Quetiapin-Mepha retard 150 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Quetiapin-Mepha retard 150 mg Depotabs
  • Darreichungsform:
  • Depotabs
  • Zusammensetzung:
  • quetiapinum 150 mg bis quetiapini fumaras, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Quetiapin-Mepha retard 150 mg Depotabs
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Neuroleptikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 62649
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-05-2013
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Quetiapin-Mepha retard Depotabs®

Was ist Quetiapin-Mepha retard und wann wird es angewendet?

Quetiapin-Mepha retard wird zur Behandlung von psychischen Krankheiten angewendet bei denen

das Denken, die Wahrnehmung, das Fühlen, der Antrieb und/oder das Handeln beeinträchtigt sind

(Schizophrenie). Typische Symptome können z.B. sein: Halluzinationen (etwas hören, sehen oder

fühlen, was nicht da ist), Wahnvorstellungen (sonderbare und teilweise Angst einflössende

Gedanken), ungewöhnliches Misstrauen, emotionaler und sozialer Rückzug, Gefühle von Einsamkeit

und Verwirrtsein, Angespanntheit und Angst.

Quetiapin-Mepha retard wird auch zur Behandlung von Patienten, deren Krankheit, durch besonders

gehobene und reizbare Stimmung charakterisiert ist (manische Episode bei bipolarer Störung),

verwendet. In diesem Zustand können die Patienten ein vermindertes Schlafbedürfnis, gehetztes

Sprechen, Gedanken- oder Ideenflucht erleben.

Quetiapin-Mepha retard wird auch zur Behandlung von Depressionen verwendet, wenn Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin bei Ihnen eine bipolare Erkrankung festgestellt hat.

Quetiapin-Mepha retard wird zur Rückfallprophylaxe bei Patienten mit bipolarer Erkrankung

verwendet, falls sie in der akuten Phase ihrer Krankheit gut auf Quetiapin-Mepha retard

angesprochen haben.

Quetiapin-Mepha retard wird auch als Zusatztherapie in der Behandlung der unipolaren Depression

verwendet, welche mit Antidepressiva alleine nicht erfolgreich behandelt werden konnte. In diesem

Fall wird Quetiapin-Mepha retard zusätzlich zum anderen Arzneimittel, das bereits für die

Behandlung dieser Erkrankung angewendet wurde, eingenommen.

Quetiapin-Mepha retard sind Depotabs, das heisst der Wirkstoff wird über einen längeren Zeitraum

freigesetzt. Daher muss Quetiapin-Mepha retard nur einmal täglich eingenommen werden.

Quetiapin-Mepha retard darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen

werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Es könnte hilfreich sein, einem Verwandten oder einem guten Freund zu erzählen, dass Sie unter

Depressionen oder einer anderen psychischen Erkrankung leiden. Bitten Sie ihn, diese

Patienteninformation zu lesen. Vielleicht fragen Sie nach, ob sich ihre Depression oder ihre

psychische Erkrankung verschlechtert hat, oder ob er/sie sich Sorgen über eine Veränderung Ihres

Verhaltens macht.

Wann darf Quetiapin-Mepha retard nicht angewendet werden?

Falls Sie jemals überempfindlich auf Quetiapin-Mepha retard oder Quetiapin-Mepha reagiert haben,

informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie die Behandlung beginnen. Quetiapin-

Mepha retard darf nicht gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln gegen HIV-Infektionen, gegen

Pilzinfektionen oder gegen bakterielle Infektionen (Makrolidantibiotika) eingenommen werden.

Während der Stillzeit sollten Sie Quetiapin-Mepha retard nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Quetiapin-Mepha retard Vorsicht geboten?

Sie sollten Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, falls Sie Arzneimittel gegen Angstzustände,

Depressionen, Epilepsie (z.B. Phenytoin oder Carbamazepin), gegen Tuberkulose (z.B. Rifampicin),

Psychosen (z.B. Risperidon), Pilzerkrankungen, Infektionen (z.B. Makrolidantibiotika) oder hohen

Blutdruck einnehmen. Teilen Sie ebenso mit, wenn sie Arzneimittel einnehmen, die Verstopfung

verursachen können oder die die Art und Weise, wie Nervenzellen funktionieren, beeinflussen

(sogenannte «Anticholinergika»).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

·falls Sie Probleme mit dem Herzen und/oder einen niedrigen oder hohen Blutdruck haben, oder

einen Herzinfarkt oder einen epileptischen Anfall hatten. Ebenso müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin informieren, wenn Sie einen Schlaganfall oder andere Durchblutungsstörungen im Gehirn

hatten, unabhängig davon, ob diese nur vorübergehend waren oder bleibende Folgen wie z.B.

Lähmungen verursacht haben;

·wenn Sie während Ihrem normalen nächtlichen Schlaf für kurze Zeit aufhören zu atmen (genannt

«Schlafapnoe») oder wenn Sie eine Schlafapnoe in der Vergangenheit hatten und Sie Arzneimittel

einnehmen, die die normale Aktivität des Gehirns dämpfen;

·wenn Sie einen Zustand hatten, wo Sie Ihre Blase nicht vollständig entleeren konnten (Harnverhalt),

eine vergrösserte Prostata haben, eine Verstopfung im Darm oder erhöhten Augeninnendruck haben;

·wenn Sie an einer Funktionsstörung der Leber gelitten haben oder immer noch leiden, da unter

Umständen die Dosierung angepasst werden muss;

·wenn Sie Diabetikerin oder Diabetiker sind, denn ein bereits bestehender Diabetes kann sich

verschlimmern oder es kann häufig während der Behandlung mit Quetiapin-Mepha retard eine

krankhafte Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie) auftreten. Es gab auch sehr selten Fälle, wo

es zu einer Blutansäuerung (diabetische Ketoazidose) kam;

·wenn Sie wissen, dass Ihr Wert an weissen Blutkörperchen in der Vergangenheit tief war.

·Wenn Sie einen Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte haben.

Bei einem Spitalaufenthalt sollten Sie dem medizinischen Personal mitteilen, dass Sie Quetiapin-

Mepha retard einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie ein starkes Schläfrigkeitsgefühl haben.

Selten wird ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom verursacht, welches sich vor allem

durch Fieber, unregelmässigen Puls, Bewusstseinsstörungen und Muskelsteifheit äussert. Eine

weitere seltene Nebenwirkung (sogenanntes Serotoninsyndrom), welche besonders bei Kombination

mit gewissen anderen Arzneimitteln auftritt, äussert sich durch Bewusstseinstrübung, Muskelstarre,

Muskelzittern, Zuckungen und Fieber. Beide Fälle können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

Deshalb sollten Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Informieren Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

·wenn während der Quetiapin-Mepha retard-Therapie unkontrollierbare Bewegungen, hauptsächlich

des Gesichts oder der Zunge auftreten;

·wenn Sie Fieber, grippeähnliche Symptome, Halsschmerzen oder eine andere Infektion haben, da

dies das Resultat von einem sehr tiefen Wert an weissen Blutkörperchen sein könnte. Eventuell muss

die Quetiapin-Mepha retard-Therapie abgebrochen werden und/oder eine Behandlung Ihrer

Symptome muss angefangen werden;

·wenn Sie eine Verstopfung mit anhaltenden Bauchschmerzen haben oder eine Verstopfung, die

nicht auf Behandlungen anspricht, da dies zu einer schwerwiegenderen Blockade des Darms führen

kann.

Bei einzelnen Patienten kam es zu einer Schwächung und zu einer Entzündung des Herzmuskels

(Kardiomyopathie und Myokarditis); es ist nicht ausgeschlossen, dass dies im Zusammenhang mit

der Quetiapin-Mepha retard-Behandlung stehen könnte.

Möglicherweise wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Blutfettwerte, die Elektrolyte im Blut, den

Blutzuckerspiegel oder den Schilddrüsenhormonspiegel kontrollieren, da diese durch Quetiapin-

Mepha retard verändert sein können.

Bei einigen Patienten, die Quetiapin Retardtabletten einnehmen, wurde eine Gewichtszunahme

beobachtet. Sie und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin sollten regelmässig Ihr Gewicht überprüfen.

Wenn Sie depressiv sind und/oder an anderen psychischen Erkrankungen leiden, könnten

Selbstverletzungs- oder Selbstmordgedanken auftreten. Diese Gedanken können in den ersten

Behandlungswochen verstärkt vorkommen. Falls Sie Selbstverletzungs- oder Selbstmordgedanken

haben, informieren Sie ihren Arzt oder suchen Sie umgehend ein Spital auf.

Sie sollten den Konsum von Alkohol vermeiden, wenn Sie Quetiapin-Mepha retard einnehmen.

Während der Behandlung mit Quetiapin-Mepha retard soll nicht Grapefruitsaft eingenommen

werden.

Wird Quetiapin-Mepha retard abrupt abgesetzt, so können Entzugssymptome wie Übelkeit,

Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit auftreten. Setzen

Sie sich deshalb mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin in Verbindung, wenn das Arzneimittel

abgesetzt werden soll.

Quetiapin-Mepha retard kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit

Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie weder Fahrzeuge

lenken noch Maschinen bedienen, bis die individuelle Sensibilität abgeklärt ist.

Bei älteren Patientinnen und Patienten mit Demenz wird die Anwendung von Quetiapin-Mepha

retard nicht empfohlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen!

Darf Quetiapin-Mepha retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenn Sie schwanger sind oder es werden wollen oder

wenn Sie stillen. Quetiapin-Mepha retard soll während einer Schwangerschaft nicht eingenommen

werden. In besonderen Fällen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch ausdrücklich Ausnahmen

machen. Während der Behandlung mit Quetiapin-Mepha retard darf nicht gestillt werden.

Bei Anwendung von Quetiapin-Mepha retard während des letzten Drittels der Schwangerschaft

können bei Neugeborenen Zittern, Muskelsteifigkeit, Schwäche, Schläfrigkeit, Erregung,

Schwierigkeiten beim Atmen oder Probleme bei der Ernährung auftreten. Bitte informieren Sie Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich im Falle einer Schwangerschaft, um das weitere Vorgehen zu

besprechen. Ein plötzliches Absetzen von Quetiapin-Mepha retard kann schwerwiegende Folgen

haben. Bitte informieren Sie auch unverzüglich Ihren Frauenarzt bzw. -ärztin oder Geburtshelfer/-in

über eine Einnahme während der Schwangerschaft, insbesondere wenn beschriebene Auffälligkeiten

bei Ihrem Kind nach der Geburt auftreten.

Wie verwenden Sie Quetiapin-Mepha retard?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird die für Sie zutreffende Dosierung festlegen.

Quetiapin-Mepha retard soll einmal täglich eingenommen werden. Nehmen Sie die Tabletten nicht

zu den Mahlzeiten ein (die Einnahme soll mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit erfolgen).

Schlucken Sie die Depotabs ganz mit etwas Wasser. Die Depotabs dürfen nicht geteilt, gekaut oder

zerdrückt werden.

Bei der Behandlung der Schizophrenie (einer psychischen Krankheit, bei der das Denken, die

Wahrnehmung, das Fühlen, der Antrieb und/oder das Handeln beeinträchtigt sind) sieht das

Dosierungsschema für Erwachsene üblicherweise wie folgt aus: Zu Beginn der Therapie beträgt die

Tagesdosis üblicherweise 300 mg Quetiapin-Mepha retard am 1. Tag, 600 mg am 2. Tag und bis zu

800 mg nach dem 2. Tag. Der Arzt bzw. die Ärztin wird Ihnen zur Erhaltung der Therapie je nach

Ansprechen und Verträglichkeit der Behandlung eine Tagesdosis zwischen 400 mg und 800 mg

verschreiben.

Für die Behandlung einer besonders gehobenen und reizbaren Stimmung (Manie) wird einmal

täglich am 1. Tag 300 mg Quetiapin-Mepha retard, am 2. Tag 600 mg und bis zu 800 mg nach dem

2. Tag eingenommen. Ihr Arzt bzw. ihre Ärztin wird Ihnen je nach Ansprechen und Verträglichkeit

der Behandlung eine Tagesdosis zwischen 400 und 800 mg verschreiben.

Für die Behandlung einer Depression bei Patienten, bei denen eine gehobene und reizbare Stimmung

(Manie) mit einer depressiven Stimmung abwechselt (bipolare Störung), beträgt die Dosierung

abends vor dem zu Bett Gehen am 1. Tag 50 mg, am 2. Tag 100 mg, am 3. Tag 200 mg und am 4.

Tag 300 mg Quetiapin-Mepha retard. Ihr Arzt bzw. ihre Ärztin wird Ihnen danach eine Tagesdosis

zwischen 300 und 600 mg verschreiben.

Zur Rückfallprophylaxe bei bipolarer Erkrankung wird Quetiapin-Mepha retard gleich dosiert wie in

der Akutphase. Die Dosis kann durch den Arzt bzw. die Ärztin abhängig vom klinischen Ansprechen

des einzelnen Patienten bzw. der einzelnen Patientin und der Verträglichkeit innerhalb des

Dosierungsbereichs von 300 bis 800 mg pro Tag angepasst werden.

Im Rahmen der Behandlung (als Zusatz zu einem Antidepressivum) der unipolaren Depression wird

abends am 1. und 2. Tag 50 mg und am 3. und 4. Tag 150 mg Quetiapin-Mepha retard

eingenommen. Die Dosis kann durch den Arzt bzw. die Ärztin abhängig vom klinischen Ansprechen

des einzelnen Patienten bzw. der einzelnen Patientin und der Verträglichkeit innerhalb des

Dosierungsbereichs von 50 bis 300 mg pro Tag angepasst werden.

Ältere Patienten und ältere Patientinnen (über 65 Jahre) erhalten ein tieferes Dosierungsschema,

welches vom Arzt bzw. von der Ärztin festgelegt wird.

Die Anwendung und Sicherheit von Quetiapin-Mepha retard bei Kindern und Jugendlichen ist bisher

nicht geprüft worden.

Während der Behandlung mit Quetiapin-Mepha retard soll nicht Grapefruitsaft eingenommen

werden.

Jede Tablettenstärke von Quetiapin-Mepha retard hat eine andere Farbe und Grösse. Wundern Sie

sich deshalb nicht, wenn Ihre Quetiapin-Mepha retard Depotabs verschieden aussehen.

Wenn Sie einmal eine Dosis vergessen haben, dann nehmen Sie diese ein, sobald Sie sich daran

erinnern. Es dürfen jedoch nicht zwei Dosen auf einmal eingenommen werden. Halten Sie sich

danach wieder an die normalen Einnahmezeiten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Quetiapin-Mepha retard haben?

Vor allem zu Beginn der Behandlung kann Quetiapin-Mepha retard sehr häufig Schläfrigkeit und

Gewichtszunahme verursachen. Ebenfalls sehr häufig können Schwindel, Kopfschmerzen,

unwillkürliche Muskelkontraktionen oder unkontrollierte Muskelbewegungen, Mundtrockenheit,

Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen und hoher Blutzucker vorkommen. Sehr häufig kam es zu

Entzugssymptomen (das sind Symptome, die nach dem Beenden der Quetiapin-Mepha retard-

Therapie auftreten) wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit

und Reizbarkeit.

Häufig werden Hautausschlag, Herzklopfen, Herzrasen, Halsentzündungen, verstärkter Husten,

Atemnot (Dyspnoe), Schwäche, Reizbarkeit, ungewöhnliche Träume, Albträume, Suizidgedanken

und Verschlechterung Ihrer Depression, Störungen der Aussprache, unscharfes Sehen, vermehrtes

Hungergefühl, Erbrechen (vor allem bei älteren Patienten), Verdauungsstörungen, Verstopfung,

Fieber oder geschwollene Knöchel beobachtet. Häufig kann es vor allem zu Behandlungsbeginn zu

einem tiefen Blutdruck kommen. Sollten Sie sich deshalb schwindlig oder schwach fühlen, oder

fühlen Sie sich schläfrig, so setzen oder legen Sie sich hin, bis es Ihnen wieder besser geht. So

können Sie Stürze vermeiden.

Gelegentlich wurde über epileptische Anfälle, Migräne, tiefe Venenthrombose, Schlaganfall oder

ähnliche Ereignisse, Ohnmacht, Asthma, eine verstopfte Nase, Nasenbluten, Schwierigkeiten beim

Urin Lösen und über das Syndrom der unruhigen Beine «Restless Legs Syndrom» berichtet. Dieses

Syndrom besteht in attackenförmig auftretenden schmerzhaften Empfindungen und Drang zu

Bewegungen in den Beinen, vor allem nachts bzw. im Liegen. Gelegentlich wurde über

unwillkürliche Bewegungen, hauptsächlich des Gesichts oder der Zunge (Spätdyskinesien) berichtet.

In seltenen Fällen kann Quetiapin-Mepha retard ein sogenanntes malignes neuroleptisches Syndrom

oder ein Serotoninsyndrom mit Fieber, Muskelsteifheit, Muskelzittern, Zucken, unregelmässiger Puls

und Benommenheit verursachen (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von Quetiapin-Mepha

retard Vorsicht geboten?»). Wenn dies passiert, sollten Sie die Behandlung abbrechen und sich sofort

beim Arzt bzw. bei der Ärztin melden. Selten können Schlafwandeln, tiefere Körpertemperatur,

Schluckauf, oberflächliche Venenentzündungen, Darmblockaden, Leberentzündung mit oder ohne

Gelbsucht, Galaktorrhö (Anschwellung der Brüste bei Männern und Frauen und unerwartete

Milchabsonderung; die monatliche Periode kann unregelmässig sein oder ausfallen) oder Priapismus

(lang-anhaltende und schmerzhafte Erektion) vorkommen. Selten kann eine Kombination von Fieber,

grippeähnlichen Symptomen, Halsschmerzen oder von anderen Infektionen mit einem sehr tiefen

Wert an weissen Blutkörperchen vorkommen, ein Zustand der Agranulozytose genannt wird.

Sehr selten wurden Unruhe, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Lebererkrankungen,

Schluckstörungen, Schwellungen der Haut, vor allem des Gesichtes, der Lippen oder Schleimhaut

(Angioödem) und schwere Formen von allergischen Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten,

allergischem Schock und schweren Hautveränderungen (schwerwiegende Hautausschläge, Blasen

oder rote Flecken) beobachtet.

Bei der Anwendung von Quetiapin-Mepha retard während des letzten Drittels der Schwangerschaft

können sehr selten bei Neugeborenen Zittern, Muskelsteifigkeit, Schwäche, Schläfrigkeit, Erregung,

Schwierigkeiten beim Atmen oder Probleme bei der Ernährung auftreten.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen können auftreten und werden bei einer Blutuntersuchung

gefunden: Verminderung der weissen Blutkörperchen und Erhöhung von Leberenzymen. Diese

Veränderungen normalisieren sich nach Absetzen von Quetiapin-Mepha retard. Erhöhung eines

bestimmten Typs von weissen Blutzellen, die man manchmal bei allergischen Reaktionen findet.

Verminderung der Blutplättchen, die helfen eine Blutung zu stillen. Erhöhung der Fettspiegel (z.B.

Triglycerid- und Cholesterinspiegel) im Blut, Erhöhung des Prolaktins (Hormon) im Blut. Dies kann

selten zu Galaktorrhö (siehe weiter oben) führen und die monatliche Periode kann unregelmässig

sein oder ausfallen. Veränderung der Schilddrüsenhormonspiegel.

Unter Quetiapin Retardtabletten wurden, wie bei andern Neuroleptika auch, Herzklopfen,

unregelmässiger Puls, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und EKG-Veränderungen

beobachtet.

Bei einzelnen Patienten kam es zu einer Schwächung und zu einer Entzündung des Herzmuskels

(Kardiomyopathie und Myokarditis); es ist nicht ausgeschlossen, dass dies im Zusammenhang mit

der Quetiapin-Mepha retard-Behandlung stehen könnte.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen oder irgendein

Krankheitszeichen im Zusammenhang mit der Einnahme von Quetiapin-Mepha retard beobachten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. Arzneimittel für Kinder

unzugänglich aufbewahren.

Quetiapin-Mepha retard darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden. Bitte bringen Sie Depotabs, die nicht verwendet wurden oder deren Verfalldatum

abgelaufen ist, in die Apotheke zur Entsorgung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Quetiapin-Mepha retard enthalten?

1 Depotab enthält als Wirkstoff 50 mg, 150 mg, 200 mg, 300 mg oder 400 mg Quetiapin als

Quetiapin-Fumarat und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

62649 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Quetiapin-Mepha retard? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt folgende Packungen:

Quetiapin-Mepha retard 50 mg: Depotabs 60.

Quetiapin-Mepha retard 150 mg: Depotabs 60 und 100.

Quetiapin-Mepha retard 200 mg: Depotabs 60 und 100.

Quetiapin-Mepha retard 300 mg: Depotabs 60 und 100.

Quetiapin-Mepha retard 400 mg: Depotabs 60 und 100.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 6.1

30-10-2018

Sciegen Pharmaceuticals, Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Irbesartan Tablets, USP  75 Mg, 150 Mg, and 300 Mg Due to The Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in The Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sciegen Pharmaceuticals, Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Irbesartan Tablets, USP 75 Mg, 150 Mg, and 300 Mg Due to The Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in The Active Pharmaceutical Ingredient (API)

ScieGen Pharmaceuticals, Inc. is voluntarily recalling listed lots, within expiry, of Irbesartan Tablets, USP 75 mg, 150 mg, and 300 mg dosage forms to the consumer level. These products are being recalled due to the presence of an impurity, N-nitrosodiethylamine (NDEA) contained in the API Irbesartan, USP manufactured by Aurobindo Pharma Limited. This impurity, which is a substance that occurs naturally in certain foods, drinking water, air pollution, and industrial processes, has been classified as a...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

25-10-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/229769/2018 vom 25.04.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Quetiapin

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/229769/2018 vom 25.04.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Quetiapin

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Quetiapin infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

20-10-2018

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 200, Revision 1 (FGE.200 Rev.1): 74 α,β‐unsaturated aliphatic aldehydes and precursors from chemical subgroup 1.1.1 of FGE.19

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 200, Revision 1 (FGE.200 Rev.1): 74 α,β‐unsaturated aliphatic aldehydes and precursors from chemical subgroup 1.1.1 of FGE.19

Published on: Fri, 19 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Food Additives and Flavourings of the European Food Safety Authority was requested to evaluate the genotoxic potential of 74 flavouring substances from subgroup 1.1.1 of FGE.19 in the Flavouring Group Evaluation 200 Revision 1 (FGE.200 Rev1). In FGE.200, genotoxicity studies were provided for one representative substance, namely hex‐2(trans)‐enal [FL‐no: 05.073], and for other two substances in the same subgroup, namely 2‐dodecenal [FL‐no: 05.03...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

5-10-2018

Consumer Alert: Sprout Creek Farm “Margie” Cheese Batch Recalled

Consumer Alert: Sprout Creek Farm “Margie” Cheese Batch Recalled

Today the New York State Department of Agriculture and Markets alerted consumers to a pasteurization problem with one of Sprout Creek Farm's pasteurized cow's milk cheeses, "Margie," made on 8/28/2018. Sprout Creek Farm is located in Poughkeepsie, NY. The reason for the recall is the air temperature at the start and end of the pasteurization process is required to be above 150deg F per the Grade "A" Pasteurized Milk Ordinance; the batch in question did not meet that standard. The recall pertains only to...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

3-8-2018

Scientific guideline:  Vismodegib hard capsule 150 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Scientific guideline: Vismodegib hard capsule 150 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Vismodegib hard capsule 150 mg product-specific bioequivalence guidance

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

31-7-2018

Public Notification: Boss Rhino 15000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Boss Rhino 15000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Boss Rhino 15000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

6-11-2018

Symkevi® 100 mg/150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

6-11-2018

Metoprolol 200 retard Heumann

Rote - Liste

31-10-2018

Quetiapin-Hormosan Filmtabletten

Rote - Liste

24-10-2018

Fluvastatin AbZ 80 mg Retardtabletten

Rote - Liste

16-10-2018

Kalydeco® 150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

11-10-2018

Solosin® Retardtabletten

Rote - Liste

11-10-2018

Cuprior 150 mg Filmtabletten

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12-9-2018

Quetiapin-Hormosan Retardtabletten

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7-9-2018

Klacid® Uno, 500 mg Retardtablette

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4-9-2018

Quetiapin Heumann Filmtabletten

Rote - Liste

30-8-2018

Diclofenac 100 retard Heumann

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21-8-2018

Tybost® 150 mg Filmtabletten

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20-8-2018

Zykadia 150 mg Hartkapseln

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15-8-2018

Concerta® 27 mg Retardtabletten

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10-8-2018

Fampyra® 10 mg Retardtabletten

Rote - Liste

6-8-2018

Cardular® PP 4 mg, Retardtabletten

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3-8-2018

Xolair® 150 mg Injektionslösung

Rote - Liste

3-8-2018

Pradaxa® 150 mg Hartkapseln

Rote - Liste

27-7-2018

Mysimba 8 mg/90 mg Retardtabletten

Rote - Liste