Risperdal Consta 50 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Risperdal Consta 50 mg Suspension zur ich.m. Applikation
  • Darreichungsform:
  • Suspension zur ich.m. Applikation
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung trocknen: risperidonum 50 mg, copoly(dl-lactidum-glycolidum). Freigabe: carmellosum natricum, polysorbatum 20, dinatrii phosphas dihydricus, acid citricum anhydricum, natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung statt 2 ml, für die Gefäß, auch in suspension von frisch reconstituta.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Risperdal Consta 50 mg Suspension zur ich.m. Applikation
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Neuroleptikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56092
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-06-2002
  • Letzte Änderung:
  • 12-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Risperdal Consta®

Janssen-Cilag AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Risperidonum.

Hilfsstoffe

Wirkstoff-Pulver (Durchstechflasche): Copoly (DL-Lactidum glycolidum).

Lösung zur Suspendierung des Pulvers (Fertigspritze): Carmellosum natricum, Polysorbatum 20,

Dinatrii phosphas dihydricus, Acidum citricum anhydricum, Natrii chloridum, Natrii hydroxidum,

Aqua q.s. ad solutionem pro 2 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Risperdal Consta enthält Risperidon in Mikrosphären (Polymer-Kügelchen), welche das darin

eingebettete Risperidon verzögert freisetzen.

Suspension zur i.m. Applikation

Wirkstoff-Pulver zur Herstellung der Injektionslösung (Durchstechflasche): Praeparatio sicca zu 25

mg, 37,5 mg oder 50 mg Risperidon.

Lösung zur Suspendierung des Pulvers (Fertigspritze): 2 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Erhaltungstherapie für psychotische Krankheiten aus dem Formenkreis der Schizophrenie nach

Einleitung der Behandlung mit nicht retardierten Neuroleptika.

Dosierung/Anwendung

Bei Patienten, die noch nie Risperidon erhalten haben, wird empfohlen vor dem Behandlungsbeginn

mit Risperdal Consta die Verträglichkeit mit oralem Risperidon zu testen.

Risperdal Consta muss alle zwei Wochen durch tiefe intramuskuläre deltoide oder gluteale Injektion

verabreicht werden. Dazu ist die adäquate Sicherheits-Injektionsnadel zu verwenden. Für die deltoide

Injektion ist die 1-Inch-Nadel (25 mm) zu verwenden, wobei bei den Injektionen jeweils zwischen

den beiden Armen abgewechselt werden sollte. Für die gluteale Injektion ist die 2-Inch-Nadel (51

mm) einzusetzen, wobei die Injektion alternierend jeweils in eine der Gesässbacken erfolgen sollte.

Risperdal Consta darf nicht intravenös verabreicht werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen», Abschnitt «Verabreichung»). Zubereitung und Verabreichung der

Suspension siehe «Sonstige Hinweise»: «Hinweise für die Handhabung».

Übliche Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung beträgt 25 mg intramuskulär jede zweite Woche. Einige Patienten können

von höheren Dosen von 37,5 mg oder 50 mg profitieren. 75 mg zeigten in klinischen Studien keinen

zusätzlichen Nutzen, und zudem war eine leicht höhere Inzidenz an extrapyramidalen

Nebenwirkungen zu beobachten. Höhere Dosen als 50 mg jede zweite Woche werden nicht

empfohlen.

Achtung: Nach der 1. Injektion von Risperdal Consta kann ein klinisch wirksamer Effekt nicht

sofort, sondern erst nach einer Latenzzeit von drei oder sogar vier Wochen erwartet werden. Daher

muss zunächst in diesem Zeitraum für eine ausreichende Substitution mit anderen Antipsychotika

gesorgt werden, oder falls möglich, Risperdal in oraler Form verabreicht werden. Bei Patienten,

welche mit Depot-Neuroleptika behandelt werden, kann es angezeigt sein, vor dem Wechsel zu

Risperdal Consta zunächst vorübergehend auf eine orale Behandlung umzustellen (wenn klinisch

möglich).

Eine Dosiserhöhung darf nicht öfters als alle 4 Wochen erfolgen, da der Effekt nicht früher als 3

Wochen nach der ersten Injektion mit der höheren Dosis erwartet werden kann.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten (>65 Jahren)

Die empfohlene Dosierung ist 25 mg intramuskulär jede zweite Woche. Nach der 1. Injektion von

Risperdal Consta muss für die drei folgenden Wochen (Lag-Phase) für eine ausreichende

Substitution mit anderen oralen Antipsychotika gesorgt werden (s. «Pharmakokinetik»).

Ältere Patienten mit psychotischen Symptomen im Rahmen einer dementiellen Erkrankung hatten

unter der Behandlung mit atypischen Antipsychotika ein erhöhtes Mortalitätsrisiko. Risperdal Consta

ist nicht zugelassen für die Behandlung von Patienten mit psychotischen Symptomen im Rahmen

einer Demenzerkrankung.

Leber- und Nierenkrankheiten

Der Einsatz von Risperdal Consta bei Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen wurde nicht

untersucht.

Benötigt ein Patient mit einer Leber- oder Nierenerkrankung eine Behandlung mit Risperdal Consta,

so wird empfohlen, während der ersten Woche eine Anfangsdosis von 0,5 mg Risperidon oral 2×

täglich einzunehmen (als Tablette oder Lösung). In der 2. Woche kann die Tagesdosis auf 1 mg 2×

täglich oder 2 mg 1× täglich erhöht werden. Wird eine orale Dosis von mindestens 2 mg gut

vertragen, so kann eine Injektion von 25 mg Risperdal Consta alle 2 Wochen verabreicht werden.

Kinder

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegen noch keine Erfahrungen vor.

Kontraindikationen

Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe.

Demente Patienten mit Parkinsonsymptomen im Sinne von Rigor, Bradykinese und parkinson'schen

Haltungsstörungen.

Demente Patienten mit der wahrscheinlichen Diagnose einer Lewykörper-Demenz (neben den

Symptomen einer Demenz mindestens zwei der folgenden drei Symptome: Parkinsonismus/visuelle

Halluzinationen/Fluktuation im Verlauf).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Patienten, die zuvor nie mit Risperidon behandelt wurden, wird empfohlen vor dem Einsatz von

Risperdal Consta die Verträglichkeit mittels der oralen Form von Risperidon abzuklären.

Kinder und Jugendliche

Da bisher keine Erfahrungen vorliegen, darf Risperdal Consta Kindern und Jugendlichen unter 18

Jahren nicht verabreicht werden.

Ältere Patienten mit Demenz

Erhöhte Gesamtmortalität

Eine Meta-Analyse von 17 kontrollierten Studien mit atypischen Antipsychotika, Risperdal

einschliessend, zeigte bei älteren, mit Antipsychotika behandelten Demenzpatienten eine im

Vergleich zu Plazebo erhöhte Mortalität. Bei dieser Population betrug in plazebo-kontrollierten

Studien mit oralem Risperdal die Mortalitätsrate 4,0% bei mit Risperdal behandelten Patienten und

3,1% bei der Plazebogruppe. Das mittlere Alter der verstorbenen Patienten betrug 86 Jahre

(Altersspanne 67–100 Jahre).

Ein spezifisches Risikofaktorenprofil für die erhöhte Mortalität unter Risperdal ist nicht erkennbar.

Vielmehr fanden sich Todesursachen, die in der Altersgruppe >65 Jahre typischerweise zu

beobachten sind: kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Ereignisse, Tumore, Infektionen (z.B.

Pneumonie) und Diabetes.

Erhöhte Mortalität bei gleichzeitiger Einnahme von Furosemid:

In plazebo-kontrollierten Studien bei älteren Patienten mit Demenz wurde bei der gleichzeitigen

Behandlung mit Risperidon und Furosemid eine höhere Mortalitätsrate beobachtet (7.3%; mittleres

Alter 89, Altersspanne 75–97 Jahre) als bei der alleinigen Behandlung mit Risperidon (3.1%;

mittleres Alter 84, Altersspanne 70–96) oder Furosemid (4.1%; mittleres Alter 80, Altersspanne 67–

90 Jahre). Die Erhöhung der Mortalitätsrate bei Patienten, die mit Risperidon plus Furosemid

behandelt wurden, wurde in zwei von vier klinischen Studien beobachtet. Bei Patienten, die andere

Diuretika als Begleitmedikation zu Risperidon einnahmen, wurde keine erhöhte Mortalitätsrate

gefunden.

Es konnte kein eindeutiger pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieses Ergebnisses

identifiziert werden. Auch war die Todesursache nicht einheitlich. Trotzdem sollte Vorsicht geübt

und das Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Kombination oder der gleichzeitigen Behandlung mit

anderen potenten Diuretika vor dem Gebrauch abgewogen werden.

Unabhängig von der Behandlung war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor für die Mortalität

und sollte daher bei älteren Demenzpatienten sorgfältig vermieden werden.

Vermehrte zerebrovaskuläre Ereignisse

In plazebo-kontrollierten Studien bei älteren Patienten mit Demenz war die Inzidenz von

zerebrovaskulären Ereignissen (Insult und transitorischen ischämischen Attacken [TIA]),

einschliesslich tödlichem Ausgang, bei den mit oralem Risperdal behandelten Patienten signifikant

höher als im Vergleich zu den Patienten, die Placebo erhielten (mittleres Alter 85 Jahre; Altersspanne

73–97 Jahre).

Orthostatische Hypotonie

Die α1-lytische Wirkung von Risperidon kann vor allem während der anfänglichen Dosisanpassung

zu (orthostatischer) Hypotonie führen. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit bekannten Herz-

Kreislauf-Krankheiten (z.B. Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt, Überleitungsstörungen,

Dehydratation, Hypovolämie oder zerebrovaskuläre Krankheiten) (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Bei akut instabilen kardiovaskulären Situationen (wie z.B. bei akutem Myokardinfarkt) wird die

Gabe von Risperdal Consta nicht empfohlen.

Bei einer persistierenden klinisch relevanten orthostatischen Hypotonie ist der Nutzen gegenüber

dem Risiko der weiteren Behandlung mit Risperdal Consta abzuwägen.

Verlängerung des QT-Intervalls

In klinischen Studien wurde Risperidon nicht mit einer Verlängerung des QTc-Intervalls in

Verbindung gebracht. Von QT-Verlängerung wurde sehr selten in der Postmarketing-Phase berichtet.

Wie bei anderen Antipsychotika ist bei der Verschreibung von Risperidon bei Patienten mit

bekannter kardiovaskulärer Erkrankung und/oder Bradykardie, Elektrolytstörungen (Hypokaliämie,

Hypomagnesiämie) oder einer QT-Verlängerung in der Familienanamnese Vorsicht geboten. In

Kombination mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, ist ebenfalls Vorsicht

geboten (s. «Interaktionen»).

Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose

Fälle von Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose sind unter der Anwendung von

Antipsychotika (einschliesslich Risperdal Consta) in klinischen Studien und/oder seit

Markteinführung berichtet worden. Agranulozytose wurde sehr selten (<1/10'000 Patienten) nach der

Markteinführung beobachtet.

Patienten mit einer klinisch signifikanten Verminderung der Anzahl weisser Blutkörperchen in der

Anamnese oder mit einer Arzneimittel induzierten Leukopenie/Neutropenie sollten während der

ersten Monate der Therapie überwacht werden und das Abrechen der Therapie mit Risperdal Consta

sollte beim ersten Anzeichen eines signifikanten Absinkens der weissen Blutkörperchen im Falle

eines Fehlens anderer kausaler Faktoren erwogen werden.

Patienten mit klinisch signifikanter Neutropenie sollten sorgfältig hinsichtlich Fieber oder anderen

Symptomen oder Anzeichen einer Infektion überwacht und sollten sofort behandelt werden, wenn

solche Symptome oder Zeichen auftreten. Patienten mit ausgeprägter Neutropenie (absolute

Neutrophilenzahl <1× 109/l) sollten die Therapie mit Risperdal Consta abbrechen und die weissen

Blutkörperchen sollten bis zur Genesung überwacht werden.

Venöse Thromboembolie

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fälle von venösen

Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden,

häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE

vor und während der Behandlung mit Risperdal Consta identifiziert und Präventivmassnahmen

ergriffen werden.

Tardive Dyskinesien/Extrapyramidale Symptome (EPS)

Arzneimittel mit antidopaminergen Eigenschaften wurden mit der Induktion von tardiver Dyskinesie

in Zusammenhang gebracht, was sich durch rhythmische, unwillkürliche Bewegungen, v.a. der

Zunge und/oder des Gesichtes äussern kann. Das Auftreten extrapyramidaler Symptome ist ein

Risikofaktor für tardive Dyskinesien. Treten Zeichen und Symptome von tardiver Dyskinesie auf,

soll das Absetzen aller Antipsychotika erwogen werden.

Parkinson-Krankheit und Demenz mit Lewy-Körperchen

Vorsicht ist geboten, wenn Risperdal bei Patienten mit einer Parkinson-Krankheit oder Demenz mit

Lewy-Körperchen verschrieben wird. Risperdal kann eine Verschlechterung der Parkinson-Krankheit

bewirken. Beide Gruppen können ein erhöhtes Risiko für ein malignes neuroleptisches Syndrom und

erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Antipsychotika (z.B. Verwirrtheit, Affektabstumpfung,

Gleichgewichtsstörung mit häufigen Stürzen, zusätzlich zu extrapyramidalen Symptomen)

aufweisen.

Malignes neuroleptisches Syndrom

Unter Antipsychotika kommt es in seltenen Fällen zum malignen neuroleptischen Syndrom, das sich

in Hyperthermie, Muskelrigidität, autonomer Instabilität, Bewusstseinsveränderungen und erhöhten

Serum-Creatinphosphokinase-Spiegeln äussert. Zusätzliche Symptome können Myoglobinurie

(Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen sein. In diesem Fall sollten sämtliche

antipsychotischen Arzneimittel einschliesslich Risperdal Consta abgesetzt werden. Nach der letzten

Verabreichung von Risperdal Consta sind noch mindestens 6 Wochen Risperidon-Plasmaspiegel

nachweisbar.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Obwohl die Verträglichkeit von oral verabreichtem Risperidon vor Beginn der Behandlung mit

Risperdal Consta abgeklärt werden sollte, sind während der Anwendungsbeobachtung nach der

Markteinführung in sehr seltenen Fällen bei Patienten, die oral verabreichtes Risperidon zuvor

toleriert hatten, anaphylaktische Reaktionen aufgetreten (siehe «Dosierung/Anwendung» und

«Unerwünschte Wirkungen»). Zu Anaphylaxie-Symptomen zählen Hautausschlag, Nesselausschlag,

peripheres Ödem, geschwollene Augen, geschwollene Zunge, geschwollenes Gesicht, starkes

Schwitzen (Hyperhidrose), Atemnot und Blutdruckabfall (Hypotonie).

Patienten mit Überempfindlichkeit auf orales Risperidon, Paliperidon oder einen der sonstigen

Bestandteile der Formulierung oder des Behältnisses sollten nicht mit Risperdal Consta behandelt

werden (siehe «Kontraindikationen»).

Beim Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen ist die Anwendung von Risperdal Consta zu

beenden; allgemeine unterstützende Massnahmen je nach klinischer Indikation sind einzuleiten und

der Patienten ist zu überwachen, bis die Anzeichen und Symptome abgeklungen sind (siehe

«Kontraindikationen» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Hyperglykämie und Diabetes mellitus

Während der Behandlung mit Risperdal Consta wurde über Hyperglykämie, Diabetes mellitus und

Exazerbation eines vorbestehenden Diabetes berichtet. Die Beurteilung des Zusammenhanges

zwischen der Anwendung atypischer Antipsychotika und Glukoseanomalien wird durch die

Möglichkeit eines erhöhten Grundrisikos für Diabetes mellitus bei Schizophreniepatienten und die

steigende Inzidenz von Diabetes mellitus in der Gesamtpopulation erschwert. Angesichts dieser

Einflussfaktoren ist der Zusammenhang zwischen dem Einsatz atypischer Antipsychotika und

unerwünschten Wirkungen, die mit Hyperglykämie zusammenhängen, nicht vollständig verstanden.

Epidemiologische Studien deuten jedoch auf ein erhöhtes Risiko für ein Auftreten Hyperglykämie-

bedingter unerwünschter Wirkungen bei Patienten unter Therapie mit atypischen Antipsychotika hin.

Jeder Patient, der mit atypischen Antipsychotika, einschliesslich Risperdal Consta, behandelt wird,

sollte bezüglich Symptomen einer Hyperglykämie und eines Diabetes mellitus überwacht werden.

Gewichtszunahme

Bei der Anwendung von Risperdal Consta ist von signifikanter Gewichtszunahme berichtet worden.

Die regelmässige Beobachtung des Gewichtes ist daher empfehlenswert.

Priapismus

Berichten zufolge können eine α-adrenerge Blockade bewirkende Arzneimittel Priapismus

hervorrufen. Von Priapismus wurde bei Risperdal nach der Markteinführung berichtet (s. Rubrik

«Unerwünschte Wirkungen»).

Regulation der Körpertemperatur

Antipsychotika können die Fähigkeit des Körpers zur Senkung der Körperkerntemperatur

beeinträchtigen. Vorsicht ist daher geboten, wenn Risperdal Consta Patienten verordnet wird, die

Situationen ausgesetzt sind, die einen Anstieg der Körperkerntemperatur (z.B. anstrengende

körperliche Aktivität, Exposition gegenüber extremer Wärme, gleichzeitige Anwendung von

Arzneimitteln mit anticholinerger Wirkung oder Dehydrierung) ausgesetzt sind.

Antiemetische Wirkung

In präklinischen Versuchen mit Risperdon wurde eine antiemetische Wirkung verzeichnet. Falls

diese Wirkung beim Menschen auftritt, könnte sie Zeichen und Symptome einer Überdosierung

bestimmter Substanzen oder von Erkrankungen wie intestinaler Obstruktion, Reye-Syndrom und

Gehirntumor maskieren.

Epileptische Anfälle

Wie alle Antipsychotika sollte auch Risperdal Consta bei Patienten mit anamnestisch bekannten

epileptischen Anfällen oder anderen Zuständen, welche mit einer Senkung der Anfallsschwelle

einhergehen können, vorsichtig angewendet werden.

Intraoperatives Floppy-Iris Syndrom

Bei Kataraktoperationen an Patienten unter Behandlung mit Arzneimitteln mit alpha1a-adrenerger

antagonistischer Wirkung, einschliesslich Risperdal Consta, wurden Fälle von intraoperativem

Floppy-Iris-Syndrom (IFIS) beobachtet.

Das IFIS kann das Risiko für Komplikationen am Auge während und nach der Operation erhöhen.

Vor der Operation sollte dem Ophthalmochirurgen eine aktuelle oder vorangegangene Anwendung

von Arzneimitteln mit alpha1a-adrenerger antagonistischer Wirkung mitgeteilt werden. Der

mögliche Nutzen des Absetzens der Therapie mit Alpha1-Antagonisten vor der Kataraktoperation

wurde nicht untersucht und ist gegenüber dem Risiko einer Unterbrechung der antipsychotischen

Therapie abzuwägen.

Prolaktin-abhängige Tumoren

Risperdal Consta darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei gleichzeitigem

Vorliegen von Prolaktin-abhängigen Tumoren z.B. Prolaktinomen der Hypophyse und

möglicherweise Prolaktin-abhängigen Tumoren, z.B. epithelialen Mamma-Tumoren.

Verabreichung

Es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass Risperdal Consta nicht versehentlich in ein

Blutgefäss injiziert wird (siehe «Unerwünschte Wirkungen – Okklusion der retinalen Arterie.»).

Interaktionen

Die Interaktionen von Risperdal Consta bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel wurden

nicht systematisch untersucht. Die in dieser Rubrik beschriebenen Interaktionen basieren auf Studien

mit oralem Risperidon.

Pharmakodynamisch bedingte Interaktionen

Zentral wirkende Arzneimittel und Alkohol

In Anbetracht der primären ZNS-Wirkungen von Risperdal sollte eine kombinierte Anwendung mit

anderen zentral wirkenden Arzneimitteln oder Alkohol mit Vorsicht erfolgen.

Levodopa und Dopamin-Agonisten

Risperidon kann die Wirkung von Levodopa und anderen Dopamin-Agonisten vermindern. Wenn

diese Kombination als notwendig erachtet wird, insbesondere im Endstadium der Parkinson-

Krankheit, soll die niedrigste effektive Dosis bei jeder Behandlung verordnet werden.

Arzneimittel mit hypotensiver Wirkung

Nach der Markteinführung wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon und

Antihypertensiva klinisch signifikante Hypotonie beobachtet.

Arzneimittel mit bekannter QT-verlängernder Wirkung

Bei Verschreibung von Risperdal Consta mit Arzneimitteln, die bekanntermassen das QT-Intervall

verlängern, ist Vorsicht angezeigt.

Pharmakokinetisch bedingte Interaktionen

Risperidon wird hauptsächlich durch CYP2D6 und in geringerem Umfang durch CYP3A4

metabolisiert. Sowohl Risperidon als auch sein aktiver Metabolit 9-Hydroxyrisperidon sind Substrate

von P-Glykoprotein (P-gp). Modifikatoren der CYP2D6-Aktivität oder starke Hemmer oder

Induktoren der Aktivität von CYP3A4 und/oder P-gp können sich auf die Pharmakokinetik der

aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon auswirken.

Starke CYP2D6-Inhibitoren

Bei gemeinsamer Anwendung von Risperdal Consta und einem starken CYP2D6-Inhibitor kann sich

die Plasmakonzentration von Risperidon erhöhen, die aktive antipsychotische Fraktion ist

diesbezüglich jedoch weniger stark betroffen. Starke CYP2D6-Inhibitoren in höheren Dosen können

die Konzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon erhöhen (z.B. Paroxetin,

siehe nachstehend). Bei Einleitung oder Beendigung der Begleitanwendung von Paroxetin,

Bupropion, oder eines anderen starken CYP2D6-Inhibitors, vor allem in höheren Dosen, sollte die

Dosierung von Risperdal Consta vom Arzt neu beurteilt werden.

CYP3A4- und/oder P-gp-Inhibitoren

Bei gemeinsamer Anwendung von Risperdal Consta und einem starken CYP3A4- und/oder P-gp-

Inhibitor kann sich die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon

erheblich erhöhen. Bei Einleitung oder Beendigung der Begleitanwendung von Itraconazol oder

eines anderen starken CYP3A4- und/oder P-gp-Inhibitors sollte die Dosierung von Risperdal Consta

vom Arzt neu beurteilt werden.

CYP3A4- und/oder P-gp-Induktoren

Bei gemeinsamer Anwendung von Risperdal Consta und einem starken CYP3A4- und/oder P-gp-

Induktor kann sich die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon

verringern. Bei Einleitung oder Beendigung der Begleitanwendung von Carbamazepin oder eines

anderen starken CYP3A4- und/oder P-gp-Induktors sollte die Dosierung von Risperdal Consta vom

Arzt neu beurteilt werden.

Stark proteingebundene Substanzen

Bei gemeinsamer Anwendung von Risperdal Consta und Arzneistoffen, die in hohem Mass

proteingebunden sind, findet bei keinem der Wirkstoffe eine klinisch bedeutsame Verdrängung von

den Plasmaproteinen statt.

Bei Anwendung von Begleitmedikamenten sind die Angaben zur Art der Metabolisierung und zur

etwaigen Notwendigkeit einer Dosisanpassung in der jeweiligen Arzneimittelinformation zu

beachten.

Pädiatrische Patienten

Interaktionsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt. Die Relevanz der Ergebnisse dieser

Studien für pädiatrische Patienten ist nicht bekannt.

Beispiele

Nachstehend sind Beispiele für Arzneimittel aufgeführt, die potentiell mit Risperidon interagieren

bzw. nachweislich nicht mit Risperidon interagieren:

Antibakterielle Substanzen:

·Erythromycin, ein mässiger CYP3A4-Inhibitor, bewirkt keine Veränderung der Pharmakokinetik

von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion.

·Rifampicin, ein starker CYP3A4-Induktor und P-gp-Induktor, verringert die Plasmakonzentration

der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Anticholinesterasen:

·Die Cholinesterase-Inhibitoren Galantamin und Donepezil, die beide Substrate von CYP2D6 und

CYP3A4 sind, haben keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Risperidon

und der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Antikonvulsiva:

·Carbamazepine ein starker CYP3A4-Induktor und P-gp-Induktor, verringert die

Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon.

·Topiramat hat eine mässige Verringerung der Bioverfügbarkeit von Risperidon zur Folge, aber

keinen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit der aktiven antipsychotischen Fraktion. Diese Interaktion

ist daher wahrscheinlich nicht klinisch bedeutsam.

·Risperidon hat keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Valproat oder

Topiramat.

Antimykotika:

·Itraconazol, ein starker CYP3A4-Inhibitor und P-gp-Inhibitor, erhöhte in der Dosierung von 200

mg/Tag und bei Risperidon-Dosen von 2 bis 8 mg/Tag die Plasmakonzentration der aktiven

antipsychotischen Fraktion um etwa 70%.

·Ketoconazol, ein starker CYP3A4-Inhibitor und P-gp-Inhibitor, erhöhte in der Dosierung von 200

mg/Tag die Plasmakonzentration von Risperidon und verringerte die Plasmakonzentration von 9-

Hydroxyrisperidon.

Antipsychotika:

·Phenothiazine können zu einer Erhöhung der Plasmakonzentration von Risperidon führen, haben

aber keinen Einfluss auf die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion.

·Für Aripiprazol, ein Substrat von CYP2D6 und CYP3A4, besteht keine ausreichende klinische

Evidenz um einen möglichen Effekt von Risperdal auf die Pharmakokinetik von Aripiprazol und

seinem aktiven Metaboliten Dehydroaripiprazol beurteilen zu können.

Virostatika:

·Proteaseinhibitoren: Es sind keine formalen Studiendaten verfügbar. Da Ritonavir aber ein starker

CYP3A4-Inhibitor und ein schwacher CYP2D6-Inhibitor ist, besteht bei Ritonavir und Ritonavir-

geboosteten Proteaseinhibitoren die Möglichkeit einer Erhöhung der Konzentration der aktiven

antipsychotischen Fraktion von Risperidon.

Betablocker:

·Einige Betablocker können zu einer Erhöhung der Plasmakonzentration von Risperidon führen,

haben aber keinen Einfluss auf die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Kalziumkanalblocker:

·Verapamil, ein mässiger Inhibitor von CYP3A4 und Inhibitor von P-gp, erhöht die

Plasmakonzentration von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Digitalis-Glykoside:

·Risperidon hat keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Digoxin.

Diuretika:

·Furosemid: Es sind die Angaben im Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen in Bezug

auf die erhöhte Sterblichkeit bei älteren Patienten mit Demenz, die eine Begleitbehandlung mit

Furosemid erhalten, zu beachten.

Gastrointestinale Arzneimittel:

·H2-Rezeptor-Antagonisten: Cimetidin und Ranitidin, die beide schwache Inhibitoren von CYP2D6

und CYP3A4 sind, erhöhten die Bioverfügbarkeit von Risperidon, die der aktiven antipsychotischen

Fraktion jedoch nur marginal.

Lithium:

·Risperidon hat keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Lithium.

SSRI und trizyklische Antidepressiva:

·Fluoxetin, ein starker CYP2D6-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentration von Risperidon, die aktive

antipsychotische Fraktion ist diesbezüglich jedoch weniger stark betroffen.

·Paroxetin, ein starker CYP2D6-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentration von Risperidon, bei

Dosierungen bis zu 20 mg/Tag ist die aktive antipsychotische Fraktion diesbezüglich jedoch weniger

stark betroffen. Bei höheren Paroxetin-Dosen kann sich die Konzentration der aktiven

antipsychotischen Fraktion von Risperidon jedoch in einer dosisabhängigen Weise erhöhen.

·Trizyklische Antidepressiva können zu einer Erhöhung der Plasmakonzentration von Risperidon

führen, haben aber keinen Einfluss auf die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen

Fraktion. Amitriptylin hat keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Risperidon oder der aktiven

antipsychotischen Fraktion.

·Sertralin, ein schwacher Inhibitor von CYP2D6, und Fluvoxamin, ein schwacher Inhibitor von

CYP3A4, bewirken bei Dosierungen bis zu 100 mg/Tag keine klinisch signifikanten Veränderungen

der Konzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon. Bei Sertralin- oder

Fluvoxamindosen über 100 mg/Tag kann sich die Konzentration der aktiven antipsychotischen

Fraktion von Risperidon jedoch erhöhen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Die Sicherheit von Risperidon bei Anwendung während einer Schwangerschaft wurde nicht

untersucht.

Eine retrospektive observative Kohortenstudie auf der Grundlage einer US-Datenbank mit

abgerechneten Gesundheitsversorgungsleistungen verglich das Risiko angeborener Fehlbildungen bei

Lebendgeburten zwischen Frauen mit und solchen ohne Anwendung von Antipsychotika im ersten

Schwangerschaftstrimenon. Das Risiko angeborener Fehlbildungen bei Anwendung von Risperidon

war nach Anpassung im Hinblick auf Störvariablen in der Datenbank gegenüber der

Nichtanwendung von Antipsychotika erhöht (relatives Risiko = 1,26, 95%-KI: 1,02-1,56). Es wurde

kein biologischer Mechanismus identifiziert, der diese Feststellung erklären konnte, und in

präklinischen Studien wurden keine teratogenen Wirkungen beobachtet. Auf der Grundlage der

Ergebnisse dieser observativen Einzelstudie wurde kein Kausalzusammenhang zwischen der

Risperidonexposition in utero und den angeborenen Fehlbildungen erkannt.

Bei Neugeborenen, deren Mütter während des dritten Trimesters der Schwangerschaft

Antipsychotika (einschliesslich Risperidon) einnahmen, besteht nach der Geburt das Risiko für

extrapyramidale und/oder Entzugssymptome. Diese Symptome bei Neugeborenen können Agitation,

ungewöhnlich erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Tremor, Schläfrigkeit, Schwierigkeiten

beim Atmen oder Probleme beim Füttern einschliessen. Diese Komplikationen können einen

unterschiedlichen Schweregrad aufweisen. Bei einigen Fällen waren sie selbst limitierend, in anderen

Fällen benötigten die Neugeborenen eine Überwachung auf der Intensivstation oder eine längere

Hospitalisation.

Risperidon zeigte in tierexperimentellen Studien zwar keine direkte Reproduktionstoxizität, es

wurden aber einige indirekte Prolaktin- und ZNS-vermittelte Wirkungen beobachtet (s. Rubrik

«Präklinische Daten»).

Risperdal Consta darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, es ist

absolut erforderlich. Ist während der Schwangerschaft ein Absetzen der Behandlung erforderlich, so

soll dies nicht abrupt geschehen.

Stillzeit

In tierexperimentellen Studien wurden Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon mit der Milch

ausgeschieden. Es wurde auch gezeigt, dass Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon in die

Muttermilch des Menschen übergeht. In einem Einzelfall wurde gemessen, dass 4,3% der aktiven

antipsychotischen Fraktion (Bezug mütterliche Dosis) in der Muttermilch erscheinen. Deshalb sollten

Mütter, die mit Risperidon behandelt werden, nicht stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Risperdal Consta kann sich nachteilig auf Tätigkeiten auswirken, die Konzentration und geistige

Wachsamkeit erfordern. Den Patienten ist deshalb nahezulegen, keine Fahrzeuge zu lenken und

komplizierte Maschinen zu bedienen, bis ihre individuelle Reaktionsfähigkeit abgeklärt ist und der

behandelnde Arzt die entsprechende Einschätzung mit dem Patienten besprochen und erläutert hat.

Unerwünschte Wirkungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (Häufigkeit ≥1/10) sind: Schlaflosigkeit, Angst,

Kopfschmerz, Infektion der oberen Atemwege, Parkinsonismus und Depression.

Paliperidon ist der aktive Metabolit von Risperidon. Daher sind die Nebenwirkungsprofile beider

Substanzen (ihre oralen und die injizierbaren Formulierungen einschliessend) von gegenseitiger

Relevanz. Nachstehend findet sich eine vollständige Auflistung der in klinischen Studien und nach

Markteinführung berichteten Nebenwirkungen mit Risperidon und/oder Paliperidon. Hierbei werden

die folgenden Begriffe und Häufigkeiten verwendet: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10),

gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1000) sehr selten (<1/10'000) sowie

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad

angegeben.

Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und Häufigkeit:

Infektionen und Infestationen

Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege.

Häufig: Pneumonie, Bronchitis, Sinusitis, Harnwegsinfektion, Influenza.

Gelegentlich: Infektion der Atemwege, Cystitis, Infektion des Ohres, Augeninfektion, Tonsillitis,

Onychomykosis, Cellulitis, Infektion, lokalisierte Infektion, virale Infektion, Acarodermatitis,

subkutaner Abszess.

Störungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Anämie.

Gelegentlich: Abnahme der Anzahl weisser Blutkörperchen, Thrombozytopenie, Abnahme des

Hämatokrits.

Selten: Neutropenie.

Nicht bekannt: Agranulozytose, Abnahme der Anzahl eosinophiler Granulozyten.

Störungen des Immunsystems

Gelegentlich: Hypersensitivität.

Nicht bekannt: anaphylaktische Reaktion.

Endokrine Störungen

Häufig: Hyperprolaktinämiea.

Selten: inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Hyperglykämie, Gewichtszunahme, verstärkter Appetit, Gewichtsabnahme, verminderter

Appetit.

Gelegentlich: Diabetes mellitusb, Anorexie, Triglyceride erhöht, Cholesterin erhöht, Glukosurie.

Selten: Hypoglykämie, Polydipsie.

Sehr selten: diabetische Ketoazidose.

Nicht bekannt: Wasser-Intoxikation, Hyperinsulinämie, diabetisches Koma.

Psychiatrische Störungen

Sehr häufig: Schlaflosigkeitc, Depression, Angst.

Häufig: Schlafstörung, Agitation, verminderte Libido.

Gelegentlich: Manie, Verwirrung, Anorgasmie, Albträume.

Selten: abgestumpfter Affekt.

Störungen des Nervensystems

Sehr häufig: Parkinsonismusc, Kopfschmerz.

Häufig: Akathisiec, Somnolenz, Dystoniec Schwindel, Dyskinesiec. Tremor.

Gelegentlich: Zerebrovaskuläre Ischämie, Bewusstseinsverlust, Konvulsionenc, Synkope, tardive

Dyskinesia, psychomotorische Hyperaktivität, Gleichgewichtsstörung, Haltungsschwindel, Störung

der Aufmerksamkeit, Dysarthrie, Störung der Geschmacksempfindung, Hypästhesie, Parästhesie.

Selten: malignes neuroleptisches Syndrom, Verminderung des Bewusstseinsgrades, Kopfzittern.

Nicht bekannt: Fehlende Stimulusresponse.

Augenleiden

Häufig: Verschwommensehen.

Gelegentlich: Konjunktivitis, trockenes Auge, Tränensekretion verstärkt, okuläre Hyperämie.

Selten: Störung der Augenbewegung, Augenrollen, Photophobie.

Nicht bekannt: Okklusion der retinalen Arterie, Glaukom, Verkrustung des Augenlidrandes, Floppy-

Iris Syndrom (intraoperativ).

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Gelegentlich: Vertigo, Tinnitus, Ohrenschmerz.

Funktionsstörungen des Herzens

Häufig: Tachykardie.

Gelegentlich: Vorhofflimmern, atrioventrikulärer Block, Erregungsleitungsstörung, verlängertes QT-

Intervall im Elektrokardiogramm, Baradykardie, anormales Elektrokardiogramm, Palpitationen.

Selten: Sinusarrhythmien.

Nicht bekannt: posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom.

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufig: Hypotonie, Hypertonie.

Gelegentlich: Orthostatische Hypotonie.

Selten: Lungenembolie, tiefe Venenthrombose.

Nicht bekannt: Flush.

Atmungsorgane (respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen)

Häufig: Dyspnoe, pharyngolaryngealer Schmerz, Husten, nasale Verstopfung.

Gelegentlich: Hyperventilation, Atemwegsobstruktion, Keuchen, Epistaxis.

Selten: Schlaf-Apnoe-Syndrom, Aspirationspneumonie, Lungenstauung, Lungenrasseln, Dysphonie,

Atemstörung.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: abdominelle Beschwerden, Erbrechen, Übelkeit, Obstipation, Gastroenteritis, Diarrhö,

Dyspepsie, Mundtrockenheit, Zahnschmerz.

Gelegentlich: Stuhlinkontinenz, Dysphagie, Flatulenz.

Selten: Pankreatitis, intestinale Obstruktion.

Sehr selten: Ileus.

Nicht bekannt: geschwollene Zunge, Faekulom, Cheilitis.

Funktionsstörungen der Leber und Galle

Häufig: Transaminasen erhöht, erhöhte Gamma-Glutamyl-Transferase-Werte.

Gelegentlich: Leberenzymwerte erhöht.

Selten: Ikterus.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag.

Gelegentlich: Pruritus, Alopezie, Ekzem, trockene Haut, Erythem, Hautverfärbung, Akne,

seborrhoische Dermatitis.

Selten: Arzneimittelexanthem, Urticaria, Hyperkeratose, Hauterkrankungen, Hautläsion.

Sehr selten: Angioödem.

Muskelskelettsystem (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der

Knochen

Häufig: Muskelkrämpfe, muskuloskelletale Schmerzen, Rückenschmerz, Arthralgie.

Gelegentlich: erhöhter Kreatinphosphokinase-Wert, Gelenksteifigkeit, Anschwellen der Gelenke,

Muskelschwäche, Nackenschmerzen.

Selten: Rhabdomyolyse, anomale Haltung.

Funktionsstörungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Harninkontinenz.

Gelegentlich: Pollakisurie, Harnretention, Dysurie.

Schwangerschafts-, Wochenbett- und Perinatalbeschwerden

Sehr selten: Extrapyramidalmotorische Symptome und/oder Entzugserscheinungen beim

Neugeborenen.

Funktionsstörungen des Reproduktionssystems und der Brust

Häufig: erektile Dysfunktion, Amenorrhö, Galaktorrhoe.

Gelegentlich: Ejakulationsstörung, verspätete Menstruation, Menstruationsstörungc, Gynäkomastie,

sexuelle Dysfunktion, Brustbeschwerden, vaginaler Ausfluss.

Selten: Brustdrüsenschwellung, Absonderung aus der Brustdrüse.

Nicht bekannt: Priapismus.

Verletzung und Vergiftung

Häufig: Sturz.

Gelegentlich: verabreichungsbedingter Schmerz.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Ödemc, Pyrexie, Brustkorbbeschwerden, Asthenie, Fatigue, Schmerz, Schmerz an der

Injektionsstelle, Sturz.

Gelegentlich: Gesichtsödem, Schüttelfrost, erhöhte Körpertemperatur, anormaler Gang, Durst,

Krankheitsgefühl, anormales Gefühl, Induration.

Selten: Hypothermie, Unbehagen.

Sehr selten: Anaphylaktische Reaktion nach Injektion mit Risperdal Consta bei Patienten welche

zuvor orales Risperidon toleriert haben.

Nicht bekannt: verminderte Körpertemperatur, peripheres Kältegefühl, Arzneimittelentzugsyndrom.

a Eine Hyperprolaktinämie kann in einigen Fällen zu Gynäkomastie, Menstruationsstörungen,

Amenorrhoe und Galaktorrhoe führen.

b In Placebo-kontrollierten Studien wurde Diabetes mellitus bei 0,18% der mit Risperidon

behandelten Patienten berichtet, im Vergleich lag die Rate in der Placebo-Gruppe bei 0,11%. Die

Gesamtinzidenz aus allen klinischen Studien betrug 0,43% bei allen mit Risperidon behandelten

Patienten.

C Schlaflosigkeit beinhaltet: initiale Schlafstörung, Durchschlafstörungen;

Parkinsonismus beinhaltet: Akinese, Bradykinesie, Zahnradphänomen, Speichelausfluss,

extrapyramidalmotorische Symptome, pathologischer Glabella-Reflex, Muskelsteifigkeit,

Muskelverspannungen, muskuloskelettale Steifheit;

Akathisie beinhaltet: Hyperkinesie, „Restless-legs-Syndrom, Ruhelosigkeit;

Dystonie beinhaltet: Blepharospasmus, zervikale Spasmen, Emprosthotonus, Gesichtskrampf,

Muskelhypertonus, Laryngospasmus, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Myotonie,

Oculogyration, Opisthotonus, oropharyngealer Krampf, Pleurothotonus, Risus sardonicus, Tetanie,

Zungenlähmung, Zungenkrampf, Torticollis, Trismus;

Dyskinesie beinhaltet: Athetose, Chorea, choreoathetoide Bewegungen, Bewegungsstörungen,

Muskelzucken, Myoklonus;

Konvulsionen beinhaltet: Grand-mal-Anfälle;

Ödeme beinhaltet: generalisierte Ödeme, periphere Ödeme, Ödem mit eindrückbaren Dellen

(«pitting edema»);

Menstruationsstörungen beinhaltet: unregelmässige Menstruation, Oligomenorhoe.

Klasseneffekte

Verlängerung des QT-Intervals

Wie bei anderen Antipsychotika, wurden nach Markteinführung sehr selten Fälle einer QT-

Verlängerung unter Risperidon berichtet. Andere klassenbezogene kardiale Effekte, die unter

Antipsychotika, die das QT-Intervall verlängern, berichtet wurden, umfassen ventrikuläre

Arrhythmie, Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie, plötzlichen Tod, Herzstillstand und

Torsades de Pointes. (s. Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Gewichtszunahme

In einer 12-wöchigen, plazebokontrollierten Doppelblindstudie kam es bei 9% der Patienten, die mit

Risperdal Consta behandelt wurden, im Vergleich zu 6% der Patienten, die mit Placebo behandelt

wurden, zu einer Gewichtszunahme von ≥7% des Körpergewichts am Endpunkt der Studie. Während

der 1-jährigen offenen Studie zu Risperdal Consta lagen die Änderungen des Körpergewichts bei

einzelnen Patienten im Allgemeinen innerhalb von ±7% des Ursprungsgewichtes; bei 25% der

Patienten kam es zu einer Zunahme des Körpergewichts von ≥7%.

Überdosierung

Hierzu liegen nur Erfahrungen mit der oralen Form vor:

Symptome

Die zu erwartenden Symptome bestehen in einer Ausweitung der bekannten pharmakologischen

Wirkungen. Dazu gehören Benommenheit und Sedierung, Tachykardie und Hypotonie sowie

extrapyramidale Symptome. Bei Überdosierungen wurden seltene Fälle von QT-Verlängerungen

beobachtet und Konvulsionen beobachtet. Fälle von Torsade de pointes wurden im Zusammenhang

mit einer gleichzeitigen Überdosierung von Risperdal und Paroxetin berichtet.

Behandlung

Bei Überdosierung sind die Atemwege freizumachen und freizuhalten und es muss für eine

ausreichende Sauerstoffzufuhr und Beatmung gesorgt werden. Herz und Kreislauf müssen sofort

überwacht werden. Eine kontinuierliche EKG-Kontrolle ist erforderlich, um allfällige Arrhythmien

feststellen zu können.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel für Risperdal Consta. Es sind deshalb geeignete Massnahmen

vorzubereiten. Im Falle einer akuten Überdosierung ist die Möglichkeit einer mehrfachen

Medikamentenbeteiligung in Betracht zu ziehen. Hypotonie und Kreislaufkollaps sind mit geeigneten

Massnahmen, wie intravenöse Infusion und/oder sympathomimetische Arzneimittel zu behandeln.

Bei schweren extrapyramidalen Symptomen ist ein Anticholinergikum zu verabreichen. Eine genaue

medizinische Überwachung sollte bis zur Erholung des Patienten fortgesetzt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N05AX08

Risperdal Consta (Risperidon) ist ein Antipsychotikum, das einer neuen Klasse – den Benzisoxazol-

Derivaten – angehört. Es weist eine hohe Affinität zu den dopaminergen D2- und den serotonergen

5HT2-Rezeptoren auf. Risperidon besetzt auch die α1-adrenergen sowie mit geringerer Affinität die

histaminergen H1- und die adrenergen α2-Rezeptoren. Risperidon besitzt keine Affinität zu den

cholinergen Rezeptoren. Obwohl Risperidon ein potenter D2-Antagonist ist, was bekanntlich eine

Verminderung der positiven Symptome der Schizophrenie bewirkt, dämpft es die motorische

Aktivität weniger stark und löst in geringerem Masse Katalepsie aus als die klassischen

Neuroleptika. Durch den ausgewogenen zentralen Serotonin- und Dopaminantagonismus wird die

Wahrscheinlichkeit extrapyramidaler Nebenwirkungen gesenkt und die therapeutische Wirkung auch

auf die negativen und affektiven Symptome der Schizophrenie ausgedehnt.

Die Wirksamkeit von Risperdal Consta (25 mg und 50 mg) bei der Behandlung psychotischer

Störungen (Schizophrenie, schizoaffektive Störungen) wurde in einer 12-wöchigen, Placebo

kontrollierten Studie bei psychotischen stationären und ambulanten Patienten, welche die Kriterien

für Schizophrenie gemäss DSM-IV erfüllten gezeigt.

Eine 12-wöchige Vergleichsstudie bei Schizophreniepatienten mit einer stabilen Symptomatik

belegte, dass Risperdal Consta gleich effektiv war wie die orale Tablettenformulierung.

Die Wirkung und Sicherheit von Risperdal Consta bei Langzeitbehandlung (50 Wochen) wurde in

einer offenen Studie bei psychotischen stationären und ambulanten Patienten mit einer stabilen

Symptomatik untersucht, welche die DSM-IV-Kriterien für Schizophrenie oder schizoaffektive

Störungen erfüllten. Während dieser Zeit blieb die Wirkung von Risperdal Consta erhalten. (Diese

Studie hatte keine Vergleichsgruppe.)

Pharmakokinetik

Freisetzung

Nach einmaliger intramuskulärer Verabreichung von Risperdal Consta wird anfangs eine kleine

Menge Wirkstoff (<1% der Dosis) freigesetzt, worauf eine 3-wöchige Lag-Phase folgt. Die

Hauptfreisetzung beginnt von der 3. Woche an. Die freigegebene Menge wird während der 4–

6. Woche aufrechterhalten und nimmt von der 7. Woche an wieder ab. Während der ersten 3 Wochen

der Therapie mit Risperdal Consta muss deshalb ein zusätzliches Antipsychotikum gegeben werden.

In den klinischen Studien wurden während der ersten drei Wochen Risperidon-Tabletten eingesetzt.

Die Kombination des Freisetzungsprofils und des Injektionsintervalls (intramuskuläre Injektion jede

zweite Woche) führt zur Erhaltung therapeutischer Plasmakonzentrationen. Therapeutische

Konzentrationen bestehen bis 4–6 Wochen nach der letzten Injektion.

Die Elimination ist 7–8 Wochen nach der letzten Risperdal Consta-Gabe abgeschlossen.

Absorption

Risperidon wird nach erfolgter Freisetzung vollständig resorbiert.

Distribution

Risperidon wird rasch verteilt. Das scheinbare Verteilungsvolumen (Vd) beträgt 1–2 l/kg. Die

Plasmaproteinbindung an Albumin und saurem α1-Glykoprotein von Risperidon beläuft sich auf

88%, diejenige des aktiven Metaboliten von 9-Hydroxy-Risperidon auf 77%.

Die nach wiederholter intramuskulärer Injektion von 25 mg bzw. 50 mg Risperdal Consta im

Intervall von 2 Wochen erhaltenen mittleren minimalen und maximalen Plasmakonzentrationen der

aktiven antipsychotischen Fraktion betrugen 9,9 und 19,2 ng/ml bzw. 17,9 und 45,5 ng/ml. Die

Pharmakokinetik von Risperidon ist linear im Dosisintervall 25–50 mg bei einem Injektionsintervall

von zwei Wochen. In der Langzeitanwendung (12 Monate) wurde bei Patienten, die alle zwei

Wochen eine Injektion von 25–50 mg erhielten, keine Akkumulation von Risperidon beobachtet.

Die erwähnten Studien wurden mit glutealer intramuskulärer Injektion durchgeführt. Deltoide und

gluteale intramuskuläre Injektionen mit derselben Dosis sind bioäquivalent und daher austauschbar.

Metabolismus

Risperidon wird vorwiegend in der Leber über CYP 2D6 metabolisiert. Es wird hauptsächlich zu 9-

Hydroxy-Risperidon, welches eine ähnliche pharmakologische Wirkung wie Risperidon aufweist,

abgebaut. Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon bilden zusammen die aktive antipsychotische

Fraktion.

Das CYP 2D6 weist einen genetischen (Debrisoquin/Dextromethorphan) Polymorphismus auf.

Schnelle Metabolisierer konvertieren Risperidon schnell in 9-Hydroxy-Risperidon, während dem

langsame Metabolisierer dies langsamer tun. Schnelle Metabolisierer haben deshalb tiefere

Risperidon- und höhere 9-Hydroxy-Risperidon-Konzentrationen im Plasma als langsame

Metabolisierer. Da Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon etwa die gleiche antipsychotische

Aktivität besitzen, ist die Summe ihrer Konzentrationen massgebend. Aus diesem Grunde wurden

bei langsamen und schnellen Metabolisierern keine klinisch relevanten Unterschiede beobachtet.

Ein weniger wichtiger Abbauweg ist die N-Dealkylierung, die wahrscheinlich über CYP3A4 erfolgt.

Elimination

Die Clearance der aktiven antipsychotischen Fraktion bzw. von Risperidon beträgt 5,0 bzw. 13,7 l/h

bei schnellen Metabolisierern (bezüglich CYP 2D6) und 3,2 bzw. 3,3 l/h bei langsamen

Metabolisierern.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Nach oraler Einnahme einer Einmaldosis wurden bei älteren und niereninsuffizienten Patienten

höhere aktive Plasmaspiegel (Cmax war ca. 1,1 bzw. 1,5 mal höher und die AUC war ca. 1,5 bzw.

2,5 mal höher) beobachtet. Dies reflektiert vermutlich eine bei älteren Patienten um 30% und bei

niereninsuffizienten Patienten eine um 60% verminderte Clearance der aktiven antipsychotischen

Fraktion. Die Risperidon-Plasmakonzentrationen lagen bei Patienten mit Leberinsuffizienz im

normalen Bereich, jedoch war die mittlere freie Risperidonfraktion im Plasma um etwa 35% erhöht.

Spezifische pharmakokinetische Studien mit Risperdal Consta liegen bei diesen Patientengruppen

nicht vor. Pharmakokinetische Analysen deuten jedoch darauf hin, dass bei der empfohlenen

Dosierung von 25 mg jede 2. Woche, die Plasmakonzentrationen bei älteren Patienten (>65 Jahre)

und bei Patienten mit leichter bis moderater Niereninsuffizienz innerhalb des bei Erwachsenen

beobachteten Bereiches liegen. Die Analysen beruhen auf den in den Phase-III-Studien mit Risperdal

Consta ermittelten Wirkstoffkonzentrationen (s. «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Zusammenhang zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

In keiner der Phase-III-Studien, in welchen die Wirksamkeit und Sicherheit untersucht wurden, ergab

sich ein Zusammenhang zwischen den Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen

Fraktion und der Änderung der Gesamtpunktzahl nach PANSS (Positive and Negative Syndrome

Scale) bzw. ESRS (Extrapyramidal Symptom Rating Scale).

Präklinische Daten

In Toxizitätsstudien mit wiederholter Verabreichung an Ratten und Hunde wurden hauptsächlich

pharmakologische Effekte, wie Sedation und Prolaktin-vermittelte Wirkungen auf die Brustdrüsen

und Genitalien, beobachtet.

Mutagenität

Risperidon war nicht genotoxisch in den Standardtests.

Karzinogenität

Wie für einen potenten D2-Antagonisten zu erwarten, zeigte sich in einer intramuskulären

Karzinogenitätsstudie an Ratten bei 40 mg/kg eine Prolaktin-vermittelte erhöhte Inzidenz von

endokrinen Tumoren des Pankreas, der Hypophyse und des Nebennierenmarks.

Brustdrüsenkarzinome traten bei 5 und 40 mg/kg auf. Hypercalcämie, von welcher postuliert wird,

das sie zu einer erhöhten Inzidenz von Tumoren des Nebennierenmarks führt, wurde in beiden

Dosisgruppen beobachtet. Bei männlichen Ratten traten tubuläre Nierenadenome auf. Bei der

niedrigen Dosierung, der NaCl 0,9%- oder der Mikrosphären-Kontrollgruppe traten keine

Nierentumore auf. Der Mechanismus für die Entstehung der Nierentumore bei mit Risperdal Consta

behandelten Ratten ist unbekannt. Bei den oralen Karzinogenitätsstudien an Ratten oder bei oraler

Verabreichung von Risperidon an Mäusen trat keine behandlungsabhängige Erhöhung der

Nierentumorinzidenz auf.

Reproduktionstoxizität

Obwohl bei Risperidon in tierexperimentellen Studien keine direkten Reproduktionsstörungen

festgestellt wurden, wurden indirekte, durch Prolaktin vermittelte Effekte beobachtet.

Risperidon zeigte keine teratogenen Effekte bei Ratten und Kaninchen.

Bei Ratten wurden negative Effekte auf das Paarungsverhalten, das Geburtsgewicht und das

Überleben des Nachwuchses beobachtet. Verhaltensstörungen beim Nachwuchs sind nicht untersucht

worden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Risperdal Consta darf – ausser mit der mitgelieferten Lösung zur Herstellung der Suspension – mit

keiner anderen Lösung und keinem anderen Arzneimittel gemischt werden.

Haltbarkeit

Aufgedrucktes Verfalldatum beachten.

Die chemische und physikalische Stabilität der Suspension ist bei 25 °C während 24 Stunden nach

der Zubereitung gewährleistet. Aus mikrobiologischen Gesichtspunkten sollte die Suspension aber

sofort nach der Zubereitung eingesetzt werden. Wird die Suspension nicht sofort verabreicht, liegt

die Verantwortung für die Lagerungszeit und Lagerbedingungen beim Anwender. Diese sollte

normalerweise 6 Stunden bei 25 °C nicht überschreiten, ausser wenn die Zubereitung unter

kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgte.

Besondere Lagerungshinweise

Im Originalbehältnis vor Licht geschützt.

Die gesamte Packung im Kühlschrank bei 2–8 °C aufbewahren.

Nicht Temperaturen über 25 °C aussetzen.

Sofern kein Kühlschrank zur Verfügung steht, kann Risperdal Consta bei Temperaturen, die 25 °C

nicht überschreiten, während maximal 7 Tagen vor der Applikation aufbewahrt werden.

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren!

Hinweise für die Handhabung

Bei Risperdal Consta ist ein schrittweises Einhalten der «Hinweise für die Handhabung» wichtig, um

eine erfolgreiche Verabreichung sicherzustellen und um Schwierigkeiten beim Einsatz des Kits zu

vermeiden.

Die Mikrosphären mit verzögerter Wirkstofffreisetzung (Pulver in der Durchstechflasche) von

Risperdal Consta dürfen nur in der mitgelieferten Lösung aus der Fertigspritze suspendiert werden.

Zur Injektion darf nur die passende der Packung beiliegende Injektionsnadel für gluteale (2-Inch-

Nadel, 51 mm) oder deltoide (1-Inch-Nadel, 25 mm) Injektion verwendet werden. Wechseln Sie

keines der Elemente des Injektionskits aus.

Um sicherzustellen, dass die vorgesehene Risperidondosis freigesetzt wird, muss der gesamte Inhalt

der Durchstechflasche verabreicht werden. Bei partieller Verabreichung des Inhalts wird evtl. nicht

die beabsichtigte Risperidondosis freigesetzt. Es wird empfohlen die Verabreichung sofort nach der

Rekonstitution vorzunehmen.

Nehmen Sie die Risperdal Consta Packung aus dem Kühlschrank und warten Sie mit der Herstellung

der Suspension ca. 30 Minuten, bis sie Raumtemperatur angenommen hat.

Inhalt des Injektionskits

·Eine Durchstechflasche mit Mikrosphären mit verzögerter Wirkstofffreisetzung.

·Eine Fertigspritze mit Lösungsmittel.

·Eine West-Medimop Vorrichtung (Verbindungsstück zur Herstellung der Suspension).

·Zwei Terumo SurGuard®-3 Injektionsnadeln zur intramuskulären Injektion (eine 21G UTW 1-Inch

Sicherheits-Injektionsnadel (25 mm) mit Nadel-Schutzeinheit zur deltoiden Injektion und eine 20G

TW 2–Inch Sicherheits-Injektionsnadel (51 mm) mit Nadel- Schutzeinheit zur glutealen Injektion).

Gebrauchsanweisung, Handhabung und Entsorgung

Wichtige Hinweise

Für eine erfolgreiche Verabreichung von Risperdal Consta befolgen Sie bitte diese Schritt-für-Schritt

Gebrauchsanweisung genau.

30 Minuten warten

Nehmen Sie die Einzelpackung aus dem Kühlschrank und lassen Sie sie mindestens 30 Minuten bei

Raumtemperatur stehen, bevor Sie mit der Rekonstitution beginnen.

Nicht auf eine andere Weise erwärmen.

Mitgelieferte Bestandteile verwenden

Die in der Einzeldosispackung enthaltenen Bestandteile sind speziell für den Gebrauch mit Risperdal

Consta bestimmt. Risperdal Consta darf nur mit dem in der Einzeldosispackung mitgelieferten

Lösungsmittel rekonstituiert werden.

Tauschen Sie KEINE Bestandteile dieser Einzeldosispackung aus.

Rekonstituierte Suspension nicht aufbewahren.

Dosis nach der Rekonstitution so schnell wie möglich verabreichen, um ein Absetzen zu vermeiden.

Korrekte Dosierung

Um sicherzustellen, dass die vorgesehene Dosis Risperdal Consta zugeführt wird, muss der gesamte

Inhalt der Durchstechflasche verabreicht werden.

MEDIZINPRODUKT ZUM EINMALIGEN GEBRAUCH

Nicht wiederverwenden. Bei Medizinprodukten sind spezifische Materialeigenschaften erforderlich,

damit sie wie vorgesehen funktionieren. Diese Eigenschaften wurden nur für den einmaligen

Gebrauch geprüft. Versuche, das Medizinprodukt für eine anschliessende Wiederverwendung

aufzubereiten, können die Integrität des Produktes nachteilig beeinflussen oder zu einer verminderten

Funktionsfähigkeit führen.

Schritt 1. Bestandteile zusammensetzen

Nehmen Sie die Einzeldosispackung aus dem Kühlschrank und lassen Sie sie mindestens 30 Minuten

bei Raumtemperatur stehen, bevor Sie mit der Rekonstitution beginnen. Nicht auf andere Weise

erwärmen.

West-Medimop Vorrichtung mit der Durchstechflasche verbinden

Kappe von der Durchstechflasche entfernen

Entfernen Sie die farbige Kappe von der Durchstechflasche. Wischen Sie die Oberseite des grauen

Stopfens mit einem Alkoholtupfer ab. Lassen Sie ihn an der Luft trocknen. Den grauen

Gummistopfen nicht entfernen (Fig. A).

Fig. A

Vorbereitung der West-Medimop Vorrichtung

Halten Sie den sterilen Blister wie gezeigt (Fig. B). Ziehen Sie das Schutzpapier ab. Die Vorrichtung

nicht aus dem Blister herausnehmen. Der Dorn darf zu keinem Zeitpunkt berührt werden. Dies würde

zu einer Kontamination führen.

Fig. B

West-Medimop Vorrichtung mit der Durchstechflasche verbinden

Stellen Sie die Durchstechflasche auf eine feste Fläche und halten Sie sie im unteren Bereich fest.

Halten Sie die West-Medimop Vorrichtung mittig über den grauen Gummistopfen. Drücken Sie die

West-Medimop Vorrichtung gerade nach unten auf die Oberseite der Durchstechflasche, bis sie

sicher einrastet (Fig. C).

Fig. C

Setzen Sie die West-Medimop Vorrichtung nicht schräg auf, da sonst Lösungsmittel beim

Überführen in die Durchstechflasche austreten kann (Fig. D).

Fig. D

Fertigspritze mit der West-Medimop Vorrichtung verbinden

Sterile Blister entfernen

Nehmen Sie die West-Medimop Vorrichtung erst dann aus dem sterilen Blister, wenn Sie bereit sind,

die weisse Kappe von der Fertigspritze zu entfernen. Halten Sie die Durchstechflasche aufrecht, um

ein Auslaufen zu verhindern. Halten Sie die Durchstechflasche im unteren Bereich und ziehen Sie

den sterilen Blister nach oben ab.

Nicht schütteln.

Nicht den freiliegenden Luer-Anschluss auf der West-Medimop Vorrichtung berühren. Dies würde

zu einer Kontamination führen (Fig. E).

Fig. E

Richtig halten

Halten Sie die Spritze an der weissen Manschette an der Spitze. Halten Sie die Spritze beim

Zusammensetzen nicht am Glaszylinder (Fig. F).

Fig. F

Kappe entfernen

Halten Sie die weisse Manschette und knicken Sie die weisse Kappe ab.

Die Spitze der Spritze nicht berühren. Dies würde zu einer Kontamination führen.

Wenn die Kappe entfernt worden ist, sieht die Spritze wie in Fig. G aus. Die abgebrochene Kappe

kann entsorgt werden.

Fig. G

Spritze mit der West-Medimop Vorrichtung verbinden

Halten Sie die West-Medimop Vorrichtung an der Ummantelung in Position.

Halten Sie die Spritze an der weissen Manschette und führen Sie dann die Spitze in den Luer-

Anschluss auf der West-Medimop Vorrichtung ein (Fig. H).

Fig. H

Die Spritze nicht am Glaszylinder festhalten. Dies kann dazu führen, dass sich die weisse Manschette

lockert oder ablöst. Die Spritze mit einer kräftigen Drehbewegung im Uhrzeigersinn mit der West-

Medimop Vorrichtung verbinden, bis sie fest sitzt. Nicht überdrehen. Ein Überdrehen kann ein

Abbrechen der Spritzenspitze zur Folge haben.

Schritt 2 Mikrosphären rekonstituieren

Lösungsmittel injizieren

Injizieren Sie das gesamte Lösungsmittel aus der Spritze in die Durchstechflasche.

Der Inhalt der Durchstechflasche steht nun unter Druck. Halten Sie den Spritzenkolben mit dem

Daumen weiterhin gedrückt (Fig. I).

Fig. I

Mikrosphären im Lösungsmittel suspendieren

Während Sie den Spritzenkolben weiterhin gedrückt halten, schütteln Sie Spritze und

Durchstechflasche mindestens 10 Sekunden lang kräftig (Fig. J).

Fig. J

Prüfen Sie die Suspension. Sobald eine gute Durchmischung erreicht ist, erscheint die Suspension

homogen, dickflüssig und milchig. Die Mikrosphären werden in der Flüssigkeit sichtbar. Fahren Sie

sofort mit dem nächsten Schritt fort, damit sich die Suspension nicht absetzt.

Suspension in die Spritze überführen

Drehen Sie die Durchstechflasche auf den Kopf. Ziehen Sie den Spritzenkolben langsam zurück, um

den gesamten Inhalt aus der Durchstechflasche in die Spritze aufzuziehen (Fig. K).

Fig. K

West-Medimop Vorrichtung entfernen

Halten Sie die weisse Manschette der Spritze und drehen Sie sie von der West-Medimop Vorrichtung

ab. Ziehen Sie den abziehbaren Abschnitt des Etiketts der Durchstechflasche an der Perforation ab.

Bringen Sie das abgezogene Etikett zur Kennzeichnung an der Spritze an (Fig. L).

Fig. L

Entsorgen Sie die Durchstechflasche und die West-Medimop Vorrichtung sachgemäss.

Schritt 3 Nadel befestigen

Geeignete Nadel auswählen

Wählen Sie die Nadel entsprechend der Injektionsstelle (gluteal oder deltoidal) aus (Fig. M).

Fig. M

Nadel befestigen

Ziehen Sie die Blisterpackung zur Hälfte auf und benützen Sie diese wie abgebildet (Fig. N) zum

Fassen der Nadel an der Basis.

Fig. N

Während Sie die weisse Manschette der Spritze festhalten, befestigen Sie den Luer-Anschluss der

Nadel mit einer kräftigen Drehbewegung im Uhrzeigersinn an der Spritze, bis sie fest sitzt.

Den Luer-Anschluss der Nadel nicht berühren. Dies würde zu einer Kontamination führen.

Mikrosphären resuspendieren

Entfernen Sie den Blister vollständig. Schütteln Sie unmittelbar vor der Injektion die Spritze noch

einmal kräftig, da sich einige Mikrosphären abgesetzt haben können (Fig. O).

Fig. O

Schritt 4. Dosis injizieren

Transparente Nadelschutzkappe entfernen

Bewegen Sie die Nadelsicherheitsvorrichtung wie gezeigt zurück. Halten Sie anschliessend die

weisse Manschette der Spritze fest und ziehen Sie vorsichtig die transparente Nadelschutzkappe

gerade ab (Fig. P).

Fig. P

Die Transparente Nadelschutzkappe nicht abdrehen, da sich dadurch die Luer-Verbindung lockern

kann.

Luftblasen entfernen

Halten Sie die Nadel aufrecht und klopfen Sie sanft, um Luftblasen nach oben steigen zu lassen.

Drücken Sie den Spritzenkolben langsam und vorsichtig nach oben, um die Luft zu entfernen (Fig.

Fig. Q

Injizieren

Injizieren Sie sofort den gesamten Inhalt der Spritze intramuskulär (i.m.) in den Gluteal- oder den

Deltoidmuskel des Patienten. Die gluteale Injektion sollte in das obere äussere Viertel der

Glutealregion erfolgen (Fig. R).

Fig. R

Nicht intravenös verabreichen.

Nadel in der Sicherheitsvorrichtung sichern

Halten Sie die Nadelsicherheitsvorrichtung einhändig in einem 45-Grad-Winkel gegen eine feste,

ebene Fläche. Drücken Sie sie mit einer kräftigen, schnellen Bewegung nach unten, bis die Nadel

vollständig in der Nadelsicherheitsvorrichtung eingerastet ist (Fig. S).

Fig. S

Vermeiden Sie Nadelstichverletzungen:

·Benutzen Sie nicht beide Hände.

·Lösen Sie nicht absichtlich die Nadelsicherheitsvorrichtung und gebrauchen Sie sie nicht

unsachgemäss.

·versuchen Sie nicht die Nadel gerade zu biegen oder die Sicherheitsvorrichtung einzurasten, wenn

die Nadel verbogen oder beschädigt ist.

Sachgemässe Entsorgung der Nadeln

Überzeugen Sie sich, dass die Nadelsicherheitsvorrichtung vollständig eingerastet ist. Entsorgen Sie

Spritze und Nadel in einem vorschriftsmässigen Spritzenbehälter.

Entsorgen Sie auch die in der Einzeldosispackung mitgelieferte ungebrauchte Nadel (Fig. T).

Fig. T

Zulassungsnummer

56092 (Swissmedic).

Packungen

Risperdal Consta Injektionskit mit Durchstechflasche 25 mg und Fertigspritze mit Lösungsmittel. [B]

Risperdal Consta Injektionskit mit Durchstechflasche 37.5 mg und Fertigspritze mit Lösungsmittel.

Risperdal Consta Injektionskit mit Durchstechflasche 50 mg und Fertigspritze mit Lösungsmittel. [B]

Jede Packung enthält 1 West-Medimop Vorrichtung zur Rekonstitution und 2 Terumo SurGuard®-3

Injektionsnadeln zur i.m. Injektion (eine 21G UTW 1-Inch Sicherheits-Injektionsnadel (25 mm) mit

Schutzhülle zur deltoiden Injektion und eine 20G TW 2-Inch Nadel (51 mm) mit Schutzhülle zur

glutealen Injektion).

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.

Stand der Information

August 2017.

Inhalt der Einzeldosispackung

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

3-8-2018

Scientific guideline:  Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Scientific guideline: Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

25-7-2018

AMPI Recalls Limited Amount of Dry Whey Powder Because of Possible Health Risk

AMPI Recalls Limited Amount of Dry Whey Powder Because of Possible Health Risk

Associated Milk Producers Inc. (AMPI) of New Ulm, Minn., is recalling dry whey powder packaged in 50-pound and 25-kg bags that were produced at the cooperative’s Blair, Wis., dry whey plant from May 1-5, 2018; May 24-29, 2018; June 2-5, 2018; and June 7-14, 2018 due to the potential to be contaminated with Salmonella. This is a precautionary recall. All products shipped to the marketplace tested negative for Salmonella.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

17-7-2018

July 17, 2018: Former President of Cumberland Distribution, Inc. Sentenced to 15 Years in Federal Prison for $50 Million Drug Diversion Scheme

July 17, 2018: Former President of Cumberland Distribution, Inc. Sentenced to 15 Years in Federal Prison for $50 Million Drug Diversion Scheme

July 17, 2018: Former President of Cumberland Distribution, Inc. Sentenced to 15 Years in Federal Prison for $50 Million Drug Diversion Scheme

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-5-2018

Apotex Corp. Issues Voluntary Nationwide Recall of Fluticasone Propionate Nasal Spray USP 50 mcg Per Spray 120 Metered Sprays Due to Potential for Small Glass Particles

Apotex Corp. Issues Voluntary Nationwide Recall of Fluticasone Propionate Nasal Spray USP 50 mcg Per Spray 120 Metered Sprays Due to Potential for Small Glass Particles

Apotex Corp. is voluntarily recalling one (1) lot of Fluticasone Propionate Nasal Spray, USP, 50 mcg per spray, 120 Metered Sprays, to the consumer level. The Fluticasone Propionate Nasal Spray USP 50 mcg per spray 120 Metered Sprays has been found to contain small glass particles. The glass particles could block the actuator and impact the functionality of the pump. The issue was discovered through a customer complaint.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

17-8-2018

Thalidomide Celgene 50 mg Hartkapseln

Rote - Liste

7-8-2018

Zovirax Duo 50 mg/g / 10 mg/ g Creme

Rote - Liste

26-7-2018

Tafinlar® 50 mg/75 mg Hartkapseln

Rote - Liste

12-7-2018

Deltyba 50 mg Filmtabletten

Rote - Liste

10-7-2018

Zovirax Duo 50 mg/g / 10 mg/g Creme

Rote - Liste

6-7-2018

Glucosteril® 50 % Infusionslösung

Rote - Liste

2-7-2018

ZEPATIER 50 mg/100 mg Filmtabletten

Rote - Liste

28-6-2018

Glucosteril 50 % Injektionslösung

Rote - Liste

28-6-2018

Sulpirid-CT 50 mg Tabletten

Rote - Liste

25-6-2018

Thevier 50/100

Rote - Liste

22-6-2018

Androcur® 50 mg Tabletten

Rote - Liste

22-6-2018

Fevarin® 50 mg Filmtabletten

Rote - Liste

11-6-2018

Kaletra® 200 mg/50 mg Filmtabletten

Rote - Liste

6-6-2018

Osyrol® 50-Lasix/Osyrol® 100-Lasix

Rote - Liste

5-6-2018

Tasigna® 50 mg / 200 mg Hartkapseln

Rote - Liste

4-6-2018

Eliquis (Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG)

Eliquis (Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG)

Eliquis (Active substance: apixaban) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)3616 of Mon, 04 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2148/II/50

Europe -DG Health and Food Safety

31-5-2018

Diflucan® Derm 50 mg, Hartkapseln

Rote - Liste

30-5-2018

Cyproteronacetat-GRY 50 mg Tabletten

Rote - Liste

29-5-2018

Synagis® 50 mg

Rote - Liste

25-5-2018

Daivonex 50 Mikrogramm/g Creme

Rote - Liste