Renagel

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Renagel filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • sevelameri hydrochloridum 800 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Renagel filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Behandlung von hyperphosphatämie bei erwachsenen patienten in der hämodialyse oder peritonealdialyse

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56297
  • Berechtigungsdatum:
  • 10-02-2004
  • Letzte Änderung:
  • 13-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Renagel®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist Renagel und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Renagel wird zur Behandlung von erhöhten Phosphatwerten im Blut bei Hämodialyse- oder

Peritonealdialysepatienten eingesetzt.

Renagel enthält den Wirkstoff Sevelamerhydrochlorid, welcher im Verdauungstrakt Phosphat aus der

Nahrung bindet. Dadurch werden die Phosphatwerte im Blut von erwachsenen Dialysepatienten

gesenkt.

Wann darf Renagel nicht angewendet werden?

Renagel darf nicht eingenommen werden,

·wenn Ihr Blutphosphatspiegel niedrig ist.

·wenn Sie an Darmverschluss leiden.

·wenn Sie gegenüber Sevelamerhydrochlorid oder einem der sonstigen Bestandteile des

Arzneimittels überempfindlich (allergisch) sind.

Wann ist bei der Einnahme von Renagel Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Schwierigkeiten beim Schlucken oder Magen-

Darm-Probleme (inkl. Verstopfung) oder eine Divertikulose haben oder sich einer Operation des

Magens oder Darmbereiches unterziehen müssen.

Aufgrund Ihrer Erkrankung und Therapie kann eine zusätzliche Gabe von Calcium, Vitamin A, D, E,

K oder Folsäure notwendig sein. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Sie zusätzlich

Calcium und/oder Vitaminpräparate einnehmen müssen.

Bei bestimmten Patienten, die Levothyroxin (ein Schilddrüsenhormon) und Renagel einnehmen,

können in sehr seltenen Fällen erhöhte Spiegel des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH, eine

Substanz in Ihrem Blut, die die Schilddrüse anregt, ein Schilddrüsenhormon zu produzieren, das zur

Kontrolle des Stoffwechsels Ihres Körpers beiträgt) beobachtet werden. Ihr Arzt kann daher den

TSH-Spiegel in Ihrem Blut engmaschiger überwachen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn

·Sie an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder,

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

In einer Studie am Menschen wurde eine Interaktion zwischen Renagel und Ciprofloxacin

(Antibiotika) beobachtet. Diese 2 Substanzen sollten daher nicht gleichzeitig genommen werden. In

einem solchen Fall wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ärztin.

Wenn Sie Medikamente zur Verminderung der Magensäureproduktion einnehmen, wenden Sie sich

vor der Einnahme von Renagel an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Darf Renagel während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Es liegen noch keine Erfahrungen der Anwendung bei schwangeren Frauen vor. Wenn Sie

schwanger sind oder wenn Sie stillen, sollten Sie Renagel nicht einnehmen, ausser wenn Ihnen der

Arzt bzw. die Ärztin dies ausdrücklich verschrieben hat. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin, wenn Sie schwanger werden möchten.

Wie verwenden Sie Renagel?

Nehmen Sie Renagel entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein. Die

empfohlene Dosis beträgt zu Beginn der Therapie 3 mal täglich 1-2 Tabletten à 800 mg zu den

Mahlzeiten.

In bestimmten Fällen, in denen Renagel gleichzeitig mit einem anderen Arzneimittel eingenommen

werden muss, wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möglicherweise raten, das andere Arzneimittel

entweder eine Stunde vor oder drei Stunden nach Renagel einzunehmen, oder er bzw. sie wird eine

Überwachung der Blutwerte für das andere Arzneimittel in Erwägung ziehen.

Ihr Arzt wird Ihren Phosphatspiegel im Blut in regelmässigen Abständen überprüfen, um die richtige

Renagel-Dosis (1 bis 5 Tabletten pro Mahlzeit) zu bestimmen.

Bei der Umstellung von einem anderen Phosphatbinder auf Renagel kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

die engmaschigere Überwachung des Bicarbonat-Spiegels in Ihrem Blut in Erwägung ziehen.

Verändern Sie nicht Ihre übliche Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr.

Die Filmtabletten müssen ganz geschluckt werden und dürfen nicht zerkaut werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie eine grössere Menge von Renagel eingenommen haben, als verschrieben, sollten Sie sich

umgehend mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung setzen.

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, überspringen Sie diese Dosis und nehmen die

nächste Dosis wie gewohnt mit einer Mahlzeit ein.

Welche Nebenwirkungen kann Renagel haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Renagel auftreten:

Sehr häufig (≥10%): Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Bluthochdruck, Schmerzen, Juckreiz,

Übelkeit, Erbrechen.

Häufig (1-10%): Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Blähungen,

Ausschlag, Halsschmerzen.

Sehr selten (<0,01%): Darmverschluss.

Gewisse dieser Symptome können auch aufgrund von chronischem Nierenversagen auftreten.

Bei der klinischen Anwendung von Renagel wurden Fälle von Jucken, Hautausschlag,

Bauchschmerzen, Darmverschluss, Ileus/Subileus, Entzündung von abnormen Ausstülpungen

(Divertikel genannt) im Dickdarm und Perforation der Darmwand berichtet.

Da Verstopfung ein Zeichen sein kann, welches in sehr seltenen Fällen einem Darmverschluss

vorausgeht, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren und den Behälter fest verschlossen

halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP.» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Renagel enthalten?

1 Filmtablette enthält 800 mg Sevelamerhydrochlorid als Wirkstoff sowie Hilfstoffe zur Herstellung

der Filmtabletten.

Jede Tablette enthält folgende Hilfstoffe: hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure, Hypromellose,

Glycerolmonodiacetatmonoalkanoat [C(X) – C(Y)], Eisen(II,III)-oxid (E172) und Propylenglykol.

Zulassungsnummer

56297 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Renagel? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.