Reniten submite

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Reniten submite Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • enalaprili maleas 5 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Reniten submite Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • ACE-Hemmer

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 46038
  • Berechtigungsdatum:
  • 20-06-1984
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Reniten®/Reniten® mite/Reniten® submite

MSD Merck Sharp & Dohme AG

Was ist Reniten und wann wird es angewendet?

Reniten ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sog. ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-

Enzym-Hemmer) und dient zur Behandlung des hohen Blutdruckes und der Herzinsuffizienz

(Herzmuskelschwäche, ungenügende Herzleistung) und zur Vorbeugung einer Herzinsuffizienz bei

Patienten, die ein geschwächtes Herz haben. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung von

körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sind. Dadurch kann der

Blutdruck gesenkt und die Leistung des Herzens verbessert werden.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat Ihnen Reniten verschrieben, um Ihren hohen Blutdruck oder Ihre

Herzinsuffizienz zu behandeln. Das Arzneimittel kann Ihnen auch vom Arzt oder der Ärztin

verordnet werden, um der Entwicklung einer symptomatischen Herzinsuffizienz vorzubeugen.

Reniten darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Reniten nicht eingenommen/angewendet werden?

Nehmen Sie Reniten nicht ein,

·wenn Sie auf irgendeinen der Inhaltsstoffe überempfindlich (allergisch) reagieren;

·wenn Sie früher mit einem anderen ACE-Hemmer behandelt worden sind und allergische

Reaktionen mit Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge und/oder im Rachen (Schluck- oder

Atembeschwerden) gehabt haben. Sie sollten Reniten nicht einnehmen, wenn Sie diese Art von

Reaktionen ohne bekannte Ursache gehabt haben oder wenn bei Ihnen eine erblich bedingte oder

ohne erkennbare Ursache entstandene allergische Reaktion obiger Art festgestellt wurde;

·während der letzten 6 Monate der Schwangerschaft (siehe Kapitel «Darf Reniten während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

·wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und das Arzneimittel Aliskiren

(Rasilez®) zur Senkung des Blutdrucks einnehmen.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Reniten einnehmen dürfen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Reniten Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin über alle medizinischen Probleme, die Sie haben oder

früher gehabt haben, insbesondere über Allergien.

Sagen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie ein Herzproblem haben, sich einem

Blutreinigungsverfahren (Dialyse) unterziehen oder mit harntreibenden Mitteln (Diuretika) behandelt

werden oder wenn Sie kürzlich an übermässigem Erbrechen oder Durchfall gelitten haben. Teilen Sie

ihm oder ihr auch mit, wenn Sie eine salzarme Diät befolgen, Kaliumzusätze, kaliumsparende Mittel

oder Kalium enthaltende Diätsalze einnehmen, oder wenn Sie Diabetes oder Nierenprobleme haben,

da dies zu erhöhten Kaliumkonzentrationen im Blut führen kann, die ernsthaft sein können. In diesen

Fällen kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine Anpassung der Dosierung für notwendig erachten oder

Ihre Kaliumwerte im Blut überprüfen. Falls Sie Diabetes haben und orale Antidiabetika

(Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) oder Insulin einnehmen, dann sollten Sie Ihr

Blut auf tiefe Blutzuckerwerte hin überwachen, insbesondere während der ersten Monate der

Behandlung mit Reniten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie jemals eine allergische Reaktion mit

Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, Zunge und/oder im Rachen (mit Schluck- oder

Atembeschwerden) gehabt haben.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an tiefem Blutdruck leiden (Sie können dies

als Schwäche oder Schwindel besonders beim Stehen bemerken).

Vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) sollten Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt bzw.

Ihre Ärztin oder Zahnärztin über die Einnahme von Reniten informieren, da während der Narkose ein

plötzlicher Abfall des Blutdrucks auftreten kann.

Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sein könnten (oder werden könnten), müssen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin informieren. Es wird nicht empfohlen, Reniten während der frühen

Schwangerschaft einzunehmen, da Reniten das Baby nach dem 3. Schwangerschaftsmonat

schwerwiegend schädigen kann (siehe Kapitel «Darf Reniten während einer Schwangerschaft oder in

der Stillzeit eingenommen werden?»)

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie gegen Bienen- oder Wespenstiche unterziehen

wollen, informieren Sie vorher Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, da Ihre Therapie mit Reniten geändert

werden muss. Selten kann es nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Im Allgemeinen kann Reniten mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Es ist aber wichtig,

Ihren Arzt oder Ihre Ärztin über andere Arzneimittel zu informieren, die Sie einnehmen, auch über

solche, die Sie ohne Rezept erhalten, da einige Arzneimittel sich einander in der Wirkung

beeinflussen können. Um die korrekte Dosis von Reniten zu verordnen, ist es für Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin besonders wichtig zu erfahren, ob Sie andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung,

harntreibende Mittel (Diuretika), kaliumhaltige Mittel (einschliesslich Diätsalze), Arzneimittel zur

Behandlung von Diabetes (einschliesslich oraler Antidiabetika und Insulin), Lithium (ein

Arzneimittel zur Behandlung einer bestimmten Art von Depression) oder gewisse Arzneimittel gegen

Schmerzen und Rheuma einnehmen, einschliesslich Behandlungen mit Arzneimitteln die Gold

enthalten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie einen mTOR-Hemmer (z.B.

Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus) oder Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ

2 (z.B. Saxagliptin, Sitagliptin, Vildagliptin) einnehmen, da die gleichzeitige Verabreichung das

Risiko für eine allergische Reaktion, ein sogenanntes Angioödem, erhöhen könnte.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Reniten bei Kindern und Jugendlichen wurde untersucht. (Siehe

auch «Wie verwenden Sie Reniten?»).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Reniten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sein könnten (oder werden könnten), müssen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin informieren. Normalerweise wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin empfehlen,

anstelle von Reniten ein anderes Arzneimittel einzunehmen, da Reniten während der frühen

Schwangerschaft nicht empfohlen wird und Ihr Baby schwerwiegend geschädigt werden kann, wenn

Reniten nach dem 3. Schwangerschaftsmonat eingenommen wird.

Normalerweise muss Reniten vor dem Beginn einer Schwangerschaft durch ein anderes geeignetes

blutdrucksenkendes Arzneimittel ersetzt werden. Reniten sollte nicht während dem zweiten und

dritten Trimester der Schwangerschaft eingenommen werden.

Normalerweise wird Ihr Arzt Ihnen, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, empfehlen, Reniten

abzusetzen.

Wenn Sie während der Therapie mit Reniten schwanger werden, informieren und sehen Sie Ihren

Arzt bitte unverzüglich.

Reniten wird in sehr kleinen Mengen in der menschlichen Milch ausgeschieden. Konsultieren Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie stillen oder wenn Sie beabsichtigen, zu stillen.

Wie verwenden Sie Reniten?

Reniten kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Reniten wird mit einem

Glas Wasser eingenommen. Die Dosierung wird vom Arzt oder der Ärztin festgelegt.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird abhängig von Ihrem Zustand und Ihrer Begleitmedikation mit anderen

Arzneimitteln die für Sie geeignete Dosis von Reniten bestimmen.

Nehmen Sie Reniten jeden Tag genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin ein. Es ist sehr

wichtig, mit der Einnahme des Arzneimittels so lange fortzufahren, wie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es

Ihnen verschrieben hat.

Bei hohem Blutdruck

Die übliche empfohlene Anfangsdosis beträgt bei den meisten Patientinnen und Patienten 10 bis

20 mg (1 Tablette Reniten mite oder Reniten) einmal täglich. Einige Patientinnen und Patienten

können eine niedrigere Anfangsdosis benötigen.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt eine Tablette zu 20 mg Reniten einmal täglich.

Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ab ca. 6 Jahren liegen begrenzte Daten vor. Die

entsprechende Dosierung wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin festlegen.

Bei Herzinsuffizienz

Die übliche empfohlene Anfangsdosis beträgt 2.5 mg (½ Tablette Reniten submite) einmal täglich.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird diese Dosis schrittweise erhöhen, bis die richtige Dosis für Sie

gefunden worden ist.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt eine Tablette zu 20 mg Reniten einmal täglich oder 2 Tabletten

Reniten mite aufgeteilt in 2 Gaben pro Tag.

Achten Sie besonders darauf, wenn Sie die erste Dosis einnehmen oder wenn Ihre Dosis erhöht wird.

Falls Sie Benommenheit oder Schwindel verspüren, verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin.

Die Behandlung der Herzinsuffizienz sollte nur unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Die

Dosierung wird vom Arzt oder der Ärztin festgelegt und dient zur Ergänzung einer bereits laufenden

Behandlung (meist Digitalis und/oder Diuretikum).

Es ist wichtig, dass Sie während der Einnahme von Reniten die Kontrolluntersuchungen bei Ihrem

Arzt oder Ihrer Ärztin regelmässig einhalten, damit er bzw. sie die Therapie individuell Ihren

Beschwerden anpassen kann.

Sollten Sie jedoch einmal die Einnahme vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein, sondern

fahren Sie am folgenden Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Bei einer Überdosierung sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Kontakt aufnehmen,

sodass eine allfällige medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann. Das wahrscheinlichste

Symptom einer Überdosierung wäre ein Gefühl von Benommenheit oder Schwindel infolge eines

plötzlichen, übermässigen Blutdruckabfalls.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Reniten haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Reniten auftreten: die häufigsten

Nebenwirkungen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwäche. Andere weniger häufig

auftretende Nebenwirkungen sind Benommenheit infolge Blutdruckabfall, kurzdauernder

Bewusstseinsverlust (Ohnmacht), Übelkeit, Durchfall, Muskelkrämpfe, Hautausschlag, Husten,

Nierenfunktionsstörungen, verminderte Harnausscheidung, Schwindelgefühl oder Benommenheit

beim raschen Aufstehen infolge Blutdruckabfall, Herzklopfen, Brustschmerz.

Selten können auch andere als die oben aufgeführten Nebenwirkungen auftreten; einige davon

können schwerwiegend sein. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin nach weiteren Informationen über Nebenwirkungen, die über eine vollständige Liste der

unerwünschten Wirkungen verfügen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin sofort, wenn Sie

solche oder andere ungewöhnliche Symptome beobachten.

Unterbrechen Sie die Einnahme von Reniten in irgendeinem der folgenden Fälle und kontaktieren

Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge

und/oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) entwickeln; Schwellungen an Händen,

Füssen oder Fussknöcheln erleiden; Nesselausschlag entwickeln.

Sie sollten wissen, dass schwarze Patienten und Patientinnen einem erhöhten Risiko für diese Art

von Reaktionen gegenüber ACE-Hemmern ausgesetzt sind.

Die Anfangsdosis kann einen grösseren Blutdruckabfall bewirken, als anschliessend bei fortgesetzter

Behandlung. Sie können dies als Schwäche oder Schwindel bemerken und es kann hilfreich sein,

sich hinzulegen. Wenn Sie beunruhigt sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin um Rat.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Tabletten Reniten sollten in der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C)

und an einem für Kinder unerreichbaren Ort aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Reniten enthalten?

Reniten enthält als Wirkstoff Enalapril Maleat sowie Hilfsstoffe und ist erhältlich als teilbare

Tablette zu 5 mg, 10 mg und 20 mg.

Zulassungsnummer

46038 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Reniten? Welche Packungen sind erhältlich?

Reniten erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Reniten: Tabletten mit Bruchrille zu 20 mg in Kalenderpackungen mit 28 und 98 Tabletten.Tabletten

bezeichnet mit «MSD 714».

Reniten mite: Tabletten mit Bruchrille zu 10 mg in Kalenderpackungen

mit 28 und 98 Tabletten. Tabletten bezeichnet mit «MSD 713».

Reniten submite:Tabletten mit Bruchrille zu 5 mg in Packung mit 30 Tabletten. Tabletten bezeichnet

mit «MSD 712».

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

WPPI-RNT-MF-092015/MK0421-CHE-2016-012878