Rulide

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Rulide 150 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 12 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Rulide 150 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Roxithromycin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18581
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-02-1989
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Rulide

®

150 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Roxithromycin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Rulide 150 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Rulide 150 mg beachten?

Wie ist Rulide 150 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Rulide 150 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Rulide 150 mg und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff von Rulide, Roxithromycin, ist ein Antibiotikum. Es ist gegen ein breites Spektrum von

Krankheitserregern wirksam und wird daher zur Behandlung bestimmter, durch Bakterien verursachter

Infektionserkrankungen eingesetzt:

- Erkrankungen im Bereich der Atmungsorgane (z. B. Entzündungen von Kehlkopf, Mandeln,

Nasennebenhöhlen, Mittelohr, Bronchien und Lunge),

- Erkrankungen der Haut und Weichteile,

- Erkrankungen des Harntraktes und der Geschlechtsorgane (ausgenommen durch Gonokokken

[bestimmte Krankheitserreger] verursachte Infektionen).

Rulide 150 mg darf nur auf Verschreibung eines Arztes eingenommen werden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Rulide 150 mg beachten?

Rulide 150 mg darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder verwandte Wirkstoffe (Gruppe der sogenannten

„Makrolide“) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels

sind;

- wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln, die zur Gruppe der sogenannten „Mutterkornalkaloide“

gehören, behandelt werden (z. B. zur Behandlung von Migräneanfällen);

- wenn Sie unter einer schweren Leberfunktionsstörung leiden;

- bei gleichzeitiger Behandlung mit

Terfenadin oder Astemizol (zur Behandlung von allergischen Erkrankungen),

Cisaprid (Arzneimittel zur Förderung der Magen-Darm-Bewegung),

Pimozid (Arzneimittel gegen bestimmte psychische Erkrankungen),

- wenn Sie an bestimmten Herzerkrankungen bzw. Störungen des Salzhaushaltes leiden (vor

allem bei Kalium- und Magnesium-Mangel).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Rulide einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Rulide 150 mg ist erforderlich,

wenn Sie während oder nach einer Behandlung mit Rulide starken, anhaltenden, u. U. blutigen

Durchfall haben:

Dies kann ein Hinweis auf eine schwere, mit der Einnahme von Antibiotika im

Zusammenhang stehende Darmentzündung sein. In diesen Fällen muss die Einnahme von

Rulide sofort abgebrochen und entsprechende ärztliche Maßnahmen müssen ergriffen werden.

Sollte Durchfall auftreten, so informieren Sie bitte umgehend einen Arzt.

In bestimmten Fällen kann Rulide zu Veränderungen im EKG (sogenannte „QT-Verlängerung“)

führen, und zwar:

wenn Sie an einer erblichen oder erworbenen EKG-Veränderung (sogenannte „QT-

Verlängerung“) leiden,

wenn Sie unter unbehandelten Herzrhythmusstörungen oder schwerer Herzschwäche leiden,

wenn Sie einen unbehandelten zu niedrigen Kalium- und/oder Magnesiumspiegel im Blut

haben,

wenn Sie bereits mit bestimmten Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen behandelt

werden (sogenannte „Klasse-IA- und Klasse-III-Antiarrhythmika“).

Wenn einer dieser Gründe auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte vor Beginn der Behandlung mit Rulide

Ihren Arzt.

Während der Behandlung mit Rulide dürfen Sie keine Arzneimittel verwenden, die sogenannte

„Mutterkornalkaloide“ enthalten. Bei gemeinsamer Verwendung kann es zu Blutgefäßkrämpfen mit

möglichen Folgeschäden für betroffene Körperbereiche (z. B. Arme, Beine) kommen.

Wenn Sie an einer bestimmten, seltenen Form der Muskelschwäche (sogenannte „Myasthenia gravis“)

leiden, kann Rulide, wie auch die anderen sogenannten „Makrolid-Antibiotika“, diese

Muskelschwäche verschlechtern.

Insbesondere bei längerer Behandlung (bei einer Behandlungsdauer von mehr als 2 Wochen) mit

Rulide wird Ihr Arzt Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion sowie des Blutbildes verordnen.

Jede Behandlung mit Antibiotika kann zu Störungen der Vermehrung jener Bakterien und Pilze

führen, die auch beim gesunden Menschen immer vorhanden sind.

Dadurch kann in seltenen Fällen eine entsprechende Behandlung erforderlich werden. Ihr Arzt wird in

diesem Fall geeignete Maßnahmen treffen.

Wenden Sie sich bei Auftreten eines großflächigen, schweren Hautausschlags, einschließlich

Blasenbildung oder Abschälen von Haut, sowie von Grippesymptomen und Fieber (Stevens-Johnson-

Syndrom), allgemeinem Unwohlsein, Fieber, Schüttelfrost und Muskelkrämpfen (toxisch epidermaler

Nekrolyse) oder eines roten, schuppigen Ausschlags mit Dellen unter der Haut und Blasen (akute

generalisierte exanthematische Pustulose) unverzüglich an einen Arzt, da diese Hautreaktionen

lebensbedrohlich sein können.

Informieren Sie sofort einen Arzt und brechen Sie die Behandlung ab,

wenn während der Behandlung Schwellungen im Gesicht, Hals oder Kehlkopf auftreten,

wenn andere Anzeichen eines Schocks auftreten (Kreislaufkollaps, Atmungs- bzw.

Herzstillstand). Es müssen unter Umständen rasch entsprechende Notfallmaßnahmen ergriffen

werden.

wenn während der Behandlung Anzeichen eines starken Hautausschlages (Stevens-Johnson-

Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse) auftreten,

wenn Sie schwerwiegenden, anhaltenden und/oder blutigen Durchfall haben.

Wenn Sie während der Einnahme von Rulide schwanger werden oder vermuten, schwanger zu sein,

informieren Sie bitte umgehend einen Arzt.

Einnahme von Rulide 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Rulide und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Dazu zählen:

Arzneimittel, die nicht gemeinsam mit Rulide eingenommen werden dürfen:

Mutterkornalkaloide,

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von

Allergien (Wirkstoffe: z. B. Astemizol, Terfenadin),

Magen-Darm-Erkrankungen (Wirkstoff: Cisaprid),

psychischen Störungen (Wirkstoff: Pimozid).

Arzneimittel, deren Einnahme in Kombination mit Rulide nicht empfohlen werden:

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von

psychischen Störungen (Wirkstoffe: trizyklische Antidepressiva, Lithiumsalze, Citalopram,

Phenothiazin),

Infektionen durch bestimmte einzellige Krankheitserreger, sogenannte „Protozoen“

(Wirkstoffe: z. B. Mefloquin, Artemether, Lumefantrin),

Herzrhythmusstörungen (Wirkstoffe: Klasse-IA- und Klasse-III-Antiarrhythmika,

Disopyramid),

Suchterkrankungen (Wirkstoff: Methadon),

bakteriellen Infektionen (Wirkstoff: Fluorochinolone, z. B. Moxifloxacin),

Pilzinfektionen (Wirkstoffe: z. B. Fluconazol, Pentamidin),

Blutgerinnungsstörungen (Wirkstoffe: Warfarin, Vitamin-K-Antagonisten oder

Antikoagulanzien).

Arzneimittel, bei deren Einnahme mit Rulide Vorsicht geboten ist:

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von

Herzerkrankungen (Wirkstoffe: Digoxin und andere Herzglykoside),

psychischen Störungen (Wirkstoff: Midazolam),

Atembeschwerden (Wirkstoff: Theophyllin),

Morbus Parkinson, Wachstumsstörungen und zum Abstillen (Wirkstoff: Bromocriptin)

zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr (Wirkstoff: Ciclosporin),

Tuberkulose (Wirkstoff: Rifabutin),

erhöhten Blutfetten (HMG-CoA-Reduktasehemmer/Statine).

Ihr Arzt oder Apotheker verfügt über eine genaue Auflistung jener Medikamente, bei denen während

der gleichzeitigen Einnahme von Rulide 150 mg eine gegenseitige Beeinflussung möglich ist.

Einnahme von Rulide 150 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nahrungsmittel und Getränke beeinflussen nicht die Wirksamkeit von Rulide, jedoch wird bei einer

Einnahme mindestens 15 Minuten vor dem Essen die Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper

verbessert.

Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund fehlender Untersuchungen am Menschen darf Rulide 150 mg nicht während einer

Schwangerschaft eingenommen werden.

Rulide 150 mg tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über. Daher sollten stillende Frauen vor

Behandlungsbeginn abstillen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch möglicherweise auftretende Nebenwirkungen (z. B. Schwindel) kann die Konzentrations- und

Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt werden. Sehstörungen und verschwommenes Sehen können sich auf

die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit eines Patienten zum Bedienen von Maschinen auswirken.

Rulide 150 mg enthält Glucose.

Eine Rulide 150 mg Filmtablette enthält 1,12 mg Glucose. Bitte nehmen Sie Rulide 150 mg

Filmtabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Rulide 150 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene: 2-mal täglich eine Rulide 150 mg Filmtablette im Abstand von 12 Stunden.

Kinder ab 6 kg Körpergewicht erhalten im Allgemeinen 5–8 mg/kg pro Tag. Hierfür stehen Rulide 50

mg lösliche Tabletten zur Verfügung.

Kinder über 40 kg Körpergewicht erhalten dieselbe Dosis wie Erwachsene.

Ältere Patienten und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Diese Patienten können zumeist mit der Dosis für Erwachsene behandelt werden. Bei schwerer

Störung der Nierenfunktion kann der Arzt die Dosis verringern bzw. das Dosisintervall verlängern.

Patienten mit schwerer Störung der Leberfunktion

Ist eine Behandlung mit Rulide notwendig, wird der Arzt in der Regel nur die Hälfte der Dosis für

Erwachsene verordnen.

Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.

Anwendung

Die Filmtabletten werden ca. ¼ Stunde vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas

Wasser) eingenommen.

Dauer der Behandlung

Ihr Arzt legt die Behandlungsdauer fest. Wichtig ist, dass Sie auch nach Abklingen Ihrer

Krankheitszeichen die Behandlung so lange fortsetzen, wie es von Ihrem Arzt verordnet wurde.

Wenn Sie eine größere Menge von Rulide 150 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Sollten Sie irrtümlich zu viele Rulide 150 mg Filmtabletten eingenommen haben, informieren Sie bitte

einen Arzt, der gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen wird.

Hinweis für den Arzt:

Im Falle einer Überdosierung ist eine symptomatische Behandlung und gegebenenfalls eine

Magenspülung durchzuführen. Ein spezifisches Antidot existiert nicht.

Wenn Sie die Einnahme von Rulide 150 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen

Sie stattdessen die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Rulide 150 mg abbrechen

Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung des Krankheitszustandes nicht plötzlich mit der

Anwendung von Rulide auf. Es könnte andernfalls zu einer neuerlichen Verschlechterung der

Krankheit kommen.

Bei Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt

und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen. Setzen Sie bitte keinesfalls das

Arzneimittel ohne Rückfrage ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn bekannt, werden zur Abschätzung der Häufigkeit von Nebenwirkungen folgende Begriffe

verwendet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schwindel, Kopfschmerzen

Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Durchfall, unter Umständen blutiger Durchfall

Rötungen

Symptome einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (den meisten Patienten wurden andere

Arzneimittel verabreicht, bei denen Bauchspeicheldrüsenentzündung eine bekannte Nebenwirkung

ist)

Entzündung des Dickdarms

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Änderungen im Blutbild (Eosinophilie)

Nesselsucht, Juckreiz, Entzündung der Haut mit blasenförmigem Ausschlag

vorübergehende Erhöhung bestimmter Leberwerte im Blut (AST, ALT, Gamma-GT, Bilirubin

und/oder alkalische Phosphatase)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Jede Behandlung mit Antibiotika kann zu einem vermehrten Wachstum jener Bakterien und Pilze

(Hefepilze) führen, die auch beim gesunden Menschen immer vorhanden sind. Dadurch kann eine

entsprechende Behandlung erforderlich werden. Ihr Arzt wird entsprechende Untersuchungen

durchführen.

schwere Durchfälle oder blutige Durchfälle (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen")

Halluzinationen, Verwirrung, Psychosen

Benommenheit, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Gliedern, Störungen des Geschmacks- bzw.

Geruchsempfindens (einschließlich eines meist vorübergehenden Verlusts des Geruchs- und

Geschmackssinnes)

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Leberentzündungen mit Gallenstauung

Schwäche, Unbehagen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Veränderungen im EKG (sogenannte „QT-Verlängerung“), Herzrhythmusstörungen

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen, erhöht die Anfälligkeit auf Infektionen,

Fieber

Änderung im Blutbild (Neutropenie, Thrombozytopenie)

lebensbedrohlicher Schock (Gefahr von Herz-Kreislauf-Versagen). In diesen Fällen muss die

Einnahme von Rulide sofort abgebrochen und ein Arzt verständigt werden. Er wird entsprechende

Maßnahmen ergreifen.

vorübergehende Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Schwindel

Verengung der Atemwege mit Atemnot

Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (sie verschwindet nach Abbrechen der Behandlung) oder

des Darms

Hautblutungen und seltener Schwellung von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf (unter Umständen mit

Atemnot)

schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der

Haut, besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich

schwere Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung

Sehstörungen, verschwommenes Sehen

Wenden sie sich unverzüglich an einen Arzt, wenn bei Ihnen eine schwerwiegende Hautreaktion

auftritt: ein roter, schuppiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen (exanthematische

Pustulose). Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Rulide 150 mg aufzubewahren?

Nicht über 25 ºC lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Rulide 150 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Roxithromycin. Eine Filmtablette enthält 150 mg Roxithromycin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, Povidon, Talkum,

hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Polyoxyäthylenpolyoxypropylenglykol,

Hypromellose, Glucose (wasserfrei), Propylenglykol, Titandioxid (E 171).

Wie Rulide 150 mg aussieht und Inhalt der Packung

Rulide 150 mg Filmtabletten sind weiße Tabletten mit der Prägung „164“ auf einer Seite. Ein Blister

aus Hart-PVC/Aluminium enthält 12 Filmtabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

sanofi-aventis GmbH

Leonard-Bernstein-Straße 10

1220 Wien, Österreich

Z. Nr.: 1-18581

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.