Sandostatin 0

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Sandostatin 0 2 mg/mL, Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • 2 mg/mL, Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • octreotidum 200 µg zu octreotidi acetas, acid lacticum, mannitolum, conserv.: phenolum 5 mg, Wasser für iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Sandostatin 0 2 mg/mL, Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Das Somatostatin-Analogon

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 49137
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-08-1988
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Sandostatin®

Novartis Pharma Schweiz AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Octreotidum (ut Octreotidi acetas).

Hilfsstoffe:

Ampullen (1 ml): Acidum lacticum, Mannitolum, Aqua ad iniectabilia q.s. ad sol. pro 1 ml.

Durchstechflasche (5 ml): Acidum lacticum, Mannitolum, Conserv.: Phenolum 5 mg, Aqua ad

iniectabilia q.s. ad sol. pro 1 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Ampullen (1 ml) zu 0.05 mg/ml, 0.1 mg/ml und 0.5 mg/ml.

Durchstechflasche (5 ml) zu 0.2 mg/ml.

Siehe auch Sandostatin LAR (Langzeittherapie der Akromegalie).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Akromegalie

Zur Symptombehandlung und Senkung der GH- (Growth Hormon = Wachstumshormon) und IGF-1-

(IGF: Insulin Growth Factor) Plasmaspiegel bei Patienten mit Akromegalie, bei denen eine

chirurgische Behandlung oder Radiotherapie keinen Erfolg zeigte. Eine Sandostatin-Therapie ist

ferner bei akromegalen Patienten angezeigt, die nicht bereit oder in der Lage sind, sich einem

operativen Eingriff zu unterziehen oder zur Überbrückung, bis die Radiotherapie ihre volle Wirkung

zeigt.

Zur Symptombehandlung bei funktionellen Tumoren des gastroenteropankreatischen endokrinen

Systems

Bei diesen Indikationen ist die Wirksamkeit genügend dokumentiert:

·Karzinoide mit den Merkmalen des Karzinoid-Syndroms;

·VIPome (VIP: Vasoactive Intestinal Peptide);

·Glukagonome.

Bei diesen Indikationen wirkt Sandostatin bei ungefähr 50% der Fälle, wobei die Anzahl der

untersuchten Patienten beschränkt ist:

·Gastrinome/Zollinger-Ellison-Syndrom (meistens in Kombination mit Protonenpumpenblockern

oder Therapie mit H2-Antagonisten;

·Insulinome, zur präoperativen Vermeidung einer Hypoglykämie und zur Erhaltungs-Therapie;

·GRFome (GRF: Growth Hormone Releasing Factor).

Sandostatin führt bei diesen Krankheiten oft zu einer Besserung der Symptome, nicht aber zur

Heilung.

·Vorbeugung der Komplikationen nach einer Pankreasoperation.

·Notfallbehandlung, zusammen mit einer spezifischen Therapie wie der endoskopischen

Sklerotherapie, bei gastro-oesophagealen Varizenblutungen bei Patienten mit Zirrhose.

Dosierung/Anwendung

Akromegalie

Initialdosis von 0.05-0.1 mg s.c. in 8-stündigen Intervallen. Die Dosis sollte anhand einer

monatlichen Beurteilung der Auswirkungen auf die zirkulierenden GH und IGF-1 Spiegel (Ziel: GH

<2.5 ng/ml; IGF-1: innerhalb normalen Messwerten) und die klinischen Symptome sowie der

Verträglichkeit eingestellt werden. Bei den meisten Patienten beträgt die optimale Tagesdosis 0.2-

0.3 mg. Für Patienten, welche unverändert die gleiche Dosis erhalten, sollte eine Messung der IGF-1

und/oder GH-Werte alle 6 Monate erfolgen.

Eine maximale Tagesdosis von 1.5 mg sollte nicht überschritten werden. Nach mehrmonatiger

Behandlung kann eine Dosisreduktion unter Überwachung der Plasma-GH-Spiegel in Erwägung

gezogen werden.

Wenn nach einmonatiger Sandostatin-Therapie die IGF-1 und/oder GH-Spiegel nicht nennenswert

zurückgegangen sind und sich die klinischen Symptome nicht gebessert haben, ist ein Abbruch der

Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Tumoren des gastroenteropankreatischen endokrinen Systems

Beginnen mit 0.05 mg s.c. 1-2×/d. Unter Berücksichtigung der Verträglichkeit und des

therapeutischen Effektes (Symptombesserung, Senkung der erhöhten Plasmaspiegel von

Tumorsubstanzen) kann die Dosierung schrittweise auf 3× 0.2 mg/d gesteigert werden.

Ausnahmsweise können höhere Dosen erforderlich sein. Die Erhaltungsdosis soll individuell

angepasst werden.

Bei fehlender therapeutischer Wirkung wird empfohlen, die Behandlung nach einer Woche

abzubrechen.

Komplikationen nach einer Pankreasoperation

0.1 mg s.c. 3×/d an 7 aufeinanderfolgenden Tagen, wobei die Behandlung am Operationstag,

spätestens 1 h vor der Operation beginnt.

Blutende gastro-oesophageale Varizen

0.025 mg/h während maximal 5 Tagen als kontinuierliche i.v.-Infusion. Sandostatin kann mit

physiologischer Kochsalzlösung verdünnt werden (siehe «Intravenöse Infusion» im Abschnitt

«Sonstige Hinweise»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten: Aus einer kleinen single-dose Studie bei älteren Probanden ergibt sich keine

Notwendigkeit zu einer speziellen Dosierung bei älteren Patienten zu Beginn einer Therapie mit

Sandostatin.

Kinder: Die Erfahrungen mit Octreotid bei Kindern sind beschränkt.

Leberfunktionseinschränkung: Bei Patienten mit Leberzirrhose kann die Halbwertszeit des

Präparates erhöht sein und eine Anpassung der Erhaltungsdosis erfordern. Bei zirrhotischen

Patienten mit blutenden gastro-oesophagealen Varizen wurde Sandostatin bei Verabreichung als

kontinuierliche i.v.-Infusion in Dosierungen bis zu 0.050 mg/h während 5 d gut vertragen.

Nierenfunktionseinschränkung: Nierenfunktionseinschränkung hatte keinen Einfluss auf die totale

Exposition (AUC) von subkutan injiziertem Octreotid, deshalb ist keine Dosisanpassung von

Sandostatin erforderlich.

Anwendung: siehe hierzu auch die detaillierten Angaben zur Gebrauchsanweisung unter «Sonstige

Hinweise».

Hinweis: Patienten, welche sich das Präparat selbst s.c. injizieren sollen, müssen vom Arzt oder von

einer medizinischen Fachperson genaue Anweisungen erhalten (siehe «Sonstige Hinweise»).

Um Schmerzen an der Injektionsstelle möglichst zu verhindern, wird empfohlen, die

Injektionslösung vor der Verabreichung auf Zimmertemperatur zu bringen. Kurz aufeinander

folgende Injektionen an der gleichen Stelle sind zu vermeiden. Um einer Kontamination der

Stechampulle vorzubeugen, soll der Gummiverschluss nicht mehr als 10× durchstochen werden.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit auf Octreotid oder einen Hilfsstoff.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allgemein

Da GH-sezernierende Hypophysentumoren manchmal expandieren und dadurch schwerwiegende

Komplikationen verursachen können (z.B. Einengung des Gesichtsfeldes), ist eine sorgfältige

Überwachung der Patienten nötig. Sobald Anzeichen einer Tumorexpansion auftreten, sind

alternative Behandlungsmethoden zu erwägen.

Durch den therapeutischen Nutzen einer Senkung der GH («Growth hormone»)-Spiegel und die

Normalisierung der IGF-1-(«Insulin-like growth factor») Konzentration bei akromegalen

Patientinnen kann möglicherweise die Fertilität wiedererlangt werden. Falls angezeigt sollten

Patientinnen im gebährfähigen Alter angewiesen werden, während einer Octreotid-Behandlung

angemessene kontrazeptive Massnahmen anzuwenden (s. «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit Octreotid sollte die Schilddrüsenfunktion überwacht

werden.

Kardiovaskuläre Ereignisse

Über Fälle einer Bradykardie wurde berichtet. Eine Dosisanpassung von Arzneimitteln wie

Betablockern, Calciumkanalblockern oder Arzneimitteln zur Kontrolle des Elektrolyt- und

Flüssigkeitshaushalts kann erforderlich sein.

Gallenblase und Gallenblase bezogene Ereignisse

Während der Behandlung mit Sandostatin kann es sehr häufig zur Bildung von Gallensteinen

(Cholelithiasis) kommen, diese können auch in Verbindung mit einer Entzündung der Gallenblase

(Cholezystitis) und einer Dilatation der Gallenwege auftreten (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Aus diesen Gründen wird eine Ultraschall-Untersuchung der Gallenblase vor und in Intervallen von

ungefähr 6-12 Monaten während der Behandlung mit Sandostatin empfohlen.

GEP endokrine Tumore

Während der Behandlung von gastroenteropankreatischen (GEP) endokrinen Tumoren kann es in

seltenen Fällen vorkommen, dass die mit Sandostatin erzielte Besserung plötzlich verloren geht und

sich wiederum schwere Symptome einstellen.

Glukose Metabolismus

Bei Insulinom-Patienten kann Octreotid zu einer Verstärkung und Verlängerung hypoglykämischer

Zustände führen; dies als Folge davon, dass seine Hemmeffekte auf die GH- und Glukagon-

Sekretion stärker ausgeprägt und von längerer Dauer sind als seine Insulin-Sekretion-hemmende

Wirkung. Diese Patienten bedürfen zu Beginn der Sandostatin-Behandlung und bei jeder

Dosisänderung einer besonders sorgfältigen Überwachung.

Starke Schwankungen des Blutzuckers können manchmal durch häufigere Injektionen mit jeweils

kleineren Einzeldosen ausgeglichen werden.

Bei Patienten mit insulinpflichtigem Typ-I-Diabetes kann die Behandlung mit Sandostatin den

Insulinbedarf vermindern. Über Hypoglykämien wurde berichtet.

Bei Nicht-Diabetikern und Typ-II-Diabetikern mit partiell intakten Insulinreserven kann Sandostatin

zu einem post-prandialen Anstieg des Blutzuckers führen. Es wird deshalb empfohlen, den

Blutzuckerspiegel zu überwachen und ggf. die antidiabetische Therapie anzupassen.

Oesophageale Varizen

Da nach Blutungsepisoden bei oesophagealen Varizen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines

insulinpflichtigen Diabetes oder für Änderungen des Insulinbedarfes bei Patienten mit

vorbestehendem Typ-I-Diabetes besteht, ist eine angemessene Überwachung des Blutglukosespiegels

notwendig.

Ernährung

Octreotid kann bei einigen Patienten die Aufnahme der Nahrungsfette verändern.

Tiefere Vitamin B12 Blutspiegel und abnorme Werte beim Schilling-Test wurden bei einigen

Patienten unter Behandlung mit Octreotid beobachtet. Es wird empfohlen, während der Behandlung

mit Sandostatin den Vitamin B12 Blutspiegel bei den Patienten mit einem Vitamin B12 Mangel in

der Anamnese zu überwachen.

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen

Es wurde festgestellt, dass Octreotid die intestinale Resorption von Ciclosporin herabsetzt und jene

von Cimetidin verzögert.

Gleichzeitige Verabreichung von Octreotid und Bromocriptin erhöht die Verfügbarkeit von

Bromocriptin.

Eine begrenzte Zahl publizierter Daten deutet darauf hin, dass Somatostatin-Analoga die

metabolische Clearance von Substanzen verringern könnten, die durch Cytochrom P450-Enzyme

metabolisiert werden. Dies wird der Suppression von Wachstumshormonen zugeschrieben. Da nicht

ausgeschlossen werden kann, dass Octreotid diesen Effekt ebenfalls hat, sollten andere Präparate, die

hauptsächlich durch CYP3A4 metabolisiert werden und die eine geringe therapeutische Breite haben

(z.B. Chinidin, Terfenadin) mit Vorsicht angewendet werden.

Pharmakodynamische Interaktionen

Eine Dosisanpassung von Arzneimitteln wie Betablockern, Calciumkanalblockern oder

Arzneimitteln zur Kontrolle des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts kann bei gleichzeitiger

Anwendung mit Sandostatin notwendig sein (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Dosisanpassungen von Insulin und Antidiabetika können erforderlich sein, wenn gleichzeitig

Sandostatin verabreicht wird (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Untersuchungen mit Octreotid zeigten keine toxikologischen Auswirkungen von

Octreotid auf die Reproduktion, abgesehen von einer vorübergehenden Wachstumsverzögerung der

Nachkommen (siehe «Präklinische Daten»).

Es gibt keine adäquaten und gut kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Nach

Markteinführung wurde über eine begrenzte Anzahl von akromegalen Patientinnen berichtet, die

schwanger waren und Octreotid erhielten; bei der Hälfte dieser Fälle ist jedoch der Ausgang der

Schwangerschaft nicht bekannt. Die meisten Patientinnen erhielten Octreotid während des ersten

Trimenons der Schwangerschaft in einem Dosisbereich von 100 bis 300 µg/Tag Sandostatin s.c oder

von 20 bis 30 mg/Monat Sandostatin LAR. Bei ungefähr zwei Dritteln der Fälle mit bekanntem

Schwangerschaftsausgang wählten die Frauen eine Weiterführung der Octreotid-Behandlung

während ihrer Schwangerschaft. In den meisten Fällen mit bekanntem Ausgang wurde über

unauffällige Neugeborene berichtet, jedoch auch über einige Spontanaborte während des ersten

Trimenons. Kongenitale Anomalien oder Malformationen wurden nicht beobachtet.

Sandostatin soll nicht bei schwangeren Frauen angewendet werden, es sei denn, dies ist absolut

notwendig.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Octreotid in die menschliche Muttermilch ausgeschieden wird.

Untersuchungen am Tier haben eine Ausscheidung von Octreotid in die Muttermilch gezeigt.

Patientinnen sollten während einer Behandlung mit Sandostatin nicht stillen.

Fertilität

Es ist nicht bekannt, ob Octreotid Auswirkungen auf die menschliche Fertilität hat. Octreotid in

Dosen bis zu 1 mg/kg/Tag beeinträchtigte die Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten nicht

(s. «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Über den Einfluss von Sandostatin auf die Fahrtüchtigkeit und auf die Fähigkeit, Maschinen zu

bedienen, liegen keine Erfahrungen vor.

Unerwünschte Wirkungen

Die in klinischen Studien nach Gabe von Octreotid am häufigsten berichteten unerwünschten

Wirkungen waren Diarrhoe, Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Kopfschmerzen, Cholelithiasis,

Hyperglykämie und Obstipation.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts und Ernährung

In seltenen Fällen können die gastrointestinalen Nebenwirkungen dem Bild eines akuten

Darmverschlusses mit zunehmender abdominaler Blähung, schweren epigastrischen Schmerzen und

schmerzhafter Bauchdeckenabwehrspannung ähneln.

Die Fettausscheidung im Stuhl kann zwar erhöht sein, doch bestehen bisher selbst bei

Langzeitbehandlung mit Octreotid keine Anzeichen eines durch Malabsorption verursachten

Ernährungsdefizits.

Gastrointestinale Nebenwirkungen können vermindert werden, wenn die Injektionen zeitlich

möglichst getrennt von den Mahlzeiten erfolgen, d.h. zwischen den Mahlzeiten oder abends vor dem

Zubettgehen.

Gallenblase und auf die Gallenblase bezogene Ereignisse

Somatostatin-Analoga hemmen die Kontraktilität der Gallenblase und verringern die

Gallensekretion, was zu Anomalien der Gallenblase oder Gallengriessbildung (Sludge) führen kann.

Die Inzidenz der Bildung von Gallensteinen bei Sandostatin-Behandlung wird auf 15-30% geschätzt.

Bei der Gesamtbevölkerung beträgt dieser Wert 5-20%. Das Auftreten von Gallensteinen bei mit

Sandostatin behandelten Patienten ist grösstenteils asymptomatisch; symptomatische Steine sollten

entweder durch Litholyse-Therapie mit Gallensäuren behandelt oder chirurgisch entfernt werden.

Pankreatitis

In sehr seltenen Fällen wurde über akute Pankreatitis innerhalb der ersten Stunden oder Tage einer

Behandlung mit Sandostatin berichtet; die sich mit dem Absetzen des Medikamentes wieder

zurückbildete. Ausserdem wurde über «cholelithiasis-induzierte» Pankreatitis bei Patienten berichtet,

die unter einer Langzeitbehandlung mit Sandostatin waren.

Herzerkrankungen

Bradykardie ist eine häufige Nebenwirkung bei der Behandlung mit Somatostatin-Analoga. Bei

Akromegalie- und Karzinoid-Patienten wurden EKG Veränderungen wie QT Verlängerung,

Achsenverschiebung, frühe Repolarisation, niedrige elektrische Spannung, R/S Übertragung, frühe R

Wellenfortbewegung und nicht-spezifische ST-T Wellenveränderungen beobachtet. Der

Zusammenhang dieser Ereignisse mit Octreotid wurde nicht eindeutig nachgewiesen, da viele dieser

Patienten an einer zugrundeliegenden Herzkrankheit litten (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Überempfindlichkeit und anaphylaktische Reaktionen

Nach Markteinführung wurde über Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen berichtet. Diese

gingen hauptsächlich mit Hautreaktionen einher, selten waren der Mund und die Atemwege

betroffen. Es wurde über isolierte Fälle von anaphylaktischem Schock berichtet.

Thrombozytopenie

Nach der Markteinführung wurde über Thrombozytopenie berichtet, speziell während der

Behandlung mit Sandostatin (i.v.) bei Patienten mit Leberzirrhose. Die Thrombozytopenie war nach

Absetzen der Behandlung reversibel.

Reaktionen an der Applikationsstelle

Lokale Reaktionen von Sandostatin umfassen Parästhesien, Schmerzen, Stechen oder Brennen mit

Rötung und Schwellung an der s.c. Injektionsstelle. Solche Beschwerden dauern in der Regel nicht

länger als 15 min und sind weniger ausgeprägt, wenn die Sandostatin-Lösung vor der Injektion auf

Zimmertemperatur gebracht wird oder wenn ein kleineres Volumen unter Verwendung einer

konzentrierteren Lösung injiziert wird.

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen, welche in den klinischen Studien oder während der

Marktüberwachung unter der Anwendung von Octreotid beobachtet wurden, nach MedDRA-

Organklassensystem und Häufigkeit aufgelistet. Für die Häufigkeiten gilt dabei folgende

Konvention: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100); selten

(≥1/10'000, <1/1'000); sehr selten (<1/10'000); nicht bekannt (basierend überwiegend auf

Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht abgeschätzt werden).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt: Thrombozytopenie.

Erkrankungen des Immunsystem

Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich anaphylaktischer Reaktionen.

Endokrine Erkrankungen

Häufig: Hypothyreose, Funktionsstörung der Schilddrüse (z.B. vermindertes TSH, vermindertes

Gesamt-T4 und vermindertes Freies-T4).

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Hyperglykämie (10.8%).

Häufig: Hypoglykämie, eingeschränkte Glukosetoleranz,Anorexie.

Gelegentlich: Dehydration.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (12.4%).

Häufig: Schwindel.

Herzerkrankungen

Häufig: Bradykardie.

Gelegentlich: Tachykardie.

Nicht bekannt: Arrhythmien.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Dyspnoe.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Diarrhoe (26.1%), Bauchschmerzen (24.2%), Übelkeit (14.3%), Flatulenz (14.2%),

Obstipation (12.7%).

Häufig: Dyspepsie, Erbrechen, abdominelle Distension, Steatorrhoe, Verfärbung der Fäzes.

Nicht bekannt: akute Pankreatitis

Affektionen der Leber und Gallenblase

Sehr häufig: Cholelithiasis (12.0%).

Häufig: erhöhte Transaminasen, Hyperbilirubinämie, Cholezystitis.

Nicht bekannt: Alkalische Phosphatase im Blut erhöht, Gammaglutamyltransferase erhöht, Ikterus,

Cholestase, cholestatischer Ikterus, cholestatische Hepatitis, akute Hepatitis ohne Cholestase.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Pruritus, Hautausschlag, Alopezie.

Nicht bekannt: Urtikaria.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Reaktionen an der Injektionsstelle (10-30%, je nach Dosis und Injektionsintervall, z.B.

Schmerzen, Parästhesien, Erythem).

Häufig: Asthenie.

Überdosierung

Über eine begrenzte Anzahl versehentlicher Überdosierungen von Sandostatin bei Erwachsenen und

Kindern wurde berichtet. Bei den Erwachsenen reichten die Dosen von 2'400-6'000 µg/Tag

verabreicht als Dauerinfusion (100-250 µg/h) oder subkutan (1'500 µg/3×d). Die gemeldeten

Symptome waren Arrhythmie, Hypotonie, Herzstillstand, Gehirnhypoxie, Pankreatitis, Hepatitis

steatosis, Diarrhoe, Schwäche, Lethargie, Gewichtsverlust, Hepatomegalie, Laktatazidose.

Bei den Kindern reichten die Dosen von 50-3'000 µg/Tag verabreicht als Dauerinfusion (2.1-500

µg/h) oder subkutan (50-100 µg). Die einzige gemeldete Nebenwirkung war leichte Hyperglykämie.

Keine unerwarteten Nebenwirkungen wurden bei Krebspatienten gemeldet, die Sandostatin in Dosen

von 3'000-30'000 µg/d s.c. verabreicht in Teildosen erhielten.

Behandlung

Die Behandlung einer Überdosierung mit Sandostatin ist symptomatisch.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: H01CB02

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Sandostatin ist ein synthetisches Octapeptid-Derivat des natürlichen Somatostatins mit qualitativ

gleichartigen pharmakologischen Wirkungen, jedoch mit einer wesentlich längeren Wirkungsdauer.

Es hemmt die pathologisch erhöhte Sekretion von Peptidhormonen des gastroenteropankreatischen

endokrinen Systems und von Wachstumshormonen (GH).

Beim Tier hemmt Sandostatin die Freisetzung von GH, Glukagon und Insulin stärker als

Somatostatin. Es besitzt zudem eine grössere Selektivität für die Unterdrückung von GH und von

Glukagon.

An gesunden Versuchspersonen wurden mit Sandostatin die folgenden Wirkungen nachgewiesen:

·Hemmung der auf verschiedene Weise (Arginin, Anstrengung, Insulin-induzierte Hypoglykämie)

stimulierten GH-Freisetzung.

·Hemmung der postprandialen Freisetzung von Insulin, Glukagon, Gastrin und anderen Peptiden des

gastroenteropankreatischen Systems, sowie Hemmung der durch Arginin stimulierten Insulin- und

Glukagon-Sekretion.

·Hemmung der durch TRH (thyrotropine releasing hormone) provozierten Freisetzung von TSH

(thyroid stimulating hormone).

Im Gegensatz zu Somatostatin hemmt Octreotid die GH-Sekretion vornehmlich über Insulin und

seine Verabreichung löst keine Rebound-Hypersekretion von Hormonen aus (z.B. GH bei Patienten

mit Akromegalie).

Bei Patienten mit Akromegalie senkt Sandostatin die Plasmaspiegel von GH und IGF-1. Bei bis zu

90% der Patienten tritt eine Senkung um mindestens 50% auf, und in ungefähr der Hälfte der Fälle

wird eine Reduktion des GH-Serumspiegels auf <5 ng/ml erreicht.

Bei den meisten Patienten bessert Sandostatin die klinischen Krankheitssymptome wie

Kopfschmerzen, Haut- und Weichteilschwellung, Hyperhydrose, Arthralgie und Parästhesie markant.

Bei Patienten mit einem grossen Hypophysenadenom kann die Sandostatin-Behandlung eine gewisse

Volumenabnahme der Tumormasse herbeiführen.

Bei Patienten mit funktionellen Tumoren des gastroenteropankreatischen endokrinen Systems

vermag Sandostatin aufgrund seiner vielfältigen endokrinen Eigenschaften verschiedene klinische

Erscheinungsbilder günstig zu beeinflussen. Bei Patienten, die trotz anderweitiger Therapie

(Operation; Embolisierung der Leberarterie; Chemotherapie, z.B. mit Streptozotocin oder 5-

Fluorouracil) an schweren tumorbedingten Symptomen leiden, kann Sandostatin eine erhebliche

Besserung herbeiführen.

Wirkungen von Sandostatin in den verschiedenen Tumoren-Typen

Karzinoide

Die Anwendung von Sandostatin kann zu einer Besserung der Symptome, insbesondere von Flush

und Diarrhoe, führen. In gewissen Fällen kommt es auch zu einer Senkung des Serotoninspiegels im

Plasma und zu einer verminderten Ausscheidung von 5-Hydroxyindol-Essigsäure im Urin. Bei

fehlender therapeutischer Wirkung wird empfohlen, die Behandlung nach einer Woche abzubrechen.

VIPome

Das biochemische Merkmal dieser Tumoren besteht in einer Überproduktion von VIP (vasoactive

intestinal peptide).

Die Behandlung mit Sandostatin ergibt in den meisten Fällen eine Besserung der für diese Krankheit

typischen schweren sekretorischen Diarrhoe und somit eine Verbesserung der Lebensqualität. Damit

verbunden ist eine Besserung der diarrhoebedingten Störungen des Flüssigkeit- und Elektrolyt-

Haushaltes (z.B. Hypokaliämie), so dass enterale und parenterale Ersatzmassnahmen abgesetzt

werden können. Untersuchungen mittels Computer-Tomographie lassen in einzelnen Fällen -

besonders bei Lebermetastasen - eine Verlangsamung oder einen Stillstand des Tumorwachstums,

unter Umständen sogar eine Abnahme der Tumorgrösse erkennen. Die klinische Besserung geht in

der Regel mit einer Senkung des VIP-Plasmaspiegels einher, wobei Normalwerte erreicht werden

können.

Glukagonome

Sandostatin führt in den meisten Fällen zu einer wesentlichen Besserung der für diese Krankheit

typischen Hautveränderungen (nekrolytisch-migrierendes Erythem). Ein leichter Diabetes mellitus -

eine bei Glukagonom-Patienten häufige Erscheinung - wird durch Sandostatin wenig beeinflusst; der

Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika wird in der Regel nicht vermindert. Eine gegebenenfalls

bestehende Diarrhoe wird gebessert, und es kommt somit zur Gewichtszunahme. Sandostatin bewirkt

oft eine sofortige Senkung des Glukagon-Plasmaspiegels. Dieser Effekt hält jedoch bei fortgesetzter

Behandlung nicht an, obschon die Besserung der Symptome bestehen bleibt.

Gastrinome/Zollinger-Ellison-Syndrom

Die Behandlung mit Protonenpumpenblockern oder H2-Rezeptorenblockern vermag rezidivierende

Magenulzerationen - eine Folge der chronischen gastrinstimulierten Hypersekretion von Magensäure

- nicht immer zu verhindern und bewirkt keine Besserung der manchmal stark ausgeprägten

Diarrhoe. In solchen Fällen kann Sandostatin, allein oder in Kombination mit

Protonenpumpenblockern oder H2-Rezeptorenblockern, die erhöhte Magensäuresekretion

vermindern und die klinischen Symptome der Krankheit, inklusive Diarrhoe, bei 50% der Fälle

bessern. Auch andere, vermutlich durch Tumorpeptide verursachte Symptome, wie z.B. Flush

können gebessert werden.

Bei einem Teil der Patienten bewirkt Sandostatin eine Senkung des Plasma-Gastrinspiegels.

Insulinome

Sandostatin führt zwar zu einer Verminderung des zirkulierenden immunoreaktiven Insulins, der

Effekt ist jedoch im Allgemeinen von kurzer Dauer (ca. 2 h). Bei Patienten mit operablen Tumoren

kann Sandostatin dazu beitragen, präoperativ einen normoglykämischen Zustand zu erreichen und

beizubehalten. Bei inoperablen gutartigen oder bösartigen Tumoren kann unter Sandostatin, in einer

beschränkten Anzahl der Fälle, auch ohne anhaltende Senkung des Insulinspiegels eine Verbesserung

der Blutzucker-Regulation eintreten.

GRFome

Diese seltenen Tumoren produzieren GRF (growth hormone releasing factor) allein oder zusammen

mit anderen biologisch aktiven Peptiden. Sandostatin hat bei einem von zwei untersuchten Fällen zu

einer klinischen Besserung der daraus resultierenden Akromegalie-Symptome geführt. Diese

Wirkung beruht wahrscheinlich auf einer verminderten Produktion von GRF und auf einer

Hemmung der GH-Sekretion. Eine Verkleinerung der vergrösserten Hypophyse kann damit

einhergehen.

Komplikationen nach einer Pankreasoperation

Bei Patienten, die sich einer Pankreasoperation unterziehen müssen, verringert die peri- und

postoperative Verabreichung von Sandostatin die Häufigkeit von typischen postoperativen

Komplikationen (wie z.B. Pankreasfistel, Abszess und anschliessende Sepsis, postoperative akute

Pankreatitis).

Gastro-oesophageale Varizenblutungen

Eine klinische Studie hat gezeigt, dass bei Patienten, die auf Grund einer Zirrhose unter blutenden

gastro-oesophagealen Varizen leiden, die Anwendung von Sandostatin in Verbindung mit

Sklerotherapie zu einer besseren Kontrolle der Blutungen und der frühen Rezidive, zu geringerem

Transfusionsbedarf und zu einer erhöhten 5-Tages-Überlebensrate führt. Der genaue

Wirkmechanismus von Sandostatin in dieser Indikation ist nicht geklärt; es wurde aber postuliert,

dass Sandostatin die Splanchnikus-Durchblutung über die Inhibition von vasoaktiven Hormonen

hemme (z.B. VIP, Glukagon).

Pharmakokinetik

Absorption

Octreotid wird nach subkutaner Injektion schnell und vollständig absorbiert. Maximale

Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 30 min erreicht.

Distribution

Das Verteilungsvolumen beträgt 0.27 l/kg, und die Gesamtkörper-Clearance beträgt 160 ml/min. Die

Plasmaproteinbindung beträgt 65%. Octreotid wird nur in geringem Ausmass an Blutzellen

gebunden.

Elimination

Nach subkutaner Anwendung beträgt die Eliminationshalbwertszeit 100 min. Nach intravenöser

Injektion verläuft die Elimination in zwei Phasen mit Halbwertszeiten von 10 resp. 90 min. Der

grösste Teil des Peptides wird mit den Fäzes ausgeschieden, ca. 32% in unverändertem Zustand über

den Urin.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz: Nierenfunktionsbeeinträchtigung hatte keinen Einfluss auf die totale Exposition

(AUC) von subkutan verabreichtem Octreotid.

Leberinsuffizienz: Eine Leberzirrhose, nicht aber eine Fettleber, führen zu einer verminderten

Elimination (30%) von Octreotid.

Präklinische Daten

Mutagenität

Octreotid und/oder seine Metaboliten wiesen in in-vitro Untersuchungen kein mutagenes Potential

auf.

In-vivo Untersuchungen zeigten keine klastogene Aktivität im Knochenmark von Mäusen, die mit

Octreotid i.v. (Mikronukleus Test) behandelt wurden und keine Evidenz von Genotoxizität bei

männlichen Mäusen (DNA-Assay).

Karzinogenität/chronische Toxizität

Lokale Tumoren wurden an der Injektionsstelle spezies-spezifisch bei Ratten beobachtet. Sie wurden

der gestörten Fibroplasie, verursacht durch den anhaltenden irritierenden Effekt an den

Injektionsstellen und verstärkt durch das Konstituens zugeschrieben.

In einer Studie zur Karzinogenität bei Ratten wurden Adenokarzinome des Endometriums

festgestellt. Die verfügbaren Angaben zeigen deutlich, dass die Befunde von endokrin-vermittelten

Tumoren bei Ratten spezies-spezifisch sind und nicht relevant bei der Anwendung des Arzneimittels

beim Menschen.

Reproduktionstoxizität

Untersuchungen zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität wurden an Ratten und Kaninchen in

Dosen bis zu 1 mg/kg Körpergewicht pro Tag durchgeführt. Octreoid beeinträchtigte die Fertilität bei

männlichen und weiblichen Ratten nicht. Es gab keine Hinweise auf teratogene, embryonale/fetale

Effekte oder andere Auswirkungen auf die Reproduktion aufgrund von Octreoid. Bei Jungen von

Ratten wurde eine gewisse Verzögerung des physiologischen Wachstums festgestellt, welche

vorübergehend und höchstwahrscheinlich auf die Hemmung des Wachstumshormons aufgrund der

starken pharmakodynamischen Wirkung zurückzuführen war. In Studien zur prä- und postnatalen

Entwicklung wurde ein verspäteter Deszensus der Hoden bei männlichen Nachkommen von

Muttertieren, die während der Trächtigkeit und Säugezeit behandelt wurden, beobachtet. Die

Fertilität der betroffenen F1-Jungtiere war jedoch normal. Es wird angenommen, dass diese

Beobachtungen auf die Wachstumshemmung durch Octreotid zurückzuführen sind.

Sonstige Hinweise

Hinweis

Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Das Arzneimittel soll im Kühlschrank (2-8 °C) und vor Frost und Licht geschützt aufbewahrt

werden.

Im täglichen Gebrauch können die Ampullen, bzw. die Stechampullen bis zu 2 Wochen nicht über

30 °C, bzw. 25 °C gehalten werden.

Hinweise für die Handhabung

Subkutane Verabreichung: Patienten, die sich das Präparat durch subkutane Injektion selber

verabreichen, müssen durch den Arzt/die Ärztin oder die medizinische Fachperson genau angeleitet

werden.

Zur Verminderung von Schmerzen an der Injektionsstelle wird empfohlen, die Injektionslösung auf

Raumtemperatur zu bringen. Mehrfache Injektionen in kurzen Zeitabständen an der gleichen Stelle

sollen vermieden werden.

Ampullen sollen erst unmittelbar vor Gebrauch geöffnet werden. Nicht benötigte Reste sind zu

vernichten.

Zur Vermeidung von Kontamination wird empfohlen, die Verschlusskappe von Mehrfachdosen-

Behältern nicht mehr als 10× anzustechen.

Intravenöse Infusion: Parenterale Präparate sollen vor Verabreichung visuell auf Verfärbung und

Partikelbildung untersucht werden.

Sandostatin (Octreotid-Azetat) ist in steriler physiologischer Kochsalzlösung oder 5%-iger steriler

Dextroselösung (Glukose) während 24 h physikalisch und chemisch stabil. Da Sandostatin die

Homöostase von Glukose beeinflussen kann, wird jedoch die Verwendung physiologischer

Kochsalzlösung, nicht Glukose, empfohlen. Die verdünnten Lösungen sind unterhalb von 25 °C

während 24 h physikalisch und chemisch stabil; aus Gründen der mikrobiellen Reinheit sollten die

verdünnten Lösungen aber sofort verwendet werden. Wird die Lösung nicht sofort verwendet, ist der

Anwender gehalten, sie bei 2-8 °C zu lagern. Vor Verabreichung muss die Lösung wieder auf

Raumtemperatur gebracht werden. Die gesamte Zeit zwischen Rekonstitution, Verdünnung mit

Infusionsmedien, Lagerung im Kühlschrank und Abschluss der Verabreichung soll 24 h nicht

überschreiten.

Bei intravenöser Verabreichung von Sandostatin wird normalerweise der Inhalt einer 0.5 mg-

Ampulle in 60 ml physiologischer Kochsalzlösung aufgelöst und die erhaltene Lösung mittels einer

Infusionspumpe infundiert. Dieses Vorgehen wird bis zum Erreichen der vorgeschriebenen

Behandlungsdauer beibehalten. Sandostatin ist auch in tieferen Konzentrationen infundiert worden.

Zulassungsnummer

49137 (Swissmedic).

Packungen

Ampullen (1 ml) 0.05 mg/ml: 5. [A]

Ampullen (1 ml) 0.1 mg/ml: 5. [A]

Ampullen (1 ml) 0.5 mg/ml: 5. [A]

Durchstechflaschen (5 ml) 0.2 mg/ml: 1. [A]

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.

Stand der Information

Dezember 2017.

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