Prostin VR

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Prostin VR Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 0,5 mg-ml
  • Dosierung:
  • 0,5 mg-ml
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Prostin VR Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 0,5 mg-ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE124801
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

16C01

16C01

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 500 Mikrogramm

Alprostadil pro ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Sonstige Bestandteil

mit bekannter Wirkung:

wasserfreies Ethanol

Dieses Arzneimittel enthält 0,8 g Ethanol (Alkohol) pro Ampulle, d.h. bei einer üblichen Infusionsrate von

0,1 Mikrogramm/kg/min ist die verabreichte Ethanolmenge 0,16 mg/kg/min.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist als palliative Behandlung

indiziert, um den Ductus arteriosus bei Neugeborenen mit angeborenen Herzfehlern, die nur bei offenem

Ductus arteriosus überleben können, temporär offenzuhalten, bis ein korrigierender oder palliativer

chirurgischer Eingriff vorgenommen wird. Zu diesen angeborenen Herzfehlern gehören: Pulmonalatresie,

Pulmonalstenose, Trikuspidalatresie, Fallot-Tetralogie, Unterbrechung des Aortenbogens, Coarctatio aortae,

Mitralatresie oder Transposition der großen Gefäße mit oder ohne Anomalie.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Infusion beginnt für gewöhnlich mit 0,05 bis 0,1 Mikrogramm/kg/min Alprostadil. Auch mit geringeren

Anfangsdosen wurden offensichtlich gute Ergebnisse erzielt. Die Erfahrungen mit diesen Dosen sind jedoch

begrenzt. Der Großteil der Erfahrungen betrifft die Dosis von 0,1 Mikrogramm/kg/min. Sobald sich eine

therapeutische Wirkung eingestellt hat (Anstieg des pO

bei Kindern mit Störungen des pulmonalen

Blutflusses oder Anstieg des systemischen Blutdrucks und des pH-Blutwertes bei Kindern mit Störungen

des systemischen Kreislaufs), muss die Verabreichungsgeschwindigkeit auf die geringste Dosis reduziert

werden, mit der die gewünschte Wirkung erzielt werden kann. Sollte sich eine Dosis von 0,1

Mikrogramm/kg/min als nicht ausreichend erweisen, kann diese auf 0,4 Mikrogramm/kg/min erhöht

werden, obwohl höhere Verabreichungsgeschwindigkeiten nicht immer zu besseren Ergebnissen führen.

PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung wird am besten als intravenöse

Dauerinfusion in eine große Vene verabreicht. Es kann aber auch mittels eines Katheters, der in die

Nabelarterie zur Öffnung des Ductus arteriosus hin eingeführt wird, verabreicht werden. Bei intraarterieller

Verabreichung besteht ein höheres Risiko von Gesichtsröte, Apnoe und Bradykardie als bei intravenöser

Infusion.

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Art der Anwendung

PROSTIN VR ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung für die intraarterielle oder

intravenöse Anwendung.

Hinweise zur Herstellung der Lösung

Bereiten Sie im Abstand von 24 Stunden eine neue Lösung zu, und bewahren Sie diese im Kühlschrank auf.

Lösungen, die älter als 24 Stunden sind, dürfen nicht mehr verwendet werden.

Für die Herstellung einer Infusionslösung muss die gewünschte Menge PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat

mit einer sterilen Glukoselösung (Lösungsmittel der ersten Wahl) oder sterilen Kochsalzlösung verdünnt

werden. Bei Kontakt von unverdünntem PROSTIN VR Konzentrat mit Plastikbehältnissen können

Weichmacher des Plastikmaterials vom Konzentrat aufgenommen werden. Die Lösung wird dabei trüb, und

das Aussehen des Behältnisses verändert sich. Sollte dieser Fall eintreten, müssen Lösung und Behältnis

ersetzt werden. Dieses Phänomen ist auf die Konzentration zurückzuführen. Deshalb empfiehlt es sich,

PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung direkt in das Lösungsmittel zu

geben und jeglichen Kontakt mit Plastikmaterial zu vermeiden. Der Grad der Verdünnung wird in

Abhängigkeit vom Pumpensystem festgelegt.

Folgende Konzentrationen von Alprostadil werden erhalten (in Mikrogramm/ml), wenn Alprostadil 500

Mikrogramm Ampullen mit folgenden Mengen verdünnt werden:

Gesamtmenge

Menge Alprostadil in Mikrogramm - 500 Mikrogramm (1 ml)

250 ml

2,0 Mikrogramm/ml

100 ml

5,0 Mikrogramm/ml

50 ml

10,0 Mikrogramm/ml

25 ml

20,0 Mikrogramm ml

BEISPIEL:

Gewünschte Infusionsrate: 0,1 Mikrogramm/kg/min

Gewicht des Neugeborenen: 2,8 kg

Hergestellte Infusionslösung: 5 Mikrogramm/ml

Für eine hergestellte Infusionslösung von 5 Mikrogramm/ml gilt folgende Infusionsrate:

0,1 Mikrogramm/kg/min = 0,02 ml/kg/min

5 Mikrogramm/ml

Für ein Neugeborenes von 2,8 kg beträgt die Infusionsgeschwindigkeit:

0,02 ml/kg/min x 2,8 = 0,056 ml/min oder 3,36 ml/Stunde

4.3

Gegenanzeigen

PROSTIN VR Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit

gegen den Wirkstoff (Alprostadil) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung darf auf keinen Fall

Neugeborenen (oder Säuglingen) mit Atemnotsyndrom (hyaline Membranenkrankheit) verabreicht werden,

die bisweilen mit einer zyanotischen Herzerkrankung verwechselt werden kann. Stehen keine geeigneten

Mittel für eine korrekte Diagnosestellung zur Verfügung, stützt sich die Diagnose auf das Vorliegen einer

Zyanose (pO

unter 40 mm Hg) und eine Röntgenaufnahme, die einen reduzierten pulmonalen Blutfluss

zeigt.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Fertige Lösungen, die älter als 24 Stunden sind, dürfen nicht mehr verwendet werden.

Dieses Produkt darf ausschließlich in Kliniken verwendet werden.

Aufgrund der Schwere gewisser Nebenwirkungen darf PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur

Herstellung einer Infusionslösung nur von geschultem medizinischem Fachpersonal und in

Spezialkliniken verabreicht werden, in denen intensivmedizinische Einrichtungen für Neugeborene

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sofort verfügbar sind (Kardiopädiatrie, Kardiochirurgie).

Neugeborene, die mit PROSTIN VR behandelt werden, bedürfen einer ständigen kardiorespiratorischen

Überwachung. Eine Kontrolle von Blutdruck und Körpertemperatur sowie transkutane Messungen der

Blutgase (pO

, pCO

) sind ebenfalls erforderlich.

Bei etwa 10 bis 12% der Neugeborenen mit angeborenen Herzfehlern, die mit Alprostadil (PGE

behandelt wurden, kann Apnoe auftreten. Apnoe wird vorwiegend bei Neugeborenen, insbesondere mit

einem Geburtsgewicht unter 2 kg, beobachtet und tritt gewöhnlich während der ersten Stunde der

Infusion auf. Deshalb sollte Alprostadil (PGE

) nur dann verwendet werden, wenn eine assistierte

Beatmung sofort verfügbar ist.

Alprostadil sollte während einer für die gewünschte therapeutische Antwort möglichst kurzen Zeit und in

kleinstmöglicher Dosis infundiert werden. Das Risiko einer Langzeitinfusion von Alprostadil muss

dabei gegen die möglichen Vorteile der Anwendung bei Säuglingen mit einem kritischen

Krankheitszustand abgewogen werden.

Pathologische Untersuchungen des Ductus arteriosus und der pulmonalen Arterien von Säuglingen, die

mit Prostaglandin E

behandelt wurden, zeigten histologische Veränderungen, die mit einem

schwächenden Effekt auf diesen Strukturen zusammenhangen. Die Spezifität oder die klinische

Bedeutung dieser Ergebnisse ist unbekannt.

Eine Schwächung des Ductus arteriosus und der pulmonalen Arterien wurde vorwiegend während einer

Langzeitanwendung gemeldet.

Eine kortikale Proliferation der langen Knochen wurde bei Neugeborenen während Langzeitinfusionen

von Alprostadil (PGE1) (14 Tage und mehr) gemeldet. Die kortikale Proliferation bildete sich bei

Kindern nach Absetzen des Arzneimittels wieder zurück.

Alprostadil sollte bei Neugeborenen (und Säuglingen) mit Blutungsneigungen mit Vorsicht angewendet

werden, da Prostaglandin E

ein potenter Hemmer der Thrombozytenaggregation ist.

Der arterielle Druck muss, entweder mittels Nabelarterienkatheter, Auskultation oder mit einem Doppler-

Schallkopf, überwacht werden. Sollte der arterielle Druck wesentlich abfallen, ist die Infusionsrate

sofort zu senken.

In Einzelfällen kann es bei Neugeborenen (oder Säuglingen) unter einer Behandlung mit Alprostadil zu

einer Obstruktion des Magenausgangs infolge antraler Hyperplasie kommen. Dieser Effekt scheint von

der Behandlungsdauer und der kumulativen Dosis des Arzneimittels abhängig zu sein. Deshalb sollten

Neugeborene (und Säuglinge), die Alprostadil in den empfohlenen Dosierungen während mehr als 120

Stunden erhalten, auf antrale Hyperplasie und Magenausgangsobstruktion sorgfältig überwacht werden.

Bei Neugeborenen (oder Säuglingen) mit reduziertem pulmonalem Blutfluss verhält sich die Erhöhung

des Blutsauerstoffgehaltes umgekehrt proportional zum pO

-Wert vor der Behandlung. Das bedeutet,

dass Patienten mit einem tiefen pO

-Wert (weniger als 40 mm Hg) am besten und Patienten mit einem

hohen pO

-Wert (über 40 mm Hg) im Allgemeinen weniger ansprechen. Bei Neugeborenen (oder

Säuglingen) mit eingeschränktem pulmonalem Blutfluss wird die Wirksamkeit von Alprostadil mittels

Bestimmung des Blutsauerstoffgehalts kontrolliert. Bei Neugeborenen (und Säuglingen) mit limitiertem

systemischem Blutfluss wird das Ansprechen mittels Messung des systemischen Blutdrucks und des

pH-Wertes des Blutes überprüft.

Dieses Arzneimittel enthält Ethanol (Alkohol). Ist bei Kindern und Patienten mit erhöhtem Risiko

auf Grund einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu berücksichtigen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Zwischen Alprostadil und der Standardtherapie, die bei Neugeborenen (oder Säuglingen) mit angeborenen

Herzfehlern angewendet wird, wurde kein Auftreten von Arzneimittelwechselwirkungen gemeldet.

Die Standardtherapie beinhaltet Antibiotika wie Penicillin oder Gentamicin, Vasopressoren wie Dopamin

oder Isoprenalin, Herzglykoside und Diuretika wie Furosemid.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Nicht zutreffend.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

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4.8

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen, die mit einer Infusion von Alprostadil bei Neugeborenen (und Säuglingen)

mit duktal-abhängigen angeborenen Herzfehlern, die mit Alprostadil behandelt wurden, beobachtet werden,

hingen mit den pharmakologischen Wirkungen des Arzneimittels zusammen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während einer Anwendung mit Alprostadil (436 behandelte

Neugeborene) mit nachstehenden Häufigkeiten beobachtet und gemeldet: Sehr häufig (≥1/10); häufig

(≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1.000, <1/100); selten (≥1/10.000, <1/1.000); sehr selten (<1/10.000).

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Häufig

Disseminierte intravaskuläre Gerinnung

Gelegentlich

Anämie, Thrombozytopenie

Selten

Septikämie, Hypokaliämie

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich

Hypoglykämie

Erkrankungen des

Nervensystems

Häufig

Epileptischer Anfall

Herzerkrankungen

Häufig

Bradykardie, Hypotonie, Tachykardie

Selten

Herzstillstand

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Sehr häufig

Apnoe

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Häufig

Durchfall

Gelegentlich

Gastrale Obstruktion, Hypertrophie der

gastralen Mukosa

Leber- und

Gallenerkrankungen

Gelegentlich

Hyperbilirubinämie

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Exostose

Gefässerkrankungen

Gelegentlich

Vaskuläre Fragilität

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

Vorübergehendes Fieber

Häufig

Hautrötung (Flushing)*

Selten

Ödem

* Diese ist die einzige Nebenwirkung, die direkt auf die Art der Anwendung zurückzuführen ist und häufiger

mit intraarterieller Verabreichung auftritt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über die

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte - Abteilung Vigilanz, Eurostation II, Victor

Hortaplein, 40/40, B-1060 Brüssel (Webseite: www.fagg-afmps.be; E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be)

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

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Apnoe, Bradykardie, Fieber, Hypotonie und Gesichtsröte können Zeichen einer Überdosierung des

Arzneimittels sein. Bei auftretender Apnoe oder Bradykardie muss die Infusion abgesetzt und eine geeignete

korrektive Behandlung eingeleitet werden. Eine Wiederaufnahme der Infusion bedarf Vorsicht. Bei Fieber

oder Hypotonie muss die Infusionsgeschwindigkeit so lange reduziert werden, bis die Symptome

verschwunden sind. Gesichtsröte ist in der Regel auf eine schlechte intraarterielle Einbringung des

intraarteriellen Katheters zurückzuführen und klingt für gewöhnlich nach Lageveränderung der

Katheterspitze ab.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Herztherapie

ATC-Code: C01E A01

Alprostadil (Prostaglandin E

) gehört zu einer Gruppe von natürlichen Fettsäuren mit verschiedenen

pharmakologischen Wirkungen. Die wichtigsten Wirkungen sind Vasodilatation, Hemmung der

Thrombozytenaggregation und Stimulation der glatten Darm- und Uterusmuskulatur. Bei Säugetieren

senken i.v. Dosen von 1 bis 10 Mikrogramm/kg Alprostadil den arteriellen Blutdruck durch Reduktion des

peripheren Gefäßwiderstandes. Diese Blutdrucksenkung geht mit einer reflektorischen Steigerung des

Herzminutenvolumens und der Herzfrequenz einher.

Die glatte Muskulatur des Ductus arteriosus ist besonders empfindlich für Alprostadil, und beim Lamm

kommt es in einigen Abschnitten des Ductus arteriosus in Gegenwart des Arzneimittels zu einer starken

Relaxation. Darüber hinaus konnte bei neugeborenen Ratten, Kaninchen und Lämmern der sich

verschließende Ductus arteriosus durch Verabreichung von Alprostadil wiedereröffnet werden. Aufgrund

dieser Beobachtungen wurden Studien mit Alprostadil bei Neugeborenen durchgeführt, bei denen

angeborene Herzfehler den systemischen oder pulmonalen Blutkreislauf einschränkten und daher der

Ductus arteriosus offen bleiben musste, um eine ausreichende Oxygenierung und Durchblutung der unteren

Körperhälfte zu gewährleisten.

Bei etwa 50 % der Säuglinge mit eingeschränktem Pulmonalkreislauf steigt der pO

des Blutes nach

Infusion von Alprostadil um mindestens 10 mm Hg (mittlerer Anstieg von etwa 14 mm Hg und mittlerer

Anstieg der Sauerstoffsättigung von etwa 23 %). Die besten Behandlungsergebnisse wurden im

Allgemeinen bei Säuglingen im Alter von bis zu 4 Tagen mit niedrigem pO

-Ausgangswert im Blut erreicht.

Bei Säuglingen mit eingeschränktem systemischem Kreislauf induzierte Alprostadil häufig einen pH-

Anstieg im Falle einer Azidose, einen Anstieg des systemischen arteriellen Blutdrucks und eine

Verringerung des Verhältnisses zwischen Pulmonalarterien- und Aortendruck.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Aufgrund seiner raschen Metabolisierung muss Alprostadil als Dauerinfusion verabreicht werden.

Zirkulierendes Alprostadil kann bei einer einzigen Lungenpassage zu bis zu 80 % metabolisiert werden, vor

allem durch Beta- und Omega-Oxidation. Die Metabolite werden hauptsächlich über die Nieren eliminiert,

und 24 Stunden nach Verabreichung ist das Arzneimittel nahezu vollständig ausgeschieden. Unverändertes

Alprostadil wird im Urin nicht wiedergefunden, und es gibt keine Hinweise auf eine Retention von

Alprostadil oder seiner Metabolite im Gewebe.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Es liegen keine Daten vor.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Wasserfreies Ethanol.

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6.2

Inkompatibilitäten

Es wird empfohlen, jeglichen Kontakt von PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung mit Kunststoffmaterialien zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.2).

6.3

Dauer der Haltbarkeit

36 Monate.

Verdünnte Lösungen müssen innerhalb von 24 Stunden verbraucht und im Kühlschrank gelagert werden.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2

C - 8

Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

1 Ampulle enthält 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Nur zur Verwendung im Krankenhaus bestimmt.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Pfizer SA, 17 Boulevard de la Plaine, 1050 Brüssel, Belgien

8.

ZULASSUNGSNUMMER

BE124801

Verkaufsabgrenzung: verschreibungspflichtig.

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. November 1983

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 11. Dezember 2006

10.

STAND DER INFORMATION

Genehmigt im 03/2016

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.