Rhinitin retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Rhinitin retard Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • diphenhydramini hydrochloridum 50 mg, coffeinum 50 mg, color.: E 127, E 132, excipiens pro capsula.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Rhinitin retard Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • allergischer Schnupfen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 44726
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-08-1984
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Rhinitin® retard Kapseln

LAVES-ARZNEIMITTEL

Was ist Rhinitin retard und wann wird es angewendet?

Zur symptomatischen Behandlung von allergischem Schnupfen (allergische Rhinitis).

Wann darf Rhinitin retard nicht eingenommen werden?

In folgenden Situationen dürfen Sie Rhinitin retard nicht einnehmen:

Bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber den Wirkstoffen oder Hilfsstoffen gemäss

Zusammensetzung;

bei akutem Asthma bronchiale;

bei grünem Star (Engwinkelglaukom);

bei bestimmter Erkrankung des Nebennierenmarks (Phäochromocytom);

bei Prostatavergrösserung mit Restharnbildung;

bei Epilepsie;

bei Kalium- oder Magnesiummangel;

bei zu langsamem Puls;

bei schweren Herz- und Kreislauferkrankungen (angeborenem langem QT-Syndrom oder koronarer

Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien);

bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die Ihren Herzrhythmus verändern (z.B.

Antiarrhythmika Klasse IA oder III, bestimmte Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika,

Neuroleptika);

bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen ([aus der Gruppe

der Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer]);

bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol;

während Schwangerschaft und Stillzeit;

Kinder unter 12 Jahren.

Wann ist bei der Einnahme von Rhinitin retard Vorsicht geboten?

In folgenden Situationen dürfen Sie Rhinitin retard nur nach ärztlicher Absprache einnehmen:

Bei Herzrhythmusstörungen, wie Sinustachykardien/Extrasystolen (Gefahr der Verstärkung durch

Coffein);

bei Schilddrüsenüberfunktion (Gefahr der Verstärkung der Coffein-Nebenwirkungen);

bei eingeschränkter Leberfunktion;

bei eingeschränkter Nierenfunktion;

bei bestimmten Erkrankungen der Lunge (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Asthma

bronchiale);

bei Verengung des Mageneingangs oder Magenausgangs;

bei Angstsyndromen (Gefahr der Verstärkung);

bei älteren Patienten;

bei geschwächten Patienten.

Bei Einnahme von Rhinitin retard mit anderen Arzneimitteln

Während der Einnahme von Rhinitin retard dürfen Sie nicht gleichzeitig:

Alkohol zu sich nehmen;

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (aus der Gruppe der MAO-Hemmer) einnehmen;

bestimmte Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzrhythmus verändern können (z.B.

Antiarrhythmika Klasse IA oder III, bestimmte Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika,

Neuroleptika).

Da sich die Wirkungen gegenseitig beeinflussen können, informieren Sie Ihren Arzt darüber, wenn

Sie folgende andere Arzneimittel einnehmen:

Zentral dämpfende Arzneimittel (wie Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Arzneimittel gegen Angst-

und Spannungszustände, gegen Depressionen, gegen Epilepsie, starke Schmerztabletten

(opioidhaltige Analgetika) oder Narkosemittel z.B. Arzneimittel aus der Gruppe der Barbiturate,

Benzodiazepine);

bestimmte Arzneimittel gegen Allergien oder gegen Erkrankungen am Magen (Antihistaminika);

Sympathomimetika;

bestimmte Arzneimittel gegen Schilddrüsenerkrankungen (Thyroxin);

Arzneimittel zur Verhütung (Orale Kontrazeptiva);

bestimmte Antibiotika (Gyrasehemmer vom Chinoloncarbonsäure-Typ);

das Alkoholentwöhnungsmittel Disulfiram oder Ephedrin.

Rhinitin retard kann auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit

verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt wird. Sie dürfen daher keine Fahrzeuge führen oder gefährliche Maschinen

bedienen.

Auch am Folgetag kann sich ein beeinträchtigtes Reaktionsvermögen bzw. eine verminderte

Konzentrationsfähigkeit noch nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit

Maschinen auswirken. Dies gilt in besonderem Masse nach unzureichendem Schlaf bzw. im

Zusammenwirken mit Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Rhinitin retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie Rhinitin retard nicht einnehmen.

Wenn Sie während der Behandlung mit Rhinitin retard schwanger werden möchten oder glauben,

schwanger zu sein, sollten Sie das Präparat absetzen.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um

Rat fragen.

Wie verwenden Sie Rhinitin retard?

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: morgens und abends je 1 Kapsel.

Art und Dauer der Anwendung

Die Kapsel soll unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1/2 Glas Wasser) eingenommen und

rasch hinuntergeschluckt werden.

Nehmen Sie Rhinitin retard ohne ärztliche Absprache nicht länger als 2 Wochen ein.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (unter 12 Jahren)

Die Anwendung von Rhinitin retard bei Kindern wird nicht empfohlen, da keine Studien zu

Wirksamkeit und Verträglichkeit vorliegen.

Wenn Sie versehentlich mehr Kapseln eingenommen haben, als Sie sollten, verständigen Sie sofort

einen Arzt/Notarzt. Dieser wird über das weitere Vorgehen entscheiden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Rhinitin retard haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Rhinitin retard auftreten, die unter

Umständen einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der

folgenden Erscheinungen auftreten und nehmen Sie Rhinitin retard nicht weiter ein.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10.

häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100.

gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000.

selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000.

sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000.

Als unerwünschte Wirkungen dieses Arzneimittels sind solche nicht auszuschliessen, die bei den

einzelnen wirksamen Bestandteilen Diphenhydramin und Coffein bekannt geworden sind.

Nervensystem

Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin

Häufig: Schläfrigkeit, Benommenheit und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, sowie

Schwindel und Muskelschwäche.

Selten: Ruhelosigkeit, Nervosität, Erregung, Angstzustände, Zittern, Schlafstörungen.

Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Coffein

Häufig: Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, beschleunigter Herzschlag.

Verdauungstrakt

Beobachtete Nebenwirkungen für beide Einzelwirkstoffe Diphenhydramin und Coffein

Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin

Häufig: Mundtrockenheit, Verstopfung, Sodbrennen (gastroösophagealer Reflux), oder

Veränderungen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen.

Sehr selten: gelbliche Verfärbung der Haut und Augen infolge einer Störung des Galleflusses

(cholestatischer Ikterus).

Herzkreislaufsystem

Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin

Gelegentlich: Veränderung des Herzrhythmus (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG).

Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Coffein:

Selten: Rhythmusstörungen können verstärkt werden.

Immunsystem

Beobachtete Nebenwirkungen für beide Einzelwirkstoffe Diphenhydramin und Coffein

Selten: allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen).

Folgende Nebenwirkungen wurden nur für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin beobachtet

Haut

Selten: erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut.

Blut

Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes.

Augen

Häufig: Sehstörungen.

Sehr selten: Erhöhung des Augeninnendruckes.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Wie alle Arzneimittel sollte auch Rhinitin retard für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Rhinitin retard enthalten?

1 Kapsel Rhinitin retard enthält die Wirkstoffe: 50 mg Diphenhydramin HCl und 50 mg Coffein.

Die Hilfsstoffe Color.: Erythrosin (E 127), Indigocarmin, Indigotin (E 132); sowie weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

44726 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Rhinitin retard? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen à 12 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Laves-Arzneimittel GmbH, 6247 Schötz.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2008 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

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