Ramipril Genericon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ramipril Genericon 10 mg Kapseln
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ramipril Genericon 10 mg Kapseln
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Ramipril
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-25412
  • Berechtigungsdatum:
  • 12-05-2004
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Ramipril Genericon 10 mg Kapseln

Wirkstoff: Ramipril

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Ramipril Genericon und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramipril Genericon beachten?

Wie ist Ramipril Genericon einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ramipril Genericon aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST RAMIPRIL GENERICON UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Ramipril Genericon enthält den Wirkstoff Ramipril. Dieser gehört zur Wirkstoffklasse der ACE-

Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme/Angiotensinkonversionsenzym).

Ramipril Genericon wirkt, indem es

die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,

Ihre Blutgefäße entspannt und erweitert,

dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

Ramipril Genericon wird angewendet zur

Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie),

Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden,

Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen

(sowohl bei Diabetikern als auch bei Nichtdiabetikern),

Behandlung einer Herzschwäche, wenn das Herz nicht genug Blut durch den Körper pumpt

(Herzinsuffizienz),

Behandlung im Anschluss an einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit der Komplikation einer

Herzinsuffizienz.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON RAMIPRIL GENERICON

BEACHTEN?

Ramipril Genericon darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Zu den Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder

Atembeschwerden und Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.

wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes

angioneurotisches Ödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag

(Urtikaria), rote Flecken an Händen, Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der

Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.

wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche mit bestimmten

Dialysemembranen unterziehen, da abhängig von dem verwendeten Gerät Ramipril Genericon

für Sie nicht geeignet sein kann.

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Nieren

eingeschränkt ist (beidseitige Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen Niere).

während der letzten beiden Schwangerschaftsdrittel (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben. Dies ist von

Ihrem Arzt zu beurteilen.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Sie dürfen Ramipril Genericon nicht einnehmen, wenn nur einer der oben genannten Punkte auf Sie

zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Ramipril Genericon Ihren

Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramipril Genericon einnehmen,

wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.

wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen,

Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika

[Entwässerungstabletten] über lange Zeit, oder wenn Sie Dialysepatient sind).

wenn Ihre Allergie, z.B. gegen Bienen- oder Wespenstiche, behandelt werden soll

(Hyposensibilisierung).

wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten

sollen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, da Sie möglicherweise Ihre Behandlung mit Ramipril

Genericon einen Tag vorher unterbrechen müssen.

wenn Sie einen hohen Kalium- oder niedrigen Natriumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus

den Blutwerten).

wenn Sie sogenannte „mTOR-Inhibitoren“ (z. B. Temsirolimus, Everolimus, Sirolimus) oder

Vildagliptin einnehmen, da diese das Risiko eines Angioödems, einer schweren allergischen

Reaktion, erhöhen können.

wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes,

leiden.

wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Ramipril

Genericon wird in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft nicht empfohlen, denn es

kann nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft schwerwiegende Schäden beim

Ungeborenen hervorrufen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet,

z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen (siehe auch Abschnitt „Ramipril

Genericon darf nicht eingenommen werden“).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Ramipril Genericon wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren, da die Sicherheit und Wirksamkeit von Ramipril Genericon bei dieser Gruppe noch nicht

nachgewiesen wurde.

Einnahme von Ramipril Genericon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden (auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige

Arzneimittel handelt).

Ramipril Genericon kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, aber auch selbst in seiner

Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflusst werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da sie die Wirkung

von Ramipril Genericon abschwächen können:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nicht- steroidale Antiphlogistika

[NSAR] wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure),

Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder

Allergien (wie Isoproterenol, Dobutamin, Dopamin, Epinephrin). In diesen Fällen sollte Ihr Arzt

Ihren Blutdruck überwachen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da bei

gleichzeitiger Einnahme von Ramipril Genericon das Risiko von Nebenwirkungen erhöht wird:

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika

[NSAR], wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure),

Temsirolimus und andere Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),

Arzneimittel, mit denen die Abstoßung eines transplantierten Organs verhindert wird, wie

Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus und Tacrolimus,

andere blutdrucksenkende Arzneimittel, wie Spironolacton, Triamteren, Amilorid, Kaliumsalze,

Angiotensin-II-Rezeptorblocker, Diuretika (Entwässerungstabletten z.B. Furosemid),

Trimethoprim und Co-Trimoxazol (gegen bakterielle Infektionen),

Heparin (Blutverdünner),

bestimmte Arzneimittel gegen Entzündungen wie Prednisolon,

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht),

Procainamid (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),

andere Arzneimittel, die den Blutdruck vermindern können wie Nitrate (zur Behandlung von

Herzerkrankungen), bestimmte Arzneimittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen, Baclofen

(Arzneimittel zur Behandlung schwerer Muskelerkrankungen), Arzneimittel zur Behandlung

einer Erkrankung der Prostata (Alfuzosin, Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin, Terazosin),

Vildagliptin (zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2).

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Sie auch ein anderes blutdrucksenkendes Arzneimittel wie

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte

„Ramipril Genericon darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da deren Wirkung

durch Ramipril Genericon beeinflusst werden kann:

Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), wie blutzuckersenkende Arzneimittel

zum Einnehmen und Insulin.

Ramipril Genericon kann den Blutzuckerspiegel senken. Während der gleichzeitigen Einnahme

von Ramipril Genericon muss daher der Blutzuckerspiegel engmaschig kontrolliert werden.

Lithium (gegen seelische Erkrankungen).

Ramipril Genericon kann den Lithiumspiegel im Blut erhöhen. Ihr Arzt muss daher den

Lithiumspiegel sorgfältig überwachen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor

der Einnahme von Ramipril Genericon Ihren Arzt.

Einnahme von Ramipril Genericon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Blutdrucksenkende Mittel und Alkohol können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken.

Daher kann Alkoholgenuss während der Einnahme von Ramipril Genericon Schwindel und

Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie während der

Einnahme von Ramipril Genericon trinken dürfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.

Ramipril Genericon kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen bzw. wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Sie müssen Ihrem Arzt umgehend mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind oder eine

Schwangerschaft planen.

Sie sollten Ramipril Genericon nicht in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft einnehmen, und

Sie dürfen es auf keinen Fall ab der 13. Schwangerschaftswoche einnehmen, da das Arzneimittel für

das Ungeborene möglicherweise schädlich sein kann.

Eine Umstellung auf eine andere geeignete Behandlung sollte vor einer geplanten Schwangerschaft

erfolgen.

Wenn Sie während der Behandlung mit Ramipril Genericon schwanger werden, informieren Sie

unverzüglich Ihren Arzt.

Stillzeit:

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder gerade mit dem Stillen beginnen. Ramipril

Genericon wird für Mütter, die stillen, nicht empfohlen. Ihr Arzt kann für Sie eine andere Behandlung

auswählen, wenn Sie stillen möchten, insbesondere, wenn Ihr Kind gerade geboren wurde oder

vorzeitig geboren wurde.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Während der Einnahme von Ramipril Genericon kann Schwindel auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist

zu Beginn der Behandlung mit Ramipril Genericon oder bei einer Dosiserhöhung am höchsten. In

diesem Fall dürfen Sie kein Kraftfahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

3.

WIE IST RAMIPRIL GENERICON EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme des Arzneimittels

Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit ein. Ramipril Genericon

kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Nehmen Sie die Kapseln als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Die Kapseln dürfen nicht zerkaut werden.

Ändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Für die empfohlene Anfangsdosis von 1,25 mg steht Ramipril Genericon als teilbare 2,5 mg Tablette

zur Verfügung.

Behandlung von Bluthochdruck:

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis so lange anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Wenn Sie bereits Diuretika (Entwässerungstabletten) einnehmen, ist es möglich, dass Ihr Arzt

die Diuretikamenge vor Beginn der Behandlung mit Ramipril Genericon verringert oder das

Mittel ganz absetzt.

Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden:

Die übliche Anfangsdosis beträgt 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird danach entscheiden, ob die Dosis erhöht wird.

Die übliche Dosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Behandlung zur Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von

Nierenfunktionsstörungen:

Ihre Anfangsdosis beträgt entweder 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird danach Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 5 mg oder 10 mg einmal täglich.

Behandlung von Herzinsuffizienz:

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird danach Ihre Dosis anpassen.

Die Höchstdosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich

aufzuteilen.

Behandlung nach einem Herzinfarkt:

Die übliche Anfangsdosis ist zwischen 1,25 mg einmal täglich und 2,5 mg zweimal täglich.

Ihr Arzt wird danach Ihre Dosis anpassen.

Die übliche Dosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich

aufzuteilen.

Ältere Patienten (über 65 Jahre):

Ihr Arzt wird mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der Behandlung

langsam erhöhen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramipril Genericon eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen

Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person

darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der

behandelnde Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril Genericon vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zum nächsten

planmäßigen Zeitpunkt ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramipril Genericon abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Ramipril Genericon nicht ohne Rücksprache mit

Ihrem behandelnden Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Brechen Sie die Einnahme von Ramipril Genericon sofort ab und wenden Sie sich unverzüglich

an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen

möglicherweise dringend ärztliche Behandlung:

Plötzliche Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken

oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge. Dies können Anzeichen einer

schweren Überempfindlichkeitsreaktion auf Ramipril Genericon sein.

Schwere Hautreaktionen einschließlich Hautausschlag, Geschwüren im Mund (Aphten),

Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung

der Haut (wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema

multiforme).

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend beim Auftreten von:

beschleunigter Herzfrequenz, unregelmäßigem oder starkem Herzschlag (Herzklopfen),

Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen, wie

Herzinfarkt oder Schlaganfall,

Kurzatmigkeit oder Husten, die mögliche Anzeichen einer Lungenerkrankung sind,

leichterem Auftreten von Blutergüssen, Blutungen, die länger als normal andauern, Auftreten

einer Blutung (z.B. Zahnfleischbluten), purpurroten Flecken auf der Haut oder erhöhter

Infektionsanfälligkeit, Halsschmerzen und Fieber, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel oder

blasser Haut. Dies können mögliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkerkrankung sein,

starken Bauchschmerzen, die bis zum Rücken ausstrahlen können und mögliche Anzeichen

einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sind,

Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Gelbfärbung

der Haut oder Augen (Gelbsucht). Dies können mögliche Anzeichen einer Lebererkrankung

sein, (Leberentzündung [Hepatitis] oder Leberschädigung).

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Kopfschmerzen, Müdigkeit

Schwindelgefühl (die Wahrscheinlichkeit dafür ist zu Beginn der Behandlung mit Ramipril

Genericon oder bei einer Dosiserhöhung größer)

Ohnmacht, ungewöhnlich niedriger Blutdruck (Hypotonie), insbesondere beim Stehen oder

plötzlichen Aufstehen

Trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Bronchitis, Kurzatmigkeit

Magen- oder Darmschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Unwohlsein, Erbrechen

Hautausschlag (mit oder ohne Hauterhebungen)

Schmerzen im Brustkorb

Muskelkrämpfe oder -schmerzen

Erhöhte Kaliumwerte im Blut

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Schwindel (Vertigo)

Juckreiz, ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder

Kribbeln (Parästhesien)

Verlust oder Veränderung des Geschmacksempfindens

Schlafstörungen

Depressive Stimmungslage, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder Unruhe

Verstopfte Nase, Atembeschwerden, Verschlimmerung von Asthma

Schwellung im Darm (sogenanntes intestinales angioneurotisches Ödem, mit Symptomen wie

Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall)

Sodbrennen, Verstopfung, Mundtrockenheit

Gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe des Tages, Nierenfunktionsstörungen

einschließlich akutes Nierenversagen

Übermäßiges Schwitzen

Appetitlosigkeit oder verminderter Appetit (Anorexie)

Erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag

Geschwollene Arme und Beine (mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsansammlungen im

Körper)

Hautrötung mit Hitzegefühl

Sehstörungen, einschließlich verschwommenes Sehen

Gelenkschmerzen

Fieber

Sexuelle Störungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei Männern und Frauen

Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)

Veränderte Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder der

Nieren hindeuten

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Zittern, Gleichgewichtsstörungen

Verwirrtheit

Rote und geschwollene Zunge (Glossitis)

Gelbsucht, Leberschaden

Schwerwiegende Schuppung oder Ablösung der Haut, juckender, erhabener Hautausschlag

Nagelerkrankungen (z.B. Lockern oder Ablösen eines Fuß- oder Fingernagels)

Hautausschlag, Bluterguss

Flecken auf der Haut und kalte Gliedmaßen

Rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen (Bindehautentzündung)

Hörstörungen oder Ohrenklingeln (Tinnitus)

Schwächegefühl

Verringerung der Anzahl roter oder weißer Blutkörperchen bzw. der Blutplättchen oder ein zu

niedriger Hämoglobinwert bei Blutuntersuchungen

Verengung, Minderdurchblutung oder Entzündung von Blutgefäßen

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Konzentrationsschwäche

Schmerzhafte Bläschen in der Mundhöhle (Stomatitis aphthosa)

Geschwollener Mund

Verändertes Blutbild (zu wenige Blutzellen)

Zu niedrige Natriumwerte im Blut

Verfärbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder Schmerzen beim

Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)

Brustvergrößerung bei Männern

Verlangsamtes oder verschlechtertes Reaktionsvermögen

Verminderte Durchblutung des Gehirns mit nervalen Ausfallserscheinungen

Brennendes Gefühl

Veränderte Geruchswahrnehmung

Plötzlich auftretendes Leberversagen

Haarausfall, Verschlimmerung einer Schuppenflechte

Konzentrierter Urin (dunkle Farbe), Übelkeit oder Erbrechen, Muskelkrämpfe, Verwirrung und

Anfälle, die durch eine unangemessene ADH-Sekretion (antidiuretische Hormonsekretion)

bedingt sein können. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn diese Symptome bei

Ihnen auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST RAMIPRIL GENERICON AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfalldatum

nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Ramipril Genericon 10 mg Kapseln enthalten

Der Wirkstoff ist: Ramipril

1 Kapsel enthält 10 mg Ramipril.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Vorverkleisterte Stärke, Gelatine, Eisenoxid schwarz (E172), Titandioxid (E171), Eisenoxid gelb

(E172), Indigocarmin (E132), gereinigtes Wasser

Wie Ramipril Genericon 10 mg Kapseln aussehen und Inhalt der Packung

Ramipril Genericon 10 mg Kapseln sind dunkelgrün-hellgraue

Gelatine-Hartkapseln, bedruckt mit „R“

auf der einen Hälfte sowie mit „10“ auf der anderen Hälfte der Kapsel.

Eine Packung Ramipril Genericon 10 mg Kapseln enthält 30 Kapseln.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H.

A-8054 Graz

E-Mail: genericon@genericon.at

Hersteller:

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz

Actavis Ltd., Zejtun ZTN 3000, Malta

Z.Nr.: 1-25412

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Juli 2016.