Redoxon orange 1g

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Redoxon orange 1g Brausetabletten
  • Darreichungsform:
  • Brausetabletten
  • Zusammensetzung:
  • Säure ascorbicum 1 g, sind, aspartamum, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Redoxon orange 1g Brausetabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Vitamin C Präparat

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56354
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-09-2005
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Redoxon®

Bayer (Schweiz) AG

Was ist Redoxon und wann wird es angewendet?

Redoxon enthält als Wirkstoff reines Vitamin C (Ascorbinsäure). Vitamin C greift über verschiedene

Mechanismen in eine Vielzahl lebenswichtiger Stoffwechselvorgänge ein.

Es wird zur Behandlung und Vorbeugung von Vitamin-C-Mangelzuständen wie Skorbut und dessen

Vorstufen angewandt. Bei folgenden Erkrankungen kann der Vitamin-C-Bedarf erhöht und/oder eine

ergänzende Gabe erforderlich sein:

·Zahnfleischbluten bei Vitamin-C-Mangel;

·Wundheilung, zum Beispiel nach Zahnextraktion;

·Operationen;

·Infektionskrankheiten;

·Erkältungskrankheiten;

·Resorptionsstörungen nach operativer Entfernung des Magens (Gastrektomie) oder nach

Erkrankungen im Magen/Darm;

·Raucher;

·Schwangerschaft und Stillzeit;

·Behandlung mit Antibiotika;

·bei Blutwäsche (Hämodialyse).

Was sollte dazu beachtet werden?

Da Vitamin C vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann, muss es mit der Nahrung

aufgenommen werden. Reich an Vitamin C sind Gemüse und Früchte, insbesondere Zitrusfrüchte

wie Orangen, Zitronen und Grapefruits. Grössere Mengen Vitamin C finden sich auch in Leber und

Niere, nicht jedoch in Fleisch, Getreide und Milchprodukten. Kochen, Wässern, Warmhalten und

Lagern (auch Tiefkühlen) kann den Vitamin-C-Gehalt stark reduzieren. Diabetiker, welche die

Zuckerbestimmung im Urin selbst vornehmen, sollten einige Tage vor dem Test kein Redoxon zu

sich nehmen, weil Vitamin C das Testresultat beeinflusst.

Kautabletten sind zahnschonend und auch für Diabetikerinnen und Diabetiker geeignet, da sie keinen

Zucker enthalten (1 Kautablette: 11 kJ = 2,6 kcal).

Wann darf Redoxon nicht angewendet werden?

Wenn Sie auf einen oder mehrere der Inhaltsstoffe allergisch reagieren.

Wenn Sie an Nierensteinen mit gleichzeitig erhöhter Oxalsäure-Ausscheidung leiden, eine

Eisenspeicherkrankheit haben dürfen Sie Redoxon nicht einnehmen oder wenn Sie an schwerer

Niereninsuffizienz leiden (einschliesslich wenn Sie Dialysepatient sind).

Wenn es bei Ihnen unter der Behandlung mit Redoxon zu einer allergischen Reaktion kommt,

müssen Sie das Präparat absetzen.

Wann ist bei der Einnahme von Redoxon Vorsicht geboten?

Patientinnen und Patienten mit Nierensteinen dürfen mehr als 500 mg Redoxon täglich nur nach

Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin einnehmen.

Redoxon ist mit Aspartam gesüsst. Patienten bzw. Patientinnen mit Phenylketonurie sollen das

Präparat daher nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. der Ärztin einnehmen.

Wenn Sie unter der (sehr seltenen) Fruktose-Unverträglichkeit leiden, dürfen Sie Redoxon

Kautabletten wegen dem enthaltenen Sorbitol nicht einnehmen (beim metabolischen Abbau des

Süssstoffes Sorbitol entsteht Fruktose).

Arzneimittel zur Empfängnisverhütung (orale Kontrazetiva) und bestimmte Arzneimittel zur

Behandlung von Allergien und Entzündungen (Kortikosteroide) führen zu einem erhöhten Abbau

von Vitamin C. Bestimmte Arzneimittel, die den Knochenabbau hemmen (Calcitonin) erhöhen den

Vitamin C Verbrauch. Salicylsäurederivate (z.B. Acetylsalicylsäure), bestimmte Antibiotika

(Tetrazykline) sowie bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Barbiturate) vermindern

die Vitamin C Verfügbarkeit im Körper durch eine verkleinerte Resorption bzw. durch eine erhöhte

Ausscheidung. Hohe Dosen von Vitamin C können die Konzentrationen von Cyclosporin, Indinavir,

Warfarin und Disulfiram im Blut senken.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin C und aluminiumhaltige Mittel gegen Magenbrennen

(Antacida) kann vermehrt Aluminium aufgenommen werden. Besondere Vorsicht gilt deshalb, wenn

Sie an Niereninsuffizienz leiden.

Hochdosiertes Vitamin C kann den Blutspiegel von Ethinylöstradiol (Pille) erhöhen. Beim Absetzen

von Vitamin C besteht daher das Risiko von Durchbruchsblutungen und Versagen der

antikonzeptiven Wirkung.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Redoxon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Es bestehen keine Bedenken, Redoxon auch während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

einzunehmen.

Wie verwenden Sie Redoxon?

Sofern vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:

Bei Vitamin-C-Mangel sowie bei Magen- und Darmerkrankungen mit Resorptionsstörungen

(erschwerte Aufnahme in den Blutkreislauf) werden täglich 500 mg (1 Kautablette) bis 1 g (1

Brausetablette oder 2 Kautabletten) Redoxon eingenommen.

Zur Deckung eines erhöhten Bedarfes genügen in der Regel 500 mg pro Tag.

Bei Erkältungskrankheiten wird täglich 1 g eingenommen.

Kautabletten: Lutschen oder kauen.

Brausetabletten: 1 Brausetablette wird in etwa 1,5 dl Wasser gegeben. Sobald sie sich vollständig

aufgelöst hat, ist Redoxon trinkfertig.

Redoxon ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren bestimmt.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Redoxon haben?

Redoxon zeichnet sich auch in höheren Dosen durch eine gute Verträglichkeit aus. Folgende

Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Redoxon auftreten:

Es kann zu allergischen Reaktionen (z.B. Ausschlag, Nesselsucht, Ödeme, Juckreiz) Asthma,

Kurzatmigkeit, Lungenkrämpfe und gastrointestinalen Störungen (z.B. Durchfall, Übelkeit,

Erbrechen, abdominale und gastrointestinale Schmerzen) und erniedrigter Blutdruck kommen. Nach

sehr hohen Dosen (4–5 g und mehr) wird gelegentlich leichter Durchfall oder vermehrtes Harnlassen

beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, so sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Brause- und Kautabletten sind gut verschlossen, bei Raumtemperatur und vor Feuchtigkeit

geschützt (15–25 °C) zu lagern.

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren und darf nur bis zu dem

auf dem Behälter mit EXP bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Redoxon enthalten?

Brausetabletten (Orangenaroma)

1 Brausetablette enthält 1 g Ascorbinsäure (Vitamin C).

Hilfsstoffe: Aromastoffe, Aspartam, Acesulfam-K.

Kautabletten (Orangenaroma)

1 Kautablette enthält 500 mg Ascorbinsäure (Vitamin C).

Hilfsstoffe: 619 mg Sorbitol, Aromastoffe, Aspartam.

Zulassungsnummer

56194 (Kautablette), 56354 (Brausetablette) (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Redoxon? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Brausetabletten, Orangenaroma: 30.

Kautabletten, Orangenaroma: 60.

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, 8045 Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.