Sangerol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sangerol Spray
  • Darreichungsform:
  • Spray
  • Zusammensetzung:
  • lidocaini hydrochloridum corresp. lidocaini hydrochloridum 66 µg pro dosi, lysozymi hydrochloridum corresp. lysozymi hydrochloridum 106 µg pro dosi, tyrothricinum 0.67 mg/ml corresp. tyrothricinum 134 µg pro dosi, aromatica, color.: E 104, E 131, conserv.: E 216, E 218, excipiens ad solutionem pro 1 ml, doses pro vase 100.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sangerol Spray
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 51808
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-05-1993
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Was sollte dazu beachtet werden?, Wann darf Sangerol nicht eingenommen/angewendet werden?, Wann

ist bei der Einnahme/Anwendung von Sangerol Vorsicht geboten?, Welche Nebenwirkungen kann

Sangerol haben?, Stand der Information

Sangerol®

Was ist Sangerol und wann wird es angewendet?

Sangerol Lutschtabletten, Mundspüllösung und Mundspray sind Arzneimittel zur Behandlung von

Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes, wie Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Aphthen,

Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Sangerol kann zur Unterstützung der

Behandlung von Angina und Heiserkeit eingesetzt werden. Sangerol kann auch zur Vorbereitung und

zur Nachbehandlung von chirurgischen Eingriffen im Mund und Rachen, wie Mandeloperationen,

Kieferoperationen und zahnärztlichen Eingriffen angewendet werden.

Lidocain verringert Schmerzen auf der Schleimhautoberfläche.

Lysozym ist ein körpereigener Abwehrstoff gegen diverse Bakterien und Viren. Es hemmt zudem

eine allfällige Eiterbildung.

Tyrothricin ist ein auf den Schleimhäuten wirksames Antibiotikum, das die Bakterien in Mund- und

Rachenraum bekämpft. Es wirkt in vielen Fällen auch auf solche Bakterien, die gegenüber anderen

Antibiotika resistent sind. Allergien auf Tyrothricin sind selten.

Die Besonderheit der Lutschtabletten besteht darin, dass die Wirkstoffe in zwei Phasen aus der

Mantel-Kern-Tablette freigesetzt werden. Zuerst vermindert Lidocain, das im Tablettenmantel

enthalten ist, rasch die entzündungsbedingten Schmerzen, dann werden die anderen Komponenten

aus dem Tablettenkern freigesetzt.

Was sollte dazu beachtet werden?

Hinweis für Diabetiker: Sangerol mint Lutschtabletten enthalten ca. 1.2 g verwertbare Kohlenhydrate

pro Einzeldosis.

Hinweis für Allergiker: Sangerol enthält Lysozym aus Ei/Eiweiss.

Wann darf Sangerol nicht eingenommen/angewendet werden?

Bei einer bekannten Überempfindlichkeit auf einen oder mehrere Inhaltsstoffe in Sangerol oder auf

Hühnereiweiss soll das Präparat nicht eingenommen werden.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Sangerol Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie

-an anderen Krankheiten leiden,

-Allergien haben oder

-andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Bei der Einnahme von Sangerol können schwerwiegende allergische Reaktionen (wie Hautausschlag,

Schwellungen im Gesicht oder der Atemwege, Verengung der Atemwege, Kreislaufkomplikationen

und anaphylaktischer Schock) auftreten. Des Weiteren wurde über Einzelfälle von schwerwiegenden

Haut- und Schleimhautschädigungen berichtet. Einige der schwerwiegenden Reaktionen waren

lebensbedrohlich. Bei Auftreten von allergischen oder Hautreaktionen sollte unverzüglich ein Arzt

bzw. eine Ärztin aufgesucht werden und die Behandlung mit Sangerol abgebrochen werden.

Bei höherem Fieber, oder wenn innerhalb von 5 Tagen keine Besserung eintritt, ist ein Arzt bzw.

eine Ärztin aufzusuchen.

Die Anwendung von Sangerol wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.

Darf Sangerol während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Sangerol darf in der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht oder nur kurzfristig, in der üblichen

Dosierung und nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin eingenommen oder angewendet

werden.

Wie verwenden Sie Sangerol?

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:

Lutschtabletten: 1 Lutschtablette je nach Schweregrad der Infektion alle 1–2 Stunden langsam im

Munde zergehen lassen (nicht kauen!). Maximale Tagesdosis sind 8 Lutschtabletten.

Mundspüllösung: je nach Schweregrad der Entzündung bis max. 5 mal täglich 15 ml (1 Messbecher)

Mundspüllösung während 30–60 Sekunden im Mund- und Rachenraum einwirken lassen, während 3

bis max. 5 Tagen.

Mundspray: je nach Schweregrad der Infektion bis max. 5 mal täglich mit je 2–3 Spraystössen die

entzündeten Stellen behandeln, während 3 bis max. 5 Tagen.

Die Anwendung und Sicherheit von Sangerol bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht geprüft

worden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Sangerol haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Sangerol auftreten: Bei

Einnahme von Sangerol Lutschtabletten und Mundspray auf nüchternen Magen können bei

empfindlichen Personen Übelkeit und Magenbrennen auftreten. In diesen Fällen kann die

Mundspüllösung eingesetzt werden.

Sehr selten wurde über akute allergische Reaktionen bis hin zu anaphylaktischem Schock berichtet

(siehe «Wann ist bei der Anwendung von Sangerol Vorsicht geboten?»).

Einzelfälle von schwerwiegenden Hautreaktionen wurden berichtet.

Bei Auftreten von allergischen oder Hautreaktionen sollte unverzüglich ein Arzt bzw. eine Ärztin

aufgesucht werden und die Behandlung mit Sangerol abgebrochen werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Sangerol muss, wie alle Arzneimittel, ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Vor Licht schützen und bei Raumtemperatur (15–25ºC) aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Sangerol enthalten?

1 Lutschtablette enthält Lidocain hydrochlorid 1.07 mg (Mantel), Lysozym hydrochlorid 8 mg

(=160‘000 U.FIP) (Kern), Tyrothricin 10 mg (Kern), Xylit, Aromastoffe, Farbstoffe: Chinolingelb (E

104), Patentblau (E 131) sowie weitere Hilfsstoffe. Aroma: Pfefferminz, Süssstoff: Xylit 1‘152 mg =

19.60 kJ = 4.7 kcal.

15 ml Mundspüllösung enthalten Lidocain hydrochlorid 5.33 mg, Lysozym hydrochlorid 8 mg

(=160‘000 U.FIP), Tyrothricin 10 mg, Xylit, Propylenglycol, Aromastoffe, Farbstoffe: Chinolingelb

(E 104), Patentblau (E 131), Konserv.: Methyl-p-hydroxybenzoat (E 218), Propyl-p-hydroxybenzoat

(E 216) sowie weitere Hilfsstoffe.

1 ml Spraylösung enthält: Lidocain hydrochlorid 0.355 mg, Lysozym hydrochlorid 0.53 mg

(=10‘700 U.FIP), Tyrothricin 0.67 mg, Xylit, Propylenglycol, Aromastoffe, Farbstoffe: Chinolingelb

(E 104), Patentblau (E 131), Konserv.: Methyl-p-hydroxybenzoat (E 218), Propyl-p-hydroxybenzoat

(E 216) sowie weitere Hilfsstoffe.

Alle Sangerol Präparate sind zuckerfrei und zahnschonend.

Zulassungsnummer

49436, 49437, 51808 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Sangerol? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Lutschtabletten: 20.

Mundspüllösung: 200 ml.

Dosier-Mundspray: 20 ml, 50 ml.

Zulassungsinhaberin

Melisana AG, 8004 Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.