Ribomustin 100 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ribomustin 100 mg Lyophilisat für Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Lyophilisat für Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: bendamustini hydrochloridum 100 mg Endwerte. bendamustinum 90.8 mg, mannitolum, für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ribomustin 100 mg Lyophilisat für Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Zytostatikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58816
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-03-2009
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Ribomustin®

Mundipharma Medical Company

Zusammensetzung

Wirkstoff: Bendamustini hydrochloridum.

Hilfsstoff: Mannitolum.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat für Infusionslösung.

Durchstechflaschen zu 25 mg und 100 mg Bendamustinhydrochlorid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Chronische lymphatische Leukämie.

Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom in der Erstlinientherapie in Kombination mit Rituximab.

Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom bei Patienten mit Progression während oder innerhalb von

6 Monaten nach Behandlung mit Rituximab oder einer Rituximab-enthaltenden Therapie. Es liegen

keine klinischen Studien zur Behandlung eines Rezidivs nach 6 Monaten vor.

Dosierung/Anwendung

Zur intravenösen Infusion über 30-60 Minuten (siehe «Sonstige Hinweise»). Die Infusion muss unter

Aufsicht eines Arztes mit entsprechender Qualifikation und Erfahrung in der Anwendung von

Chemotherapeutika erfolgen.

Chronische lymphatische Leukämie

Die Dosierung beträgt 100 mg/m² Körperoberfläche Ribomustin i.v. an den Tagen 1 und 2;

Wiederholung alle 4 Wochen.

Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom

Kombination mit Rituximab

Die Dosierung beträgt 90 mg/m² Körperoberfläche Ribomustin i.v. an den Tagen 1 und 2 plus

375 mg/m2 Rituximab i.v. an Tag 1; Wiederholung alle 4 Wochen.

Monotherapie

Die Dosierung beträgt 120 mg/m² Körperoberfläche Ribomustin i.v. an den Tagen 1 und 2;

Wiederholung alle 3 Wochen. Dosisreduktionen oder Dosisverzögerungen wurden bei 68% der

Patienten berichtet (siehe «Dosisanpassungen»).

Dosisanpassungen

Bei Patienten mit Knochenmarkdepression in der Vorgeschichte sollte die maximale Dosierung von

70 mg/m² Körperoberfläche Ribomustin i.v. an den Tagen 1 und 2 nicht überschritten werden;

Wiederholung alle 4 Wochen.

Die Behandlung soll aufgeschoben oder abgesetzt werden, wenn die Leukozyten und/oder die

Thrombozyten auf Werte von ≤3'000/μl bzw. ≤75'000/μl abgefallen sind. Nach einem Anstieg der

Leukozytenwerte auf ≥4'000/μl und der Thrombozyten auf ≥100'000/μl kann die Behandlung mit

Ribomustin fortgesetzt werden. Der Leukozyten- und Thrombozyten-Nadir wird nach 14-20 Tagen

erreicht und die Regeneration nach 3-5 Wochen.

Darüber hinaus ist eine engmaschige Kontrolle des Blutbildes im therapiefreien Intervall zu

empfehlen, wenn Ribomustin intermittierend in Therapiekursen und/oder in der Kombination mit

anderen knochenmarkhemmenden Substanzen verabreicht wird, um – falls erforderlich –

Dosisanpassungen vornehmen zu können.

In Fällen von nicht-hämatologischer Toxizität sind die Dosisreduktionen anhand der schlechtesten

CTC-Grade aus dem vorangegangenen Zyklus vorzunehmen. Bei einer Toxizität mit CTC-Grad 3

kann die Dosis gemäss Empfehlung um bis zu 50% reduziert werden. Die Untergrenze von

50 mg/m2 ist einzuhalten. Bei einer Toxizität mit CTC-Grad 4 wird eine Unterbrechung der Therapie

empfohlen. Bei Anpassungen der Dosierung ist die individuell berechnete reduzierte Dosis an Tag 1

und 2 des betreffenden Behandlungszyklus zu verabreichen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Leberinsuffizienz

Auf der Grundlage von pharmakokinetischen Daten ist keine Dosisanpassung bei Patienten mit

leichter Leberfunktionsstörung (Serum Bilirubin <1,2 mg/dl) erforderlich. Eine 30% Dosisreduktion

wird bei Patienten mit mässiger Leberfunktionsstörung (Serum Bilirubin 1,2-3,0 mg/dl) empfohlen.

Für Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Serum-Bilirubin >3,0 mg/dl) sind keine Daten

verfügbar. Daher ist die Verabreichung von Ribomustin an diese Patienten kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»).

Niereninsuffizienz

Auf der Grundlage von pharmakokinetischen Daten ist keine Dosisanpassung bei Patienten mit einer

Kreatinin-Clearance >10 ml/min erforderlich (siehe auch «Pharmakokinetik»). Die Erfahrungen bei

Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sind beschränkt.

Kinder

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Behandlungen mit Ribomustin bei Kindern sind nicht belegt.

Die Anwendung von Ribomustin bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen.

Ältere Patienten

Es gibt keine Hinweise, dass Dosisanpassungen bei älteren Patienten nötig sind (siehe auch

«Pharmakokinetik»).

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber Bendamustin und/oder Mannitol.

·Schwangerschaft, Verdacht auf Schwangerschaft und während der Stillzeit.

·Schwere Leberfunktionsstörung (Serum Bilirubin >3.0 mg/dl).

·Ikterus.

·Bestehende schwere Knochenmarkdepression und schwere Blutbildveränderungen.

·Vorangegangene grössere chirurgische Eingriffe weniger als 30 Tage vor Therapiebeginn.

·Infektionen, insbesondere einhergehend mit einer Leukopenie.

·Gelbfieberimpfung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Myelosuppression

Bei mit Ribomustin behandelten Patienten kann eine Myelosuppression auftreten. Das Blutbild sollte

engmaschig überwacht werden und bei Leukozyten- und/oder Thrombozytenzahlen ≤3'000/µl bzw.

≤75'000/µl sollte die Behandlung unterbrochen werden, bis die Werte wieder auf ≥4'000/µl bzw.

≥100'000/µl angestiegen sind. Gegebenenfalls ist die Behandlung im nächsten Zyklus mit reduzierter

Dosis weiterzuführen.

Infektionen

Bei der Behandlung mit Ribomustin sind schwerwiegende und tödliche Infektionen aufgetreten,

unter anderem bakterielle Infektionen (Sepsis, Lungenentzündung) und opportunistische Infektionen

wie Pneumocystis jirovecii-Pneumonie (PJP), Varicella-zoster-Virus (VZV) und Cytomegalovirus

(CMV). Die Behandlung mit Ribomustin kann eine verlängerte Lymphopenie (<600/μl) auslösen,

ebenso niedrige (<200/μl) CD4+ T-Zellenzahlen (T-Helferzellen) über eine Dauer von mindestens 7-

9 Monaten nach Abschluss der Behandlung. Die Lymphopenie und die CD4+ T-Zell-Depletion sind

ausgeprägter bei einer Kombination von Ribomustin mit Rituximab. Patienten mit Lymphopenie und

einer geringen CD4+ T-Zellenzahl sind nach einer Behandlung mit Ribomustin anfälliger für

(opportunistische) Infektionen.

Zur Risikominderung werden folgende Massnahmen empfohlen:

·Engmaschige Überwachung der Patienten auf langwierige Lymphopenien (<500/μl) und geringe

CD4+ T-Zellenzahlen (T-Helferzellen) (<200/μl).

·Engmaschige Überwachung auf Atemwegssymptome während der gesamten Behandlung.

·Koadministration von antimikrobiellen Prophylaxemitteln bei Lymphopenie (<500/μl) und geringen

CD4+ T-Zellenzahlen (<200/μl) sowie zusätzlich je nach Bedarf unterstützende Behandlungen mit

G-CSF und/oder Immunoglobulin.

·Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass sie neue Anzeichen von Infektionen

einschliesslich Fieber oder Atemwegssymptomen umgehend melden.

·Bei Anzeichen von (opportunistischen) Infektionen ist ein Abbruch der Behandlung in Erwägung zu

ziehen (siehe «Kontraindikationen»).

Hepatitis B-Reaktivierung

Bei chronischen Trägern des Hepatitis-B-Virus ist es nach der Verabreichung von Ribomustin zu

Hepatitis-B-Reaktivierungen gekommen. In einigen Fällen kam es zu akutem Versagen der

Leberfunktion oder Todesfällen. Vor der Aufnahme einer Behandlung mit Ribomustin ist der Patient

auf HBV-Infektionen zu testen. Es sind Fachleute für Lebererkrankungen und die Behandlung von

Hepatitis B beizuziehen, bevor die Behandlung von Patienten mit positiven Hepatitis-B-

Testergebnissen (und Patienten mit aktiver Erkrankung) eingeleitet wird. Das Gleiche gilt für

Patienten mit positivem HBV-Testergebnis während der Behandlung. HBV-Träger, die eine

Behandlung mit Ribomustin benötigen, sind während des gesamten Therapieverlaufs sowie

mindestens 7-9 Monate nach Therapieende sorgfältig auf Symptome einer aktiven HBV-Infektion zu

überwachen (siehe «Unerwünschte Nebenwirkungen»).

Hautreaktionen

Hautreaktionen wie Ausschlag (Rash), toxische Hautreaktionen und bullöses Exanthem wurden

während der Anwendung von Ribomustin berichtet. Einige Hautreaktionen traten unter der

Anwendung von Ribomustin in Kombination mit anderen Zytostatika auf, weshalb der genaue

Zusammenhang mit Ribomustin nicht gesichert ist.

Wenn Hautreaktionen auftreten, können diese progredient sein und sich bei fortgesetzter Behandlung

verstärken. Bei progredienten Hautreaktionen ist die Behandlung mit Ribomustin zu unterbrechen

oder abzubrechen. Bei schweren Hautreaktionen mit Verdacht auf einen kausalen Zusammenhang

mit Ribomustin ist die Behandlung abzubrechen.

Einzelne Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermaler Nekrolyse, worunter einige

Todesfälle, wurden über Patienten berichtet, die mit Ribomustin in Kombination mit Allopurinol

oder mit Allopurinol und Rituximab behandelt wurden.

Einzelne Fälle von Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptom (DRESS) wurden über

Patienten berichtet, die mit Ribomustin in Kombination mit Rituximab behandelt wurden.

Herzerkrankungen

Unter der Behandlung mit Ribomustin ist die Kaliumkonzentration im Blut engmaschig zu

überwachen; bei K+ <3,5 mEq/l sind Kaliumsupplemente zu geben und EKG-Messungen

durchzuführen.

Bei Behandlungen mit Ribomustin wurden Herzinfarkte und Herzinsuffizienzen mit Todesfolge

beobachtet. Patienten mit aktueller oder früherer Herzerkrankung sollten engmaschig beobachtet

werden.

Tumorlyse-Syndrom

Bei Patienten, bei denen das Risiko eines Tumorlyse-Syndroms besteht (z.B. Patienten mit hoher

Tumorlast >25× 109/l), sollte die Behandlung sehr vorsichtig erfolgen. In einzelnen Studien wurde

von Patienten mit Tumorlyse-Syndrom in Verbindung mit Ribomustin berichtet. Ein Tumorlyse-

Syndrom kann innerhalb von 48 Stunden nach der ersten Dosis von Ribomustin einsetzen; ohne

entsprechende Behandlung kann es zu akutem Nierenversagen führen und tödlich verlaufen.

Vorsichtsmassnahmen umfassen unter anderem eine angemessene Flüssigkeitsversorgung sowie eine

engmaschige Überwachung des Blutbildes, insbesondere der Kalium- und Harnsäurespiegel. Zudem

sollte der Einsatz von Mitteln zur Senkung des Harnsäurespiegels (Allopurinol oder Rasburicase) vor

Behandlungsbeginn erwogen werden. Allopurinol sollte allerdings nicht in Kombination mit

Ribomustin eingesetzt werden (siehe «Hautreaktionen»).

Anaphylaxie

Bei klinischen Studien wurden häufig infusionsbedingte Reaktionen auf Ribomustin beobachtet. Die

Symptome sind im Allgemeinen mild und äussern sich als Fieber, Kälteschauer, Hautjucken und

Hautausschlag. In seltenen Fällen sind gravierende anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen

aufgetreten. Nach dem ersten Behandlungszyklus sind die Patienten zu Symptomen einer allfälligen

infusionsbedingten Reaktion zu befragen. Vorbeugungsmassnahmen gegen starke Reaktionen,

einschliesslich Antihistaminika, Antipyretika und Corticosteroiden (Dexamethason oral oder i.v.),

sind bei Patienten mit nachweislicher infusionsbedingter Reaktion in den anschliessenden

Behandlungszyklen zu erwägen. Patienten mit allergischen Reaktionen des Schweregrads III oder

höher erhielten im Allgemeinen keine weitere Dosis.

Kontrazeption

Bendamustinhydrochlorid ist teratogen und mutagen. Frauen sollten während der Behandlung nicht

schwanger werden. Männer sollten während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind

zeugen. Wegen der Möglichkeit einer irreversiblen Infertilität sollten sie vor der Behandlung mit

Ribomustin über eine Spermienkonservierung beraten werden.

Paravasate

Eine paravasale Fehlinjektion ist sofort zu stoppen, die Infusionsnadel sollte nach einer kurzen

Aspiration entfernt werden. Danach sollte die Paravasatstelle gekühlt, der Arm hochgelagert werden.

Weitere Behandlungsmassnahmen wie die Verabreichung von Corticosteroiden haben keinen

eindeutigen Nutzen.

Zweite Primärtumore

Das Risiko von myelodysplastischen Syndromen und akuter myeloischer Leukämie ist bei Patienten

erhöht, die mit Alkylierungsmitteln (einschliesslich Bendamustinhydrochlorid) behandelt wurden.

Ein zweiter Primärtumor kann sich mehrere Jahre nach dem Ende der Chemotherapie entwickeln.

Interaktionen

Es wurden keine in vivo-Interaktionsstudien durchgeführt.

Bei der Kombination von Ribomustin mit anderen myelosuppressiven Substanzen kann die Wirkung

von Ribomustin und/oder der zusätzlich verabreichten Arzneimittel auf das Knochenmark verstärkt

werden. Grundsätzlich können alle Behandlungsmassnahmen, die den Allgemeinzustand des

Patienten verschlechtern oder die Knochenmarkfunktion beeinträchtigen, die Toxizität von

Ribomustin erhöhen.

Eine Kombination von Ribomustin mit Ciclosporin oder Tacrolimus kann zu einer übermässigen

Immunsuppression mit dem Risiko einer Lymphoproliferation führen.

Zytostatika können die Antikörperbildung nach Impfungen mit Lebendviren mindern und das Risiko

einer allenfalls fatalen Infektion erhöhen. Dieses Risiko ist bei Personen erhöht, bei denen aufgrund

ihrer Erkrankung bereits eine Immunsuppression vorliegt.

Das Cytochrom P450 (CYP) 1A2 Isoenzym ist am Stoffwechsel von Bendamustinhydrochlorid

beteiligt (siehe «Pharmakokinetik»). Deshalb ist eine potenzielle Interaktion mit CYP1A2-Hemmern

wie z.B. Fluvoxamin, Ciprofloxacin, Aciclovir oder Cimetidin gegeben.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Ribomustin bei Schwangeren. In

präklinischen Studien hatte Bendamustinhydrochlorid embryo-fetotoxische, teratogene und

genetische Wirkungen (siehe «Präklinische Daten»). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist

nicht bekannt. Ribomustin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Bendamustin in die Muttermilch übergeht, daher ist Ribomustin während der

Stillzeit kontraindiziert. Während der Behandlung mit Ribomustin ist auf das Stillen zu verzichten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Ribomustin kann die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.

Während der Behandlung mit Ribomustin wurden Ataxien, periphere Neuropathien und Schläfrigkeit

beobachtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Patienten sind darauf hinzuweisen, dass sie beim

Auftreten derartiger Symptome potenziell gefährliche Aufgaben wie Autofahrten und das Bedienen

von Maschinen unterlassen.

Unerwünschte Wirkungen

Die Art und Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen basieren auf den Daten von klinischen Phase-

III-Studien und aus der spontanen Erfassung.

Die nachstehenden Häufigkeiten sind die Grundlage für die Beurteilung unerwünschter Wirkungen:

«sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100), «selten»

(≥1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000), Häufigkeit «nicht bekannt» (Häufigkeit aufgrund

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig: Infektionen, auch opportunistischer Art (einschliesslich Herpes zoster,

Cytomegalovirus, Hepatitis B).

Gelegentlich: Pneumocystis jirovecii-Pneumonie.

Selten: Sepsis.

Sehr selten: primäre atypische Pneumonie.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen

Häufig: Tumorlyse-Syndrom.

Gelegentlich: myelodysplastisches Syndrom, akute myeloide Leukämie.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Abfall des Hämoglobins, Leukopenie, (Lymphopenie, Neutropenie, WHO-Grad 1-4),

Thrombopenie (WHO-Grad 1-4)

Häufig: Hämorrhagie, Anämie.

Gelegentlich: Panzytopenie.

Selten: Knochenmarkversagen.

Sehr selten: Hämolyse, Verminderung CD4/CD8 Ratio.

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Überempfindlichkeit (wie allergische Dermatitis, Urtikaria).

Selten: anaphylaktische Reaktion, anaphylaktoide Reaktion.

Sehr selten: anaphylaktischer Schock.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie, Hypokaliämie.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Schlaflosigkeit.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Häufig: Schwindel.

Selten: Somnolenz, Aphonie.

Sehr selten: Störung des Geschmacksempfindens, Parästhesie, periphere sensorische Neuropathie,

anticholinergisches Syndrom, neurologische Störungen, Ataxie, Enzephalitis.

Herzerkrankungen

Häufig: Herzfunktionsstörung wie Palpitationen, Angina Pectoris, Arrhythmie.

Gelegentlich: Perikarderguss, Myokardinfarkt, Herzversagen.

Sehr selten: Tachykardie.

Häufigkeit nicht bekannt: Vorhofflimmern.

Gefässerkrankungen

Häufig: Hypotonie, Hypertonie.

Selten: akutes Kreislaufversagen.

Sehr selten: Phlebitis.

Störungen der Atmungsorgane, des Thorax und des Mediastinum

Häufig: Lungenfunktionsstörung.

Sehr selten: Lungenfibrose.

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Nausea, Erbrechen.

Häufig: Durchfall, Verstopfung, Stomatitis.

Sehr selten: hämorrhagische Ösophagitis, gastrointestinale Blutungen.

Affektionen der Leber und Gallenblase

Häufig: Anstieg von ASAT/ALAT, der alkalischen Phosphatase, des Bilirubins.

Häufigkeit nicht bekannt: Leberversagen.

Erkrankungen der Haut und der Unterhaut

Sehr häufig: Alopezie (WHO Grad 1, 2), Hauterkrankungen.

Häufig: Urtikaria, Alopezie (WHO Grad 3).

Selten: Erythem, Dermatitis, Pruritus, makulopapuläres Exanthem/Rash, Hyperhidrosis.

Häufigkeit nicht bekannt: Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, Drug Reaction

with Eosinophilia and Systemic Symptom (DRESS) in Kombination mit Rituximab.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr häufig: Anstieg des Kreatinins, Anstieg des Harnstoffs.

Häufigkeit nicht bekannt: Nierenversagen.

Erkrankungen des Reproduktionssystems und der Brustdrüsen

Häufig: Amenorrhö.

Sehr selten: Unfruchtbarkeit.

Allgemeine Störungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Schleimhautentzündung, Müdigkeit, Fieber.

Häufig: Schmerzen, Schüttelfrost, Dehydrierung, Appetitlosigkeit.

Sehr selten: Multiorganversagen, Nekrosen nach paravasaler Verabreichung.

Überdosierung

Symptome

Nach einmaliger Bolus-Applikation wurde die maximal tolerierbare Dosis (MTD) von

Bendamustinhydrochlorid mit 215 mg/m2 ermittelt. Die dosislimitierenden Symptome waren

Verwirrung, Lethargie, Schwindel, kardiale Dysfunktionen (einschliesslich Angina Pectoris,

Tachyarrhythmien, Palpitationen, Angstgefühle, Schweissausbrüche), Mundtrockenheit und

Geschmacksveränderungen.

Nach einmaliger Verabreichung einer 30 min Infusion an Patienten mit soliden Tumoren lag die

MTD bei 280 mg/m2. In diesem Fall traten kardiale Ereignisse vom CTC-Grad 2 auf, die wegen

ihrer klinischen Relevanz als dosislimitierend betrachtet wurden.

Nach mehrfacher Bolus-Verabreichung an Tag 1-4 wurde eine MTD von 85 mg/m2 ermittelt. Nach

mehrfacher Kurzzeitinfusion von 30 min am Tag 1+2 resultierte eine MTD von 180 mg/m2. In

beiden Studien war die Myelosuppression mit verzögerter Regeneration dosislimitierend. Die

Thrombopenie war stärker ausgeprägt als die Leukopenie.

Behandlung

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung. Als wirksame Gegenmassnahmen zur

Beherrschung hämatologischer Nebenwirkungen können Knochenmarktransplantationen und

Transfusionen (Thrombozyten, Erythrozytenkonzentrate) durchgeführt oder hämatologische

Wachstumsfaktoren gegeben werden. Bendamustinhydrochlorid und seine Metabolite sind in

geringem Masse dialysierbar.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01AA09

Bendamustinhydrochlorid ist eine alkylierende anti-neoplastische Substanz mit besonderem

Wirkmechanismus. Die anti-neoplastische und zelltoxische Wirkung von Bendamustinhydrochlorid

basiert im Wesentlichen auf einer Quervernetzung der DNA-Einzel- und Doppelstränge durch

Alkylierung. Hierdurch werden die Matrixfunktionen und die Synthese und Reparatur der DNA

gestört. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Bendamustinhydrochlorid zusätzliche

Antimetaboliten-Eigenschaften besitzt (purinanaloge Wirkung).

Die anti-neoplastische Wirkung von Bendamustinhydrochlorid wurde durch viele in vitro-Studien an

verschiedenen Tumor-Zell-Linien gezeigt (Mammakarzinom, nicht-kleinzelliges und kleinzelliges

Bronchialkarzinom, Ovarialkarzinom und verschiedene Leukämien) und in vivo an verschiedenen

experimentellen Tumormodellen mit Tumoren von Maus, Ratte und menschlichen Ursprungs

(Melanome, Mammakarzinom, Sarkome, Lymphome, Leukämien und kleinzelliges

Bronchialkarzinom).

Bendamustinhydrochlorid zeigt in menschlichen Tumor-Zell-Linien ein unterschiedliches

Aktivitätsprofil als dasjenige von anderen alkylierenden Substanzen. Die Substanz zeigt keine oder

nur sehr geringe Kreuzresistenz in menschlichen Tumor-Zell-Linien mit verschiedenen Substanz-

Resistenz-Mechanismen, zumindest teilweise durch eine länger anhaltende Interaktion mit der DNA.

Darüber hinaus konnte in klinischen Studien gezeigt werden, dass keine komplette Kreuzresistenz

zwischen Bendamustin und Anthrazyklinen, alkylierenden Substanzen oder Rituximab besteht.

Klinische Studie bei chronischer lymphatischer Leukämie

In einer prospektiven, multizentrischen, randomisierten, offenen Studie wurden

305 therapiebedürftige Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie im Stadium Binet B oder

C eingeschlossen. Die Primärtherapie mit Bendamustin 100 mg/m² i.v. an den Tagen 1 und 2

(Therapie B) wurde mit einer Behandlung mit Chlorambucil 0,8 mg/kg an den Tagen 1 und 15

(Therapie C) verglichen. Patienten unter dem Therapieschema B haben ein signifikant längeres

medianes progressionsfreies Überleben als Patienten unter dem Therapieschema C (22 versus

9 Monate, p<0,0001). Die mediane Dauer der Remission beträgt 19 Monate unter dem

Therapieschema B und 6 Monate unter dem Therapieschema C (p<0,0001). Die Analyse der

Sicherheitsdaten beider Behandlungsarme zeigte keine unerwarteten unerwünschten Wirkungen,

weder in Art noch in Häufigkeit.

Klinische Studien beim Non-Hodgkin-Lymphom in Kombination mit Rituximab

Die pivotale randomisierte Phase III Studie verglich die Erstlinientherapie mit 4-wöchentlichen

Zyklen Ribomustin 90 mg/m² i.v. an den Tagen 1 und 2 in Kombination mit 375 mg/m2 Rituximab

i.v. an Tag 1 (BR-Therapie) mit 3-wöchentlichen Zyklen Rituximab 375 mg/m2 i.v. an Tag 1 und

Standard-CHOP (750 mg/m2 Cyclophosphamid, 50 mg/m2 Doxorubicin, 1,4 mg/m2 Vincristin und

100 mg Prednison) bei insgesamt 549 Patienten mit einem fortgeschrittenen indolenten Non-

Hodgkin-Lymphom (NHL) oder Mantelzell-Lymphom. Es wurden bei 82% der BR Patienten und bei

86% der R-CHOP-Patienten die maximal 6 Zyklen verabreicht. Es wurde eine statistisch signifikante

und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionfreien Überlebens bei Beurteilung durch den

Investigator bei den BR-Patienten verglichen mit den R-CHOP-Patienten erreicht (Median

61,4 Monate vs 31,3 Monate, HR=0,607, p<0,0001). Mit Ausnahme der vergleichbaren

Marginalzonen-Lymphom-Resultate blieb dieser signifikante Unterschied des progressionfreien

Überlebens der beiden Therapien auch in den histologischen Subentitäten und Altersgruppen (<65

Jahre und ≥65 Jahre) erhalten. Die BR-Behandlung resultierte auch in signifikant höheren

kompletten Remissionsraten (43% vs 29%, p<0,0009). Bei Beurteilung durch das unabhängige

Review Komitee war das progressionsfreie Überleben nach WHO Kriterien 30,6 vs 23,3 Monate,

HR=0,735 (0,50, 1,08), p=0,0420 und nach IWG Kriterien 33,1 vs 28,2 Monate, HR=0,687 (0,45,

1,05), p=0,03.

Die Zwischenauswertung des unabhängigen Review Komitees einer weiteren randomisierten,

offenen Parallel-Gruppen Studie mit Bendamustinhydrochlorid und Rituximab (BR) verglichen mit

Rituximab, Cyclophosphamid, Vincristin und Prednison (R-CVP) oder Rituximab,

Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison (R-CHOP) in der Erstlinienbehandlung

von 336 Patienten mit fortgeschrittenem indolenten NHL oder Mantelzell-Lymphom zeigte ebenfalls

ein besseres Ansprechen zugunsten von BR (komplette Remissionen: 31% vs 25%;

Gesamtansprechen 96% vs 91%). Das Ansprechen in der indolenten NHL Population war gleich gut.

Myelosuppression (72% vs 43%), Alopezie (35% vs 3%) sowie periphere Neuropathien (25% vs

3%) waren häufiger unter R-CHOP/R-CVP-Behandlung, währenddem es im BR-Behandlungsarm zu

mehr Haut- und Hypersensibilitäts-Reaktionen kam (16% vs 8% und 10% vs 4%).

Klinische Studien beim indolenten Non-Hodgkin-Lymphom nach Behandlung mit Rituximab

In einer nicht kontrollierten, multizentrischen, offenen Studie wurden 100 Patienten mit indolentem

B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom, die auf eine Mono- oder Kombinationstherapie mit Rituximab nicht

angesprochen hatten, mit Bendamustinhydrochlorid als Monotherapie behandelt. Die Patienten

hatten median 3 vorhergehende Therapiezyklen mit Chemotherapie erhalten und hatten median

2 vorhergehende Zyklen mit einer Rituximab-enthaltenden Therapie erhalten. Die Patienten hatten

nicht auf die Vortherapie mit Rituximab angesprochen oder waren progredient innerhalb von

6 Monaten. Die Dosis von Bendamustinhydrochlorid betrug 120 mg/m2 i.v. an den Tagen 1 und 2

und war für mindestens 6 Therapiezyklen geplant. Bei Beurteilung durch ein unabhängiges Review

Komitee betrug die Gesamtansprechrate 75%, CR und CRu 17%, PR 58%. Die mediane

Remissionsdauer betrug 40 Wochen.

In einer weiteren nicht kontrollierten, multizentrischen, offenen Studie mit 76 Patienten wurden

Patienten mit indolentem oder transformiertem B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom untersucht. Die

Patienten hatten innerhalb von 6 Monaten nicht auf die Behandlung mit Rituximab Mono- oder

Kombinationstherapie angesprochen oder es traten bei früheren Behandlungen mit Rituximab

Nebenwirkungen auf. Die Patienten hatten median 3 vorhergehende Zyklen einer Chemotherapie

oder einer biologischen Therapie erhalten sowie median 2 Zyklen Rituximab. Die

Gesamtansprechrate betrug 76% bei einer medianen Ansprechdauer von 5 Monaten (29 Wochen

[95% CI 22,1, 43,1]).

In einer dritten nicht kontrollierten, multizentrischen, offenen Studie mit 69 Patienten wurden

Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem indolenten Non-Hodgkin-Lymphom oder

Mantelzelllymphom eingeschlossen, welche mit 1-7 Chemotherapien und/oder biologischen

Therapien vorbehandelt waren, wobei 25 Patienten auf Rituximab nicht angesprochen hatten. Die

Gesamtansprechrate aller Patienten betrug 91,3%, respektive 96,0% bei den Rituximab-refraktären

Fällen; das mittlere progressionsfreie Überleben wurde nach 12 Monaten Beobachtungszeit noch

nicht erreicht.

Pharmakokinetik

Distribution

Unter Steady-State-Bedingungen beträgt das Verteilungsvolumen 15,8-20,5 l. Die Substanz wird zu

>95% an Plasmaproteine gebunden (vorzugsweise Albumin).

Metabolismus

Bendamustinhydrochlorid wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Ein Hauptweg der

Ausscheidung von Bendamustinhydrochlorid ist die Hydrolyse zu Monohydroxy- und Dihydroxy-

bendamustin. Die Bildung von N-Desmethyl-bendamustin und eines oxidierten Metaboliten geht

über das Cytochrom P450 (CYP) 1A2 Isoenzym. Ein weiterer Hauptausscheidungsweg von

Bendamustin erfolgt über Konjugation mit Glutathion.

In in vitro-Untersuchungen hemmt Bendamustin CYP 1A4, CYP 2C9/10, CYP 2D6, CYP 2E1 und

CYP 3A4 nicht.

Elimination

Die terminale Eliminationshalbwertszeit t½β beträgt 28,2 Minuten. Die mittlere totale Clearance

wurde mit 639,4 ml/min errechnet.

Ungefähr 20% der verabreichten Dosis wurden im Urin innerhalb von 24 Stunden wiedergefunden,

die Hälfte davon als aktive Muttersubstanz.

Über die Galle werden hauptsächlich polare Metaboliten ausgeschieden (0,1% aktive

Muttersubstanz).

Die Kombinationstherapie von Bendamustinhydrochlorid 90 mg/m² oder 120 mg/m² i.v. an den

Tagen 1 und 2 mit 375 mg/m2 Rituximab i.v. an Tag 1 weist nicht auf eine Beeinflussung von

Rituximab auf die Pharmakokinetik von Bendamustin hin und unverändertes Bendamustin wurde

rasch eliminiert.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit 30-70% Tumorbefall/Metastasierung der Leber und normaler oder leicht bis

mässig verminderter Funktion der Leber (Serum Bilirubin <3,0 mg/dl) ist die Pharmakokinetik von

Bendamustin nicht verändert. Patienten mit Leberinsuffizienz nach Child-Pugh B/C wurden nicht

untersucht.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von >10 ml/min einschliesslich dialyseabhängiger

Patienten wurde in Bezug auf Cmax, tmax, AUC, t½β, Distributionsvolumen und Elimination keine

signifikante Differenz zu Patienten mit normaler Leber- und Nierenfunktion beobachtet.

Ältere Patienten

Personen bis zum Alter von 84 Jahren waren in pharmakokinetischen Studien eingeschlossen. Hohes

Alter beeinflusst die Pharmakokinetik von Bendamustin nicht.

Präklinische Daten

Unerwünschte Wirkungen, die nicht in klinischen, sondern in tierexperimentellen Studien, bei einer

Exposition ähnlich der humantherapeutischen Exposition, auftraten und als möglicherweise relevant

für die klinische Anwendung zu bewerten sind, waren folgende:

In histologischen Untersuchungen bei Hunden wurden makroskopisch sichtbare Mukosahyperämien

und Hämorrhagien im Darm gefunden. Mikroskopisch liessen sich starke Veränderungen des

lymphatischen Gewebes als Indikator einer Immunsuppression und tubuläre Veränderungen von

Niere und Testis, sowie atrophisch nekrotische Veränderungen des Prostataepithels nachweisen.

Tierstudien zeigen, dass Bendamustin embryotoxisch und teratogen ist.

Bendamustin induziert Chromosomenaberrationen und wirkt in vivo und in vitro mutagen. In

Langzeituntersuchungen an weiblichen Mäusen wirkt Bendamustin kanzerogen.

In einem in vitro-Versuch an HEK-Zellen wurde der Kaliumstrom durch stabil exprimierte hERG-

Kanäle mit 200 µM Bendamustin zu 65% gehemmt. Es gibt jedoch keine weiteren Hinweise aus

präklinischen Studien für ein kardiovaskuläres Risiko (QT-Verlängerungen).

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Ribomustin darf nicht mit anderen Substanzen (insbesondere nicht mit Glukose) in einer Infusion

vermischt werden. Das Lyophilisat darf nur mit Wasser für Injektionszwecke gelöst und mit

isotonischer Kochsalzlösung weiter verdünnt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Licht geschützt, unter 25 °C und für Kinder unerreichbar lagern.

Rekonstituiertes Konzentrat in der Durchstechflasche

Das Konzentrat soll nach der Rekonstitution sofort weiterverarbeitet werden.

Verdünnte Lösung zur Infusion

Die chemische und physikalische Stabilität der Zubereitung nach Zumischen zu der genannten

Infusionslösung (Wasser für Injektionszwecke und isotonische Kochsalzlösung) wurde für

3,5 Stunden bei 25 °C/60% relative Luftfeuchtigkeit und 2 Tage bei Lagerung im Kühlschrank (2–

8 °C) in Polyethylenbeuteln nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige

Zubereitung sofort verwendet werden.

Hinweise für die Handhabung

Hinweis betreffend Zytostatika: Bei der Zubereitung und Handhabung von Ribomustin sind die

Vorschriften für Zytostatika einzuhalten.

Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung wird der Inhalt einer Durchstechflasche Ribomustin in

Wasser für Injektionszwecke gelöst und mit isotonischer Kochsalzlösung verdünnt. Es ist unter

aseptischen Bedingungen zu arbeiten.

1. Rekonstitution

Inhalt der Durchstechflasche Ribomustin mit 25 mg Bendamustinhydrochlorid in 10 ml Wasser für

Injektionszwecke unter Schütteln auflösen.

Inhalt der Durchstechflasche Ribomustin mit 100 mg Bendamustinhydrochlorid in 40 ml Wasser für

Injektionszwecke unter Schütteln auflösen.

Die so erhaltene Lösung enthält 2,5 mg/ml Bendamustinhydrochlorid und ist eine klare, farblose

Lösung.

2. Verdünnung

Sobald eine klare Lösung (in der Regel nach 5-10 Minuten) vorliegt, wird die Ribomustin-

Gesamtdosis sofort mit 0,9%iger NaCl-Lösung bis zu einem Endvolumen von ca. 250-500 ml

verdünnt.

Ribomustin darf, ausser mit isotonischer Kochsalzlösung, nicht mit anderen Basisinfusionslösungen

oder anderen Injektionslösungen verdünnt werden.

3. Verabreichung

Ribomustin wird als i.v. Kurzzeitinfusion über 30-60 min verabreicht. Die Infusion ist unter Aufsicht

eines qualifizierten im Einsatz von Chemotherapien erfahrenen Arztes zu verabreichen.

Zulassungsnummer

58816 (Swissmedic).

Packungen

Durchstechflasche zu 25 mg: 1, 5, 10, 20 [A]

Durchstechflasche zu 100 mg: 1, 5 [A]

Zulassungsinhaberin

Mundipharma Medical Company, Hamilton/Bermuda, Zweigniederlassung Basel.

Stand der Information

Januar 2018.

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    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



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21-11-2018

Safety and efficacy of Monteban® G100 (narasin) for chickens for fattening

Safety and efficacy of Monteban® G100 (narasin) for chickens for fattening

Published on: Tue, 20 Nov 2018 The feed additive Monteban® G100, containing the active substance narasin, an ionophore anticoccidial, is intended to control coccidiosis in chickens for fattening at a dose of 60–70 mg/kg complete feed. Narasin is produced by fermentation. Limited data on the taxonomic identification of the production strain did not allow the proper identification of strain NRRL 8092 as Streptomyces aureofaciens. The FEEDAP Panel cannot conclude on the absence of genetic determinants for ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-11-2018

Vijf winnaars van energieneutrale sportprojecten kunnen aan de slag

Vijf winnaars van energieneutrale sportprojecten kunnen aan de slag

Op 20 november zijn de vijf winnaars van de Innovation Challenge Energieneutrale Sportaccommodaties, vanuit het programma Sportinnovator, bekendgemaakt. De innovatieve ideeën voor energiebesparing bij sportaccommodaties hebben groen licht gekregen. Ze ontvangen hiervoor steun van het ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport om innovatie in de sport te bevorderen. Onderstaande initiatieven krijgen 100.000 euro om het idee in de praktijk door te voeren.

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

13-11-2018

Alebrije Dist Wholesale Recalls Quesillo Queseria “La Milagrosa” and “Alebrije Cheese” Because of Possible Health Risk

Alebrije Dist Wholesale Recalls Quesillo Queseria “La Milagrosa” and “Alebrije Cheese” Because of Possible Health Risk

ALEBRIJE DIST WHOLESALE is collaborating with health officials due to a positive finding of Salmonella in a sample of Quesillo “Queseria La Milagrosa”. ALEBRIJE DIST WHOLESALE is voluntarily recalling the amount of 100 kilos of Quesillo “Queseria La Milagrosa”. While “Alebrije Cheese” has not been found positive for Salmonella, ALEBRIJE DIST WHOLESALE has decided to voluntarily recall the specific 498 “Alebrije Cheese” pieces that were imported during the same period out of an abundance of caution.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-11-2018

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. is voluntarily recalling one lot of Losartan Potassium Hydrochlorothiazide Tablets, USP 100mg/25mg to the consumer level. This product is being recalled due to the trace amount of an impurity, N-nitrosodiethylamine (NDEA) contained in the API Losartan, USP manufactured by Zhejiang Huahai Pharmaceutical Co. Ltd. Sandoz Inc. Losartan Potassium Hydrochlorothiazide product is manufactured by Lek Pharmaceuticals dd, Ljubljana, Slovenia. This impurity, which is a substance that occurs naturally in ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-11-2018

First Choice Vapor recalls Unflavoured 100 mg Nicotine Base E-Liquids

First Choice Vapor recalls Unflavoured 100 mg Nicotine Base E-Liquids

These vaping products do not meet requirements of the Consumer Chemicals and Containers Regulations, 2001 (CCCR, 2001) under the Canada Consumer Product Safety Act.

Health Canada

9-11-2018

Safety assessment of the substance Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials

Safety assessment of the substance Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials

Published on: Wed, 07 Nov 2018 00:00:00 +0100 The EFSA Panel on Food Contact Materials, Enzymes and Processing Aids (CEP Panel) assessed the safety of the additive Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials. It is a family of mixtures combining the four lanthanides lanthanum (La), europium (Eu), gadolinium (Gd) and/or terbium (Tb) in different proportions as their 1,4‐benzene dicarboxylate complexes, used as a taggant in plastics for authentication and ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

6-11-2018

Levamisol 100 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

Levamisol 100 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

● Die Neuzulassung erfolgte am 06.11.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

31-10-2018

Efficacy of Bergazym® P100 (endo‐1,4‐β‐xylanase) as a feed additive for chickens for fattening and weaned piglets

Efficacy of Bergazym® P100 (endo‐1,4‐β‐xylanase) as a feed additive for chickens for fattening and weaned piglets

Published on: Tue, 30 Oct 2018 00:00:00 +0100 The product Bergazym® P100 contains a xylanase which is produced by a non‐genetically modified strain of Trichoderma reesei. The additive is available in a coated granular form and it is intended to be used as a zootechnical additive (functional group: digestibility enhancers) for chickens for fattening, and weaned piglets at the dose of 1,500 EPU/kg feed. The production strain and the additive were fully characterised in a previous assessment of the Panel o...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

24-10-2018

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Published on: Tue, 23 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed (FEEDAP) was asked to deliver a scientific opinion on the safety and efficacy of HOSTAZYM® X as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets. The additive HOSTAZYM® X contains endo‐1,4‐beta‐xylanase and is available in liquid and solid formulations. This product is authorised as a feed additive for chickens for fattening, tu...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-10-2018

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Published on: Fri, 19 Oct 2018 00:00:00 +0200 EFSA was requested to deliver a scientific opinion on the implications for human health of the flavouring substance 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide [FL‐no: 16.133], in the Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411), according to Regulation (EC) No 1331/2008 of the European Parliament and of the Council. The substance has not been reported to occur in natural source materials of botanical or animal origin. It is intende...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

28-9-2018

Endo Pharmaceuticals Issues Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Robaxin® 750mg Tablets 100 Count Bottle Packs Due to Incorrect Daily Dosing Information on Label

Endo Pharmaceuticals Issues Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Robaxin® 750mg Tablets 100 Count Bottle Packs Due to Incorrect Daily Dosing Information on Label

Endo International plc (NASDAQ: ENDP) today announced that one of its operating companies, Endo Pharmaceuticals Inc., is voluntarily recalling two lots of Robaxin® (methocarbamol tablets, USP) 750mg Tablets 100 Count Bottle pack to the consumer level. The products have been found to have incorrect daily dosing information on the label due to a labeling error which misstates the daily dose as "two to four tablets four times daily" rather than the correct dosage of "two tablets three times daily." (see pic...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

20-9-2018

Vacant position at IMA's Quality Assessment Team

Vacant position at IMA's Quality Assessment Team

The Agency advertises vacancy for expert in Quality Assessment Team in Assessment Division. The Agency is looking for strong candidate who are willing to work on challenging and interesting tasks. The vacancy is a full position (100%).

IMA - Icelandic Medicines Agency

12-9-2018

Kabinet investeert in eerste 1000 dagen kind

Kabinet investeert in eerste 1000 dagen kind

Van kinderwens tot 2-jarige peuter: de ontwikkeling die we in de eerste 1000 dagen als kind meemaken is cruciaal voor zowel een gezonde groei als de ontplooiing en kansen op latere leeftijd. Verreweg de meeste kinderen in Nederland groeien veilig en gezond op. Toch heeft ongeveer 14% van de kinderen in Nederland een ‘valse’ start door vroeggeboorte, een te laag geboortegewicht of een combinatie van beide. Minister Hugo de Jonge (VWS), gemeenten, partijen uit de geboortezorg en de jeugdgezondheidszorg (JG...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

7-9-2018

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

, SCA Pharmaceuticals LLC (“SCA Pharma”) is voluntarily recalling 7 lots of the injectable product Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride 100 mg bag to the consumer level. This product is being recalled for visible particulate matter believed to be furosemide precipitate.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

7-9-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/304100/2018 vom 30.05.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit der Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/304100/2018 vom 30.05.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit der Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für die Wirkstoffkombination Adapalen/Benzoylperoxid infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

1-9-2018

Spodoptera frugiperda partial risk assessment

Spodoptera frugiperda partial risk assessment

Published on: Fri, 31 Aug 2018 00:00:00 +0200 EFSA was asked for a partial risk assessment of Spodoptera frugiperda for the territory of the EU focussing on the main pathways for entry, factors affecting establishment, risk reduction options and pest management. As a polyphagous pest, five commodity pathways were examined in detail. Aggregating across these and other pathways, we estimate that tens of thousands to over a million individual larvae could enter the EU annually on host commodities. Instigat...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

19-11-2018

Leponex® 25 mg/- 100 mg Tabletten

Rote - Liste

14-11-2018

DuoPlavin® 75 mg/100 mg Filmtabletten

Rote - Liste

13-11-2018

CEPROTIN 1000 I.E.

Rote - Liste

8-11-2018

Palladon® injekt 2 mg/10 mg/100 mg

Rote - Liste

6-11-2018

Symkevi® 100 mg/150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

31-10-2018

Zodin® Omega-3 1000 mg Weichkapseln

Rote - Liste

30-10-2018

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Active substance: Glycine, L-alanine, L-arginine, L-aspartic acid, L-cysteine, L-cystine, L-glutamic acid, L-histidine, L-lysine monohydrate, L-methionine, L-phenylalanine, L-proline, L-serine, L-threonine, L-tryptophan, L-tyrosine, taurine) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7277 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/18

Europe -DG Health and Food Safety

25-10-2018

Vancomycin Lyomark 1000 mg Pulver

Rote - Liste

24-10-2018

Nebido® 1000 mg Injektionslösung

Rote - Liste

22-10-2018

BeneFIX® 250/500/1000/2000/3000 I.E.

Rote - Liste

8-10-2018

ISENTRESS 100 mg/- 25 mg Kautabletten

Rote - Liste

2-10-2018

NexoBrid (MediWound Germany GmbH)

NexoBrid (MediWound Germany GmbH)

NexoBrid (Active substance: Concentrate of proteolytic enzymes enriched in bromelain) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)6460 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/10028/201712

Europe -DG Health and Food Safety

1-10-2018

Tremfya® 100 mg Injektionslösung

Rote - Liste

19-9-2018

Kadcyla (Roche Registration GmbH)

Kadcyla (Roche Registration GmbH)

Kadcyla (Active substance: Trastuzumab emtansine) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)6100 of Wed, 19 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2389/R/39

Europe -DG Health and Food Safety

11-9-2018

Sobelin® 100 mg Vaginalzäpfchen

Rote - Liste

7-9-2018

Dexdor 100 Mikrogramm/ml

Rote - Liste

7-9-2018

CRESEMBA 100 mg Hartkapseln

Rote - Liste

6-9-2018

Atenativ 500/1000 I.E.

Rote - Liste

1-9-2018

SIRTURO® 100 mg Tabletten

Rote - Liste