Psychopax Tropfen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Psychopax Tropfen
  • Einheiten im Paket:
  • 20 ml, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Psychopax Tropfen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Diazepam
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15968
  • Berechtigungsdatum:
  • 02-12-1976
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

PSYCHOPAX Tropfen

Wirkstoff: Diazepam

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses 

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. 

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt 

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist PSYCHOPAX und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen beachten?

Wie sind PSYCHOPAX Tropfen einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist PSYCHOPAX aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST PSYCHOPAX UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Der Wirkstoff von PSYCHOPAX gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln mit der Bezeichnung 

Benzodiazepine, welche angstlösende, beruhigende sowie muskelerschlaffende und krampflösende 

Eigenschaften besitzen.

PSYCHOPAX Tropfen werden eingesetzt:

Zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen,

zur kurzfristigen Behandlung von Schlafstörungen, insbesondere Einschlafstörungen, wenn die 

sonstigen Wirkungen von PSYCHOPAX Tropfen gleichzeitig auch am Tage erwünscht sind. 

Hinweis: Nicht alle Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände oder Schlafstörungen müssen mit 

Medikamenten behandelt werden. Oftmals sind sie Ausdruck körperlicher oder seelischer 

Erkrankungen und können durch andere Maßnahmen oder durch eine Behandlung der Grundkrankheit 

beeinflusst werden.

bei Krampfzuständen der Muskulatur (Spastizität).

zur Beruhigung vor kleineren chirurgischen oder zahnärztlichen Eingriffen.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON PSYCHOPAX TROPFEN 

BEACHTEN?

PSYCHOPAX Tropfen dürfen nicht eingenommen werden,

wenn Sie

allergisch gegen Benzodiazepine oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen 

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

an einer "Myasthenia gravis" (ausgeprägte Muskelschwäche) leiden

an schweren Atemstörungen leiden

am "Schlaf-Apnoe-Syndrom" (vorübergehender Atemstillstand während des Schlafes) leiden

an schweren Leberfunktionsstörungen leiden

sowie 

von Kindern unter 6 Jahren

bei schweren Schockzuständen

wenn in Ihrer Vorgeschichte jemals Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit vorlag

bei akuter Alkoholvergiftung oder Vergiftung mit anderen beruhigend wirkenden Stoffen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Ihr Arzt wird Sie besonders sorgfältig überwachen, wenn Sie 

chronische Atembeschwerden haben,

an Herzmuskelschwäche und/oder niedrigem Blutdruck leiden,

älter oder in einem geschwächten Zustand sind,

Nieren- oder Leberfunktionsstörungen haben,

an einem Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) leiden,

an spinaler oder zerebellarer Ataxie leiden (Störungen des geordneten Zusammenwirkens von 

Muskelgruppen)

eine Hirndurchblutungsstörung oder eine Hirnschädigung haben,

wenn Sie übermäßig Alkohol oder Medikamente/Drogen konsumieren oder in der 

Vergangenheit missbräuchlich verwendet haben. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt.

an einer psychischen Erkrankung leiden.

Wenn Sie an Depressionen oder Angstzuständen, die von Depressionen begleitet sind, leiden, wird 

Ihnen Ihr Arzt PSYCHOPAX nicht als alleiniges Behandlungsmittel verschreiben, da es andernfalls 

die Depressionen verstärken kann.

Wenn Sie an Epilepsie (Krampfanfällen) leiden oder wenn Sie Krampfanfälle in der Vergangenheit 

hatten, kann ein plötzliches Absetzen der Behandlung Krampfanfälle auslösen.

Sie sollten die erste Einnahme von PSYCHOPAX an einem Wochenende und in gewohnter 

Umgebung vornehmen.

Trinken Sie nicht gleichzeitig Alkohol, da es dadurch zu einer gefährlichen Verstärkung der 

dämpfenden Wirkungen kommt; dies ist auch noch am Tage nach der letzten Einnahme von 

PSYCHOPAX möglich. 

Die gleichzeitige Anwendung von PSYCHOPAX mit Schlafmitteln, Alkohol oder anderen beruhigend 

wirkenden Arzneimitteln kann zur Einschränkung der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion führen und 

das Risiko für einen Atemstillstand erhöhen.

PSYCHOPAX kann auch bei normaler Dosierung Gedächtnislücken (anterograde Amnesie) auslösen; 

das Risiko dafür steigt dosisabhängig an. Diese Wirkung kann auch mit unangepasstem Verhalten 

einhergehen.

Nach mehrwöchiger wiederholter Anwendung kann sich die Wirkung von PSYCHOPAX verringern 

(Toleranzentwicklung). 

Abhängigkeit / Entzugserscheinungen

Die Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen kann zu seelischer oder körperlicher Abhängigkeit führen. 

Das Risiko ist bei Patienten unter Langzeitbehandlung und hohen Dosen größer, besonders bei 

Patienten mit Alkohol- und/oder Medikamentenmissbrauch in der Vorgeschichte. Wenn sich eine 

körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, wird das Absetzen der Behandlung von einem 

Entzugserscheinungen begleitet.

Das Risiko für das Auftreten von Entzugserscheinungen nimmt zu, wenn

Beruhigungsmittel wie PSYCHOPAX gleichzeitig mit Schlafmitteln angewendet werden,

höhere Dosen verabreicht werden,

PSYCHOPAX plötzlich abgesetzt wird.

Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen dürfen Sie die Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen 

nicht eigenmächtig abbrechen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und befolgen Sie seine 

Dosierungsanweisungen. Er wird die Dosis schrittweise reduzieren.

Bei abruptem Absetzen, vor allem hoher Dosen, können folgende Entzugserscheinungen auftreten: 

Kopf- und Muskelschmerzen, starke Angstgefühle, Spannung, Unruhe, Verwirrung, Reizbarkeit; 

Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe. In schweren Fällen sind 

folgende Beschwerden möglich: Derealisation (die Umwelt wird als unwirklich empfunden), 

Depersonalisation (Gefühl, von seinem Körper losgelöst zu sein), Hyperakusis (Überempfindlichkeit 

gegenüber Schall), Taubheitsgefühl und Kribbeln in Händen und Füßen, Überempfindlichkeit auf 

Licht, Geräusche und Berührungen, Halluzinationen oder epileptische Krämpfe.

Ferner können nach Behandlungsabbruch die Zustände, die zur Anwendung von PSYCHOPAX 

geführt haben, vorübergehend in verstärkter Form wiederkehren ("rebound anxiety"). Sie können von 

Stimmungsveränderung, Angst, Schlaflosigkeit oder Unruhe begleitet sein.

Besonders nach längerer Einnahmedauer wird Ihr Arzt die Behandlung mit PSYCHOPAX langsam 

beenden.

Zu einem vermehrten Auftreten von Entzugserscheinungen kann es weiters kommen, wenn auf ein 

Benzodiazepin-haltiges Arzneimittel mit einer kürzeren Wirkungsdauer umgestellt wird.

Paradoxe/unerwünschte Reaktionen

Bei der Behandlung mit PSYCHOPAX Tropfen können (wie bei der Behandlung mit anderen 

Bezodiazepinen) unerwartete, der eigentlichen Wirkung entgegengesetzte Reaktionen auftreten, wie 

Rastlosigkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Selbsttäuschung, Raserei, Albträume, 

Halluzinationen, Psychosen, auffälliges Benehmen oder andere Verhaltensauffälligkeiten. Sollte eine 

dieser Reaktionen auftreten, sollte das Arzneimittel abgesetzt werden. Sie treten mit größerer 

Wahrscheinlichkeit bei Kindern und bei älteren Patienten auf.

Wenn Ihnen Ihr Arzt nach längerer Einnahme Laboruntersuchungen (Kontrollen des Blutbildes und 

der Leber- und Nierenfunktion) verordnet, müssen Sie diese durchführen lassen.

PSYCHOPAX lindert nur die Symptome von Angst- und Spannungszuständen, beseitigt aber nicht 

deren Ursachen. Es soll nur so kurz und in so niedriger Dosierung wie absolut notwendig angewendet 

werden.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern unter 6 Jahren dürfen PSYCHOPAX Tropfen nicht angewendet werden. Bei Kindern 

über 6 Jahren und Jugendlichen ab 12 Jahren dürfen PSYCHOPAX Tropfen nur angewendet werden, 

wenn Ihr Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. Ihr Arzt wird die Behandlungsdauer auf das nötige 

Minimum beschränken.  

Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, 

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen, andere 

Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch PSYCHOPAX verstärkt oder abgeschwächt 

werden.

Bei der gleichzeitigen Anwendung von PSYCHOPAX mit anderen auf das zentrale Nervensystem 

dämpfend wirkenden Arzneimitteln (z.B. Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen 

und Depressionen, Beruhigungs- und Schlafmittel, bestimmte Schmerz- und Narkosemittel, 

Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen, bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von 

Allergien oder Schnupfen) oder mit Arzneimitteln, die den Leberstoffwechsel beeinflussen - wie z.B. 

Isoniazid (Tuberkulosemittel), Disulfiram (zur Behandlung der Alkoholkrankheit), Cimetidin, 

Omeprazol (Arzneimittel zur Behandlung von Magenerkrankungen), oder Mittel zur Verhütung einer 

Schwangerschaft („Pille“) - kann es zu erheblicher gegenseitiger Wirkungsverstärkung bis hin zu einer 

Beeinträchtigung der Atmung und des Herzkreislaufsystems kommen. 

Die gleichzeitige Anwendung mit Schmerzmitteln vom sogenannten Opiattyp (z.B. Morphin, 

Fentanyl) kann die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit erhöhen.

Folgende Arzneimittel sollten nicht gleichzeitig mit PSYCHOPAX eingenommen werden:

-  Clozapin (Arzneimittel zur Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen), da es zu 

lebensgefährlicher Atemhemmung kommen kann,

-  bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen wie Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol,

bestimmte Arzneimittel, die in der Behandlung von Viruserkrankungen wie HIV (Aids) 

eingesetzt werden (Delavirdine, Efavirenz, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir),

-  bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen wie Fluvoxamin.

Folgende Arzneimittel können ebenfalls Wechselwirkungen mit PSYCHOPAX auslösen, Ihr Arzt 

wird bei gleichzeitiger Verschreibung möglicherweise spezielle Maßnahmen ergreifen:

-  Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen (z.B. Phenytoin)

-  Arzneimittel zur Muskelerschlaffung,

-  Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft („Pille“),

-  Cisaprid (zur Behandlung von bestimmten Magenerkrankungen),

-  Theophyllin (zur Asthma-Behandlung),

-  Rifampicin und Isoniazid (zur Behandlung von Tuberkulose),

 langandauernder Gebrauch von sogenannten Corticosteroiden (wie z.B. Cortison),

-  Levodopa (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit).

Nikotin (z.B. Rauchen) kann die Wirkung von PSYCHOPAX vermindern.

Informieren Sie Ihren Arzt auch über andere Arzneimittel, die Sie möglicherweise ständig einnehmen 

wie z.B. blutdrucksenkende Arzneimittel „Betablocker“, Mittel zur „Blutverdünnung“ bzw. Hemmung 

der Blutgerinnung, Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen.

Da PSYCHOPAX sehr langsam aus dem Körper ausgeschieden wird, können Wechselwirkungen auch 

noch Tage nach Beenden der Behandlung auftreten.

Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Während der Behandlung mit PSYCHOPAX sollten Sie unbedingt auf Alkohol verzichten, da es 

durch Alkohol zu einer Verstärkung der Wirkung und Nebenwirkungen von PSYCHOPAX kommen 

kann. 

Während der Behandlung mit PSYCHOPAX sollten Sie keinen Grapefruitsaft trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, 

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker 

um Rat.

Schwangerschaft:

PSYCHOPAX Tropfen sollten nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses 

während der Schwangerschaft eingenommen werden. Über eine Anwendung während der 

Schwangerschaft entscheidet daher Ihr Arzt.

Wenn Sie während der Behandlung mit PSYCHOPAX Tropfen schwanger werden oder vermuten, 

dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit. 

Die Einnahme von hohen oder wiederholten niedrigen Dosen von PSYCHOPAX Tropfen in der 

Spätphase der Schwangerschaft oder unter der Geburt kann beim Neugeborenen zu einer erniedrigten 

Körpertemperatur, Atemstörung, unregelmäßigem Herzschlag und Trinkschwäche (sog. „Floppy-

Infant-Syndrom“) führen. 

Bei längerfristiger Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen während der Schwangerschaft kann sich 

eine körperliche Abhängigkeit des Kindes entwickeln. Diese Kinder können nach der Geburt 

Entzugserscheinungen zeigen.

Stillzeit:

Diazepam wird in die Muttermilch ausgeschieden, daher sollen PSYCHOPAX Tropfen während der 

Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit 

beeinträchtigen.

Da PSYCHOPAX Tropfen – vor allem zu Beginn der Therapie – die geistige Aufmerksamkeit 

beeinträchtigen können, sollen Sie keine Tätigkeiten verrichten, welche volle geistige 

Aufmerksamkeit erfordern. Sie sollen daher für mindestens 24 Stunden nach der letzten Anwendung 

weder ein Fahrzeug lenken   noch eine Maschine bedienen. 

PSYCHOPAX Tropfen enthalten Ethanol

Dieses Arzneimittel enthält 40 Vol-% Alkohol (Ethanol). Dies entspricht einer maximalen Menge von 

6 ml Bier oder 2,9 ml Wein pro Dosis.

3. WIE SIND PSYCHOPAX TROPFEN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei 

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind!

Die Dosierung richtet sich nach Ihrem Alter und Gewicht, der Art und Schwere Ihrer Erkrankung 

sowie Ihrem persönlichen Ansprechen auf das Arzneimittel. Grundsätzlich soll die Dosis so gering 

und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene

Behandlung von Angst- und Spannungszuständen

Ambulante Behandlung:

Im Allgemeinen wird Ihr Arzt die Behandlung mit 3mal täglich 6 Tropfen PSYCHOPAX (ca. 

2 mg Diazepam) beginnen.

Wenn bei dieser Dosierung die gewünschten Wirkungen nicht erzielt werden können, kann die 

Dosis vom Arzt schrittweise auf maximal 3mal täglich 15 Tropfen PSYCHOPAX (5 mg 

Diazepam) gesteigert werden.

Höhere Dosierungen sind nur in seltenen Fällen notwendig (z.B. psychische und neurologische 

Erkrankungen) und erfolgen in der Regel nur im Krankenhaus.

Stationäre Behandlung:

Bei schweren Angst- und Spannungszuständen wird Ihr Arzt die Dosis schrittweise auf 3mal 

täglich 30 Tropfen PSYCHOPAX (10 mg Diazepam) gesteigert werden. 

Behandlung von Schlafstörungen

Ihr Arzt wird Ihnen 7 – 15 Tropfen PSYCHOPAX (2,5 - 5 mg Diazepam) verschreiben. Nehmen 

Sie diese ca ½ Stunde vor dem Einschlafen. Falls nötig, kann die Dosis auf maximal 30 Tropfen 

(10 mg Diazepam) gesteigert werden. 

Behandlung von Zuständen mit erhöhter Muskelspannung

Zur Anfangsbehandlung erhalten Erwachsene 2 –4mal täglich 15 Tropfen PSYCHOPAX 

(entsprechend 5 mg Diazepam) .

Zur Fortsetzung der Behandlung wird Ihr Arzt Ihnen 1 – 2mal täglich 15 Tropfen (5 mg 

Diazepam) verschreiben.

Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche (von 12 bis 18 Jahren)

Der Arzt wird die Dosierung individuell anpassen (z.B. 0,1 bis 0,3 mg pro kg Körpergewicht). 

Bei Kindern über 6 Jahren und Jugendlichen ab 12 Jahren dürfen PSYCHOPAX Tropfen nur bei 

unbedingter Notwendigkeit angewendet werden. Ihr Arzt wird die Behandlungsdauer auf das nötige 

Minimum beschränken.  

Bei Kindern unter 6 Jahren dürfen PSYCHOPAX Tropfen nicht angewendet werden. Sollte eine 

Behandlung von Kindern unter 6 Jahren notwendig sein, wird Ihr Arzt Ihnen für Ihr Kind eine andere 

Darreichungsform (Rektallösung) von Diazepam verschreiben.

Ältere oder geschwächte Patienten

Bei älteren oder geschwächten Patienten soll die Hälfte der für Erwachsene üblichen Dosis nicht 

überschritten werden.  

Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen

Der Arzt wird die Behandlung mit einer niedrigeren Erwachsenendosis einleiten und die Dosis 

allmählich je nach Bedarf und Verträglichkeit erhöhen. 

Art der Anwendung

Nehmen Sie die PSYCHOPAX Tropfen mit etwas Wasser, Tee, Fruchtsaft (jedoch nicht mit 

Grapefruitsaft) oder unverdünnt auf einem Stück Zucker ein. 

Abends sollten Sie die Tropfen ca. ½ Stunde vor dem Schlafengehen und nicht auf vollen Magen 

einnehmen, da sonst mit verzögertem Wirkungseintritt und - abhängig von der Schlafdauer - mit 

verstärkten Nachwirkungen (wie z.B. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen) am nächsten Morgen 

gerechnet werden muss.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung 

von PSYCHOPAX Tropfen zu stark oder zu schwach ist.

Erhöhen Sie nicht von sich aus die Dosis. Sollte die Wirksamkeit von PSYCHOPAX während einer 

länger dauernden Behandlung nachlassen, sprechen sie mit Ihrem Arzt. 

Bei länger dauernder Behandlung (länger als eine Woche) und/oder hoher Dosierung besteht die 

Gefahr einer Medikamentenabhängigkeit.

Dauer der Anwendung

Sie sollten PSYCHOPAX Tropfen nur so kurz und in so niedriger Dosierung wie notwendig 

anwenden. 

Je nach Art und Schwere des Krankheitsbildes wird Ihr Arzt entscheiden, wie lange Sie PSYCHOPAX 

einnehmen sollen. 

Die Gesamtdauer der Behandlung sollte einschließlich einer schrittweisen Dosisverringerung bei 

Angststörungen nicht mehr als 2 – 3 Monate und bei Schlafstörungen nicht mehr als 4 Wochen 

betragen.

Wenn Ihnen Ihr Arzt nach längerer Einnahme Laboruntersuchungen (Kontrollen des Blutbildes und 

der Leber- und Nierenfunktion) verordnet, müssen Sie diese durchführen lassen.

Wenn Sie eine größere Menge von PSYCHOPAX Tropfen eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zuviel PSYCHOPAX Tropfen eingenommen haben, informieren Sie unverzüglich einen 

Arzt oder das nächste Krankenhaus. Sagen Sie dem Arzt bitte, wieviele Tropfen Sie geschluckt haben 

und auch ob Sie zusätzlich andere Medikamente genommen oder Alkohol konsumiert haben.

Anzeichen einer Überdosierung können ungewöhnliche Schläfrigkeit, Verwirrtheit und 

Benommenheit, Störungen der Bewegungsabläufe und des Gleichgewichtes, Sprechstörungen und 

"Augenzittern" sein. In weiterer Folge treten gelegentlich Blutdruckabfall, schwere Atembeschwerden 

und Bewusstlosigkeit (Koma) auf. Für Patienten mit Atemwegserkrankungen können eventuell 

auftretende Atembeschwerden ernsthaftere Auswirkungen haben.

Wenn Sie die Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen vergessen haben

Nehmen Sie zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt die verordnete Dosis ein, jedoch keinesfalls die 

doppelte Menge.

Wenn Sie die Einnahme von PSYCHOPAX Tropfen abbrechen

Sie dürfen die Behandlung nicht abrupt beenden, da Entzugserscheinungen auftreten können (siehe 

Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen"). Um dies zu vermeiden, wird Ihnen Ihr Arzt 

sagen, wie Sie die Behandlung langsam beenden sollen. 

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt 

oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem 

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10.

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100.

Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000.

Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.00.

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10 000.

Nicht bekannt :Häufigkeiten auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Nebenwirkungen von PSYCHOPAX sind häufig - abhängig von Ihrer persönlichen Empfindlichkeit 

und der eingenommenen Dosis - unterschiedlich stark ausgeprägt und treten vor allem zu Beginn der 

Behandlung auf. Sie können durch sorgfältige Einstellung der Tagesdosis oft vermindert oder 

vermieden werden bzw. verringern sich im Laufe der Behandlung.

Ältere und geschwächte Patienten leiden häufiger unter Nebenwirkungen, eine Dosisreduktion ist 

daher erforderlich (siehe Abschnitt 3 „WIE SIND PSYCHOPAX TROPFEN EINZUNEHMEN“). 

Herzerkrankungen 

Selten: niedriger Blutdruck, verlangsamte Herzschlagfolge, Brustschmerzen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Selten: Blutbildstörungen (einschließlich eines Mangels an Blutplättchen)

Augenerkrankungen:

Häufig: Doppelsehen

Selten: andere Sehstörungen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Häufig: Muskelschwäche

Psychiatrische Erkrankungen:

Häufig: verminderte Aufmerksamkeit, emotionelle Abgestumpftheit, Verwirrung, Gedächtnislücken, 

paradoxe Reaktionen*. 

Bei anfälligen Patienten kann eine verborgene Depression manifest werden.

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Dämpfung, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel (Sturzgefahr für ältere Patienten), 

Gangunsicherheit, undeutliche Sprache, Zittern, Müdigkeit und Katergefühl

Selten: Mundtrockenheit 

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts:

Selten: Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch, Verstopfung, Durchfall

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten: Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Sehr selten: allergische Hautreaktionen, wie Nesselsucht und Anschwellen der Haut

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Selten: Harnverhalten

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

Selten: Veränderung der sexuellen Erregbarkeit, Regelstörungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums (Mittelfell):

Selten: Atemwegskrämpfe, Atembeschwerden, vorübergehendes Aussetzen der Atmung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten: angeregter Appetit

Es liegen Berichte vor, dass für ältere Patienten, die Arzneimittel wie PSYCHOPAX einnehmen, das 

Risiko für Stürze und Knochenbrüche erhöht ist.

PSYCHOPAX kann bereits bei der Verwendung von therapeutischen Dosen zu Abhängigkeit führen. 

Ein Abbruch der Behandlung kann Entzugserscheinungen hervorrufen. 

*Paradoxe Reaktionen (Ruhelosigkeit, Erregungszustände, Reizbarkeit, psychische Instabilität, 

Aggressivität, Wutanfälle, Wahnwahrnehmungen, Albträume, Psychosen, Halluzinationen, 

ungewöhnliche Verhaltensweise) treten unter Einfluss von Benzodiazepinen und eher bei Kindern und 

älteren Patienten auf.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.   Dies gilt auch für 

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. 

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website:  http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die 

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST PSYCHOPAX AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verwendbar bis“ 

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Nach Anbruch der Flasche 2 Monate verwendbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie 

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der 

Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was PSYCHOPAX Tropfen enthalten

Der Wirkstoff ist: Diazepam

1 ml Lösung (= 37 Tropfen) enthält 12,5 mg Diazepam.

Die sonstigen Bestandteile sind: Aromen, Ethanol (96 %), Propylenglycol, Saccharin.

3 Tropfen enthalten 1 mg Diazepam

Wie PSYCHOPAX Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

PSYCHOPAX ist eine klare, gelbliche, nach Alkohol riechende und leicht bitter schmeckende 

Lösung.

Braunglasflasche mit Sekrechttropfer und Schraubverschluss aus Polyethylen. Inhalt. 20 ml 

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Sigmapharm Arzneimittel GmbH 

Leystraße 129

1200 Wien

Hersteller

MoNo chem-pharm Produkte GmbH

Leystraße 129

1200 Wien

Zulassungsnummer: 15.968

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2014. 

Document Outline

9-8-2018

Stronghold Plus ad us. vet. 15 mg / 2,5 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

Stronghold Plus ad us. vet. 15 mg / 2,5 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

● Die Neuzulassung erfolgte am 09.08.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

9-8-2018

Stronghold Plus ad us. vet. 30 mg / 5 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

Stronghold Plus ad us. vet. 30 mg / 5 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

● Die Neuzulassung erfolgte am 09.08.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

9-8-2018

Stronghold Plus ad us. vet. 60 mg / 10 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

Stronghold Plus ad us. vet. 60 mg / 10 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

● Die Neuzulassung erfolgte am 09.08.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

27-6-2018

Broadline spot-on Katzen kleiner 2.5 kg ad us. vet., Loesung zum Auftropfen

Broadline spot-on Katzen kleiner 2.5 kg ad us. vet., Loesung zum Auftropfen

● Änderung Text "Indikationen", "Anwendungseinschränkungen", "Unerwünschte Wirkungen" und "Sonstige Hinweise"

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

27-6-2018

Broadline spot-on Katzen 2.5 - 7.5 kg ad us. vet., Loesung zum Auftropfen

Broadline spot-on Katzen 2.5 - 7.5 kg ad us. vet., Loesung zum Auftropfen

● Änderung Text "Indikationen", "Anwendungseinschränkungen", "Unerwünschte Wirkungen" und "Sonstige Hinweise"

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

5-6-2018

Valpam 5 (diazepam) 5 mg tablets

Valpam 5 (diazepam) 5 mg tablets

Product defect alert - potential for blister strip to contain lower strength tablets

Therapeutic Goods Administration - Australia

29-5-2018

Informationsbrief zu Haldol® (Tabletten, Tropfen zum Einnehmen, Injektionslösung) und Haldol Decanoat Depot®: Ergänzung zum Rote-Hand-Brief der Janssen-Cilag GmbH vom 21. Dezember 2017

Informationsbrief zu Haldol® (Tabletten, Tropfen zum Einnehmen, Injektionslösung) und Haldol Decanoat Depot®: Ergänzung zum Rote-Hand-Brief der Janssen-Cilag GmbH vom 21. Dezember 2017

Aufgrund von Nachfragen zum kürzlich versendeten Rote-Hand-Brief zu haloperidolhaltigen Arzneimitteln möchte die Firma Janssen-Cilag GmbH (Haldol®-Janssen) die am häufigsten angesprochenen Aspekte klarstellen.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

15-10-2018

Diazepam-ratiopharm 10 mg Zäpfchen

Rote - Liste

11-10-2018

Solosin® Tropfen

Rote - Liste

11-10-2018

Chelidonium comp. Augentropfen

Rote - Liste

9-10-2018

Otriven 0,1% Nasentropfen

Rote - Liste

8-10-2018

LUMIGAN® 0,1 mg/ml Augentropfen

Rote - Liste

14-9-2018

L-Thyroxin Henning® Tropfen

Rote - Liste

1-9-2018

Bronchipret® Tropfen

Rote - Liste

21-8-2018

XUSAL™ Tropfen

Rote - Liste

14-8-2018

Tramadol AbZ 100 mg/ml Tropfen

Rote - Liste

11-8-2018

XUSAL akut Tropfen

Rote - Liste

25-7-2018

Proculin® Augentropfen

Rote - Liste

25-7-2018

Arutimol® Augentropfen

Rote - Liste

24-7-2018

Euphrasia Augentropfen

Rote - Liste

12-7-2018

IOPIDINE® 5 mg/ml Augentropfen

Rote - Liste

12-7-2018

Morphin Merck® Tropfen 0,5 %/2 %

Rote - Liste

2-7-2018

Diazepam Desitin® rectal tube

Rote - Liste

26-6-2018

CILOXAN® 3 mg/ml Augentropfen

Rote - Liste

13-6-2018

EMADINE 0,5 mg/ml Augentropfen

Rote - Liste

30-5-2018

Tilidin AbZ Tropfen

Rote - Liste