Ringer-Acetat Fresenius

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ringer-Acetat Fresenius Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Natrium 137 mmol, Kalium 4 mmol, calcium 1.65 mmol, magnesium 1.25 mmol, chloridum 110 mmol, acetas 36.8 mmol, Wasser iniectabilia q.s. die Lösung für 1000 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ringer-Acetat Fresenius Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Volumenersatz

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58605
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-04-2009
  • Letzte Änderung:
  • 20-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Ringer-Acetat Fresenius

Fresenius Kabi (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Natriumchlorid, Natriumacetat, Kaliumacetat, Magnesiumacetat, Calciumacetat.

Hilfsstoffe: Aqua ad injectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Liter enthält:

Natriumchlorid 6,430 g, Natriumacetat 3 H2O 3,674 g, Kaliumacetat 0,393 g, Magnesiumacetat 4

H2O 0,268 g, Calciumacetat 0,261 g, Aqua ad injectabilia ad 1000 ml.

Na+ 137 mmol/l, K+ 4 mmol/l, Ca++ 1,65 mmol/l, Mg++ 1,25 mmol/l, Cl– 110 mmol/l, CH3COO–

36,8 mmol/l.

pH-Wert 5,0–7,0, Titrationsacidität 1,0–10,0 mmol NaOH/l, theoretische Osmolarität 291 mosm/l.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Flüssigkeits- und Elektrolytersatz bei ausgeglichenem Säuren-Basen-Haushalt und bei leichter

Azidose, kurzfristiger intravasaler Volumenersatz, bei isotoner Dehydratation, bei hypotoner

Dehydratation.

Dosierung/Anwendung

Zur periphervenösen Infusion.

Dosierung entsprechend dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf.

Erwachsene

Maximale Infusionsgeschwindigkeit:

Die maximale Infusionsgeschwindigkeit richtet sich nach dem klinischen Zustand des Patienten. Es

wird eine Infusionsgeschwindigkeit von 5 ml/kg KG und Stunde (entspr. 117 Tropfen/Minute und

350 ml/Stunde bei 70 kg KG) empfohlen.

Maximale Tagesdosis:

Die maximale Tagesdosis ergibt sich aus dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf des Patienten. Eine

Flüssigkeitszufuhr von 40 ml/kg KG und Tag sollte bei Erwachsenen nicht überschritten werden.

Kinder

Die Infusionsrate und die tägliche Dosis sollten individuell nach der Art und Schwere des Elektrolyt-

und Wasser Ungleichgewichtes, durch die Überwachung der entsprechenden Kreislauf- und

Laborparameter erfolgen.

* Füssigkeitsbedarf für Säuglinge >1 Monat und Kinder:

Körpergewicht

24-Stunden-Flüssigkeitsbedarf

Unter 10 kg

100 ml/kg Körpergewicht

10-20 kg

100 ml/kg Körpergewicht ≤10 kg, +50 ml/kg Körpergewicht zwischen 10-20 kg

Über 20 kg

100 ml/kg Körpergewicht ≤10 kg, +50 ml/kg Körpergewicht zwischen 10-20 kg und

+20 ml/kg Körpergewicht ab 21 kg (max. 2 l bei Mädchen und 2.5 l bei Knaben).

* Lokale Richtlinien des Instituts für intravenösen Flüssigkeitsersatz sollten immer konsultiert

werden, wenn eine intravenöse Flüssigkeitsersatztherapie bei Kindern verabreicht wird.

Flüssigkeitsbedarf für Neugeborene: Der Grundflüssigkeitsbedarf für termingeborene Kinder beträgt

bei durchschnittlicher Luftfeuchtigkeit 40-60 ml/kg/Tag plus Verluste durch den Urin. Frühgeborene

benötigen mehr Flüssigkeitsersatz aufgrund der sehr hohen transepidermalen Verluste in den ersten

Lebenstagen, und es kann ein Flüssigkeitsersatz von bis zu 180 ml/kg/Tag erforderlich sein. Lokale

Leitlinien der jeweiligen Einrichtung zum Flüssigkeitsmanagement in der neonatalen Phase sind zu

beachten.

Kontraindikationen

Ödeme, hypertone Dehydratation, schwere Niereninsuffizienz, Hyperhydratationszustände, Alkalose,

dekompensierte Herzinsuffizienz, Hyperkaliämie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Der Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt sowie die Wasserbilanz müssen überwacht werden.

Bei Hypernatriämie und Erkrankungen, die eine restriktive Natriumzufuhr gebieten (wie

Herzinsuffizienz, Hypertonie, Eklampsie, Niereninsuffizienz) sollte die Anwendung von Ringer-

Acetat Fresenius nur mit besonderer Vorsicht und unter enger Elektrolytkontrolle unter Beachtung

der individuellen Nutzen/Risiko-Relation erfolgen.

Interaktionen

Corticosteroide und ACTH können eine Natriumretention mit kardialer Dekompensation,

Hypervolämie, Ödeme und/oder Hypernatriämie begünstigen. Bei gleichzeitiger Behandlung mit

kaliumsparenden Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren) oder mit ACE-Hemmern

(Enalapril, Captopril) ist infolge erhöhtem Hyperkaliämie-Risiko Vorsicht geboten.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine tierexperimentellen Studien und keine klinischen Daten mit Anwendung bei

Schwangeren vor. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Bei bestimmungsgemässer Anwendung keine bekannt.

Siehe «Überdosierung».

Überdosierung

Bei versehentlicher Überdosierung von Ringer-Acetat Fresenius kann es zu Überwässerung,

Störungen im Elektrolythaushalt, Hyperosmolarität und Induktion einer alkalotischen

Stoffwechsellage kommen.

Therapie: Unterbrechung der Zufuhr, beschleunigte renale Elimination und eine entsprechende

negative Bilanzierung, bei Oligo-Anurie ggf. Hämodialyse. Korrektur des Elektrolyten-

Ungleichgewichtes.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BB01

Die Lösung ist eine in ihren wichtigsten Kationen der Plasmazusammensetzung angepasste, isotone

Elektrolytlösung, die zur Korrektur von Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes

angewendet wird. Die Zufuhr von Elektrolyten dient der Wiederherstellung bzw. Erhaltung normaler

osmotischer Verhältnisse im Extra- und Intrazellulärraum. Acetat wird oxidiert und wirkt in der

Bilanz alkalisierend. Aufgrund des Anteils an metabolisierbaren Anionen besteht eine zusätzliche

Anwendungsmöglichkeit bei Tendenzen zur azidotischen Stoffwechsellage.

Pharmakokinetik

Bei Zufuhr dieser Lösung kommt es zunächst zur Auffüllung des Interstitiums, welches ca. 2/3 des

Extrazellularraums ausmacht. Nur ca. 1/3 des zugeführten Volumens verbleibt intravasal.

Präklinische Daten

Es wurden keine präklinischen Sicherheitsstudien mit Ringer-Acetat Fresenius durchgeführt. In der

empfohlenen Dosierung ist für Ringer-Acetat Fresenius jedoch keine Toxizität zu erwarten

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Aufgrund des Calciumgehaltes von Ringer-Acetat Fresenius kann es beim Zumischen von oxalat-,

phosphat- und carbonat- bzw. hydrogencarbonathaltigen Arzneimitteln zu Ausfällungen kommen.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln ist eine mögliche Unverträglichkeit zu überprüfen.

Haltbarkeit

Das Präparat darf bis zum auf dem Behälter aufgedruckten Verfalldatum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Ringer-Acetat Fresenius nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.

Hinweise für die Handhabung

Nur verwenden, wenn die Lösung klar und das Behältnis unbeschädigt ist. Aus mikrobiologischen

Gründen sollte die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar nach Anbruch verwendet werden. Falls

dies nicht möglich ist, liegen Aufbrauchfristen und Lagerbedingungen in der Verantwortung des

Anwenders und sollten normalerweise nicht länger als 24 Std. bei 2-8 °C betragen. Allfällige Reste

sind zu verwerfen. Bitte Gebrauchsanweisung beachten.

Zulassungsnummer

58605 (Swissmedic).

Packungen

20× 250 ml KabiPac Polyethylen-Flasche [B]

10× 500 ml KabiPac Polyethylen-Flasche [B]

10× 1000 ml KabiPac Polyethylen-Flasche [B]

30× 250 ml Beutel Freeflex [B]

20× 500 ml Beutel Freeflex [B]

10× 1000 ml Beutel Freeflex [B]

30× 250 ml Beutel Freeflex+ [B]

20× 500 ml Beutel Freeflex+ [B]

10× 1000 ml Beutel Freeflex+ [B]

4× 3000 ml Careflex-Stopfenbeutel [B]

2× 5000 ml Careflex-Stopfenbeutel [B]

Zulassungsinhaberin

Fresenius Kabi (Schweiz) AG, 6370 Oberdorf NW.

Stand der Information

Mai 2016.

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