Ringer-Lactat nach Hartmann B.Braun Infusionslösung

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ringer-Lactat nach Hartmann B.Braun Infusionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 500 ml Plastikinfusionsflasche, Laufzeit: 36 Monate,1000 ml Plastikinfusionsflasche, Laufzeit: 36 Monate,10 x 500 ml Plastikinfu
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ringer-Lactat nach Hartmann B.Braun Infusionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Elektrolyte
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 13094
  • Berechtigungsdatum:
  • 10-02-1966
  • Letzte Änderung:
  • 13-06-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der Änderung

Genehmigungs-

Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Änderung der

Bezeichnung

13.02.2013

FI GI KE

Änderung der Bezeichnung

auf: Ringer-Lactat nach

Hartmann B.Braun

Infusionslösung

Änderung des

Lagerungshinweises

12.08.2013

FI GI KE

Änderung des

Lagerungshinweises auf:

„Für dieses Arzneimittel

sind keine besonderen

Lagerungsbedingungen

erforderlich“.

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun Infusionslösung

Hartmann-Lösung

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun beachten?

Wie ist Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun und wofür wird es angewendet?

Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun ist eine Lösung zur Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit

und Salzen. Sie wird Ihnen über einen Venentropf (eine Infusion) verabreicht. Sie enthält Salze in

ähnlicher Zusammensetzung wie das menschliche Blut.

Sie erhalten diese Lösung,

wenn Sie Flüssigkeit und Salze benötigen. Dies gilt aber nur, wenn das Säure-Basen-

Gleichgewicht in Ihrem Blut normal ist oder Ihr Blut ein bisschen zu sauer ist (leichte Azidose)

wenn Sie Wasser verloren haben

wenn Sie Wasser und Salze verloren haben

wenn Sie Blut verloren haben und dieses kurzfristig ersetzt werden muss

wenn Ihr Arzt Ihnen Salze oder bestimmte Arzneimittel verabreichen möchte, die aufgelöst oder

verdünnt werden müssen.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun

beachten?

Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun darf nicht angewendet werden

wenn Sie eine Störung des Laktatstoffwechsels in Verbindung mit hohen Laktatspiegeln im Blut

haben (siehe auch Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

wenn Sie zu viel Wasser im Körper haben („Wasservergiftung“).

bei schwerer Lebererkrankung

Allgemeine Gegenanzeigen der Infusionstherapie, wie entgleistes Herzversagen (dekompensierte

Herzinsuffizienz) und schwere Nierenfunktionsstörungen mit stark verminderter oder fehlender

Harnausscheidung (Oligurie/Anurie) sind zu berücksichtigen.

Ihr Arzt wird Ihnen dieses Arzneimittel nicht zur Korrektur ungewöhnlich hoher Säurespiegel im Blut

verabreichen, die auf einer Stoffwechselstörung beruhen (schwere metabolische Azidose).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Ihr Arzt wird besonders vorsichtig sein,

wenn Sie Wasser, aber keine Salze verloren haben

wenn Sie zu hohe Kalium-, Natrium-, Calcium- oder Chloridspiegel im Blut haben

wenn Ihr Blut aufgrund einer Stoffwechselstörung ungewöhnlich alkalisch (basisch) ist

(schwere metabolische Alkalose)

wenn Ihre Herz-, Leber-, Nieren- oder Lungenfunktion eingeschränkt ist

wenn Sie übermäßig viel Wasser im Körper haben (periphere Ödeme, extrazelluläre

Hyperhydratation)

wenn Sie eine Erkrankung haben, bei der Natrium im Körper zurückgehalten wird, z. B.

Bluthochdruck oder eine Gestose (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“), oder wenn Sie zu

hohe Aldosteronspiegel im Körper haben oder mit Cortison behandelt werden

wenn Sie eine Erkrankung haben, bei der Kalium im Körper zurückgehalten wird, z. B. akuten

Wassermangel im Körper oder ausgedehnte Gewebezerstörung, wie sie bei schweren

Verbrennungen vorkommt

wenn Sie eine Erkrankung mit hohen Vitamin-D-Blutspiegeln wie z. B. Sarkoidose haben

wenn Sie Nierensteine haben oder früher einmal hatten

wenn Sie gleichzeitig mit Herzglycosiden (Digitalistherapie) behandelt werden.

Patienten mit akuter Krankheit, Schmerzen, Infektionen, Verbrennungen, Erkrankungen des zentralen

Nervensystems, Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen oder nach Operationen und Patienten, die mit

Arzneimitteln behandelt werden, die ähnlich wirken wie Vasopressin (ein Hormon, das die

Flüssigkeitsmenge im Körper reguliert), unterliegen einem besonderen Risiko für einen zu niedrigen

Natriumspiegel im Blut (akute Hyponatriämie). Dieser kann zu einer Schwellung des Gehirns führen

(hyponatriämische Enzephalopathie, Hirnödem), die durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfe,

Lethargie und Erbrechen gekennzeichnet ist. Patienten mit Hirnödem unterliegen einem besonderen

Risiko für schwere, irreversible und lebensbedrohliche Hirnschädigungen.

Kinder, Frauen im gebärfähigen Alter und Patienten mit ernsten Erkrankungen des Gehirns wie

Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Hirnschädigungen (Blutungen im Gehirn, Hirnprellung,

Hirnödem) unterliegen einem besonderen Risiko für eine schwere und lebensbedrohliche Schwellung

des Gehirns aufgrund eines zu niedrigen Natriumspiegels im Blut.

Wenn Sie ständig niedrige Natriumspiegel im Blut haben, wird Ihr Arzt besonders darauf achten,

Ihnen diese Lösung langsam zu verabreichen. Dadurch werden mögliche Hirnschädigungen vermieden

(osmotisches Demyelinisierungssyndrom).

Kinder

Ihr Arzt wird bei der Verabreichung dieser Lösung besonders vorsichtig sein, wenn Ihr Kind unter

3 Monate alt ist.

Anwendung als Trägerlösung

Hinweis: Wenn diese Lösung als Trägerlösung verwendet wird, sind die Hinweise der jeweiligen

Hersteller der zugesetzten Arzneimittel zu beachten.

Während Sie diese Lösung erhalten, werden die folgenden Werte kontrolliert, um sicherzustellen, dass

sie normal sind:

die Salz- und Laktatspiegel in Ihrem Blut

das Säure-Basen-Gleichgewicht in Ihrem Körper

der Flüssigkeitshaushalt Ihres Körpers

Anwendung von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt wird Ihnen diese Lösung nur mit besonderer Vorsicht verabreichen, wenn Sie folgende

Arzneimittel anwenden:

Cortison oder Carbenoxolon

Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche (z. B. Digitalispräparate, Digoxin)

Arzneimittel, die Ihren Kaliumspiegel im Blut erhöhen (siehe folgende Liste)

Arzneimittel, die Ihre Harnausscheidung steigern und Kalium zurückhalten (z. B.

Triamteren, Amilorid, Spironolacton, allein oder in Kombination)

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer, z. B. Captopril,

Enalapril; Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten, z. B. Valsartan, Losartan)

bestimmte Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems (z. B. Tacrolimus,

Cyclosporin)

ein spezielles Arzneimittel namens Suxamethonium zur Muskelerschlaffung

Arzneimittel, die wie Vasopressin wirken oder die Wirkung von Vasopressin verstärken und das

Risiko für einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie) erhöhen (siehe folgende

Liste)

Carbamazepin und Oxcarbazepin, die zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt werden

Clofibrat, das zur Behandlung von hohen Blutfettwerten eingesetzt wird

Vincristin und Ifosfamid, die zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden

Cyclophosphamid, das zur Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen

eingesetzt wird

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die zur Behandlung von Depressionen

eingesetzt werden

Antipsychotika, die zur Behandlung von psychischen Störungen eingesetzt werden

Narkotika, die zur Linderung starker Schmerzen eingesetzt werden

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), die zur Linderung leichter bis mittelstarker

Schmerzen und zur Behandlung von Entzündungen im Körper eingesetzt werden

Chlorpropamid, das eingesetzt wird zur Behandlung von Diabetes mellitus (hoher

Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten)

Desmopressin, das eingesetzt wird zur Behandlung von Diabetes insipidus (starker Durst

und dauernde Produktion großer Mengen von verdünntem Urin)

Oxytocin, das bei der Entbindung eingesetzt wird

Vasopressin und Terlipressin, die eingesetzt werden zur Behandlung von „blutenden

Ösophagusvarizen“ (vergrößerte Venen in der Speiseröhre aufgrund von

Leberproblemen)

Amphetamine

Diuretika oder Entwässerungstabletten, die die Menge an Urin erhöhen

Thiaziddiuretika und gleichzeitig Vitamin D

gleichzeitig Arzneimittel zur Behandlung von Knochenabbau (z. B. Bisphosphonate, Fluoride)

oder bestimmte Antibiotika (z. B. Fluorchinolone, Tetrazykline)

stimulierende Arzneimittel (z. B. Ephedrin, Pseudoephedrin, Desamphetaminsulfat,

Fenfluraminhydrochlorid).

Laktat führt zu einer Alkalisierung Ihres Harns. Dies kann die Ausscheidung bestimmter Wirkstoffe

verändern (z. B. Salicylsäure).

Einige Arzneimittel dürfen nicht mit Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun gemischt werden. Dazu

gehören Arzneimittel, die Oxalat, Phosphat oder Carbonat/Bicarbonat enthalten. Die Ärzte mischen

nur Arzneimittel mit Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun, wenn sie sicher wissen, dass das

Mischen unbedenklich ist.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind. Er wird Ihnen diese Lösung nur

verabreichen, wenn er dies für notwendig hält.

Ihr Arzt wird besonders vorsichtig sein, wenn Sie unter einer Gestose leiden. Eine Gestose ist eine

Erkrankung im dritten Schwangerschaftsdrittel, bei der folgende Symptome auftreten:

hoher Blutdruck

Schwellung von Körpergeweben

Eiweiß im Harn

Stillzeit

Calcium wird in die Muttermilch ausgeschieden. Bei Verabreichung therapeutischer Dosen von

Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun sind jedoch keine Wirkungen auf gestillte

Neugeborene/Säuglinge zu erwarten. Deshalb kann Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun während

der Stillzeit angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen.

3.

Wie ist Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun anzuwenden?

Dosierung

Das Arzneimittel wird von einem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft verabreicht.

Ihr Arzt wird unter Umständen die Flüssigkeitsbilanz, den Säure-Basen-Haushalt und den Gehalt an

Elektrolyten (einschließlich Natrium) im Blut vor und während der Behandlung überwachen.

Besonders gilt dies bei Patienten mit erhöhter Produktion von Vasopressin (ein Hormon, das die

Flüssigkeitsmenge im Körper reguliert) sowie bei Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden,

die ähnlich wirken wie Vasopressin. Es besteht nämlich das Risiko, dass der Natriumspiegel im Blut

zu niedrig wird (Hyponatriämie). Siehe auch Abschnitte „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“,

„Anwendung von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun zusammen mit anderen Arzneimitteln“ und

„Welche Nebenwirkungen sind möglich?“.

Der Arzt wird die richtige Dosis von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun in Abhängigkeit von

Ihrem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf bestimmen. Dabei werden Ihr Alter, Ihr Gewicht, Ihr

klinischer Zustand und Ihr physiologischer (Säure-Basen-) Status berücksichtigt.

Die empfohlenen Dosierungen betragen:

Erwachsene und Jugendliche

Maximale Tagesdosis

Bis zu 40 ml pro kg Körpergewicht pro Tag.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit:

Die Infusionsgeschwindigkeit wird in Abhängigkeit von Ihrem klinischen Zustand eingestellt.

Normalerweise sollten die folgenden Werte nicht überschritten werden:

5 ml pro kg Körpergewicht pro Stunde.

Kinder

20 ml - 100 ml pro kg Körpergewicht pro Tag.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit

Im Durchschnitt 5 ml pro kg Körpergewicht pro Stunde. Daher hängt die verabreichte Menge vom

Alter des Patienten ab:

6 - 8 ml pro kg Körpergewicht pro Stunde bei Säuglingen

4 - 6 ml pro kg Körpergewicht pro Stunde bei Kleinkindern

2 - 4 ml pro kg Körpergewicht pro Stunde bei Schulkindern

Säuglinge und Kleinkinder: Altersbereich 28 Tage bis 23 Monate

Schulkinder: Altersbereich 2 Jahre bis 11 Jahre

Ältere Patienten

Grundsätzlich gelten dieselben Dosierungen wie für Erwachsene, aber die Behandlung erfolgt mit

besonderer Vorsicht, wenn Sie an weiteren Erkrankungen wie Herzschwäche oder eingeschränkter

Nierenfunktion leiden; diese Krankheiten treten bei fortgeschrittenem Alter häufig auf.

Patienten mit Verbrennungen

Erwachsene

In den ersten 24 Stunden erhalten Sie 4 ml Lösung pro kg Körpergewicht pro Prozent verbrannter

Körperoberfläche.

Kinder

In den ersten 24 Stunden erhält Ihr Kind 3 ml Lösung pro kg Körpergewicht pro Prozent verbrannter

Körperoberfläche. Als Erhaltungstherapie erhalten Kinder danach das folgende Volumen in

Abhängigkeit von ihrem Gewicht:

Kinder mit 0 - 10 kg Körpergewicht: 4 ml/kg Körpergewicht pro Stunde;

Kinder mit 10 - 20 kg Körpergewicht: 40 ml pro Stunde + 2 ml/kg Körpergewicht pro Stunde;

Kinder mit über 20 kg Körpergewicht: 60 ml pro Stunde + 1 ml/kg Körpergewicht pro Stunde.

Anwendung als Trägerlösung

Wenn Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun als Trägerlösung für kompatible Elektrolytkonzentrate

und Arzneimittel verwendet wird, werden die Hinweise zur Anwendung des zugesetzten Arzneimittels

berücksichtigt.

Wenn Sie eine größere Menge von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun angewendet haben,

als Sie sollten

Eine Überdosierung kann zu einer Hyperhydratation (Überwässerung, „Wasservergiftung“) führen, die

Folgendes hervorruft:

erhöhte Hautspannung

Venenstauung

Schwellung von Körpergeweben

Wasser in der Lunge oder im Gehirn

Störungen des Flüssigkeits-, Salz- und Säure-Basen-Haushalts

hohe Salzspiegel im Blut

Im Falle einer Überdosierung wird Ihr Arzt bei Ihnen die notwendige Behandlung durchführen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun Nebenwirkungen hervorrufen, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar)

Im Krankenhaus erworbener zu niedriger Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie)

Schwellung des Gehirns (Hirnödem) aufgrund eines zu niedrigen Natriumspiegels im Blut

(hyponatriämische Enzephalopathie). Dies kann zu irreversiblen Hirnschädigungen und zum

Tod führen. Zu den Symptomen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe,

Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Inst. Pharmakovigilanz

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Die Behältnisse sind zur einmaligen Anwendung bestimmt. Behältnis und nicht verbrauchten Inhalt

nach Anwendung verwerfen.

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung. Nur zu verwenden, wenn die Lösung klar und

farblos ist und das Behältnis und sein Verschluss keine sichtbaren Beschädigungen aufweisen.

Teilweise verbrauchte Behältnisse nicht wieder anschließen.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun enthält

Die Wirkstoffe sind:

1000 ml Lösung enthalten:

Natriumchlorid

6,00 g

Natriumlactat-Lösung (50% w/w)

6,24 g

(entsprechend Natriumlactat 3,12 g)

Kaliumchlorid

0,40 g

Calciumchlorid-Dihydrat

0,27 g

Elektrolytkonzentrationen:

Natrium

131 mmol/l

Kalium

5,4 mmol/l

Calcium

1,8 mmol/l

Chlorid

112 mmol/l

Lactat

28 mmol/l

Der sonstige Bestandteil ist:

Wasser für Injektionszwecke

Theoretische Osmolarität

277 mOsmol/l

Titrationsazidität (pH 7,4):

<1 mmol/l

pH-Wert:

5,0-7,0

Wie Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun aussieht und Inhalt der Packung

Es ist eine Infusionslösung, das heißt eine Lösung zur Verabreichung mittels Venentropf.

Es ist eine klare, farblose, Lösung von Salzen in Wasser.

Es ist erhältlich in:

Flaschen aus farblosem Glas Typ II (Ph. Eur.) mit Gummistopfen als Verschluss

500 ml und 10 x 500 ml

1000 ml und 6 x 1000 ml

Flaschen aus Polyethylen niedriger Dichte (LD-PE)

500 ml und 10 x 500 ml

1000 ml und 10 x 1000 ml

Kunststoffbeutel aus fünfschichtigem Laminat mit Gummistopfen aus Halogenbutyl als Verschluss in

einer äußeren Schutzhülle (Ecobag® Beutel)

20 x 100 ml

20 x 250 ml

20 x 500 ml

10 x 1000 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

B. Braun Melsungen AG

Carl-Braun-Str. 1

34212 Melsungen

Telefon: (05661) 71-0

Telefax: (05661) 71-45 67

Hersteller

B. Braun Melsungen AG

Carl-Braun-Str. 1

34212 Melsungen

Telefon: (05661) 71-0

Telefax: (05661) 71-45 67

B. Braun Medical S.A.

Carretera de Terrasa, 121

E – 08191 Rubi (Barcelona)

Tel.: 0034/93/5866200

Zulassungsnummer

13094

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2018.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Überwachung des Serumnatriums ist bei hypotonen Flüssigkeiten besonders wichtig.

Osmolarität von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun: 277 mOsm/l

Die Laktatverwertung kann bei Vorliegen einer Hypoxie oder einer Leberinsuffizienz eingeschränkt

sein.

Der Kaliumgehalt von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun entspricht der physiologischen

Kaliumkonzentration im menschlichen Blut. Dennoch ist die Lösung nicht für die Behandlung von

Patienten mit schwerem Kaliummangel geeignet.

Da die Lösung metabolisierbare Ionen (z. B. Laktat) enthält, kann sie eine metabolische Alkalose

verursachen.

Während der intravenösen Infusion ist eine Extravasation sorgfältig zu vermeiden.

Bei gleichzeitiger Bluttransfusion darf die Lösung nicht über dasselbe Infusionssystem verabreicht

werden.

Bei einer Laktatakkumulation während der Infusion sollten Dosierung und Infusionsgeschwindigkeit

reduziert oder die Verabreichung der Lösung ganz abgebrochen werden.

Wichtige Informationen über das Behältnis

Das Kunststoffbehältnis enthält ein erhebliches Luftvolumen. Um die Gefahr einer Luftembolie

auszuschließen, muss vor Beginn einer Druckinfusion die gesamte Luft entfernt werden.

Behandlung einer Überdosierung

Abbruch der Infusion, Verabreichung von Diuretika unter ständiger Kontrolle des Serumelektrolyte,

Korrektur von Störungen des Elektrolythaushalts und des Säure-Basen-Gleichgewichts.

In schweren Fällen einer Überdosierung kann eine Dialyse notwendig sein.