Ringer B. Braun (ohne Carbonat)

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ringer B. Braun (ohne Carbonat) Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • natrii chloridum 8,6 g, kalii chloridum 0,3 g, Kalzium chloridum dihydricum 0,33 g, Wasser ad iniectabilia q.s. die Lösung für 1000 ml, Endwerte. Natrium 147.2 mmol, Kalium 4 mmol, calcium 2.2 mmol, chloridum 155.7 mmol.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ringer B. Braun (ohne Carbonat) Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Wasser- und Elektrolytsubstitution

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 38205
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-01-1975
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Dosierung, Unerwünschte Wirkungen

Fachinformation

Ringer B. Braun (ohne Carbonat)

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Calciumchlorid Dihydrat.

Hilfsstoffe: Wasser für Injektionszwecke

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösung zur Elektrolyt- und Wasserzufuhr.

1000 ml Lösung enthalten:

Natriumchlorid

Kaliumchlorid

Calciumchlorid Dihydrat

Wasser für Injektionszwecke q.s. ad

8,60 g

0,30 g

0,33 g

1000 ml

Elektrolyte:

Natrium

Kalium

Calcium

Chlorid

Theoretische Osmolarität

147,2 mmol/l

4,0 mmol/l

2,2 mmol/l

155,7 mmol/l

309 mOsm/l

5,0 - 7,0

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zufuhr von Elektrolyten und Wasser, Flüssigkeitsersatz, Trägerlösung für kompatible Medikamente.

Dosierung/Anwendung

Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution sowie Behandlung von Dehydratation:

Die Dosierung von Ringer-Infusionslösung hängt ab vom Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt des

Patienten sowie seinem Alter, Gewicht, klinischen Zustand und physiologischen (Säuren-Basen-

Haushalt) Status.

Empfohlenes Dosierungsschema

Erwachsene

Tageshöchstdosis

Im Rahmen einer routinemäßigen Erhaltungstherapie darf die Tagesdosis nicht mehr als 40 ml pro kg

Körpergewicht und Tag betragen.

Weitere Verluste (z. B. aufgrund von Fieber, Diarrhö, Erbrechen) sind entsprechend dem Volumen

und der Zusammensetzung der fehlenden Flüssigkeiten zu ersetzen.

Im Fall von Dehydratation muss die Dosis von 40 ml/kg Körpergewicht (KG) pro Tag

gegebenenfalls erhöht werden. Die Dosisberechnung hat auf Grundlage der Schwere der

Dehydratation sowie des klinischen Zustands des Patienten zu erfolgen.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit

Die maximale Infusionsgeschwindigkeit darf nicht mehr als 5 ml pro kg Körpergewicht und Stunde

betragen, was 1,7 Tropfen pro kg Körpergewicht und Minute entspricht.

Bei kurzfristigem intravasalem Volumenersatz hängt die maximale Infusionsgeschwindigkeit von der

jeweiligen klinischen Situation des Patienten ab, doch gilt als allgemeine Empfehlung eine

Bolusgabe von 500 ml innerhalb von 15 Minuten, z. B. über eine Druckinfusion.

Ältere Patienten

Ältere Patienten, die häufiger dazu neigen, an Herzinsuffizienz und Nierenfunktionsstörungen zu

leiden, sollten während der Behandlung engmaschig überwacht und die Dosierung sorgfältig

angepasst werden, um Hypervolämie-bedingte Herz-Kreislauf- und Nierenprobleme zu vermeiden.

Bei älteren Personen mit kardialer Insuffizienz oder Beeinträchtigung der Nierenfunktion sollte die

Flüssigkeitszufuhr 20-25 ml/kg/Tag betragen.

Kinder und Jugendliche

Tageshöchstdosis

Im Rahmen einer routinemäßigen Erhaltungstherapie dürfen die folgenden Tagesdosen nicht

überschritten werden.

Alter Dosen (ml/kg KG täglich)

1. Tag nach Geburt* 120

2. Tag nach Geburt* 120

3. Tag nach Geburt* 130

4. Tag nach Geburt* 150

5. Tag nach Geburt* 160

6. Tag nach Geburt* 180

1. Lebensmonat 160

ab dem 2. Lebensmonat 150

1-2 Jahre 120

3-5 Jahre 100

6-12 Jahre 80

13-18 Jahre 70

*bei reifen Neugeborenen

Weitere Verluste (z. B. aufgrund von Fieber, Diarrhö, Erbrechen usw.) sind entsprechend dem

Volumen und der Zusammensetzung der fehlenden Flüssigkeiten zu ersetzen.

Im Fall von Dehydratation muss die zuvor aufgeführte Dosis gegebenenfalls erhöht werden. Die

Dosisberechnung hat auf Grundlage der Schwere der Dehydratation sowie des klinischen Zustands

des Patienten zu erfolgen.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit bei routinemäßiger Erhaltungstherapie

Körpergewicht ml/Stunde

0-10 kg 4 ml/kg KG/Stunde

10-20 kg 40 ml/Stunde + 2 ml/kg KG/Stunde bei mehr als 10 kg

> 20 kg 60 ml/Stunde + 1 ml/kg KG/Stunde bei mehr als 20 kg

Kurzfristiger intravasaler Volumenersatz

Die Berechnung der Dosierung hat auf Grundlage der jeweiligen klinischen Situation des Patienten

zu erfolgen. Angaben zur Tageshöchstdosis können daher nicht gegeben werden.

Anwendung als Trägerlösung

Bei Anwendung von Ringer-Infusionslösung als Trägerlösung sind die Angaben zur Dosierung und

Anwendungsdauer des Arzneimittels, das gelöst oder verdünnt werden soll, zu beachten.

Art der Anwendung

Ringer B. Braun (ohne Carbonat) ist intravenös zu verabreichen.

Hinweise

Das Infusionsbesteck sollte mindestens alle 24 Stunden gewechselt werden. Um Arzneimittel

während der Infusion beizufügen, muss der Durchflussregler geschlossen sein. Auf eine gute

Durchmischung ist zu achten.

Kontraindikationen

Hypertone Dehydratation;

Hyperhydratationszustände;

Hypernatriämie, Hyperkaliämie, Hyperchlorämie;

schwere Niereninsuffizienz;

dekompensierte Herzinsuffizienz.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Ringer B. Braun (ohne Carbonat) ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit

Herzinsuffizienz, kardiopulmonären Krankheiten, Hypertonie, peripheren Ödemen,

Hypoproteinämie, Niereninsuffizienz, Leberzirrhose, bei Patienten, die mit Corticoiden oder ACTH

behandelt werden, sowie bei Hypokaliämie und Acidose.

Eine regelmässige Überprüfung des Elektrolythaushaltes, der Wasserbilanz und des Säure-Basen-

Haushaltes ist erforderlich.

Interaktionen

Interaktion mit Corticoiden oder ACTH: erhöhtes Risiko einer Flüssigkeitsretention mit kardialer

Dekompensation, Hypervolämie, Oedemen und/oder Hypernatriämie.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit kaliumsparenden Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren)

oder mit ACE-Hemmern (Enalapril, Captopril) ist infolge erhöhtem Hyperkaliämie-Risiko Vorsicht

geboten.

Schwangerschaft, Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.

Es liegen keine tierexperimentellen Studien vor.

Bei Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten vor.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen bei ordnungsgemäßer Anwendung sind nicht bekannt.

Überdosierung

Eine zu hohe Infusionsgeschwindigkeit sowie die Verabreichung von zu grossen

Flüssigkeitsvolumen kann zu Hypervolämie und kardialer Dekompensation, sowie zu

Hypernatriämie und/oder Hyperkaliämie führen.

Therapeutische Massnahmen

Calciumsalze und/oder Glucoseinfusionen mit oder ohne Insulin beeinflussen die Hyperkaliämie

günstig. Die Natriumausscheidung kann mittels Diuretika erhöht werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BB01

Ringer B. Braun (ohne Carbonat) ist steril und pyrogenfrei und zur intravenösen Anwendung

bestimmt. Die Lösung ist eine isotone Polyelektrolytlösung mit Kalium und Calcium-

Konzentrationen, die mit denjenigen des Plasmas und der extrazellulären Flüssigkeit vergleichbar

sind.

Pharmakokinetik

Nach intravasaler Zufuhr erfolgt die Äquilibrierung mit dem Extrazellulärraum innerhalb von 20–30

Minuten. Nach einer Stunde befinden sich beim Gesunden noch 25% des Infusates im

Intravasalraum, beim kritisch Kranken oder Traumatisierten beträgt dieser Anteil nur 20% oder

weniger.

Die Elektrolyte werden über die normalen Ausscheidungswege (renal) eliminiert.

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Die Zugabe von Arzneimitteln zu Infusionslösungen kann zu Inkompatibilitätsreaktionen führen.

Während manche Reaktionen sofort auffallen, muss jedoch auch mit subtileren physikalischen,

chemischen oder pharmakologischen Unverträglichkeiten gerechnet werden.

Die Zugabe von medikamentösen Zusätzen muss auf aseptischem Weg erfolgen. In jedem Fall ist

darauf zu achten, dass eine vollständige Mischung des Zusatzes mit der Lösung gewährleistet ist.

Eine Lagerung solcher Lösungen muss vermieden werden. Auf die Kompatibilität muss auch

geachtet werden, wenn mehrere Infusionen durch das gleiche Infusionsbesteck verabreicht werden.

Haltbarkeit

Die Lösung darf nur bis zu dem mit «Exp.» auf dem Etikett oder Beutel vermerkten Verfalldatum

verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Hinweise für die Handhabung

Nur unbeschädigte Behälter und klare Lösung verwenden. Eventuelle Restmengen

von Lösungen verwerfen.

Zulassungsnummer

38205 (Swissmedic).

Packungen

Ringer B. Braun (ohne Carbonat) Ecobag 20 x 250 ml. (B)

Ringer B. Braun (ohne Carbonat) Ecobag 20 × 500 ml. (B)

Ringer B. Braun (ohne Carbonat) Ecobag 10 × 1000 ml. (B)

Ringer B. Braun (ohne Carbonat) Ecoflac 10 × 1000 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, 6204 Sempach.

Stand der Information

Juni 2017

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