Riopan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Riopan 800 mg - Kautabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 36 Monate,50 Stück, Laufzeit: 36 Monate,100 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Riopan 800 mg - Kautabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Magaldrat
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-19161
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-11-1990
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Riopan 800 mg – Kautabletten

1-19161

GI

Seite 1 von 6

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

RIOPAN

®

800 mg – Kautabletten

Wirkstoff: Magaldrat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben

bzw. genau nach Anweisung Ihres Apothekers ein.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind.

Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie

sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Riopan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Riopan beachten?

Wie ist Riopan einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Riopan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Riopan und wofür wird es angewendet?

Riopan enthält den Wirkstoff Magaldrat und bindet überschüssige Magensäure. Eine zu

starke Säurebindung, die zu einer vermehrten Säureausscheidung in den Magen führen

würde, wird dabei vermieden. Die natürliche Verdauungsfunktion bleibt erhalten, die in

manchen Fällen in den Magen zurückfließenden Gallensäuren werden gebunden. Die

Wirkung von Riopan hält meist mehrere Stunden an.

Riopan wird angewendet bei Sodbrennen und saurem Aufstoßen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Riopan nur nach ärztlicher Anordnung

einnehmen.

Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an

Ihren Arzt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Riopan beachten?

Riopan darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Magaldrat oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile des Arzneimittels sind,

bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis)

bei vermindertem Phosphatgehalt im Blut (Hypophosphatämie)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

dürfen

Riopan

unter

regelmäßiger

ärztlicher

Kontrolle

bestimmter

Blutwerte

(Aluminium, Magnesium) einnehmen, wenn:

- Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist, insbesondere wenn Sie Dialyse benötigen,

Riopan 800 mg – Kautabletten

1-19161

GI

Seite 2 von 6

Alzheimer-Krankheit

oder

anderen

Formen

Demenz

(Verminderung

geistigen Leistungsfähigkeit) leiden,

- Sie sich phosphatarm ernähren müssen oder einen gestörten Knochenstoffwechsel haben;

- oder bei langfristigem Gebrauch.

Falls Ihre Beschwerden länger als 2 Wochen andauern oder nur teilweise abklingen

und/oder in häufigeren Abständen wiederkehren, sollen weitere Untersuchungen

durchgeführt werden, um eine schwerwiegende Erkrankung auszuschließen.

Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an

Ihren Arzt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

wenn Sie unbeabsichtigt Gewicht verlieren, wenn Sie sich müde und schwach fühlen, da

dies ein Zeichen von Blutarmut (Anämie) sein kann, bei Blutungen im Magen-Darm-

Trakt, Schluckbeschwerden, anhaltendem Erbrechen oder Erbrechen von Blut, da dies

Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein können.

wenn Sie in der Vergangenheit ein Magengeschwür oder eine Operation im Magen- oder

Darmbereich hatten.

wenn Sie an Gelbsucht, eingeschränkter Leberfunktion oder einer Lebererkrankung

leiden.

wenn

einer

anderen

ernsthaften

Erkrankung

leiden,

allgemeines

Wohlbefinden beeinträchtigt.

wenn

über

Jahre

sind

neuen

oder

kürzlich

veränderten

Krankheitszeichen leiden.

Suchen

einen

Arzt

auf,

wenn

über

einen

längeren

Zeitraum

wiederholt

Verdauungsstörungen

oder

Sodbrennen

leiden.

Informieren

ihn,

dass

nicht

verschreibungspflichtige

Arzneimittel

gegen

Verdauungsstörungen

oder

Sodbrennen

einnehmen.

Nehmen Sie Riopan nicht dauerhaft ein, es besteht die Gefahr einer erhöhten

Aluminiumeinlagerung.

Wegen des geringfügigen Natriumgehaltes für Patienten mit erhöhtem Blutdruck geeignet.

Nehmen Sie Riopan nicht als vorbeugendes Arzneimittel ein.

Einnahme von Riopan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen.

Da Riopan die Aufnahme gleichzeitig verabreichter Arzneimittel beeinträchtigen kann, sollte

grundsätzlich ein Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme von Riopan und anderen

Arzneimitteln eingehalten werden.

Nehmen Sie Riopan nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker ein, wenn Sie eines der

folgenden Arzneimittel einnehmen:

- bestimmte Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten, z.B. Tetracycline,

Chinolone wie Ciprofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin)

- Eisenpräparate

- Isoniazid (ein Arzneimittel gegen Tuberkulose)

- Chlorpromazin (eingesetzt gegen Psychosen)

- bestimmte Beruhigungsmittel (Benzodiazepine)

- Digoxin (Herzmedikament)

- Gallensäuren (Cheno- und Ursodesoxycholsäure)

- bestimmte Schmerzmittel mit Indometazin als Wirkstoff

Riopan 800 mg – Kautabletten

1-19161

GI

Seite 3 von 6

- Cimetidin (ein anderes Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure)

- Cumarin-Derivate (bestimmte Blutverdünnungsmittel)

- Salicylate

- Calciumcarbonat, wenn es als Arzneimittel zur Behandlung hoher Phosphatspiegel im Blut

(Hyperphosphatämie) bei Dialysepatienten angewendet wird

Einnahme von Riopan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme von säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein

u.a.), da diese die Aufnahme von Aluminiumsalzen im Darm erhöhen. Auch Brausetabletten

enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumaufnahme steigern können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Die Anwendung sollte nur kurzfristig und in einer möglichst niedrigen Dosierung erfolgen, um

eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.

Stillzeit:

Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Ein Risiko für das Neugeborene ist

nicht anzunehmen, da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Riopan 800mg Kautabletten haben keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Riopan

Riopan 800 mg-Kautabletten enthält pro Kautablette ca. 0,8 g Sorbit (0,07 BE) und ist für

Diabetiker zulässig.

Bitte nehmen Sie Riopan 800mg-Kautabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Riopan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben

bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Nehmen Sie bei leichteren Magenbeschwerden (z.B. Sodbrennen, saures Aufstoßen) bei

Bedarf 1 Kautablette ein.

Meist treten die Beschwerden nach dem Essen oder nachts (im Liegen) auf, daher beträgt

die übliche Dosis 1 Kautablette jeweils eine Stunde nach den Hauptmahlzeiten bzw. vor dem

Zubettgehen (= 4 mal täglich).

Wenn zwischen den Einnahmen akute Beschwerden auftreten, können Sie die Dosierung

auf bis zu 8 Einnahmen täglich erhöhen.

Sie sollten nicht mehr als 8 Kautabletten täglich einnehmen (entspricht 6400 mg Magaldrat).

In einigen Fällen kann die Einnahme einer Dosis Beschwerdefreiheit bringen. Beenden Sie

die Einnahme bei Eintreten der Beschwerdefreiheit.

Hinweis zur Einnahme:

Sie können die Kautabletten lutschen oder gut zerkauen.

Riopan 800 mg – Kautabletten

1-19161

GI

Seite 4 von 6

Dauer der Behandlung:

Bei Eintreten der Beschwerdefreiheit können Sie die Einnahme beenden.

Riopan darf nicht länger als 14 Tage hintereinander eingenommen werden. Suchen Sie Ihren

Arzt auf, falls Ihre Beschwerden nicht innerhalb dieses Zeitraumes abklingen, länger als 14

Tage andauern oder schlimmer werden oder zusätzliche Symptome auftreten. Er wird eine

diagnostische Abklärung zum Ausschluss von anderen Erkrankungen veranlassen.

Maximale Tagesdosis:

Sie sollten nicht mehr als 8 Kautabletten täglich einnehmen (entspricht 6400 mg Magaldrat).

Anwendung bei Nierenfunktionsstörung:

Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion sollte aufgrund der Gefahr einer chronischen

Aluminiumvergiftung eine langdauernde und höher dosierte Anwendung nur unter ärztlicher

Kontrolle mit regelmäßigen Aluminium- und Magnesium-Blutspiegelbestimmungen erfolgen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Für Kinder unter 12 Jahren liegen keine ausreichenden Informationen vor, daher sollten sie

Riopan nicht einnehmen. Bei Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren soll Riopan nur auf

ausdrückliche ärztliche Verordnung angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Riopan eingenommen haben, als Sie sollten

Akute Vergiftungserscheinungen mit Riopan sind nicht bekannt.

Wenn Sie die Einnahme von Riopan vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Nehmen Sie die nächste Dosis bei Bedarf.

Wenn Sie die Einnahme von Riopan abbrechen

Bei Eintreten der Beschwerdefreiheit können Sie die Einnahme jederzeit beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde

gelegt:

sehr häufig

mehr als 1 von 10 Behandelten

häufig

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

gelegentlich

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten

selten

weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

sehr selten

weniger als 1 von 10 000 Behandelten

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts:

Sehr häufig: breiige Stühle, häufige Stuhlentleerung

Selten: Durchfall (besonders bei hoher Dosierung)

Nicht bekannt: Magenbeschwerden, Bauchschmerzen

Riopan 800 mg – Kautabletten

1-19161

GI

Seite 5 von 6

Durchfälle und Magenbeschwerden können auch aufgrund des Sorbit-Gehalts auftreten.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Eine jahrelange Anwendung in hohen Dosierungen kann wegen der verminderten Aufnahme

von Calcium und Phosphat zu Knochenveränderungen wie Rachitis (Wachstumsstörungen

der Knochen, Knochenerweichung) führen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Bei Patienten mit Störungen der Nierenfunktion, insbesondere bei Dialysepatienten, kann es

zu erhöhten Blutspiegeln von Magnesium (Hypermagnesiämie) mit Nebenwirkungen an Herz

und Gehirn kommen. Eine Anreicherung von Aluminium in Knochen und

Zentralnervensystem kann zu Sprachstörungen, Muskelzuckungen und

Gedächtniseinschränkungen führen.

Weiters kann der Phosphatgehalt im Blut vermindert sein.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: www.basg.gv.at

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Riopan aufzubewahren?

Nicht über 30°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach

„Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis.:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Riopan enthält

Der Wirkstoff ist: Magaldrat.

1 Kautablette enthält 800 mg Magaldrat, wasserfrei.

Die sonstigen Bestandteile sind: Sorbit, Macrogol 4000, Maltol, Karamel-Aroma, Sahne-

Aroma, Calciumbehenat.

Wie Riopan aussieht und Inhalt der Packung

Weißliche, runde, flache Kautablette mit Prägung „800“ in PVC/PVCD/Aluminium-Packungen

Packungsgrößen zu 20, 50 und 100 Stück

Riopan 800 mg – Kautabletten

1-19161

GI

Seite 6 von 6

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber:

Takeda Pharma Ges.m.b.H.

1120 Wien

Hersteller:

Takeda GmbH, Betriebsstätte Oranienburg / Deutschland

Z.Nr.: 1-19161

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im September 2018.