Rocaltrol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Rocaltrol 0,5 Mikrogramm - Kapseln
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,100 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Rocaltrol 0,5 Mikrogramm - Kapseln
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Calcitriol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 16768
  • Berechtigungsdatum:
  • 31-07-1980
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

29. Mai 2017

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Rocaltrol 0,5 Mikrogramm - Kapseln

Calcitriol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Rocaltrol und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Rocaltrol beachten?

Wie ist Rocaltrol einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Rocaltrol aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Rocaltrol und wofür wird es angewendet?

Calcitriol, der Wirkstoff von Rocaltrol, ist die eigentlich wirksame Form des Vitamin D. Es ist mit

dem im menschlichen Organismus gebildeten Vitamin D identisch.

Calcitriol fördert die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung und führt zu einer Erhöhung der

Kalzium- und Phosphatmenge im Blut. Die Kalzium- und Phosphatmenge ist notwendig für die

Stabilität

Knochensystems.

Rocaltrol

fördert

somit

Knochenwachstum

Knochenstabilität.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Bildung von Calcitriol im Organismus

vermindert

aufgehoben.

Dieser

Mangel

begünstigt

Entstehung

krankhaften

Knochenveränderungen, wie sie bei schweren Nierenerkrankungen auftreten. Durch Einnahme von

Rocaltrol können derartige Folgeschäden vermieden werden.

Rocaltrol wird angewendet

Störungen

Knochenwachstums

Knochenstoffwechsels

eingeschränkter

Nierenfunktion

Funktionsstörungen

Nebenschilddrüsen

(sekundärer

Hyperparathyreoidismus);

bei Unterfunktion der Nebenschilddrüse mit einer verminderten oder fehlenden Bildung von

Parathormon (Hypoparathyreoidismus). Eine Unterfunktion der Nebenschilddrüse kann auftreten

nach

einer

Operation

(postoperativer

Hypoparathyreoidismus),

ohne

erkennbare

Ursache

(idiopathischer

Hypoparathyreoidismus)

oder

durch

eine

Störung

Phosphat-Stoffwechsel

(Pseudohypoparathyreoidismus);

bei verschiedenen Formen der Rachitis (eine Erkrankung, die durch Störungen des Vitamin-D-

Stoffwechsels hervorgerufen wird und verbunden ist mit Störungen des Knochenwachstums und

Skelettveränderungen);

bei Verminderung der Knochendichte (Osteoporose) bei Patienten mit chronischer Störung der

Nierenfunktion, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten versagen bzw. für Sie nicht geeignet

sind.

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29. Mai 2017

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Rocaltrol beachten?

Rocaltrol darf nicht eingenommen werden,

wenn

allergisch

gegen

Calcitriol,

andere

ähnliche

Stoffe

(Vitamin D

oder

dessen

Abkömmlinge)

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen

Bestandteile

dieses

Arzneimittels sind;

wenn der Kalziumgehalt im Blut erhöht ist;

wenn eine Vitamin-D-Überdosierung bzw. auch der Verdacht auf diese besteht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Rocaltrol einnehmen.

Durch

Einnahme

Rocaltrol

kann

einer

Erhöhung

Kalziumgehaltes

Blut

(Hyperkalzämie) kommen. Die Wirkung von Rocaltrol ist sehr eng mit der Ernährung, insbesondere

mit ihrem Gehalt an Kalzium, verknüpft. Eine Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut kann z.B. auch

ausgelöst werden, wenn Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten (erhöhter Konsum von Milchprodukten)

ändern oder wenn Sie Kalziumpräparate unkontrolliert einnehmen.

Sie müssen deshalb eine vom Arzt vorgeschriebene Diät gewissenhaft einhalten und nur die vom Arzt

empfohlenen Kalziumpräparate einnehmen.

Da der Wirkstoff von Rocaltrol das wirksamste Stoffwechselprodukt von Vitamin D ist, dürfen Sie

während der Behandlung mit Rocaltrol keine sonstigen Vitamin-D-Präparate einnehmen, da sonst die

Gefahr einer Vitamin-D-Überdosierung und eines erhöhten Kalziumgehaltes im Blut besteht.

Es ist wichtig, die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen zur Bestimmung des Kalziumgehaltes im

Blut einzuhalten. Wenn es bei Ihnen zu einer Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut kommt, wird Ihr

Arzt das Arzneimittel absetzen.

Erscheinungen, wie sie bei einer Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut auftreten, sind im Abschnitt 4.

"Welche

Nebenwirkungen

sind

möglich"

beschrieben.

Wenn

Ihnen

solche

Nebenwirkungen

auftreten, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Besonders für Patienten, die z.B. nach einer Operation nicht mobil sind, besteht ein erhöhtes Risiko

für eine Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer Erhöhung des Phosphatgehaltes im

Blut kommen, wodurch die Gefahr von Kalkablagerungen erhöht ist. Um den Phosphatgehalt im Blut

im Normbereich zu halten, wird Ihnen Ihr Arzt, zusätzlich zu einer phosphatarmen Diät, bestimmte

Arzneimittel als Phosphatbinder verordnen.

Während der Behandlung mit Rocaltrol sollten Sie täglich mindestens 2 l Flüssigkeit (Wasser, Tee

oder Fruchtsaft) trinken, um die Funktion Ihrer Nieren zu unterstützen und um das Risiko für eine

Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut zu verringern.

Wenn Ihnen Ihr Arzt

eine bestimmte Diät,

eine zusätzliche Behandlung,

Laboruntersuchungen und/oder

Kontrolluntersuchungen

verordnet, sollten Sie diese unbedingt einhalten.

Einnahme von Rocaltrol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beachsichtigen

andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

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29. Mai 2017

Beachten Sie bitte die vom Arzt empfohlenen Diätvorschriften und die Dosierungsempfehlungen

bezüglich einer Kalzium-Einnahme. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Sie außer den vom Arzt

verordneten Kalziumpräparaten keine zusätzlichen Kalzium-haltigen Arzneimittel einnehmen.

Des Weiteren kann es mit folgenden Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen:

bestimmte Herzmittel (Digitalispräparate, harntreibende Mittel): es kann zu einer Erhöhung des

Kalziumgehaltes im Blut kommen.

bestimmte entzündungshemmende Substanzen (Cortisol, Glukokortikoide) können die Wirkung

von Rocaltrol vermindern.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten Arzneimittel gegen eine Übersäuerung des

Magens (Antazida) nicht einnehmen, da diese zu einer Erhöhung des Magnesiumgehaltes im Blut

führen können.

bestimmte

Arzneimittel

Senkung

Cholesterinspiegels

(Colestyramin)

sog.

Phosphatbinder Sevelamer können die Wirkung von Rocaltrol vermindern.

Wenn Ihr Arzt die Einnahme von sogenannten Phosphatbindern verordnet, wird er die Dosierung von

Ihrem Phosphatgehalt im Blut abhängig machen.

Einnahme von Rocaltrol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten, wie z.B. ein erhöhter Konsum von Milchprodukten oder

die unkontrollierte Einnahme von Kalziumpräparaten, kann zu einer Erhöhung des Kalziumgehaltes

im Blut führen. Sie sollten die vom Arzt empfohlenen Diätmaßnahmen unbedingt einhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Ihr Arzt muss entscheiden, ob Sie Rocaltrol während der Schwangerschaft und in der Stillzeit

einnehmen dürfen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihre Fähigkeit, ein Auto zu lenken oder eine Maschine zu bedienen, wird durch die Einnahme von

Rocaltrol normalerweise nicht beeinflusst.

Rocaltrol enthält Sorbitol

Bitte nehmen Sie Rocaltrol erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass

Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Rocaltrol einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Er wird die Behandlung auf die Art

Ihrer

Erkrankung,

Kalziumgehalt

Blut

persönliches

Ansprechen

Rocaltrol

abstimmen.

Die Behandlung mit Rocaltrol wird durch die Verordnung von Kalziumpräparaten ergänzt. Um eine

Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut zu vermeiden, sollten Sie sich unbedingt an die ärztlichen

Dosierungsanweisungen zur begleitenden Kalziumeinnahme halten.

Behandlung

Rocaltrol

wird

kleinstmöglichen

Dosis

begonnen

(1 Kapsel

Rocaltrol 0,25 Mikrogramm)

erst

weiterer

Folge

wird

Dosis

unter

Kontrolle

Kalziumgehaltes im Blut erhöht.

Während der Behandlung mit Rocaltrol wird Ihr Arzt den Kalziumgehalt im Blut in regelmäßigen

Abständen bestimmen und bei erhöhten Werten die Behandlung absetzen.

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29. Mai 2017

Wenn Sie an Verminderung der Knochendichte (Osteoporose) leiden, wird Ihnen Ihr Arzt die

übliche Dosis von 1 Kapsel Rocaltrol zu 0,25 Mikrogramm zweimal täglich (= 1 Kapsel morgens und

1 Kapsel abends) verordnen.

Bei allen anderen Erkrankungen, die oben genannt sind, wird Ihnen Ihr Arzt zu Beginn der

Behandlung eine Kapsel Rocaltrol zu 0,25 Mikrogramm pro Tag verschreiben. Danach wird er laufend

Laboruntersuchungen

durchführen

lassen,

festzulegen,

welche

Stärke

Rocaltrol

(0,25 Mikrogramm oder 0,5 Mikrogramm) und wie viele Kapseln Sie pro Tag einnehmen müssen. In

der Regel ist die tägliche Einnahme von 0,5 bis 1,0 Mikrogramm Calcitriol ausreichend, um den

gewünschten Behandlungserfolg zu erzielen.

Zum Einnehmen.

Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut, am besten nach dem Essen, mit Wasser oder einem anderen

nichtalkoholischen Getränk. Erhöhte Tagesdosen werden 2- bis 3-mal täglich zu den Mahlzeiten

eingenommen (d.h. die Gesamttagesmenge wird auf 2 bis 3 Teilmengen aufgeteilt).

Für Kinder ab 3 Jahren und für Jugendliche wird der Arzt die optimale tägliche Dosis von Rocaltrol in

Abhängigkeit vom Kalziumgehalt im Blut sorgfältig ermitteln.

Wenn Sie eine größere Menge von Rocaltrol eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie oder eine andere Person eine Überdosis Rocaltrol geschluckt haben, nehmen Sie sofort

Kontakt mit einem Arzt oder einem Apotheker oder dem nächstgelegenen Spital auf.

Anzeichen

einer

akuten

Überdosierung

können

folgende

sein:

Kopfschmerzen,

Appetitlosigkeit,

metallischer

Geschmack,

Erbrechen,

Verstopfung,

Herzrhythmusstörungen,

Muskel-

Knochenschmerzen, Bewusstseinsstörungen und psychische Erscheinungen.

Hinweis für das medizinische Fachpersonal

Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Rocaltrol vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben; setzen

Sie die Behandlung wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Rocaltrol abbrechen

Die Dauer der Behandlung ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und wird daher von Ihrem

Arzt festgelegt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie das Medikament nicht länger einnehmen

möchten, da bei plötzlichem Einnahmestopp Ihr Kalziumspiegel zu schnell und zu stark abfallen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen zeigen jene, die in klinischen Studien mit Rocaltrol und nach der

Markteinführung beobachtet wurden.

Die am häufigsten auftretende Nebenwirkung ist eine Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut.

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Rocaltrol sehr häufig auftreten (d.h. kann mehr als 1

von 10 Behandelten betreffen):

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29. Mai 2017

Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Rocaltrol häufig auftreten (d.h. kann bis zu 1 von 10

Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen

Bauchschmerzen, Übelkeit

Hautausschlag

Harnwegsinfektion

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Rocaltrol gelegentlich auftreten (d.h. kann bis zu 1

von 100 Behandelten betreffen):

verminderter Appetit

Erbrechen

Erhöhung

einem

bestimmten

Nierenwert

Blut

(erhöhter

Blutkreatininspiegel)

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar):

Überempfindlichkeitsreaktionen, Nesselsucht

übermäßige Flüssigkeitsaufnahme, Flüssigkeitsmangel

Apathie

Muskelschwäche, Sensibilitätsstörungen

Verstopfung, Oberbauchschmerzen

Hauterkrankungen verbunden mit Hautrötungen, Juckreiz

Wachstumsverzögerung

vermehrter Harndrang

Kalkablagerungen in den Weichteilen, Fieber, Durst

Gewichtsabnahme

Besonders bei zu hoch gewählter Dosierung können Nebenwirkungen auftreten, die durch eine

Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut ausgelöst werden.

Akut können Erscheinungen wie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauch- oder

Oberbauchschmerzen und Verstopfung auftreten.

weiterer

Folge

können

Muskelschwäche

Gewichtsabnahme,

Empfindungsstörungen,

gesteigertes Durstgefühl mit übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme, Fieber, vermehrter Harndrang und

Harnwegsinfekte, Flüssigkeitsmangel, Apathie und Wachstumsverzögerung auftreten.

Bei empfindlichen Patienten können Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Hautausschlag,

Hauterkrankungen verbunden mit Hautrötungen, Juckreiz und Nesselsucht vorkommen.

gleichzeitiger

Überhöhung

Kalzium-

Phosphatgehaltes

Blut

kann

Kalkablagerungen in den Weichteilen kommen.

Wenn eine Überhöhung des Kalziumgehaltes im Blut für längere Zeit besteht, kann es zu einer

Erhöhung von einem bestimmten Nierenwert im Blut kommen (erhöhter Blutkreatininspiegel).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

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29. Mai 2017

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Rocaltrol aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern.

Die Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu

schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Rocaltrol enthält

Der Wirkstoff ist: Calcitriol. Eine Kapsel enthält 0,5 Mikrogramm Calcitriol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapsel-Inhalt: Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol, mittelkettige Triglyceride.

Kapsel-Hülle:

Gelatine,

Glycerin

85%,

Karion 83

(bestehend

Sorbitol,

Mannitol,

Hydrierungsprodukt hydrolysierter Stärke), Titandioxid (E 171), rotes und gelbes Eisenoxid

(E 172).

Wie Rocaltrol aussieht und Inhalt der Packung

Die Kapseln sind braun-orange bis rot-orange und undurchsichtig

erhalten

Kapseln

Blisterpackungen

PVC-Folie

Deckfolie

Aluminium

beschichtet mit Vinyl-Acryl-Harz zu 30 und 100 Stück.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Roche Austria GmbH, Engelhorngasse 3, 1211 Wien, Österreich

Hersteller

Roche Pharma AG, Emil-Barell-Straße 1, 79639 Grenzach-Wyhlen, Deutschland

Z.Nr.: 16.768

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2017.

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29. Mai 2017

Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis für den Arzt bei Überdosierung

Da Calcitriol ein Vitamin-D-Derivat ist, sind die Symptome einer Überdosierung gleich wie für

Vitamin D.

Einnahmen hoher Dosen von Kalzium und Phosphat zusammen mit Calcitriol können ähnliche

Symptome

hervorrufen.

Serumkalzium-Phosphat-Produkt

sollte

einen

Wert

70 mg

nicht überschreiten. Ein hoher Kalziumspiegel im Dialysat kann zur Entwicklung einer

Hyperkalzämie beitragen.

Symptome

einer akuten Vitamin-D-Intoxikation: Anorexie, Kopfschmerz, metallischer Geschmack, Erbrechen,

Obstipation, Herzrhythmusstörungen, Muskel- und Knochenschmerzen, Bewusstseinsstörungen

und psychische Symptome.

einer

chronischen

Vitamin-D-Intoxikation:

Dystrophie

(Schwäche,

Gewichtsverlust),

Sensibilitätsstörungen,

möglicherweise

Fieber

Durst,

Polyurie,

Dehydration,

Apathie,

Wachstumshemmung und Harnwegsinfekte. In der Folge kommt es zu einer Hyperkalzämie mit

metastatischer Kalzifizierung von Kreislauforganen (Gefäßverkalkungen, auch mit Hypertonie,

Herzrhythmusstörungen,

Myokardinsuffizienz)

Organen

Gastrointestinaltrakts,

Nierenrinde, der Lungen und des Pankreas.

Therapie

Folgende Maßnahmen sollten bei einer akzidentellen Überdosierung in Betracht gezogen werden:

Sofortige

Magenspülung

oder

Induktion

Erbrechen

Verhinderung

einer

weiteren

Resorption.

Verabreichung von Paraffinöl zur Förderung der fäkalen Ausscheidung.

Calcitriol und, soweit gegeben, jedes Kalzium-, Magnesium-, Vitamin-A- und Vitamin-D-haltige

Medikament sofort absetzen.

Phosphatbindende Therapie anpassen, z.B. mit Aluminiumhydroxid, phosphatarme Ernährung bzw.

kalziumarme Diät verordnen (Meiden von Milchprodukten).

Bilanzierung einschließlich Dialyse gegen ein kalziumreduziertes Dialysat.

Die Behandlung mit Calcitonin kann zur Senkung des Kalziumspiegels beitragen (Calcitonin

hemmt die Mobilisierung von Kalzium aus dem Knochen).

Wiederholte Serumkalziumbestimmungen sind angezeigt. Sollten erhöhte Serumkalziumspiegel

persistieren, können Phosphate und Kortikosteroide (vermindern die intestinale Kalziumresorption)

verabreicht

sowie

Maßnahmen

Erreichung

einer

adäquaten

forcierten

Diurese

eingeleitet

werden.

Eine Hyperkalzämie mit hohen Werten (über 3,2 mmol/l) kann zu renaler Insuffizienz führen,

besonders wenn der Blutphosphatspiegel normal oder aufgrund einer eingeschränkten Nierenfunktion

erhöht ist.

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