Sano-Tuss N

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sano-Tuss N Sirup
  • Darreichungsform:
  • Sirup
  • Zusammensetzung:
  • codeini phosphas hemihydricus 7.5 mg, guaifenesinum 100 mg, arom.: vanillinum et alia, conserv.: E 210, excipiens ad solutionem pro 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sano-Tuss N Sirup
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Husten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 42968
  • Berechtigungsdatum:
  • 02-07-1987
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Sano-Tuss N

Was ist Sano-Tuss N und wann wird es angewendet?

Sano-Tuss N ist ein Hustenmittel, das zwei Wirkstoffe enthält.

Der eine Wirkstoff, Guaifenesin, verflüssigt den zähen Schleim in den Luftwegen und fördert den

Auswurf. Der andere Wirkstoff, Codein, dämpft den Hustenreiz und vermindert die Häufigkeit der

Hustenanfälle. Der Sirup enthält als Süssstoff Sorbitol, das langsam in Traubenzucker umgewandelt

wird und ist auch für Diabetiker geeignet. Sano-Tuss N wird zur Linderung des Hustenreizes sowie

zur Förderung des Abhustens angewendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Wirkung von Sano-Tuss N wird durch reichliches Trinken gefördert. Rauchen trägt zum

Auftreten von Schleim in den Atemwegen und von Husten («Raucherhusten») bei. Wenn Sie

rauchen, können Sie durch Verzichten darauf die Wirkung von Sano-Tuss N unterstützen.

Hinweis für Diabetiker: Dieses Arzneimittel enthält 1,75 g verwertbare Kohlenhydrate pro

Einzeldosis (5 ml).

Wann darf Sano-Tuss N nicht angewendet werden?

Sano-Tuss N darf nicht angewendet werden:

- bei Überempfindlichkeit auf Codein oder Guaifenesin;

- bei asthmatischen Beschwerden;

- bei Abhängigkeit von Codein und ähnlichen Substanzen;

- bei eingeschränkter Atmung;

- bei einer Behandlung mit gewissen Medikamenten gegen Gemütsstörungen (sogenannte Mono-

Amino- Oxidase-Hemmer [MAO-Hemmer] bei Depressionen).- während der Schwangerschaft und

in der Stillzeit (siehe «Darf Sano-Tuss N während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden ?“). Stillende Frauen dürfen Codein nicht einnehmen, da Codein dem

Säugling schaden kann, weil es in die Muttermilch übergeht.

- bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Bei starker Absonderung von Bronchialschleim soll Sano-Tuss N vorsichtshalber nicht

eingenommen werden.

Patientinnen und Patienten jeden Alters, die bekanntermassen „ultraschnelle Metabolisierer“ sind,

also Codein sehr schnell in Morphin umwandeln, dürfen Codein nicht zur Behandlung von Husten

und Erkältung anwenden, da bei ihnen ein höheres Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen

aufgrund von Codein vorliegt.

Sano-Tuss N Sirup darf nicht angewendet werden, wenn Sie an einer (seltenen) angeborenen Störung

des Zuckerstoffwechsels (sogenannte Fruktose-Unverträglichkeit) leiden, denn aus dem darin als

Süssstoff enthaltenen Sorbit entsteht bei der Verdauung Fruchtzucker (Fruktose).Ihr Arzt oder Ihre

Ärztin wissen, was in solchen Fällen zu tun ist.

Wann ist bei der Einnahme von Sano-Tuss N Vorsicht geboten?

Husten ist ein Abwehrmechanismus des Körpers, der bestimmte Ursachen hat. Bei hartnäckiger

Schleimabsonderung und dem damit einhergehenden Husten sollte der Arzt oder die Ärztin zu

Beginn der Behandlung die Ursache des Hustens abklären und gegebenenfalls eine spezifische

Behandlung ein-leiten.

Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung oder unter Verstopfung leiden, oder wenn sich

zeigen sollte, dass bei Ihnen aufgrund einer erblichen Veranlagung der Wirkstoff Codein langsamer

als bei den meisten anderen Personen ausgeschieden wird, sollten Sie Sano-Tuss N vorsichtshalber

nur während weniger Tage ohne ärztliche Verordnung einnehmen.

Fragen Sie einen Arzt oder eine Ärztin, wenn Ihr Husten nach 3–5 Tagen nicht verschwunden ist

oder sich zumindest nicht deutlich gebessert hat, oder wenn ungewohnte Krankheitszeichen auftreten

sollten. Eine kurze Behandlungsdauer verringert auch das Risiko, dass es durch den Wirkstoff

Codein zu Gewöhnung und Abhängigkeit kommen könnte.

Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen und plötzlichen Atembeschwerden, was in sehr

seltenen Fällen geschehen kann (siehe unter: «Welche Nebenwirkungen kann Sano-Tuss N haben?»),

müssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und so rasch wie möglich einen Arzt oder eine Ärztin

aufsuchen.

Auf die gleichzeitige Einnahme von weiteren Arzneimitteln, die den Hustenreiz herabsetzen oder

aufheben (sogenannte Antitussiva), sollten Sie unbedingt verzichten, da es dadurch zu einem

unerwünschten Stau von Bronchialschleim mit dem Risiko eines Bronchialkrampfes und einer

Lungenentzündung kommen kann.

Bei gleichzeitiger Einnahme gewisser Arzneimittel gegen Erregungszustände und Schlafstörungen

(Sedativa), Depressionen (Antidepressiva), Allergien (Antihistaminika), gewisse Herzkrankheiten

(Betablocker) oder verspannte Muskeln (Muskelrelaxantien) können deren Wirkungen und

Nebenwirkungen verstärkt werden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin werden Sie über die Zusammenhänge

aufklären.

Sano-Tuss N kann auch bei bestimmungsgemässer Anwendung, die Reaktionsfähigkeit, die

Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen,

besonders bei gleichzeitigem Genuss alkoholischer Getränke.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Sano-Tuss N während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit oder wenn Sie ein Kind haben

möchten möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt oder den Apotheker bzw die Ärztin

oder die Apothekerin um Rat fragen. Der in Sano-Tuss N enthaltene Wirkstoff Codein geht in die

Muttermilch über und kann demSäugling schaden, weshalb Sie den Sirup in der Schwangerschaft

und während des Stillens nicht einnehmen dürfen.

Wie verwenden Sie Sano-Tuss N?

Falls vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet:

Erwachsene: 3- bis 4-mal täglich 5–10 ml. Messen Sie mit dem beigefügten, graduierten

Doppelmesslöffel die entsprechende Dosis ab. Nach Gebrauch und vor Benutzung durch eine andere

Person den Doppelmesslöffel mit Wasser spülen und trocknen.

Sano-Tuss N ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet.

Zusätzlich zur Einnahme des Arzneimittels ist reichliche Flüssigkeitszufuhr (z.B. in Form von Tee,

Fruchtsaft usw.) empfehlenswert.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Sano-Tuss N haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Sano-Tuss N auftreten: Häufig

Verstopfung, Magen-Darm- Beschwerden (z.B. Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen), leichte

Schläfrigkeit und leichte Kopfschmerzen, vor allem zu Beginn der Behandlung und bei Einnahme

höherer Dosen; in seltenen Fällen Atemhemmung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Durchfall,

Verwirrtheit, Schwindel, Unruhe oder Euphorie.

In seltenen Fällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) kommen, die sich mit

einem oder mehreren der folgenden Anzeichen bemerkbar machen:

Hautausschlag, Juckreiz, Unwohlsein, Schweissausbrüche, Schwindel, Beschleunigung des

Herzschlags und Atembeschwerden. Das betrifft insbesondere Patienten und Patientinnen mit

Asthma und Nesselfieber (chronische Urtikaria). In Einzelfällen können allergische Reaktionen bis

zum Herz- Kreislauf-Schock gehen und medizinischen Beistand erfordern (siehe: «Wann ist bei der

Anwendung von Sano-Tuss N Vorsicht geboten?»).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25°C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Sano-Tuss N enthalten?

5 ml (1 Messlöffel) enthalten:

Wirkstoffe: 100 mg Guaifenesin und 7,5 mg Codeinphosphat

Hilfsstoffe: Sorbitol; Konservierungsmittel: Benzoesäure (E 210); Aromatica: Vanillin; weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

42’968 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Sano-Tuss N? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Packung zu 200 ml.

Zulassungsinhaberin

Dr. Heinz Welti AG, Gebenstorf.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.