Scanlux

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Scanlux 370 mg J/ml, - Injektionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 1 x 50 ml, Laufzeit: 24 Monate,1 x 100 ml, Laufzeit: 24 Monate,1 x 200 ml, Laufzeit: 24 Monate,30 x 50 ml, Laufzeit: 24 Monate,3
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Scanlux 370 mg J/ml, - Injektionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Iopamidol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-23237
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-10-1999
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Scanlux 300mg Jod/ml, 340mg Jod/ml, 370mg Jod/ml, Injektionslösung

Iopamidol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das Pflegepersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es NICHT an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das

Pflegepersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Scanlux Injektion und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung der Scanlux Injektion beachten?

3. Wie ist Scanlux Injektion anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Scanlux Injektion aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST SCANLUX INJEKTION UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Scanlux gehört zur Gruppe der Röntgenkontrastmittel. Es enthält den Wirkstoff Iopamidol, der ca. 49%

Jod enthält.

Sie erhalten Scanlux Injektion vor oder während ihrer Röntgenuntersuchung. Nach der Injektion in den

Körper ist Scanlux auf einer Röntgenaufnahme sehr gut zu erkennen (da die Röntgenstrahlen durch

das Jod blockiert werden) und dies erleichtert den Ärzten die Identifizierung des Problems.

Nachfolgend finden Sie eine Liste der häufigsten Anwendungen von Scanlux:

Untersuchung der Blutgefäße

Untersuchung des Herzens und seiner Blutgefäße

Gehirn- oder Ganzkörper-Scan

Untersuchung der Harnblase und Harnwege.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG DER SCANLUX INJEKTION BEACHTEN?

Scanlux Injektion darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Iopamidol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion haben

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Scanlux Injektion ist erforderlich:

Vor der Behandlung mit Scanlux Injektion müssen Sie Ihrem Arzt oder dem Röntgenassistenten

mitteilen, ob:

bei Ihnen schon einmal eine allergische Reaktion auf ein Kontrastmittel aufgetreten ist

Sie andere Allergien haben

Sie schwanger sind oder glauben, schwanger zu sein

Sie Asthma, Epilepsie oder Diabetes haben

Sie eine Gehirnerkrankung oder einen Gehirntumor haben

Sie Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenprobleme haben

Sie eine Erkrankung namens „Myasthenia gravis“ haben (verursacht schwere

Muskelschwäche)

Sie einen Tumor nahe der Niere haben

Sie eine Blut- oder Knochenmarkerkrankung haben

Sie zuvor bereits wegen einer Schilddrüsenüberfunktion behandelt wurden

Sie hohe Kalziumkonzentrationen in Ihrem Blut haben

Sie eine Blutgefäßerkrankung haben, insbesondere eine Erkrankung der Arterien, die das

Gehirn versorgen

Sie hohen Blutdruck haben

Sie Homocystinurie (eine angeborene Störung, die sich auf die Muskeln, das Nervensystem

und Herz auswirkt) haben

Sie an Alkoholismus leiden

Sie eine Blutuntersuchung durchführen lassen möchten (da Scanlux das Ergebnis

beeinträchtigen kann)

Besondere Vorsicht ist bei Kindern unter einem Jahr und bei älteren Patienten gegeben. Diese

Gruppen können anfällig für Nebenwirkungen sein.

Vor dem Erhalt der Scanlux Injektion

Es ist wichtig, dass Sie am Tag vor Ihrer Untersuchung mit Scanlux und nach der

Untersuchung reichlich nichtalkoholische Flüssigkeiten trinken.

Falls bei Ihnen in den Wochen nach Ihrer Untersuchung mit Scanlux ein

Schilddrüsenfunktionstest durchgeführt werden soll, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt vor dem

Test mit.

Bei Anwendung von Scanlux Injektion mit anderen Arzneimitteln

Vor Ihrer Behandlung mit Scanlux Injektion teilen Sie bitte Ihrem Arzt oder dem Röntgenassistenten

mit, ob Sie momentan mit einem der nachfolgenden Arzneimittel behandelt werden oder kürzlich

behandelt wurden:

Andere Röntgenkontrastmittel

Papaverin

Diabetes-Medikamente wie z.B. Metformin

Interleukin-2 (zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen)

Beta-Blocker und/oder ACE-Hemmer und/oder Diuretika (gegen hohen Blutdruck oder Angina

pectoris)

Arzneimittel, die den Herzrhythmus verändern z. B. Amiodaron, Cisaprid, Haloperidol.

Die Anwendung/Einnahme der nachfolgenden Arzneimittel muss 48 Stunden vor der Gabe der

Scanlux Injektion gestoppt werden. Setzen Sie deren Anwendung/Einnahme erst wieder 24 Stunden

nach Ihrer Röntgenuntersuchung fort:

Arzneimittel gegen Epilepsie

Arzneimittel gegen Depression, wie z. B. trizyklische Antidepressiva oder Monoaminoxidase-

Hemmer.

Arzneimittel zur Behandlung von Geisteskrankheiten

Teilen Sie bitte Ihrem Arzt oder dem Röntgenassistenten mit, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden

bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige

Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder glauben, schwanger zu sein, oder ein Kind stillen, informieren Sie bitte

Ihren Arzt oder den Röntgenassistenten, bevor Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wird.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach Gabe dieses Arzneimittels sollten Sie mindestens eine Stunde – oder länger, falls Sie sich nicht

wohl fühlen – kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.

3.

WIE IST SCANLUX INJEKTION ANZUWENDEN?

Sie erhalten Scanlux vor oder während ihrer Röntgenuntersuchung. Der Arzt oder das Pflegepersonal

wird Ihnen das Arzneimittel in eine Vene oder Arterie injizieren. Nach Ihrer Untersuchung wird man Sie

eventuell bitten, sich noch etwa 30 Minuten auszuruhen.

Dosierung:

Die injizierte Menge hängt davon ab, an welcher Stelle das Arzneimittel injiziert und für welche

Untersuchung es verwendet wird.

Erwachsene:

Je nach Art der Untersuchung, die Sie erhalten, kann es sein, dass Sie eine Injektion von bis zu

100 ml Scanlux erhalten. In einigen Fällen kann es sein, dass Sie eine zweite Injektion erhalten.

Kinder:

Je nach Art der Untersuchung kann es sein, dass Kinder bis zu 2,5 ml pro Kilogramm ihres

Körpergewichts erhalten.

Wenn Sie glauben, dass Ihnen zuviel von diesem Arzneimittel verabreicht wurde

Dieser Fall ist eher unwahrscheinlich, aber sollte er dennoch eintreten, wird Ihr Arzt die eventuell

auftretenden Symptome behandeln.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Scanlux Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Informieren Sie sofort ihren Arzt, wenn Sie eine plötzliche Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten beim

Atmen, Schwellungen der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, einen Hautausschlag oder

Juckreiz (insbesondere am ganzen Körper) entwickeln. Dies sind Anzeichen einer allergischen

Reaktion, die schwerwiegend sein kann und eine ärztliche Behandlung erfordern könnte.

Allergische Reaktionen können sich auch erst Tage nach der Behandlung zeigen. Wenn sich solche

Symptome entwickeln kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Ausgedehnter Hautausschlag mit Blasen und Abschälen der Haut, insbesondere um Mund, Nase,

Augen und Genitalien herum (Stevens-Johnson-Syndrom) sowie eine schwerwiegendere Form, die

ein ausgedehntes Abschälen der Haut (mehr als 30 % der Körperoberfläche) verursacht (toxische

epidermale Nekrolyse) könnten auftreten. Des Weiteren könnte ein Hautausschlag, möglicherweise

mit Blasen, der wie kleine Zielscheiben aussieht (zentraler, dunkler Fleck mit umgebendem blasseren

Bereich und einem dunklen Ring außen herum – Erythema multiforme) auftreten.

Die folgenden Nebenwirkungen traten nach Anwendung einer Iopamidol Injektionslösung auf:

Häufig (bei mehr als 1 von 100 aber weniger als 1 von 10 Behandelten):

- Kopfschmerzen

- Übelkeit

- Hitzegefühl

Gelegentlich (bei mehr als 1 von 1.000, aber weniger als 1 von 100 Behandelten):

- Schwindel

- Geschmacksstörung

- Herzrhythmusstörungen

- niedriger und hoher Blutdruck

- Hitzewallungen

- Erbrechen

- Durchfall

- Bauchschmerzen

- Mundtrockenheit

- Juckreiz, Hautausschlag, Rötung der Haut

- Vermehrtes Schwitzen

- Rückenschmerzen

- Nierenversagen

- Schmerzen im Brustraum und an der Einstichstelle

- Fieber

- Kältegefühl

- Erhöhter Kreatinin-Wert (Wert zur Messung der Nierenfunktion im Rahmen von Labortests) im Blut

Selten (bei mehr als 1 von 10.000, aber weniger als 1 von 1.000 Behandelten):

- Verwirrtheit

- Empfindungsstörungen wie Ameisenlaufen, Kribbeln und Taubheit ohne erkennbare Ursache

(Parästhesien)

- Verlangsamter Herzschlag

- Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (erschwertes Atmen, Husten, beschleunigte Atmung)

- Asthma (anfallsartig auftretende Atemnot infolge einer Verengung der Atemwege und Schwellung

der Schleimhaut der Atemwege)

- Atembeschwerden

- Muskelkrämpfe

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

- Verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

- Allergische Reaktionen

- Koma

- Mini-Herzinfarkt

- Ohnmachtsanfall, Bewusstseinsstörung, Bewusstseinsverlust

- vorübergehende Erblindung, Sehstörungen, Bindehautentzündung, übermäßige Lichtempfindlichkeit,

wässrige/juckende Augen

- Herzanfall, Herzversagen, mangelnde Blutzirkulation auf Grund mangelnder Kontraktion des

Herzens, beschleunigter Herzschlag

- Kreislaufversagen oder Schock

- Atemstillstand, Ateminsuffizienz, akutes Atemnotsyndrom (eine schwere Lungenerkrankung),

Atemnot oder kurzzeitiges Aussetzen der Atmung, Kurzatmigkeit

- Schwellung von Rachen, Gesicht oder Speicheldrüsen

- Vermehrter Speichelfluss

- Knochen-, Muskel-, Bänder-, Sehnen- und/oder Nervenschmerzen

- Schmerzen, allgemeines Unwohlsein

- auffälliges Elektrokardiogramm (wird durch den Arzt getestet)

- auffällige Bluttests

- Gedächtnisverlust

- Lähmungserscheinungen, Lähmung, Tremor (Zittern), Anfälle, Muskelstarre

- Beeinträchtigtes Gehör einschließlich Schwierigkeiten beim Hören oder Hörverlust oder Hören von

Echos

- Appetitverlust, Würge- oder Brechreiz

- vorrübergehende Änderungen von Nierenfunktionstests, verminderte oder erhöhte Urinproduktion,

unkontrolliertes, unwillkürliches Wasserlassen (Inkontinenz), Schmerzen, Blut im Urin

- erhöhter oder verminderter Blutfluss

Die folgenden Nebenwirkungen sind vorrangig nach Untersuchungen des Herzens und seiner

Blutgefäße aufgetreten:

schneller oder langsamer Herzschlag

niedriger oder hoher Blutdruck

Herzinfarkt, Herzversagen oder

Kollaps aufgrund von sehr niedrigem

Blutdruck

Schlaganfall

Herzrhythmusveränderungen

Schwellung und

Berührungsempfindlichkeit entlang

einer Vene

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Röntgenassistenten. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Inst.

Pharmakovigilanz, Traisengasse 5, AT-1200 WIEN, Fax: + 43 (0) 50 555 36207, Website:

http://www.basg.gv.at/ melden. Indem sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST SCANLUX INJEKTION AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen Scanlux Injektion nach dem auf dem

Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Lösung vor Licht und Röntgenstrahlen schützen. Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung

aufbewahren.

Ihr Arzt, Apotheker oder das diplomierte Pflegepersonal wissen, wie Scanlux Injektion

ordnungsgemäß aufbewahrt wird.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Scanlux Injektion enthält

Der Wirkstoff ist Iopamidol (entsprechend 300, 340 oder 370 mg Jod/ml)

Die sonstigen Bestandteile sind Trometamol, Natriumcalciumedetat, Salzsäure und Wasser

für Injektionszwecke.

Wie Scanlux Injektion aussieht und Inhalt der Packung

Scanlux Injektion ist eine klare, farblose bis blassgelbe Lösung.

Sie ist in Glasflaschen zu 50 ml, 75 ml, 100 ml und 200 ml erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Sanochemia Pharmazeutika AG

Boltzmanngasse 11

1090 Wien

Österreich

Hersteller

Sanochemia Pharmazeutika AG

Landeggerstrasse 7

2491 Neufeld/Leitha

Österreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EWR unter folgenden Namen zugelassen:

Österreich

Scanlux

Griechenland

Scanlux

Italien

Scanlux

Vereinigtes Königreich

Scanlux

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im September 2015.