein-

nahme von Secokapton-Dragees verwendet werden. Solche Arzneimittel könnten 

z.B. bei kleineren Operationen oder bei zahnärztlichen Eingriffen verwendet wer-

den. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt entsprechend. 

Die folgenden Arzneimittel sollten nicht mit Secokapton-Dragees kombiniert werden: 

Bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder zur Migränevorbeugung („Beta-

blocker“) 

Nikotinhältige Arzneimittel (nikotinhaltige Raucherentwöhnungsmittel) oder auch 

starkes Rauchen - können die gefäßverengende Wirkung der Secokapton-Dragees 

verstärken. 

Vorsicht ist geboten (es ist besonders auf das Auftreten von Anzeichen einer Überdosie-

rung zu achten), wenn Secokapton-Dragees kombiniert werden sollten mit: 

der „Pille“ (hormonelle Empfängnisverhütung) – eine empfindlichere Reaktion auf 

die gefäßverengende Wirkung von Secokapton-Dragees ist möglich 

Bei Einnahme von Secokapton-Dragees zusammen mit Nahrungsmitteln und 

Getränken 

Durch das Trinken größerer Mengen von Grapefruitsaft ist durch verminderten Abbau 

eine Verstärkung der Nebenwirkungen von Secokapton-Dragees möglich. 

Beim Genuss coffeingehältiger Getränke sollte berücksichtigt werden, dass es zur 

Überdosierung von Coffein kommen könnte. 

Schwangerschaft und Stillzeit:  

Während der gesamten Schwangerschaft dürfen Secokapton-Dragees nicht angewendet 

werden, da eine Schädigung des Kindes möglich ist.  

Während der Stillzeit dürfen Secokapton-Dragees ebenfalls nicht eingenommen werden. 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen: 

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen; 

falls Sie Nebenwirkungen wie z.B. Müdigkeit, Schwindel oder Sehstörungen bemerken, 

müssen Sie Tätigkeiten unterlassen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern – z.B. die 

Teilnahme am Straßenverkehr sowie das Bedienen von gefährlichen Maschinen oder 

Werkzeugen. 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen sollten für eine Beeinträchtigung Ihrer Aufmerk-

samkeit durch die Migräneattacke selbst gelten.  

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Secokapton-

Dragees: 

Zuckerunverträglichkeit 

Ein Secokapton-Dragee enthält 26 mg Lactose (Milchzucker) und ca. 73 mg Saccharose. 

Wenn Sie bestimmte Zuckerarten nicht vertragen, fragen Sie bitte vor der Einnahme Ihren 

Arzt um Rat. 

3.  WIE SIND SECOKAPTON-DRAGEES EINZUNEHMEN? 

Nehmen  Sie  Secokapton-Dragees  immer  genau  nach  Anweisung  Ihres  Arztes  ein.  Bitte 

fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. 

Die Behandlung mit Secokapton – Dragees soll nur unter ärztlicher Überwachung erfol-

gen.  

Nehmen Sie Secokapton-Dragees bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalles mit 

ausreichend Flüssigkeit ein. 

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: 

Erwachsene und Jugendliche (Personen über 12 bis unter 65 Jahren) 

nehmen bei der ersten Anwendung eine Startdosis von 1-2 Dragees. Falls nach 60 

Minuten keine ausreichende Schmerzlinderung erfolgt ist, kann die Gabe von 1 Dragee 

frühestens alle 60 Minuten bis zur Schmerzlinderung - aber nur bis zu einer Tagesmaxi-

maldosis von 6 mg Ergotamintartrat (6 Dragees) erfolgen.  

Wenn Sie in Folge von früheren Anfällen die für Sie persönlich notwendige Anzahl von 

Dragees kennen, so können Sie später beim ersten Zeichen eines Anfalls als Startdosis 

bis zu maximal 3 Dragees auf einmal einnehmen. Die Tagesmaximaldosis von 6 mg 

Ergotamintartrat (6 Dragees) bleibt dabei allerdings gleich. 

Die Maximaldosis  pro Woche beträgt 10 mg Ergotamintartrat (10 Dragees). Die Einnah-

me soll nicht länger als  2 Tage pro Woche und nicht häufiger als an 10 Tagen pro Monat 

erfolgen. 

Diese angegebenen Maximaldosen dürfen nicht überschritten werden. 

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von 

Secokapton-Dragees zu stark oder zu schwach ist. 

Die Anzeichen einer zu starken Wirkung sind: Gefühlsstörungen in Fingern und Zehen 

(z.B. Gefühllosigkeit, Kribbelgefühl), Brustschmerzen, Übelkeit, Erbrechen.  

Falls Brustschmerzen auftreten, müssen Sie die Einnahme von Secokapton-Dragees 

unterbrechen und sofort Ihren Arzt informieren. 

Kinder (unter 12 Jahren) 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

dürfen Secokapton-Dragees nicht einnehmen. 

Ältere Personen (über 65 Jahre) 

Eine sorgfältige Überwachung durch Ihren Arzt ist erforderlich. 

Wenn Sie eine größere Menge Secokapton-Dragees eingenommen haben, als Sie 

sollten -  

Zeichen einer Überdosierung können sein:   

Bei akuter Vergiftung 

kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Durst, Schläfrigkeit, Verwirrt-

heit, Veränderungen von Rhythmus und Schlagfrequenz des Herzens, Erhöhung oder 

Erniedrigung des Blutdruckes, Schwindel, Hautjucken, Kältegefühl, Taubheit, Kribbeln 

und Schmerz in den Extremitäten aufgrund der Mangeldurchblutung durch Gefäßkrämpfe, 

Symptome von Mangeldurchblutung des Herzens (z.B. Brustschmerz), Symptome von 

Mangeldurchblutung des Gehirns (z.B. Halbseitenlähmung), Störung der Atmung und 

Bewusstlosigkeit kommen.  

Es ist zu beachten, dass Gefäßkrämpfe auch noch bis zu 24 Stunden nach Verabrei-

chung von Ergotamin auftreten können! 

Bei chronischer Vergiftung 

kann es zu Krämpfen, Störungen der Gehirnfunktion, Persönlichkeitsveränderungen und 

schmerzhaften Durchblutungsstörungen bis zum Absterben von Körperteilen (z.B. Zehen) 

kommen. 

Für Ärzte: Hinweise zur Überdosierung sind am Ende dieser Gebrauchsinformation 

zu finden! 

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

Wie alle Arzneimittel können Secokapton-Dragees Nebenwirkungen haben, die aber nicht 

bei jedem/jeder auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden 

folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: 

Sehr häufig:  mindestens 1 von 10 Behandelten 

Häufig:  weniger als 1 von 10, aber mindestens 1 von 100 Behandelten 

Gelegentlich:  weniger als 1 von 100, aber mindestens 1 von 1.000 Behandelten 

Selten:  weniger als 1 von 1.000, aber mindestens 1 von 10.000 Behandelten 

Sehr selten:   weniger als 1 von 10.000 Behandelten oder nicht bekannte Häufigkeit 

(auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) 

Folgende Nebenwirkungen wurden nach der Anwendung von Ergotamin beschrie-

ben (Nebenwirkungen von Ergotamin können auch durch zu hohe Dosierung bzw. durch 

zu lange andauernde Anwendung verursacht werden) : 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

Herzerkrankungen 

Selten  Durchblutungsstörungen des Herzens, Veränderungen 

der Herzschlagfolge (Verlangsamung oder Beschleuni-

gung) 

Erkrankungen des Nervensystems 

Gelegentlich  Missempfindungen 

Unbestimmte Häufigkeit  Konzentrations- und Koordinationsstörungen, Dämp-

fung, Benommenheit, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, 

Krampfanfälle, Hypästhesien, Schwindel, Nervenschä-

den 

Unbestimmte Häufigkeit / bei höherer 

Dosierung  Halluzinationen, Verstärkung von Psychosen, Schlagan-

fall, Halbseitenlähmung 

Augenerkrankungen 

Selten  Sehstörungen 

Unbestimmte Häufigkeit  Augenschäden  

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums 

Gelegentlich  Atemnot  

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes 

Häufig  Übelkeit, Erbrechen, Durchfall 

Selten  Dickdarmentzündung nach Durchblutungsstörungen  

Unbestimmte Häufigkeit  Appetitsteigerung 

Erkrankungen der Niere und Harnwege 

Unbestimmte Häufigkeit  Störungen beim Harnlassen 

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes 

Häufig  Lokalisierte Ödeme  (Schwellung von Gesicht, Fingern, 

Füßen) 

Selten  Hautrötungen, Nesselausschlag 

Unbestimmte Häufigkeit  Auschlag, Juckreiz, Kältegefühl  

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen 

Häufig  Muskelkrämpfe 

Gelegentlich  Muskelschwäche, Muskelschmerzen 

Gelegentlich bei Langzeitanwendung  Bindegewebsvermehrung (z.B. an Lungenfell oder 

Herzklappen) 

Gefäßerkrankungen 

Gelegentlich  Hitzewallungen mit Hautrötung 

Selten  Gefäßkrämpfe mit Schmerzen und Schwächegefühl 

(besonders in der unteren Extremität) 

Sehr selten  Thrombosen 

Unbestimmte Häufigkeit  Durchblutungsstörungen; Gangrän von Zehen oder 

Fingern, Blutdruckschwankungen (Erhöhung oder 

Erniedrigung des Blutdruckes), kleine Hautblutungen 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

Erkrankungen des Immunsystems 

Selten   Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hautausschlag, 

Nesselausschlag, Gesichtsödem, Atemnot) 

Leber- und Gallenerkrankungen 

Sehr selten  Störungen des Leberkreislaufes 

Unbestimmte Häufigkeit  Leberfunktionsstörungen  

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse 

Unbestimmte Häufigkeit  Gebärmutterkrämpfe 

Allgemein 

Unbestimmte Häufigkeit  Schwäche 

Die Nebenwirkungen von  Coffein sind dosisabhängig und individuell unterschiedlich. Sie 

hängen von Ihrer persönlichen Empfindlichkeit gegenüber Coffein und vom täglichen 

Konsum coffeinhaltiger Getränke ab. Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung sind 

Nebenwirkungen durch das Coffein selten, jedoch kann es bei Einnahme in den Abend- 

oder späten Nachmittagsstunden zu Einschlafstörungen kommen.  

Sie sollten Ihren Coffeinkonsum (z.B. durch Getränke) einschränken, wenn sie 

Secokapton Dragees einnehmen, da sonst verstärkte Nebenwirkungen durch Coffein 

möglich sind. 

Folgende Nebenwirkungen wurden nach der Anwendung von Coffein beschrieben: 

Herzerkrankungen 

Unbestimmte Häufigkeit / bei höherer 

Dosierung  Blutdruckerhöhung, Beschleunigung des Herzschlages,  

Rhythmusstörungen 

Erkrankungen des Nervensystems 

Häufig  Reizbarkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Angst, Benom-

menheit, Müdigkeit, Schwäche, Schwindel, Zittern 

Unbestimmte Häufigkeit / bei höherer 

Dosierung  Krämpfe, Halluzinationen, Verstärkung von Psychosen 

Augenerkrankungen 

Unbestimmte Häufigkeit / bei höherer 

Dosierung  Sehstörungen  

Erkrankungen des Ohres und des Labyrinths 

Unbestimmte Häufigkeit / bei höherer 

Dosierung  Hörstörungen  

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes 

Häufig / bei höherer Dosierung  Mundtrockenheit, verstärkter Durst, Appetitminderung, 

Heißhunger, Magenschmerzen, Durchfall, Übelkeit, 

Sodbrennen 

Selten  Blähungen, blutiger Durchfall 

Erkrankungen der Niere und Harnwege 

Unbestimmte Häufigkeit  Verstärkter Harnfluss 

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

Unbestimmte Häufigkeit  Nesselausschlag 

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen 

Unbestimmte Häufigkeit  Muskelschmerzen 

Mögliche Veränderung von Laborbefunden 

Veränderungen des Blutkaliumspiegels und des Blutzuckerspiegels 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten 

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die 

nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. 

Bei folgenden Nebenwirkungen unterbrechen Sie bitte die Einnahme von Secokap-

ton-Dragees sofort und informieren Sie umgehend einen Arzt: 

Allergische Reaktionen: 

Anzeichen, die auf eine allergische Reaktion hindeuten, sind zum Beispiel Atemnot, 

Beklemmung, Hautjucken (ev. mit Ausschlägen, wie z.B. Nesselausschlag) , Schwellun-

gen im Gesicht, Blutdruckabfall (Schwindel, Benommenheit).  

Durchblutungsstörungen: 

Anzeichen, die auf einen Beeinträchtigung des Blutkreislaufes hindeuten, sind zum 

Beispiel Brustschmerzen (die eventuell in die Umgebung ausstrahlen), Schmerzen in 

Armen und/oder Beinen, Bauchschmerzen, Sehstörungen, blasse und kalte Hände und 

Füße. 

5. Wie sind Secokapton-Dragees aufzubewahren? 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren! 

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem dem Umkarton angegebenen Verfalldatum 

nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. 

Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie 

Ihren  Apotheker,  wie  Secokapton-Dragees   zu  entsorgen  sind,  wenn  Sie  sie  nicht  mehr 

benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen. 

6. Weitere Informationen 

Secokapton-Dragees enthalten: 

Die Wirkstoffe pro Dragee sind 1 mg Ergotamintartrat und 50 mg Coffein 

Die sonstigen Bestandteile sind Lactose-Monohydrat (Milchzucker), Maisstärke, Talkum, 

Magnesiumstearat, Dextrin, Saccharose, Gelatine, Gummi arabicum, Basisches Butylme-

thacrylat-Copolymer (Eudragit E), Montanglycolwachs, Chinolingelb E104 

Wie sehen Secokapton-Dragees aus und was enthält eine Packung? 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

10 

Secokapton-Dragees sind gelbe bikonvexe überzogene Tabletten (Dragees). Eine 

Packung (mit PVC/PVDC/Aluminiumblister) enthält 20 Stück. 

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller: 

Strallhofer Pharma GmbH 

Eisenstädterstraße 42 

7011 Siegendorf 

Tel: 02687 42366 

info@strallhofer.co.at   

Z.Nr.: 9217 

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juli 2007.  

Die folgenden Informationen sind für ärztliches bzw. medizinisches Fachpersonal 

bestimmt: 

Überdosierung von Ergotamin: 

Symptome 

Akute Intoxikation: 

Bei akuter Intoxikation kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Durst, Schläf-

rigkeit, Verwirrtheit, Tachykardie, Rhythmusstörungen, Hypertonie oder Hypotonie, Schwindel, 

Hautjucken, Kältegefühl, Taubheit, Kribbeln und Schmerz in den Extremitäten aufgrund der 

Ischämie durch Gefäßspasmen, Symptome myokardialer Ischämie, Brustschmerz, Symptome 

zentraler Ischämie wie z.B. Halbseitenlähmung, Atemdepression und Koma kommen.  

Es ist zu beachten, dass  Gefäßspasmen auch noch bis zu 24 Stunden nach Verabreichung 

von Ergotamin auftreten können! 

Chronische Intoxikation: 

Bei chronischer Intoxikation kann es zu Krämpfen, zentralnervösen Störungen, Persönlichkeits-

veränderungen und schmerzhaften Durchblutungsstörungen bis zum Gangrän kommen. 

Therapie: 

Die Behandlung erfolgt symptomatisch, unter sorgfältiger Überwachung der kardiovaskulären und 

respiratorischen Funktionen: Magenspülung, Verabreichung von Aktivkohle. Wenn schwere 

vasospastische Symptome vorliegen, ist die intravenöse Gabe von peripheren Vasodilatatoren wie 

z.B. Nitroprussid, Phentolamin oder Dihydralazin - auch kombiniert mit Plasmaexpandern - 

angebracht. Auch die intraarterielle Gabe von geeigneten Prostaglandinen war erfolgreich bei 

schweren Gefäßspasmen nach Ergotaminüberdosierung. 

Lokale Wärmeapplikation und Pflege der betroffenen Körperbereiche zur Prävention von Gewe-

beschäden sind zu empfehlen. Koronare Beteiligung ist entsprechend (z.B. mit Nitroglyzerin) zu 

behandeln. 

Überdosierung von Coffein: 

Symptome 

Durch den Coffeinanteil von Secokapton sind bei Überdosierung folgende Symptome zu erwarten: 

Blutdruckerhöhung (systolisch), Herzrhythmusstörungen (insbes. ventrikuläre Extrasystolen), 

Secokapton GI  B&F 26-Apr-2007     

11 

Schlafstörungen, Krämpfe, Hypokaliämie, Myopathie und psych(ot)ische Symptome wie z.B. 

Agitiertheit, Reizbarkeit, Angst  oder Halluzinationen.  

1-8-2018

Champix (Pfizer Europe MA EEIG)

Champix (Pfizer Europe MA EEIG)

Champix (Active substance: varenicline tartrate) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5197 of Wed, 01 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/699/T/71

Europe -DG Health and Food Safety

4-6-2018

Champix (Pfizer Limited)

Champix (Pfizer Limited)

Champix (Active substance: varenicline tartrate) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3620 of Mon, 04 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

28-5-2018

Procysbi (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

Procysbi (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

Procysbi (Active substance: mercaptamine (cysteamine bitartrate)) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3337 of Mon, 28 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2465/T/21

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/14/1306 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1306 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1306 (Active substance: Cysteamine bitartrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3151 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/070/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/14/1252 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1252 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1252 (Active substance: Cysteamine bitartrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3133 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/164/13/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/10/778 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/10/778 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/10/778 (Active substance: Cysteamine bitartrate (gastroresistant)) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3137 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/034/10/T/01

Europe -DG Health and Food Safety